1. Kein Partner, keine Familie: Wer kennt die Situation?

    Hallo Ihr Lieben,

    der Titel sagt eigentlich schon alles und ich bin noch heute dankbar, wie sehr Ihr mir in der Vergangenheit geholfen habt. Nun ist etwas passiert, dass mir irgendwie den Boden unter den Füßen weggezogen hat. Das ewige Singledasein macht mir ja ohnehin sehr zu schaffen. Nun ist aber vor 14 Tagen meine Mutter verstorben. Ich habe mich ja oft über sie beschwert und sie war eigentlich nie für mich da, aber trotzdem hat es mich nun total aus der Bahn geworfen, was ich eigentlich gar nicht erwartet habe. Ich betrauere nicht nur ihren Tod, sondern auch die Gewißheit, dass so vieles in unserer Beziehung schief gegangen ist.
    Nun blicke ich auch wieder völlig mutlos in die Zukunft. Ich bin Vollwaise, partnerlos, meine Tochter geht ihre eigenen Wege. Meine losen Bekannten sind in glücklichen Partnerschaften, haben teilweise noch beide Eltern und ich frage mich wieder, ob das nicht alles zusammenhängt in Bezug auf die Partnerlosigkeit.
    Kurzum: ich bin tief traurig und möchte einfach nur fragen, ob hier jemand vielleicht Ähnliches erlebt hat und wie Ihr damit umgegnagen seid?

    Vielen herzlichen Dank für Eure Antworten!

    Alles Liebe
    Euer Hasendompteuer
     
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  3. Ich musste es auch miterleben, dass sämltliche Beziehungen nach meiner Scheidung nicht lange hielten, 3 meiner Familienangehörigen starben, ein paar Freundschaften mit andern Frauen zu Ende gingen, ich eine andere Arbeitsstelle suchen musste und bei der Partnersuche einfach immer wieder komische Psychopathen kennenlernte, Fremdgänger oder Männer, die ihrer Ex nachjammern. Da hilft nur eins: Sich ein gutes Freundschaftsnetzwerk suchen zB via www.spontacts.com, sehr viel in der Freizeit unternehmen und auch weiterhin im realen Leben oder auf Internetportalen einen Partner suchen. Einfach nie aufgeben, irgendwann passt es dann schon. Aber nie die andern Paare beneiden, die sind oftmals voll im Elend. Ich bin meines eigenes Glückes Schmied!
     
  4. Ob deine losen Bekanntschaften in glücklichen Partnerschaften sind, weißt du wirklich nicht, Menschen sind große Schauspieler diesbezüglich, zeigen nach außen meistens Dinge, die im Innen nicht da sind. Deine Partnerlosigkeit hat damit überhaupt nichts zu tun, ich sehe das eher umgekehrt, solange du ein unglücklicher Single bist, wirst du nie ein glücklicher Mann in einer Beziehung sein können. Mach dir doch einfach mal bewusst, welche vielen Vorteile du hast als Single! Liebe dein Leben alleine glücklich und du wirst auch dann eine für dich passende Partnerin finden.
     
  5. Es ist etwas, das jeden Mal trifft. Manche sehen das früher, manche erst später, weil sie zu blind sind, wenn es ihnen gut geht. Du hättest ja vorsorgen können oder mehr als ein Kind in die Welt setzen und früh heiraten können.

    Dass man alt wird und eines Tages alleine dasteht, ist logisch. Mir ist es ähnlich ergangen, aber ich habe mich gefreut, als jeder tot oder weg war. Warum? Als Frau kann man endlich freier aufatmen und leben. Männer haben es halt schwer im Alter und vegetieren dann alleine vor sich hin. Für Frauen ist es ja eher ein Befreiungsschlag, wo sie endlich mal etwas alleine machen können, ohne jemandem Gehorsam und Unterlegenheit zu schwören oder sich für etwas zu rechtfertigen. Frauen kriegen lebenslang immer Schläge auf den Kopf und müssen sich anpsssen. Männer kommen dagegen häufig nicht mit sich alleine klar. Das sollte man aber können.

    Deine Familientragik ist noch sehr frisch. In paar Monaten wird sich das relativiert haben.
     
  6. Liebe FS, mein Beileid zum Tod deiner Mutter.
    Du schreibst, du hast keine Familie.
    Du hast aber eine Tochter und die bleibt auch weiterhin deine Tochter, auch wenn sie eigene Wege geht.
    Du hast recht, es hängt alles irgendwie azusammen im Leben.
    Es wird Zeit dir deine Beziehung zu deiner Mutter anzuschauen und gnadenlos ehrlich zu dir selber zu sein.
    Was war dein Anteil daran, dass vieles schief gelaufen ist.
    Mutter-Tochter Konflikte die nicht geklärt oder reflektiert werden, wiederholen sich in der folgenden Generation.
    Wenn meine Mutter behaupten würde sie hätte keine Familie, wäre das u.a ein Grund den Kontakt einzustellen.
    Vieles im Leben ist ein Spiegel von uns selber.
    Frage dich, wie viel du bereit bist, Anderen entgegenzukommen. Das könnte die Antwort auf deine Situation sein.
    Alles Gute
    Clarissa
     
  7. [Das ewige Singledasein macht mir ja ohnehin sehr zu schaffen.
    Ich bin Vollwaise, partnerlos, meine Tochter geht ihre eigenen Wege. Meine losen Bekannten sind in glücklichen Partnerschaften, haben teilweise noch beide Eltern etc...etc....etc.....]


    Warum vergleichst Du Dich ständig mit Anderen? Seit wievielen Jahren machst Du das schon? Was soll denn das mit dem :.."ich bin Vollwaise"?
    Ist Dir das nicht selbst auch langsam zu anstrengend und vor allem zu blöd?

    Was glaubst Du wieviele Millionen Menschen es gibt, die täglich vergewaltigt werden, überfallen, geschlagen, ermordet! Die ohne Eltern schon auf der Müllkippe geboren werden! Die nichts zu essen haben, auf der Straße schlafen oder in der Kanalisation!
    Frauen, die mehrere Männer bedienen müssen als Zwangsprostituierte täglich, Männner, denen der Kopf weggeschossen wird in Kriegen und völlig traumatisiert heimkommen wenn überhaupt....

    Was hast Du denn bloß für ein Problem?
    Wohlstandsprobleme der First World...echt zum Fremdschämen.
     
  8. Hier die FS...

    Vielen Dank für Eure Antworten!!

    @ Undine:
    Das ist natürlich ein Totschlagsargument: Krieg, Hunger, etc.. Dann mßten hier alle mit einem Dauergrinsen durch die Gegend laufen, oder? Auch der Tod eines Angehörigen kann aus der Bahn werfen und Einsamkeit bekanntlich krank machen. Sollen wir Deiner Meinung nach dieses Forum schließen oder suchst Du künftig aus, wer hier posten darf??
    Ich mach Dir einen besseren Vorschlag. Spar Dir doch einfach Deinen Kommentar. Ich wollte mich hier mit Gleichgesinnten austauschen.
    Und ja: ich bin Vollwaise. Das darf ich wohl mal feststellen und das ändert das Leben einfach noch einmal. Wenn Du problemfrei bist, dann herzlichen Glückwunsch!!
     
  9. Hasendompteuer(in) ... zu allererst mal herzliches Beileid!
    Als nächstes werde ich dich ein wenig an den Löffeln zupfen ... damit du wieder auf die Sprünge kommst.

    Es ist doch wohl ein prima Zeitpunkt, auch für dich was zu ändern!
    Die Änderung kommt ja sowieso - in jeder Sekunde befinden sich 25 Millionen Zellen deines Körpers in Veränderung (Abbau und neue Aufbau). Das bedeutet: Auch wenn das Leben gleichförmig erscheint, oder stillzustehen scheint ... das tut es NICHT!
    Alles hat seine Zeit.
    Leben hat seine Zeit. Sterben hat seine Zeit.
    Und ich habe beobachtet, dass wenn Menschen gestorben sind, mit denen es zu Lebzeiten schwierig war, dann posthum eine große Liebe und Hilfe von diesen gesendet wurde. Weil ohne die irdirschen Verstrickungen, haben diese Seelen eine prima Überblick über alles und ein großes Bedürfnis, damit es ihren Nachkommen gut gehen möge - soweit möglich (also soweit deren Reife es zulässt und sie es anzunehmen bereit sind). Deine Mutter ist nicht mehr und nicht weniger in ihrem Wert, als andere es ebenfalls sind. Sie hat ihre Themen und Blickwinkel gehabt - und nun durften diese Erweiterung erfahren. Sie konnte loslassen und auch das ist eine große 'Leistung' - weil manche halten fest und wollen 'Ersatzteile' von anderen Körpern - so groß ist die Angst davor, zu gehen.

    Aber was mir gar nicht gefällt, dass ist dass du in die Rolle der kindlichen Märchenfigur schlüpfen willst und dich allen Ernstes als 'Vollwaise' bezeichnest. Geht's noch?
    Da würde ich als Tochter auch das Weite suchen, wenn meine Mutter kindisch wird.
    Bitte: Steh im Leben! Flüchte nicht bei jedem Thread in dieses 'waschlappige' ... immerhin bist du Mutter eines Kindes, hast mal geboren, hast deine Ausbildungen, manche Kämpfe gemeistert ...
    Also bitte!
    Weißt du ... ich habe schon mehr als 11x WeiheNachten alleins gefeiert mit meinen allerliebsten Tieren ... Tiere waren ja auch die ersten Gäste in der Weihnachtsgeschichte!
    Und ehrlich gesagt - lieber in Frieden gemütlich daheim, auf dem Sofa ein schönes Buch lesend, mit Tee und Torte ... als mit einer zu Lebzeiten giftigen heuchlerischen Bagage oder einem Mann, der vor der Glotze hängt oder rumnörgelt!
    That's the true ...

    Entspann dich! Alles ist gut ... frau muss DAS nicht ändern!
    Aber dein Nickname ... manche haben dich für einen Mann gehalten ...
     
  10. zu Undine: Was du schreibst, ist hochgradig unfair und zeugt von fehlender Empathie gepaart mit mangelnder Reflexion. Leiden ist immer subjektiv. Du darfst niemals ein Leid mit einem anderen Leid vergleichen. Du kannst das benutzen um zu trösten ("Guck mal, andere sind noch schlechter dran"), aber niemals um das Leid einer Person in Frage zu stellen oder gar darauf zu spucken.
    Wenn die Welt so simpel funktioniert wie du glaubst, wären alle Westeuropäer maximal glückliche Wesen, weil sie ja nicht auf der Müllkippe zur Welt gekommen sind...

    zu Hasendompteur: Du trauerst, deshalb kommen alte Geschichten wieder hoch, die vielleicht schon überwunden schienen. Das ist eine normale Reaktion. Es lohnt sich, das als Chance zu begreifen und endlich mit diesen alten Geschichten abzuschließen. Hast du dazu schon mal Hilfe in Anspruch genommen? Das ist vielleicht gerade in dieser Phase dringend notwendig, um den Ballast nicht noch weitere Jahrzehnte mit sich herumzuschleppen.
     
  11. Das sagt man bei Kindern, nicht aber bei Erwachsenen, die selbst Kinder haben. Es ist Lauf der Dinge und normal, dass jeder Mensch geboren wird und stirbt.

    Ja, du jammerst! Über alles: erst über die lebende Mutter und nun darüber, dass sie gestorben ist. Du siehst alles sehr, sehr negativ. Wieso sagst du nicht, dass es nun eine Chance ist, alleine und ohne Verpflichtungen (der Mutter oder der Tochter gegenüber) los zu starten?

    Was möchtest du denn unbedingt im Leben noch erleben? Denk doch mal darüber nach, was du alles hast, anstatt was du alles nicht hast.
     
  12. Na nimm doch einfach mal Dein Leben in die Hand, anstatt hier ständig nur rumzujammern.
    Von welchen Gleichgesinnten sprichst Du?
    Hast Du sowenige Ideen im Leben, daß Du Aufmerksamkeit im anonymen Forum hier suchst? Tippst Du diesen Blödsinn noch in anderen Foren im Interent?
    Bist Du so ein graues Mauerblümchen?

    Wenn sich Deine Tochter von Dir abgewandt haben sollte, kann ich das nachvollziehen.
     
  13. Ich habe schon einige deiner Threads gelesen, und du klingst mir sehr depressiv, ich denke ehrlich gesagt, dass dir das Forum nicht helfen kann, sondern du dir professionelle Hilfe suchen solltest.
    amaryllis hat es sehr schön gesagt, darauf solltest du hören.
    Das mit deiner Mutter ist ein trauriger Schicksalsschlag, aber dich deswegen als ohne Familie zu bezeichnen, obwohl du eine Tochter hast, ist noch härter deiner Tochter gegenüber. Da darfst du die eigene Geschichte nicht wiederholen.
    Und dich als Vollwaise zu bezeichnen? Wie alt bist du denn? also meines Wissens trifft dieser Begriff nur zu, wenn du unter 18 bist.
    Danach bist du ein Erwachsener dessen Eltern bereits verstorben sind.
    Und nein, das hängt nicht miteinander zusammen. Den Tod kann man nicht steuern. Was mit deiner Partnerlosigkeit zusammenhängt sind deine negativen Beziehungsstrukturen, die du in deiner Familie - mit deiner Mutter -erlebt hast.
     
  14. Liebe Hasendompteurin, ich möchte Dich mal virtuell in den Arm nehmen und versuchen Dich so zu trösten. Ich fühle wirklich mit Dir. Meine Eltern leben beide nicht mehr, aber ich bin ja auch viel älter als Du.
    Weißt Du, zwischen Kindern und Eltern läuft nicht immer alles gut und harmonisch. Es wird sich angeschnauzt, Türen fliegen zu usw...usw.. Es gibt Zeiten, da versteht man die Eltern einfach nicht mehr und umgekehrt. Ich weiß nicht, wo genau die Probleme mit Deiner Mutter lagen, aber egal. Sie war ein Mensch, machte Fehler und ich sage mir, sie machte es vielleicht aus Sorge? Jede Mutter, jeder Vater erzieht und liebt seine Kinder, so gut er es eben kann. Ich bin auch keine perfekte Mutter, absolut nicht. Mein erwachsener Sohn erinnert mich gerade so sehr an seinen Vater, dass ich es manchmal nicht ertrage. Dafür kann mein Sohn aber nichts.
    Liebe Hasendompteur, dieser ganze Berg aus Problemen gehört zum irdischen Leben einfach dazu. Deine Mutter hat das ganze vergessen, ihr geht es jetzt gut, sie ist immer bei Dir. Vielleicht tröstet es Dich.
    Du kannst in Gedanken mit ihr sprechen, sprich Dich aus, schreib ihr einen lieben Brief und dann lass sie los. Und gib Dir Zeit. Aber das Gefühl, dass Du jetzt aufgerückt bist, kann ich nachvollziehen. Du bist eine so liebe Person. So wirkst Du auf mich.
    Trauere so lange Du magst, versuche es nicht zu unterdrücken. Aber dann wende Dich wieder dem Leben zu. Deine Mutter will das, ganz sicher. Alles Liebe für Dich!
     
  15. Das ist natürlich Quatsch: sind beide Eltern tot, ist man Vollwaise. Das hängt doch nicht vom Alter ab. Erlaube @Hasendompteur einfach mal, der eigenen Trauer einen selbstgewählten Ausdruck zu geben.

    Als mein Vater vor längerer Zeit gestorben ist, bin ich ganz alleine für einige Wochen nach Italien gefahren. Ich habe dort nichts Besonderes unternommen, einfach nur dagesessen und in die Luft geguckt. Trotzdem wirkte das fremde Umfeld, der Geruch, die Sonne heilend. Ich musste nachdenken und das habe ich gründlich gemacht.

    Auch dir, liebe/r (?) @Hasendompteur, wird das ähnlich gehen. Dieser Spruch »die Zeit heilt alle Wunden« gilt für all diejenigen, die nicht verbittert sind - und Verbitterung lese ich bei dir nicht heraus. Lass dir Zeit und irgendwann machst du wieder deine eigenen Schritte. Die, die zu dir passen und dir guttun. Freunde finden, neue Unternehmungen für dich entdecken ...

    Ich reiche dir meine Hand, liebe FS: meine Mutter ist vor einer Woche gestorben und ich bin nun auch Vollwaise. Trotz erwachsenem Kind (das kein »Kind« mehr ist, aber immer das meine bleiben wird).
     
  16. @ Undine:
    Im Gegensatz zu Dir bin ich eben kein Mauerblümchen. Brauch nur Deine verbitterten Kommentare in den anderen Threads zu lesen über die ach so bösen Internetmänner! Wer jammert denn hier? Lieber bin ich depressiv als verbittert. Meine Tochter steht mir sehr, sehr nahe. Sie hat ein eigenes Leben, aber das ist was anderes als abwenden. Hast Du denn überhaupt ein Kind, um hier mitzureden? Wohl kaum. Lies mal oben, was andere über Deine Kommentare denken. Deine Beleidigungen kannst Du dir getrost sparen. Kein Wunder, das Du die Probleme hast, die Du hier in anderen Threads ausschüttest. Heulst wegen Deiner Eimsamkeit, gibst aber Deinem Kollegen bzgl. einer Weihnachtseinladung einen Korb, weil er eine Frau hat. Fehlte Dir da auch die Aufmerksamkeit?? Sollen die Typen um Dich rumtanzen? Ist doch auch gar kein Problem, denn es ist doch Krieg in Syrien!!
     
    • # 15
    • 02.12.2018
    • void
    Auch von mir mein herzliches Beileid. Dass jetzt alles mögliche aufgewühlt wird, ist wohl normal, wenn man es nicht gewaltsam verdrängt.

    Sich einsam fühlen, hängt in keinster Weise davon ab, ob noch jemand neben einem auf der Couch sitzt oder nicht. Aber es ist natürlich naheliegend, dass man es da richtig "sieht" und denkt, alle, die neben sich jemanden sitzen haben, seien nicht einsam.
    Ich denke, Dein Einsamkeitsgefühl kommt insbesondere daher, dass Du keine gute Mutterverbindung hattest. Ich glaube, das ist das, was man braucht, um dieses grundlegende Einsamkeitsgefühl nicht zu kennen. Aber ich denke, viele Menschen hatten keine optimale Bindung zur Mutter, warum auch immer.
    Jedenfalls ist es eine Illusion in meinen Augen, dass Partnerhaben per se die Einsamkeit vertreibt oder Familie haben macht, dass man sich nicht einsam fühlt.

    Bei Bekannten denke ich, dass sich da auch nur Einsame zusammenfinden, weil wenn ein Partner da ist, soll der das Einsame ja vertreiben und der Bekannte wird überflüssig. Soll heißen, diese guten Freunde, bei denen man sich in ihrer Gruppe super aufgehoben fühlt, gibt es vielleicht für manche Menschen, aber das ist in meinen Augen nicht das Gros. Schon allein von dem her, was viele mitbringen (Konkurrenzdenken, Missgunst, Egoismus, Sticheleien), können die gar keine Bekannten haben, bei denen sich Nähe ergibt.

    Weil Du gehofft hast, Deine Mutter ändert sich noch mal? Darauf kann man nicht hoffen. Dafür hätte sie permanent anwesend sein müssen und Du ihr permanent sagen müssen, was sie falsch macht. Und dann müsste Einsicht bei ihr da sein, dass Du recht hast, und wo Du nicht recht hast, müsste sie sich erklärt haben und diskussionsbereit sein. Das ist ne anstrengende Sache, da sich viele für superschlau halten, nur weil sie alt sind und du zwar auch schon alt bist, aber im Leben gelernt kannst du ja nichts haben. Argumente gelten nicht, wenn sie aus der "Kindergeneration" kommen, denn die sind immer noch 4 und wissen nichts von der Welt, lesen im bösen Internet irgendwas, das ihnen gelegen kommt und das man nicht glauben darf. Von psychologischen Zusammenhängen und Folgen hat diese alte Generation, die immer alles richtig gemacht hat, idR sowieso noch nie gehört, was bedeutet, dass immer das Opfer schuld ist, egal bei was, außer die Alten selbst fühlen sich "fertiggemacht", weil man ihr Verhalten kritisiert. So kann auch keine Nähe entstehen. Wer stur ist, nimmt das mit unter die Erde. Es liegt dann an ihm, dass es keine Annäherung mehr gegeben hat. Dh. man muss Nähe auch bei den richtigen Menschen suchen, und die sind rar.
     
  17. Hier nochmal die FS....

    Ja, vielleicht sollte ich jetzt jubeln, dass Alles vorbei ist und meine Freiheit genießen. Schwer tue ich mich villeicht auch, weil ich den Abschied als sehr schwer empfunden habe, weil es eine Sterbebegleitung in der Schweiz war. Einen Tod bewußt zu planen ist nicht einfach und ein komisches Gefühl. Ja, Optimismus war nie meine Stärke, was aber auch krankheitsbedingt ist. Vielleicht kann ich das positive in einem halben Jahr sehen oder später. Mag sein. Ich danke für Eure sehr lieben und einfühlsamen Beiträge. Das es auch absolut empathiebefreite Geschöpfe gibt, kennt man ja auch im realen Leben. Aber etwas verdammt Wichtiges habe ich gerade durch diese total verbitterte Undine. Ich habe meine wunderbare Tochter (und die hat sich NICHT abgewandt!!) und ich stehe der Männerwelt noch absolut positiv gegenüber. Verbitterung ist nämlich das mit Abstand schlimmste Gefühl und dank meier Tochter habe ich ganz viel Liebe in mir.
     
  18. Hallo Hasendompteur,

    es tut mir Leid, dass Deine Mutter vor Kurzem gestorben ist. Das ist jetzt erstmal ein Ausnahmezustand. In ein paar Monaten wirst Du klarer sehen.

    Ich finde es auch befremdlich, dass Du dich als Erwachsene als 'Vollwaise' bezeichnest und siehst. Den Begriff würde ich eher bei Minderjährigen oder jungen Erwachsenen verwenden. Vielleicht deutet diese Wortwahl Deinerseits auch nur darauf hin, dass Du Dich zur Zeit verloren fühlst...

    Mein Vater und ich haben auch eine gestörte Beziehung, vieles, was er getan hat, habe ich ihm nie verziehen. Er selbst weiß nichts von meinen Gefühlen, für ihn ist alles prima und er denkt, wir verstehen uns gut. Man kann auch keine Konflikte mit ihm austragen, da er weder konflikt- noch kritikfähig ist, direkt beim kleinsten Wort beleidigt ist, cholerisch wird, den Kontakt abbricht und mit Enterbung droht. Darum ist mir klar, dass wir ähnlich wie Du unser Verhältnis nicht bereinigt haben werden wie Du und Deine Mutter, wenn er tot ist. Aber ich sag Dir was... Früher hat mich das stark belastet. Heute denke ich "Es ist, wie es ist." Dann geht er hält mit diesem gestörten Verhältnis ins Grab und gut ist. Nicht jede Konfliktaustragung ist für die irdische Welt gemacht. Vielleicht werde ich dann auch befreit sein nach einiger Zeit trotz aller Trauer, die erst kommt.

    Ansonsten finde ich, dass Du Dir selbst genug sein solltest. Mach Dein Glück nicht von der Außenwelt abhängig. Ich konnte das glaube ich schon immer ganz gut... Koch Dir ein gutes Essen, lese gute Literatur, gehe Deiner Arbeit nach, adoptiere Tiere, sei für Deine Tochter da, erfreu Dich an der Natur... Machs dir einfach schön im Leben... bei mir verloben sich jetzt alle, bekommen Kinder, ich hingegen bin nicht in einer Beziehung. Und bedauern tu ich nichts. Nicht mal in einer SB bin ich, es kommen genug Männer so auf einen zu im Alltag. Und wenn ich ohne Mann bleibe, bin ich auch d'accord damit, vielleicht fänd ich das sogar noch besser. Denn dann mach ich mir mein Leben eben für mich schön.

    W30
     
  19. Nein, müssen sie nicht, aber erden tut es einen schon, wenn man hin und wieder mal dran denkt, wie schlecht es anderen Menschen geht. Heißt ja nicht, dass man eigene Probleme negieren soll.
    Selbstverständlich. Gegen den Tod kann man nichts machen, aber Einsamkeit hat auch etwas mit einem selber zu tun. Es gibt natürlich Menschen, die sie selber suchen, aber wer nicht will, muß nicht.....
    Deine Eltern sind verstorben. Das ist etwas anderes als Vollwaise. Minderjährige werden Vollwaise. Du nicht. Du bist jetzt elternlos wie so viele von uns ab einem bestimmten Alter.
    Finde ich schon heftig, hier ist ein Diskussionsforum und Du forderst Menschen auf, sich ihren Kommentar zu sparen. Macht Dich insgesamt nicht so zur Kuschelfreundin. Stell ich mir grad vor, eine Diskussion und eine Beteiligte sagt mir, spar Dir Deinen Kommentar. Hätte sich ausgekuschelt.
    Ich fürchte, wirkliche Gleichgesinnte kannst Du hier nicht treffen, höchstens mitleidige Menschen.
    Oder eben vielleicht Menschen, die sich auch als Minderjährige sehen, die Vollwaisen geworden sind, aber ob das hilfreich ist? Glaube ich nicht so.
    Vielleicht ist da eine Selbsthilfegruppe sinnvoller?
    W
     

  20. Guter Beitrag....selten genug kommt es hier vor...!!!
    Das mit den bestimmten Männern, die nicht allein klarkommen, beobachte ich seit der Kindheit. Ich wäre so gern auf mehr heterosexuelle Männer getroffen in der Jugend und später mit eigener Wohnung, eigener Waschmaschine etc.
    Es waren aber auch immer wirklich die best aussehendsten, die so furchtbar unselbständig waren...schön und sexy zum Anschauen und fürs Bett, aber fürs Leben: Fehlanzeige.
     
  21. Liebe FS,
    Deine Tochter ist erwachsen und geht eigene Wege - gut so, denn so geht erwachsen werden. D.h. aber auch: Du bist im fortgeschrittenen Lebensalter. Wenn es dann keine Elternteile mehr gibt, dann ist Frau keine Vollwaise mit Grund zum wehklagen, denn das ist der ganz normale Lauf des Lebens.
    Trauer ist in der Situation normal. Du kannst nun ewig und drei Jahre damit hadern, dass Du eure Beziehung in der Vergangenheit nicht mehr ändern kannst, nützen wird Dir das nichts. Also kannst Du es auch lassen und akzeptieren: die Vergangenheit kann man nicht ändern nur die Zukunft gestalten.


    Hör' auf zu jammern und nimm' endlich Dein Leben in die Hand wenn Du möchtest, dass sich was ändert.
    Alle paar Wochen verfasst Du eine neue Variante der ewig gleichen Klage, dass Du allein bist. Wann geht Dir endlich ein Licht auf, dass sich von allein nichts ändert und dass Du selber alle Menschen inkl. Deiner Tochter mit dieser Art aus Deinem Leben vertrieben hast? Das hält auf Dauer niemand aus wie Du hier an einigen Antworten erkennen kannst.

    Möchtest Du ein anderes Ergebnis, wirst Du Dein Verhalten ändern müssen - so einfach ist das und doch so schwer.

    Du bist nicht partnerlos weil Deine losen Bekanntschaften noch beide Elternteile haben und/oder Partner.
    Du bist partnerlos wegen Deiner Dauerhaderei um alles und jeden im Leben - das halten weder Freunde nich Partner aus. Die Menschen verlassen Dich weil Du ein Energieraeuber bist.
    Es ist nicht schön, Dir das zu sagen, aber wenn Du die Wahrheit nicht zur Kenntnis nimmst sondern Dir merkwürdige Stories kreierst, kannst Du nicht an den richtigen Knöpfen drehen um was zu ändern.

    Du allein entscheidest, wieviele Jahre Du Dich noch im Kreis drehen und immer jammeriger werden willst.
     
  22. Liebe FS,

    zunächst mein Beileid mit guten Wünschen....

    Der Tod deiner Mutter ist noch sehr sehr frisch und dir steht eine Trauerzeit mit all den Gefühlen, die du aktuell hast, zu. Dieses Einsamkeitsgefühl ist sehr gut verpackt in den Begriff Vollwaise und kann es besser nicht beschreiben. Lass dir Zeit und versuche nicht, deine Trauer zu kompensieren, sie zieht sich nur unnötig in die Länge.

    Wie sieht es Weihnachten aus, ist deine Tochter bei dir, oder bist du allein? Allein solltest du nicht sein, das wäre nicht gut. Es gibt Heiligabend Anlaufstellen für Menschen, die niemanden mehr haben. Ich habe mir von meiner Nachbarin erzählen lassen, wie toll das sein soll und dass sie dort nette Menschen kennengelernt hätte.
    Liebe FS, man kann sich eine Ersatzfamilie schaffen, dafür ist es jedoch aktuell noch zu früh, du musst vorerst wieder auf die Füße kommen. Es gibt nahezu in jedem Ort Trauergruppen, wo du dich vielleicht anschließen könntest. Geteiltes Leid ist halbes Leid, du wirst sehen, es wird dir besser gehen. Was meinst du, wäre das eine Option?
    Noch einen Gedankenimpuls bezüglich deiner Mutterbeziehung, die nicht die beste war. Ich trauer heute noch manchmal darum, dass ich nicht die Tochter sein durfte, die ich gerne gewesen wäre.
    Mir hatte sehr geholfen, dass ich, dass war in etwa in ihrer Todesstunde, ihre Stimme plötzlich vernahm, die mir sagte, dass sie das alles nicht gewollt hätte.
    Schau, auch deine Mutter ist von dir gegangen, so wie sie von Gott gewollt war, fernab von irdischen Verhaftungen und Verstrickungen, die es ihr nicht ermöglichte, die Mutter zu sein, die sie vielleicht tief im Innern sein wollte.
    Ich kann sehr verstehen, dass du der verlorenen Zeit hinterher trauerst, du kannst es besser verarbeiten, wenn du dir und deiner Mutter verzeihst und dich gedanklich mit ihr in Verbindung setzt, so als ob sie die Mutter ist, die du dir immer gewünscht hast. Das geht, du wirst sehen und es wird dir besser gehen. All dein Elend, deine Not, kannst du ihr anvertrauen.

    Ich wünsche dir von Herzen, dass du deine Trauerzeit mit jemanden teilen kannst, der dich ein wenig auffängt und tröstet.
    *Drückumarms* von Pia.
     
  23. Ein bissel verstehen kann ich dich, denn ich bin momentan in der Situation, dass mein über alles verehrter Vater so langsam den Koffer für die letzte Reise packt. Daher mein aufrichtiges Beileid.
    Die Zeit der Trauer ist wichtig und dient dem Verarbeiten. Dennoch sollten positive Gedanken nicht komplett wegfallen.
    Du bist Mutter und Schwester .... also doch nicht ganz alleine.
    Deine Tochter geht eigene Wege - sei stolz, wenn diese Wege immer wieder zu dir führen. Dann hast du ganz viel richtig gemacht.
    Deine Schwester - vielleicht wäre es nun an der Zeit, dass ihr beide zusammen findet?
    Ansonsten - trauere und finde ins Leben zurück. Dein Weg - dein Rhythmus.
    Und dann - mach etwas für dich. Wir haben dir ganz viel an die Hand gegeben - lege los. Für dich - nicht für uns.
    Immerhin hast du erkannt, dass sogar eine Undine ihren Sinn und Zweck hat - sie hat ungewollt deine Lebensgeister geweckt. Denn auch Wut und Ärger sind wichtige Emotionen.
     
  24. Wenn deine Tochter schon eigene Wege geht, bist du natürlich zu alt, um selbst Waise zu sein. Klingt auch reichlich befremdlich, wenn ein Erwachsener sich Waise nennt. Mit der Ausnahme wenn er schon als Kind Waise geworden ist.

    Zum Tod deiner Mutter mein Beileid.

    Deine Mutter ist vor kurzem gestorben. Du hast das Recht zu trauern. Aber in deinem Alter sollte man soviel Weitblick haben, um zu wissen, dass das nun eben der Lauf der Dinge ist. Irgendwann sterben eben die Eltern. Ist auch gut so. Denn wenn die Kinder vor den Eltern sterben würden, wäre es noch schlimmer.

    Sei doch froh, wenn deine Tochter ihre eigenen Wege geht. Dann hast du doch einiges richtig gemacht. Außer sie meidet dich ..

    Verstehe ich nicht. Ich denke bei problematischen Eltern-Kind-Beziehungen sind in erster Linie die Eltern dafür verantwortlich. Und wenn du noch etwas aus der Welt schaffen wolltest, worauf hast du gewartet? Man muss ja damit rechnen, dass die Eltern irgendwann (auch überraschend) sterben könnten. Irgendwann muss man auch abschließen können. Wenn die Beziehung auch nicht so war, wie du es dir gewünscht hast. Es war nun mal so. Das muss man akzeptieren. Meine Mutter lebt zwar noch, aber innerlich ist sie für mich fast schon gestorben. Sie spielt keine Rolle mehr.
     
  25. Hi,
    Leider ist Tod in der Gesellschaft ein immer stärkeres Tabuthema, und je älter man wird, desto weniger Verständnis haben andere für die Trauer um die Eltern. Das sollte dir völlig egal sein - nur DU bestimmst, wie lange du trauerst, und dein Verhältnis zur Mutter aufzuarbeiten ist auch wichtige Trauerarbeit. Selbst wenn du drei Wochen lang nicht zur Arbeit gehen würdest, wäre das völlig in Ordnung.
    Ich las mal ein Buch mit Erfahrungsberichten von "Kindern" im Alter 50+, wie die den Tod alter Eltern verarbeiteten, total interessant. Völlig zu Unrecht dachte auch ich früher, das Sterben ist doch irgendwann erwartbar und keine Überraschung, ergo Trauerzeit sehr kurz. Nein! Bisher warst du immer noch an zweiter Stelle in der "Sterbereihenfolge", denn der Tod eigener Kinder kommt zum Glück extrem selten vor. Das ist ein wichtiger Lebensabschnitt, der nun für dich beginnt.
    Mich freut, dass du ein gutes Verhältnis zu deiner Tochter hast, deswegen wundert es mich sehr, dass du sagst, du hättest keine Familie! Auch wenn sie weit weg wohnt - solange es Deutschland ist, wäre es doch wichtig, dass du sie gerade jetzt einmal besuchst und mit ihr Gespräche führst, wenn du das brauchst.
    Wenn ihr nicht zerstritten seid, kann ich mir kein Argument der Welt vorstellen, das die Tochter jetzt davon abhält, sich einmal für dich Zeit zu nehmen, und sei es nur ein Wochenende. Bitte sprecht miteinander, sicherlich hilft dir das sehr. Ich würde den Teufel tun, meine Mutter in so einer Situation allein zu lassen.
    Und auch wenn zwei Wochen vergangen sind seid dem Tod deiner Mutter - duhast allen Grund, dein Leben und dein Verhältnis zu ihr aufzuarbeiten. Egal, ob irgendjemand von außen sagt, "nun hab dich nicht so".
    Der Buchtitel lautet übrigens "Wenn die alten Eltern sterben: Das endgültige Ende der Kindheit" - auch wenn das für mich hoffentlich erst in 10-20 Jahren Thema wird, empfand ich es als Bereicherung.
    w34
     
    Moderationsanmerkung: Bitte achten Sie künftig auf eine korrekte Rechtschreibung. Vielen Dank.
  26. Wenn Du diesen Gedanken in Dir reifen lässt, dann hat sich der Thread gelohnt.

    Liebe Hasendompteurin, erstmal mein Mitgefühl.
    Es ist sicher nicht einfach.

    Aber lies auch mit Ruhe Vikkys Post, lass es auf Dich wirken. Sehr hart, sehr ehrlich - und sorry, ich kann ihr zustimmen.

    Nutze dieses einschneidende Erlebnis als Chance, in Deinem Leben einen längst überfälligen Cut zu machen.
    Du hattest nie die Eltern, die Du Dir gewünscht hast, die Du verdient hättest, und mit dem Tod der Mutter ist die Hoffnung dahin, doch noch die Anerkennung (und Liebe) zu bekommen, nach der Du Dich und mit Dir das Kind in Dir so sehnst.
    Lies mal hierzu auch die letzten Beiträge in diesem Thread
    https://www.elitepartner.de/forum/frage/je-intelligenter-umso-einsamer.33166/page-5
    Diese Einsamkeit wird in Dir bleiben, es wird sich nie schließen, und auch ein Partner kann Dir das nie geben.
    Partnerschaftliche Liebe ist etwas anderes als die Liebe von Eltern zu ihrem Kind.

    Du kannst Dich nur selbst damit versöhnen, es als Teil Deines Lebens akzeptieren, und vor allem lernen, Dich endlich mit all Deinen Leistungen und vor allem mit Deiner ganzen Persönlichkeit wertzuschätzen und lieben zu lernen.

    Lass diese Vergangenheit hinter Dir.
    Bzgl. @Undine stimme ich Dir zu, grauenhaft.
    Aber bitte verlasse endlich diesen Gedanken, dass Dich ein Partner "rettet", dass nur DER "Richtige" kommt und diese tiefen Verletzungen heilen kann.
    Das kannst nur Du aus Dir heraus, jetzt ist der Moment, dies endgültig anzugehen.
    Auch Du drehst Dich seit Jahren im Kreis, und es tut weh, zu lesen, wie sehr Du Dich selbst immer in Frage stellst, wie stark Dein Gefühl ist - keine*r liebt mich.

    Komm endlich bei Dir an. Gehe nochmal in Therapie (suche Dir eine geeigneteren Therapeuten, oder wechsle ihn, wenn Du noch bist). Lass Dir bei der Aussöhnung / Heilung helfen.

    Gestalte jetzt, aktuell sehr bewusst die Advents- / Weihnachtszeit mit Deiner Tochter, zeige ihr und Dir, dass es anders geht. Lass sie ihre Wege gehen, aber gib ihr das Zuhause Willkommengefühl, dass Du gerne erlebt hättest, das tut Dir selbst wiederum gut. Mir auf jeden Fall tut es gut - da fühle ich, dass ich fähig bin zu lieben, spüre diese Wärme, und gebe sie mir (meinem Inneren Kind ) damit selbst.

    Lies nochmal in Deinen alten Threads, lass nochmal Antworten auf Dich wirken.

    Partnerschaft klappt erst wirklich, wenn Du mit Dir ins Reine kommst - vorher aus es immer wieder ähnlich enttäuschtend und verletzend sein

    Eine ganz liebe virtuelle Umarmung,
    Dir - und vor allem dem schon von klein auf verwaisten Kind.

    W,49
     
  27. Guten Morgen,

    toller Tipp...., wenn es so einfach wäre. Aus der Welt kann man nur etwas schaffen, wenn man den anderen erreichen kann. Gegen Windmühlen und Betonklötze kommt niemand an. Ja, das darf traurig stimmen und finde ich wesentlich gesünder für die FS, als selber zu einem gefühllosen Betonklotz zu erstarren.

    Liebe FS, so traurig wie du gerade bist, freue dich über deine Emotionen, wer das kann, der kann auch anders, optimistisch, lebensfroh und glücklich sein. Dieses Potential steckt in dir und wurde noch nicht ganz ausgeschöpft. Wenn deine Trauerzeit vorbei ist, dann setzt dir neue Ziele, mit Hilfe, ohne Hilfe, wie du magst.
     
  28. ...ich glaube nicht, dass die Holzhammermethode und erst recht nicht, die miesen, niedermachenden Unterstellungen, besonders hilfreich sind. Schon gar nicht in der aktuellen Situation, in eine frische Trauerphase rein zu grätschen, wie ein Elefant im Porzellanladen, weil es gerade mal wieder passt, eigenen Frust hier los zu werden. Schnell werden dadurch der FS noch mehr Schuldgefühle übergestülpt. Leute denkt mal nach. Wir kennen die FS nicht und haben nicht das Recht, sie zu demontieren.
     
  29. Liebe FS

    Erst einmal mein herzliches Beileid zum Tod Deiner Mutter.

    Ich kann Deine Gedanken gewissermassen verstehen, auch wenn ich das Glück habe, noch beide Eltern zu haben. Aber ich frage mich auch immer öfter, wie es sein wird, wenn beide gehen sollten, da ich auch partnerlos bin und keine Kinder habe. Ich habe eine Schwester, körperlich und geistig schwerstbehindert und gesundheitlich sehr bedenklich am Abbauen. Ansonsten wenig erweiterte Familie und diese noch dazu im Ausland. Wenn meine Eltern sterben frage ich mich auch, mit wem ich ein Gefühl der Zusammengehörigkeit haben werde oder kann, da ich sowas halt schon mit Familie verbinde.

    Aber es wird trotz allem weitergehen, hoffentlich irgendwann einmal mit Partner, aber vielleicht auch ohne.

    Du hast eine Tochter, die Du liebst und mit der Du Dich gut verstehst: das ist doch sehr wertvoll und ich fand es auch überraschend, dass Du Dich als ohne Familie siehst...
    Aber Du hast natürlich das Recht zu trauern, über einiges nachzudenken, was nicht so lief wie Du es Dir gewünscht hättest, um danach dann hoffentlich Frieden mit Dir selbst und Deiner Mutter zu schliessen und mit neuer Energie und Lebenslust Dein Leben weiterzuführen und so zu gestalten, dass Du dabei glücklich bist.

    Ich verstehe auch nicht die teilweise empathielosen bis böswilligen Kommentare mancher Foristen
    und Fremdschämen kann ich mich hier nur für Menschen, die solche Kommentare schreiben.

    Dir liebe Hasendompteur wünsche ich viel Kraft und alles Gute.

    w48
     
    • # 29
    • 03.12.2018
    • void
    In Deinen anderen Threads war, glaube ich, auch immer so ein Unterton davon, dass Du gern akzeptiert werden willst. Also kein abgeklärtes Verhältnis, dass wenn diese Menschen keine Anerkennung und Liebe geben können, sich selbst auch abzuwenden von ihnen. Das sind keine Götter, sondern auch nur Menschen, wie Du. Man kann auf verschiedene Weise damit umgehen, dass man nie richtig und genug war. Entweder, man findet andere, an die man dieses Gefühl weitergibt (klappt insbesondere bei eigenen Kindern und Enkeln gut). Oder man setzt sich damit auseinander und versucht, mit dem Schmerz fertigzuwerden, indem man akzeptiert, dass es das, was man sucht, so nicht gibt. Als Erwachsener kann man dieses Urgefühl von Gewünschtsein, Richtigsein, das man als Kind hätte haben sollen, nicht mehr bekommen. Es gibt Menschen, die einen Teil wieder heilmachen können, aber anders als eine liebende Mutter und ein liebender Vater. Partner und Freunde werden das nie selbstlos machen. Sie geben Liebe, um Liebe zu bekommen Bei einem Kind geben die Eltern im gesunden Fall Liebe, ohne eine Gegenleistung zu verlangen.

    Wenn ein Mensch Anerkennung nicht geben will, weil der z.B. es dem anderen nun gerade nicht gibt, weil der sich so drum bemüht, und man ja Menschen auch gut damit beherrschen kann, wenn sie um Liebe, Anerkennung usw. kämpfen, also wenn der Mensch das nicht geben will, tut er es auch nicht. Und es liegt keineswegs daran, dass der, der sich so um Anerkennung bemüht, keine verdienen würde. Es liegt einfach an dem verschlossenen Herzen und auch an Niedertracht des Elternteils, das in seinem Leben auch keine Anerkennung bekam, emotional abhängig blieb von seinen eigenen Eltern, nie ihr Handeln in Frage stellte (was bedeutet, dass bei ungerechter Behandlung das Kind bis an sein Lebensende meint, es hätte es verdient und es wäre so schlecht, wie es von den Eltern vermittelt bekommt). Menschen, die meinen, dass sie zu wenig bekommen haben, äußern ihren Frust auch so, dass sie anderen Anerkennung verweigern.

    Ich weiß nicht, ob ich das richtig verstanden habe, aber Deine Mutter scheint den Zeitpunkt ihres Todes selbst bestimmt zu haben. Ich hatte es so verstanden, dass der Tod überraschend für Dich kam. Also hat sie Dir, falls ich das richtig verstehe, nichts mitgeteilt. Das finde ich schon derbe. Ich meine, wegen des Abschiednehmens. Anscheinend war Deine Mutter emotional ziemlich ... ich sag mal "im Unreinen" gewesen, isoliert irgendwie und verhärtet. Aber vielleicht versteh ich das gerade nur falsch.
     

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