• 10.01.2018
    • Mike_

    Ist eine Beziehung sinnvoll bei erfolgreichen Männern?

    Vor dem Hintergrund einer immer produktiveren Wirtschaft und sehr hohen Anforderungen an High Performern, ist es eher zeitintensiv sich auf eine tiefere Beziehung einzulassen. Ich habe den Eindruck das gerade Frauen ab 40 sehr zielgerichtet festere Beziehungen haben wollen als Frauen die jünger sind. Ich denke das Friendship plus die klassische Paarbeziehung ablösen wird. Wie seht ihr das?
     
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  2. Das kommt darauf an, was beide wollen. Wenns Liebe ist, passt es und der Mann wird Himmel und Hölle in Bewegung setzen um sie zu halten. Und sie wird begeistert JA sagen.
    Das ist unabhängig davon wie alt er/sie sind.
    Passt es nicht so recht wirds vielleicht Freundschaft + oder gar nichts.

    Mach Dir nicht so viele Sorgen. Du.merkst es wenn es der oder die Richtige ist. Sobald Du Zweifel hast, ob es der / die Richtige ist, ist ers übrigens nicht.

    Wenns Liebe ist weiß man, es passt. Mit sämtlichen bekloppten Macken des anderen, passt es dann.

    Hach, ich freu mich schon aufs nächste mal, wenns passiert!
     
    • # 2
    • 10.01.2018
    • Laubsk
    Das ist doch völliger Quatsch. Hat doch das eine nichts mit dem anderen zu tun. Die Menschen haben einfach ein Grundbedürfnis nach Liebe. Das lässt sich nicht wegdiskutieren oder verleugnen.

    Wieso sollte es zeitintensiv sein, eine tiefere Beziehung zu führen? Diese F+`s müssen ja auch organisiert und gepflegt werden. Und der eventuell trotzdem bestehend bleibende Mangel raubt auch Gedankenkraft. Wäre eine stabile, gute Beziehung nicht eine viel tragfähigere Stütze für diese "high-performer"?
     
    • # 3
    • 11.01.2018
    • kobaltblau
    Ich empfinde es genau anders herum, ab 40 werden Frauen da deutlich entspannter. Die Phase der Familiengründung ist durch. Es drängt nichts mehr.
    Es zwingt dich ja niemand in eine feste Beziehung. Nur werden die guten Frauen selten auf solche Scherze wie Freundschaft Plus abfahren. Der Bedarf dafür auf männlicher Seite ist um Welten höher als das Angebot auf weiblicher. Als Mann mit Fokus auf Sex natürlich nicht so leicht nachzuvollziehen, dass Frauen lieber auf Sex verzichten, als sich auf sowas einzulassen. Aber so ist das eben. Die guten Frauen erhalten genug, mehr als genug, ernsthafte Angebote. Bleibt ja trotzdem noch was für dich übrig.
     
    • # 4
    • 11.01.2018
    • Tulaya
    "High-Performer" ist ja irgendwie auch so ein Modewort in der Berufswelt geworden... Ich glaube kaum, dass es tatsächlich so viele "echte und lebenslange" High-Performer gibt - denke, diese Menschen sind die Ausnahme. Das Gros aller Menschen wird allenfalls in einzelnen Phasen ihres Lebens diesen Anspruch und dieses Tempo aushalten können. Von daher glaube ich, dass Freundschaft+ eher ein Modell für Beziehungsscheue ist und der beruflich bedingte Zeitfaktor nur temporär eine Rolle spielt. Manchmal passt eben eine feste Beziehung nicht in den jeweiligen Lebensabschnitt. So wie Libertybelle schon schrieb: so lange bis der oder die Richtige kommt.
     
    • # 5
    • 11.01.2018
    • NormaJean
    Ich habe eher einen umgekehrten Eindruck, was ich auch sehr oft hier im Forum bestätigt lese: eher die jüngeren streben nach festen Beziehungen, gemeinsamen Leben, Aufbau und Schaffen von gemeinsamen Werten, Gründen einer Familie, die Suche nach „dem/der Einen“, Heiraten, gemeinsam alt werden. Ist eben noch eine romantische Vorstellung, die ja irgendwie auch was schönes hat. Typischer Nestbaumodus eben.

    Wenn dann ab Mitte 30 die ersten gescheiterten Beziehungen wieder auf den Markt kommen, haben die meisten den ganzen Nestbaukram hinter sich gelassen, und wollen das Gleiche nicht nochmal haben. Dann hängt man in der Schleife der seriellen Monogamie, weil es mit niemandem mehr richtig klappen will, da man sich nicht mehr gerne einlässt, aus Angst verletzt zu werden.

    Dies alles kann natürlich bei einigen auch ganz anders sein, aber zumindest ist das meine Erfahrung aus meinem Umfeld.

    Meiner Ansicht nach hat das nicht viel mit der Arbeitswelt und Highperformern zu tun, wobei ich mir vorstellen kann, dass zu wenig Zeit genau solche Konstrukte wie Freundschaft plus zur Folge haben kann. Aber gemeinhin nehmen sich die meisten Leute genügend Zeit für den anderen, wenn es ihnen wirklich ernst ist.

    Wenn es einem wichtiger ist, high zu performen, dann hat das nix mit stetig wachsenden Anforderungen des Arbeitsmarktes zu tun (man denke nur an den gewöhnlichen Bandarbeiter in der Autoindustrie, der durch seine Schichten ebenso kaum noch Privatleben hat und trotzdem nicht high performed). Es hat eher was mit einer eigenen Prioritätensetzung zu tun. Wenn man nicht bereit ist, einer Partnerschaft und Zukunftswünschen einen festen Platz einzuräumen, dafür auf Arbeit aber zurückzustecken, tja, da kann das ja nichts werden. Wenn man will, kann man sich dem entziehen, wird dann aber gehalts- und karrieremäßig zurücktreten müssen.

    Ich finde, das ist eine private Entscheidung eines jeden Einzelnen und kein grundsätzliches, gesellschaftliches Problem.
     
    • # 6
    • 11.01.2018
    • Pflanze23
    Nein, glaube ich nicht. Der Mensch ist evolutionär und damit hormonell auf Bindung und Fortpflanzung angelegt. Im übrigen kenne ich kaum Frauen, die nur Affären suchen. Entweder kommen sie aus einer längeren oder schwierigen Beziehung und wollen deswegen nicht direkt wieder etwas Festes oder es passt eben nicht ganz, den Sex wollen sie aber mitnehmen.

    Natürlich scheinen inzwischen Werte wie Erfolg und Zielstrebigkeit fast wichtiger als Familie und emotionale Sicherheit. Ich würde aber behaupten, dass ohne Lezteres auch der Rest nicht so ohne Weiteres funktioniert. Noch nie waren so viele Menschen in Behandlung wegen Burnout u.ä. Und das ist keine Modekrankheit, sondern entsteht, wenn emotionaler Rückhalt fehlt. Ich kenne einige Burnout-Patienten und fast alle (!) sind Single oder in unglücklichen Beziehungen.
     
    • # 7
    • 11.01.2018
    • Lebens_Lust
    Für Familiengründung wird nach wie vor jeder eine klassische Beziehung bevorzugen. Wenn es rein um Sex geht, kenne ich mittlerweile Männer, die gerade nach gescheiterten Exbeziehungen Escortsbevorzugen, weil das weniger zeitintensiv und insgesamt weniger aufwändig ist.

    Ich denke, Jüngere werden nach wie vor nach festen Beziehungen streben, bei älteren werden die Beziehungen durch weniger Abhängigkeiten loser.
     
    • # 8
    • 11.01.2018
    • Stiegl
    Bei manchen ist es schlichtweg soziale Inkompetenz, dass sie sich so sehr auf das Berufliche konzentrieren und "high performen". Wenn ich schon mit Menschen privat nicht so kann, gebe ich anderweitig Gas, nicht zuletzt,um mein Selbstbewusstsein zu pushen.

    Ich kenne solche Typen und wenn man hinter die Fassade blicken kann, sieht es da mitunter ganz schön traurig aus.
     
    • # 9
    • 11.01.2018
    • Goody
    Nein, das glaube ich nicht.
    Der Wunsch nach Verbindung ist in uns angelegt. Beim einen vielleicht mehr, als beim anderen. Doch unterm Strich hat die Evolution da gut vorgesorgt, auch wenn wir immer wieder versuchen sich ihr zu entziehen. Doch sie entzieht sich uns nicht.
    Ich denke auch, dass die sog. "high erformer" überbewertet werden.
    Und Frauen Ü40 sind meist entspannter. Die wissen idR wer sie sind , was sie können und was im Leben vielleicht auch nicht mehr so wichtig ist.
    I
     
    • # 10
    • 11.01.2018
    • godot
    Sag mal glaubst du wirklich, dass wir vor 20, 30 oder 50 Jahren alle nur 'low performer' waren. Das unsere Projekte am Kaffeetisch realisiert wurden und wir dann um halb fünf entspannt nach Hause gegangen sind. Ich habe in den neunziger Jahren mehrere SAP-Einführungen (mein Part war die Umstellung auf elektronische Zeiterfassung) in Industriebetrieben mitgemacht. Da hat es ordentlich gekriselt mit meiner Beziehung (Wissenschaftlerin an der Uni).
    In den frühen 70ziger Jahren habe ich ähnliches erlebt als mein Vater mit dem Neuaufbau der abgebrannten Fabrik beschäftigt war.
    Also ist deine Grundvoraussetzung schon falsch.
     
    • # 11
    • 11.01.2018
    • Ejscheff
    Freundschaft plus ist für mich ein unguter Kompromiss.

    Zwei Menschen wollen nicht allein sein, nicht auf Sex verzichten aber keine echte, erklärte Partnerschaft. Vielleicht haben sie einfach nur Angst vor den Konsequenzen einer Partnerschaft oder vor einer Enttäuschung. Oder es ist für den einen oder anderen, tatsächlich psychisch die einzig mögliche Form einer Partnerschaft.

    Entweder ist die Freundschaft plus mittelfristig eine Enttäuschung, wird durch eine andere Beziehung abgelöst oder geht doch in eine echte Partnerschaft über. Auf jeden Fall ist es nur eine Übergangslösung.

    Ähnlich sehe ich offene Beziehungen (ich halte an etwas fest, solange es nichts besseres gibt, aus der Angst allein zu sein) oder Polyamore-Beziehungen (ich kann und will mich nicht entscheiden/festlegen/einlassen - warum auch immer).
     
    • # 12
    • 11.01.2018
    • Jana_09/15
    Es ist sicher richtig, dass niemand über längere Zeit einen 16-h-Arbeitstag und eine gut funktionierende Beziehung unter einen Hut bekommen wird. Jeder muss für sich selbst entscheiden, mit welchem Lebenswerk er mal in die Kiste hüpfen möchte - besonders produktiv im Sinne der Wirtschaft (die sicherlich nicht am Grab stehen und sich bedanken wird) gewesen zu sein, oder ein erfülltes Leben gehabt zu haben, in dem man Liebe erfahren hat.

    Den meisten Arbeitstieren fällt ja spätestens, wenn der Partner weg ist, auf, dass irgendwas schief gelaufen ist. Natürlich ist nicht jeder unzufrieden damit.
    Auch für das Friendship in F+ hat der Workaholic keine Zeit, also geht es um Sex.
    Ich meine, Menschen, die nicht in eine feste Beziehung investieren möchten, gab es schon immer und wird es immer geben.
    Und es gab in jeder Epoche Männer, die viel gearbeitet haben (z. B. als Dienstboten oder von früh bis spät auf dem eigenen Land etc.), die trotzdem Familie hatten.
     
    • # 13
    • 11.01.2018
    • INSPIRATIONMASTER
    Das sehe ich genauso, das ist auch der Wandel unserer Zeit, Frauen mit ca. 40 Jahren aufwärts, geschieden oder getrennt, haben schon bestimmte Erfahrungen hinter sich, sind meist auch beziehungdsbelastet und traumatisiert, suchen sicherlich deshalb was anderes, als Frauen mit 20 - 25 Jahren, die meist noch leider diese bittere Erfahrungen machen müssen!
    Und warum halten viele Beziehungen und Ehen nicht lange? Alles begann meistens auch mal mit Liebe!
     
    • # 14
    • 11.01.2018
    • frei
    Da wo ich vor 20 Jahren hinzog, wohnten die ganzen erfolgreichen Männer. Und soll ich dir was sagen ? Die waren alle verheiratet, nix mit Freundschaft+ und so. Die hatten Frau und Familie.
    (Jetzt wohne ich in der Innenstadt einer Großstadt, da ist es bunt gemischt und außerdem habe ich keinen Einblick in die Lebensmodelle meiner Nachbarn.)

    Keine Ahnung, woher dein Eindruck kommt.
    Ich denke, dass nahezu alle Manager, Aufsichtsräte usw. verheiratet sind.

    Und noch ein, wie ich denke, falscher Eindruck: nein, Frauen ab 40 sind eher gerade weniger an festen Partnerschaften, Zusammenziehen, Ehen interessiert als Frauen zwischen sagen wir 25 und 40.
    Denn nach 40 ist das Kinderthema nahezu durch, sie haben schon welche und kommen zurecht oder haben es aufgegeben.
    Und nach 40 haben Frauen auch gute Berufe und verdienen genug.
    Wenn sie sich also auf einen Mann fest einlassen, dann nur, wenn es gefühlsmäßig stimmt, es ist schlicht nicht mehr nötig, einen Mann zu haben.

    w 50
     
    • # 15
    • 11.01.2018
    • Tina1981
    Was ist eigentlich ein erfolgreicher Mann?
    Jemand der über 5.000 € verdient oder erst ab 10.000 € oder muss er über 20.000 € verdienen.

    Mit dem Alter hat das auch wenig zu tun.
    Ich bin noch keine 40 und habe trotzdem feste Vorstellungen von einem Partner und diese Vorstellungen hatte ich auch schon mit 25. Ich stelle leider auch oft fest, dass manche Männer nicht so an die Zukunft denken oder ich denke zu viel daran.
     
    • # 16
    • 11.01.2018
    • Lionne69
    F+ ist eine ganz andere Variante als eine feste Partnerschaft.
    Das hat mit der Frage, ob man Karriere macht oder nicht, gar nichts zu tun.
    Die Frage an sich findee ich seltsam.
    Für Dinge, die einem wichtig sind, findet sich immer Zeit.
    Im Gegenteil finde ich, dass eine stabile, gute (!) Partnerschaft einem eher viel mehr Energie gibt für anderes.

    Für F+ gibt es unterschiedliche Motive.
    Für mich ist es, dass eine wirklich gute Partnerschaft eben nicht einfach zu finden ist.
    Ich nur noch eine Partnerschaft eingehe, wenn die Gefühle passen, und es sich stimmig anfühlt? Mit ausreichend Gemeinsamkeiten für alle Facetten des Lebens?
    Einen Partner fände sich sicherlich schon, aber DEN, mit dem es passt?

    Aber trotzdem gibt es Wünsche, Sehnsüchte, und wenn man da einen Menschen gefunden hat, den man schätzt, vertraut, mit dem man schöne Stunden unterschiedlichster Art verbringen kann, miteinander lachen, freuen, vor allem eher Zärtlichkeit erleben und ganz am Rand auch Sexualität?
    Es reicht von der Basis her nicht für eine Partnerschaft, aber die Gemeinsamkeiten sind ansonsten groß genug?

    Das hat nichts mit Bindungswilligkeit - oder - Fähigkeit zu tun.
    Aber Partnerschaft um jedem Preis, nur um nicht alleine zu sein?

    Und ich kenne einige Menschen in meiner Altersklasse, die nach diversen Beziehungserfahrungen ähnlich denken und leben.
    Immer mit der Offenheit für eine passende Partnerschaft.
     
    • # 17
    • 11.01.2018
    • Kastanie
    Das kann man so pauschal nicht sagen.

    Mein Partner und ich sind beide beruflich sehr eingebunden. Die feste Beziehung klappt wunderbar, auch wenn die Zeit manchmal knapp ist. Auch ich habe den Eindruck, dass ältere Frauen entspannter sind und neben der Paarbeziehung verstärkt noch ihr eigenes Leben leben.

    Feste Beziehung mit viel Freiraum - so könnte ein Modell der Zukunft aussehen. Friendship plus wäre mir persönlich zu unverbindlich und käme nur in einer Übergangsphase in Frage.

    w(47J)
     
    • # 18
    • 11.01.2018
    • annie83
    Lieber Mike
    Ich vermute nicht, dass Menschen, welche keine tieferen Beziehungen haben, zwingend produktiver sind als andere. Eher das Gegenteil. Selbst Präsidenten haben schliesslich Frau und Kinder und die sind mit Sicherheit High Performer.
    Ich denke eher, heute kreieren wir zu viele Unterhaltungsmöglichkeiten, die es wirtschaftlichen und sozialen "low performern" erlauben, ihre gesamte Freizeit alleine vor dem Computer, Fernseher oder der Spielkonsole zu verbringen und damit bestens unterhalten zu sein.
     
    • # 19
    • 11.01.2018
    • Freyfrau
    Lieber Mike,

    ich denke, dein Post bezieht sich auf das Eingehen einer Partnerschaft jenseits der 40. Es liest sich ja weniger nach der "Familiengründungsphase". Du wirst wahrscheinlich vor dieser Frage stehen - und du wirst - deiner eigenen Einschätzung nach - einer dieser "High Performer" sein, nicht?

    Du machst dir Gedanken über die Qualität einer Beziehung und hast bisher nur Frauen kennen gelernt, bei denen du den Eindruck hattest, ihnen vor allem zeitlich nicht entsprechen zu können - eben WEIL deine Arbeit dich auch zu Zeiten fordert, zu denen die möglichen Beziehungspartnerinnen dich lieber für sich hätten.

    Jenseits der 40 sollte es viel leichter sein, eine Frau zu finden, die dein Arbeitsethos versteht, ja vielleicht sogar teilt. Am einfachsten ist doch eine Frau in einer ähnlichen Position - dann wäre ja auch eine ähnliche finanzielle Ausstattung gegeben - und man könnte zusammen die wenige verbleibende Freizeit hochwertig verbringen.

    Wenn man deine Frage ganz allgemein sieht, dann wird sich da nichts "ablösen", sondern immer mehr öffnen und vielfältiger werden. Ehen von 50 und mehr Jahren wird es nur noch sehr selten geben. Trotzdem wirst du in den nächsten 100 Jahren nicht das Heiraten abschaffen - dafür haben die Menschen dieses Spektakel viel zu lieb. Wie zeitintensiv Beziehungen geführt werden, hängt wiederum an den Paaren und bleibt deren individuelle Lösung für ihre Bedüfrnisse. Eine endgültige Verlagerung der work-life-Balance in Richtung "work" ist nicht angezeigt!
     
    • # 20
    • 11.01.2018
    • Valmont
    Fragst Du im Namen der 82% Bevölkerung, die sich in (überwiegend festen) Beziehungen befinden? Dann ist die Antwort: Nein!

    Fragst Du im Namen der 18% Singles und insbesondere den 3x, 4x und 5x alten Mitgliedern dieser Gruppe? Dann ist die Antwort: Ja!

    Irgendwie sind ja die Leute in der zweiten Gruppe dorthin gekommen und ich denke, dass diese Gruppe genau dieses Sammelbacken von Personen ist, die sich Fragen stellen wie "ist F+ besser als klassische Beziehungen?". Es ist ja nicht so, als ob sich Menschen, die in festen Beziehungen leben, die Frage stellen, ob nicht vielleicht F+ besser für sie wäre, sondern umgekehrt wird die Frage erst als Folge davon gestellt, dass man beziehungsmäßig nichts stabiles zustande gebracht hat!

    V.m47
     
    • # 21
    • 11.01.2018
    • Vorkoster_M36
    Wo es mit der produktiven Wirtschaft und den High Performern hinführt, kann man sich in Japan anschauen. Vor lauter Arbeit haben die Japaner immer weniger Lust auf Partnerschaft und Sex. Alles zu anstrengend. Eher Freundschaft Minus, oder so ...
     
    • # 22
    • 11.01.2018
    • void
    Mein Eindruck ist auch umgekehrt, es werden mehr Frauen entspannter ab 40, was Beziehungen angeht. Nicht alle, aber doch mehr als früher. Finde ich auch logisch, denn wenn man erstmal wirklich gesehen hat, dass eine Beziehung zerbrechen kann, und nicht mehr rumläuft mit dem Gedanken, dass man den passenden Partner für immer finden muss, weil alle anderen scheinbar gefunden haben, dann lebt sich das viel entspannter und man weiß, dass es wie ein Lottogewinn ist, einen passenden Menschen zu finden, mit dem man sein Leben teilen will.

    Diese HPs mit wenig Beziehungszeit und dauernden Reisen sind mir auch an der Uni begegnet. Sie hatten ausländische Frauen (echt alle), die sich noch sehr auf Tradition und Familie besonnen haben und da sie aus einem anderen Land kamen und mit dem Mann verzogen sind, wenn er woanders einen Karrieresprung machen konnte, auch irgendwie sehr abhängig von den Männern sind. Denen blieb nichts anderes übrig, als die klassische Hausfrauenrolle zu bekleiden. Das war noch eine Familie wie vor 50 Jahren. Auch mit der Beziehungsdynamik, dass die Frau den Mann kontrollierte und er wie ein kleiner Junge geblieben war, der seine Mutter geheiratet hat.

    F+ ist für mich nicht die Lösung, aber ich verstehe, was Du meinst, denke ich: Jeder konzentriert sich auf sein eigenes Leben, sieht zu, dass er einen festen Stand bekommt und unabhängig und abgesichert ist durch seine eigene Aktivität. Da kann es nur F+ werden, weil man jederzeit sagen können will "jetzt hab ich keine Zeit mehr für Beziehungsdinge". Das sagen die HPs, die ich oben beschrieben habe auch, aber die Frau nimmt das hin. Kann ja auch nicht anders.
    Ich will damit sagen, dass es nicht an den Männern liegt, die Karriere machen, sondern an den Frauen, die das auch tun wollen, dass sich mit einem HP nicht mehr das klassische Bild ergibt. Zumal der vielleicht auch überlegt, ob er eine Frau sein Leben lang versorgen will nur dafür, dass sie ihm familiären Hintergrund ermöglicht und ein Nest bereitet.

    Aber vielleicht geht der Trend auch schon wieder zu "Familie und Ehe". Mein Eindruck ist, dass jüngere Menschen das Modell auch wählen, wenn der Mann viel arbeitet und die Frau zu Hause bleibt wegen der Kinder. Sie hat nur heute vielleicht eine längere Ausbildung gemacht, mit Studium usw.. Und dann kommen die Kinder und es ist doch so wie immer.

    Also um auf Deine Frage zu antworten:
    Nein, F+ wird die klassische Paarbez. nicht ablösen. Die HPs, die sich der Karriere verschrieben haben, werden sich eine Frau suchen müssen, die noch traditionell denkt, was Frauen, Unabhängigkeit und Job angeht, falls sie mehr als F+ haben möchten, was auch bedeutet, dass sie die Frau dann ernähren werden müssen, wenn die männliche Karriere der Frau ihre Karriere nicht ermöglicht, so die Beziehung erhalten bleiben soll und keine Fernbeziehung werden soll.
     
    • # 23
    • 11.01.2018
    • Martina698
    Du verstehst nicht, wie Frauen früh negativ von Männern geprägt werden. Alle Frauen suchen eine verbindliche Beziehung; je jünger, desto eher, aber die jungen Mädchen denken eben noch, wenn sie sich nur schnell auf unverbindlichen Sex einlassen und den Männern ihre flotten Qualitäten im Bett zeigen, dass diese Männer dann ganz hin und weg sind von ihrer Schönheit, was so aber nicht stimmt.

    In denke, der Job ist eine Ausrede.
    Uns Mädchen hat man früher mit 5 Jahren schon immer gesagt: Wenn du keinen Mann findest, musst du im Job erfolgreich sein.

    Mit 40 sind die Frauen eher direkter und lassen sich nicht mehr die Butter vom Brot nehmen und es gibt klare Regeln, weil sie die Männer durchschaut haben, im Gegensatz zu 25 jährigen Mädchen.
    Und nein, sie sind nicht verbindlicher. Es sind alle Arten von Frauen dabei. Manche suchen eine Beziehung, manche wollen und können sich erstmal ihn ihrem Leben unverbindlich ausleben. Die besten Frauen sind einfach verheiratet und schnell weg, die Klügeren schließen sich mit 40 dagegen keinen dummen Männern mehr an.
     
    • # 24
    • 11.01.2018
    • godot
    Okay, den Unterschied zwischen F+ und einer klassischen Beziehung (das ist für mich Ehe und Zusammenwohnen, nicht unbedingt Kinder) kann ich noch verstehen. Aber es gibt doch noch diverse Zwischenformen. Z.B. Er arbeitet und wohnt in A, Sie arbeitet und wohnt in B, zusammen haben die Beiden Immobilienbesitz und sind verheiratet. Das ist nun wirklich keine klassische Paarbeziehung und weit weg von F+.
    Kann mir hier jemand in drei Sätzen den Unterschied erklären?
    PS Ich finde diese theoretischen Zuweisungen bringen uns nicht weiter. Alles zwischen den beiden Extremen ist doch schwammig.
     
    • # 25
    • 11.01.2018
    • void
    Diese Fernbeziehungen, die Du beschreibst, sind für mich keine F+-Konstrukte, weil die sich ja wirklich als Paar begreifen und hoffentlich lieben wie Partner. Bei F+ seh ich das nicht.
    Ich würde sagen, es liegt am Gefühl dem anderen gegenüber, und F+ immer so definieren, dass man das ganze jederzeit beendet, wenn einem der "richtige Partner" begegnet und mit dem sexuelle Treue gelebt werden soll. Also der F+-Mensch ist so eine Art zweite Wahl, die das weiß - es fehlt das Kribbeln, die Verliebtheit, aber weil manche nicht ohne Kuscheln und körperliche Nähe sowie Sex können, haben sie halt so einen Buddy.

    Ich hab früher immer gedacht, warum sind diese Leute denn nicht zusammen, wenn sie so toll harmonieren? Warten auf Godot? (konnte ich mir gerade nicht verkneifen.)
    Bei F+ fehlen die Schmetterlinge im Bauch und es gibt trotzdem Sex. Das ist mir (bislang) fremd. Ich könnte nicht mit jemandem befreundet sein, bei dem ich an Sex denken müsste, weil er so gut riecht. In den würde ich mich verlieben, wenn er auch noch so ein toller Mensch ist, dass ich mit ihm befreundet sein könnte. Und wenn ich mit jemandem befreundet bin, will ich keinen Sex, weil er wie ein Bruder ist. (Das habe ich aber nicht in meinem Leben.) Aber ich könnte eine LAT-Beziehung führen, mit dem, der so gut riecht.
     
    • # 26
    • 11.01.2018
    • Vikky
    Hmmm, die echten Highperformer, die ich kenne, sind alle langjährig verheiratet, Frau, Kinder - das volle Programm, denn das ist ihre Auftankstation und dafür machen sie das alles.

    Und die, die sich zu Highperformern erklären und parallel neben der Arbeit nichts auf die Reihe bekommen, sind keine High-Performer sondern übereifrige Lowperformer.

    Ja, F+ mögen sich die selbsternannten Highperformer wünschen - dass sich Beziehungen grundsätzlich dahin wandeln, glaube ich eher nicht, weil es zu wenig Interesse auf Frauenseite dafür gibt. Freundschaften kann ich auch ohne das + haben. Auf das + lege ich nämlich keinen Wert, wenn mir eine tiefere Bindung an den Mann fehlt.

    Mir ist auch nicht klar, warum man keine Zeit für eine Beziehung aber für F+ haben will. Das heißt ja, dass Du auch eine Freundschaft pflegen muss und vielleicht nur jeder 4. oder 5. Freundschaftsabend im Bett endet, weil der Begriff ja auch noch Freundschaft beinhaltet.
    Du meinst keine F+ sondern willst Frauen für dumm verkaufen und eine Sexaffaere unter dem Begriff führen.
    Einige weibliche Bekannte haben das ein paar Jahre nach ihren Trennungen in den frühen 40ern gemacht, auch weil der Sex in der Ehe lange wenig und schlecht war. Vor willigen Männern könnten Sie sich kaum retten - Ueberangebot. Sie wollten sich ausprobieren, was nachholen etc. Nach 3-5 Jahren wurde ihnen der Sex mit wechselnden Männern fad und sie haben es eingestellt ohne dass ihnen was fehlt.

    Männer, die für junge Frauen nicht hochgradig attraktiv sind, haben eine schlechte Chancen auf F+, wenn sie nicht entsprechend in die Freundschaftspflege investieren können, weil mit highperformen beschäftigt.
     
    • # 27
    • 12.01.2018
    • Martina698
    Freundschaft +, das ist genauso wie eine Affäre. Nach dem Sex bleibt nicht mehr übrig und es verbittert. Und irgendwann lässt deine Attraktivität und Coolness als Mann nach, so dass du dich selber auch nur noch mit alten Omas ins Bett gehen kannst, weil die besseren Frauen dich nicht mehr wollen. Und was machst du, wenn du plötzlich mit 50 impotent oder krank werden würdest? Dann ist es mit dem Sex auch aus. Die Frauen sind dann weg und suchen sich was besseres, weil du mit ihnen nichts von Bestand aufgebaut hast.

    Irgendwann sterben deine Freunde und deine Familie weg. Mit 45 wirst auch du merken, dass es bergab geht und keiner mehr Zeit für dich hat, weil alle mit ihrem eigenen Leben beschäftigt sind.

    High Performer ist man bis etwa 60, wenn es gut läuft, dann kommens schwere Krankheiten dazu, die einen in die Knie zwingen und einem die Mobilität nehmen.

    Du bist aber in bester Gesellschaft. Überall männliche Dauer-Singles über 40, die in ihrer Not wieder ihr Jugendlieben kontaktieren müssen. Auch bei mir sind wieder einige solcher ergrauten Ruinen angetanzt, in der Hoffnung, 20 Jahre später nehme ich sie wieder zurück oder leiste ihnen etwas Gesellschaft in ihrer Einsamkeit. Hahahaha! Hab sie gleich wieder nach Haue geschickt. Nein, mein Lieber. Baue dir etwas Solides auf, um nicht zu solchen Losern zu gehören, die am Ende nichts haben.
    Was du vorhast, ist nichts neues. Diese Männer sind zu bemitleiden.
     
    • # 28
    • 12.01.2018
    • Noela
    Vielleicht lautet die Frage statt "ist eine feste Beziehung sinnvoll?" eher "ist man zu einer festen Beziehung fähig?". Das hängt zwar auch, aber nicht ausschliesslich mit der Intensität ab, mit der man sich seinem Beruf widmet. Ein grosser Faktor ist Stressresistenz, wieviel Distanz man ertragen kann oder wieviel Nähe, Kompromissfähigkeit und andere solcher Beziehungseigenschaften. Und davon, was man sich für sein Leben so wünscht. Wenn du einfach nur Sex willst, dann muss das ja nicht mit irgendwelchen theoretischen Konstrukten legitimiert werden. Es gibt auch keine Allgemeinheit aller Frauen, die alle die gleichen Vorstellungen haben. Menschen sind verschieden. Man muss einfach herausfinden, was einen selbst glücklich macht und sich das entsprechende Pendant suchen.
     
    • # 29
    • 12.01.2018
    • noreia
    Die "High Performer"(die im Übrigen nicht nur Männer sind), die ich so im beruflichen und privaten Umfeld kennenlerne, haben fast alle auch irgendwie den Ehrgeiz, nicht nur ihr berufliches Standing, sondern auch den privaten Bereich zu optimieren. Es sind ehrgeizige Menschen, die einfach alles wollen. Und für sehr viele gehört dann auch ganz klassisch ein fester Partner, bzw. Partnerin und Kinder dazu. Zumindest eine zeitlang.

    Ich persönlich glaube auch nicht, dass Freundschaft +, die klassische Paarbeziehung ablösen wird. Aber ich glaube an das "Lebensphasenmodel" ....wenn man sehr jung ist man eher auf der Suche nach Spaß und Erfahrung, dann eine Phase, in der festere Beziehungen angestrebt werden, um vielleicht Familie zu gründen, danach dann wieder eher die Suche nach etwas Lockerem, um sich auszuleben und den Enge der vergangenen Familiephase etwas entgegenzusetzen, um dann rechtzeitig vom Altwerden wieder eine feste Beziehung zu finden, damit man im Alter nicht allein ist.
    Und je nach Lebensphase kann dann auch eine Freundshaft + mehr Vorteile bieten als eine feste Beziehung. Ob man das in jedem Fall vom Alter und vom Geschlecht abhängig machen kann (Frau,40) glaube ich nicht - es kommt doch immer auf den individuellen Lebensweg an, in welcher Phase man sich gerade befindet.
     

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