1. Ist eigentlich die Religion heute überhaupt noch so wichtig bei der Partnerwahl?

    Ich(Ü40) hatte jetzt schon ein paar Dates und war jeweils die Glaubensrichtung für die Herren schon wichtig, aber wie wichtig ist dies eigentlich heute noch?
    Ich schätze 95% der Menschen, die einen Glauben haben, haben zwar diesen Glauben gleichwohl praktiziert doch nur eine Minderheit diesen Glauben aktiv.
    Gut für die Minderheit ist der Glauben dann schon wichtig, aber bei den meisten eher nicht.
    Ist dann nicht egal, welchen Glauben der andere hat, wenn der Rest passt?
     
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  3. Ich bin Katholikin, gehe regelmäßig zur Kirche und war dort auch in einigen Projekten aktiv in jüngeren Jahren. Nach der Rente will ich dort wieder hin, denn die Kirche bietet ein volles Programm aufgrund weltweiter Pilgerfahrten, Alten- und Kinderbetreuung, Freiluftmessen, Katholikentage etc., was mir immer viel Spaß gemacht und mich sozial weitergebracht hat.

    Ein Mann könnte in allem ein Traum sein, wenn er religiös andere Prioritäten hat, Atheist oder mit Gottglauben aber auch den dazugehörigen Werten wie 10 Geboten und der Bergpredigt nichts am Hut hat kämen wir nie zusammen.

    In der heutigen Zeit glauben eh viele nur noch ans Smartphone und das liebe Geld. Anarchie, extreme Liberalität, Untreue, keine Moral, Wegfall von Werten würden es mir schon unmöglich machen einen Partner überhaupt zu finden. Allein schon sich sexuell mit Menschen einzulassen, welche einem mental nichts bedeuten ist mir zuwider.

    Ja ich wollte nur mit einem christlich geprägten gläubigen Menschen zusammen sein, alles andere wäre am Ende durch endlose Debatten, Diskussionen und Stress vergiftet.
     
    • # 2
    • 04.06.2016
    • void
    Du schreibst es ja selber - für die Herren war es wichtig. Vielleicht wollten sie sich schützen davor, einer andersreligiösen Person ins Netz zu gehen, um dann dauernd missioniert zu werden, vielleicht haben sie aber auch den Glauben für sich entdeckt, weil sie sich wegen der Angst vor "Islamisierung" nun wieder den Religionen zugewandt haben, die sie von hier kennen und das als patriotischen Akt sehen.

    Ich würde auch unbedingt unterscheiden zwischen Religion und Glauben. Ich kenne Menschen, die einen Glauben haben und ich kenne Menschen, die fanatisch der Religion anhängen, die sie praktizieren, und das wirkt auf mich wie das krampfige Versuchen, dass ihr Gott Schaden von ihnen fernhalten möge, wenn sie dies, das und jenes tun, was einfach nur Rituale sind. Was sie dabei mit ihren Kindern anstellen und dass sie andere Menschen damit ausgrenzen und degradieren, wenn sie denken, ein Unglück träfe die nur, weil sie nicht die richtige Religion praktizieren, sehen sie nicht.

    Mir ist wichtig zu wissen, wie jemand Religion praktiziert und wie er zu denen steht, die er als "Ungläubige" einstuft, weil ich dann das Weite suche, wenn ich hier eine Sicht auf das Leben und andere sehe, die die Anhänger der Religion über andere erhebt.

    Glauben mag jeder haben, natürlich auch in den Religionen finden, wie er möchte, weil ich denke, dass es einfach eine große Stütze ist, daran zu glauben, dass es "schon gut wird" oder einem Gerechtigkeit erfahren wird oder in jedem Leid auch eine Erkenntnis zu finden ist. Ich selber glaube das nicht mehr so sehr, aber kann es nicht ausschließen, dass ich da noch mal wieder hinkomme.

    Solange man den anderen in Ruhe lässt - ganz klar. Probleme gibt es ja nur, wenn jemand missionarisch unterwegs ist, weil er denkt, den Gral gefunden zu haben. Ich kenne solche Leute, die reden den ganzen Tag darüber, dass Gott sie prüfen will mit Blähungen oder Zahnschmerzen und warum er das wohl macht. (Ich saß bei diesem konkreten Gespräch hinten im Auto, während der Gläubige mit 130 km/h auf der Autobahn fuhr und beim Reden dauernd den Beifahrer ansah, um seine Reaktion zu sehen.)
     
  4. Ich würde aus eigener Erfahrung sagen, dass Religionszugehörigkeit z.B. im Judentum eine ungemein hohe Rolle spielt und dort über das Zustandekommen einer Ehe entscheiden kann. Auch heute noch. Auch wenn man den Glauben nicht (!) praktiziert bzw. nur halbherzig praktiziert. Sehr oft miterlebt. Macht die Sache mit der Partnersuche natürlich nicht einfacher.

    Die Frage Katholik vs. Protestantin oder Atheist ist vermutlich weniger brisant und wird ja auch in vielen Beziehungskonstellationen gelebt. Auch der Islam und das Christentum sind mittlerweile recht oft verbandelt, auch wenn die Älteren das gerne traditioneller hätten. Man muss bei der Frage aber auch unterscheiden, ob man Beziehungen oder das Zustandekommen von Ehen betrachtet. Wenn man den Fokus auf das "ultimativ letzte Kapitel" Ehe legt, wird die Religion des Partners dem Umfeld dann oft doch wieder wichtiger. Insbesondere im Judentum, s.o.

    Die weitaus wichtigeren Rahmenbedingungen sind in meinen Augen aber weiterhin Faktoren wie sozialer Status / soziale Klasse und Bildungsniveau. Klar gab und gibt es immer noch die Konstellation Arzt heiratet Arzthelferin, aber in der Mehrzahl geht die Tendenz nach oben und auch die Schere immer weiter auf, während die Leute bevorzugt im eigenen Cluster fischen.
     
  5. Es ist mir egal, solange derjenige nicht auf Grund seines Glaubens der Meinung ist, dass Frauen Menschen zweiter Klasse sind und dementsprechend schlecht behandelt werden können/sollen. Ansonsten wäre es mir absolut egal, genau wie die politische Orientierung. Oder die Ernährungsgewohnheiten. Bei all dem ist wichtig: Beide müssen so sein dürfen, wie sie sein wollen, und ihre eigenen Überzeugungen haben. Keine Abwertung, keine Umerziehungsversuche. Die eigene Freiheit hört da auf, wo die des anderen eingeschränkt würde. Und gegenüber der Intoleranz darf man nicht tolerant sein. Es gilt in der Paarbeziehung das Gleiche, wie es in der Gesellschaft als Ganzes, bzw. als Beziehungsgeflecht, auch gelten sollte.
     
  6. Der Glaube prägt das Weltbild und die Lebenseinstellungen. Da geht es nicht nur um Religion, sondern auch um Werte und Einstellungen. Selbst ausgetretene Christen haben ein durch unsere Kultur geprägtes Weltbild.

    Als nicht mehr praktizierender Christ möchte ich keine Partnerin mehr, die religiös wirklich aktiv ist. Keine Christin und auch keine Angehörige einer anderen Religion. Religionen haben aus meiner Sicht neben sinnvollen kulturellen Regeln auch viel Leid über die Welt gebracht. Aktuell tun sie es zum Teil wieder. Natürlich nur einzelne Mitglieder, aber eben gerade auch welche mit Einfluss, die andere mobilisieren. Und die breite Masse schweigt dazu.

    Für mich hängt das auch von der Religion ab. Bei manchen Religionen, z. B. beim Islam und dem Judentum genauso wie bei diversen Sekten, geht mir die "Übergriffigkeit" zu weit, so dass ich Angehörige dieser Religionen mindestens sehr genau ansehen oder aber gleich ausschließen würde.
    Der Islam z. B. verbietet ausdrücklich Beziehungen oder Ehen von Frauen mit Nichtmuslimen. Selbstverständlich respektiere ich das, auch wenn das nicht mein Weltbild und mir viel zu intolerant ist. Und ich habe auch kein Interesse, mir da Ärger einzuhandeln, also gilt für mich: Finger weg von Musliminnen.
     
  7. Einer Glaubensrichtung anzugehören ist kein Garant dafür, dass die entsprechenden Werte auch gelebt werden. Vieles, was die Kirche mit ihren Kirchgängern zelebriert, ist nur Fassade. Ich habe das direkt vor der Nase und erlebe das täglich, ich wohne in einem alten Küsterhaus. Ich habe schon sehr jung meine Nase in viele Glaubensgemeinschaften gesteckt, weil ich es wissen wollte und mich nach Menschen mit Wertevorstellungen dürstete. Pustekuchen... .Lange schon richte ich mein Augenmerk auf ganz andere Dinge und schau, wie ein Mensch sich in verschiedenen Lebenssituationen verhält und ganz wichtig, wie er mit sich selber und seinen Mitmenschen umgeht. Ein Mensch, der das Schönste von sich preisgibt und lebt, ist Gott am nächsten und bedarf nicht der Show nach aussen.
     
  8. Es ist die Frage was schlimmer ist: ein Atheist mit Herz am richtigen Fleck, oder ein nachplappernder Gläubiger, der seine Schriften kennt und alles andere intolerant vom Platz verweist.
    Der Glaube hat weltweit über Jahrtausende mehr Leuten das Leben gekostet als der Mehrheit irgendein tolles Leben geschenkt.
    Ich weiche von dem christlichen, islamischen und vor dem jüdischen Anhängern zurück. Alles drei aus meiner Sicht missbrauchte Glaubensrichtungen, die Kriege und Verderben brachten und bringen.

    Nein, ich fände es gut, wenn der Glaube endlich keine Rolle mehr spielen würde. Leider tut er es wieder mehr denn je.
     
  9. Es ist wohl wichtig, weil es auch mit Weitsicht und Intelligenz zu tun hat! Das Christentum war und ist immer noch ein Machtmittel, um die Gesellschaft und die Frau zu knechten und für Ungleichgewicht zu sorgen. Er kontrolliert und manipuliert die Politik und zettelt Kriege an.
    Wohlgemerkt auch gegen den Islamismus und gegen Schwule und Lesben. Das ist kein altes Klischee, die meisten Christen haben immer noch die selbe Einstellung, nur sind sie zu feig, Klartext zu reden. Frage dich mal, warum Frauen weniger verdienen, weniger dürfen, oder von Männern immer noch schlecht behandelt werden? Es beruht alles auf dem Christenglauben. Also wenn du eine Frau bist, wäre es das dümmste, für die Kirche zu hecheln.

    Christen glauben nicht, dass der Mensch vom Affen abstammt, dass es einen Urknall gab. Also Dinge, die mit reelen Fakten belegt sind. Also sehe ich es als Intelligenzfrage an.
    Erfolgreiche Menschen sind übrigens immer Atheisten.
     
  10. Ich bin auch ganz felsenfest davon überzeugt, dass es keine Umerziehungsversuche geben darf und man den Partner lieben muss, wie er ist, mit allen Macken! Deswegen ist mir Religiosität gerade nicht unwichtig, politische Orientierung und Ernährungsgewohnheiten auch nicht. Würde mich (in einer Liebesbeziehung) nicht wohlfühlen mit jemandem, der jeden Sonntag in die Kirche geht, oder jemandem, der dauernd zu McDonald's geht, oder jemandem, der Pegida toll findet. Mit Fans von McDonald's könnte ich befreundet sein, aber Liebe wäre schwierig. Das ist wie im Nachbarthread wieder eine Frage der Werte - und die müssen für mich in einer guten Beziehung stimmig sein (sich gut zu ernähren ist mir wichtig), was nicht gleichzusetzen ist damit, dauernd einer Meinung sein zu müssen. Wenn mein Partner dauernd Chips vor der Glotze isst, passt er nicht zu mir und ich nicht zu ihm. Macht er es ab und zu, könnten wir glücklich werden. Wenn er sich Gedanken machte über Religion, Religiosität, die Bedeutung von Religiosität in der Gesellschaft, wenn er sich fragt, ob es einen Gott oder eine höhere Instanz gibt, wenn er zweifelt oder von der Antwort überzeugt ist, egal ob welche Richtung, auch wenn er sich kirchlich irgendwie engagierte, wäre er genau richtig für mich - aber wenn ihm die Reliogionsausübung selbst sehr wichtig wäre - ich würde Schwierigkeiten mit ihm haben. Auch einen Partner, der Religiosität für sich kategorisch ablehnte, wäre für mich nicht das richtige.
     
  11. Das sehe ich nun exakt umgekehrt. Eine Kompatibilität in zentralen Wertvorstellungen (und da gehört die religiöse Einstellung nun mal dazu) war für mich unverzichtbar. Bildung sicherlich auch, aber schon sozialer Status ist sowas von relativ und dermaßen schnell anpassbar... aber ich bin ja auch ein liberal-konserativer Mann und - mit der richtigen Frau - eben auch gerne bereit gewesen, das zu tun, was fast alle Frauen hier weit von sich weisen: materiell downzudaten und trotzdem gemeinsame Kasse zu machen...
     
    • # 11
    • 04.06.2016
    • frei
    Ich kenne mich mit den allermeisten Religionen, die es auf der Welt wohl geben dürfte, nicht aus, aber mit den drei großen monotheistischen, die hier bei uns weit verbreitet sind sehr wohl und kann sagen, dass alle drei nahezu identische ethische Werte haben.
    Und nur darauf kommt es mir an, nicht, welchen Namen man dem Kind gibt.
    Ich rede von normalen Leuten, nicht von fanatischen, die es auch in allen drei Religionen vereinzelt gibt.

    Mit normalen Leuten komme ich zurecht, mit Fanatikern hingegen will ich nichts zu tun haben, egal, wie sich der Fanatismus äußert.
    Boah, mir fällt da ein Betbruder meiner Eltern ein, den sie aus dem wöchentlichen Bibelkreis kannten, der hatte echt 'nen Knall !
    So einer käme also nicht in Frage, obwohl er Protestant wie ich ist.

    Umgekehrt habe ich mal eine Weile mit einem sehr gebildeten jüdischen Rechtsanwalt rumgebusselt. Der wäre sehr wohl in Betracht gekommen.

    Und gebildete, herzensgute Muslime kenne ich sowieso zuhauf.

    Ich bin Agnostiker, gehe also noch weiter als ein Atheist.
    Ich verweigere dem Thema Religion sogar die Wertschätzung durch Ablehnung. Mir ist Religion schlicht wurscht.
    Wenn der religiöse Mann damit keine Problem hat, gibt es keins.
    So wie mein Freund, der täglich in der Bibel liest, mich damit aber verschont.

    w 49
     
  12. Ich bin Atheistin und könnte mir niemals vorstellen, mit einem religiösen und/oder gläubigen Mann zusammenzusein. Mein Weltbild ist naturwissenschaftlich und darwinistisch ausgerichtet , und jeder meiner Partner tickte ähnlich.
     
  13. .....ein Atheist ist erfolgreich, weil er an sich selber glaubt und darum ist er gläubiger als mancher ***Christ*** . Es gibt keine Atheisten, es gibt nur Menschen die nicht an das Gute und an sich glauben können.
     
  14. Also dass ein unterschiedlich religiöses Paar in Harmonie zusammenleben oder gar heiraten ist für mich, sorry, eben nicht möglich, es ist ein Hindernis in fast allen Lebensbereichen.

    Eine Frau z.B. ist sexuell nicht offensiv oder will bis zur Ehe warten, er hat sich durchgepoppt und findet ein solches Verhalten abartig.
    Sorry wiederholt, wie soll sich so ein Paar, wenn auch alles andere dafür sprechen würde in Harmonie zusammenkomnen??

    Wenn es trotzdem Paare gibt wo einer im christlichen Sinne an Gott glaubt und der andere an Buddha oder an garnix, sind es Leute, welche ihren Glauben nicht zelebrieren und wirklich leben, der eine mag zwar getauft und noch Kirchensteuer zahlen, ansonsten geht ihm die Religionsausübung am Allerwertesten vorbei und der andere hat eine andere Religion, die er auch nicht wirklich im Alltag lebt. Dann kann das funktionieren.

    Ein streng gläubiger Moslem und eine streng gläubige Christin werden nie, niemals ein Paar, das ist absoluter Humbug.
     
  15. Ich als Agnostikerin kann mir keinen gläubigen Partner an meiner Seite vorstellen. Und ich finde diese Frage sehr wichtig in einer Partnerschaft, ebenso wie die Frage nach der politischen Einstellung und die Frage nach dem Musikgeschmack.
    Ich finde, diese drei Dinge müssen schon ungefähr passen (sicher gibt es einen kleinen Toleranzbereich), aber wenn sich das alles diametral gegenübersteht, dann passt es einfach nicht.
     
  16. Für mich sind annähernd ähnliche Werte, Einstellungen und Haltungen für eine Partnerschaft unverzichtbar - das muss nicht immer identisch sein, ist evtl. auch langweilig, bei manchem ist Toleranz möglich. Aber grundlegend kompatibel.

    Religion bzw. Glauben steht meist für ein ganzes Wertesystem, wobei Schubladen sehr täuschen können. Allein, wenn jemand diesbezüglich pauschale Urteile fällen würde, würden sich bei mir Fragezeichen bzgl. potentieller Partnerschaft ergeben.

    Liegt aber vielleicht daran, dass ich für mich eine gewisse Spiritualität und der Glauben an eine göttliche Instanz als sehr haltgebend und bereichernd erlebt habe / erlebe.(Exemplarisch stehen für mich die Bücher von Anselm Grün).

    Da möchte ich zumindest Akzeptanz durch einen Partner, so wie ich ihn mit seiner Art akzeptiere.
     
  17. Da ich selbst auch aus einem katholisch - lutherisch geprägten Elternhaus komme, spielt die Religion für mich durchaus noch eine Rolle. Wenn ich jetzt eine nette Christin egal welcher Kirche kennenlernen würde, würde ich nicht nein sagen. Solange man sich versteht, respektiert und liebt ist es doch alles in Ordnung.
    Notfalls würde ich auch wechseln.
     
  18. Ja, es ist wichtig, weil an dem Glauben ein ganzer Rattenschwanz dran hängt!

    Ich greife mal das Beispiel von Herakles mit den 10 Geboten auf. Wäre sie jetzt ein Mann, würden wir uns bösartig in die Haare kriegen. In den 10 Geboten steht, man soll Mutter und Vater ehren. Schön, ich wurde von meinen Eltern aber missbraucht, als Antwort von den meisten Christen kommt dann: Man muss sie trotzdem ehren und verzeihen können. Das ist ein Schlag ins Gesicht! Ich fühle mich vom Christentum somit niedergetreten und betrogen und es macht mich derart aggressiv, wie ignorant mit mir umgegangen wird, wie viel ignorante Menschen es da draußen gibt. Die bösen Menschen sind für mich die Christen, insbesondere die Katholiken sowieso! Christentum = die wahren Bösen. Es geht um Unterdrückung, Frauenfeindlichkeit, Kontrolle, Machtausübung, Krieg.

    Das Christentum hat unverzeihliches in der Geschichte getan. Nur ein kleines Beispiele: Hexenverbrennungen. Sie haben sehr klevere Medizinfrauen verbrannt. Dieses Wissen ist uns heute verlorengegangen. Die ersten akzeptablen Heiler der Geschichte waren Männer, die man heute als unsere Ärzte ohne Wissen kennt und uns die krank machende Medikamente verkaufen (die Pharmaindustrie wird ebenfalls vom Christentum kontrolliert!). Nochtmal: Es geht im Christentum um Macht über die Masse. Leider haben das scheinbar aber immer noch zu wenige begriffen.
     
  19. Ich denke, die Frage stellt sich anders, wenn es "nur" um die Paarbeziehung geht oder dazu noch um die Erziehung der Kinder. Denn so sehr man sich gegenseitig tolerieren kann - wenn es dann darum geht, ob die Kinder atheistisch oder katholisch erzogen werden sollen, beispielsweise, dann wird es schon schwierig. Denn im Gegensatz zur Sprache (da können Kinder ja auch mehrere gleichzeitig erlernen), geht ein sowohl-als-auch bei Glaube und Religion ja nicht.
    Ich selber hätte als Atheist kein problem damit, wenn meine Partnerin in moderatem Umfang Kirchgängerin ist und wäre auch zu einer kirchlichen Hochzeit bereit. Aber den ganzen religiös-institutionalisierten Zirkus bei den Kindern mit Taufe, Kommunion, mitsamt dem doch arg verknöcherten, teils absurden Weltbild, wie es der Vatikan bis heute hochhält und den Schäflein eintrichtern lassen möchte - nee, da hätte ich schon ein Problem damit... m44
     
  20. Moin,

    als Naturwissenschaftler und bekennender Agnostiker, der sich dennoch sehr viel mit der Frage nach den "letzten Dingen" beschäftigt, wäre es mir wichtig, dass meine Partnerin - eigentlich egal ob selbst gläubig oder nicht - sich ebenfalls mit solchen Fragen befasst, dass sie nicht verbohrt auf ihrer Position verharrt, dass sie sich gerne mit mir darüber unterhält, dass sie mir soweit intellektuell ebenbürtig ist, dass wir gute Diskussionen z.B. über Literatur zu dem Thema führen können....

    Ich habe das Glück, sehr gläubige Menschen getroffen zu haben, die mich sehr beeindruckt haben, mit denen ich mich gerne noch viel mehr unterhalten hätte, als es die jeweilige Situation zuließ. In meinem engeren Freundes- und Bekanntenkreis gibt es - "leider" möchte ich fast sagen - keine gläubigen Menschen, und die meisten sind an der Thematik weniger interessiert als ich selbst. Diese Oberflächlichkeit, diesen Materialismus, der gerne im Gewand der "Naturwissenschaftlichkeit" daherkommt, finde ich im Übrigen auch schwer zu verdauen. Das zieht sich bis in Gespräche über Klimawandel und Asylpolitik hinein.... oft hört man dann nur so spärliche Positionen wie "naja, mich wird das schon nicht mehr unmittelbar betreffen, gut, dass ich keine Kinder habe".

    manchmal
     
  21. Für mich ist die Religion sehr wichtig, nämlich in der Hinsicht, dass der Mann bitte keine haben soll. Mit einem Gläubigen oder jemandem, der einfach aus Gewohnheit noch Kirchenmitglied ist, ohne sich Gedanken darüber zu machen, möchte ich nicht zusammen sein.
     
  22. Liebe FS,
    ich bin zwar getauft, aber mittlerweile Atheistin. Ich hatte derartig schlechte Lebenserfahrungen mit kirchlichen Institutionen, in der ich die ganze Verlogenheit dieser Systeme kennenlernte, dass ich keinerlei Wert darauf lege, damit noch mal in Berührung zu kommen.

    Ein anständiger Mensch braucht keine Religion, die ihm was vorschreibt, der hat ausreichend innere Leitlinien und kann diese durch eigenverantwortliche Entscheidungen in seinem Wirkbereich umsetzen. Insoweit war für mich immer klar, dass ich niemals eine Partnerschaft mit jemanden eingehe, der irgendeine Religion praktiziert. Darum gibt es immer Auseinandersetzungen - es verträgt sich mit einem Selbst-Denker nicht.
    Diese Einstellung wird in meinem gesamten Bekanntenkreis geteilt, was möglicherweise daran liegt, dass ich in Norddeutschland wohne, wo Kirche wenig Tradition hat, bzw. diese unter Schwindsucht leidet.

    Als ich vor einigen Jahren im Dating unterwegs war, habe ich nur einen Mann getroffen, der sehr christlich war und das auch bei einer Faru suchte.
    Mit ihm passte aber absolut garnichts und ich konnte nicht verstehen, warum er mich überhaupt angeschrieben hatte. Muss wohl die pure Verzweifelung gewesen sein.
     
  23. @Vikky: "krichliche Institutionen" haben mit persönlichem "Atheismus", "Religion", oder gar "Anstand" aber nur sehr peripher zu tun.
    Lehnst du es denn generell ab, findest du es unangenehm, unangebracht... dir über Dinge Gedanken zu machen, die man (noch) nicht unmittelbar empirisch erfassen kann?

    manchmal
     
  24. Wie sagte vor ca. 800 Jahren ein islamischer Philosoph:
    "Ignoranz der Fakten erzeugt Angst und Angst erzeugt Hass und Hass erzeugt Gewalt."
    Leider erinnern sich daran viele heutzutage nicht mehr und dies gilt für jede Religion und nicht nur für eine. Aktuell sieht man ja im 21: Jahrhundert wie schnell aus Ignoranz Gewalt entstehen kann

    Eigentlich sollte das Thema Religion nicht so hoch gehängt werden, wie es manche tun. Ich als Atheist war auch 12 Jahre verheiratet mit einer Frau, die sehr gläubig war. Das alles war überhaupt kein Thema und ich bin sogar zu den hohen Feiertagen wie Weihnachten, Ostern, Pfingsten usw. mit ihr in die Kirche gegangen und zwar als Liebe zu ihr und nicht wegen den Glauben. Ihr war es wichtig, dass ich dabei bin und somit war es auch mir wichtig. Dafür würde die auch von ihr freigestellt an gewöhnlichen Sonntage in die Kirche zu gehen. Anderseits hat meine EX-Frau mich auch begleitet bei Sachen, die ihr nicht so wichtig waren. Und dies auch wieder nur aus Liebe und nicht aus eigenem Interesse.
    Wenn man es so handhabt, dann ist die alles kein Problem, aber dann wollen es aber beide und nicht nur einer.

    Was ich wiederum sehr amüsant fand, war das Ehepaar, das im Kirchenvorstand meiner Gemeinde ist. Der Mann hatte noch nebenbei was mit seiner Sekretärin am Laufen und die Frau hatte auch noch so nebenbei ihre Affären. Also so gottestreu scheinen ja die beiden auch nicht zu sein, sonst würde man ja nicht gegen Gebot Nr. 6 verstoßen.
    Aber was weiß ich schon als Atheist davon. Vielleicht auch nur eine Art von Liebe deinen Nächsten.:)
     
    • # 25
    • 05.06.2016
    • nuri
    Da habe ich im Freundeskreis ein Gegenbeispiel täglich vor Augen. Für beide ist Religion - ihre Beziehung zu Gott - das Wichtigste im Leben, keiner von beiden missioniert den Anderen. Die Spiritualität verbindet sie, die jetzt schon viele Jahre miteinander verheiratet sind. Beide kämen mit einem nicht-religiösen Partner nicht zurecht.
    Übrigens gibt es in Berlin einen evangelischen Pfarrer, der mit einer Muslima verheiratet ist. Sie veranstalten sehr gut besuchte Abende für christlich-muslimische (Ehe)Paare.
     
    • # 26
    • 05.06.2016
    • nuri
    Es gibt liberale Strömungen im Islam, die das anders sehen. Zu meinem engeren Bekanntenkreis gehört auch eine Muslima, die sehr glücklich mit einem nicht-muslimischen Mann verheiratet ist und auch muslimisch geheiratet hat, mit allem Drum und Dran. Und sie ist kein Einzelfall. Über Heiraten von muslimischen Frauen mit z. B. christlichen Männern ist in letzter Zeit einiges geschrieben und gesagt worden. Dass der Islam das ausdrücklich verbietet, ist so nicht wahr und auch islamwissenschaftlich nicht haltbar.
     
  25. Ich bin noch nie bei einem Date über meine Gläubigkeit gefragt worden.
    Es gab allerdings im Internet Profile von gut aussehenden Herren, die sich als Amerikaner mit Job in Deutschland ausgaben.
    Beim ersten Mal hatte ich eine nette Korrespondenz, die aber immer religiöser wurde.
    Dann gab er eine Firma an, die aus meiner Region und meinem Business stammt.
    Mir gänzlich unbekannt!
    Auf Nachfrage war der völlige Abbruch!
    Später tauchte das Profil mit anderer PLZ auf.
    Wie auch anderer solcher Profile.
    Mir suspekt, kam mir vor als sollte ich missioniert werden.

    Ich persönlich finde Religion oder Glaubensbekenntnis dann wichtig, wenn die Werte beider dadurch nicht passen.
    Ich begegne allerdings selten tief religiösen Menschen.
    Anders als zb im Bekanntenkreis noch meiner Großeltern!
    Finde ich persönlich auch gut so!
    Viele Werte des Christentums, sind Grundlage der Menschenrechte und liebevollem Umgang miteinander.
    Gesetze, Texte, Räume....brauche ich dafür nicht!
     
  26. Geht mir genauso und diejenigen haben überhaupt kein Problem damit.

    Kritischer werde jedoch, wenn jemand konvertiert hat. Ich kenne dabei 3 Fälle, wo diejenigen päpstlicher als der Papst sind. Die 3 Männer verbieten sogar ihren Kinder (11 -15 Jahre) Popmusik, Handy, Computer, usw. und leben im Jahr 2016 wie die Amischen. So jemand möchte ich auch wirklich nicht.
     
  27. Ich denke, es muss schon passen. Ich bin selbst atheistisch eingestellt und habe mich lange (auch philosophisch) mit Glaubensfragen auseinandergesetzt. Mein Partner ist schlicht nicht religiös interessiert, insofern passen wir da gut zusammen.

    Hätte ich einen religiösen Partner in leichter Ausprägung (ich meine damit die typischen Weihnachtsgottesdienstgänger, für die es "normal" ist, zumindest kirchlich zu heiraten und Kinder zu taufen), käme ich damit wohl zurecht, aber ideal wäre es nicht, würde aus Willen um den Frieden Zeremonien wie Taufe unserer Kinder zähneknirschend ertragen. Mit einem Partner mit stärkerer religiöser Ausprägung (regelmäßige Kirchgänge, streng katholisch/evangelisch/muslimisch/jüdisch/wasauchimmer, sehr kirchlich engagiert o.Ä.) würde ich wohl gar nicht zurecht kommen.

    Allerdings bin ich immer vorsichtig, was "No Gos" angeht. Wenn es mit einem Menschen richtig gut funktioniert auf allen anderen Ebenen, geraten solche Sachen schnell in den Hintergrund.
     

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