• 09.07.2018
    • HellaWa

    Kann es nicht gut genug sein?

    Hallo zusammen!

    Ich (41), mein Partner (45), 2 Kinder (13&10 meine) 2 Hunde... Patchworkfamilie!

    Seit ca 3 Jahren leben wir zusammen. Mein Partner was schon immer penibelst auf Ordnung und Sauberleit bedacht, min. 2x täglich. Saugen und Wischen, nix Liegenlassen, alles muss top in ordnung sein. Wir sind beide berufstätig. Ich kümmere mich um Kinder und Hunde morgens, mittags und abends. Er erwartet ein aufgeräumtes und geputzte Haus, wenn er nach hause kommt. Soweit so gut.
    Mittlerweile ist es aber so, dass ich mir alles abreißen könnte, es wäre nie gut genug. Deine Kritikpunkte sind immer folgende:
    - Keine süßen Aufstriche zum Frühstück für die Jungs
    - nichts darf liegen bleiben, kein Buch auf dem Nachttisch, kein Schlüssel auf der Theke, keine Zeitung, nix
    - ich bin nicht zuverlässig, was absprechen anbetrifft: sage ich, ich würde nachmittags die Einfahrt kehren, mache dies aber nicht, weil es zu windig ist oder was immer, dann ist schon vorbei.
    - kompletter Kontrollgang durchs Haus, wenn er nach Hause kommt...

    So könnte ich das jetzt noch endlos fortsetzen, aber das sprengt den Rahmen.

    Natürlich hat er auch zwischendurch liebevolle Momente, aber die sind von kürzerer Dauer, als die doofen.

    Ich habe hier schon öfter was von Narzissmus gelesen...und eigentlich möchte ich einfach mal die Meinung unbeteiligter hören...auch, wenn es nicht schön ist.

    Habt Dank!
     
    • # 1
    • 09.07.2018
    • maik_
    Das klingt sehr penibel, ja. Was ich aber krass finde ist der Kontrollgang durch das Haus oder das es "vorbei ist" wenn du etwas nicht tust. Was bedeutet "es ist vorbei"?

    Wenn er es so ordentlich haben möchte, was trägt er dazu bei?

    Was denkst du, ist er glücklich? Bist du glücklich?
     
    • # 2
    • 09.07.2018
    • Valmont
    Simple Antwort: Er möchte einen Haushalt, der so "clean" ist, wie ihn nur kinderlose Paare zustande bringen!

    Das ist sein gutes Recht, denn er hat ja keine Kinder!

    Du musst also alles so machen, als wären Deine Kinder sauberkeitstechnisch, oder aufräumtechnisch nicht vorhanden. Mehr noch! Du musst so tun, als hättest Du deine Zeit nicht für die haushaltsführungstechnischen Aufgaben, für Deine Kinder, aufgewand, sondern ausschließlich für euch zwei!

    Das ist der Preis dafür, dass er Deine Kinder akzeptiert und keine eigenen hat!

    V.m48
     
    • # 3
    • 09.07.2018
    • IvyMarie
    Liebe HellaWa,
    für mich hört sich das tatsächlich nach Ausnutzen an; du bis berufstätig mit zwei Kindern, zwei Hunden und schmeißt noch den kompletten Haushalt ... sollte da nicht jeder liebende Partner wissen und honorieren, dass du vollen Einsatz zeigst! Anstatt zu kritisieren sollte er dich m.E. entlasten. Und warum lässt du es dir gefallen, dass er sich in die Erziehung deiner Kinder einmischt - du bist die Mutter und kannst alleine entscheiden, ob deine Jungs Nutella oder Wurst aufs Frühstücksbrot bekommen. Und wenn er absolute Ordnung erwartet, sollte er den Staubsauger selber in die Hand nehmen ...
    Ich denke nicht, dass es sich hierbei um Narzissmus handelt, eher um Bevormundung und eine Art Kontrollstörung. Was denkt er über dich, wenn er sich so unfair verhält? Du bist seine Lebenspartnerin, nicht seine Angestellte. Tut mir leid, das klingt jetzt sehr hart ... aber so schätze ich das ein.
    Letzten Endes musst du entscheiden, wie du damit umgehst oder welche Konsequenzen du ziehst. Ich kann nur für mich sprechen; ich würde das nicht dulden.
    LG IvyMarie, w50
     
  1. Das ist kein 'Patchwork' ... du hast einen Diktator in DEINE Familie gelassen. Wenn du den nicht sofort wieder aus DEINER Familie rauswirfst ... wäre es absolut gerechtfertigt, wenn die Behörden einer solchen schlechten & devoten Mutter die Kinder wegnehmen.
    Sag mal ... geht's noch? Wo ist deine Würde geblieben - so es jemals eine gab? Warum hast du deine gesamte Familie so einem System ausgesetzt? Wie oft hast du Kinder oder den Hund verraten - angeschnauzt, wenn sie ein wenig Dreck gemacht haben? Wieviel schlechtes Gewissen hast du selber in der Familie verursacht - in dem die Regeln dieses Putzteufels Stress verbreitetet haben?
    Mach Schluß, aber ganz ganz schnell!
    DANACH therapiere DEINE Ursachen warum es so einem gelungen ist, die gesamte Familie zu unterdrücken und warum du devot & abhängig geworden bist, von einem Diktator.
     
    • # 5
    • 09.07.2018
    • ErwinM
    Nein, das ist kein Narzisst, sondern ein krankhafter Pedant, wie er im Buche steht. Ist er auch geizig? Du wirst ihn nicht ändern können, es sein Naturell. Allerhöchsten, wenn er selbst Leidensdruck in dieser Hinsicht verpürt, dann könnte er sich von sich aus ändern.
    Tipp: Love it or leave it!
    ErwinM, 49
     
    • # 6
    • 09.07.2018
    • schwalbenweg
    Hmm... Wem gehört das Haus? Wo hast du bzw. er vorher gewohnt?

    Da ihr schon drei Jahre zusammenlebt wundert es mich, dass du dich erst jetzt daran störst, wenn er schon immer so "clean" war. Seine Vorstellungen - so wie du sie schilderst- klingen wirklich total überzogen. Zu jeder guten Partnerschaft gehören Kompromisse, die kann oder will er scheinbar nicht eingehen. Oder wäre es möglich, dass ihr das Haus in "Ordnungszonen" einteilt? Die Kinderzimmer gehen ihn nichts an. Dafür herrscht im Schlafzimmer bzw. seinem Arbeitszimmer strikte Ordnung, damit er einen Rückzugsort hat. Aber ganz ehrlich, wenn er schon Kontrollgänge macht statt Lösungen sucht, scheint er daran wohl nicht interessiert.

    Auf mich wirkt das sehr lieblos, ich könnte mit sowas nicht umgehen und würde mir eine eigene Wohnung suchen. Hatte er überhaupt schon mal eine langjährige, liebevolle Partnerschaft mit Zusammenleben im Alltag? Vielleicht hat er alle Frauen bewusst oder unbewusst mit seinen Kontrollgängen und Ordnungsvorstellungen vergrault?
     
    • # 7
    • 09.07.2018
    • saepe_inscia
    Der Mann hat eine Zwangsstörung.

    Vermutlich hatte er schon immer eine Tendenz in diese Richtung, die sich aber krass verschlimmert hat, weil er mit seiner/eurer Lebenssituation nicht zu Recht kommt. Es steht zu fürchten, dass das immer schlimmer wird, Zwänge sind schlimmer als eine Zwangsjacke.

    Wem gehört das Haus? Kannst Du gehen?

    Du musst Dich nicht trennen, aber ihr müsst dringend getrennt leben. Setze bitte Deine armen Kinder nicht einem solchen Terror aus, sie leiden ohne Ende und - sorry - Du hast die Verantwortung. Tu etwas, rette Deine Kinder. Schnell.
     
    • # 8
    • 09.07.2018
    • Thanis
    Wo ist denn bei Dir Patchwork? Er hat doch keine Kinder.

    Wäre ich Deine Freundin würde ich Deine Temperatur messen und Dich fragen alles noch im Lot?
    Mal ganz im Ernst, wie kann man als erwachsene Frau mit Kindern so eine Beziehung eingehen? Helfen vielleicht Ohrfeigen? Links und Rechts?
    Meine Herren, was sollen Deine Kinder von Dir halten? Mutter ist eine dämliche, abhängige Frau? Tolles Vorbild.
     
    • # 9
    • 09.07.2018
    • frei
    Ist es Zufall oder schreibt hier jemand ein Drehbuch ?
    Hier haben wir also den Konträrthread zum nagelneuen der Frau, die sich über die versiffte Wohnung ihres Freunds ärgert.

    Ich gebe zu, der Vergleich hinkt etwas, weil die Spannlage verschoben ist.
    - im ersten Thread: Frau mit normalen hygienischen Ansprüchen, hier den reinlichen Part vertretend, ärgert sich über den siffigen Mann und die Forumsteilnehmer stimmen ihr zu, das sei ekelhaft, da könne man weder schlafen, noch essen oder das Klo benutzen.
    - im hiesigen Thread: Frau mit normalen hygienischen Ansprüchen, hier den weniger reinlichen Part vertretend, ärgert sich über den Mann mit den Zwangsneurosen und ich tippe, die Forumsteilnehmer werden ihr zustimmen, dass der Mann einen an der Klatsche hat.

    Wer weiß, wie sich das bei den jeweiligen Männern darstellen würde ?
    Da wäre die Frau im ersten Thread der Putzteufel und der Mann nebst Tochter die lässig in der Mitte Liegenden.
    Die Frau im hiesigen Text wäre die Versiffte, die nicht mal dafür sorgen kann, dass es sauber ist wegen vier Schmutzern ( zwei Jungs, zwei Hunden ).
    Und die Forumsteilnehmer würden sich in der jeweils anderen Richtung empören.
    Wer stellt nun ein, was normal ist, wer im Recht ist ?
    Eure jeweiligen Männer sehen sich als mittig und richtig an und wer weiß ? Vielleicht sind sie es ja und ihr liegt jeweils daneben.
    Wir lesen nur, was ihr schreibt und selbst wenn wir es sehen könnten, wer sagt, dass wir es richtig beurteilen könnten ?

    Was ist richtig ?
    Das, was für uns richtig ist.
    Ich würde sagen, ich liege zwischen der Mitte und der Zwangsneurose, aber diese Einstufung kann ich nur vornehmen im Vergleich mit möglichst vielen Haushalten.
    Wer weiß, vielleicht sind alle meine Freund Siffköppe und ich denke nur, ich putze viel. Eine andere Freundesclique, die viel reinlicher wäre als ich, würde es bei mir vielleicht siffig finden.

    Wie so oft, es gibt kein Richtig und Falsch, auch hier greift nur Passung.
    Wenn es nicht paßt, wie bei meinem Freund und mir, hilft Toleranz.
    Wenn die nicht ausreicht und der Leidensdruck die Schmerzgrenze überschritten hat und alles Reden nichts hilft, bleibt nur die Trennung, mindestens räumlich.
    Dein Freund sieht sich in der Mitte und im Recht.
    Wenn er sich anpaßt / ändert, dann nur dir zuliebe, nur, um die Beziehung zu erhalten, nicht, weil er es einsieht.
    Und du genauso.

    w 51

    Übrigens: das mit dem Kontrollgang finde sogar ich als Toleranzverfechterin unerträglich.
     
    • # 10
    • 09.07.2018
    • Pia62
    .....einer meiner Freundin ist mit so einem Mann in zweiter Ehe verheiratet. Dieser Mann ist außergewöhlich liebenswürdig und ihr sehr zugetan. Sie hat eine Weile gebraucht, um dieses pedantische Verhalten deuten zu können. Er leidet auf eine ungewöhnliche Weise, die wir als Normalos nicht nachvollziehen können. Jegliche Unordnung und ein Zuviel an Dingen, die in der Küche nach dem Kochen stehen, verursachen bei ihm einen Schmerz. Dieser allabendliche Kontrollgang dient, um zu überprüfen, ob alles richtig sitzt, steht, liegt und clean ist. Erst dann kann er sich fallen lassen. Es könnte auch eine Asberger Färbung sein, eine narzisstische ist es mit Sicherheit nicht. Ich konnte lange nicht nachvollziehen, wie meine Freundin das aushalten kann. Erst nachdem ich auf Arte einen wunderschönen Film über das Verhalten eines Asbergers sah, konnte ich mich in diese ganz eigene Welt dieser Menschen reinfühlen und meine Freundin verstehen.
    Diese kontrollierte Pedanterie ist bei weitem nicht immer bösartig und es gibt oft Ursachen, auslösende Momente.

    Als ich vor einem Jahr einen Wohnungsbrand und kurze Zeit später, kurz vor dem Umzug noch einen Unfall, als krönenden Abschluss nach sieben Jahren hintereinander weg Stress, bis zum Anschlag hatte, war das Maß bei mir zum Überlaufen voll. Einige Zeit konnte ich meinen Beruf nicht ausüben und ich fing an, in meiner Wohnung akribisch, pedantisch, abartig bis ins kleinste Detail, alles hochglanz und rutschgefährdend zu polieren und pedantische Ordnung zu halten. Ich habe sehr schnell gemerkt, dass ich mir damit ein künstliches Gerüst erschaffen wollte, um all die Folgen die der Brand und die Verletzungen mit sich brachten, aushalten zu können und symbolisch eine zwanghafte Ordnung in mein Leben zu bringen.
    Ich habe es Gott sei Dank sehr schnell bemerkt und den Hebel umgelegt. Nur zu gut wusste ich, dass solche Zwanghaftigkeiten nicht einfach abzustellen sind, wenn sie erst einmal richtig gegriffen haben. Ich habe genau das Gegenteil zelebriert und alles etwas schlampen lassen. Mit der Zeit der Heilung hatte sich dann alles wieder auf ein normales Maß eingependelt.

    Liebe FS, natürlich ist diese künstliche Ordnung und Sauberkeit mit zwei Kindern und Hunden nicht machbar und auch nicht erstrebenswert. Vielleicht ist es möglich, einvernehmlich eine Lösung zu finden. Er wusste, auf was er sich einlässt. Hast du mal nachgehakt, warum er so pedantisch ist, welche Beweggründe dahinter stecken?
     
    • # 11
    • 09.07.2018
    • Vikky
    Dann hast Du wohl nicht verstanden, was Narzissmus ist. Der Typ ist ein pedantischer Dikator.

    Du solltest Dich in Grund und Boden schämen über das Familienmodell, welches Du Deinen Söhnen vorlebst. Die Chance, dass sie eine devote Frau wie Dich abbekommen liegt bei ungefähr Null.
    Die Wahrscheinlichkeit, dass ihnen unentwegt Beziehungen scheitern, weil sich das keine selbstständige Frau gefallen lässt und dass sie deswegen sehr unglücklich werden ist hoch. Ebenso die Wahrscheinlichkeit, dass sie Dich dafür verteufeln, wenn sie es als ältere Erwachsene endlich durchblicken.

    Ich würde meinen Anteil an Hausarbeit (2/3 wegen der Kinder) auf einem normalen Ordnungslevel machen und die Jungs auch zu Ordnung anhalten, damit ich nicht zum Haushaltssklaven werde. Den Rest macht Dein Partner.
    Und wenn er die Fluesenfugen mit der Zahnbürste schrubbt, weil ihm das was bringt, dann würde ich in der Zwischenzeit mit den Jungs was machen oder relaxen. Für seine Pedantrie ist er verantwortlich, das soll er selber machen.

    Wenn hm das nicht passt, kann er ja gehen.
     
    • # 12
    • 09.07.2018
    • void
    Keine Ahnung, ob das auch ein Zeichen für Narzissmus ist, ich seh darin eher einen schlimmen Kontrollzwanghaften mit großen Problemen.
    Klingt für mich pathologisch.
    Das ist noch viel zwanghafter und schlimmer.
    Was versucht er, unter Kontrolle zu kriegen? Das sind doch nicht die Zeitung auf dem Tisch und die Blätter in der Einfahrt.
    Warum tust Du Deinen Kindern das an? Du holst ja nicht nur für Dich einen Partner, wenn Du Kinder hast, sondern drückst ihnen den neuen Mitbewohner ja auch auf. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie sich wohlfühlen in eurer Katalogwohnung, in der sich keiner bewegen darf.

    Menschen, die über andere bestimmen wollen und sie unter Kontrolle kriegen wollen, sind niemals gut für die anderen.
    Wenn es Deine Wohnung ist und alles Deins ist, könnte ich mir vorstellen, dass er so versucht, Macht auszuüben, wo er eigentlich "ja nichts zu sagen hat". Ich meine, Deine Kinder, Deine Hunde, Deine Wohnung, er als Dazugekommener - wie soll er durchdrücken, dass er bei euch das Sagen hat als Mann, wie sich das gehört?
     
    • # 13
    • 09.07.2018
    • Silly
    Ich vertrete selten Valmonts Sichtweise und in diesem Fall auch nur zu 50 %. Letztendlich hat er gewusst, dass sie Kinder hat. Wenn ich das nicht will, ziehe ich auch mit keinem Partner zusammen, der Kinder hat.
    Aber beim Lesen Deines Threads hatte ich den gleichen Gedanken. Ist er denn nett zu Deinen Kindern? Kann ich mir gar nicht vorstellen. Je mehr ich hier lese und vor allen Dingen,je mehr ich in meinem Bekanntenkreis mitbekomme umso skeptischer stehe ich dem Patchwork Modell gegenüber. Einfach, weil ich es für die Kinder teilweise nicht zumutbar halte. Besonders bei der Konstellation Mutter mit eigenen (kleinen) Kindern geht das selten gut. In meinem Bekanntenkreis funktioniert es nur bei meinem Cousin, alle anderen Freundinnen ( und es sind einige)sind mit ihren Kindern wieder ausgezogen, weil es für die eigenen Kinder nicht zumutbar war. Mein Ex- Mann hat seine damals vierjährige Tochter mit uns in die Ehe gebracht. Sie lebte im Wechselmodell bei uns und seiner Ex. Es hat gut geklappt und ich habe mit der mittlerweile 20ig jährigen immer noch einen sehr guten Kontakt. Aber im Nachhinein muss ich sagen, dass ich ihr früher Dinge an den Kopf geworfen habe, die ich unserer eigenen Tochter nicht sagen würde. Bin ich auch nicht stolz drauf. Meine Tochter ist 13 und solange sie mit mir zusammen wohnt, zieht kein Mann zu uns und wir auch mit keinen Mann zusammen.Das müsste dann schon super, super gut klappen. Würde ich ihr nicht zumuten wollen. Und Dir liebe HellaWa, kann ich zum Wohle Deiner Kinder nur raten, nehmt die Beine in die Hand...
    W, 53
     
    • # 14
    • 09.07.2018
    • Matrix
    Liebe FS, auch wenn du jetzt geschockt bist, nimm das ernst.

    Kann es sein, dass du und deine Kinder zu ihm in sein Haus gezogen seid? Dann denkt er, "mein Haus, meine Regeln". Und du hast das ja anscheinend auch akzeptiert und versuchst, seine völlig überzogenen Ansprüche zu erfüllen.

    Selbst wenn ihr vereinbart habt, dass du nichts zahlst, aber dafür den Haushalt machst, darf er dich nicht so behandeln.

    Warum lässt du es zu, ist die Frage. Wieso tust du dir und deinen Kindern so einen kranken Kontrollwahn an?

    Die sollten eine unbeschwerte Kindheit haben und keine ängstliche Mutter, die vor der abendlichen Standpauke zittert.

    Ich stelle mir die Atmosphäre in eurem Haus furchtbar kalt vor, als ob man immer auf Zehenspitzen gehen müsste.
     
    • # 15
    • 09.07.2018
    • INSPIRATIONMASTER
    Auf der einen Seite bewundere ich dich das du das alles mitmachst auf der anderen Seite tust mir echt leid, dass du so wenig Selbstwert hast und deshalb bereit bist das mitzumachen, ganz ehrlich gesagt, ich würde das mit mir nicht machen lassen. Freiheit und Unabhängigkeit ist mir tausendmal wichtiger als diese diktatorischen Kontrollfunktionen zu ertragen! Es gehören immer zwei dazu, einer der es macht und der andere der es mit sich machen lässt, denk mal drüber nach. Unter solchen diktatorischen Maßnahmen zu leben, kann niemals guter Sex geschehen. Und du machst dich kaputt mit der Zeit!
     
    • # 16
    • 09.07.2018
    • annie83
    Liebe FS
    Ich kenne jemanden, der ähnlich kontrollierend mit seiner Partnerin ist und der hat eine Zwangsstörung/zwanghafte Persönlichkeit - darum dachte ich, ich lass' das Stichwort an der Stelle mal fallen. Ohne eine Internetdiagnose stellen zu wollen. Jedenfalls, ich bewundere, dass diese Partnerin nicht längst das Handtuch geworfen hat. Solche Menschen denken, nur sie haben Recht in Bezug auf ihr Lieblingsthema. Sie sind in gewissen Punkten komplett stur, belehren und kontrollieren andere - richtige Besserwisser. Ich könnte mit so jemandem definitiv nicht zusammen leben.
    Ja, und dann ist der Punkt erreicht, wo diese Beziehung doch eigentlich sinnlos geworden ist. Wenn es unter dem Strich Schei**e läuft für dich und dein Partner dich mehr runterzieht als aufbaut, warum tust du dir das an? Du bist 41 Jahre alt, hast zwei tolle Söhne. Du könntest bestimmt eine schönere Freizeit verbringen, als für diesen Mann zu putzen und dich für ungewischte Einfahrten oder Nutella-Frühstück zu rechtfertigen.
    Wahrscheinlich dachtest du am Anfang, wenn du ihm entgegen kommst, hört er irgendwann auf zu nörgeln. Dabei ist er dadurch noch zur Hochform aufgelaufen und ist jetzt voll auf dem Kontrolltrip.
     
    • # 17
    • 09.07.2018
    • Hanna_17
    Liebe FS,

    was heißt "dann ist schon vorbei."? Rastet er aus? Brüllt er dich an? Schlimmer - schlägt er dich?

    Er macht Kontrollgänge durchs Haus? Geht's noch? Du bist doch nicht seine Leibeigene, der er befehlen kann und die zu gehorchen hat.

    Er schreibt dir vor, wie du die Ernährung deiner Kinder gestalten sollst? Ebenso: Geht's noch? Du bist die Erziehungsberechtigte und hast das letzte Wort, er kann sich allenfalls einbringen, hat aber nicht das Letztbestimmungsrecht.

    Wenn ich richtig verstehe, machst du den Haushalt alleine und er kontrolliert und befiehlt nur. Warum machst du das? Du bist doch nicht seine Gratis-Putze.

    Sorry, aber was du beschreibst, geht gar nicht. Du bist mit einem Tyrannen zusammen, der dich unterdrückt. Wahrscheinlich bekommen auch die Kinder seinen Reinheitswahn zu spüren. Als Mutter bist du verantwortlich, deine Kinder vor körperlichen und seelischen Schäden zu beschützen.

    Trenne dich von diesem Menschen. Wenn nicht für dein eigenes Wohl, dann zumindest zum Wohle deiner Kinder. Nicht nur deine Psyche nimmt Schaden, sondern auch die armen Kinderseelen, die mitansehen müssen, wie ihre Mutter von einem Tyrannen schikaniert wird.
     
    • # 18
    • 09.07.2018
    • canon
    Das ist kein Narzisst, er hat Zwangsstörungen.
    Die sind therapierbar, allerdings müsste er diese erst einmal selbst als solche erkennen und Leidensdruck empfinden. Er macht es sich aber wie viele Patienten einfach und macht Dich zur Co-abhängigen. Somit muss er sich nicht seinen Ängsten stellen - Du federst es ja ab.
    Was sagen Deine Kinder dazu? Was würde passieren, wenn auf dem Familienfrühstückstisch plötzlich Nutella steht? Mach's doch einfach mal. Und wenn Du keine Lust hast, bleibt eben das Haus ungesaugt. So what?
     
    • # 19
    • 10.07.2018
    • beeberlin
    Wie viel Zeit pro Woche wendest du auf, um den Ordnungszwang deines Partners zu befriedigen - denn du würdest ja nicht jeden Tag 2x die Böden putzen etc. - 10 Stunden? Mehr? Anstatt in dieser Zeit Spaß mit deinen Kindern zu haben, dich selbst mit für dich wichtigen Dingen zu beschäftigen oder Sport zu machen, versuchst du den Ansprüchen dieses Mannes gerecht zu werden und es reicht doch meistens nicht aus - was für ein Alptraum! Macht es dich nicht langsam wütend, ständig kontrolliert und ermahnt zu werden und warum zeigst du ihm keine Grenzen auf? Habt ihr schon einmal versucht, euer beider Bedürfnisse bzgl. der Haushaltsführung zu klären? Bitte vergiss auch nicht, welch schräges (Vor)Bild von Mann-Frau-Beziehung deine Söhne aktuell erfahren.
    Wenn du dich bereits mit dem Thema Narzissmus beschäftigst, geht seine Kontrolle vielleicht schon viel weiter als von dir beschrieben und du erfährst zunehmend Abwertungen deiner Persönlichkeit - ist das der Fall? Wie verhält er sich wenn du "Fehler" machst und angebliche Absprachen nicht einhältst? Fragen über Fragen.
    Vielleicht helfen dir die Beiträge auf der Webseite reempowerment weiter, um sein Verhalten einordnen zu können, offenbar bist du bereit auch unangenehme, schmerzhafte Erkenntnisse zuzulassen.
    Wenn sein Verhalten in einem Jahr noch schlimmer wird, weißt du sicher, dass du es mit einer bedrohlichen Dynamik zu tun hast, die sich immer mehr zuspitzt. Spätestens dann solltest du dich und deine Kinder da rausholen, bevor ihr nur noch um ihn herum arrangiert leben dürft.
     
    • # 20
    • 10.07.2018
    • Lebens_Lust
    Die Erwartung darf er natürlich haben. Mir ist unklar, wo sein Beitrag dazu ist. Derjenige, der ein erhöhtes Sauberkeitsbedürfnis hat, soll eben auch für Sauberkeit sorgen. In den meisten Fällen wird das eher die Frau sein, hier eben der Mann.

    Seine Putzfrau bist Du sicher nicht, aber dass mit zwei Kindern etwas mehr Arbeit an Dir hängen bleibt, ist irgendwie auch logisch. Grundsätzliches Gespräch führen, Einstellungen zu Sauberkeit justieren und Aufgaben verteilen!
     
    • # 21
    • 10.07.2018
    • jasmina_jj
    Dazu fallen mir verschiedene Sachen ein:

    - dein Partner ist unterfordert und sucht sich im Haushalt eine neue Tätigkeit, wo er eine Wichtigkeit verspürt
    - unverarbeitetes Kindheitstrauma: Er hat sich negative Beispiele abgeguckt (z. B. Elternhaus), wo es ständig dreckig war und macht daher genau das Gegenteil.
    - ihr habt euch auseinander gelebt und besprecht nichts mehr.

    Warum setzt ihr euch nicht am Frühstückstisch zusammen und du sprichst mal das Thema an? Das wäre ein wichtiger Schritt, dass auch dein Partner dich ernst nimmt. Auf keinen Fall darfst du auch nur einen weiteren Tag so weiter machen. Werde ernst und sage deinem Partner, dass du allmählich an der Partnerschaft zweifelst. Du möchtest besser behandelt werden und du brauchst keinen Kontroll-Freak als man. Schlage ihm vor, ins Fitness zu gehen, er ist geistig und körperlich unterfordert.

    Narzissmus gibt es nicht ohne eine Person, die sich stillschweigend ausnutzen lässt.
     
    • # 22
    • 10.07.2018
    • Mandoline
    Für mich klingt das nach einer zwanghaften Persönlichkeitsstörung. Diese penibler Ordnung scheint er deswegen zu mögen oder zu wollen, um nicht selbst in Chaos zu verfallen.

    Liebe FS ich habe das Gefühl, dass immer diese äußerliche und penible Ordnung ihm eine seelische Stütze und Halt sind. Zweimal am Tag Staub zu saugen und Staub zu wischen wie auch nichts liegen zu lassen, ist krankhaft und zwanghaft. Denn die Welt geht nicht davon unter, ob ein Buch auf dem Boden liegt oder auf dem Nachttisch. Ich würde mich entweder trennen oder über zwanghafte Persönlichkeitszüge lesen und ihm empfehlen, sich psychiatrisch untersuchen zu lassen. Ich würde ihm als erstes einen Termin beim Arzt empfehlen und wenn er das nicht möchte, dann erst würde ich mich trennen - an deiner Stelle.

    Also für mich klingt das nicht nach Narzissmus, zumindest nicht so wie ich Narzissmus als Störung verstanden habe.
     
    • # 23
    • 10.07.2018
    • Undine
    Diese Schikanen mußte dieser Mann, als er klein war, sicher auch über sich ergehen lassen oder beobachtete dies an seiner Mutter/Vater....so wiederholt er es im Erwachsenenalter bei Dir und Deinen Kindern.

    Du scheinst sehr sehr bedürftig, total fixiert auf eine Partnerschaft mit Zusammenleben, sodaß Du das alles tolerierst und in Kauf nimmst, obwohl Dein Bauchgefühl sich wohl schon seit langem meldet....Wirst Du von Deinen Eltern unter Druck gesetzt, wenn Du keinen Mann vorweisen kannst?

    Solche Zustände können Dir auch jederzeit mit anderen Männern passieren. Sobald zusammengezogen wird, treten oft solche Muster zutage...tausende von Jahren alt. Deine männlichen Kinder sehen nun wiederum täglich solch ein "Vorbild".

    Bei einer entfernten Verwandten über zig Ecken bekam ich damals mal mit, daß der Ehemann überall in der Ehewohnung Zettel positionierte oder hinklebte oder hinlegte an Stellen, die sie, die Ehefrau zu putzen hätte...beide Nachkriegsgeneration.

    Gleiche Muster beobachtete ich bei Leuten meines Alters damals im südlichen Westdeutschland Ende der 90er: Hinhängen und Hinkleben von Zetteln, was die feste Freundin/Ehefrau gefälligst zu säubern hätte...Generation um 1969/70/71 Geborene.

    Dann ich selbst Begegnung mit gutaussehendem Mann (49) vor drei Jahren; Kennlernphase mußte ich nach wenigen Wochen abbrechen. Er versuchte ständig, mir weiszumachen, ich müsse mit Arbeit aufhören und bekäme doch sicher noch ein Kind. (Da war ich schon über 40 !!!).
    Er selbst geschieden mit Kleinkind im Wechselmodell wollte mir allen Ernstes permanent seine Waschmaschine erklären oder wie man Sprudel in so einer Metallflasche da herstelle, oder daß ich doch jetzt sofort mitkommen solle zur Ex um SEIN Kind abzuholen etc...Als er nach 7 Wochen immer noch nicht merkte, daß ich nicht bei ihm einziehe um ihm den Haushalt zu führen und sein Kind zu betreuen, geschweige selbst gebäre, zog ich die Reißleine...

    Schmeiß den Kerl raus und lebe selbständig und frei. Seinen Staubsauger darf er gern mitnehmen.
     
    • # 24
    • 10.07.2018
    • Salemina
    Bitte suche das Gespräch mit ihm, zeige ihm auf was für dich nicht mehr geht & versuche ihn zu einem Arzt zu bewegen!
    Das klingt psychisch nicht gesund..

    Warum lässt du dir das gefallen?
    Du wohnst genauso in dem Haus & wenn du DEIN Buch auf DEINEM Nachtkasten liegen haben möchtest, dann IST DAS SO! Auf dem Nachtkasten auf seiner Seite des Bettes, kann er ja machen was er will...
    Ernsthaft jetzt! Willst du so leben? Hast du gar keine eigenen Vorstellungen vom Leben im Haus? Mach dich mal wieder gerade & hör auf es ihm ständig recht machen zu wollen. Du bist nicht seine Angestellte.

    Notfalls Trennung, so kann man doch nicht entspannt leben.
    Weder Er, noch du mit deinen Kindern.
     
    • # 25
    • 10.07.2018
    • frei
    Hm...vielleicht ist es ja sein Haus.
    Vielleicht meldet sich die FS noch mal und bringt Licht ins Dunkel, in dem ich jetzt mal spaßeshalber herumstochere, ok ?
    Nur so als Gedankenspiel.

    Ein Mann hat einen Hund ( irgendwas muss er ja mit in die Beziehung gebracht haben, denn sie redet von Patchwork ), dem er nach dem Gassigehen immer die Beine und den Bauch sorgfältig abwischt, denn der Mann ist sehr ordnungsliebend und sehr stolz auf sein schönes, gepflegtes Haus.
    Er lernt beim Gassigehen eine Frau kennen. Dass sie Kinder hat, weiß er nicht, aber die beiden Hunde verstehen sich gut und so kommt er mit der Frau ins Gespräch und dann auch zu mehr.

    Er kommt mit ihr zusammen, lernt dann auch die Söhne kennen und sieht ihre Wohnung, die klein und doof ist und so kommt schnell die Sprache darauf, sie könne bei ihm einziehen.
    Sie ist immer sehr knapp bei Kasse, weil der Ex nicht gescheit bezahlt und sie wegen der Kinder und des Hunds nur halbtags arbeitet.
    Der Mann verdient gut, das Haus ist ohnehin da und groß genug für alle, außerdem ist er nicht geizig.
    Er hat aber ein Problem mit der Unordnung, die Kinder mit sich bringen und die die Frau normal findet.
    Darüber reden sie und die Frau verspricht, das Haus auch mit Kindern sauber und ordentlich zu halten, was der Mann sehr gerne glauben will.
    Er hat ein bisschen ein schlechtes Gewissen, als sie sagt, sie mache die Arbeit allein, da ihre drei Schmutzer ihn nicht belasten sollen und weil der Mann ein Lieber ist, will er dann aber unbedingt, dass sie wenigstens keine Miete bezahlen soll und auf die Nebenkosten verzichtet er auch...pffft, die 300 € mehr, das tut ihm doch nicht weh und der Frau mit ihrem schmalen Portemonnaie hilft es.

    Tja, das mit der Knete ist eine feste Größe, das war so abgemacht, sie bezahlt nichts.
    Die Gegenleistung, das Putzen ist weich, dehnbar, flexibel
    So what ? That: sie schleicht sich einseitig aus dem Deal raus.
    Du brauchst ihr das nicht vorzuschlagen, denn sie tut das bereits
    Sie sagt, er sei schon immer penibelst gewesen, sie haben das also vor dem Zusammenziehen thematisiert und Absprachen getroffen.
    Sie entzieht sich sukzessive und ihm steigt der Groll täglich ein bisschen weiter hoch, inzwischen bis Oberkante Unterlippe.
    In seiner Hilflosigkeit ob der lässigen mach-dich-mal-locker-Haltung der FS nehmen seine Kritiken groteske Formen an, 'nicht mal ein Buch auf dem Nachttisch', wofür der Nachttisch ja explizit da ist.

    Ok...Denkanregung zuende.
    Könnte es so sein ?
    Ich würde gerne den Mann hören.

    w 51
     
    • # 26
    • 10.07.2018
    • Possi_87
    Mindestens 2 mal am Tag wischen und saugen ... dein Partner hat eine Zwangsstörung. Sowas lässt sich nur noch mit psychologischer Hilfe in den Griff bekommen.

    Wenn ich 1 mal die Woche wische und 2 mal die Woche sauge/pfege, dann ist die Bude absolut sauber (falls keine Tiere vorhanden). Bei euch scheint ja das 14 fache Standard zu sein. Das macht stutzig und ist auch nicht mehr im normalen Bereich.
     
    • # 27
    • 10.07.2018
    • Hanna_17
    Liebe @frei,

    ich kann deine Gedanken durchaus nachvollziehen, doch dann könnte sie auch einfach seine Haushälterin sein, wie es das früher noch häufiger gab.
    Das Dienstpersonal ist für Ordnung, Kochen (und Kinder, die ja in diesem Fall ihre sind) zuständig und wohnt dafür umsonst im Haus des Arbeitgebers oder im kleineren Dienstbotenhaus auf dem Grundstück.

    Ich glaube nicht, dass das der Wunsch der FS war, sondern sie wollte Lebensgefährtin und nicht Hauspersonal sein.
    Als Lebensgefährtin hat sie m.E. ein Recht, das Haus auch dem bestimmungsgemäßen Gebrauch nach nutzen zu dürfen. Sie ist eben Bewohner und nicht nur Hausangestellte.
    Das schließt für mich eine gewisse eigene Entfaltungsfreiheit ein, natürlich in den Grenzen, dass das Haus sein Eigentum ist.

    Sie kann sich aber nicht entfalten, wenn ihr Lebensgefährte nichts davon zulässt.
    Es geht ausschließlich nach seinen Regeln. Was sie will, spielt keine Rolle, er entscheidet was sie wo wie nutzen darf und wann sie es wegzuräumen hat.
    Das ist für mich keine gleichberechtigte Beziehung, sondern ein Merkmal eines Hausherr-Dienstbotenverhältnis.
     
    • # 28
    • 10.07.2018
    • frei
    Es sind Tiere vorhanden.
    Sagt wer ?
    Ach ja, du. Dein Standard ist die Bemessungsgrundlage. Das 14-Fache deiner Wischfrequenz ist nicht normal.

    Ich würde mir vorstellen, andere Sichtweisen zu akzeptieren, oder zumindest anzuerkennen, dass ich nicht das Maß der Dinge bin.
    Auch wenn jemand Dinge tut oder gutheißt, die ich persönlich abwegig finde.
    Klar, auch ich habe meine Schmerzgrenze, aber dann ist die Erkenntnis vielleicht eher, 'ich will das nicht' / 'das passt nicht' und nicht so sehr 'der ist nicht normal'.

    Ich finde allerdings täglich zweimaliges Hundehaarentfernen nicht vollkommen abwegig. Natürlich hätte ich keinen Bock, das zu tun, aber deswegen habe ich auch keine Hunde.
    Auch ich mache öfter als 2x/Woche die Haare aus meinem Bad weg, wenn ich das nicht täte, wäre es bei mir nicht
    , obwohl ich da allein wohne.
    Letztlich ist es aber vollkommen egal, wie meine Haare auf meinem Boden aussehen und auch, wie es bei dir mit deiner Putzfrequenz aussieht. Hier kommt es auf die FS und ihren Männe an und ganz offenbar ist die FS deutlich lässiger als er.
    Auch was die Einhaltung von Zusagen betrifft, wie sie selbst einräumt. Da hätte nun wieder ich dran zu knabbern.
    Ich würde aber nicht soweit gehen zu sagen, die FS sei nicht normal, weil sie nicht zuverlässig ist. Ich würde nur sagen, dass ich mit ihr nichts zu tun haben will.
    DAS ist das Problem, die fehlende Passung, nicht, was sich messbar abbilden lässt.

    Hoffentlich meldet sich die FS nochmal. Ich wäre wirklich gespannt darauf zu erfahren, ob es entsprechende Absprachen wie in meinem Gedankenspiel gab.
    Dann würde sich der Mann nämlich anders bewerten lassen, nicht ?
    Immerhin hat die FS gewusst, dass er 'penibelst' ist und ist trotzdem mit ihm zusammen gezogen....damals schon wissend, dass sie sich nicht an die Zusagen halten wird ? Weil das nicht so ihr Ding ist ?

    Könnte es vielleicht sein, dass der Mann ein gutmütiger Trottel ist, der sich von der FS ausnutzen lässt und in seiner Hilflosigkeit nichts anderes mehr macht, als beknackte Ansagen wie 'kein Nutella essen' und beknackte Aktionen wie Kontrollgänge ?
    Wissen wir nicht, oder ?
    Vielleicht packt ihn mal jemand im Nacken und schüttelt ihn, dann schmeißt er drei der vier Schmutzer sowie die Frau raus, kann seinem Wuffi wieder die Pfoten abputzen und auch wieder seine Bücher auf den Nachttisch legen.
    Und dann versteht die FS die Welt nicht mehr und eröffnet einen aus-den-Wolken-Faller-Thread, der mit 'eigentlich war bei uns alles richtig schön' beginnt.

    w 51
     
    • # 29
    • 10.07.2018
    • Lionne69
    Was ist normal? Frei hat es gut formuliert.

    Ich kann weder mit dem Dreckbären, noch mit einem Pedanten.
    Ich habe es auch schon mal geschrieben, ein Kennenlernen brach ich ab, als ich seine Wohnung erlebte.
    Ich wusste, dass ich seine Ansprüche nie erfüllen wollte und könnte.

    Das ist das Eine - Reinlichkeit ist ein Bereich, der zwar gewisse Toleranzgrenzen bietet, aber je extremer in die eine oder andere Richtung, desto schwieriger.

    Das andere ist die Kommunikation.
    Kontrollgänge, etc - das geht nicht.
    Es geht aber auch nicht, dass man Absprachen nicht einhält. Keine Lust ist kein Grund.

    Der letzte Aspekt, ja, es kann psychologische Gründe haben, Pia hat es gut beschrieben, ich kenne es analog, und ich bin aus ähnlichem Gründen (nicht penibel) ordentlich - alleine schon, weil ich den Stress durch verlegte Sachen absolut nicht vertrage (wo sich Autoschlüssel verstecken können ist absolut mysteriös).
    Auch für Chaos finden sich psychologische Erklärungen - ich bin nämlich der Meinung, dass wenn jemand gerne Zuhause ist, sich wertschätzt, dies auch über seine Umgebung und den Umgang damit ausdrückt. Aber dies nur meine Meinung, kein Anspruch auf Wahrheit.

    Aber, nicht alles und jedes Verhalten ist pathologisch, meist ist es einfach die Bandbreite menschlichen Seins.

    Mein Ding ist nur, in wie weit kann ich die Ausprägungen des anderen noch akzeptieren, und wo sind meine Grenzen.

    Hier gibt es noch weitere Beteiligte, da sollte die FS schon mal nachdenken, was sie vorlebt.
     

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