1. Kann man Eifersüchtig auf das Kind des Partners sein?

    Hallo liebe Forum-Mitglieder,
    es gibt zwar schon unzählige Threads zu diesem Thema, nur wollte ich gerne Eure Sicht der Dinge zu meiner Situation wissen.

    Ich bin seit 5 Jahren mit meinem Partner zusammen. Es war sozusagen "Liebe auf den ersten Blick" und wir waren anfangs richtig glücklich - es war, als hätte uns das Schicksal zusammenführen wollen.
    Er lebte damals noch mit seiner Frau zusammen, mit der er auch ein Kind hat (damals 4 J),hat sich dann aber getrennt.
    Nach ca. einem Jahr sind wir dann in das Haus gezogen und ab da war dann auch die Abmachung, dass sein Sohn einmal im Monat (zusätzlich zu den Wochenenden) eine Woche bei uns ist (wenn mein Freund Nachtschicht hat).

    Jedoch tauchten von Anfang an immer wieder diese Gefühle auf, die ich auch nach wie vor nicht ganz in den Griff bekomme. Es ist schwierig - jedesmal, wenn der Kleine da ist (mittlerweile 9 J alt), dreht sich natürlich alles um ihn und ich bin sozusagen das Fünfte Rad am Wagen.
    Egal, ob ich vielleicht auch mal ein bisschen Zeit zum Reden mit meinem Freund brauchen würde, da kommt er wieder daher und drängt sich dazwischen und will die ganze Aufmerksamkeit.
    Immer und immer wieder. Und ich steh dann da und kann sehen, wie ich meine Sachen regle, weil sich eh keiner Zeit nimmt.

    ZB ist es so, dass ich in der früh (unter der Woche, wenn der Kleine da ist), mit ihm frühstücke und ihn in die Schule bringe. Mein Freund holt ihn dann mittags ab, wärmt das Essen und macht Hausübung etc. Ich komme dann gegen 18:00-18:30 Uhr wieder von der Arbeit nach Hause. Dann wird gemeinsam zu Abend gegessen (ich setze mich meistens so dazu, da ich abends nichts esse), gehe trainieren wenn die beiden vorm Fernseher hängen, muss sehen, dass ich um 20:00 Uhr auch brav Gute Nacht sage, fange dann an für den nächsten Tag zu kochen und um 21:00 Uhr fährt er in die Arbeit und ich bin alleine. In der früh geht dann alles wieder von vorne los.
    Ich hätte gerne mal 5-10 Min, wenn ich nach Hause komme, die ich mit meinem Freund mal was reden kann, denn ich habe einen sehr anspruchsvollen Job, wo ich hin und wieder auch mal los werden möchte. Oder einfach darüber quatschen will, wie der Nachmittag war, was wir am Wochenende planen oder was auch immer.

    Aber es ist immer das selbe Spiel. Und kaum hätten wir mal ein paar Minuten, erwartet der Kleine, dass der Papa jetzt mitkommt zum Zähne putzen oder ihm bei was weiß ich allem zusieht ....

    Auch ist es immer öfters der Fall, dass er beim Papa über mich schimpft, dass ich ja einfach viel zu streng wäre und teilweise auch Dinge erzählt, die überhaupt nicht stimmen und mein Freund wieder voll darauf reagiert und ihm glaubt aber mir nicht und ich die Blöde bin.

    Ich sehe, ich vermische grad sämtliche Themen, die mir so unterkommen. Sorry, hoffe das ist nicht zu verwirrend.

    Habt ihr eine Idee??

    Liebe Grüße
    Mia
     
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  3. Ja, ich habe eine Idee. Du übertreibts völlig und trittst in Konkurrenz mit einem 9 Jährigen.
    Als der Vater sich getrennt hat, war der Junge 4 Jahre alt. Wenn er ihn nun sieht, möchte er natürlich die Aufmerksamkeit. Völlig normal. Dann stehst Du im Hintergrund und beäugst das Ganze misstrauisch und wütend. Lass das und versuche zur Abwechslung mal, Dich in das Kind zu versetzen. Der Junge ist nur am Wochenende und einmal im Monat zusätzlich da. Den großen Rest des Monats ist er nicht bei Euch und Du hast Deinen Partner für Dich. Da sollen angeblich keine 5-10 Minuten zum Reden für Dich drin sein? Sorry, das ist doch lächerlich. Mit Deiner grundlosen Eifersucht auf das Kind kannst Du Deine Beziehung ernsthaft gefährden.
     
  4. Erstens bist du nicht die Kindergärtnerin seines Kindes, zweitens möchte ich eine solche Beziehung niemals mehr haben, ich hatte zwei und sie gingen genau aus denselben Gründen, die du hier beschreibst auseinander, ich wollte einfach so nicht mehr leben, Punkt.
    Es liegt an ihm, dass er alles mitmacht, was sein 9 jähriger Sohn von ihm erwartet, das geht schon mal gar nicht! Dieser Mann steht nicht zu dir!
    Auch das könnte von mir geschrieben sein, habe ich alles so erlebt, zweimal in zwei Beziehungen, weil ein solches Kind möchte nicht, dass Papa eine andere Frau hat, bei mir war es zweimal so, da gab es je eine Tochter die nicht wollte, dass ihre Mutter mich als Freund hat! Beide Töchtern haben es geschafft, dass ich letztendlich Schluss gemacht habe!
    Meine Idee dazu ist,entweder du machst das alles weiterhin so mit, leidest und unterdrückst dich oder aber du wirst wohl oder übel die Verbindung beenden müssen! Mit meiner Erfahrung und mit meinem Selbstwert werde ich garantiert nicht bleiben und es wird auch nicht besser, eher umgekehrt, es,wird schlimmer, wie größer der Junge wird, umso schlimmer wird es werden, denn die Forderungen an den Vater werden größer und der Vater macht alles mit vermutlich aus Schuldgefühlen, wie das bei den meisten Alleinerziehenden der Fall ist! Für mich kommt eine alleinerziehende Frau nicht mehr infrage!
     
  5. Hallo @Mia_1

    Du bist eifersüchtig auf ein Kind von dessen Existenz du von Anfang an gewusst hast. Was hattest du erwartet? Er lässt neben seiner Frau auch seinen Sohn für dich fallen.
    Zu früh gefreut. Er möchte ein guter Vater sein und liebt seinen Sohn.

    Der Kleine ist nicht 24 h jeden Tag bei euch zu Hause. Ihr habt ausreichend Paarzeit, in der du die volle Aufmerksamkeit abgreifen kannst und deine Sorgen mit ihm besprechen könntest.

    Kein Grund, wie ein kleines Mädchen zu quengeln das Papa (dein Freund) deine Problemchen in der Besuchswoche seines Sohns nicht sofort lösen kann.

    Wenn du nichts dem Kind zu tun haben möchtest (aufpassen, kochen, zur Schule bringen) dann sage es ihm. Vermutlich hast du aber Angst das er sich dann von dir trennt. Zu Recht, denn du hast dir diesen
    Mann ausgesucht, mit allen drum und dran. Du kannst dich damit arrangiere und warten bis sein Sohn selbstständiger wird oder du trennst dich.
     
  6. Ja Du vermischst Themen...
    Erstens: Eifersucht auf ein Kind, vermischt Liebesebenen.
    Die Art der Liebe ist völlig unterschiedlich.
    Zweitens: Kinder...auch innerhalb der Familie, bestimmen den Tagesrhythmus.
    Die letzten Stunden abends sind die anstrengensten und fast alle wollen das ins Bettgehen rauszögern.
    Durst, Pippi, kann nicht schlafen.
    Drittens: der Sohn ist auch eifersüchtig auf Dich, sonst würde er nicht versuchen, mal auszuspielen.

    Aber er ist das Kind und Du bist die Erwachsene. Im Moment erwartest Du aber, dass der Kleine die Leistung bringt und sich verändert.
    Oder Dein Partner alles für Dich regelt...

    Unterm Strich, hast Du mehr Zeit im Monat mit Deinem Partner als der Junge. Du schläfst mit dem Papa im Bett und hast Papa wieder für Dich, wenn der Papa alleine ist. Zumindest an den Wochenenden.
    Für die Nachtschicht kann der Junge nichts. In unserer Firma gibt es auch Schichten ab 18 Uhr, da würdest Du eine Woche lang den Mann auch ohne Sohn nicht sehen.

    Geh aus der Konkurrenz raus und sei die Erwachsene. Und damit Partnerin und in der Zeit nicht das zweite Kind

    Sprich mit Deinem Partner aber nicht motzig, wenn der Kleine da ist.
    Versuch nicht jedesmal seine Aufmerksamkeit zu bekommen, sondern frag ihn: an normalen Tagen ist es kein Thema aber was ist, wenn ich etwas wichtiges habe?
    Überlege aber vorher, was wichtig ist!
    Erklär ihm: die Woche bringt alleine dem Jungen und Dir Stress...
    Gibt es ggf einen neuen Plan?
    Dein Partner hat da nämlich hohe Erwartungen!
    Sag ihm, dass Du glaubst, dass der Kleine so nicht glücklich zu sein scheint.
    Es geht Dir nicht darum Dich zu rechtfertigen, sondern machst Dir Sorgen warum der Junge schon mal mogelt.
     
  7. Liebe @Mia_1 ,

    das liest sich so, als hakt es bei euch drei an allen Ecken....die ganze Situation liest sich sehr angespannt.

    Zunächst einmal, obwohl ich einerseits der Meinung bin, dass Kinder prinzipiell die Priorität haben, stimme ich dir natürlich auch zu, dass die Anwesenheit von Kindern es nicht verhindern darf, dass die Erwachsenen mal in Ruhe miteinander reden können, ohne dass die kleinen Prinzen und Prinzessinnen sofort dazwischenfunken.

    Mein Problem mit der Situation, wie du sie schilderst, ist vor allem, dass sie schon so lang besteht. Dass es also nicht um eine schwierige "Zusammenrauf-Phase" in eurer Dreierkonstellation geht, sondern dass die Beziehung zwischen dir und deinem Freund und auch dieses Arrangement schon seit fünf Jahren besteht...da solltet Ihr doch mittlerweile längst eingespielt haben, du und der Bub solltet auch eine eigenständige Beziehung zueinander aufgebaut haben (davon lese ich gar nichts, nur von euer beider Buhlen um die Aufmerksamkeit deines Freundes), und Ihr drei solltet in der Zeit, wo der Sohn da ist, quasi als Familie zusammenleben...gerade, da der Nachmittag, während du arbeitest, ja schon "Vater-Sohn-Zeit" ist, würde ich eher davon ausgehen, dass die zwei Stunden am Abend gemeinsam verbracht werden. Dass die beiden allein fernsehen, während du trainierst, dass du dich zum Essen nur daneben setzt....ach, ich weiß nicht, kann man natürlich alles so machen, aber gemütlich klingt das nicht.
    Und mein Gefühl ist, wenn das alles entspannt und selbstverständlich laufen würde, dann wäre es auch gar kein Problem, wenn dein Freund mal sagen würde, "xy, mach das jetzt mal allein, ich will mich mal kurz mit der Mia unterhalten".

    Wie war deine Beziehung zu dem Kind denn früher? Gab es da auch bessere Zeiten?
    Und, ganz wichtig: Würdest du dir denn tief im Inneren überhaupt wünschen, dass sich an eurem Verhältnis und eurem "Patchwork-Familienleben" etwas ändert? Oder doch lieber, dass das Kind einfach weg wäre?

    Wie ist es denn mit eigenen Kindern, wünscht du dir welche und wie ist die Einstellung deines Freundes dazu?
     
  8. Liebe FS,
    willkommen in das Familienleben. Eine Woche im Monat führst du ein Leben, das die Eltern immer führen: Arbeit und Organisation. Es geht nun um das Kind und darum, dass es Essen auf den Tisch kommt und eingekauft wird. Warum muss du alleine mit deinem Freund sprechen? Könnt Ihr nicht Abends am Tisch miteinander reden? Oder wenn das Kind im Bett ist? Gehst du jeden Abend nach der Arbeit zum Sport? Wie sieht euer Leben aus, wenn das Kind nicht da ist?

    Ich habe auch eine Familie und wenn wir am Tisch sind, darf jeder reden, auch ich als Mami oder die Kinder oder der Papa der Kinder. Sicherlich reden die Kinder manchmal dazwischen und wollen auch erzählen aber wir sagen immer, merke dir was du sagen willst und kannst auch erzählen, wenn ich/wir fertig mit Reden sind. Warum ist es bei euch nicht möglich. Auch wenn du nicht die biologische Mutter von dem Kind bist, gehörst du trotzdem dazu. Kann es sein, dass du mit deiner Rolle nicht klar kommst und diese Rolle unbewusst ablehnst? Vielleicht konkurrierst du insgeheim mit dem Kind um die Aufmerksamkeit deines Freundes?
     
  9. Liebe Mia
    Ich kann jeden in dieser Konstellation verstehen. Der Sohn möchte die knappe Zeit mit Papa geniessen, du die knappe Zeit mit deinem Freund - dein Freund sitzt zwischen zwei Stühlen und sorgt dann eben für das Kind, da es jünger und abhängiger und seltener da ist.
    Dein Problem wäre gelöst, wenn dein Freund die altersgerechte Forderung an sein Kind stellen würde, jetzt mal einige Minuten zu warten. Das können teilweise schon 4-jährige Kinder verstehen.
    Mir scheint, dass manche Eltern bei ihren Kindern heutzutage nur noch beliebt sein wollen. Natürlich verhält das Kind sich dann fordernd oder empfindet einen Erwachsenen, der nicht um seine Liebe buhlt, als zu streng. Das Kind hat keine Schuld an dieser Dynamik. Sein Verhalten ist eine Folge seiner Erziehung. Ich rate dazu, es dem Kind nach zu sehen und dich an den Verantwortlichen zu wenden und mit ihm zu reden.
     
  10. Hallo Mia,
    vielleicht kannst du dich ja bemühen, dich etwas mehr in das Kind hineinzuversetzen. Es ist doch so: Du bist diejenige, die seinen Vater aus seiner Familie "weggenommen" hat. Aus diesem Grund hat sich sein Leben für immer verändert, nicht unbedingt zum Guten. Nun funktioniert das Arrangement wohl ganz gut, außer dass er älter wird und sich mehr bemerkbar machen kann. Allerdings fängst du jetzt wieder mit Streitigkeiten an. Hast du kein Mitgefühl mit dem Kind? Wie alt bist du? Was sagt dein Freund denn zu der Gesamtsituation?
    Ich würde mich auf beide Männer zu bewegen und mein Teil dazu beitragen, dass es für das Kind positiv verläuft.

    Freundliche Grüße
    Vielfalt
     
  11. So einen "tollen" Partner hat meine Mutter auch gehabt, der genau so argumentiert hat, obwohl das garnicht der Fall war. Ständig war ich an allem Schuld und dann hat er auch noch gekonnt in meine Richtung manipuliert, so dass ich als mieseste Tochter der Welt da stand. Mein Notendurchschnitt von 2,2 war viel zu schlecht, mit 16 zu Jugendzentrums-Veranstaltungen zu gehen war "rumscharwenzeln und Alkohol trinken" und sämtlichen Süßkram der verschwunden ist, habe natürlich ich gegessen, obwohl ich gegen Nougat allergisch bin. Klassischer Narzisst eben, er hat meiner Mutter alles glaubhaft gemacht. Bis ich mich komplett zurückgezogen habe. Fazit: Ich bin 29 und dank 17 Jahre mit diesem Kerl nun beziehungsgestört.
    Schon mal dran gedacht, dass die Töchter deiner Expartnerinnen einfach nicht möchten, dass Mama einen Partner hat der - wie du ständig betonst - eh nur an sich selbst denkt?
    Mit der Freundin meines Dads, die Scheidungsgrund war, habe ich mich sehr gut verstanden und bis heute ein gutes Verhältnis. Sie war aber eben früher immer gut zu mir. Kinder spüren das differenzieren sehr wohl.


    Ich gehe mit den anderen Kommentatoren überein dass der Mann durchaus seine Pflichten hat was seine Vaterschaft angeht und er diese auch wahrnehmen muss. Das ist etwas, das du akzeptieren musst, liebe FS. Gekauft wie gesehen. Allerdings bin ich durchaus der Meinung, dass ein Neunjähriger auch mal ne halbe Stunde am Tag Sendepause haben muss. Darüber würde ich tatsächlich mit ihm reden und versuchen, eine Lösung zu finden.
     
  12. Ich habe ein Kind und suchte bewusst und explizit nur einen Mann, der ebenfalls Kinder hat. Weil man dann weiß, dass die Kinder stets Vorrang haben. Weil er dann versteht dass man mal spontan absagen muss, weil das Kind ins Auto gebrochen oder Läuse hat. Weil er weiß dass es keinen Grund gibt eifersüchtig auf ein Kind zu sein.
    Hallo? Du bist hier die Erwachsene und solltest deine Gespräche auf die Zeit verlegen können, in der das Kind dann schläft. Ist doch klar dass er den Papa in der seltenen Zeit exklusiv will und das auch einfordert. Wie wenig Selbstbewusstsein hast du, wenn du mit einem Kind (von dem du von Anfangan wusstest) im Konkurrenzkampf um dessen Papa stehen musst? Sei froh dass du so ein verantwortungsbewusstes Exemplar von Mann hast.
     
  13. Das Kind hat ein Recht auf seinen Vater und es ist schön, dass sich dein Partner um sein Kind kümmert. Daran sollte sich nichts ändern, denn Kinder können nichts für die Entscheidungen ihrer Eltern.

    Aber, ich habe dies in diesem Forum schon oft geschrieben: ein Partner mit Kind passt einfach nicht zu jemanden ohne Kind. Man muss schon eine starke Persönlichkeit sein und sich selbst zurücknehmen, um mit dieser Konstellation glücklich zu werden. Warum solltest du so leben, als hättest du ein Kind, mit allen Einschränkungen, obwohl du keins hast? Warum solltest du dich emotional engagieren, wenn du im Falle einer Trennung dieses Kind nie wieder sehen darfst?
    Als ihr zusammen gekommen seid, konntest du sicher nicht absehen, was auf dich zu kommt.
    Nun kennst du die Situation und musst für dich entscheiden, ob du weiter so leben kannst.
    Solltest du bei ihm bleiben, dann müsstest du an deiner Eifersucht arbeiten.
    Nach der Arbeit den Partner als Mülleimer für berufliche Themen zu nutzen, finde ich problematisch. Ein erwachsener Mensch sollte auch einiges mit sich selbst ausmachen können und mit dem Partner andere Themen finden.
    Warum kochst du, wenn du selbst beruflich eingespannt bist? Fühle dich weniger verantwortlich. Es ist sein Kind und er sollte sich dann auch darum kümmern. Verbringe nur Zeit mit seinem Sohn oder zu dritt, wenn du positive Gefühle dazu hast. Widme dich sonst lieber in der Zeit deinen Interessen. Damit werden sicher allle zufriedener sein, als wenn du schlecht gelaunt das Kinderprogramm absolvierst.
    Lasse deinem Freund die Zeit, die er mit seinem Kind hat. Aber überlasse ihm kochen, Fahrdienste, auf das Kind aufpassen....
     
  14. Ich würde vieles anders machen.
    Zuallererst würde ich nicht für die beiden Männer vorkochen...du bist nicht die Bedienstete! Wenn sein Sohn da ist, soll er sich selbst um alles kümmern! Heißt nicht, dass ihr nicht auch mal alle zusammen kocht, ansonsten bist du aber nicht verantwortlich.
    Zweitens muss ich aber sagen, dass der Junge zuerst da war und es SEIN Papa ist.
    Schau zu, dass du an den Tagen, an den der Kleine da ist, auch mal was Eigenes unternimmst. Du musst keine Mutterrolle übernehmen - allenfalls kannst du seine Freundin werden. Dass er die Zeit mit seinem Vater genießt und ihn ganz für sich will, ist normal.
    Allerdings musst du wie gesagt nicht vorkochen. Da macht es sich der Herr Papa ja etwas einfach - wenn sein Sohn kommt, ist er dafür verantwortlich, zu kochen, einzukaufen und sich zu kümmern. Du kannst dich klar mal dazusetzen, wenn dir danach ist - ansonsten mach eben dein eigenes Ding. Oder triff dich mit einer Freundin und sprich mit der über deinen Tag.
    Dass der Kleine Aufmerksamkeit einfordert ist normal - dass der Vater allerdings nicht klare Grenzen setzt und dir auch mal 20min am Abend einräumt, ist natürlich schwierig - deswegen mag ich keine Single-Väter - die heben ihre Kinder immer auf so ein Podest. Nervt mich auch.
    Es ist auch nicht richtig, dass der Kleine über dich lästern darf - auch da müsste der Vater einschreiten.
    Ich würde mich an deiner Stelle etwas zurückziehen, mich nicht mehr so viel einbringen mit abholen und kochen und deinem Freund sagen, dass du abends mal was Anderes machst.
    dass der Sohn dich nicht sonderlich mag, ist klar - du bist der Grund für die Trennung! Was glaubst du, was seine Mutter über dich erzählt?
    Dass der Sohn sich so verhält, ist das Ergebnis von Mama und Papa - also sprich mit deinem Freund und mach dich in der Kinderzeit etwas rarer.
     
  15. Hi Fs,
    Klar, kannst Du eifersüchtig auf ein kleines Kind sein. Ich habe auch schon von biologischen Müttern gehört, die eifersüchtig auf die Jugend ihrer eigenen Tochter sind, oder biologische Väter, die ihren eigenen Sohn um dessen körperliche Fitness beneiden.

    Ist es sinnvoll, dass Du eifersüchtig auf einen kleinen Jungen bist?

    Was bei Euch passiert, kommt auch in jeder biologischen Familie vor.
    Den Eltern fehlt Paar-Zeit.
    Das Kind hält sich nicht an Gesprächsregeln.
    Die Eltern sind uneinig.
    Das Kind versucht einen Elternteil zu manipulieren.
    Das Kind will die Eltern gegeneinander ausspielen.

    Das kommt in jeder Familie vor. Bei euch kommt erschwerend der zusätzliche Aspekt dazu, dass Du nicht die biologische Mutter bist. Als biologische Mutter würdest Du wahrscheinlich stärker Position beziehen.

    Schau, dass Du Dich mit dem Vater auf Erziehungsregeln einigst.
     
  16. Kann ich so nicht sagen - hatte schon 3 Freunde ohne Kind obwohl ich Kinder hatte und meine Kinder waren nie der Trennungsgrund.
    Auch mein jetziger Freund hat keine Kinder.
    Ich kann Männer mit Kind nicht ertragen, weil sie ihr Kind so pampern und sich übertrieben kümmern, um ihr schlechtes Gewissen zu kompensieren. Ganz schlimm sind Väter mit Töchtern. Das ist zumindest meine Erfahrung - das ganze Leben dreht sich um das Kind und ich sollte mich immer dem Kind des Mannes anpassen - dass ich selber 2 Kinder hatte war nebensächlich - diese Männer tanzen auch ganz streng nach der Pfeife der Ex und die Wochenenden können immer erst geplant werden, wenn die Ex ihren Segen gibt. Schlimm!

    Das würde ich auch schnellstens unterlassen. Es ist SEIN Kind - nicht deins. Er kann dich mal bitten, dass du mal einspringst - ansonsten ist das komplett seine Baustelle. Mach dich da unbedingt rarer.
     
  17. Also ich empfinde dieses Gefühl stellenweise auch im Bezug auf den 4 jährigem Sohn meines Freundes. Habe stellenweise sogar große Ablehnung empfunden. Dies zu ändern ging mir durch folgende Dinge :

    - Sprecht miteinander auch über unangenehme Gefühle , Eifersucht etc.
    - sieh das ganze durch die Augen des Kindes!
    - verschaffe dir Freiraum . Papa we? Dann Triff dich mit Freunden !
    - fokussiere dich auf die Kinderfreie Zeit
    - sieh die positiven Aspekte für eine eigene Familienplanung (verantwortungsvoller Vater )

    Ich hab es mittlerweile hinbekommen aber mein Freund stellte auch seinen Sohn nicht auf ein übertriebenes Podest . Wenn der kleine dazwischenspricht wird ihm erklärt warum man das nicht macht . Wir haben Babysitter und dadurch auch an solchen Wochenenden Zeit für uns !
     
  18. @Mia_1
    Ich finde du machst das klasse und mit viel Elan! Super Job, Mia. Dein Freund sollte dich dafür wirklich lieben und öfters in den Arm nehmen und dir einen Wunsch erfüllen. Lobt er dich denn ab und an für deine Initiative? Diese Woche mit dem Sohn der Ex klingt anstrengend für dich. Und ja, das ist ein normaler Alltag mit Kindern. Deinen Partner gab es eben nur mit Kind. Du schaffst das. Ich denke, das Kind fühlt sich wohl mit Euch und Du gibst Dir echt Mühe. Ihr habt das doch toll durchgeplant, morgens bringst du ihn zur Schule, mittags holt er den Kleinen ab. Das Leben mit Kind ist tatsächlich so, verplant und eng getaktet, alles richtet sich nach dem Schulkind und der Arbeitszeit der Eltern. Vielleicht kannst Du dich ja mal mit einem Paar-Kurzurlaub nur zu Zweit "belohnen"? Ich finde auch, dass ein 9-jähriger Junge schon ganz gut alleine oder mit einem Nachbarskind zur Schule gehen kann. Wie steht's da bei Euch? Bei uns auf dem Land war das möglich. Ich denke, Ihr könnt langsam an der Selbständigkeit Eures Kindes feilen. Und Zeit für ein Gespräch mit deinem Freund solltest du dir einfach herausnehmen, z.B. beim Abendessen zusammen oder in der Küche. Ehrlich, meist ist doch das TV-Programm der Beziehungskiller Numero 1 und nicht ein Kind... Schalte einfach mal den Fernseher ab. Das spart enorm viel Zeit. Mut könnte dir machen, dass der Junge ja mit jedem Jahr selbständiger wird. Kann er denn auch einmal Freunde zum Spielen mit nach Hause bringen? Könnt Ihr ihn unterstützen seinen Freundeskreis zu festigen? Dann lässt er mit der Zeit auch von der "Dauerbesetzung" des Papas ab. Jetzt braucht er ihn halt noch sehr. Besser fände ich, wenn der Papa einmal die Woche ein Hobby mit seinem Sohn ausübt, z.B. Tennisspielen am Samstag. Und die Mama hat dann Zeit für sich. Dann ist der Papa-Bedarf auch wieder für einige Zeit gedeckelt. Wenn sie nur zusammen TV-Sehen, dann bleibt ja nicht wirklich Zeit um sich auszutauschen und miteinander zu sprechen. Ich denke, der Fernseher abends ist das Problem und weniger das Kind. Als Scheidungskind ist es doch normal, dass er um Aufmerksamkeit bettelt. Schlimmer fände ich es, wenn er sich zurückziehen würde in sich, schüchtern wäre. Wichtig für dich ist es, dass du dich nicht zurücknimmst. Du musst deine eigene Rolle in der Familie einnehmen und verteidigen, im positiven Sinne. Du bist nicht nur die Köchin und Kindersitterin. Welche Rolle willst Du spielen? Ich denke, du nimmst dich vor dem Kind viel zu sehr zurück. Das ist nicht nötig, da der Kleine ja recht durchsetzungsfähig ist. Jeder sollte auf seine Kosten kommen. Vielleicht reicht es auch aus, wenn du nur jeden 2. Tag vorkochst? Und dann macht der Papa eben Spaghetti Bolognese oder Pfannkuchen. Gib' den Jungs einen Mini-Kochkurs. Ich glaube, ihr müsst viel mehr miteinander aktiv machen und das geht ja nur am Wochenende. Unter der Woche, ist die Zeit für alle Berufstätigen einfach knapp. Da bist du keine Ausnahme.
     
  19. Ich glaub auch am meisten liegt es am Konkurrenzdenken und das der WE-Vater Dir mehr an Aufgaben "anvertraut" als er sollte.
    Bei dem Vater meiner Kinder ist es zwar etwas anders, er hat eine Partnerin vor der ich den Hut zieh. Sie sind seit fast 9Jahren zusammen und sie wuppt den Alltag mit einem Single-Dad so souverän, dabei lieben sie sich immer noch. Aber ich weiß, dass er seine Pflichten nicht weg delegiert hat. So konnten sie wohl alle zusammenwachsen.
    Dies mein ich nicht böse, wir sind ja nicht alle gleich. Versuch mal Dinge zu finden, die Dich mit dem Sohn verbinden, die ihr gemeinsam machen könntet. Was dem Vater vielleicht nicht soviel Spaß macht.
    Alles Gute
     
  20. Ich werde nie verstehen, weshalb eine erwachsene Person nicht in der Lage ist, eine Woche pro Monat ein wenig zurück zu stecken und zu verzichten.
    Jeder Single muss auch in der Lage sein, seinen Alltag ohne Gehör am Abend zu bewältigen.
    Erkenne es als Glück dass du offenbar 3 Wochen pro Monat Abends von deinem Partner gehört wirst, du von deinem Joballtag berichten kannst etc.
    Wenn die Beziehung ansonsten glücklich ist, habe ich null Verständnis für deine Problem.
     
  21. Ich habe den Eindruck, dass du vieles gut und entgegenkommend machst, aber nur mit halbem Herzen oder an der falschen Stelle. Gerade bei voll Berufstätigen nimmt tägliches kochen,den Tiisch decken, abräumen, Küche saubermachen etc. viel Zeit in Anspruch. Darüber hinaus kommt außer an schmutzigen Tellern nicht viel zurück und es ist gar nicht deine alleinige Aufgabe.

    Die schönen Seiten an einem Zusammenleben mit einem Kind siehst oder nutzt du hingegen zu wenig. Warum habt ihr nicht einfach mehr Spaß zusammen, also alle drei oder nur du mit dem Jungen? Baden fahren, Blödsinn machen, zusammen Lachen, aus der eigenen Kindheit erzählen... Kann der Papa doch mal (vor)kochen oder ihr bereitet zusammen das Essen vor, bestellt was beim Italiener, holt was vom Inder oder Chinesen.

    Wenn du nur die brave Hausfrau gibst und keinen Spaß mehr hast, ist doch klar, dass Unmut entsteht. Und mit einer missmutigen Frau hat niemand Spaß. Ein Teufelskreis.

    Mein Exmann und mein jetziger Freund hatten/haben beide jeweils einen Sohn mit in die Beziehung gebracht. Dabei habe ich das unterm Strich nie als Belastung angesehen, sondern als Bereicherung. Gerade das Alter zwischen drei und zehn Jahren ist doch ein recht unkompliziertes, süßes und lustiges Alter. Beide Kinder unternahmen/unternehmen mit mir fast noch lieber als mit ihren Vätern etwas. Das ging/geht natürlich nur, wenn ich mich nicht neben voller Berufstätigkeit für Haushalt und Kochen "aufopfere". Wenn ich mal koche oder backe, dann gern und die beiden "Männer" dürfen spätestens beim Abräumen mithelfen.

    Alles andere ist ungerecht, unausgewogen und Missgunst bzw. Missmut eine natürliche Folge. Also öffne dein Herz und schließe die Küchentür. Da brauchst du nicht mal diskutieren, du brauchst einfach nichts dergleichen machen. Nur ein bisschen Necken, was Schönes ausdenken, die anderen damit anstecken oder wie sie relaxen. Die werden schon nicht verhungern.
     
  22. Ich wünschte liebe @Thanis , es würde mehr Frauen geben sie so über die neue Partnerin des Ex Partners sprechen. Ich danke dir!

    Das große Problem ist nämlich oft, dass die Mütter aus diversen Gründen schlecht über die neue Frau an Papas Seite sprechen, egal wie sehr diese sich auch bemüht. Das führt dazu, dass das Kind sich nie wirklich fallen lassen kann in der neuen Konstellation und wenn dann die Väter noch die Kinder zu sehr pampern (was oft der Fall ist), dann steckt man fest in einem Teufelskreis der einen immer unzufriedener macht!
    Ich kann im Falle der FS schon beide Seiten verstehen. Einerseits das Kind, welches natürlich möglichst viel Aufmerksamkeit von seinem Papa möchte, wenn es da ist, auf der anderen Seite auch die FS, welche sich sehr bemüht und keine (ich nenne es mal) Belohnung für ihre Mühen bekommt. Weder vom Kind, noch vom Freund und erst recht nicht von der Ex. Es ist nicht leicht, als kinderlose junge Frau mit einem Partner der ein Kind/er hat zusammen zu leben, aber es wird leichter, wenn man sich bewusst macht, das die Kinder sehr wohl spüren wer es gut mit ihnen meint und irgendwann zahlt sich das aus.

    Was natürlich gar nicht geht, ist das dein Freund es zulässt, dass sich das Kind dauernd dazwischen mogeln kann. Das lernt man eigentlich in jeder Familie, dass man nicht dazwischen spricht oder auch mal 5 Minuten warten muss.

    Mein Rat wäre: rede mit deinem Freund darüber, was du brauchst damit es dir auch gut geht in der Zeit wo der Junge da ist. Ein paar Minuten in Ruhe miteinander zu reden sollten doch drinnen sein und da ist es an ihm, das seinem Kind zu bereden. Deshalb ist man nämlich noch lange kein schlechter Vater. Genauso wenig wie du keine schlechte Partnerin bist, wenn du nicht vorkochst, weil es dich stresst und unzufrieden macht. Redet miteinander und findet Wege wie für dich ein besseres Gefühl entsteht. Werde eine Freundin für den Jungen, keine Ersatzmama! Es ist sein Kind, also auch sein Aufgabe das Kind zu versorgen, du kannst unterstützen, aber du musst ihm nicht alle Arbeiten abnehmen.
    Eines musst du aber unbedingt verinnerlichen: Kämpfe nicht gegen ein Kind, denn diesen Kampf wirst du verlieren, wenn du einen verantwortungsbewussten Vater zum Freund hast. Lerne die freie Zeit die du mit deinem Partner hast mehr zu schätzen und nutze die Papa Woche mehr für Dinge die dir gut tun. Sei eine Freundin für das Kind und lass ihn Papa sein.
    Ihr könnt das schaffen, ihr müsst nur miteinander reden.
     
  23. Es wird in Beziehungen stets schwierig, wenn ein Partner dem anderen die Nr.1-Position zugesteht, wenn sie allein sind, sobald andere Personen auftauchen - und hier gibt es alle Spielarten von der Mama über Kinder bis hin zu den besten Freunden - der Partner aber allzu deutlich(!) auf die Position 2 verwiesen wird.
    Da sind Irritationen bis hin zur Eifersucht vorprogrammiert, weil man nach außen hin nicht als Paar, Team und Einheit auftritt.

    Dein Freund lebt eure Partnerschaft nicht mehr, wenn der Sohn zugegen ist, und es ist nachvollziehbar, dass dich das enttäuscht. Seine Gründe sind sicher verständlich und womöglich möchte er dem Kind unterbewusst vermitteln, dass sich nichts (keine andere Frau) zwischen ihn und den Sohn stellen könnte und er trotz Trennung von der Mutter immer für ihn da sein wird.
    Vielleicht ist er von diesem Wunsch komplett geblendet und weiß gar nicht, wie destruktiv sich sein Verhalten auf dich und eure Partnerschaft auswirkt.

    Ich würde an deiner Stelle nochmals in Ruhe mit ihm darüber sprechen, ihm keine Vorwürfe machen, ihn zu verstehen versuchen und mit ihm gemeinsam eine Lösung finden.
     


  24. Tja, mir sind ein paar sehr sinnvolle Antworten hier bereits aufgefallen, siehe oben.

    Meine Meinung dazu:
    1. es ist nur 1 Woche im Monat und 2 WE im Monat. Ergo bleiben 3 Wochen im Monat für Euch als Paar und 2 WE im Monat für Euch als Paar. Genügend Zeit, um nicht eifersüchtig sein zu müssen auf einen 9-Jährigen

    2. Lass Dich nicht von Deinem Freund als Köchin und Chauffeurin etc. missbrauchen. Es ist sein Sohn und wenn er will, dass das Kind bei ihm ist, soll er sich auch darum kümmern. Das ist nicht Deine Aufgabe!

    3. Jedes Kind mit 9 Jahren und auch früher ist in der Lage, seine Wünsche und Anliegen für eine gewisse Zeit aufzuschieben, es muss nicht SOFORT sein. Meine Tochter konnte das schon mit 4

    4. Genau wie Curan werde ich es auch nie verstehen, wie es ein erwachsener Mensch nicht schafft, 1 Woche im Monat und 2 WE im Monat einmal ein wenig zurückzustecken vom eigenen EGO.

    Als Alleinerziehende kann ich Dir sagen, dass 2 WE im Monat, die das Kind beim Vater ist, sehr wenig Zeit für die eigenen Bedürfnisse ist.
    Im Umkehrschluss hat die Ex-Frau den Sohn 2 WE im Monat und 3 komplette Wochen im Monat. Wie soll die bitteschön einen neuen Partner kennenlernen, nachdem Du Ihr den eigenen weggenommen hast?

    Dass Dein Freund Nachtschichten macht, kannst Du nicht zu Deinem Problem machen. Macht er Nachtschichten im ganzen Monat oder nur wenn sein Sohn da ist??

    Ihr wohnt jetzt im Familienhaus und die Ex musste ausziehen??
     
    • # 23
    • 05.03.2018
    • DLIT
    Die meisten Beiträge hier zeigen sehr gut, wieso es mit jemand, der ein Kind in die Beziehung bringt, niemals werden kann und niemals wird. Herrlich, ist auch eine gute Erinnerung dafür, keine Kinder zu wollen... was hier für Vorstellungen herrschen ist schon schön. Kinder werden heutzutage mit einer bestimmten Mentalität erzogen, die Frage ist... wenn alle aus dem Fenster springen, springt ihr hinterher?
    Wie auch immer. Kinder gehen vor, ja. Hat das Kind einen Anspruch auf seinen Vater, ja. Hat sich der Vater zu kümmern, ja. 24/7 bei 9 Jahren? Nope. Und jetzt hat das Kind ein Problem, der Vater und die Fragestellerin. Und dass das Kind den Vater nur jede zweite Woche sieht, ist eine hervorragende Ausrede. Wären Mutter und Vater zusammen, hätte das Kind diese auch nicht 24/7. In meinen Augen übertreibst du nicht @Mia_1 , für mich scheint es so, als hättest deinen Kopf behalten, während dein Partner durch die Gesellschaft völlig gehirngewaschen wurde. Ideen? Hm, nicht wirklich, außer, fliehe solange du noch jung bist.
     
  25. Hallo Mia,
    vielleicht musst du dich in Zukunft auf deine eigenen Wünsche und Bedürfnisse konzentrieren.

    Falls du selber noch Kinder haben möchtest oder heiraten willst.
    Damit meine ich ob du auch eine eigene Familie gründen möchtest.
    Wie steht dein Partner eigentlich dazu?
    Möchte er Kinder mit dir und wann soll es soweit sein, immerhin hat er sich um Nachwuchs bemüht, war verheiratet. Ist er eigentlich schon geschieden?
    Du schreibst ja nichts über deine eigenen Wünsche bezüglich eigenem Nachwuchs.

    Dein Partner tut nüchtern betrachtet, das was ein Vater tun muss, nämlich sich um seinen Sohn kümmern. Er ist eindeutig ein präsenter Vater, das ist durchaus löblich. Die Frage ist nur, welche Rolle du dabei spielen sollst. Schließlich hat der Junge eine Mama. Eine zweite Mutti braucht er nicht. Er weiß wer seine Mama ist und versteht nicht welche Rolle du dabei spielst.

    Das kann alles noch eine Steigerung erfahren, je älter der Junge wird. Später kann es darum gehen, dass Vater und Sohn gemeinsam in den Urlaub fahren wollen, also ohne dich. Oder gar, dass der Junge in der Pubertät auf die Idee kommt, mit seinem Vater zusammen zu wohnen. Das macht durchaus Sinn, da Jungs einen Vater als männliche Verstärkung ihrer Selbstrepräsentanz brauchen. Ein gutes Vorbild sozusagen.

    Ich nehme mal an, es ist sein Haus in dem er vorher mit seiner Frau gewohnt hat. Du warst der Grund warum er anscheinend seine Frau verlassen hat. Das weiß der Junge vielleicht. Vielleicht wollte er mal wissen, warum Mama und Papa nicht mehr zusammen sind.

    Das wären so meine Überlegungen. Eventuell geht es bei dir um eine Verschiebung. Du bist quasi gar nicht auf das Kind eifersüchtig, sondern einfach darauf, dass dein Partner ein Kind hat und du nicht.

    w45
     
  26. Klar. Ich war sogar zeitweise in deiner Situation OBWOHL ES MEINE KINDER WAREN denen mein bisher (nicht mehr lange) kinderloser Hübscher zu viel Aufmerksamkeit geschenkt hat.

    Wir haben es einfach so gelöst das ich vorgeschlagen hab wir haben jetzt jeden Abend von- bis 1,5 h "Erwachsenenzeit" immer wenn wir zuhause sind und er fand das auch gut und das ist jetzt fix.

    Seither funktioniert das alles viel besser hier. Auch die Zeit davor mit den Kindern zusammen hat an Qualität gewonnen.

    Kannst du eigentlich die Frage beantworten was dich daran hindert dieses Bedürfnis das du hier beschreibst direkt an ihn zu richten und dann mit ihm eine Lösung zu suchen ? Wenn er dich liebt sollte er deine Gefühle und Wünsche schon grundsätzlich ernst nehmen..
     
  27. Hm...ich stolpere über die Aussagen zB von @carpe , @Tini_HH oder @Lucy aus dem Süden , die FS solle sich nicht zu Koch- und Fahrdienstleistungen heranziehen lassen, da der Vater für seinen Sohn während dessen Aufenthalts zuständig sei.

    Wir brauchen natürlich nicht darüber diskutieren, dass in einer Beziehung, in der beide berufstätig sind, der Mann nicht davon ausgehen kann, dass die Frau den kompletten Haushalt schmeißt wie eine Hausfrau von früher, das ist klar, darum geht es nicht.

    Aber die Einstellung "DEIN Kind, DU kochst", die objektiv natürlich begründbar ist, fühlt sich für mich falsch an. Wenn ich ein Kind wäre, ich glaube, ich könnte mich nicht wohl fühlen in einer familiären Konstellation, in der meine "Stiefmutter" jedes Paar Socken, das sie mir wäscht, und jeden Teller Nudeln, den sie mir kocht, innerlich registrieren würde (auch, wenn sie noch so freundlich wäre), weil es eigentlich ja nicht IHRE Aufgabe ist, sondern die meines Vaters, der mich schließlich auch ins Haus gebracht hat.

    Die Herangehensweise "DEIN Kind, DEINE Aufgaben" zementiert aus meiner Sicht den Graben, der durch diese Patchworksituation offenbar sowieso verläuft.

    Wenn man eine stabile positive Beziehung zu einem Kind sowie eine gelingende familiäre Konstellation aufbauen will, und das erscheint mir hier nötig, kann man meiner Meinung nach eben gerade nicht alles aufrechnen, was man für dieses "fremde Kind" tut.

    Ich finde, die FS sollte sich auch des positiven Potentials bewusst werden, dass sie als "mütterliche Freundin" und weibliche Bezugsperson zusätzlich zur Mutter auch eine sehr wichtige Rolle für das Kind spielen kann, ähnlich einer "Lieblingstante". Aber dazu gehört eben auch, dass man sich innerlich dem Kind öffnet und nicht jeden Aufwand an Zeit und Mühe nur zähneknirschend erträgt.
     
  28. Der beste Beitrag zu dem Thema. Dem schließe ich mich zu 100 % an. Mich würde es nicht stören, für das Kind MIT zu kochen und MIT zu waschen. Nein, ich würde mich nicht als Putze und Köchin ausgenutzt fühlen. Es ist das Kind meines Partners und ich würde mich bemühen, dass es dem Kind gut geht, wenn es bei uns ist und es sich wohl fühlt. Wieso wird daraus ein Problem gemacht? Was ist bloß in unserer Gesellschaft los, dass jede auch noch so kleine Tätigkeit aufgerechnet wird?
    DEIN Kind, DEINE Sache? Wo bleibt da das UNSERE Partnerschaft und das GEMEINSAM? Man kann das Kind, das vor der Partnerschaft schon da war, doch nicht einfach raus dividieren wie einen Störfaktor.
     
  29. Liebe Kaktus,
    Liebe FS,
    es hat sich so gelesen, wahrscheinlich für viele von uns, dass der Lebensgefährte der FS seine Pflichten auf seine LG verlagert.
    Sie kocht vor, sie bringt den Buben in die Schule.
    Ich finde einfach nur, dass es sich viele Männer zu einfach machen: für das Kind ist dann einfach die neue Frau zuständig, genauso wie es die Mutter war und auch noch ist. Für alle Beteiligten verändert sich das Leben, nur nicht für den Vater.


    Ich denke, es geht nicht um "noch so kleine Tätigkeiten". Es geht manchmal ums Prinzip. Aber Du kannst ja aus meinem Beitrag vorher auch lesen, dass ich das selbe anprangere, nämlich das Aufmerksamkeitsbedürfnis der FS während der Kinderzeiten.
    Das hat aber nichts damit zu tun, dass der LG der FS die FS wie eine 2. Mutter "benutzt". Wenn Sie es freiwillig tut, wunderbar. Wenn nicht, dann sollte sie damit aufhören, "Mama zu spielen".
    W52
    PS: Auch ich muss mich anschließen beim Thema, dass die FS einen neuen Thread eröffnet und für Fragen danach nicht mehr zur Verfügung steht. Nicht sehr zielführend
     
  30. Rein theoretisch stimmt das und hätte ich sicherlich früher auch so gesehen - in der Theorie hast du recht.
    Allerdings schreibt die FS, dass sie doch recht ausgegrenzt wird, der Kleine redet schlecht über sie (wenn sie natürlich ins Haus eingezogen ist, in welchem vorher er mit seiner Mutter gewohnt hat - zurecht!).
    Ich habe auch für die Kinder von Männern, mit denen ich zusammen war oder die ich mehrfach gedatet habe, mal gekocht, mit den Kids gespielt usw. Ganz normal eben.
    Allerdings ist es doch noch immer so, dass Männer die ganzen "mütterlichen" Plichten allzu gerne und selbstverständlich abgeben und im Falle der FS fehlt eine gewisse Wertschätzung ihres Freundes ihr gegenüber, die er dem Kind vermittelt und ihm damit zeigt, dass sie als Frau und Partnerin für ihn schon einen gewissen Wert hat. Wenn er das an sein Kind transportieren kann, wird der Junge evtl. auch etwas respektvoller.
    Natürlich kann sie sich auch mal zurücknehmen. Natürlich muss man verstehen, dass der Vater die Zeit mit seinem Sohn etwas intensiver nutzt, als es in einer "normalen" Familie der Fall wäre. deswegen sollte sie sich aber in der Zeit andere Beschäftigungen suchen, vielleicht auch, damit ihr Freund sie ein bisschen vermisst und ihr demnächst ein wenig mehr Wertschätzung für das, was sie tut entgegenbringt. Und auch ein 9jähriger kann sich abends mal 30min zurücknehmen. Es ist die Aufgabe des Vaters, hier die Konkurrenz herauszunehmen, die Partnerin mehr zu integrieren WENN sie schon so viel für den Sohn macht.
    Und falls das nicht gelingt, muss sie sich eben ein bisschen ausklinken und mal ausgehen in der Kinderzeit (mit ner Freundin kleines Mädelsdinner), damit sie sich nicht so frustriert fühlt.
     

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