1. Ist ein Antialkoholiker ein weiteres NOGO?

    Bisher dachte ich, dass man als Antialkoholiker eher positiv als negativ ankommt, aber nachdem ich jetzt schon des Öfteren gefragt wurde, warum ich keinen Alkohol trinke, bezweifle ich dies.
    Da kamen die tollsten Mutmaßungen:
    Da war ich der ehemalige Alkoholiker, der jetzt trocken ist oder dies ist nur jemand, der konvertiert ist und wegen seinen Glauben keinen Alkohol trinkt.
    Die naheliegende Begründung, dass mir Alkohol einfach nicht schmeckt, kam keine der Frauen.

    Wird man jetzt also schon als Antialkoholiker ausgemustert im OL-Dating?

    Um irgendwelchen Mutmaßungen vorzubeugen:
    Ich gehöre nicht zu den Menschen, die andere Vorverurteilen. Jeder kann tun und handeln ich er möchte. Gut eine Frau, die täglich 10 oder 20 Drinks konsumiert, will jedoch auch nicht. Das hat aber wenig mit Antialkoholiker zu tun. Ich schätze diejenigen, die kein Antialkoholiker sind, wollen diese Frauen auch nicht unbedingt.
     
  2. Wahrscheinlich vermuten die Damen dahinter eine starre und unflexible Haltung, ein bißchen zwänglich vielleicht sogar. Möglicherweise sogar eine religiöse Motivation wie Zeugen Jehovas oder ähnliches. Das liegt eben nicht jedem.
    Ich würde mich daher an deiner Stelle nicht also solcher outen, oder nur, wenn dein Gegenüber es dir auch wirklich abnimmt. Sag einfach gar nichts dazu, ist doch nicht so schwer.
     
  3. Doch ,es gibt Frauen, denen diese , deine Option (mag einfach keinen Alkohol und trinkt auch absolut keinen) als erstes einfällt: Ich bin beispielsweise eine dieser Frauen. Da ich , genau wie du, keinen Tropfen Alkohol trinke, ebenso keinen Kaffee. Wieso ? Die Antwort ist simpel: Schmeckt mir einfach nicht. Unverständnis oder "Empörung" über meine Einstellung habe ich bislang von niemanden gehört oder erlebt.
     
  4. Ich persönlich kenne mehr Menschen wie dich...mein Partner eingeschlossen.
    Ist doch eher sympathisch( für mich zumindest)
    Die Frage ist wie ist dein Lebensstil sonst so:
    Wenn du viel weg gehst in Bars oder Kneipen bist du natürlich ein Exot.
    Solltest du in der Fitnessszene, bei Gesundheitsbewussten oder Sportler auftauchen... Dann sind die Trinker eher Exoten.
    Was für dich dann allerdings ok sein sollte ( denn die trifft man da auch):
    Vegetarier, Veganer, Leute mit anderweitigen Spezialernährungen wegen Unverträglichkeiten usw.
    Ich würde gar nicht diskutieren. Einfach gar nicht auf ein Gespräch eingehen.
    Oder du erzählst den Leuten, die dich eh grad nerven was Alkoholkonsum alles anrichten kann:
    Leberschäden, polyneurophatie, einen weiblicheren Körper bei Männern, absterben von Gehirnzellen, Bluthochdruck, Impotenz.
    Also mir würde er schmecken, aber ist mir echt zu ungesund, ich bin auch nicht gerne bedrunken.
     
    • # 4
    • 27.05.2016
    • frei
    Mein Freund und ich trinken auch keinen Alkohol, und zwar genau wie du, weil er uns schlicht nicht schmeckt.
    Kein weiterer Grund.

    Ich bin allerdings etwas weniger radikal als er und nehme z.B. den Aperitif, der mir vor einem schönen Essen angeboten wird und trinke den halt.
    Da sterbe ich nicht dran, ich muss mich nicht übergeben, ich torkele nicht herum...er schmeckt mir nur halt einfach nicht.
    Ich tue oft Dinge, die mir nicht 100%ig gefallen, z.B. weil ich jemanden nicht verletzen will.
    Meinem Freund ist es hingegen egal, ob er die Gastgeberin vor den Kopf stößt, wie in meinem Beispiel.

    Vielleicht könntest du das auch so machen, einfach aus sozialen Gründen. Kannst ja das halbvolle Glas später unauffällig orgendwo abstellen. Das mache ich immer, wenn es bei größeren Feiern Sekt gibt. Ich mache kein Theater und stoße halt mit an.

    Wenn jemand tatsächlich einen konkreten Grund hat, keinen Alkohol zu trinken, z.B. eine überwundene Abhängigkeit oder eine Hepatitiserkrankung geht das natürlich vor.
    Genauso wie ich von keinem Moslem erwarten würde, dass er eine Schweinebratwurst ißt, um die Gastgeber nicht zu beleidigen.
    Aber ich esse ausnahmsweise sogar Leber ( würg ), wenn es sein muss und sterbe nicht daran.

    w 49
     
  5. Bei der Partnersuche ist alles, was "extrem" wirkt hinderlich.

    In einer Gesellschaft in der Alkoholkonsum "normal" ist, befindet sich ein Antialkoholiker auf der äußersten Gegenüberseite eines Alkoholiker und wird als wahrscheinlich genauso als "außerhalb der Norm" empfunden.

    Gerade bei "Extremisten" (wie Veganer etc.) befürchten Menschen, dass ihr eigenes abweichendes Verhalten, beobachtet, kontrolliert und gemaßregelt werden könnte.

    Was Dein Nicht-Vorverurteilen angeht, machst Du Dir da nichts vor? Um bei der 10 Drinks-Frau zu bleiben - wo ist genau Deine(!) Grenze? Einer, zwei, drei.... und in welchem Zeitraum?
    Eine potentielle Partnerin wird das ungern in einer Beziehung (mit eventuellen Schuldgefühlen Dir gegenüber) herausfinden wollen.

    Das Ganze ohne Wertung!
     
  6. Lieber PeterPan,
    hast du denn das Thema Alkohol auf's Tapet gebracht oder waren das die Frauen?

    Auch ich trinke keinen Alkohol und das ohne Alkoholikerin zu sein. Von mir aus thematisiere ich das aber auch nicht. Jemand der mich kennen lernt stellt das früher oder später (in der Regel eher etwas später) von ganz alleine fest.

    So etwas habe ich allerdings noch nie erlebt!
    Ich habe mehrere Bekannte, die aus diversen Gründen, viele auch aus beruflichen, keinen Alkohol trinken. Dazu gehören Mediziner, Polizisten, Zöllner, Piloten.

    Das ein mangelnder Alkoholkonsum ein Nogo bei einem potentiellen Partner sein soll - nein, das kann ich mir nicht vorstellen. Bei mir ist das auf jedenfalls eher ein Plus, wenn auch kein muss.

    Wie bei vielem gilt wohl auch bei dem Thema der Grundsatz, der Ton macht die Musik: Will heißen, kommunizierst du deine Haltung zu diesem Thema todernst, wird dein Gegenüber da "Mehr" dahinter vermuten. Tust du es gar nicht bis beiläufig ist daran nichts besonderes mehr. Es ist dann eben nur etwas, das du nicht magst.

    Verteufeln das OL-Dating nicht gleich von vorn herein. Es ist eine recht eigene Welt, in die man sich erst rein finden muss. Ein paar "eigene" (d.h. blöde) Erfahrungen gehören da dazu.
    Versuch einfach es lockerer anzugehen und auch es lockerer hinzunehmen, wenn es eben mal nicht so läuft.

    w/36
     
  7. Du scheinst Dich sofort in die Rechtfertigungsschiene zu begeben und dann bist Du "angreifbar". Mein Bruder trinkt auch keinen Alkohol, weil er ihn nicht mag, mein Ex Partner mochte ihn auch nicht. War nie ein Thema. Weshalb? Weil er keins daraus machte.
    Ich lebe vegan. Auch kein Thema, weil ich keines draus mache. Allerdings stelle ich fest, dass die Anderen sich gleich zu rechtfertigen beginnen. Müssten sie gar nicht , tun es jedoch trotzdem.
    Sag´ einfach , ich mag keinen Alkohol und fertig!
     
  8. Für mich wäre es tatsächlich ein No-Go.
    Ich komme aus der Hotellerie und liebe Weinreisen, - seminare, - vorträge. Ich beschäftige mich gerne mit Wein und trinke auch andere Alkoholika wie Sekt, Champagner, Weisswein. Furchtbar finde ich Whiskey, Grappa, also die harten Sachen.
    Es geht beim Wein nicht ums masslose Saufen sondern für mich auch um die Kultur dahinter und das ist für mich ein schönes Hobby.
    Wenn ich das nicht mit dem Partner teilen könnte, hätte ich ein Problem und alleine eine Flasche aufzumachen hat mich noch nie gereizt.
    Mein Vater war Alkoholiker bzw. dann trockener Alkoholiker. Daher kenne ich die ganze Problematik dahinter denn bei einem trockenen Alkoholker darf es auch kein Apfelsaft, kein Mundwasser und 1000 andere Sachen sein, das Krankheitsbild ist viel umfassender als nur „keinen Alkohol" zu trinken.
     
  9. Ich würde das nur soweit thematisieren, wie es dir wichtig ist.

    Wenn du es übermäßig betonst, vermuten die Leute natürlich, dass da irgendwas im Busch ist. Außerdem wirkt es - wenn man es betont - nach einer etwas radikalen Einstellung... du wirst dann als Prinzipienreiter abgestempelt.
    Wenn du hingegen einfach etwas alkoholfreies bestellst und auf die Warum-Frage mit einem belanglosen "ich trinke eigentlich (fast) nie etwas, das schmeckt mir einfach nicht" antwortest, sollte das doch nicht so ein Problem sein? Wenn du hingegen antwortest, dass du aus Prinzip keinen Alkohol trinkst bekommt man schnell den Verdacht, dass du vielleicht sogar andere missionieren möchtest...
     
  10. Ich trinke ebenfalls Null Alk und stehe auch dazu.

    Ein ebensolcher Mann wäre ein Traum für mich.

    Genau wie Du, war ich nie Alkoholikerin, oder Mitglied von Zeugen Jehovas. Mir schmeckt Alk nicht und ich finde es ausgesprochen abstoßend, wenn ich alkoholisierte Menschen sehe.
     
  11. Für mich wäre eine Frau mit der Einstellung definitiv ein No-Go. Ebenso wie übrings eine Vegetarierin oder ähnlich. Jeder darf gerne so leben wie er möchte, habe ich kein Problem mit. Absolut nicht!
    Aber, warum sollte ich mir diesen Stress antun. Und das Risiko das es irgendwann Auslöser von Diskussionen wird, ist nicht von der Hand zu weisen. Ne du, lass mal, die Auswahl interessanter Frauen ist da einfach zu groß, als das man such nur ausgerechnet solch eine Person raussuchen muss.
     
  12. Mit gleichem Recht könnte man auch meinen, dass "Nicht-Rauchen" ein NoGo-Kriterium sein könnte. Wie kommt man bei so einem Alkohol-Trinker dazu, dauernd die Fahne in der Nase zu haben, dauernd ein Bier-/Wein-Schnaps-Fass küssen zu müssen und aus der Haut tritt der Geruch auch noch heraus.

    An sich müssten sich Raucher und Alkoholiker bestens verstehen.
     
  13. Ich trinke auch sehr selten Alkohol, weil er mir nicht so schmeckt. Dennoch würde ich mich nie als Antialkoholikerin bezeichnen, denn ich bin nicht anti Alkohol eingestellt. Zudem gibt es ja nicht "den" Alkohol, sondern tausend Geschmacksrichtungen, Mixgetränke etc. Und davon schmeckt mir doch einiges ganz gut. Ich gehe auch sehr gerne in schöne Bars, weil ich die Atmosphäre mag. Zu einem tollen Essen bestelle ich mir auch einen Wein, weil das in meinen Augen das Essen vortrefflich abrundet. In der Regel trinke ich dann mein 0,2 er-Weinglas nur halb aus, aber dennoch passt der Wein meines Erachtens besser zu einem tollen Essen als irgendetwas anderes.
    So kommt man auch als Mensch, der Alkohol nicht so mag, gut durchs Leben und wirkt nicht sonderbar, denn meines Erachtens fallen absolute Nichttrinker tatsächlich auf, weil jede völlige Ablehnung von etwas immer ein bisschen strikt und unflexibel wirkt. Tatsächlich schließt sich dann der Verdacht an, dass man auch in anderen Bereichen strikt und unflexibel ist.
     
  14. Katastrophisieren ist auch viel spannender als sich mit dem Menschen auseinander zu setzen, im Glauben zu schenken, dass es kein ehemaliger Alkoholiker ist etc. Das ist hier im Forum und auch sonst zu beobachten. Der Mensch funktioniert nach Schema F und wenn er aus dem Rahmen fällt dann wird kritisch beäugt und abgelehnt.
     
  15. Wenn ein Dating-Partner beim Date oder schon vorher so darauf Wert legt, mir mitteilen zu müssen, dass er Anti-Alkoholiker ist, dann wirkt das auf mich, wie wenn der Mensch dann im Falle, dass ich mal was trinke, ziemlich intolerant ist, mir also jedes Mal Stress macht. Ich weiß, dass das nicht der Fall sein muss, aber diese Assoziation weckt die Betonung auf dieses Merkmal bei mir. Da würde ich den Schluss ziehen, dass dieser Mann einfach nicht zu mir passt, rein vom Lebensstil her. Allerdings würde ich deine Einstellung für dich persönlich niemals in Frage stellen, jeder soll doch nach seiner Façon glücklich werden.

    Zwischen absoluter Abstinenz und 10-20 Gläser Wein pro Tag liegt ja auch noch sehr viel.
     
  16. Ich finde, das ist immer eine Sache, wie man sowas raushängen lässt. Mich nerven Menschen, die partout etwas ablehnen und dazu ihre besseren Argumente vorbringen, die ich gar nicht hören will. Sei es bei Antialkoholikern/Alkoholikern, Veganern/Fleischfressern, Rauchern/Nichtrauchern, Christen/Atheisten und so weiter.

    Du darfst oder willst kein Alkohol trinken, dann musst du dich generell an Frauen anlehnen, die strinkt kein Alkohol trinken, sonst läufst du Gefahr, ihnen doch noch zu sagen, wie viel sie zu trinken haben oder schaust sie zufällig schief an, weil sie mal 2 Gläser mehr trinken will. Kennt man ja alles und das wird dann recht schnell ungemütlich.

    Für mich wäre ein Antialkoholiker nichts, denn ich möchte mit meinem Partner gerne mal gemütlich ein Glas Wein trinken und nicht alleine trinken, während er mit der Cola daneben sitzt. Auch schon erlebt. Da kommt keine Stimmung auf.

    Wie mein Vorschreiber schrieb. Man kann einen Drink dezent entsorgen auf einer Party, ohne großes Trara zu machen.

    w
     
  17. Hallo PeterPan.
    Mich würde interessieren, zu welchen Gelegenheiten du diese "Kritik" zu hören bekommst. Thematisierst du das im EP Profil? Wenn ja, in Welcher Rubrik? ("Das Besondere an mir ist, dass.... ?")
    Dann würde vielleicht helfen, weniger offensiv damit umzugehen und da gar keine "große Sache" draus zu machen. Eben es nicht als Attribut herauszustellen.
    Oder sagst du das beim Date im Lokal gleich begleitend zur Getränkebestellung? Halte ich für ebenso überflüssig. Bestell dir doch was du magst und thematisiere es nur auf Nachfrage. Wenn es dir wirklich (!!) nicht wichtig ist, ob deine potenzielle Partnerin Alkohol konsumiert, wird sie beim zweiten oder dritten Date vielleicht danach fragen. Und du könntest immer noch sagen, dass du nichts gegen Alkohol hast, aber selbst keinen Geschmack daran findest. Damit fühlt sich auch keiner "komisch", denke ich. (mir wär´s piepegal)

    Aus meinem Gefühl heraus: Würde ich das schon im Profiltext finden oder zu einem sehr frühen Zeitpunkt als "Alleinstellungsmerkmal" offeriert bekommen, würde ich mutmaßen, dass dieses Thema dir sehr wichtig ist. Dass du vielleicht auch bei anderen darauf schaust. (da hilft der Hinweis auf´s Nicht-Vorverurteilen wenig.)
    Wenn in dieser Frühphase Gedanken heraufbeschworen werden, den Grauburgunder in deiner Gegenwart vielleicht nur mit pochendem Gewissen "genießen" zu können --- das lässt sich doch vermeiden --- oder?

    Salute !
    FrauF
     
  18. Mich würde es in der Beziehung nicht stören, nein, mir wäre es egal, wenn der Partner keinen Alkohol trinkt. Auch bei den Dates wäre es mir egal, ob er Alkohol trinkt.

    Mich würde die Info aber gleich anfangs abschrecken, weil ich auch an Krankheit und Sucht denken würde. Mir wäre deine freiwillige ausgesuchte Haltung zu radikal. Ich würde überlegen, ob du mich missionieren willst.

    Bezeichnend finde ich, dass du sofort die 10-Drinks-Frau nennst! Ist dir klar, dass 10 Drinks das andere Extrem zu Dir darstellt? Die Mehrheit hat andere Trinkengewohnheiten. Ich wäre genervt und von Dir abgestoßen, wenn du mir von 10-Drinks erzählst, während ich bei unserem Date beim Italiener zur Pasta ein Glas Rotwein bestelle.
    Da wäre es bei mir durch.

    Ehrlich wäre von Dir, wenn du der Frau schon anfangs sagst, was du tatsächlich an Alkoholkonsum von ihr dulden kannst.

    Kann ich dir meinen lecker Coq au Vin kochen, ein Tiramisu oder Weihnachtsgebaeck anbieten? Kann ich mit dir in einen Biergarten gehen, auf eine Weihnachtsmarkt, ohne dass du schimpfst usw.?

    Deswegen würde ich an deiner Stelle anfangs dieses Extrem nicht so kommunizieren, sondern sagen, dass dir Alkohol nicht schmeckt und du Alkohol sehr selten trinkst.
    Stimmt ja so, oder?

    Ich war übrigens mal in einer ähnlichen Situation. Ich war an einem sehr heißen Tag zu einem Date verabredet. Es war mir viel zu heiß für Alkohol. Der Mann verstand das nicht, wollte mich zu einem Cocktail überreden und wollte, dass ich mein Weigerung rechtfertige. Sehr nervig!!
     
  19. Mein lieber Peter Pan,
    Ich trinke auch keinen Alkohol außer am Silvester ein nippen am Schampus. Einfach wegen meinen nostalgischen albernen Gefühlen.
    Meine Erfahrung : Menschen mit niedrigem Niveau ( habe ich in jeder Schicht gefunden ) machen eher einen Verstörten Blick. Aber mein Blick ist durchdringender,deshalb ich mir jeden Terz deswegen verbitte.Auch ohne Rechtfertigungen meinerseits.
    Weltgewandte ,intelligente Leute interessiert es einen Keks was du trinkst.
    Ob da einer dabei war und denkt das man Ex Alki sei..so what..kann sein.Gedanken sind bekanntlich NOCH frei...
    Ich war mal viele Jahre Vegetarier,was meinst du in was für Seelennöte ich da manche Leute gestürzt habe...he he... Gegen Dummheit kann man eben nix machen...
     
  20. Wie kommt ihr denn normalerweise auf das thema? Schon beim ersten Date beim Bestellen der Getränke? Wenn ja, dann bestelle was Antialkoholisches, aber OHNE den Zusatz: "ich trinke nie Alkohol".
    Das ist kein Verbiegen. Sondern es geht darum, das Thema nicht wie ein Schild vor sich her zu tragen. Denn damit provozierst du wahrscheinlich recht oft vor allem zwei mögliche (unbewusste oder bewusste) Ablehnungsreaktionen:
    1) "der war wohl mal Alkoholiker" und muss deshalb jetrzt vollkommen abstinent bleiben
    2) der ist "clean" und ich trinke eigentlich zu viel - es ist mir unangenehm, künftig als Sünder jeden Tag von einem Heiligen vorgeführt zu werden (ich übertreibe es etwas, zum verdeutlichen)

    m44
     
  21. Für mich wäre das jetzt nicht unbedingt ein absolutes NoGo. Ich selbst trinke auch nicht so oft Alkohol, gibt auch nur wenige Sachen, die ich trinken mag. Aber etwas doof fände ich es schon, wenn man doch mal irgendwo auf einem Geburtstag eingeladen ist, alle - ich inbegriffen- "bechern" und mein Partner nicht. Aber das ist ja nur meine Meinung (bin 25 - da ist das Trinkverhalten beim Feiern auch sicherlich nochmal anders als bei Ü30) und wenn du nicht möchtest, solltest du dich auch keinem Gruppenzwang beugen. Eine Frau, die dich nur deswegen ablehnt, möchtest du vermutlich eh nicht.
     
  22. Auch mein Mann trinkt absolut keinen Alkohol. Nie. Einfach weil ihm der alkoholische Geschmack (selbst in geringer Dosierung nicht schmeckt) moch stört es nicht.. wenn ich meine Weinverkostungsreisen durch Valpolicella oder Montalcino mache habe ich immer einen Fahrer. In Italien wird bei alkoholisierten Fahrern auch schon mal gern das Auto beschlagnahmt.
    Von den Verkostungsreisen abgesehen trinke ich so 5-6 Gläser guten Wein.. im Jahr.
    Ich könnte auch mit einem Vegetarier leben.... Schlimmer wären für mich Schwenshaxenvertilgende Biertrinker.
    Also lieber FS, wie Du den meisten Antworten entnehmen kannst, hätten die wenigsten ein Problem damit, solange Du diesbezüglich nicht missionarisch unterwegs bist.
     
  23. Ich trinke auch nie, habe allerdings keine Dating-Erfahrung. Aber davon abgesehen ist es schon erstaunlich, was man so als Nichttrinker alles erleben darf. Da wird massiv Druck aufgebaut, doch zu trinken. Da das nichts hilft (die Erfahrung sollte diesen lernresistenten Menschen eigentlich zeigen, dass ich nie zuvor eingeknickt bin), werden einem ständig Getränke hingestellt, die man dann wohl aus Höflichkeit austrinken soll, zusätzlich wird verbal Druck aufrecht erhalten. Dabei thematisiere ich dieses Thema nie von meiner Seite aus und halte auch niemandem Vorträge.

    Diese Erfahrung konnte ich bisher ausschließlich in Bezug auf Alkohol machen. Es hat mir nie jemand mit Nachdruck Tabakwaren in den Mund gestopft und auch konnte ich nie beobachten, dass Vegetariern Fleisch auf den Teller gelegt wurde (höchstens aus Versehen). Deshalb würde ich, falls ich mal in die Dating-Situation käme, jemanden bevorzugen, der auch möglichst wenig trinkt.

    Vielen Menschen würde nicht nur Toleranz und Respekt gut stehen, sondern vielleicht auch nur einfach gutes Benehmen. Ich hatte oft das Gefühl, dass trinkende Menschen ihr "Fehlverhalten" (Trinken ist schließlich schädlicher als Nicht-Trinken) nicht ertragen, wenn einer dabei ist, der ihnen das ausschließlich mit seinem Verhalten "vorhält" (eben einfach nicht trinkt).

    m28
     
  24. Lieber FS,
    wenn Du erlebst, dass Dein "Antialkoholiker-Sein" ein NoGo bei der Partnersuche ist, dann liegt es an der Art, wie Du das Thema kommunizierst - intolerant und radikal. Letzeres macht das NoGo aus, nicht, dass Du keinen Alkohol trinkst.
    Dass es Alkoholiker gibt und was das ist, ist mir bekannt. Vom Antialkoholiker-Dasein hingegen lese ich zum ersten Mal.

    Ich kenne viele Menschen, die keinen Alkohol trinken - meist Profisportler. Daraus macht keiner ein Thema, weder sie noch sonst jemand im Bekanntenkreis. Sie ordern einfach ein alkoholfreies Getränk und das wars. Sie kommentieren auch nicht den Alkoholkonsum anderer.

    Ich selber trinke wenig Alkohol, wenn ich es will und mit Genuss, aber ich lasse mir es nicht aufzwingen. Heute wurde mir vor dem Mittagessen bereits ein Wodka angeboten (ehem. Ostblockland). Ich lehnte ab, beim Essen trank ich als Einzige Mineralwasser. Natürlich gab es ein paar Kommentare, aber ich blödel' halt zurück "meine Regel: kein Sprit vor Einbruch der Dunkelheit", dann ist das Thema durch.
    Ich will die anderen nicht beschulmeistern und nehme ihren Kommentare als Scherz. Wenn jemand versucht mich massiv zu bedrängen/belehren, dann verbitte ich mir das energisch. Beim Alkoholkonsum kenne ich das garnicht, sondern nur von Ernährungsterroristen, z.B. Veganern. So einer kommt mir nicht ins Haus.

    Wenn Du also Ablehnung erfährst, weil Du keinen Alkohol trinkst, liegt es daran, dass Du es wie eine Monstranz vor Dir hertraegst und anderen vermittelst, dass Dich das zu einem besseren Menschen macht. Tut es aber nicht. Du bist deswegen keinen Deut besser oder schlechter als derjenige, der ab und an ein Feierabendbier oder Glas Wein trinkt.
     

  25. Seh ich genauso. Nur bei mir ist es das Bier das mich interessiert da ich aus einer Brauerfamilie komme. Jedes Jahr ist es ein absolutes Highlight für mich die Braukunst Live Messe zu besuchen und mich mit anderen über neue Biere und das Thema Brauen zu unterhalten.
    Für mich ist ein gutes Bier eine Spezialität die mir den Tag versüßt auch wenn ich natürlich bei weitem nicht täglich welches trinke.

    Auch ein gutes Gläschen Wein mag ich gerne, auch wenns selten über 3 Gläser im Monat geht.

    Darauf verzichten zu müssen oder mir regelmäßig irgendwelche blöden Sprüche anhören zu müssen wäre der absolute Graus.

    Sehr gut ausgedrückt. Genau das sehe ich auch so. Außerdem wärst du bei mir schon wegen deiner Schwarz/Weiß-Denke unten durch. Aber wie du siehst gibt es ja genug Foristen die deine Lebensart teilen, dann dürfte es im Reallife ebenso aussehen.
     
  26. Lieber FS,

    Das Wort "Antialkoholiker" habe ich bisher noch nie gehört, es klingt aber nach jemandem, der extrem was gegen Alkohol hat und sich sehr mit dieser Abneigung identifiziert. Natürlich ist so was uncharmant. Man antizipiert abschätzige Blicke und Moralpredigten, wenn man sich ein Glas Wein bestellt.
    Ein Vegetarier, der sich als "Anti-Fleischesser" bezeichnet, ein Fahrradfahrer, der sich "Anti-Autofahrer" nennt und ähnliches würde ähnlich feindselig wirken, selbst wenn das nicht bewusst so gemeint ist.
    Mein Tipp: Du hast sicher Interessanteres über dich zu erzählen als das. Am Besten du erzählst, was du magst. Dann findest du Menschen mit ähnlichen Interessen, das verbindet stärker als gemeinsame Abneigung.
     
  27. In meinem fortgeschrittenen Alter werden mir Anti-Alkoholiker und Nichtraucher immer sympathischer. Vorbei sind die Zeiten wo mich eine Alkoholfahne, abgestandener Rauch in den Klamotten oder sogar schlechter Atem nicht gestört haben. Es gibt nichts Widerlicheres als Menschen, die aufgrund von übermäßigem Alkoholkonsum nicht mehr gerade laufen und sprechen können. Wenn ich das von außen als nüchterne Person beobachte schüttele ich immer nur den Kopf und denke: Mein Gott, wie bekloppt muss der Mensch sein dass er sich das antut. Selbst meinem Sohn bringe ich in seinem aktuellen Alter von 14 Jahren gerade bei, dass es überhaupt nicht cool ist Alkohol zu trinken um anerkannt und geliebt zu werden. Mal sehen wie sich das entwickelt, ich denke aber er wird ein gesundes Verhältnis dazu bekommen. In meiner Familie trinkt kaum einer Alkohol, somit ist es nicht üblich, dass Flaschen mit Alkohol wie Usus auf dem Tisch stehen.

    Ein weiterer Grund dafür ist natürlich, dass ich selbst schon immer Nichtraucherin bin und auch so gut wie keinen Alkohol trinke. Mal ein Glas Wein oder Sekt bei Gelegenheit. Aber auch nur ein Glas, dann ist mein Appetit auf Alkohol gedeckt. Und bin ich mit dem Auto unterwegs gehen sowieso nur Null Promille. Wäre ja schön blöd wenn ich meinen "Lappen" riskiere getreu der Devise: Wird schon gut gehen!

    Ich kann auch lustig und gesellig sein ohne die vermeintlich lässige Zigarette im Mund oder das Glas Alkohol in der Hand. Und immer mehr schätze ich Menschen, die Prinzipien haben, diese leben und ihnen treu bleiben. Eben Dieses und Jenes nicht tun nur weil es die Gesellschaft so will. Sich definitiv durch das dumme Geschwätz der Anderen nicht überreden und schon gar nicht beeinflussen lassen.

    Somit lieber FS, bleibe so alkoholfrei wie bisher. Meine Hochachtung dafür hast du.
     
  28. Das Problem ist eventuell auch die Wortwahl "Antialkoholiker“.
    Ich trinke zwar auch keinen Alkohol, aber deswegen bin ich kein Antialkoholiker, da ich nicht gegen Alkohol bin. Jeder soll das trinken was er will und hat vielleicht auch etwas mit meinen Liberalismus zu tun.

    Als Kaffeeholiker ziehe ich schon wegen dem Geruch einen Kaffee vor, wobei ich hier nicht von einen Kaffee, den man bei Aldi, Lidl usw. erwerben kann, spreche. Der Geruch bei einem edlen Kaffee ist viel angenehmer und intensiver für mich und bei einem Wein habe ich noch nie erlebt, dass man 10 m weiter sein Aroma noch riecht.

    Die Erfahrungen, die der FS machte, habe ich auch noch nie gehört. Wenn mir wegen meiner Abneigung von Alkohol einen religiösen Grund vermutet, dann zeigt dies ja schon, welches schwarz-weiß Denken der Andere so hat.

    Gut im Spaß meinte einmal ein Freund von mir ich wäre eine Umsatzbremse. Wer ist denn eigentlich die Umsatzbremse. Während mein Freund 2 Gläser Wein getrunken hat, habe ich schon den 5 Kaffee bestellt.:)

    Wahrscheinlich liegt es auch nur daran, dass der Genuss von Alkohol gesellschaftsfähig ist und wer den Konsum kategorisch ablehnt und auch das Wort "Antialkoholiker" benutzt als extrem geoutet wird. Der Staat verdient ja Milliarden an Steuern jährlich durch den Konsum von Alkohol.
     
  29. PeterPan,

    nicht der Anti- Alkoholiker ist ein NoGo für mich, sondern der Anti-xy.
    Das wirkt intolerant, besserwisserisch, etc.
    Ich bin dies und jenes, bin für und nicht im Vordergrund gegen.
    Und vor allem bin ich für Toleranz und Leben und Leben lassen. Das soll jeder machen, wie es passt.

    Ist für Dich dann das Gegenteil gleich eine Alkoholikerin?
    Nur weil frau sich vielleicht mal eine Radler, einen Wein, einen Caipi gönnt?

    Ich habe mit vielen Leuten zu tun, die wenig / nichts trinken - Diffamierungen kenne ich nicht.
    Ich kenne aber die Diffamierungen von manchen Antialkoholikern, Vegetariern, Anti- Autofahrern, Nichtrauchern,... - steckt da nicht auch ein Quentchen Neid dahinter, oder muss man den anderen belehren und bekehren, statt einfach sein eigenes Leben genießen?
     

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