• 08.10.2013
    • Fräulein Wunder

    Innere und äußere Ordnung - gut sortiert fürs Liebesglück?

    Mir fiel auf, dass ich meine Unordnung einfach in Schränke und Schubladen verfrachtet hatte - und somit ziemlich viel Ballast aus der Vergangenheit mit mir herumschleppte. Plötzlich packte mich die Aufräumwut und ich stolperte dabei über Liebesbriefe, alte Wunden und anderen Müll . Während dieser Aufräumaktion befasste ich mich viel mit meinem Inneren, sortierte Gefühle, übte Vergebung - und habe endlich verstanden, warum viele Dinge sich in Beziehungen wiederholen: Sie waren einfach nicht wegsortiert, sondern einfach nur achtlos irgendwohin gestopft.

    Finden Sie auch, dass äußere Ordnung für innere Ordnung steht? Lässt sich aus überquellenden Schubladen auf den Charakter schließen? Und achten Sie bei einem potenziellen Partner darauf, wie ordentlich er mit seinem (Seelen-)Leben ist?

    Fräulein Wunder
     
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    • # 1
    • 08.10.2013
    • Gast
    Ja, auf jeden Fall.
    Nimm mindestens einmal im Jahr einen großen Müllsack und schmeiße sowas weg! Aus reiner Erfahrung: alte gesammelte Sachen schaut man sich sowieso nie wieder an oder sie belasten einen.
     
    • # 2
    • 08.10.2013
    • Gast
    Nein, liebes Fräulein Wunderlich, das finde ich nicht! Mann / frau kann innerlich sehr aufgeräumt sein und äußerlich nicht bzw. durchaus auch vice-versa... alles andere fällt für mich in den Bereich der Esoterik iSd modernen Wortgebrauchs (w, 34)!
     
    • # 3
    • 08.10.2013
    • Gast
    Ordnung hat etwas mit innerer Stärke und Disziplin zu tun. Das sind Sekundärtugenden, die ganz bestimmt nicht wichtiger sind für eine Beziehung als Empathie, Toleranz oder Offenheit.
    Sich im Klaren über sein Seelenleben zu sein ist nicht gleichbedeutend mit der Haltung, alles Wegzuwerfen, und auf nichts anderes läuft großenteils das Bemühen, übersichtliche Schubladen zu haben, hinaus. Gerade sehr selbstreflektierten, idealistischen Menschen wird nachgesagt, in Äußerlichkeiten gern auch nachlässig zu sein. Die Härte, sich von Liebgewonnenem zu trennen, bringen sie häufig nicht auf.
     
    • # 4
    • 08.10.2013
    • Gast
    Menschen nach ihrer Ordnung zu beurteilen finde ich arg oberflächlich. Jeder hat eine andere Beziehung zum Thema Ordnung. Ob dabei penibel sauber oder schlampig/unordentlich erstrebenswert ist, will ich nicht festlegen.
    Einen analogen Übergang zur "Seelenordnung" finde ich auch etwas stark interpretiert. Klar hängt die Ordnung zuhause auch mit der Seele zusammen, aber ob positiv oder negativ - wer weiß? Generell finde ich diese Ansicht etwas naiv.
    Ich kenne Leute, die halten penibelst Ordnung und sind seelisch absolut nicht in Ordnung und auch andersrum.

    Was das Thema Liebe/Beziehung angeht, so habe ich die Sachen immer eine Zeit lang aufgehoben und mir auch hin und wieder angeschaut. Ich finde diese Auseinandersetzung wichtig, um das Thema letztendlich wirklich (mit sich selbst) zu beenden. Sobald das geschehen ist, kommen die Sachen auch in den Müll. Mit den normalen Dingen des Alltags handhabe ich es anders. Was direkt weg kann, kommt weg und anderes wird (teilweise für Jahre) verstaut. Irgendwann, wenn die Zeit und Motivation es zulassen, wird dann groß ausgemistet und weggeworfen.
     
    • # 5
    • 09.10.2013
    • Gast
    Hallo FS

    Nein kann ich so nicht bestätigen.

    Menschen mit innerer und äusserer Ordnung die ich kennengelernt habe waren mir zu sehr an die Gesellschaft angepasst..

    Sie leben nach Klischees , Vorgaben, Moral und Gesetze...So haben sie kaum eigene Persönlichkeit...

    Bringt etwas diese Ordnung durcheinander verzweifeln sie oder bekommen Angst das die Regel etwas durcheinandergerät.

    Für sie sind dann oft kleinigkeiten schon riesen Probleme.

    Mir sind Menschen die nicht "glatt" und angepasst sind lieber..

    Ausserdem sind sie so in Ihrem Ordnungsschema drin das sie kaum für neues offen sind..

    Die meisten berühmten Persönlichkeiten waren alles andere als "Ordentlich"

    Mit fehlen Sie heute..

    M
     
    • # 6
    • 09.10.2013
    • Gast
    Ich finde, man sollte sein Herz nicht an materielle Dinge hängen. Mir fällt es daher relativ leicht, auszusortieren, was ich nicht mehr brauche und Erinnerungsstücke sind eben auch nur Gegenstände und haben nur insofern einen Wert, als damit positive Erinnerungen verknüpft sind. Vieles davon kann man heute ja digital speichern. Ich umgebe mich am liebsten nur mit Dingen, die ich brauche oder die zu einem schönen Ambiente beitragen. Da das sehr wenig ist, ist Ordnung zu halten relativ einfach.
    Glück in der Liebe bringt einem diese äußere und innere Ordnung aber natürlich nicht automatisch, es braucht schon jemanden, der ähnlich ist.
     
    • # 7
    • 09.10.2013
    • Gast
    Liebes Fräulein Wunder,

    ich bin auch 37, auch Papas einzige Prinzessin, single - und räume gerade meinen Keller aus. Es ist wunderbar befreiend, sich von einigen Erinnerungen zu verabschieden.

    Ja, ich finde es wichtig, diesen Schritt vor einer neuen Beziehung vollzogen zu haben, und würde es begrüßen, auf einen ähnlich innerlich wie äußerlich aufgeräumten Mann zu treffen.

    Mehrere Dates mit Männern, die ihre Ex-Beziehung noch lange nicht wirklich verarbeitet hatten, waren für mich nur frustrierend. Es waren nette Männer, doch wenn in jedem zweiten Satz die Ex erwähnt wird, oder jedes meiner Worte spürbar mit der Eloquenz der Ex abgewogen wird - dann ist im Herzen dieses Mannes noch kein Platz. Weder für mich, noch für eine andere Frau.

    Von daher, Gratulation zu der hervorragenden Idee, die hoffentich viele im Herzen erreicht!!!
     
    • # 8
    • 09.10.2013
    • Gast
    Leider hat das eine mit dem anderen nicht viel zu tun. Ich habe viele Bekannte (inkl ich selbst) die sind sehr "aufgeräumt" - ordentlich, diszipliniert, etc. und finden trotzdem kein Liebesglück. Andere Freunde von mir wohnen im totalen Chaos, haben aber ihren Deckel seit Jahren gefunden. Eine meiner Freundinnen wohnt in einer Wohnung die aus "Architektur und Wohnen" sein könnte - alles perfekt! Sie ist psychisch ein totales Wrack. Eine andere wohnt in einer Hippie-esken Wohnung mit einer verschrobenen Katze und hat auch einige "Eigenheiten" und Altlasten...ihr Mann findet's toll.
     
    • # 9
    • 09.10.2013
    • Gast
    Einen Zusammenhang herzustellen zwischen der inneren und der äußeren Ordnung finde ich schon ziemlich weit hergeholt.

    Jeder hat eine andere Auffassung von Ordnung und ob da immer auch ein Seelenchaos dahinter steckt, wage ich zu bezweifeln.

    Ich bin innerlich sehr ausgeglichen, bin mit mir im Reinen. Bei dieser Ausgeglichenheit müßte ich ich sehr penibel sein. Dem ist aber nicht so. Ich halte gern Ordnung, wenn es aber einmal nicht aufgeräumt aussieht, verfalle ich auch nicht in Panik. Gern hebe ich Sachen auf, erfreue mich daran. Sammle Bücher, Lampen und alte Möbel. Für viele meiner Freunde ein Nogo, weil es zu Hause wie in einem Museum aussieht. Ich finde, dies spiegelt meine Persönlichkeit wieder, aber nicht mein Inneres.

    Meine Freundin hat eine fast sterile Wohnung, fast alles in weiß gehalten. Sieht aus wie im Op-Saal. Nichts steht herum, sie sammelt nichts, wirft weg, was sie nicht mindestens einmal in der Woche benötigt. Sie müßte nach dieser Theorie die absolute innere Ordnung haben, weit gefehlt, sie hat verschiedene psychische Probleme und ist in Behandlung.
     
    • # 10
    • 09.10.2013
    • Agriculus
    Hallo!
    Als ich bei der Trennung auszog, habe sowieso nur das nötigst mitgenommen. Also, alter Ballast ist nicht mehr vorhanden. Was die Ordnung anbelangt, so ist das so eine Sache. Wenn man auf der Arbeit sehr ordentlich ist/Sein muss, da kann es daheim schon mal etwas unaufgeräumter zu gehen, zumal, wenn es sonst niemanden gibt für den sich das lohnt und man sowieso sehr lange und viel arbeitet. Klar packt einen dann irgendwann der Wahn, und dann wird alles ordentlich zurecht gelegt und blitz sauber gemacht.

    Im übrigen gibt es da den Spruch: Wer Ordnung hält, ist nur zu faul zum Suchen.

    Und dann gibt es ja noch die Pedanten. Die sind sicherlich sehr anstregend.
     
    • # 11
    • 09.10.2013
    • Gast
    Hmmm... Fr. Wunder.
    Das Leben ist das, was es ist, nicht mehr und nicht weniger, es gibt Sachen die kann man nicht erzwingen. Und es gibt Sachen, die passieren. Das Leben fragt nicht, das Leben hat seine Regeln, das Leben hat auch keine Ordnung!

    Ich frage mich wirklich, wer oder was das in Dir ausgelöst hat? Weil vor der Sache mit Andreas da warst Du anders.
     
    • # 12
    • 09.10.2013
    • Gast
    Nur weil jemand penibel seine Bude, den Arbeitsplatz oder sonstwas aufräumt, muss er noch lange nicht ein klarer und "aufgeräumter" Geist sein. Wenn du für dich selbst findest, dass es mal wieder an der Zeit ist, den alten Kram aus Schubladen zu räumen und ein wenig mehr Ordnung zu schaffen, ist das zwar fein, aber keine mentale Großtat.
     
    • # 13
    • 10.10.2013
    • Gast
    Es gibt schon gewisse Persönlichkeitsstrukturen die man im Laufe des Lebens kennenlernt und viele spielgeln immer ähnliche Verhaltensweisen wieder.

    So habe ich immer wieder sehr kreative Menschen auch als ein bischen Chaotisch und weniger Ordentlich erlebt (egal ob innen oder aussen)..aber sie strahlen sehr viel persönlichkeit , Wärme und Freude aus..

    So habe ich immer wieder Menschen die starke Ordnung in sich und in Ihrem Alltag hatten als wenig kreativ erlebt..Und fast immer waren sie irgendwie Langweilig und hatten Angst etwas falsch zu machen weil dies ja die Ordnung durcheinander bringen könnte..

    Wie gesagt ..Das sind persönliche Erfahrungen..
     
    • # 14
    • 10.10.2013
    • Gast
    Was Gast 5 schreibt, trifft am ehesten meine Erfahrung.
    Klar ist die Idee, reale Schubladen mit innerer Aufgeräumtheit zu vergleichen, verführerisch. Allerdings impliziert der Gedanke dann zwangsweise auch "Schubladendenken" und da passen starke Gefühle, unkonventionelle Neugier, verrückte Bilder (was haben z.B. Schmetterlinge in unseren Bäuchen zu suchen- hä?) einfach nicht rein.
    Ich habe meine inneren Schubladen abgeschafft und finde, dass Ordnung immer etwas mit Zwang zu tun hat und den mag ich mir nicht antun.
    (Die Löffel in meinen Küchenschubladen finde ich trotzdem)
    Gruß, w55
     
    • # 15
    • 10.10.2013
    • Gast
    Wie will das hier jemand beurteilen dürfen, können, dass das Fräulein nun anders ist?

    Ich finde ihre Frage toll, endlich mal was vernünftiges und viele raffen gar nicht, was damit wirklich gemeint ist.

    w 50
     
    • # 16
    • 10.10.2013
    • Gast
    Ich hätte schwören können, dass die Theorie von Frl. Wunder hier in diesem Forum befürwortet wird und bin positiv überrascht, dass die meisten das dann doch anders sehen. Auch ich bin der Meinung, man sollte alte Beziehungen abgeschlossen haben, bevor man sich einer neuen zuwendet. Das jedoch passiert meist im Innern und ist nicht zwangsläufig an äußere Ordnung gebunden. Es ist notwendig sich zu reflektieren und in diesem Zuge entsteht manchmal auch ganz viel im Außen. Dieses äußere Aufräumen kann das Ganze noch beschleunigen, ist aber nicht Voraussetzung, dass es der Seele wieder gut geht.
    Es gibt jedoch auch Menschen - meine Schwester z. B. -, die benötigen für ihre innere Ordnung auch eine äußere. Ihr Freund tickt ähnlich und das passt richtig gut.
    w/46
     
    • # 17
    • 10.10.2013
    • Gast
    Ich meine, dass es auch eine Studie darüber gibt, mit dem Ergebnis, dass eher einen Partner/in findet, der Haus und Hof in Ordnung hált.
    W50
     
    • # 18
    • 10.10.2013
    • Gast
    Ganz ehrlich, dazu braucht man keine Studie, weil das doch logisch ist. Aber ich bin ja nur eine Frau...

    w
     
    • # 19
    • 13.10.2013
    • Gast
    Innere und äussere Ordnung schwingt mit gesellschaftlicher Anpassung und Einhaltung von Normen und Regeln mit


    Jede Charaktereigenschaft hat sein für und wieder.


    Bauern halten auch Haus und Hof zusammen und haben es schwierig Partnerinnen zu finden.

    Es spielen immer noch "VIELE" andere dinge eine Rolle

    Deshalb halte ich von sprüchen nicht viel..
     
    • # 20
    • 12.03.2014
    • Gast
    Gar zu ordentliche Menschen sind nichts für mich. Eine steril wirkende Wohnung ist für mich schon ein Indiz dafür, dass es nicht passt. Auch Menschen, die Erinnerungsstücke so radikal entsorgen, sind mir nicht sonderlich sympathisch. Wem es so leicht fällt, sich von Dingen mit emotionalem Wert zu trennen, der ist mir suspekt.

    Ich mag gefühlvolle, kreative und phantasievolle Menschen. Erfahrungsgemäß legen die nicht so viel Wert auf akribische Ordnung und kühlen Pragmatismus. Wenn ich das Zuhause von jemandem betrete, möchte ich seine persönliche Note, einen Hauch seiner Vergangenheit, seine Vorlieben und Interessen wahrnehmen. Wenn es da wie im Möbelhaus aussieht, fühle ich mich nicht eingeladen. Es kann da ruhig auch mal was rumliegen. Das strahlt Lebendigkeit aus und zeigt, dass der Mensch außer Aufräumen und Putzen auch noch andere Interessen hat.

    Eine gar zu große Anhäufung von Altem oder Erinnerungsstücken (Richtung Messi) finde ich allerdings schon bedenklich. Es zeigt, dass jemand nicht loslassen kann (will?) und noch sehr in der Vergangenheit lebt. Trotzdem sind das für mich meist noch die sympatischeren. Gruselig finde ich Leute, die alles zwanghaft ordnen müssen, bei denen eine benutzte Kaffeetasse auf dem Couchtisch schon zum Beziehungsstreit führt und ein wenig Chaos nicht einmal für kurze Zeit aushalten können.

    Oft sind die auch sehr streng im Umgang mit Kindern, mögen keine wild wachsenden Pflanzen oder Wild-Tiere und kontrollieren zwanghaft ihre Umwelt. Auch so ein akribisch aufgeräumter Vorgarten mit geometrisch geschnittenen Buchsbäumen und von "Unkraut" befreiten steinernen Gartenwegen vermittelt den eisigen Charme eines Friedhofs. Nein danke!