1. Lieben oder Lassen?

    Guten Abend,
    ich habe mich extra für diese Frage hier angemeldet. Vielleicht hat der ein oder andere einfach eigene Erfahrungen und mag mir davon erzählen, ob sowas noch werden kann.
    Ich stehe momentan am Scheideweg: HOP oder TOP.
    Erstmal ein paar Randinfos zu mir: Ich bin seit ca. 1,5 Jahren in einer Beziehung. Ich habe ein Kind, das nicht bei mir lebt, aber natürlich Kontakt.Ich bin 31 und als Sekretärin Vollzeit berufstätig. Ich pendle täglich ca. 1,5 Stunden zur Arbeit und zurück. Ich lebe in einer kleinen Mietswohnung. Viele Freunde, Hobbys ebenso.
    Mein Freund (38), vollzeit berufstätig, arbeitet bei mir ums Eck. Er lebt im Elternhaus in einer Kellerwohnung. Er hat nur einen kurzen Arbeitsweg. Kaum Freunde, Hobby vorhanden.
    Er kommt nur ganz selten zu mir, nach Feierabend geht er aber quasi an meiner Wohnung vorbei. Geschlafen hat er in der gesamten Zeit der Beziehung nur einmal bei mir. Es gab zwar mehrere Versuche, diese endeten jedoch immer in seiner Heimreise, da er ganz oft massive Schlafprobleme hat. Das wirkt sich extrem auf die Beziehung aus, er hat oft schlechte Laune und lässt das oft an mir aus. Mich schlauchte das nun so sehr, dass ich in den letzten Monaten nur noch max. 2 x / Woche, meistens WE, bei ihm übernachtete. Er möchte sich da keine Hilfe holen und reagiert beratungsresistent. Er hat eine Drogenvergangenheit, worauf ich nicht näher eingehen möchte. Er ist jedoch - entgegen dem, was am Anfang der Beziehung sein Reden war - einem Joint "ab und zu" nicht abgeneigt. Ich selbst habe damit nichts zu tun und möchte es auch nicht. Anfangs sagte er immer, er möchte davon weg, aber ich sehe immer mehr, das es wohl nicht ganz so ernst gemeint war...
    Dann gibt es Tage, da meldet er sich nicht, nach einem Streit auch schon mal länger. Obwohl wir uns unter der Arbeitswoche oft nur einmal sehen, wirft er mir vor, ich halte ihn von seinen Freunden fern und er habe wenig Zeit. Im Haushalt macht er nichts bis das allernötigste. Meinen sauberen Haushalt lobt er einerseits, andererseits verlacht er das. (Zitat: Es gibt wichtigeres).
    Ich fühle mich oft allein trotz Partner. Vor allem wenn ich Probleme habe. Mit ihm darüber sprechen geht irgendwie nicht, umgekehrt habe ich immer ein offenes Ohr für ihn.
    Erst kürzlich ging es mir schlecht. Ich habe ein Stipendium erhalten und möchte eventuell noch studieren. Eigentlich super, aber leider habe ich in meinem Umfeld keinerlei Unterstützung und wahrscheinlich klappt es deshalb nicht. Haber herumgerechnet und mich gequält, viel geweint. Er hatte wenig nette Worte bzw. meinte, dass ich ja dann wegziehen müsste. Müsste ich nicht, wir könnten doch locker auch zusammen leben. Er ist jedoch strikt gegen ein Studium. Beruflich verändern möchte ich mich in jedem Fall. Für ihn zeugt das von Instabilität.
    Auf das Zusammenziehen würde ich ihn gerne ansprechen. Ich bin mir nur nicht sicher, ob sich dieses Blatt noch wenden kann?
     
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  3. In jedem Fall machst du dein Studium. Herzlichen Glückwunsch für das Stipendium, das heißt, du bist ganz toll, sonst würdest du das nicht erhalten haben. Nutze das nun für dich und befreie dich von destruktiven Einflüssen jeglicher Art. Ich habe mit 35 mein Zweitstudium begonnen und mit 45 meine nebenberufliche Promotion gestartet. Bremser und Unkenrufer gehörten ab dem Start dieser Pläne dann nicht mehr in mein Leben.

    Es ist schwer, ich weiß, aber niemand hat ein Recht dazu, dir das Leben schwerer als nötig zu machen. Dein Weinen zeigt ja, dass du in einer Zerreissprobe steckst. Es wird dir besser gehen, wenn du dich für deinen klaren Weg entschieden hast. Such dir jemanden, der dich und dein SoSein wertschätzt. Ich wünsche dir viel Erfolg, das wird schon!
     
  4. Er ist nie erwachsen geworden (lebt bei seinen Eltern), ist ein Drogist (kifft regelmäßig und hat aus seinem Drogenkonsum heraus körperliche wahrscheinlich auch psychische Probleme), er will dich für sich, wahrscheinlich als Art Mutti (denn er ist gegen deine Weiterentwicklung -> Studium).

    Insgesamt ist er ein Versager und ein Klotz an deinem Bein. Mit ihm zusammen zu bleiben wären Indizien für ein Helfersyndrom und große Bedürftigkeit deinerseits. Deine Bedürfnisse erfüllen wird er aber niemals. Stattdessen kifft er und will aus Neid und Angst deine Weiterentwicklung, ggf. fort von ihm, verhindern.

    Trenn dich von ihm und seh zu, dass du dein Studium hin bekommst. Nach einer Trennung bist du zwar allein. Allein fühlst du dich aber schon jetzt.
     
  5. Nein das zeugt nicht von "Instabilität", sondern von deinem Wunsch dich weiter zu entwickeln. Das ist eine sehr positive Sache. Ich würde dir dazu dringend raten.
    Lass dich entsprechend von Behörden beraten, wie du das Ganze organisieren und finanzieren kannst. Lass dich unterstützen.
    Weil er weiss, dass er nicht mithalten kann. Lass dich da bloss nicht von deinem Weg abhalten und ausbremsen. Das ist diese Beziehung in keinster Weise wert.
    Loben lassen musst du dich von ihm auch nicht.
    Wird es nicht. Dieses Beziehung tut dir nicht gut und es hat langfristig keine Zukunft. Dein Partner kommt nicht in die Puschen. Er wohnt mit 38 Jahren noch bei den Eltern. Lässt dich am langen Arm verhungern und ist nicht "LIEBEVOLL" zu dir.
    Liebe keksine,
    du hast diese Erfahrung offenbar noch nicht. Aber es gibt andere Männer, die dich auch gut und liebevoll behandeln.
    Halte nicht an einer Sache fest, die dich im Leben bremst und belastet. Du hast etwas Besseres verdient.
     
  6. Willst Du wirklich mit einem Mann zusammen ziehen, der nicht wirklich Interesse an dir zeigt, im Haushalt nur das nötigste macht und sonst auch nicht zuverlässig erscheint? Das wäre ja so, als wenn Du dir ein Kleinkind in die Wohnung holst!
    Von mir aus könnte er in seiner Kellerwohnung hausen und Joints rauchen. Ich würde mich auf meinen beruflichen Weg konzentrieren. Er wird dich doch nie richtig unterstützen. Er weiß ja gar nicht wie das geht. Für mich wären das genug Gründe zu Trennung.
    Meiner Meinung nach kannst Du nicht viel von ihm erwarten. Nach 1,5 Jahren ist man doch auch weiter in einer Beziehung, macht Pläne oder redet über die Zukunft.
     
    • # 5
    • 13.08.2019
    • Anju
    Du, berufstätig, sozial eingebunden und Stipendiatin überlegst ernsthaft mit einem fast 40jährigen, in einer Kellerwohnung lebenden Kiffer ohne Ambition auf Weiterbildung zusammenzuziehen? Wende Dich bitte postwendend an eine adäquate Beratungsstelle der betreffenden Universität und lasse Dir nicht irgendeinen Mumpitz einreden.

    Merkst Du denn nicht, dass er Deine Leistungen negiert, um eigene Unfähigkeiten zu vertuschen? Unfassbar.
     
  7. Was genau sind jetzt die positiven Seiten der Beziehung? Davon les ich nichts. Er übernachtet nie bei dir, hat meist schlechte Laune, kifft mit Ende 30 dauerhaft, unterstützt dich nicht bei deinen Vorhaben. Ganz ehrlich, da wäre ich lieber glücklicher Single. Was genau ist denn deine Sorge, wenn du dich trennst? Was genau verlierst du?
    Er wird sich ganz sicher nicht mehr ändern in diesem Alter und nach anderthalb Jahren Beziehung. Wenn du ihn nicht akzeptieren kannst, dann musst du dich trennen. Darauf zu hoffen, dass er plötzlich zum Traumprinzen mutiert, ist wirklich absolut unrealistisch.
    Ich hätte ihm spätestens einen Fußtritt gegeben, nachdem er dich nicht unterstützt hat bei dem Vorhaben, zu studieren. Partner sind doch die Menschen, die einem da emotional nahestehen sollten.

    Ich glaube, als Single wärst du besser dran. Vielleicht könntest du dann auch die Kraft in dir selbst finden, deine Vorhaben umzusetzen und mehr Selbstbewusstsein aufbauen.

    Noch kurz als Anekdote mein erster Ex: Er hat gekifft, dann Ritalin zum Partymachen geschluckt, er wollte keine Kompromisse, keine Zukunftspläne, hat mich nie unterstützt ("arbeitslos sein ist doch geil"), mich kaum besucht (Fernbeziehung), hatte tausend Probleme. Ich frage mich, warum ich das Jahre mitgemacht hab und Zeit verschwendet. Ich dachte auch immer, das Blatt wendet sich. Weißt du was? (wir sind seit 8 Jahren getrennt) Er ist jetzt hauptberuflich Drogendealer, hat immer wechselnde Freundinnen Anfang 20, keine Pläne für die Zukunft außer Party - es hat sich alles nur noch zum schlechteren geändert und ich mach drei Kreuze, dass ich nicht mehr für ihn zuständig bin. Ich hab ihn geliebt und er mich, aber meine Beziehung jetzt ist so tausendmal besser, das ist gar nicht vergleichbar.

    w, 35
     
  8. Oh weh, das hört sich ja gar nicht gut an. Mal ganz ehrlich, lies deinen Text und sag mir was du jemandem fremden raten würdest. Nix wie weg. Er ist ein Drogi, nicht mal ein Ex, blockiert dein Fortkommen anstatt sich zu freuen, lebt in einer versifften Bude und macht deine saubere Wohnung aus Minderwertigkeitsgefühlen lächerlich. Echt jetzt ? Tu dir das bitte nicht an.
     
  9. Liebe TE,

    nur mal am Rande da ich mich mit Stipendien nicht auskenne. Du hast ein Kind, das nicht bei Dir lebt. Hast Du Vermögen oder wie zahlst Du während des Studiums den Kindesunterhalt?

    Du bist 31 und läßt Dir sowas von einem alternden Kiffer erzählen? Ich müsste mich vor Lachen ausschütten.

    Mach Dich mal grade, denke an Deine Pflichten auch wenn das Kind nicht bei Dir lebt, bist Du doch verantwortlich dafür.

    w/36
     
  10. Nichts was du über ihn schreibst ist positiv. Ein Mann der dich von deiner beruflichen Entwicklung abhalten will, kann kein guter Partner sein.

    Es geht um dich, dein zukünftiges Einkommen, letztlich deine Rente. Deine finanzielle Unabhängigkeit.

    Wenn du Möglichkeiten zur Verbesserung hast, das nutze sie, statt dich von jemanden abhalten zu lassen, der selbst nichts auf die Reihe bekommt.
    Ich kann mich da @Ejscheff #1 absolut anschließen.

    Du wirst das auch alleine packen, nur Mut!
     
  11. Hier die TE:

    Danke für all die Antworten, damit hätte ich so flott nicht gerechnet.
    Ich glaube dass ich mich selbst klein mache, mit 31 war mein Weg nie beständig und einen geraden Lebenslauf hab ich nicht. Dadurch, dass mein Freund Akademiker mit "klarem" Lebenslauf und angesehenem Beruf ist, beneide ich ihn etwas. Da bin ich ehrlich. Das wollte ich immer erreichen, ich wollte Lehrerin werden.
    Mein Stipendium umfasst ca. 800 Euro / Monat. Den Rest müsste ich zuverdienen. Ich weiss nicht, ob man das schaffen kann, rein zeitlich gesehen. Leider habe ich wirklich keinerlei private Unterstützung. Den Unterhalt müsste / würde ich natürlich weiter bezahlen, das ist für mich ganz klar!
    Aber auch wenn ich es nicht mache, möchte ich in meinem Alter einfach "mehr" in einer Beziehung, zusammen wohnen gehört dazu.
    Mein Freund ließ schon einige male durchklingen, dass er nicht bereit wäre, mehr zu finanzieren als ich, und eine 50/50 Aufteilung ist mir schon jetzt im Beruf nicht möglich. Als Studentin erst recht nicht...
     
  12. Interessant, ich sehe in seinem Verhalten das eines sehr, sehr alten Mannes (Unflexibel, bequem etgc.). Vielleicht gravierende Hirnschäden durch reichlich verbotene Substanzen.
    Wie auch immer, kann mich den obigen Kommentaren voll anschließen!
    ErwinM, 50
     
    • # 12
    • 13.08.2019
    • void
    Super, dass Du das Stipendium bekommen hast!
    Du hast doch einen Selbstbehalt, also ich denke nicht, dass Du Unterhalt zahlen können wirst. Aber dann als Lehrerin natürlich umso mehr, wenn Du ne gute Anstellung bekommst. Hol Dir unbedingt eine Beratung zum Finanzthema, ob Bafög usw. möglich ist oder ein anderer Kredit!

    Und Du hast Dir einen kompetenten Helfer dazugeholt.

    Dein "Partner" klingt nach einem Alptraum. Da sind so viele negative Dinge, dass ich mich frage, was Du von der Beziehung hast.
    Lässt Du Dir ernsthaft Dein Leben bestimmen von einem, der nicht mal das Kiffen lässt, obwohl er es angekündigt hat?
    Du stehst doch völlig unter seinem Pantoffel, obwohl er verbal mit seinem Schlappen draufhaut auf Dich. Was hat dieser Mann so faszinierendes, dass Du Dein Leben nach ihm ausrichtest? Ist Singlesein so schrecklich?
    WARUM??? Mit so jemandem zieht man nicht zusammen, man lässt ihn hinter sich. Man holt sich damit nur noch mehr Probleme ran, noch dichter, als es jetzt schon ist.
    Klar, er will ja auch nicht, dass Du studierst. Du sollst auch nicht in die Kellerwohnung, er will da auch nicht raus. Und überhaupt nervst Du und hältst ihn von seinen Freunden ab.

    Mann, Du bist noch halbwegs! jung. Verplempere Deine Zeit doch nicht so. Und richte das, was Du Dir für Dein Ich und Dein ganz individuelles Leben wünschst (Studium) nicht nach anderen Leuten aus, weder nach Eltern noch nach Partner noch nach sonstwem. Du beißt Dir in den Hintern, wie doof Du sein konntest, wenn Du es nicht machst, was Du wichtig findest, und das nur für ne Beziehung, die sowieso keine Zukunft hat. Und nochmal: Hol Dir Beratung! Wenn nötig, mehrere, weil es auch besch*** Berater geben kann, die niederträchtig sind und Dir was ausreden wollen. Und arbeite dringend bewusst daran, Dich nicht kleinzumachen. Das ist beim Studium auch kontraproduktiv.
     
  13. Dazu hätte er erst einmal ein Mann werden müssen. Männer wohnen nicht dauerhaft bei Mutti im Keller.

    Das Kiffen ist ein Grund, dass er nie erwachsen wurde. Er brauch für den Notfall immer eine Nurse. Ggf. sind seine Eltern für diesen Job inzwischen zu alt. Deswegen soll die Freundin ihn jetzt versorgen. Das funktioniert nicht wenn sie studiert.
     
  14. Warum willst du das, ich sehe noch viel mehr Probleme,auf dich zukommen!
     
  15. Sorry, aber um es klar zu sagen: Schiess ihn ab, im übertragenen Sinn. Das ist definitiv kein Partner sondern ein Klotz am Bein, er lässt dich sich nicht entwickeln, tut nix, kriegt selbst nix auf die Reihe. Das brauchst du echt nicht. Und Gratulation, nimm das Stipendium wahr. Du schaffst das, ohne ihn
     
  16. Also, das soll jetzt nicht unhöflich klingen, aber wenn sich Menschen selber klein machen, dann werde ich wütend und frage mich immer, wo das wohl herkommt.

    Nun mach dich mal locker, ganz ehrlich. Ich fange jetzt auch nochmal an zu studieren, wollte in meinem letzten Leben auch Lehrerin werden. Das dein Lebenslauf ungerade ist: hey! willkommen im Leben hunderttausender in diesem Land. Das ist ja nun heutzutage fast ein Normalzustand. Ich war Heimkind und habe im ganzen Leben noch nie Unterstützung in Bildungsdingen und anderen Sachen erfahren. Na und? Man hat doch sein Leben selbst in der Hand. Es gibt immer eine Lösung!
    Ich habe - ganz ohne Stipendium - einen Weg gefunden, wie ich das machen kann und mich trotzdem selbst finanzieren kann durch Arbeit. Es gibt tausend Möglichkeiten in diesem Land, ein Studium abschließen zu können und sich dabei ordentlich selbst über Wasser zu halten. Das wirst du schon schaffen!

    Auch hier, wie auch im Nachbarthread meine Frage: wieso nimmt man eine Arbeit an, wo der einfache Weg 1,5h dauert? Wieso nur ist man bereit, soviel von seiner Freizeit mit Kind zu opfern, wegen einem schnöden Sekretärinnen-Job? Da geht doch das verdiente Geld gleich wieder fürs Fahren drauf?!

    Um Gottes Willen: du begehst einen riesen Fehler, wenn du mit ihm zusammenziehst. Der ist ein Klotz an deinem Bein, der dich am Fortkommen hindert. Guck mehr auf dich und hör auf dich an ihm zu orientieren, wozu beneidest du ihn denn? Dass er ohne Kiffen nicht kann? Ich würde ihm nach meinem Studium von der Überholspur aus freundlich zuwinken. Der Mensch hat doch selber ein arges Selbstwertproblem, sonst würde er dich doch nicht die ganze Zeit so kleinmachen wollen. Auch krass, dass der an deiner Wohnung vorbeigeht! Ihr habt doch im Grunde keine schöne Beziehung. Befreie dich von dieser Last!

    Lass dir doch von so nem Kiffer nicht die Welt erklären und dich als instabil hinstellen. Schließlich bist du wer und bist auch durchs Leben gekommen bisher. Und du hast Verantwortung für ein Kind! Woher kommt denn bloß diese strukturelle Verunsicherung bei meinen Geschlechtsgenossinnen? Kann man euch wirklich allen sagen, dass ihr blöd seid und unnütz, und ihr glaubt das dann auch? Das wiederum möchte ich nicht glauben. So ein bisschen Trotz muss doch in jedem vorhanden sein, dass man sich in sein eigenes Leben nicht reinreden lässt von Schwätzern, Kiffern oder prinzipiell von Menschen, die keine Ahnung davon haben, wer man ist.

    Ich sage: Hop!
     
  17. Liebe TE,

    mir fehlt hier die Realität. Es ist nicht die Frage, ob Du gern würdest sondern Du musst.

    Man stelle sich das mal umgekehrt vor. Kind lebt bei der Mutter, Vater zahlt Unterhalt und kommt mit über 30 Jahren auf die Idee studieren zu wollen.

    So, das Kind soll auf Unterhalt verzichten und der Staat soll durch Unterhaltsvorschuss einspringen, weil der Unterhaltspflichtige studieren möchte? Im Leben nicht.

    Das verstehe ich erst recht nicht. Wie kommt es, dass Du das erwartest? Bist Du mit dem Mann nur zusammen, weil Du gedacht hattest, er finanziert Dir Deine Vergangenheit indirekt(Kind) und Deine Zukunft(Studium) und gleicht die Differenz aus? Dafür scheinst Du ihm nicht genug bieten zu können.

    Ja, Du scheinst wirklich sehr unbeständig zu sein. Die fehlende Unterstützung in Deinem Umfeld kommt wahrscheinlich auch nicht von ungefähr. Sie kennen Dich wohl ganz gut und haben schon oft miterlebt, dass Du kaum Durchhaltevermögen hast. Das was Du für ein Studium, gerade mit über 30 mit Sicherheit brauchst. Und dann noch viel nebenbei arbeiten, damit Du Deinen Verpflichtungen nachkommen kannst.

    Dein Wunsch zu studieren halte ich für nicht realisierbar.

    w/36
     
  18. Wenn du es noch nicht schaffst, dich zu trennen, so bleibe wenigstens so unabhängig wie möglich von diesem Mann. Konzentriere dich auf dein berufliches Fortkommen, auf dein Kind, deine Freunde und Interessen und ziehe niemals mit ihm zusammen!

    Stell dir bitte mal den Alltag mit ihm vor! Wenn er mies drauf ist, dann kannst du dich nicht mehr entziehen. Den Haushalt darfst du dann auch noch machen, da es ihm nicht so wichtig zu sein scheint. Zum Lernen wirst du aber viel Zeit und Ruhe benötigen. Er will dich bei deinem Studium weder emotional, noch finanziell unterstützen, was dich enttäuscht. Wenn ihr zusammen wohnt, wird es schlimmer kommen; er wird dich und deine beruflichen Pläne torpedieren und du wirst durch den ständigen Streit keine Kraft für dein Arbeitspensum haben.

    Kannst du in eine WG oder ein Studentenwohnheim ziehen, um das Studium finanziell zu überstehen? Jedenfalls musst du aufhören davon zu träumen, dass du es besser haben wirst, wenn ihr zusammen wohnt. Das sind Rettungs- und Versorgungsphantasien und nicht mit diesem Mann umsetzbar!

    Mit solchen Männern kannst du höchstens etwas lockeres haben, einmal die Woche treffen, sich das schöne herauspicken und dich dann wieder deinem Leben widmen, ohne sich mit ihm zu beschäftigen. Er kann das ja auch. Geht nach der Arbeit an deiner Wohnung vorbei und kommt nicht mal spontan vorbei? Will nicht bei dir schlafen? Der Typ ist leer und emotional kalt. Je mehr du von ihm willst, umso bedrängter fühlt er sich. Er kann nichts geben, aber du bastelst an ihm herum, willst das ändern.

    Seine Passivität, mangelnde Konfliktfähigkeit, emotionale Gleichgültigkeit, Stimmungsschwankungen, mies drauf sein....alles typisch für ehemalige und aktuelle Drogenkonsumenten. Viele Substanzen verändern die Persönlichkeit dauerhaft, das darfst du nie vergessen. Zudem ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass Menschen, die Drogen konsumieren, schon vorher psychische Probleme hatten.
     
  19. Hier die TE: Danke für euren Input. Es hat mir sehr weitergeholfen, meine Sicht einmal zu reflektieren und manches zu überdenken.
    Vieles will / kann man selbst nicht mehr wahrnehmen. Da ich selbst mit gewissen Substanzen nie was zu tun hatte, kann ich diese Problematik schwer einschätzen.
    Ich hätte vielleicht noch erwähnen sollen, dass mein Freund gerne (relativ bald) eine Familie hätte. Ich kann natürlich eine Wohnung finanzieren, kann ich jetzt auch alleine, jedoch keine, die seinen „Ansprüchen“ genügen würde um auszuziehen. Gemessen an eben diesen Ansprüchen kann ich finanziell eben nicht mehr mithalten und er müsste dann wohl etwas „drauflegen“ oder die Ansprüche herunterschrauben. Von komplett finanzieren oder mein Leben sponsern war aber nie die Rede. In einer guten Beziehung finde ich sollte das auch nicht so viel Raum haben, der eine hat eben dies der andere das. Ich gebe dafür gerne andere Dinge und packe immer mit an. Der Ausgleich ist, was zählt.

    Bisher bin ich immer zur Arbeit gependelt, am Wohnort arbeiten kenne ich also nicht. Finanziell und zeitlich ist das natürlich ein Aufwand, aber in unserer recht „ländlichen“ Gegend habe ich leider nur wenig Möglichkeiten. Wenn, dann nur im Mindestlohnbereich. Da habe ich mich die letzten Jahre hochgearbeitet und sehe noch Luft nach oben. Daher auch der Wunsch, mich weiterzuentwickeln, um dahingehend mehr (auch finanzielle) Sicherheit
    zu erlangen. Ich bin das klassische Arbeiterkind über Generationen hinweg, daher auch die fehlende Unterstützung. Es kennt sich einfach keiner damit aus. Natürlich geht in meinem Alter nicht mehr alles, andererseits sollte man ja auch Vorbild sein, dass man was schaffen kann.

    Dennoch werde ich eure Aspekte nochmal in Ruhe überdenken. Vielen Dank!
     
  20. Hallo Keksine,

    ein Stipendium bekommt man nicht geschenkt. Das hat man sich verdient. Es gibt also kompetente Menschen, die der Meinung sind, dass du ein Studium packst. Das ist doch etwas, was dich mit erhobenem Haupt über den Campus laufen lassen kann.
    Die finanzielle Seite musst du abklären. Hier helfen dir soziale Beratungsstellen weiter. Auch Studentenhilfswerk o.ä.
    Ich verstehe dich ein wenig. Er hat, was du noch anstrebst - nämlich akadem. Grad und gutes Einkommen. Du hast keine Familie, er schon.
    Ok, die Kifferei würde mich auch stören. Aber - viele Menschen rauchen ab und zu einen Joint. Höre nicht auf Ejscheff - er ist bekannt für schnelle Pauschalurteile und liegt dazu noch meist völlig falsch. Seine Schlafstörungen - nun ja, zusammen ziehen ist damit nicht möglich. Weisst du selbst. Hast du eine Ahnung, woher er diese Krankheit hat? Vielleicht hat er Schmerzen und kifft auch deshalb ?
    Aber egal - du hast eine Chance. Nutze sie. Zieht er nicht mit ist er raus. Denke an dich, du bist nicht so klein wie du denkst. Merke: es gibt kompetente Menschen, die dich achten und schätzen.
    Viel Erfolg - es wird nicht einfach, aber dafür ist es umso schöner, wenn es geschafft ist.
     
  21. Danke dir @Tom26.

    Du bist sicher Experte für einen polygamen Lebensstil und spätes monogames LAT Glück aber eventuell nicht für das Thema Familiengründung bzw. Zusammenziehen (solche Aktivitäten empfindest du ja eher als potentielle Belastung) und Partnersupport.

    Mit meiner Meinung bezüglich des kiffenden Mann stehe ich hier nicht allein. Du magst andere Detailinformationen, ggf. eigene, zum Thema Kiffen haben die ich nicht zu bieten habe, erzähl uns am besten mehr davon. Ich bin sehr interessiert.

    Die FS beschreibt ihn als süchtig. Mit Süchtigen kann man nichts anfangen, nichts aufbauen. Ihr Leben dreht sich um ihr Suchtmittel. Unterstützung für eigene anspruchsvolle Vorhaben bekommt man von keinem Süchtigen. Etwas anderes zu behaupten ist schon strange, es sei denn man identifiziert sich mit dem Süchtigen.
     
  22. Was ist denn das für ein Geschreibsel...Du lenkst vom Thema ab und scheinst immer noch nichts verstanden zu haben...

    Der kaputte Typ ist ein KIFFER. WAS willst Du mit einem KIFFER, der bei Mutti im Keller haust und da kifft???
    Du willst also mit einem KIFFER zusammenziehen, weil der ne Familie will? Hä?
     
  23. Puh, ich habe mir gerade den Eingangstext angesehen-bis auf das dein Freund berufstätig ist und gut verdienen zu scheint, finde ich garnichts, was für eine Familiengründung spricht.
    Schlafprobleme, schlechte Laune, nicht melden, nach Streits auch länger-ja es gibt Leute, die kriegen dann auch Kinder.
    Weiß du was, du hast ein Stipendium, eine einmalige Chance. Nutze diese. Männer wie ihn kannst du dann immer noch finden.
     
  24. Mh

    Du bist von ihm doch genervt ...kein Kondömchen, dafür Tütchen.

    Wenn Du sonst kein unterstützendes Umfeld hast, suchst Du wohl bei ihm nur Halt, da Dir sonst jeder den Wind von vorne gibt.

    Aber wenn Du ein Stipendium hast, glauben ja welche an Dich und das solltest Du lernen auch zu tun.

    Während des Studiums arbeiten auch so fast alle.
    Du kannst mit Deinen Fähigkeiten auch gutbezahlte Urlaubsvertretung in den Semesterferien machen etc.

    Nix 50:50 mit jemandem der Halt gibt wie ein Pudding aus saurer Milch.

    Geh zu einer Beratungsstelle und überlege, dass es in der Zeit Unterhaltsvorschuss für Dein Kind geben kann.

    Ja es wird knapper aber Du schaffst das.allein
    Und krempel die Ärmel hoch
    Er will nur nicht, dass Du mal an ihm vorbei fliegst.

    Vater Staat hat nur Probleme, wenn der Vorschuss eben eher nur als reiner Unterhalt gesehen wird.
    Grundsätzlich muss die FS nach dem Studium und im Job nämlich zurückzahlen.

    Hier mit Stipendium wäre es eine Art Bafög....
     
    • # 25
    • 15.08.2019
    • Frau
    Hää? Er wohnt mit 38 in der Kellerwohnung seiner Eltern, die er nicht schafft sauber zu halten, hätte aber so hohe Ansprüche an eine gemeinsame Wohnung, dass du dir das nicht leisten könntest?

    Ich denke, wie die meisten hier, du kannst dein Studium schaffen und ich empfehle dir, es unbedingt zu versuchen. Du bekommst ein Stipendium, es wäre richtig traurig, wenn es trotzdem am Geld scheitern sollte. Das muss es in unserem Land wirklich nicht!
    Auf keinen Fall würde ich planen, mit dem Mann zusammenzuziehen. Wenn du dich schon nicht trennst, würde ich die Beziehung jetzt wenigstens nicht weiter intensivieren, sondern eher mehr Distanz einlegen. Du solltest auch aufpassen, dass du jetzt nicht schwanger wirst ... wenn er eine Familie will und dich außerdem vom Studium abhalten will, legt er es vielleicht drauf an.
    Organisiere dir dein Leben mit deinem Studium, dem Geld, was du nebenbei noch verdienen musst, um dich und den Unterhalt für dein Kind finanzieren zu können. Damit hast du in den nächsten Jahren genug zu tun. Du bist noch jung genug, das durchzuziehen. Du bist keinen Luxus gewöhnt, d. h., du wirst kein großes Problem haben, deinen Lebensstandard für die Jahre des Studiums ein wenig einzuschränken. Das ist nämlich der große Vorteil gegenüber luxusverwöhnten Menschen, die sich nicht mal eine zeitlang einschränken können.
    Du schaffst das! Mach' es auf jeden Fall! Lass' dich von dem Mann und von niemandem ausbremsen!


    w54
     
  25. Hallo TE

    ich kann ja verstehen, dass man wegen einer Zeichenbeschränkung nicht das komplette Leben in der Frage ausbreiten kann, aber manches wäre doch wichtig gewesen.

    Also jetzt möchte er bald eine Familie, wie stellt er sich das denn vor? Ohne dass er Dich finanziert?

    Damit Du nicht meinst, ich wüsste nicht worüber ich schreibe. Ich habe zwei 15jährige Söhne, die bei ihrem Vater leben, für die ich seit der Trennung Unterhalt zahle. Vor zwei Jahren wollte mein Freund selber gern Vater werden, so muss er das mittragen, anders geht es gar nicht. Solange ich nicht wieder arbeiten gehe, und ich werde mich nicht TZ zerteilen, zahlt er den Unterhalt für meine Söhne und wollte auch heiraten.

    Was mir noch aufstößt, Du aber wohl lockerer siehst, ist der "ab und zu" Joint, der geraucht wird. Wenn es gesundheitsbedingte Gründe hätte, würdest Du kein Wort darüber verlieren.

    Du erwähnst wirklich ein Kind zu zeugen mit jemanden, der Drogen konsumiert? Ob Joint oder unter dem Einfluss von Alkohol, ich hätte viel zu viel Angst, dass mein Kind Schäden davon tragen könnte.

    Ferner kann ich mir vorstellen, dass seine Schlafstörungen und die damit zusammenhängende Flucht aus Deiner Wohnung und das Vorbeispazieren an Deiner Wohnung damit zusammenhängen, dass er mehr konsumiert als er Dir sagt. Sprich er kann nicht schlafen, weil der Suchtdruck zu groß wird.

    Ich bin jetzt mal ganz ehrlich liebe TE. Gerade Deine geschilderte Situation sollte Dir zeigen, versuch das aus Deinem Leben zu machen was Du kannst und was möglich ist. Wenn Dein Kind, wie ich vermute, in einer Pflegefamilie untergebracht ist und Du dadurch selten Kontakt hast, nimm es als Chance. Du kannst woanders hinziehen, wo Deine beruflichen Möglichkeiten besser sind.

    Du bist zwar nicht mehr ganz jung aber noch lange nicht alt und wenn Du Dich schon hochgearbeitet hast, dann gehen vielleicht noch Weiter- oder Fortbildungen bei einem anderen Arbeitgeber.

    Ich wünsche Dir alles Gute und auf das Du die richtigen Entscheidungen für Dich triffst.

    w/36
     
  26. Liebe Fs,

    Zusammenziehen wäre für dich finanziell eine Erleichterung, das ist klar, aber du würdest Dich auch in eine Abhängigkeit begeben, die dir und deinem Lernerfolg auch schaden könnte, bitte versuche Dich zu informieren sowie @Tom26 schon vorschlägt:

    und er versucht Dich jetzt schon kleinzuhalten, das wird nicht besser, wenn Du finanziell von ihm abhängig wirst -

    Für ihn ist es bequem so wie es jetzt ist, daran möchte er nichts ändern, daher keine Unterstützung von seiner Seite, das ist leider traurig, aber wohl nicht zu ändern. Wenn er dann nicht für sich sein kann, weil Du bei ihm im Haus bist, wird er vermutlich sich woanders hin zurückziehen. Ich rate Dir, bleib auf eigenen Füßen!

    Aber such auf jeden Fall das Gespräch in Klarheit, wie Du dir das vorstellst, und schau wie er reagiert.

    Alles Gute und viel Erfolg!
     
  27. Wie passt denn dies:
    mit diesem Eingangskommentar zusammen ?
    Hier stimmt doch etwas nicht.
    Du hast ihn in einem schräger Licht dargestellt, obwohl das hier eigentlich mit dem Fall nichts zutun hat und auch nicht richtig war.

    Zur FS.
    OK, ich würde versuchen, das Stipendium zu nutzen und gleichzeitig auch weiter arbeiten zu gehen. Dafür muss man natürlich die richtige Hochschule finden.
    Das geht schon, einen Teil meiner Ausbildung habe ich genau so gemacht.

    Um Deinen "Freund" würde ich mich bei deiser Diskussion überhaupt nicht kümmern.

    Er behindert Dich aus egoistischen Gründen, das geht nunmal nicht.

    Ein Partner hat bei beruflichen Weiterentwicklungen mitzuziehen, oder er ist eben keiner.
     
    • # 29
    • 15.08.2019
    • void
    Warum? Denkst Du, dass Studenten keine Drogen nehmen? Bei uns an der Uni ging das Gerücht, dass einige Professoren Koks nehmen. Ich kann das nicht beurteilen, aber dass sowas gar nicht passiert, würde ich nun auch nicht vermuten.
     

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