1. Kann man die Beziehung aufbauen mit jemandem, der extreme Verlustängste hat?

    Liebe Foristen,

    seit 2 Monaten habe ich mit einem Mann eine Beziehung. Der Start war schön und hat mir gut gefallen: Eindeutigkeit in den Handlungen, offline und keine Vertragsverlängerung im Portal, und, und, und. Eigene Hbbies, welche meditativ wirken (Angeln, bei mir Wandern) und stärkend sind und für einen Ausgleich unserer behandelten Traumata Sorgen (Kriegserlebnisse, Flucht, bei mir Tod meines Partner). Die Zeit ist von liebevollem Umgang geprägt, stärkerer Fürsorge seinerseits als ich sie gebe.
    Beim jetzt weiteren Kennenlernen bemerke ich, dass die Waagschale sich bewegt: Zusammenziehen, gemeinsame Immobilie, ein richtiges Paar werden. Kinderwunsch ist da, jedoch aus Altesgründen nicht realisierbar. Und er sagt auch, dass er nicht mehr allein sein möchte, sondern mit der Frau, die er liebt, quality time verbringen möchte. Wie wunderbar, denn das sind auch absolut meine ziele, wenn sich bei mir nicht der Eindruck verfestigen würde, dass er sich immer stärker als abhängig, bedürftig, bemutterungswürdig und bemitleidenswürdig gibt und so handelt. Dieses Verhalten wiederum turnt mich ab, fängt an, mir den Atem zu nehmen und aus der Vergangenheit kann ich sagen, dass wenn ein Mensch mir mit seiner Nähe und seiner Bedürftigkeit lästig wird, bin ich irgendwann weg. Ich selber habe einige Jahre gebraucht, um selbst aus diesem Muster zu kommen, was sehr dominant und stark sein kann, weil es auf Verletzungen, Abwertungen und nicht bekommener echter Zuneigung beruht. Mit anderen Worten, sein Verhalten erinnern mich an eine Zeit, in der ich selbst sehr abhängig und liebesbedürftig war. Kann auch sein, dass ich deshalb sehr sensibel auf Äusserungen und Verhalten reagiere.

    Ich möchte mit diesem wunderbaren Mann gerne zusammensein. Seht ihr eine Chance?
     
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  3. Diese Formulierung könnte von mir geschrieben sein, ich denke, fühle und handle genauso!
    Ich kann sehr gut mitfühlen und nachvollziehen, ich bin genau dieser Typ Mensch, wie du dich selbst beschrieben hast, ich bin überzeugt, dass man nicht mit jedem wunderbaren Menschen zusammenleben kann, ab und zu zusammen kommen ja, aber nicht permanent zusammen sein, ich sehe für dich für ein Zusammenziehen keine Chance, es ist hart, ist aber so, eine Beziehung kann nicht ständig und beständig mit einseitigen Kompromissen gehalten werden.
     
  4. Kannst Du uns beschreiben, an was Du seine Bedürftigkeit und Abhängigkeit fest machst? Mit gemeinsamer Immobilie, gemeinsamer Wohnung bindet man sich natürlich aneinander. Da kann man nicht mehr so einfach ohne den anderen.

    Bei einer innigen Zweier-Beziehung wird man natürlich von einander auch emotional ein Stück abhängig. Die zweite Person ist so wichtig und besonders in diesem Paarleben, mit ihr verbringt man sein Leben, da kann man sich nicht einfach ersetzen.
     
    • # 3
    • 25.11.2018
    • frei
    Ihr kennt euch seit 2 Monaten und er will bereits jetzt mit dir zusammen ziehen ?
    Ihr habt einen Kinderwunsch, aber ihr seid dafür zu alt ? Oder nur du ? Ist er jünger ?
    Er gibt sich zunehmend 'abhängig, bedürftig, bemutterungswürdig und bemitleidenswürdig' ? Auch finanziell ?
    Er ist vor dem Krieg geflohen und nun hier in einem Flüchtlingsheim ?

    Könntest du uns noch ein paar Informationen liefern, damit ich das Wort 'Bezness' wieder aus dem Kopf bekomme ?

    w 51
     
  5. Liebe W 51,

    es gibt diesen Typ Mann, der sich eine innige Paarbeziehung zurückwünscht mit einer Frau, die Durchblick hat, reif(er) ist, positive und lebendige Impulse setzt usw., usw.
    Diese Ideen, dass alles wieder gut wird, wenn man zusammengezogen ist, der Alltag wieder im Rhythmus (für mich eher langweiliger Trott mit den ganzen nervigen Allragsroutinen) ist ... dem Konzept kann ich nicht folgen. Ich kann mir gar nicht vorstellen, nochmal mit einem Mann zusammenzuziehen. Es hätte für mich eigentlich nur Nachteile (meine ich). Das würde mir klar, als die liebevolle Anfrage des Zusammenziehens kam. Zwei Wohnungen sind da, geht auch nicht um finanzielle Vorteile dadurch.
    Ich habe mich in meinen Singlephasen lange mit dem Thema einsam sein, allein sein befasst. Den Partner haben, nutzen zu wollen, damit man seine Einsamkeit nicht spürt, finde ich einfach nicht ok für mich. Für mich wird der Partner bei dieser Haltung oder in dieser Gemütslage funktionalisiert. Ich möchte dafür nicht zur Verfügung stehen. Ich selber habe mir alles so erarbeitet und eingerichtet, dass ich auch solo glücklich bin, keine Verlustängste habe, schöne Hobbies, auch private Ziele verfolge, nette Freunde und Bekannte habe. Ich befürchte ein wenig, dass mein Partner emotional weiter übergriffig bleibt. Wir reden auch häufiger darüber und er hat auch mitbekommen, dass sein Wunsch von seiner Normalität hinsichtlich Partnerschaft mich total überfordert. Ich möchte Zeit mit ihm verbringen, in Urlaub fahren, Alltag und Freizeit verbringen, um sich erstmal kennenzulernen. Er ist um die 60, ich Anfang 50 - das war ja deine Frage.

    Wenn er mich 5 oder 8 Jahre früher getroffen hätte, hätte ich erstmal nur gejubelt, denn seine Wünsche waren auch meine Wpnsche. Vielleicht habe ich mich auch nur in mein Solo-Schneckennest eingeigelt und bin über diese, zugegebenermassen sehr schnelle Anfrage einfach nur überrascht, denn andererseits ist es ja auch so, dass wenn es passt, dann passt es eben. Und das tut es in vielen Dingen.
     
  6. Liebe Sunni,
    Ich reagiere auch, aus meiner Geschichte heraus, sehr empfindlich auf Anzeichen von Aggressivität und Eifersucht.
    Anfänglich dachte ich oft genug wie Du, zweifelte ob ich übersensibe sei.
    Die Anfangszweifel bestätigten sich immer, zeitnah.
    Meinem Bauchgefühl vertraue ich inzwischen absolut.

    Ihr lernt Euch gerade kennen, und Du entdeckst immer mehr Seiten an ihm. Seiten, die Dir gefallen, bis zu Seiten, die Dich stören.
    Es ist immer die Abwägung, kann ich die nicht so positiven Seiten des Anderen tolerieren, ihn trotzdem als Gesamtpaket schätzen und lieben?
    Es ist nicht ohne Grund eine Kennenlernphase - hier entscheidet sich, ob es passt, und ob aus Verliebtheit mehr wird. Genau hier sollte man auf sich hören, es wird nicht passender.
    Bei Aggressivität / Eifersucht geht es bei mir Null, Du kennst Deine Grenzen.

    Als Therapeutin eigne ich mich bei allem Verständnis auch nicht - in einer Partnerschaft hat dies nichts verloren. Aber Verständnis, Empathie schließt das nicht aus, es ist eine Gratwanderung.
    Es mag sein, wahrscheinlich, dass sein Verhalten mit seiner Geschichte zu tun hat, die Verarbeitung von Traumata ist komplex und langwierig - macht er noch Therapie? Gerade solche Erlebnisse lassen beim Betroffenen entweder Rückzug, Abgrenzung, Kintrollbedürfnisse entstehen oder das Bedürfnis nach Sicherheit durch Nähe, Fürsorge, Aufmerksamkeit. Das, was Du als
    empfindest.

    Es ist nun Deine Abwägung, kannst Du damit umgehen, wie stark ist das Ausmaß, kannst Du ihm / Dir Zeit (Sicherheit) geben, entsteht trotzdem auch ein Gleichgewicht zwischen Euch im Geben und Nehmen, und gleicht sich das durch andere Seiten aus?

    Und - vielleicht magst Du auch mit ihm reden, es mit ihm klären? Manchmal fällt es einem nicht auf, und wenn man einen wertschätzenden Hinweis bekommt, kann man selbst nachjustieren.

    Über Euren Altersunterschied und Herkunft möchte ich nicht spekulieren, das wäre ein anderes Thema und Deine Abwägung.
    Gleich an Bezness zu denken, liebe @frei, halte ich für verwegen. Es ist nicht immer notwendig, das große Misstrauen zu aktivieren.
     
  7. Super, ich gratuliere dir zu dieser reifen Einstellung, sie ist auch kompatibel und identisch mit meiner.
    Ich kann dir aus meinen Erfahrungen nur empfehlen, bleibe bei deinem Standpunkt.
    Wenn man zusammenzieht, zusammen lebt, muss es nicht mehr passen, wie es vorher anscheinend gepasst hat.
    Es ist aber sehr nötig ein gesundes Maß an konstruktiver Kritik zu besitzen. Ich frage mich jeden Tag, warum so viele Menschen sich so viel Leid und Schmerz antun, und sich falsch entschieden haben und dennoch bleiben!!
     
    • # 7
    • 26.11.2018
    • frei
    Hast recht.
    Sunni hat's ja nun noch nachgereicht.
    Der Mann ist älter, offenbar schon lange hier ( also wahrscheinlich der Krieg im damaligen Jugoslawien ), folglich hat er ein Bleiberecht. Er hat eine eigene Wohnung und selbst genug Geld.
    Kein Bezness.
    Die Hilflosigkeit ist also eine rein emotionale.

    Liebe FS, ihr seid doch erst so kurz zusammen, eigentlich kann man da ja noch gar nicht von Beziehung sprechen.
    Lass es doch erst mal so weiterlaufen. Na, ein bisschen gegensteuern würde ich schon, also ihm z.B. sagen, wenn dir sein Klammern zu viel wird, denn sonst ist es sicher bald aus.
    Behaltet erst mal euer beider Wohnungen und macht das so, wie du vorgeschlagen hast. Euch kennenlernen, etwas unternehmen, einen Urlaub zusammen machen.
    Du wirst dann ja bald sehen, wohin die Reise geht.
    Wenn es ihm nicht schnell genug geht und du dich nicht drängen lassen willst, wird es halt nichts.

    w 51
     
  8. Oh, ja... Es schrillt auch in meinem Kopf!

    Da ist eine Frau die nach einem großen Verlust (durch Tod) auf der Suche nach Liebe ist und sie trifft auf diesen jüngeren, sehr zuvorkommenden und fürsorglichen Mann, der auch ein schweres Schicksal zu meistern hat (Flucht) und schon sieht sie die Realität nicht mehr!

    Liebe FS
    Bitte sei vorsichtig!!! Diese Männer verstehen ihr Handwerk und spielen vieles vor, nur um an ihr Ziel zu kommen- dein Geld!
    Er will nach 2 Monaten zusammen ziehen??? Warum? Weil er kein Geld hat?

    Oh weia, liest sich nicht gut, deine Geschichte und ich kann dir nur raten, sehr sehr vorsichtig zu sein oder besser noch, es zu beenden.
     
  9. Nun. Also er ist älter.

    Nun, dann lass es doch einfach wachsen, bleibe offen und neugierig.
    Es ist ja seltener geworden, wenn jemand noch verbindlicher sein mag.
    Es ist erstmal eine Absichtserklärung von ihm, und jetzt lernt Ihr Euch mit Ruhe kennen.
    Es eilt doch nichts?
    Solange es Dir Freude macht, ist es doch gut? Und dann wird es sich entwickeln wie es soll. Kein Zwang, kein Druck, weder in die eine noch andere Richtung.

    Du kannst auch mal kurz überlegen, ob da bei Dir auch noch ein paar Ängste schlummern - Angst davor sich einzulassen.
    Was nicht bedeutet, dass man sein Bauchgefühl zum Schweigen bringt, und erne gewisse Vorsicht walten lässt .

    Übrigens, für mich gilt, auch wenn dies für viele anscheinend antiquiert ist, dass LAT auf Dauer keine Perspektive ist.
    Ich möchte mich einlassen, ganz und gar, oder ich lasse es. Ich möchte und gebe Verbindlichkeit. Freiräume schaffe ich mir dann ganz sicher trotzdem, aber ich möchte neben jemanden einschlafen, aufwachen....
    Deswegen bin ich eher zögerlich, was eine potentielle Partnerschaft angeht. Es muss passen.

    Dir alles Gute, es ist doch auch etwas Wunderbares?! Genieße es.

    W,49
     
  10. Zunächst herzlichen Dank für alle eure differenzierten Antworten. Das hilft mir zu reflektieren.

    Die reife, freundschaftliche Partnerschaft mit schönem Sex in einer monogamen Beziehung ... dabei bei sich bleiben, trotz Attraktivität nicht junge Damen mit ihrer Mode imitieren, gesund, sportlich, modern und neugierig bleiben, nicht Mutti-Typ, aber dennoch Rouladen, Zimtschnecken, Gans aber ebenso Humus und Guakamole zubereiten können, 30 km wandern, eine Flasche Vino im Zweifelsfall auch alleine leeren, an einen Gott, bei mir Jesus, glauben, Visionen von Wünschen und Zielen unterscheiden können. Die Endlichkeit des eigenen Lebens klar haben, das Absurde was darin liegt, wahrhaftig und authentisch sein. Ja, stimmt, ist anspruchsvoll. Das möchte ich gerne und so lebe ich für mich schon immer.

    Es stimmt, von einer Beziehung kann vielleicht nicht unbedingt im klassischen Sinn gesprochen werden. Mir ist es ja auch ganz egal, wie man den Status benennt. Mit diesem Mann bin ich in jedem Fall in Beziehung. Das ist entscheidend. Und er ist auch seit längerer Zeit ein Mensch, der mich als Mann wirklich interessiert.

    Ich möchte nur gerne vermeiden, dass Ich mich total verliebe und dann aus der Klammernummer nicht mehr rauskomme. Wir haben das auch besprochen, dass ich dafür nicht zur Verfügung stehen kann. Ich glaube schon, dass ich ganz schön projeziere und das gibt mir auch zu denken, denn darauf hat man ja auch kein Recht, schlechte Erfahrungen auf das Neue zu übertragen. Ich sach jetzt mal so: "Wer eine "Beziehung" führen möchte, darf kein Feigling sein". :)
    Danke für eure respektvollen Kommentare!
     
  11. Liebe Sunni,

    was ich Deinem Beitrag entnehme, lässt mir schon die langen schwarzen Haare zu Berge stehen.

    Du hast Dich gut eingerichtet, bist stabil und gefestigt.
    Dieser Mann tönt für mich nicht gesund und sollte von Dir auf einem gesunden Abstand gehalten werden.
    Selbstschutz sollte hier oberste Prio haben, ohne Wenn und Aber!

    Um seine Befindlichkeiten muss er sich selber kümmern, die Verantwortung für sein Verhalten kann nur er selber übernehmen und tragen.

    Du gehst das grosse Risiko ein, von ihm ausgesaugt zu werden und letztlich einen hohen Preis für diese 'Beziehung' zahlen.
    Seelisch und Materiell.

    Weder Heirat, noch Zusammenleben, noch die Fortführung der Verbindung ünerhaupt, würde ich unter diesem Umständen erwägen.

    Bleibe bei Dir selber, liebe FS, ich sehe da nichts Gutes am Horizont heraufdräuen und Du scheinst ja auch ein entsprechendes Bauchgefühl zu haben.
    Höre darauf!

    Alles Gute
     
  12. Hallo Sunni,
    in jungen Jahren war ich ein paar Monate mit einem Mann zusammen, bei dem sich nach ein paar Wochen schönem "Honeymoon" herausstellte, dass er wohl vom Grundproblem her vermutlich sehr starke Verlustängste gehabt haben muss. Dies äußerte sich durch ein ungesundes Maß an Klammern, Eifersucht, Kontrolle, Nähebedürfnis,… und nach einer Weile dann Aggressivität, wenn ich nicht tat, was er wollte (immer da sein, immer verfügbar sein, so sein, wie er es wollte).
    In meiner damaligen Unerfahrenheit habe ich die ersten Anzeichen nicht richtig gedeutet und nicht zeitnah einen Schlussstrich gezogen. Es fing an, dass er alles schlecht gemacht hat, was mein Leben betraf (Familie, Freunde, Hobbies,…). Anfangs versuchte ich noch, Kompromisse zu finden. Da er meine Freunde nicht mochte, ich aber auch nicht auf diese zu verzichten bereit war, wollte ich mich dann ohne ihn mit ihnen treffen und auch gelegentlich auf Konzerte oder zum Tanzen gehen (er fand auch meinen Musikgeschmack Müll). Ich war damals 18 Jahre alt, hatte gerade den Führerschein, wollte auch mal was erleben und nicht ständig bei einem Mann auf dem Schoß sitzen, der mir mit seiner Klammerei und den Kontroll- und Eifersuchtsszenarien jeden Bereich meines Lebens madig machte.
    Vordergründig schien er zunächst meine Grenzen zu akzeptieren, allerdings staute sich da innerlich einiges auf und hat sich dann explosionsartig entladen.
    Ich wollte mich dann trennen. Um es kurz zu machen, der Trennungsprozess dauerte drei Monate, weil er trotz allem Hass, den er neben seiner vermeintlichen Liebe auf mich schob, nicht bereit war, mich gehen zu lassen, wollte zusammenziehen etc. Insbesondere diese Zeit war dann geprägt von Aggressivität, Drohungen, usw., zunächst „nur“ verbal und später dann körperlich. Auch wenn er sich immer wieder entschuldigte, sich ändern wollte, versicherte, mich doch so sehr zu lieben, jammerte, heulte, dass ich doch bei ihm bleiben sollte, er würde mich brauchen, es würde zukünftig alles so laufen, wie ich es mir wünsche etc., im Leben nicht wäre ich noch länger als nötig bei diesem Menschen geblieben.
    Nie wieder habe ich mich auf einen Mann näher eingelassen, bei dem sich bereits in der Kennenlernphase ähnliche Verhaltensweisen von Abhängigkeit gezeigt haben. Die konnten sich ansonsten noch so liebevoll und toll geben, aber lieber habe ich auf mein Bauchgefühl gehört und bin alleine geblieben, als noch einmal so etwas. Es gibt so viele Männer auf dieser Welt, die diese "Features" nicht haben.
     
  13. Ich lese eine eher emotionale Abhängigkeit seinerseits und ein längeres, gut eingerichtetes Singleleben Deinerseits mit der Befürchtung, Deine gewohnte Freiheit zu verlieren. Ich lese nichts von finanziellem Aussaugen oder gar aggressivem oder körperlich übergriffigem Verhalten. Der Mann scheint einfach ein anderes Nähebedürfnis zu haben(?)

    Davon ausgehend (bitte ggf. korrigieren): Gib dem Ganzen Zeit und geh so schnell vor und so weit, dass Du Dich gut dabei fühlst. Rede mit ihm offen über Deine Gedanken dazu und schau, wie es sich entwickelt. Im Grunde seid ihr in der Rosa-Wolken-Phase und in eurem Alter besteht kein Grund irgendwas zu überstürzen, wenn es nicht beide wollen. Verbindlichkeit wird hier zu Recht immer wieder eingefordert, daher scheint er mir doch kein grundsätzlich unpassender Partner zu sein.

    Wenn Du Dich nicht verlieben möchtest, frage ich mich, wieso? Möchte er sich auf eine Beziehung einlassen und Du kannst es nicht? Liegt es wirklich an „Klammern” oder bist Du da einfach sehr empfindlich oder beides?
    Du schreibst von Traumata wegen dem Tod eines Partners, kannst Du das vor dem Hintergrund reflektieren? Angst, Dich einzulassen wegen der Gefahr eines neuerlichen Verlusts?

    Für mich klingt „gemeinsame quality time“ und Deine Beschreibung grundsätzlich sehr schön. Ich bin nicht sicher ob Du die Grenze zwischen Verbindlichkeit und Übergriffigkeit nicht aus Deiner Situation heraus so ziehst, dass Du schnell Übergriffigkeit empfindest. Sucht er eine klassische Versorgung oder will er einfach mehr Zeit mit Dir verbringen? Ich würde das beobachten und es langsam und gemeinsam entwickeln.
     
  14. Liebe Sunni ,

    Und da ist Dein Knackpunkt.

    Ist für Dich Verliebtsein so tabu?
    Warum?
    Warum setzt Du es gleich mit Klammern gleich?

    Du bemerkst es selbst, Du schreibst selbst von Projektionen.
    Du hattest einen herben Verlust. Der Tod eines Partners ist sehr einschneidend.

    Ich habe gelernt, mein Bauchgefühl genau anzuschauen - ist es wirklich mein Bauchgefühl mit gutem Instinkt, oder die innere Stimme, die Ängste artikuliert.
    Es gab eine Zeit, da waren diese Ängste sehr laut und destruktiv. Heute kann ich sie annehmen, anschauen, und mich selbst beruhigen. Und ich kann sie vom Bauchgefühl unterscheiden.

    Ein guter Satz.
    Dann gib Dir und ihm die Chance.
    Was ist das Risiko?

    Du sagst es, es ist ein wunderbarer Mann, einer der Dich seit längerer Zeit wirklich interessiert.

    Übrigens, auch für ihn nicht einfach, wenn Du mit Deinen Bindungsängsten seine wie auch immer gearteten Verlustängste triggerst.

    Verlustängste lese ich bei ihm nun weniger - nur einen Wunsch nach Nähe und Verbindlichkeit.

    Alles Gute Dir.
    Du hast ein neues Glück verdient.

    W,49
     
    • # 15
    • 27.11.2018
    • frei
    Nein, es ist überhaupt nicht antiquiert, für sich nur eine Beziehung, die räumlich und zeitlich sehr viel Nähe ermöglicht, also mit Zusammenwohnen, zu wollen.
    Es ist ganz einfach eine Möglichkeit unter mehreren, ganz wertfrei.
    Wertest du aber nicht selbst ?
    Dein letzter Satz klingt so, als schlössen sich LAT und Verbindlichkeit aus.
    Nun, du 'kennst' ja mindestens mich/meine Beiträge. Du weißt, ich will LAT und Verbindlichkeit, nicht ?
    Der ganze Absatz, eher der ganze Beitrag zeugt von einer wunderbaren Frau. Reif, erwachsen, sympathisch, intelligent, frei und tolerant. (@Sunni, willst du mich heiraten ? <-Scherz ).
    Findest du, sie klingt nach Unverbindlichkeit, obwohl sie nicht sofort 'hier' ruft, wenn ein Mann mit ihr zusammen ziehen will ?
    Und das nach ganzen zwei Monaten ? Wo führt das denn noch hin ?
    Was die FS beschreibt, ist doch keine wünschenswerte, moderate Verbindlichkeit, sondern Klammern.
    Ehrlich gesagt habe ich dieses Gefühl auch.
    Aber ich bin nicht die Richtige, das zu beurteilen. Lionne mit ihrem größeren Bedürfnis nach Nähe vielleicht eher. Also Lionne, hast du ein gutes Gefühl ?

    w 51
     
  15. Oh je! Warum denn das- hast du immer noch solche Angst?
    Für mich klingst du etwas bindungsängstlich.
    Du siehst doch dein Leben, wie ich auch, religiös geprägt:
    Das, was dir da widerfährt, in Liebe angeboten wird, ist ein Geschenk.
    Das ist, in all der von dir oben beschriebenen Umfänglichkeit, Fügung.
    Meinst du wirklich, das für dich nicht in Gänze annehmen zu wollen?
    Ich würde eher glauben, dass das für dich noch eine Lebensaufgabe ist, dich wieder ganz einlassen zu wollen. Mit diesem Mann hättest du die Möglichkeit dazu.
    Immer dann, wenn ich gar keine Kraft mehr habe, hole ich mir eine Portion von oben, sage IHM, `hilf mir mal... da kann ich jetzt nicht mehr weiter.´ Und meistens spüre ich dann wieder Kraft. Wir müssen nicht immer gleich stark sein, aber wir dürfen nicht zu stolz sein, dann Hilfe zu erbitten. Und Lernprozesse verweigern, lieber in einer gewissen Ängstlichkeit verharren? Überleg es dir noch mal, lass es wachsen, auch deine Zuversicht.
     
  16. Liebe Sunny,

    es geht mir im Moment ähnlich wie Dir. Ich führe - für mich irgendwie überraschend - seit ca. 3 Monaten eine verbindliche Beziehung, nein, sogar eine "Partnerschaft". Mein Freund will alles gemeinsam machen, mit mir zusammenleben usw. So schön das ist, versetzt es mich zeitweise auch in Panik und ich suche gelegentlich nach einem "Not-Aus"-Knopf. Ich bin auch schon zickig geworden, weil ich mich beengt gefühlt habe. Es ist nichts Bemutterungswürdiges bei ihm, aber teilweise schon gehörige Klammerei und Eifersucht. Er hat es sich bei mir bequem gemacht, kocht, lebt in meinem Haushalt, als wäre es immer so gewesen. Ich war dagegen sehr lange allein, tw. mit Beziehung, aber ohne vergleichbare Verbindlichkeit und Nähe.

    Tja, was machen? Ich denke man muss sich ein bisschen daran gewöhnen, dass man nicht allein ist. Man kann den schönen Teil genießen, und ansonsten muss man vielleicht auch mal Grenzen setzen, Sachen alleine machen usw. Ich bin gespannt, wie es weitergeht.
     
  17. Ich kann es aus dem Text heraus nicht beurteilen.
    Der Freund der FS redet davon, dass er es möchte.
    Aber ob es ein Traum, ein Wunsch, eine Perspektive ist mit offenem Termin ist ob er sagt , so, lwir ziehen morgen zusammen - das steht da nicht.
    Ich gehe nicht davon aus , dass er auf gepackten Koffer sitzt .
    Nicht nach so kurzer Zeit.

    Ja, und so wie die FS schreibt in den Folgeposts habe ich eigentlich ein gutes Gefühl , dass die beiden es hinbekommen im richtigen Tempo, so wie es für beide passt.


    Aber ich bin auch schon nach 4 Monaten mit einem Mann zusammen gezogen, für 12 Jahre.

    Nein, und @frei , ich gehe bei Dir durchaus von Verbindlichkeit aus.
    Nur für mich, für mein Gefühl ist LAT unverbindlicher. Und ich würde sogar beim Richtigen noch mal Ja sagen.
     
  18. Und das ist genau der Mist, mit denen Frauen schon seit vielen Generationen das Hirn weich gekocht wird.
    Fügung, Bestimmung, Schicksal und der ganze Sülz....

    Ist nicht persönlich gemeint, aber genau das sind für mich die Gründe, weswegen zu viele Frauen in destruktiven Beziehungen verharren und hoffen, dass alles besser wird.

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass Männer so denken...so etwas erzählt man nur uns!

    Ich lese bei der FS nicht heraus, dass sie sich nicht grundsätzlich nicht verlieben will, sondern zuvor einen realistischen Blick auf den Mann geworfen haben möchte, was ich persönlich für eine gesunde Haltung erachte.

    Die FS zeigt für mich damit Selbstachtung und Selbstfürsorge.
    Sie scheint ihr Bauchgefühl wahrzunehmen und sollte auch darauf hören.

    Einen realistischen Blick auf Menschen zu werfen, auf die man sich einzulassen gedenkt, kann die Dinge durchaus in die richtigen Dimensionen lenken und hätte viel Schlimmes verhindern können....
     
  19. Liebe Alle, liebe Kathy,

    nach allen neuen posts und dieser Überlegung hier komme ich nochmal zu neuen Schlüssen.

    Ich wollte ja nie jemanden, der mit Handbremse fährt, sondern das volle Programm. Jetzt bekomme ich es und könnte nur jubeln darüber, nun ist es auch nicht recht. Zwei Schritte vor und einen zurück? Warum? Ist es wirklich Bindungsangst und Klammern auf der anderen Seite? Ist es nicht egal, welchen Namen man dem Kind gibt, nur um weiter labeln zu können, um weiter nach Indizien Ausschau zu halten, die das Gefühlte und Beobachtete untermauern oder ad absurdum zu führen?

    Dieser Mensch ist zuvorkommend ja, auf mich eingehend ja, fordernd ja, viel passiver als ich es bin, politisch, weltanschaulich unreif und tendenziös, national ausgerichtet, aber nicht politisch, sondern schwärmt von seinem kaputten Land seiner Jugend, hört nur Musik von damals, will nur Speisen aus seinem Land zubereiten und oktruiert sie mir auf.

    Nach jahrelangen Experimenten, was meinem Körper guttut, habe ich seit längerer Zeit wieder ein sehr gutes Körpergefühl. Ausgerechnet seine Küche besteht aus vielen Zutaten, die mir nicht guttun. Ich möchte aber nicht unhöflich sein und immer ablehnen, auch kein Dogma davon machen. Allerdings meine Lebensweise nicht zu respektieren beleidigt mich. Das Nationale wird quasi über diese Speisen transportiert und erhöht und dadurch zu einer Art Heiligtum. Es handelt sich um Speisen oder soll ich sagen lediglich um Speisen. Alles andere verloren. Alles. Nur noch die Sprache und die Speisen. Ich befinde mich in dieser und mit dieser Thematik nun dort, wo ich nie sein wollte, nämlich in seinem Krieg. In einer Diskussion fragte ich, ob er irgendetwas für sein Land tat oder tut, ein Kind finanziell als Pate bei der Schulausbildung unterstützt, oder, oder, oder. Nein, keine Kraft, da ist nichts, nur die alte Rockmusik von "Weisser Knopf", das Essen und die Sprache, die ich natürlich nicht spreche und tägliche Anrufe zu Geschwistern in einem benachbarten Land der zerstörten Heimat.

    Ich bin kulturell sehr interessiert, meine Küche ist eher international und ich mache mir wenig Gedanken, eher so "würz dich um die Welt" als Grünkohl und Rouladen als Remineszenz an die Kindheit und Jugend. Ausserdem fühle ich mich eher als Weltbürgerin jnd dieses Nationale ist mir fremd bzw. richtig zuwider und steht auch im Widerspruch zur ökonomisch globalisierten Welt. Ich solle deutsch kochen. Hallo?! Dieser Wunsch oder diese Forderung führte dazu, dass ich mit meiner Ma erstmal eine Liste mit 20 deutschen Gerichten erstellte. Dazu zählen auch Königsberg Klopse und bayerische Creme oder Boulletten und Welfencreme, was ja schon zeigt, dass das ganze Thema auch bei mir aus den Fugen geraten ist und ich mich aufs Glatteis habe führen lassen, indem ich mich naiver Weise überhaupt auf das ganze Thema eingelassen habe.

    Ich glaube, die Sache kann ich an den Nagel hängen! :-( ... aber aus anderen Gründen.
     
  20. Schreib mich doch bitte direkt an und nicht über mich als Dritte, vielen Dank!
     
    • # 22
    • 27.11.2018
    • frei
    Wahnsinn. Wie wir beide ein und dieselbe Sache aus verschiedenen Richtungen betrachten.
    Welche Details wir beleuchten.
    Welche Aussagen der FS uns wichtig sind.

    Du, die Frau, die gerne sehr viel Nähe möchte, denkt, meine Frage sei, wie sie 'es', ich hatte es nicht explizit gesagt, was das ist, beurteilt und du denkst, ich möchte wissen, wie hoch du die Chancen einschätzt, dass der Mann wirklich mit der FS zusammenziehen will oder ob das nur eine Floskel war.
    Ich, die Frau, die gerne sehr viel Freiheit möchte, wollte von dir aber wissen, wie du die Chancen einschätzt, dass er sie ausnutzen und ersticken wird.

    Ich bin sehr gespannt, wie es weitergeht. Hoffentlich hält uns die FS immer mal wieder auf dem Laufenden.

    w 51
     
  21. Natürlich- aber eben differenzieren, ob sie durch alte Verlustängste getriggert wird oder wirklich ein übergriffiges Klammern an diesem Mann wahrnimmt.
    Aus ihrem Text lese ich nichts - wirklich nichts- Schlimmes heraus in Bezug auf den Partner- der Mann ist eben sehr verliebt in sie.
    Vielleicht passt es nicht ganz, weil sie sich gegenseitig triggern.
    Aber wahrscheinlicher ist es nach dem Lesen für mich, dass ihr der Tod des Partners so zusetzt, dass sie zu diesem Angstgefühl kommt.

    Ich nehme es nicht persönlich, Avida, und habe diese Woche, glaube ich, drei Frauen, die in schädlichen Beziehungen verharren, geraten, sich zu trennen. Aber ich bin schon wirklich davon überzeugt, dass der Glaube an Gott im Leben hilft und dass bestimmte Lernaufgaben im Leben für uns vorgesehen sind.
    Nicht schlimm, wenn das jemand blöd findet :). Ich will auch niemanden damit nerven und spreche es hier deshalb extrem selten an, habe es nur im Fall der FS getan, weil sie selbst religiös ist.
     
  22. Frei und Michaela71, ich bitte nochmal darum, mich nicht als Dritte zu behandeln in euren Texten und Kommentaren zu meinem Thread. Das verbietet die Netiquette und ich verstehe auch die Moderation hier nicht, dass das zugelassen wird!
     
  23. Kompletter bullshit! Ich würde Religiosität niemals so definieren und auslegen wie hier in dieser Interpretation. Alles andere vage und spekulativ. Ist ja bald Weihnachten: Rumdeuten und wünsch dir was und das bei einem Thema, das generell Respekt verdient. Hört sich eher trollig an.
     
  24. Die Chance halte ich für vernachlässigbar.
    Definitiv.
    Da ist nämlich die FS zu reflektiert und zu vorsichtig.

    Aber ich halte ihn eben auch nicht gleich für klammernd nur weil er diesen Wunsch äußerte.
    Würde ich nämlich auch äußern - als Wunsch nach angemessener Zeit.

    Und warum würde ich es äußern? Weil es mir wichtig ist, meine Vorstellung von Partnerschaft, und wenn jemand dies für sich ausschließt, dann passt es bei uns nicht. Ich vergeude nicht meine Zeit, darauf zu hoffen, dass der andere seine Meinung ändert - und eröffne dann x Jahre später den entsprechenden Thread hier, wo ich nach den Gründen frage, warum er nicht wollte...
    (Meine Freiräume und meine Zeit für mich brauche ich aber auch, auf Klammern reagiere ich allergisch, dies zur Korrektur.)

    Und Sunni würde ich empfehlen, wie schon geschrieben, nochmal bei sich selbst hinzuschauen. Mit Liebe, Achtsamkeit.
    @Sunni, mir half / hilft Michaelas Denkweise auch, das habe ich in meinen schwierigeren Zeiten gelernt, ich handhabe es bei manchen Fragen ähnlich.
    Das Vertrauen darauf, dass es sich fügen wird, wie es sich fügen soll und für mich gut und richtig ist . Bei Gelegenheit schicke ich dann auch das Danke.

    Dir alles Gute,
    Und - Du klingst nach einer tollen Frau.

    Habe leider Deinen letzten Post erst jetzt gelesen - Asche auf mein Haupt.
    Nun, Dein Resümee ist schlüssig. Schade
    Aber vielleicht sollte Dir diese Geschichte etwas noch zeigen.

    Dann hat es auch für Dich bereits gefügt.

    Alles Gute nochmals
     
  25. Liebe FS,
    was Du da an Text nachgereicht hast, bestätigt mich nur darin, was ich schon bauchgefühlt habe, als ich Deinen Eingangspost las.

    Lass die Finger von ihm, der ist nicht gesund für Dich und Du weisst es selber auch.

    Was Du beschreibst ist keine Verlustangst, sondern pure Vereinnahmung. Der versucht Dich zu dominieren, wo es nur geht und hat NULL Respekt vor Dir.
    Er ist egoistisch, sieht nur sich und seine Wünsche und Bedürfnisse.
    Der wird Dich mental und emotional aussaugen und noch immer mehr fordern.
    Für mich wäre ohne Wenn und Aber SOFORT Schluss.

    Mit diesem Mann kann eine Frau kein Glück finden, nur Verdruss und Kummer.

    Wenn Du es wirklich gut mit Dir selber meinst, dann trenne Dich. Ohne ihn bist Du besser dran.

    Alles Gute für Dich!
     
    • # 28
    • 28.11.2018
    • frei
    Hm, es könnte eventuell sein, dass du mich meinst, kann man ja leider nicht erkennen.
    Ist auch egal, hier nur ein kleiner Hinweis: jeder schreibt hier, was er möchte und was durch die Zensur geht. Manchmal gibt es auch Nebengespräche, die nur bedingt mit dem eigentlichen Thema zu tun haben. Das macht den Thread ein bisschen bunter, ich sehe das also absolut positiv und ich mache das selbst gelegentlich.
    Manchmal denken FSsen irrtümlich, der Thread, den sie eingestellt haben, sei der ihre. Manchmal, wenn diese dann z.B. sehr viel Gegenwind gekommen, sagen sie, dass sie den Thread nun schlössen...die User plaudern dann aber munter weiter.
    Nimm's bitte nicht persönlich.


    Aber nun doch noch was Kleines zum Hauptthema:
    Wie in meinem Post #22 an @Lionne69 : Wahnsinn, wie zwei verschiedene Menschen ein und dieselbe Schilderung völlig unterschiedlich bewerten, das ist mein persönlicher Erkenntnisgewinn aus diesem Thread ( boah, was ich hier schon alles gelernt habe ! ).
    Ich lese hier ganz viel Schlimmes, für mich das kalte Grauen.

    w 51
     
  26. Hallo Sunni,

    ich habe jetzt alles was du geschrieben hast übeflogen und sehe es haargenauso wie @Avida.

    Das vereinnehmende ist das eine, was hier nicht gut ist. Das schnelle zusammen ziehen wollen halte ich auch für ungut. Warum die Eile? Warum nicht besser kennenlernen und zunächst erproben durch Urlaub und gemeinsame Zeit verbringen?

    Etwas was du später nachgeliefert hast, lässt mich aufhorchen. Du bist von deiner Persönlichkeitsentwicklung viel viel weiter als er. Zudem besitzt du die Fähigkeit dich weiterzuentwickeln und möchtest es sogar...du hast eine hohe Offenheit (Big Five) und das zeichnet auch Kreativität/Intelligenz aus. Wie @frei nehme ich dich als reflektiert und klug wahr.

    Bei ihm ist die Offenheit kaum ausgeprägt und wenn beide Partner in diesem Punkt unterschiedlich sind wird es niemals gut gehen. Du möchtest dich weiterentwicklen, er bremst dich aus.
    Mein Vater ist auch so: Er isst nur den Fraß den er kennt, obwohl es nicht mal eine Geschmacksexplosion ist. Ich verzweifel mit ihm, weil ich einfach möchte, dass er etwas probiert. Vielleicht erweitert es seinen Horizont...aber niente! Du brauchst jemand der auf dem gleichen Reifestand ist und sehr offen für neue Erfahrungen.

    Ich denke, dass du das mittlerweile selbst beim Schreiben herausgefunden hast. Schreib doch nochmal...
     

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