1. Kann ich noch hoffen?

    Mein Mann und ich sind seit 12 Jahren zusammen, 6 davon verheiratet und haben eine 2jährige Tochter.
    Da mein Mann chronisch krank ist, ist er seit 2016 krank Zuhause und bekommt inzwischen Rente wegen voller Erwerbsminderung für die nächsten 3 Jahre. Es gab viele Tiefen in unserer Beziehung dadurch und wir standen schon ein paar Mal vor der Trennung. Haben uns ein wenig verloren und gehen lassen.

    Nun ist er am 25.12., während ich mit unserer Tochter bei meiner Familie war, gegangen. Hat seine Sachen genommen und ist zu seinen Eltern gezogen. Er will nichts mehr von uns wissen und es beenden. Seine Tochter hat er seitdem zwei Mal gesehen und fragt auch nicht nach ihr.

    Er sagt er kann nicht mehr, wir könnten nur noch Freunde sein. Für mehr könnte er sein Herz nicht mehr öffnen.

    Was soll ich jetzt tun? Er ist meine große Liebe und der Vater meiner Tochter. Wir haben uns ein Leben aufgebaut und ich will ihn nicht verlieren! Was kann ich tun, damit er uns vermisst und uns noch eine Chance gibt? Nicht mehr bei ihm melden? Oder ist bereits alles verloren?

    Ich bin verzweifelt...
     
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  3. Für mich gibt es nur eines, lass ihn bitte in Ruhe, entweder er kommt von selbst oder er kommt nicht, eine andere Chance hast du nicht!
     
  4. TE,

    irgendwie beschleicht mich hier das Gefühl, dass Du den größten Teil der Geschichte verschweigst.

    Was muss bei Euch vorgefallen sein, dass er sobald Du aus der Wohnung warst, seine Sachen gepackt hat und zu seinen Eltern geflüchtet ist? Warum will er sein Kind nicht sehen und bei sich haben? Bring es ihm vorbei und Du hast mal Zeit für Dich. Kannst Du sogar sofort machen, er arbeitet ja nicht. Also Tasche fürs Kind packen und ab zum Papa, dann nimm Dir einfach mal ein paar Tage Zeit und reflektiere mal was da bei Euch wohl wirklich abgegangen ist.

    Arbeitest Du oder habt Ihr zu zweit zu Hause gesessen? Wenn ja, hast Du dann zumindest den Tag über Abwechslung, wenn nein, mach Dir Gedanken über Deine berufliche Zukunft, wenn Du alleine für das Kind sorgen musst, soviel Rente wird er ja nicht haben.

    Lös Dich vom Drama, das habt Ihr scheinbar schon Jahre lang gehabt.

    w/36
     
  5. ich denke ihr braucht vor allem Zeit. Zeit um euch zu sortieren und um euch auch wieder zu finden.
    Ich stelle es mir nicht einfach vor, ich gehe davon aus , dass ihr so um die 40-ig seid) in diesem Alter schon erwerbsunfähig zu sein. Eine große Belastung für alle. Was sind die Perspektiven, was tun mit und in all´den Jahren? Wie sehr schränkt die Erkrankung ein? Gab´s viel Streit? Dein Mann hat sich verschlossen, zurückgezogen, sein Herz ist zu. Vielleicht helfen ein paar Stunden beim Therapeuten. Ich glaube Du musst geduldig sein. Alles Gute für Euch
     
  6. Oh nein, was für ein Vorschlag, FS wird ein Fiasko erleben, wer bei Nebel und Nacht Aktion ausgezogen ist, der wird entsprechend hart reagieren!! FS mach das bloß nicht!!
     
  7. Danke für die Antworten.

    Ich gehe arbeiten, momentan noch in Teilzeit, ab April mehr.
    Er hat rheumatische Gelenkentzündungen, meinte zum Schluss, unsere Beziehung hätte das verschlimmert und mir die Schuld gegeben. Er kann schlecht laufen, ihm fehlt ein Tagesablauf. Lust, in der Zeit auf unsere Tochter aufzupassen, hatte er nicht wirklich. Auch der Haushalt blieb liegen, das habe ich nach der Arbeit noch erledigt. Das war auch oft ein Streitthema.
    Vielleicht hat er eine Depression entwickelt, könnte man verstehen...
    Was seltsam ist: Am 25.12. waren wir noch gemeinsam bei seiner Familie, haben Heiligabend ohne Streit verbracht, waren die Tage davor gemeinsam Essen... Und dann so etwas, ohne Nachricht, wo er ist.

    Ich habe ihm gesagt, dass ich ihn liebe und um unsere Ehe kämpfen will. Werde mich nun nicht mehr bei ihm melden und abwarten.
     
  8. Liebe FS,
    ich glaube nicht, dass Du noch hoffen kannst.
    Der Hauptgrund ist: Du siehst kein Problem. Wer kein Problem sieht, kann es auch nicht lösen.
    Es muss aber ein sehr großes Problem vorliegen, wenn Dein Mann Deine kurze Abwesenheit nutzt um zu seinen Eltern zu flüchten. Das zeigt auf seiner Seite viel Unfähigkeit, aber auch große Not. Freiwillig und nur, weil man sich aus den Augen verliren hat, Nacht das keiner.

    Dein Mann ist schon lange krank, für 3 Jahre in EU-Rente und will vermutluch die Zeit nutzen, um sein Leben wieder neu aufzustellen. Weil er gegangen ist und wie er gegangen ist sagt aus, dass er das wohl nicht in eurem Zusammenleben hinbekommt.

    12 Jahre voller Drama, mit vielen Tiefs zermürben eher als das sie zusammenschweißen. Genau das ist bei euch passiert.
    Insoweit solltest Du Deine vermeintliche Liebe hinterfragen und schauen, ob Du nicht Abhängigkeit und Angst vor Selbstständigkeit mit Liebe verwechselt. Das Leben, was ihr euch aufgebaut habt gibt es nicht mehr. Seine Krankheit und die Trennung haben alles verändert. Du mzsst Dich davon lisen, um einen neuen Weg zu finden.

    Vater Deiner Tochter bleibt er immer - egal, ob ihr zusammenlebt oder getrennt seid.
    Die Frage ist, warum er sich für sie nicht interessiert:
    1. Hat er sich jemals für sie interessiert oder war es nur Dein Kinderwunsch?
    2. Liegt es an seiner Krankheit, dass er im Moment von eurer Tochter überfordert ist?
    3. Will er seine Tochter nicht sehen, weil Du immer dabei bist und ihm mit Deiner Verzweifelung den Rest gibst?

    Solange Du nicht weißt/Dir nicht eingestehst, warum er an Weihnachten so gegangen ist, hast Du keine Chance. Setz Dich mit eurer Beziehung auseinander und finde die Gründe.
     
  9. Na na, wir wollen doch nicht so einen Scheiss auf den Rücken unserer Kinder austragen.
    Bitte FS, nicht das Kind für deine Auszeit missbrauchen wie hier geraten.
    Das Kind kann Nix dafür. Ihr habt die Suppe gesalzen, also löffelt sie auch gemeinsam aus.
    M49
     
  10. Da kann ich nur zustimmen. Bei mir ist es allerdings so. Wenn man von mir geht ist es für immer vorbei. Eine zweite Chance würde es niemals geben Ich lasse mich nicht zum Hampelmann machen. Meistens ist es so, natürlich gibt es auch Ausnahmen, dass derjenige eine neue Beziehung hat. Selbst wenn das nicht der Fall ist, ist für mich da die Beziehung zu Ende.
     
  11. Wie kam es dazu?
    Was ist vorgefallen?
    Wenn ich raten müsste...
    .....hast du die Folgen seiner Erkrankung nicht ernst genommen? Hast ihm Vorwürfe gemacht, dass er sich nicht genug beteiligt? Ihm ein schlechtes Gefühl mitgegeben, dass er mehr zuhause machen müsste "wenn er schon daheim" ist`?
    Ihm unterbewusst Vorgeworfen, dass du jetzt die Hauptlast trägst und die Familie versorgst?
    Sowas in der Art vielleicht?
    Dann kommt es zur Depression. Er kann nicht! Er ist krank.
    Er kann nicht leisten. Statt Verständnis findet er Ablehnung, weil er nicht leisten kann.
    Vielleicht ist an Weihnachten beim Essen mit den Eltern wieder irgend ein Satz gefallen, der ihm dein Unverständnis vor Augen führte.
    Die Wut hat sich über die Zeit angestaut. Weil er nichts tun kann, um sein Leben zu verbessern. Weil er nicht teilnehmen kann.
    Er fühlt sich minderwertig. Er kann die Vaterrolle nicht richtig ausfüllen und fühlt sich wie ein Versager.
    Irgendwann konnte er das nicht mehr aushalten.

    Lass ihm Zeit.
    Wenn ich mit meiner Annahme richtig liegen sollte, dann bringe vor allem in Zukunft Verständnis auf. Er kann nicht, weil er krank ist.
     
  12. Ihr habt es schleifen lassen und das war ein Fehler, @Mina-2013.
    Von selbst lösen sich keine Probleme. Man muss sich mit ihnen befassen und Wege suchen, die Dinge zu regeln, die anliegen.

    Ihr wart doch zusammen bei seiner Familie.
    Wieso ging er nicht mit zu deinen Eltern?
    Sind deine Eltern ein Teil eurer Probleme?

    Mit Sicherheit ist er nicht einfach so ausgezogen. Es muss gewichtige Gründe dafür geben, wenn man so Knall auf Fall verschwindet, mit denen du dich auseinandersetzen solltest.
    Im Moment sieht es so aus, dass ihn alle die Tiefs, die ihr hattet, von dir entfernt haben und er dich nicht mehr liebt. Daran wirst du nichts daran ändern können. Abwarten und Tee trinken musst du aber auch nicht. Lass dich rechtlich beraten. Außerdem muss für eure Tochter eine Regelung getroffen werden.
     
  13. Sieht leider so aus, dass der Mann Depression hat. Er bräuchte Psychologische Hilfe. Er muss mit vielem klar kommen. Mit der Erwerbsunfähigkeit, schlecht laufende Beziehung, Einsamkeit. Weil er sich so gehen lässt, macht er keinen Haushalt und will auch nicht vor seiner Tochter so dastehen. Er schämt sich womöglich.
    So wird das natürlich nichts zwischen euch, er müsste sich Hilfe holen. Traurig, dass eure Familie das erleben muss.
    Du kannst jetzt für dich und deine Tochter sorgen. Wenn er klar denken kann, sieht es evtl anders aus. Aber dies ist ein langer Prozess.
     
  14. Seit wann wird der Mist nur auf den Rücken der Kinder ausgetragen, wenn der Papi mal seinen Pflichten nachkommen soll? Die TE sieht doch vor lauter Wald die Bäume nicht mehr und braucht mal einen klaren Kopf, ohne Kind. Sie muss doch kein schlechtes Gewissen haben, wenn sich der Vater mal nach zwei, drei Wochen ums KInd kümmern sollte.

    Aber ich bin mir sehr sicher, dass die TE das nie tun wird. Sie klammert sich in ihrer Verzweiflung an das Kind, wird von morgens bis abends heulen, tolle Situation für das Kind.
     
  15. Das ist doch Unsinn.
    Es geht darum, dass das Kind nicht einfach mal eben da abgeschoben wird, weil die Frau mal etwas Auszeit braucht.
    Ja, der Vater hat die Verpflichtung und wenn er ihr nicht Nachkommt, hat die Mutter halt die Arschkarte, ob sie will oder nicht.
    Ja das ist falsch, aber dennoch kann man nicht einfach sagen, bring ihm das Kind vorbei und gut ist.
    Dann kommt sich das Kind nämlich abgeschoben vor.
    Hier geht es mir ganz und gar nicht darum das Verhalten des Vaters zu verteidigen, sondern darum das das Kind nicht für deren Probleme missbraucht wird.
    Und ja, das ist totaler Mist.
    m49
     
  16. Die Frau braucht nicht mal eben eine Auszeit, sie ist für ihre Begriffe verlassen worden und wurde alleine gelassen.
    Du hast schon gelesen, dass das Kind grad mal zwei Jahre ist? Dem macht es nix, wenn es mal eine Weile von anderen Bezugspersonen, zu dem es ein Ur-Vertrauen hat, versorgt wird.
    Sie hat die Möglichkeit zu wählen, sie kann die Arschkarte nehmen oder den Vater des Kindes mit einbeziehen. Er wohnt bei seinen Eltern, die ihn als Großeltern unterstützen werden. Was daran so blöd ist kapier ich nicht.

    Er hat ja immerhin schon über zwei Wochen alleine gehabt, was ist denn mit ihr?
     
  17. Bei aller Liebe, so krank kann der Mann nicht sein, wenn er noch schnell mal das Kind zeugt. Ausserdem, er ist nicht der einzige Mensch, der krank ist und damit leben muss. Mir ist der Begriff volle Erwerbsminderung nicht ganz klar. Entweder ist man arbeitsunfähig und bekommt Behindertenstuffe oder vermindert arbeitsunfähig, also nur zum Teil arbeitsfähig. Das bedeutet, dass er arbeiten könnte, wenn auch wenig. Die Krankheit hat er seit mittlerweile 4 Jahren und aus dem Post der FS sehe ich keinen grossen Willen des Mannes, sich irgendwas an seinem Zustand ändern zu wollen. Viel mehr scheint mir, dass er seine Krankheit nutzt, um sich selber zu bemitleiden und Anlass zu haben, sich bequem einzurichten. Ich hatte Praktikum im Krankenhaus gemacht und da sieht man schon an der Genesungsrate, dass Menschen, die willig sind, schneller entlassen werden und weniger Schmerzen und Komplikationen haben. Ich hatte ein Zimmer mit Tumorpatienten, das war das lustigste Zimmer auf der ganzen Station, es wurde rumgeschäckert und rumgegackert. Und dann Menschen, die wesentlich leichtere Fälle hatten, aber aus dem Rumjammern und alle 10 min. klingen nicht rauskamen, bei denen wurde der Heilungsprozess auch länger. Steven Hawkins war zwei mal verheiratet und hat unzählige Arbeiten veröffentlicht, der Mann konnte nicht mal selbstständig atmen!
    Der Mann der FS hat ein Kind und ob er will oder nicht, er trägt auch Verantwortung. Also liegt es in seiner Verantwortung, sich mit eigener Gesundheit zu befassen. Keine Ahnung, wie schlimm seine Entzündung ist, aber oft sorgt schon Nahrungsumstellung und regelmäßige Bewegung für gewisse Linderung. Aber irgendwie ist es oft verbreitet, dass kranke Männer recht rücksichtslos und egoistisch agieren und "ich will mit euch nicht zu tun zu haben", während Frauen mit Fieber und Rückenschmerzen sich zu Arbeit schleppen, weil die Kinder versorgt werden müssen.
     
    • # 16
    • 17.01.2020 um 12:05 Uhr
    • Aries
    Nicht wissen, aber schimpfen.
    Jemand, der volle Erwerbsminderung bescheinigt bekommt, kann zwischen 0h bis max. 3h/Tag arbeiten. Also quasi nicht, deswegen bekommt der Betroffene die maximale EU Rente.
    Diese Bescheinigung bekommt man nur nach entsprechender Diagnostik. Da liegt Gravierendes vor.
    Seine rheumatische Erkrankung ist nicht Pillepalle. Der Mann ist krank, richtig krank, und kann vieles nicht, was für andere selbstverständlich ist.
    Einen Antrag auf Schwerbehinderung kann man stellen, muss man nicht.
    Viele Menschen wie er fallen dann in eine Depression. Keine Aufgabe, nichts können, Versager. Druck, Vorwürfe verschärfen.

    Ihr braucht beide Hilfe, therapeutisch. Familienberatungsstelle für Umgang, usw.

    M, 54
     
  18. Kannst oder willst du mich nicht verstehen?
    Mir geht’s ums Kind und nichts anderes.
    Sie schreibt:
    Seine Tochter hat er seitdem zwei Mal gesehen und fragt auch nicht nach ihr.

    Sie soll ihr Kind zu ihm geben anstatt die Arschkarte zu haben?
    Ein zwei jähriges Kind spürt sehr wohl ob es hin und her geschoben wird, vor allem wenn es beim Vater scheinbar nicht Willkommen ist.
    Ja die FS muss die Arschkarte nehmen. Es ist Mist und ungerecht und echt heftig für die Frau.
    Aber es nutzt nichts.
    Zum Wohl des Kindes muss sie jetzt da durch .
    Ja der Typ scheint ein Affe zu sein und verletzt seine Vaterpflichten.
    Mindestens ein erwachsener benimmt sich völlig falsch hier, also muss der andere die Verantwortung übernehmen. m49
     
    • # 18
    • 17.01.2020 um 17:21 Uhr
    • Thanis
    Ich brauch Dich nicht zu verstehen, ich hab nur eine andere Einstellung als Du. Warten das der Vater mich nach unserem gemeinsamen Kind fragt, würde ich nicht. Genau, ich würde sie ihm vorbeibringen. Damit ich Abstand bekommen kann und er ja nicht meint, dass er keine Verantwortung mehr hätte.

    Aber diese Einstellung hätte ich nur bei einem Mann, der nicht durch eine Krankheit in seinem Leben stark eingeschränkt wäre. Der Post der TE läßt aber nicht darauf schließen oder er zeigt genau warum der Mann nicht mehr kann.

    Genau in dem zweiten Falle würde ich Dir neverever zustimmen, dann wird sie sich um das Kind allein kümmern und es auch allein finanzieren müssen. Aber die TE meldet sich ja jetzt erst mal nicht mehr bei dem Mann und wartet ab. Tolle Strategie.
     
  19. wer sein Kind liebt lässt es nicht bei einem lieblosen Menschen als wäre es ein Gegenstand. Auch mit einem Tier macht man das nicht. Da geht es nicht um den eigenen Egoismus oder Machtkämpfe, sondern um die Sorge eines liebenden Elternteils um das Wohl des eigenen Kindes. Und wenn ich noch so müde und kaputt bin, im Leben würde ich ein kleines Mäuschen nicht bei jemandem abgeben, der sich für das Kind nicht interessiert. Sorry, null Verständnis für deine eiskalte Einstellung gegenüber einem hilflosen Wesen. Und übrigens, ein Kind hat Urvertrauen wenn es sich geliebt und geborgen fühlt, nicht bloß weil es jemanden kennt oder die Erwachsenen meinen, das Kind müsste Urvertrauen haben. So etwas müssen sich die Erwachsenen verdienen und tun es leider aufgrund einer solchen Einstellung wie du sie hast, eben nicht. Soll das Kind auch noch das Vertrauen in die Mutter verlieren weil es sich zu einem lieblosen Menschen abgeschoben fühlt?
     
    • # 20
    • 18.01.2020 um 19:54 Uhr
    • Thanis
    Jetzt macht doch mal halblang und tut nicht so als wenn der Vater ein Monster wäre, der überhaupt keine Gefühle für sein Kind hat.

    Es gibt doch nur zwei Möglichkeiten.

    1. Kind ist Papakind und Papa liebt sein Kind auch heiß und innig aber die Mutter des Kindes nicht mehr, sie ist der Mensch die ihn so dermaßen mürbe gemacht hat, er kann nicht mehr. Jeder Kontaktversuch zu seinem Kind brachte die Mutter wieder mit ins Spiel, die er nicht mehr ertragen kann. Er wird glücklich sein, sich um das Kind kümmern zu könne ohne das die Mutter dabei ist.

    2. Der Vater ist ein Arsch, der zu seinen Eltern flüchtet weil er seine Ruhe vor der Frau und dem Kind haben will. Ruht sich auf seiner chronischen Krankheit aus und zieht sich aus der Verantwortung für Kind raus. Weil er nicht alleine leben will und kann flüchtet er zu Mama und Papa.

    Für mich stimmt einfach nicht die Realität, wie sie die TE zur Zeit noch sieht, ich halte Abstand für gut in diesem Fall.

    Wie auch oben bei dem anderen Poster, ich brauche für meine Einstellung und Haltung kein Verständnis von anderen.

    Zur Emanzipation gehört für mich, den Vater genauso natürlich in die Pflichten einzubeziehen, wie sie von der Mutter erwartet werden. Auch Frauen müssen dafür umdenken.

    Ich bin auch überhaupt nicht eiskalt, ganz im Gegenteil aber wenn andere Menschen über meine Grenze treten, kann es auch knallen. Dabei unterliege ich auch mal.

    Für mich ist die TE zur Zeit überhaupt keine gute Mutter, sondern klebt an verklärten Erinnerungen der letzten 10 Jahre fest und hat überhaupt nicht begriffen was in den ganzen Jahren mit ihrem Mann passiert ist. Für mich gehört das Kind ganz weit von ihr.
     
  20. Es ist nun etwas Zeit vergangen... Hatte mich nicht mehr gemeldet. Er schrieb dann:
    " Ich habe nochmal über alles nachgedacht. Es kann sein, dass ich mich nochmal in dich verlieben kann, ich kann es dir aber nicht versprechen. Ich brauche Zeit, um zu mir zu finden und meine Interessen und Vorlieben zu leben. Das würde ich dir auch raten."
    Im ersten Moment hüpfte mein Herz vor Freude. Im zweiten wurde mir klar: Er hält mich nur warm.
    Er hat seine Tochter inzwischen nach 3 Wochen mal 8 Stunden bei sich gehabt. Hab ihn auf die Nachricht angesprochen. Er weiß nicht, wie lange er braucht, 6 Monate vielleicht.
    Er lässt mich alleine mit der Verantwortung, mit Haus, Kind und Hund und sagt mir ernsthaft ins Gesicht, dass es ihm gerade gut geht? Fehlt ihm nichtmal sein Kind?
    Er fehlt mir so sehr und ich sehe kein Ende dieser Gefühle...
     

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