• 09.07.2018
    • ErikDo

    Kann man Geschenke verweigern oder ablehnen?

    Hallo und guten Abend
    Ich schilder mal unseren Fall.
    Wir haben unsere Hochzeit wegen der "plötzlichen" neuen Schwangerschaft auf den nächsten Sommer verschoben. Meine Freundin sagte mir, ihre Eltern wären froh, weil sie dann noch etwas länger sparen könnten. Ich will nicht, dass sie uns Geld schenken, wir wollten nur heiraten wegen der Kinder.

    Wir heiraten standesamtlich und feiern danach, ich will keine Geschenke kann ich ihnen das in einer ruhigen Minute sagen?
    Jetzt könnt Ihr sagen, was kümmert es Dich was in einem Jahr ist. Ich weiß aber, dass sie das Geld sparen, was sie sonst zum ausgehen ausgeben und auch das Urlaubsgeldes betrifft.
    Meine Freundin macht sich da überhaupt keine Gedanken, scheint mir so.
     
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    • # 1
    • 10.07.2018
    • Rosenblatt
    Kommt drauf an wie deine Schwiegereltern in spe gestrickt sind. Manche sind sehr empfindlich und pikiert. Einer der vielen Gründe warum ich keine Lust auf Heiraten habe.

    Warum habt ihr das nicht schon im vornherein auf ALLE Einladungen als Standardtext geschrieben?? So erspart man sich unnötigen Familienstress...
     
    • # 2
    • 10.07.2018
    • Lionne69
    Erik,

    Warum willst Du kein Geschenk?
    Generell nicht, von den Schwiegereltern nicht?
    Diese Fragen wären die wichtigeren.

    Vielleicht möchten Deine Schwiegereltern einfach gerne etwas zur Hochzeit ihrer Tochter beisteuern, freuen sich, wollen ihre Freude damit ausdrücken?
    Deswegen macht sich Deine Freundin auch kenne Gedanken.

    Ich fühle gerade in mich hinein - wenn eines meiner Kinder käme, und würde sagen, wir möchten nichts von Dir? Ich würde es akzeptieren, aber es würde mich verletzen.
    Und umgekehrt verletzte es mich als Tochter, als mein Vater supergroßzüg 20€ zum Brautstrauß gab, sich aber das Hotel zahlen ließ.
    Da wäre nichts noch besser gewesen.
     
    • # 3
    • 10.07.2018
    • pixi67
    Wenn überhaupt kann die Tochter mal vorfühlen, wie ihre Eltern es sehen würden.

    Ich gehe davon aus, dass es ihren Eltern wichtig ist und sie sehr stolz macht.
    Es liest sich sehr liebevoll von Dir, wenn Du darüber nachdenkst auf was sie dafür verzichten müssen.

    Meine Oma seelig hat mir damals das Brautkleid geschenkt.
    Ein Blick in ihre Augen und ich wusste, dass es ihr das Herz gebrochen hätte, das nicht zu tun.
    Dafür bin habe ich sie regelmäßig eingepackt und Ausflüge mit ihr gemacht...ok tat ich sowieso aber ich bestand darauf, dass ich einlade.

    Deshalb überlege vielleicht ein Lösung, mit der es euch allen gut geht.
    Findet heraus, wofür sie sparen...für die Feier oder ein Geldgeschenk.

    Bei der Feier, kann man die Höhe ja " regeln".
    Sie übernehmen die Getränke zb oder den Raum.

    Ihr könnt ihnen auch zu Weihnachten ein Wochenende Paris etc schenken.

    Mag sein, dass ein einfaches Nein zu ihrem Vorhaben, das Richtige wäre.
    Je nach "Elterntyp" würde ich es allerdings nicht über das Herz bringen.
     
    • # 4
    • 10.07.2018
    • nuri
    Ich war mal zu einer Hochzeit eingeladen, und das Brautpaar hatte etwa folgenden Text auf die Karten drucken lassen:
    "Wir freuen uns sehr, dass ihr mit uns feiern wollt. Euer Dabeisein ist das Geschenk, schon deshalb, weil einige von euch eine längere Anreise haben. Bringt einfach gute Laune mit und Freude am Zusammensein."
    Es wurden dennoch ein paar KLEINIGKEITEN geschenkt, und es war eine sehr schöne, entspannte Hochzeit.

    Die Sitte, Geld zu schenken, vor allem, wenn das Brautpaar schon einen gemeinsamen Haushalt hat, finde ich aber auch nicht verkehrt. Schon manche Hochzeit konnte auf diese Weise unschwer finanziert werden - warum nicht?
     
    • # 5
    • 10.07.2018
    • neverever
    NEIN!
    Nicht du allein, sondern ihr beide Gemeinsam, JA.
    Ich denke die Eltern sehen sich in der Pflicht der Bräuche.
    Geht uns ja allen irgendwie so. Ich finde es gut das du dieses Geschenk vor allem nicht willst, weil du weißt sie müssen sich das vom Ar..... absparen. Du hast das völlig Richtig erkannt. Die Schwiegereltern sollten dieses Geld für ihre noch Gute Zeit nutzen, Urlaub machen können oder ausgehen. Ich nehme an ihr Heiratet weil ihr es Euch auch selber leisten könnt. Dann solltet ihr echt versuchen die Eltern aus dieser ätzenden Pflicht heraus zu nehmen.
    Sprich mit deiner Zukünftigen und appelier an ihre Elternliebe. Lass nicht zu das die Eltern nur wegen eines Brauchs, ihr Leben einschränken müssen. Wenn ein Brautvater gut aufgestellt ist kann und soll er das Ruhig machen. Aber es darf niemals Weh tun. Diese Bürde würde ich als Bräutigam auch nicht tragen wollen.
    Sie sollen sich besonders Fein anziehen, können sicherlich anderweitig helfen bei Planung und/oder Auführung der Feier oder was weiß ich. Sprich mit deiner Frau und dann Gemeinsam mit den Eltern. Sagt meinetwegen das ihr es alleine schaffen wollt oder sowas.
    Aber vermutlich wird es schwer, sie davon abzubringen.

    m47
     
    • # 6
    • 10.07.2018
    • Thanis
    Hallo TE,
    das hört sich so bockig an, ich will nicht, ich will nicht.

    Als grad frisch verheiratete, noch ohne Hochzeitsreise, kann ich verstehen, dass man sich über Geschenke Gedanken macht. Viel Möglichkeiten gibt es ja nicht, Hausrat braucht heute fast keiner mehr, also bleibt meist nur Geld, oder manche legen zusammen weil ihnen was witziges einfällt. Wir haben es einfach allen Gästen selbst überlassen und wir hatten viel Spaß beim Geschenke auspacken.

    Wenn ich schenke, möchte ich jemanden eine Freude machen, sei es ein Buch oder Geld, damit man sich etwas schönes kaufen kann. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Deine baldigen Schwiegereltern Euch einen Haufen Geld schenken um allen anderen zu zeigen, wieviel Geld sie haben. Sie werden gern schenken und das was sie entbehren können. Wenn Du das ablehnst oder schon im Vorfeld sagst, ich glaub, dass ist wie ein Messerstich, tu das nicht.

    Geht lieber mal wie @Lionne69 schreibt in Dich warum Du vielleicht Probleme hast Geschenke anzunehmen.
     
    • # 7
    • 10.07.2018
    • INSPIRATIONMASTER
    Natürlich kannst du das sagen, das solltest du auch sagen, wenn du mich ehrlich fragst, ich wollte das auch nicht und würde das sagen!
     
    • # 8
    • 10.07.2018
    • HeidiBerlin
    Woher wissen hier die meisten etwas über die finanzielle Situation der Eltern? Ich nicht. Ich finde, es ist ein sehr feiner Zug von Erik, dass er nicht möchte, dass die Eltern für ein teures Geschenk lange sparen müssen. Das würde ich dann aber allen Gästen so sagen. Vielleicht eine kleine Spende für wohltätige Zwecke stattdessen?
    Mir wäre eine liebe Partnerin und demnächst noch ein gesundes Kind das größte Geschenk. Aber ihr beiden solltet das allen Gästen so sagen. @neverever hat da vollkommen Recht!
     
    • # 9
    • 10.07.2018
    • piepegal
    Hallo Erik,

    für Eltern ist es in der Regel eine große Freude, wenn die Tochter heiratet. Dass sie euch dazu ein (mehr oder weniger großes) Geschenk machen wollen, ist irgendwie nachvollziehbar. Wenn du das ablehnst, könntest du sie (und deine Freundin) sehr verletzen. Versuche dich in ihre Lage zu versetzen, indem du dir vorstellst, wie du handeln würdest, wenn deine Kinder heiraten.

    Du solltest ihnen zubilligen, dass sie wissen, was sie sich leisten können oder wollen und wann sie es wollen. Sie freuen sich über eure Hochzeit und wollen eurer kleinen Familie dazu etwas Gutes tun. Was ist daran verkehrt?

    Nimm dir ein Beispiel an ihrer Tochter, die sich keine weiteren Gedanken darüber macht und freu' dich einfach darüber. Oder hast du generell ein Problem mit Geschenken von deinen Schwiegereltern?
     
    • # 10
    • 10.07.2018
    • Lionne69
    Erwachsene sind keine Kinder - warum soll ich davon ausgehen, dass es ihnen weh tut?
    Vielleicht würde man sie in ihrer Würde verletzen, wenn man durch die Blume sagt.
    Ihr könnt Euch das nicht leisten, deswegen lasst es?

    Ich entscheide, wofür ich Geld ausgebe, und wenn ich es mir ersparen muss, dann ist es mir das wert und wichtig.

    Ich spare für Urlaube, für alle größeren Anschaffungen, mache meine Rücklagen dafür - und wenn es eines Tages mal soweit wäre, möchte ich auch meinen Kindern ein Geschenk zu Hochzeit machen. Und dann keine Zurückweisung erleben, auch nicht mit dem vermeintlich rücksichtsvollen Gedanken, das könne ich mir nicht leisten. Ich will es mir leisten.
     
    • # 11
    • 10.07.2018
    • Hanna_17
    Lieber FS,

    frage deine Freundin wie sie das sieht. Sie kennt ihre Eltern besser und weiß, ob sie gerne verzichten und kein Problem damit haben oder ob sie sich aufgrund von Traditionen und familiärer Zugehörigkeit verpflichtet fühlen, zur Hochzeit was beizusteuern. Ich habe gehört, dass früher die Eltern der Braut die Hochzeit finanziert haben. Vielleicht denken ihre Eltern noch nach dieser Tradition?

    Ihre Eltern ansprechen könnt ihr nur zusammen. Es ist vor allem Aufgabe deiner Freundin, dieses Thema auf den Tisch zu bringen. Ich würde nicht wollen, dass meine Eltern sich finanziell verausgaben, erst Recht ist es verständlich, dass du ein schlechtes Gewissen hast.
     
    • # 12
    • 10.07.2018
    • Pia62
    Guten Morgen,

    lieber FS, Worte haben Bedeutung und bevor du formulierst, du willst es nicht, würde ich mir genau überlegen, wie du es formulierst und begründest.
    Es kann als Watsche und Ablehnung rüberkommen, oder als gutmeinender Verzicht.
    Du kannst das Gespräch mit ihnen allein, ohne deine Freundin suchen, aber gebe deinen Eltern den nötigen Raum und die Möglichkeit, ihren Wunsch zu formulieren.
    Sie möchten vielleicht gar nicht verzichten, weil es in diesem Falle kein Verzicht für sie bedeutet, sondern von Herzen schenken. Gönne ihnen, dass sie ihre Liebe und ihr Wohlwollen zeigen dürfen und überlasse ihnen die Entscheidung.
     
    • # 13
    • 10.07.2018
    • Pia62
    ....so habe ich das als Elternteil, als meine Tochter heiratete, nicht gesehen, obwohl ich mir das Geschenk vom Hintersten absparen musste. Es war mir eine Freude, ein Bedürfnis und dafür hatte ich sehr gerne auf meinen Urlaub verzichtet, sogar auf zwei, wenn ich es genau nehme. Hätte sie es nicht gewollt, ich hätte ziemlich traurig ins Kopfkissen geheult.
     
    • # 14
    • 10.07.2018
    • frei
    Ihr heiratet nur wegen der Kinder, nur standesamtlich, ihr wohnt schon längst zusammen und ihr seid in mittleren Jahren ( du bist, glaube ich, Mitte dreißig, richtig ? ).
    Ich tippe daher, dass ihr kein Brautkleid für tausende Euro braucht, kein schmalziges Waldschlösschen mietet, keine Band engagiert, keine 300 Gäste einladet, keine weiße Kutsche...keine... ( mmmpf, ich...sorry, ich komme gleich wieder, muss mal kurz in die Nasszelle ).

    Wahrscheinlich geht ihr mit der Verwandtschaft essen, richtig ?
    Das stürzt keinen in den Ruin, dafür nimmt niemand einen Kredit auf.
    Deine bald-Schwiegereltern haben es nicht dicke, sie müssen für einen Zuschuss zu dieser Feier sparen, während du das alles einfach so bezahlen kannst.
    Sie wollen aber trotzdem, wahrscheinlich weil sie es für ihre Pflicht halten, denn es war früher Tradition, dass die Brauteltern die Hochzeit bezahlt haben. Das war Teil der Mitgift.
    Die Mitgift bestand außerdem in Mobilem, hauptsächlich Hausrat im weitesten Sinne. Damit war das Erbe abgegolten, geerbt haben später nur die Söhne. Es wurde auch wenig in die Ausbildung der Töchter investiert, das galt noch zu Jugendzeiten meiner Großmütter, die damals als Studentinnen einen Anteil im Promillebereich ausmachten, während die Söhne der Oberschicht nahezu grundsätzlich studierten oder beim Militär was wurden.

    Ich denke, diese Haltung haben deine Schwiegereltern in spe noch drin, obwohl sie heute komplett obsolet ist.
    Falls sie noch einen Sohn haben, also deinen demnächst-Schwager wollen sie sich vielleicht nicht in einem spürbaren Rahmen an dessen Hochzeit beteiligen, könnte ich mir gut vorstellen.

    Wenn du die finanzielle Beteiligung, die du als Geschenk betrachtest, ablehnst, düpierst du sie in doppelter Hinsicht:
    - du schließt sie aus, weist ihnen einen niederen Platz im Familiengefüge zu. Du sagst damit, dass sie irgendwelche beliebigen Gäste sind und nicht die Eltern der Braut.
    - du sagst ihnen, dass ihre paar Kröten nicht notwendig sind, weil du ordentlich was hast, jedenfalls mehr als sie.
    Ja, beides könnte sie beleidigen.
    Lass sie bezahlen, sie werden nicht verhungern deswegen, dann gibt's halt mal keinen Urlaub, aber sie fühlen sich wichtig und gebraucht.
    Lade sie auch nicht zum Ausgleich auf eine Reise ein oder so, denn das ist das Geldablehnen durch die Hintertür und falls sie nicht auf den Kopf gefallen sind, erkennen sie den Zusammenhang zwischen eurem Zuschussannehmen und eurem Reisegutschein.
    Wenn du sie glücklich machen willst, nimm es an und tue so, als helften sie euch damit spürbar und wenn du sie so richtig lieb hast, kannst du das während der Feier ( schleimige Tischrede geplant ? ) anerkennend erwähnen.

    w 51
     
    • # 15
    • 10.07.2018
    • Amytan
    Bedenke, dass du mit einer »Ablehnung« deinen Schwiegereltern die Freude nimmst, euch etwas Gutes zu tun. Ich finde deine Haltung (sie sollen ihr Geld lieber für sich selber ausgeben) zwar ehrenwert, doch musst du dabei bedenken, dass du ihnen die Möglichkeit nimmst, sich selbst zu beschenken: indem sie sich darüber freuen, euch unter die Arme (oder was auch immer) greifen zu können.
     
    • # 16
    • 10.07.2018
    • Mintgrün
    Nimm das Geschenk besser an. Mich würde diese sehr nett gemeinte Geste von Dir als Schwiegereltern kränken. Ich hätte das Gefühl, Du siehst mich als sozial schwach an und als jemanden, den man finanziell stützen muss. Das würde Euer Verhältnis nachhaltig beeinflussen. Bedanke Dich lieber herzlich bei Ihnen!

    w30
     
    • # 17
    • 10.07.2018
    • Gast_mn
    Was hast du denn gegen Geschenke von den Schwiegereltern? :) Das wäre erst mal wichtig zu wissen, um dir helfen zu können, wie du den Wunsch formulieren sollst.

    Ich würde das Geld nehmen und es als Sparbuch für die Kinder anlegen. Wäre das nichts?

    Meiner Ansicht nach sind das alles überflüssige Konflikte, die man vermeiden kann, indem man Ohren und Augen schließt, in den sauren Apfel beißt, das Geschenk stillschweigend annimmt und dann die Sache vergisst.
    Siehe dich nicht gezwungen, etwas zurückzuschenken oder alle Zeit dafür dankbar zu sein. Das sind die Momente im Leben, wo man gerne A-loch sein darf, in meinen Augen. Ich habe mir selbst dieses Gewissen und diese Moral abgewöhnt. Sie steht einem nur im Weg herum. Nimm, was man im Leben kriegen kann. Ohne Rücksicht auf Verluste.

    Apropros: Geld kann man nie genug haben. Sei doch nicht dumm, kleinlich und stolz!
     
    • # 18
    • 10.07.2018
    • waldstrolch
    Lieber FS,

    Das sehe ich genauso. Sprich mit deiner zukünftigen Ehefrau drüber wie ihr es allgemein, mit den Geschenken, handbaben wollt und was die Gäste daraus machen solte Ihnen überlassen bleiben. Ein Gespräch mit den Schwiegereltern würde ich nur gemeinsam führen. Es ist eure Hochzeit und es betrifft euch Beide. Sorry - deine Wortwahl " ICH WILL NICHT" lässt schon ein bischen aufhorchen. Bist Du es Dir / Euch nicht Wert ? Deine Schwiegereltern sind keine Kinder sondern Erwachsene und können selber entscheiden. Du solltest diese Entscheidung respektieren.
     
    • # 19
    • 10.07.2018
    • ErikDo
    Man man, Ihr habt mich ja jetzt endgültig zum Grübeln gebracht.

    Meine Schwiegereltern sind vollkommen in Ordnung, aber ich glaube hauptsächlich die Oma bedenkt manchmal ein paar Sachen nicht.
    Meine Frau hat tatsächlich noch Geschwister, der eine Bruder übt gerade auch mit seiner Freundin, unser Sohn ist bisher das einzige Enkelkind. Oma und Opa babysitten und Oma kauft auch gern, kleinen Schnickschnack, wie das wohl so ist. Ist ja alles so süß. Ich hab immer das Gefühl, dass es die Geschwister ärgert. Mit einem Hochzeitsgeschenk wäre es wahrscheinlich wirklich so, der eine Bruder bekommt Nachwuchs, die beiden heiraten und kriegen nichts. Und meine Frau ist der Buhmann.

    Gute Idee mit dem Text direkt auf den Einladungskarten, ein passendes Gemeinnütziges Projekt werden wir schon finden. Dann schauen wir mal nachher beim Füssemassieren, was mein Weib von dem Gedanken hält.

    Danke Frau frei, ich krieg jetzt die Kutschenbilder nicht mehr aus dem Kopf, vielleicht reite ich auch nachher nach Hause auf meinem Schimmel.

    Dank an jeden einzelnen von Euch.
     
    Moderationsanmerkung: Beitrag wurde durch einen Moderator editiert
    • # 20
    • 10.07.2018
    • void
    Ich weiß nicht. Sie wollen euch ja ne Freude machen und jammern jetzt nicht, weil der eigene Urlaub kleiner ausfällt und sie nicht weggehen können. Vielleicht macht es ihnen sogar Spaß, für euch zu sparen, weil sie sich vorstellen, wie ihr euch freut über das Geschenk.

    Tja... warum nicht? Weil sie sich immer noch als Kind sieht und nicht begriffen hat, dass die Eltern sich das absparen, oder weil die Eltern genug haben?

    Ich würde es machen, wie Pixi es vorgeschlagen hat:
    Dann musst Du jetzt keine harte Kante zeigen und kannst es hintenrum regeln, dass sie entweder nicht zu viel bezahlen oder eben was Schönes zurückbekommen.
     
    • # 21
    • 10.07.2018
    • realwoman
    Wenn deine Freundin nicht schwanger wäre, hättet ihr doch geheiratet oder? Also hätten die Eltern von ihr doch mit "weniger" Geschenk ausgekommen ? Was die Hochzeit an sich angeht- das ist eurer Tag, ihr bestimmt die Regel ,wie und was. Sie bestimmen
    Woher weisst du, dass sie sparen? Von deiner Freundin? Das ist taktlos. Finanzielle Angelegenheit ihrer Eltern gehen dich nichts an. Wenn sie sich da auch keine grosse Gedanken macht, dann ist das ein Charaktereigenschaft, die deine Familie betreffen wird. Sie geht sorglos mit Informationen und Situationen um. Sprich deine Freundin noch mal darauf, es ist ein Noncence, dass man Hochzeit verschiebt, weil jemand nicht genug Geld für Geschenk hat. Soll die Freundin rumeiern, rede du mit denen- ihre Tochter ist das grösste Geschen, Basta.
    Was das Schenken an sich angeht- du darfst immer ein Geschenk ablehnen, egal ob jemand sonst " verletzt" wäre und egal ,wie nah die Person ist oder wie gut sie meint. Schenken ist freiwillig, wird nicht an Bedingungen geknüpft, soll Freude machen, also passend sein und zwar so, wie man will und nicht wie der Schenkende meint, was nan will. Und ganz wichtig- NIE dem anderen das Gefühl geben oder durchsickern lassen, dass man sich das Geschenk nicht leisten kann oder "sparen muss". Die eine Seite darf nicht erwarten, was geschenkt wird, höchstens sich wünschen- es sei denn, man wird ausdrücklich befragt zu dem Wunsch- und die andere Seite schenkt nur das, was finanziell machbar ist und macht nicht die andere " verantwortlich", wenn es das eigene Budget übersteigt. Alles andere ist extrem taktlos und peinlich obendran.
     
    • # 22
    • 10.07.2018
    • Lionne69
    Ist das wirklich so?
    Die Schwiegereltern sparen für Euch, und der Bruder bekommt nichts?
    Oder denkst Du das nur?

    Das sollte Deine Frau mal in Ruhe mit ihren Eltern klären - vielleicht mag es dafür Gründe geben.

    Aber ich passe bei meinen Beiden auch sehr darauf auf, dass es immer in Gleichgewicht ist - mein Großer ist da leider etwas genauer, mein Jüngerer tritt bewusst eher zurück - und Eifersucht ist langfristig der Ausgangspunkt für nachhaltige Grschwisterkriege.
    Wenn man das noch rechtzeitig verhindern kann, wäre es gut.
    Öl ins Feuer sollte man auf keinen Fall gießen.

    Hochzeiten, Enkel - tolle Ereignisse.
    Die sollten nicht der Anlass für nachhaltige Verstimmungen sein, ganz im Gegenteil.
    Vielleicht ist da die Oma etwas unsensibel.
     
  2. Hör doch bitte mal auf, deine zukünftige Frau & deren Herkunftsfamilie zu bevormunden! Nur weil DU ein ungutes Gefühl hast, bedeutet das noch lange nicht, dass alle nach deiner Pfeife tanzen müssen.
    Die können & dürfen mit IHREM Geld machen was SIE wollen.
    Nur weil DU als Schwiegersohn dich DERZEIT reicher fühlst, heißt das noch lange nicht, dass du fremde Sippen regieren darfst.
    Die Zeiten können sich schnell ändern.
    Die Ordnung in einer Familie lernst du beim systemischen Familienstellen - dieses System der Ordnung gilt insgeheim in jeder Sippe. Fakt ist ... DU bist nur angeheiratet und du hast deinem zukünftigen Schwiegervater nicht vorzuschreiben, was er mit seinem Geld machen will. Ebenso hast du dich nicht über deine zukünftige Schwiegermutter zu stellen. Weil die beiden sind eine Generation älter als du, haben schon etliches gemeistert, was du Jungspund erst mal noch beweisen musst - und offensichtlich haben sie auch eine prächtige Tochter hervorgebracht, die sie vielleicht standesgemäß in die Ehe lassen wollen ... Also wenn DU keine Geschenke willst oder magst - dann kannst du das in deinem Leben so klarstellen ... allerdings höre bitte auf, deiner Frau oder euren späteren Kindern die Freude an Geschenken zu versauen.
    Es ist ein Ehre. Umso mehr, wenn jemand nicht so viel hat, aber gern & von Herzen geben möchte!
    Demütige niemals die ehrlichen Geber!
    Echtes Schenken ist eine Kunst!
    Annehmen in Würde auch!
    Und diese Demut ... wolltest du bisher nicht zeigen ... sondern mit deinem Stolz ummänteln. Du bist aber nicht Sankt Martin ... und die Familie deiner Frau entscheidet selber, wieviel sie ihr auf den Weg mitgeben wollen!
    Ich habe mich auch sehr über jede Tortenplatte und Tischdecke gefreut und jede Blumenvase ... und es tut gut später im Alltag, wenn man die Dinge mal schnell aus dem Schrank holt, sich zu erinnern, dass sie MIR zugedacht waren!
    Im systemischen Familienstellen demütigt man den Geber, wenn man seine Gabe ablehnt. Du tust mit deiner scheinbar heroischen Haltung dem Familienfrieden nicht wirklich gut - mische dich nicht in fremde Finanzen ein!
    Beurteile niemals die Anschaffungen der Schwiegerfamilie - solange du es nicht bezahlen musst.
    Mute deinem Schwiegervater zu, dass er für seine Familie immer schon sorgen konnte - und lass ihn selber entscheiden, was er mit seinem Besitz tut.
    Von Mann zu Mann ... auch zu seiner Frau ... erkennt euch an! Du willst ihre Tochter ... !
     
    • # 24
    • 10.07.2018
    • Tomyi
    Klar, darf man Geschenke ablehnen. Man darf dann nur nicht überrascht sein, wenn der Schenker dieses Verhalten für unverschämt hält und seinerseits den Kontakt ablehnt.

    Realwoman kann bei einer Einweihungsparty ja mal mit ihrem Geschenk auftauchen. Es wäre spannend zu sehen, wie ihr Gesicht entgleitet, wenn ihr der Gastgeber sagt, dass sie ihr Geschenk wieder mitnehmen kann.

    Die Eltern wollen einen Beitrag leisten, dann lass sie. Wenn Du den Eindruck hast, die Eltern übernehmen sich aus falsch verstandenem Pflichtgefühl, kannst Du den Eltern einen bestimmten Beitrag zuordnen. Je nach dem sage den Eltern, sie sollen das Brautkleid oder den Brautstrauss etc. finanzieren
     
    • # 25
    • 10.07.2018
    • Raphael45
    Nachdem meine Geschwister geheiratet hatten, kam meine Mutter mal zu mir um mir mein Hochzeitsgeld geben, obwohl ich ja gar nicht verheiratet war. Sie wollte nicht, dass ich mich benachteiligt fühlte, sagte mir dann mit ernstem Gesicht und erhobenem Zeigefinger, falls ich doch später noch heiraten würde, gäbe es aber dann nicht noch mal was. Das sollte ich aber auch meiner Braut dann deutlich sagen, damit sie nicht meinen würde meine Eltern wären geizig.

    TE ich würde auch erstmal versuchen zu klären, ob da Geschwistermäßig etwas im argen liegt. Sie kennt sie ja alle und kann sie bestimmt einschätzen.
     
    • # 26
    • 10.07.2018
    • realwoman
    Das ist eben der Punkt. Als vorgeschädigtes Kind der Manipulation seitens Bekanntschaft und Verwandtschaft und als Mensch, der sich gern mit zwischenmenschlichen Beziehungen auseinandersetzt, würde ich behaupten,dass du mit Ablehnung schlecht umgehen kannst. Wahrscheinlich fällt dir auch nicht leicht, selber abzulehnen.
    Bei Einweihungsparty würde ich die Leute fragen, OB sie sich was wünschen. Das würde ich bei allen anderen Anlässen machen, wenn unschlüssig bin. Sollte ich mit Überraschungsgeschenk auftauchen und dieses käme nicht gut an, habe ich genug Standing, mein " verletzt" sein für mich zu behalten. Auch für den Fall, es handelt sich um überhebliche Kotzbrocken-dann gibt es eben nächsten Mal keinen Geschenk. Nun ist es aber so- ich habe alle Kotzbrocken aus meinem leben entfernt, besitze auf anderer Seite genug Menschenkenntnis und Gespür,somit bin in der Lage passendes Geschenk zu besorgen.Im Zweifelsfall frage nach, greife zu "Klassiker Geld oder rechne eben insgeheim mit, dass es evtl. in die Hose geht. Alles andere hat mit direkter oder indirekter Manipulation zu tun, weil der andere seine Ziele oder Vorstellungen durchdrücken will oder auf diese Weise eigene charakterliche Defizite auszugleichen.
     
    • # 27
    • 10.07.2018
    • Vikky
    Lieber FS,
    die wichtigste Frage hast Du schon beantwortet: Du willst ihre Eltern durch Ablehnung des Geschenkes nicht abstrafen.
    Dann fehlt nur noch der nächste Schritt, die persönliche Reife zu besitzen und das euch zugedachte Geschenk mit großer Freude entgegenzunehmen und euch dafür zu bedanken.

    Du bist selber nicht mehr der Jüngste. Deine Schwiegereltern sind noch eine Generation älter als Du. Da solltest Du mal aufhören sie zu bevormunden, wie sie mit ihrem Geld umzugehen haben und für sie kreuz und quer zu denken.
    Das ist nicht verantwortungsbewusst oder bescheiden sondern hochnäsig.
    Wahrscheinlich müssen und wollen sie sparen, weil sie alle Verwandten beschenken wollen - Du unterstellst Ihnen Böses. Schäm' Dich.
    Zerbrich' Dir nicht ihren Kopf, kümmere Dich um Deine Angelegenheiten.

    Wenn Menschen nicht absolut im Geld schwimmen, dann schätze ich diese "Spendenbereitschaft" nicht, die andere Menschen darum bringt jemandem eine persönliche Freude zu machen.

    Wenn Du das Geldgeschenk nicht brauchst - nimm' es entgegen, verwende es für etwas Persönliches und spende aus eigenen Mitteln für einen sozialen Zweck. So geht Wertschätzung für den Schenkenden für Fortgeschrittene.
    Das wussten übrigens meine gutverdiendenden Nichten und Neffen schon mit 25, als sie ihr erstes hohes Akademikergehalt entgegennahmen (mehr als mein Vater je verdiente) und trotzdem freudestrahlend Opas 100er zu Weihnachten und Geburtstagen entgegennahmen und berichteten, wofür sie diese verwenden - nicht aus Gier, sondern damit der Opa sich freut, ihnen so einen tollen französischen Kochtopf o.a. zu ermöglichen. Guck' Dir von soviel jüngeren Menschen ab, bwas Sozialkompetenz ist.

    Mein Neffe heiratet im nächsten Jahr. Auch ich bastele jetzt schon an der Geschenkverpackung und fülle sie mit ausgefallenen Geldscheinen aus ganz Europa - nicht weil ich es zusammensparen muss sondern Vielfalt sammeln. Auch sie brauchen es nicht, freuen sich aber trotzdem - für was auch immer sie es verwenden.
    Schenken macht Freude.
     
    • # 28
    • 10.07.2018
    • realwoman
    Samtina, ich schätze deine Beiträge sehr, hier widerspreche ich dir. Der FS hat natürlich dem Schwiegervater nichts vorzuschreiben. Oder doch? Weil er nicht in die Familie eingeheiratet, sondern gründet seine eigene! Bzw. hat schon eine eigene -1,5-jahriges Kind und zweites unterwegs. Da darf der Familienoberhaupt wohl erwarten, dass er eigene Regeln aufstellen darf. Und übrigens darf er auch seine( zukünftige) Frau vor ihren Eltern auch mal beschützen und Machtwort sprechen, wenn sie sich nicht richtig traut. DAS ist eine richtige Familienaufstellung. Viel mehr habe ich das Gefühl, dass seine Freundin rumeiert und ihn nicht ernst nimmt- sie bildet ein Affront mit ihren Eltern und er steht allein auf anderer Seite. Eine Frau hält immer zum eigenen Mann, notfalls zum Nachteil ihrer Eltern. DAS ist auch richtige Familienaufstellung, alles andere sind ungesunde Machtkonstellationen, die früher oder später zu Trennung führen oder der Mann eben zu nur "Schwiegersohn" mutiert.
    Wenn dein Kind das sagt, hat es mit Sicherheit Grunde. Sorry für harte Worte, deine Verletzheit ist fehl am Platz .Deine Kinder schulden dir nichts, es sind Menschen mit eigenen Wünschen und haben recht, gegebenfalls Nein zu sagen. Erwartest du im ernst, sie ignorieren eigenes Befinden und lügen dich an, nur damit du dich besser fühlst? Das ist keine Mutterliebe, sondern Egoismus.
     
    • # 29
    • 11.07.2018
    • Tom26
    Hallo Erik,
    ich bin da eher pragmatisch.
    Du kannst das Geschenk ablehnen - dann hast du Ärger und kein Geschenk.
    Du kannst annehmen - dann hast du keinen Ärger und das Geld kannst du in die Altersversorgung deiner Frau stecken, wenn du es nicht willst.
    Wäre das für dich eine Möglichkeit?
     

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