1. Ist dies das Ende?

    Mein Partner (35) und ich (30) sind etwa 2 Jahren zusammen und wohnen "nur" etwa 1 Std. auseinander. Wir verstehen uns gut und haben viele Gemeinsamkeiten. In letzter Zeit jedoch belasten uns immer mehr Probleme. Ich von meiner Seite aus habe ein bisschen das Gefühl, dass er nicht mehr so recht will. Früher hat er von zusammenziehen etc. gesprochen. Da er aber meinen Fragen danach immer auswich, braute sich quasi eine Unsicherheit in mir auf, die mich dann zu Überreaktionen verleitet haben. Er meinte kürzlich, als ich nochmals nachgefragt habe, er würde schon gerne zusammenziehen, hat jedoch Bedenken, dass ich mich dann von ihm trenne (und er dann in seiner Heimat alles aufgegeben hat). Ich habe aber keine Ahnung, wie ich diese Bedenken seinerseits mindern kann. Ich habe immer mehr das Gefühl, dass wir uns in einem Teufelskreis drehen. Zudem macht es etwas den Anschein, dass wir uns beide leider auch nicht mehr so viel Mühe in Bezug auf unsere Beziehung geben. Wir wünschen uns beide eine Familie, ich hab aber leider die Befürchtung, dass es früher oder später sowieso zur Trennung kommen wird, da ich nicht glaube, dass seine Bedenken weniger werden. Ausserdem meine ich, dass ich in seinen Augen alles falsch mache, was man falsch machen kann (zumindest hat er mir in einem Gespräch mal eine grobe Ladung diesbezüglich verpasst). Klar bin ich nicht perfekt, ich kenne meine Schwächen und arbeite daran. Und dennoch wünsche ich mir jemand, der sich für mich entscheidet/mich akzeptiert und nicht gegen mich ist. Gegen meine Mutter (sie redet halt gern und viel) äussert er sich manchmal auch etwas geringschätzig (Ich mache das doch auch, war seine Antwort). Ich erwäge, die Beziehung zu beenden, obwohl wir natürlich auch schöne Zeiten haben. Vielleicht könnt ihr mir hier ein paar Inputs geben.
     
  2. Entschuldige, dass ist doch kein triftiger Grund, wenn

    Dir geht es um das Zusammenziehen, eine gemeinsame Wohnung. So könntet ihr gemeinsam nach einer Wohnung in seiner Heimat suchen. Dafür müsste er weder Freunde, noch den Arbeitsplatz aufgeben.

    Du bist es für ihn nicht, die Partnerin, weil

    Eure Beziehung ist allenfalls Gewohnheit und bequem, weil

    Er will euren Status Quo nicht ändern und schon gar nicht zusammenziehen, Dich 24/7 um sich haben. Du machst jetzt Druck und er will keine Nägel mit Köpfen machen, schiebt als Ausreden, eine mögliche Trennung und Aufgeben seiner „Heimat“ vor. Theoretisch bei einer Stunde Entfernung, könntest auch Du auch in seine Wohnung einziehen, wenn er sich räumlich nicht verändern will. Dann wären seine Beweggründe obsolet.

    Ich denke, er weiß, er müsste jetzt Farbe Dir ggü. bekennen und sagen, ihm gefällt es so wie es ist, getrennte Wohnungen und Dich ab und an sehen zu wollen. Macht er nicht. Dafür machst Du Dir ein haufenweise Gedanken und arbeitest an deine vermeintlichen Schwächen.

    Du möchtest es jetzt verbindlicher und bald eine Familie. Er weiß, dass er dies nicht mit Dir will und Du Dich deshalb irgendwann trennen wirst, wenn Du es realisierst, das er das eben mit Dir nicht umsetzen will.

    Daher

     
  3. ... warum fragst du hier, ob es das Ende ist?
    Liebst du den Mann an deiner Seite?
    Du "erwägst" die Beziehung zu beenden? Dein Verstand, dein Kopf, dein Herz? Wenn es nicht ON ist, dann ist es doch OFF, oder nicht?
     
  4. Ich denke nicht, dass man nicht daran arbeiten sollte perfekt zu sein und dies schon überhaupt nicht um den Ansprüchen anderer Menschen zu genügen.

    Ich befinde mich gerade in einer ähnlichen Situation wie dein Freund, wobei meine Freundin und ich das Thema Familiengründung schon hinter uns gelassen haben und wir nur 3 km auseinander leben. Es geht also nur um das Zusammenziehen.

    Während ich bereits fast 30 Jahre mit einer Frau zusammen gelebt habe hat sie nur wenige Monate mit einem Mann zusammen gelebt. Während ich ziemlich viele Bücher besitze und mich von diesen nicht trennen werde, minimalisiert sie ihren Besitz permanent. Während sie beruflich viel Zeit in ihrer Wohnung verbringt und zwischendurch regelmäßig Hausarbeit erledigt habe ich einen Zeitablauf der mich zwingt Hausarbeit primär am Wochenende zu erledigen.

    Ich sehe daher in einem gemeinsamen Haushalt einiges an Konfliktpotential und eine nicht geringe Wahrscheinlichkeit, dass bald nach einem Zusammenzug ein weiterer Umzug erfolgt, daher am Ende viel Geld verbrannt und die Beziehung beendet ist.

    Bei Euch ist aber die Familiengründungsabsicht der entscheidend andere Punkt.
     
  5. Den Zusammenhang verstehe ich jetzt nicht. Meint er, wenn du ihn jeden Tag um dich hast, wirst du ihn bald nicht mehr ertragen können? Wirklich eine ganz komische Begründung, warum das Zusammenziehen keine so gute Idee sein soll ...

    Mir scheint, der kritisiert die ganze Zeit an dir rum, und du bist schon fleißig dabei, deine "Defizite" zu beseitigen, damit er nichts mehr zu meckern hat. Es klingt so, dass du ihn viel mehr liebst als er dich.

    Kurz gesagt: Deine Erwägung, die Beziehung zu beenden, ist richtig. Du fühlst dich nicht so angenommen wie du bist. Sprich die Trennung aus. Ich denke, es wird dir bald wieder besser gehen.
     
  6. Wegen dieser einen Stunde, die ihr auseinanderwohnt?
    Also nochmal....Er wohnt eine Stunde von dir entfernt, und hat Angst, dass er beim zusammenziehen seine Heimat aufgibt?
    Wow, das ist ja mal ne richtige Bremse.
    Er gibt dir kein gutes Gefühl, wenn er dich mit deiner Mutter vergleicht, über die er geringschätzig spricht. Ich glaube nicht, dass er Kinder mit dir will. Er zeigt sich schon etwas ablehnend.
    Du bist jetzt 30. Perfekter Zeitpunkt dir jemanden zu suchen, mit dem du eine Familie gründen kannst. Da würde ich keine Zeit verlieren wollen, an deiner Stelle.
    Ich würde sagen, es ist der Anfang von etwas Neuem.
    LG
     
  7. Schlage mal 3 Monate Beziehungspause vor. Vielleicht ist ihm alles zu viel geworden und er braucht Zeit für sich. Männer nehmen oft nur eine Beziehung in Kauf, weil sie die Frau mögen, nicht aus eigenem Interesse. Irgendwann ist der Akku leer.
     
  8. Ihr macht ja beide dasselbe... Habt beide dieselben Ängste und Gedanken. Ich würde mich Mal endlich hinsetzen und ehrlich sprechen.
    Wovor genau hast du Angst? Wieso muss er alles aufgeben, zu dir ziehen? Geht es mittig zwischen euch? Geht es bei ihm? Meint ihr es beide ernst oder wollt ihr beide euch trennen?
    Es ist eigentlich ein sehr einfaches Thema, wenn man denn ehrlich ist zu sich selbst und dem anderen.
    Oftmals Will man es in der Komfortzone belassen, aus Angst vor Veränderungen. Nun diese kommen aber sowieso, das Leben geht vorwärts.
    Also sei ehrlich zu dir erstmal. Möchtest du mit diesem Mann zusammen sein? Zusammen leben? Heiraten, Kinder, Haus mit Labrador? Oder eher nicht? Was steckt wirklich hinter dieser Angst... Denn da ist was dahinter.
    Ich habe eine Vermutung, muß aber nicht stimmen. Meine Vermutung ist, Du fühlst dich nicht angenommen und angekommen bei ihm, kannst dich nicht fallen lassen, da es zu Kritik und Missverständnis kommt. Stimmt das? Wenn ja, könnte dies natürlich ein triftiger grund sein für eine Trennung.
     
    • # 8
    • 08.09.2019
    • void
    Also ich würde ja fast meine Hand dafür ins Feuer legen, dass die Sache mit dem Zusammenziehen entweder jetzt an Dir liegt, dass Du hinziehst oder das Ding ist vom Tisch. Es klingt für mich sogar so, als würde er die Trennung einleiten durch sein Verhalten. Es gibt ja in eurer Beziehung nur die Optionen "Beziehung ist gut, man nähert sich an" oder "Beziehung ist eigentlich nicht gut, Annäherung eigentlich auch nicht erwünscht". Und ich habe den Verdacht, dass er die Beziehung jetzt "nicht gut" finden will. Entweder, weil er wirklich nicht mehr verliebt ist, oder weil er es nicht mehr sein will, weil er sich ansonsten bewegen müsste.

    Urgs. Das klingt so wie einer, bei dem man nicht über die eigenen Schwächen reden darf, weil er das irgendwann als Argument oder einfach Stichelei gegen einen nehmen wird.
     
  9. Hmmm - also wenn beide über Trennung nachdenken, dann kann man sich das Zusammenziehen sparen. Meine Meinung.
    Im Grunde kann nur eines diese Situation noch retten - versucht, 4 Wochen auf Probe in einer der beiden Wohnungen zu leben. Danach seid ihr beide schlauer.
     
  10. Hi @Avalanche,
    ich kann deine Sorgen und Nöte ganz gut nachvollziehen, auch wenn ich ein Kerl bin. ;-) Im Grunde geht es doch darum, dass beide an der Beziehung gemeinsam arbeiten und nicht nur einer. Auch hast du dich dahingehend geäußert, dass er ebenso Zweifel hätte. Das ist aus meiner Sicht eine "gute" Ausgangssituation, um die Beziehung noch einmal insgesamt zu überprüfen. Das geht allerdings nur gemeinsam, indem beide seine Gedanken mitteilen, konstruktiv Kritik äußern und dem anderen die Möglichkeit zur Besserung einräumen. Außer ihr seid beide so gar nicht mehr darauf aus, an der Beziehung zu arbeiten, was ich anhand deines Beitrags erst einmal nicht annehme. Um dir ein etwas besseres Gefühl zu vermitteln, kannst du ja mal nach "Trennungstest" googeln, fand dass da ganz gute Fragen (in beide Richtungen) gestellt wurden. Bei Fragen einfach melden. LG Robin
     
    • # 11
    • 12.09.2019 um 17:27 Uhr
    • Bernd47
    1 Std. auseinander ist jetzt nicht weit für mich. Aber für manche anderen, ist dies schon eine Fernbeziehung, bzw. fast eine Weltreise.

    Wenn für dich dies kein Problem ist, dann kann es aber für den Mann schon ein Problem sein.

    Wenn nach 2 Jahren man Probleme hat, dann kann am sicher die Probleme beseitigen, wenn bei es wollen. Also an dir alleine liegt es sicherlich nicht, sondern an beiden Seiten.
     

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