1. In welchem zeitlichen Rahmen akzeptiert ihr ein Zugeständnis?

    Hallo zusammen, als ehemals stille Mitleserin würde mich Eure Meinung zu folgender Fragestellung interessieren: Ihr seid mit Eurem Partner nach mehreren Jahren glücklicher Beziehung uneins, was eine wichtige Lebensentscheidung (z.B. Heirat, Kinder, Zusammenziehen, Umzug o.ä.) angeht, und der Partner ist innerhalb der Beziehung nicht zu einem Zugeständnis bereit. Ihr zieht die Konsequenzen und beendet traurig, aber dennoch überzeugt nach einer angemessen Zeit die Beziehung, da man nicht auf einen Nenner gekommen ist und das Thema zu wichtig für einen selbst ist, um es aufgeben zu wollen. Nach der ausgesprochenen Trennung rudert der Partner plötzlich und unerwartet zurück und ist zu einem Zugeständnis bereit (war im Trennungsgespräch noch nicht der Fall). Wie bewertet ihr das? Könntet ihr das Zugeständnis unter diesen Umständen ernsthaft und mit gutem Gefühl "annehmen", die Trennung aufheben? Oder bleibt da nicht immer der Beigeschmack, der Partner hat es eigentlich nicht gewollt und nun aus anderen Beweggründen seine Meinung geändert? Ist Euch sowas schon einmal widerfahren, wenn ja, wie lebt es sich damit? Vielen Dank für Eure Einschätzung und eventuellen Erfahrungsberichte!
     
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  3. Kann alles sein - entweder war der Mann etwas "langsam" und mußte für sich das Thema erst verdauen oder er wog die Nachteile gegen Vorteile auf und kam zu dem Schluß daß er sich lieber der Frau unterordnet in der Frage.

    Ich würde einen schalen Beigeschmack haben der der Heirat und Kindern - da will ich einen genauso begeisterten Partner der sofort zustimmt.

    Beim Zusammenziehen oder Umzug wäre es mir weniger wichtig wie viel Zeit der Mann für seinen Entschluss gebraucht hatte denn beides kann frau zur Not jederzeit aufkündigen.
     
  4. Ich hatte mich immer getrennt, weil es nicht mehr gepasst hat. Letztendlich wollte ich ja Kinder, aber das mit jemanden, der sie auch will, mit mir, und sich dafür einsetzt.....und nicht nach der Trennung sagt, ja, dann machen wir halt welche....Was ist denn das für ein Engagement?

    Ich habe aber auch nie Gründe angegeben oder eine Liste beim Trennen gemacht....es ist ja dann auch nicht nur ein Punkt, den man ändern müsste und dann stimmt alles wieder. Die ganze Beziehung ist im Ungleichgewicht und das zeigt sich dann eben besonders an den heiklen Themen.

    Aus meiner Erfahrung war es gut, den Schluss-Strich gemacht zu haben und sich für die Ziele einzusetzen, die einem so sehr wichtig sind. Ich finde, da müssen dann schon beide für brennen...und wenn nicht, dann geht man eben getrennter Wege weiter. Diese wichtigen Entscheidungen ziehen doch grosse Konsequenzen nach sich, die mit irgendwelchen Einschränkungen verbunden sind. So etwas halbherzig eingegangen bringt doch nur Schwierigkeiten mit sich, die die Trennung hinauszögern.
     
  5. Wenn mir mein Wunsch an den Partner so wichtig war, dass ich zur Trennung bereit bin aber gleichzeitig mein Wunsch um etwas geht/ging was ich mit genau diesem Partner umsetzen wollte (z.B. Heirat, Kinder usw.) freue ich mich, dass er noch rechtzeitig die Kurve genommen hat und nehme ihn beim Wort.

    Wenn ich auf eine Nichterfüllung meines Wunsches spekuliert habe und mein Wunsch nur Teil eines Weges war meinem Partner die Schuld für eine Trennung zu zuschustern, dann sage ihm, dass er es sowieso nicht ernst meint und trenne mich trotz seines Angebot. Er hat ja Schuld ;)

    Überleg was du tatsächlich willst, dass dein Wunsch erfüllt wird oder willst du dich trennen?

    Bezüglich des Wunsches solltest du überlegen, ob du das wirklich willst und ob du deinen Wunsch realistischer Weise auch mit einem zukünftigen jetzt noch unbekannten Partner umsetzen kannst. Wenn dein Wunsch Kinder sind und du jetzt Ende 30 bist, wird es schwierig zeitig einen neuen Vater deiner Kinder zu finden.

    Anderseits wenn du nur einen Trennungsvorwand konstuiert hast, würde ich jetzt auf keinen Fall an einem Pseudowunsch festhalten. Dann schiebst du nur die Trennung hinaus.
     
  6. Ich kenne das von jeder Trennung, dass plötzlich ein der Ex-Freund quasi das Blaue vom Himmel versprach, inkl. per Post gesendeten Verlobungsring. Ich bin nicht mehr darauf eingegangen, dafür hatten die zwei Männer jahrelang Zeit sich das zu überlegen. Solche Entscheidungen wie Heirat und Kinder müssen für mich schon innerhalb der Beziehung kommen.
     
  7. Für mich käme das wohl auf den genauen Sachverhalt und Einzelfall an. Eine wichtige Lebensentscheidung möchte ich bei niemandem erzwingen. Aber ich möchte nicht ausschließen, dass es Themen gibt, wo der verlassene Partner reflektiert und eine ehrliche Entscheidung trifft, es doch genau so zu wollen. Die Gefahr ist allgemein groß, dass nur aus Verlustangst und Panik zugestimmt wird - im Einzelfall mag das anders sein. Bei so wenig Information ist es schwierig...
     
  8. Ich würde immer das Gefühl haben, dass er nicht wirklich hinter der Entscheidung steht und mir nur aus Angst vor der Trennung entgegen kommt. Es wäre quasi eine erpresste Meinungsänderung.

    Das Thema Kinder sehe ich ambivalent. Einerseits sollten beide Partner die Entscheidung aktiv treffen. Ich hätte sicher einige Männer dazu überreden können. Aber das ist eine zu einschneidende Entscheidung. Deshalb dachte ich mir, dass ich lieber nicht drängen und pushen sollte. Ich bin dann halt kinderlos geblieben. Da es nur wenige Männer gibt, die aktiv eine Familie planen, kann ich jedoch auch Frauen verstehen, die den Mann etwas schubsen.

    Ich selbst habe aber keine Erfahrung mit der von dir beschriebenen Situation. Es gab mit meinen Partnern auch Interessenskonflikte und ich habe die Beziehung dann schweren Herzens beenden müssen. Aber noch nie habe ich erlebt, dass ein Mann von seiner Meinung abgewichen ist. Die Männer hatten wohl Angst davor, dass es immer so weiter geht, wenn sie mir einmal entgegen kommen. Also blieben sie lieber alleine.
     
  9. Ich würde spontan, ohne die Hintergründe deiner Geschichte zu kennen, die Frage mit ja beantworten. Erstens es kommt immer anders als erwartet und wenn du jemanden hast, der dich liebt, würde ich es riskieren. Mindestens habe ich immer so gehandelt. Aber vielleicht erzählst du mehr, was der Trennungsgrund überhaupt war? Du wolltest heiraten und Kinder haben und er wollte es nicht?
     
  10. Schwere Entscheidung. Ich denke, ich würde bei der Trennung bleiben.
    Es ist doch so, das der Partner in diesem Fall nicht zu 100% hinter der Entscheidung steht, sondern nur das kleinere Übel wählen würde. Die Frage ist: Willst du das?
    Willst du dir in z.B. 10 Jahren hören, das er genötigt war und es eigentlich nicht wollte?
     
    • # 9
    • 09.05.2018
    • void
    Kommt vielleicht drauf an, worum es geht, obwohl ich das Zugeständnis schon als "erpresst" ansehe. Kinder bekommen ist für mich was anderes als heiraten oder zusammenziehen. Heiraten - kannst Du wieder rückgängig machen. Zwar vielleicht mit Folgen finanzieller Art, aber es geht. Ebenso Zusammenzug, wobei die Wohnungsmisere ja auch vorsichtig macht. Aber ein Kind ist ein lebendiges Wesen und wenn sich mal einer eben umentscheidet und dann es doch nicht richtig ernst meint, geht es nicht mehr nur zwei Erwachsene an, die sich nicht einigen konnten.

    Mehrere Jahre Beziehung... Wer in mehreren Jahren Beziehung nicht das Bedürfnis hat zusammenzuziehen, ist einfach nicht der Typ dafür, denke ich. Aber das könnte ich mir am ehesten noch vorstellen, dass einer sich da umentscheidet.
    Wenn es das Kind ist, das er nicht wollte - sofort sein lassen, ohne zu überlegen. Entweder sah und sieht sich der Mann nicht als Vater oder er wollte die Frau nicht wirklich für immer.
    Heirat ... Da könnte man drüber nachdenken. Aber eben erpresst. Will man das?

    Tja, was müsste einer tun, damit man so eine grundlegende Lebenseinstellung als geändert glaubt? Kann natürlich sein, dass ihm aufgegangen ist, dass er es nicht mal versucht hat mit dem Zusammenziehen. Und dass es albern ist, das nicht mal zu probieren, wenn man es gar nicht richtig weiß, wie es ist.
    Kann sein, dass ihm aufgegangen ist, dass er keine andere Frau mehr finden wird, mit der er sich zusammenraufen kann.

    Wenn einer plötzlich entdeckt, dass er seine Expartnerin liebt und wirklich mit ihr auf ewig zusammenbleiben will, also zusammenziehen und heiraten will, würde ich mich fragen, was das vorher denn gewesen sein sollte mit der Beziehung und seinen Gefühlen.

    Ja. Und ich müsste an Deiner Stelle überzeugt werden von ihm, dass die Beweggründe für die Änderung auch gute sind. Nicht Bequemlichkeit oder mehrere Frauen angetestet haben und nichts passte.
    Aber wie gesagt - beim Kinderthema würde ich die Bez. beendet lassen.

    Mein Ex hat mit mir Schluss gemacht und wollte danach zurück und es noch mal probieren. Da die Bez.probleme aber noch genau wie vorher waren und er mit Sicherheit weiterhin der Meinung war, ICH müsste es allein ändern, hätte es gar keinen Sinn gehabt, es wieder aufleben zu lassen. Und wenn mir einer mal gesagt hat, er will nicht mehr mit mir, lasse ich mich auch nicht wie ein Ding aus dem von ihm bewusst entschiedenen Wegwurf wieder raufholen, bis ihm vielleicht das nächste Mal einfällt, dass er es doch nicht kann und diesmal endgültig. Man muss sich vorher überlegen, was man will, und DANN erst handeln, ist meine Lebenseinstellung. Insbesondere, wenn es um Gefühle anderer Menschen geht.
     
  11. Ich schätze die Situation sehr schwierig ein. Also ich würde die Trennung nicht aufheben.

    Aktuell ist eine gute Freundin ach in einer ähnlichen Situation. Und es ist ein ständiges auf und ab. Letztes Jahr trennten die beiden sich. (Sie will heiraten und Kinder, er nicht).
    Dann machte er ihr zugeständnisse, naja jetzt sind sie wieder zusammen.
    Er meinte er will sie nicht verlieren und wenn sie unbedingt Kinder & Hochzeit will dann macht er das halt.

    Das wird nicht gut gehen. Das ist eine erzwungene Situation wo beide nicht glücklich werden.

    Überleg doch mal du wirst in eine Richtung "gerieben" von der du überhaupt nicht überzeugt bist und/oder gar nicht möchtest nur damit der andere zufrieden ist. (Bei Kleinigkeiten ok)
    Aber Hochzeit und Kind ist was elementares. Das verändert das ganze Leben.
    Da kann man doch keine Zugeständnisse machen wenn man das nicht möchte.
     
  12. Männer merken sehr oft erst, wie sehr sie ihre Partnerin lieben, wenn sie weg ist. Ich denke schon, dass sie es ernst meinen, wenn sie dann "einknicken". Aber liebe FS, willst Du ihn denn selbst zurück? Willst Du Dein Ziel überhaupt noch durchsetzen? Oder hast Du den Ausweicher geliebt? Es kommt verdammt oft vor, dass Frauen einer Wunschvorstellung an den Partner anhängen und ihn in dem Moment uninteressant finden, in dem er sie erfüllt. Sehr schön beschrieben wird das im Buch "Frauen, die zu sehr lieben".
     
  13. Also dieser/dein Fall ist sicherlich nicht der Einzige, der gibt es in zigtausenden Beispielen, mir selbst sind solche Beispiele auch bekannt, ich sage dir ganz offen und authentisch meine persönliche Meinung, der Nachgeschmack wird immer bleiben, da es mit einem Vertrauensbruch zu tun hat, die Entscheidungsänderung von ihm kam, um der Beziehung kein endgültiges Ende zu geben, ob es in der Tat so stimmt, was er jetzt meint, bezweifle ich ganz stark, das sind auch deine unsicheren Gefühle, ich glaube eher, dass es eine rhetorische, strategische Überlegung von ihm ist, um dich wieder für ihn zu öffnen und wenn er dich dann wieder hat, kann er wieder im alten Fahrwasser weitermachen, solche Beispiele gibt es viele, ich gebe dir einen ganz wichtigen Tipp, höre einzig alleine auf dein Bauchgefühl, lass dich von außen von niemanden beeinflussen, auch nicht von deinem Kopf, höre einzig alleine auf dein Bauchgefühl, dein Bauch kennt die richtige Antwort, höre auf ihn! Meine Erfahrung ist grundsätzlich, wenn das Vertrauen in einer Beziehung angeknackst oder gebrochen ist, bleibt dieses Vertrauen immer als eine offene Wunde bestehen und bei bestimmten Situationen geht diese Wunde wieder ganz weit auf und schmerzt unheimlich!
     
  14. Bei mir, wie so oft, käm es drauf an...

    Auch wie er mir seinen Sinneswandel erklärt.
    Innerhalb einer Diskussion, mit ggf Messer an der Brust: mach oder ich geh, reagieren einige gerne trotzig.
    Finde ich persönlich nicht so toll aber völlig unverständlich ist es nicht.

    Wenn mein (Ex) Partner, mir dann erklärt, dass er sich zb überlegt hat: eigentlich wollte er die Dinge auch immer aber er dachte dafür noch alle Zeit der Welt zu haben. Jetzt dämmerte ihm aber: ich bin alt genug und habe die beste Frau dafür längst gefunden...
    Dann würde ich es wohl noch mal versuchen.
    Innerlich hätte ich wohl eine Frist, wenn er sich wieder nicht von sich aus bewegt, weiss ich dass er es nie wirklich wollte.
     
  15. Wer unter solchen Umständen zurück zum alten Partner geht, der macht garantiert eine falsche Entscheidung, da diese Entscheidung aus reiner Berechnungsgrundlage ausgerichtet ist, jedoch die Gefühle entscheiden und reagieren anders, nur eine Frage der Zeit!
     
  16. Schwierig, da wir nicht genau wissen, um was es sich handelt. Ich hatte die Situation relativ am Anfang meiner Beziehung, da ging es um die Kinder-Frage, aber nicht sofort, sondern in einer zeitlich recht eingegrenzten Zukunft. Mein Freund ist jünger und hatte sich das vorher noch nie so genau überlegt, er hatte dann in der Beziehung Panik und dann haben wir uns getrennt. Dann hat er zwei Tage gründlich drüber nachgedacht, mit einem Therapeuten geredet und seine Meinung dazu geändert oder eher, zum ersten Mal gründlich durchdacht. Ich war auch skeptisch, bin bei sowas aber auch immer gefühlsmäßig so tief drin, dass ich es eher probiert habe, um dann wenigstens sicher zu sein, dass es nicht passt (das kann auch dumm laufen).
    Er scheint sich damals einfach wirklich das erste Mal damit auseinandergesetzt zu haben, dass er nicht noch zehn Jahre warten muss mit Kindern und ist bisher dabei geblieben; nun bin ich auch eher diejenige, die das auf die lange Bank schiebt. Aber es ist kein Konfliktthema mehr. Dabei ging es aber nur um die zeitliche grobe Planung und nicht um Kinder ja oder nein. Da mag es auch Änderungen im Denken geben, da wäre ich aber skeptisch, dass es nach der Geburt dann doch heißt, wollte ich doch eigentlich nie, nur für dich, kümmer dich selbst drum etc.
    Bei anderen Dingen, wie Charaktereigenschaften, ist es meiner Erfahrung nach sowieso sinnlos, wenn der andere nach einer Trennung behauptet, er ändert das. Das klappt meistens einfach sowieso nicht.
    Heirat oder Zusammenziehen oder Zeitpunkt der Kinder: da kann es sein, dass der Partner abgewägt hat, sie ist mir doch so wichtig, dass ich das in Kauf nehme. Das kann sich gut entwickeln oder nicht, das weiß man leider vorher nicht so genau. Mir persönlich wäre es bei allen Themen auch immer lieber, der Partner hat die gleiche Einstellung dazu und ist begeistert, aber so ist das Leben nun leider häufig auch nicht...
     
  17. Dann sehe ich nur die Trennung, um schnell dein Ziel mit einem anderen besonderen Mann zu erreichen.
    Heute würde ich das schon beim Kennenlernen ansprechen, wohin die Reise geht, nicht erst innerhalb der Beziehung. Man kann deutlich vermittelt, was man so im Leben will und sollte das auch tun, damit man die hochsensiblen, kaputten, minderbemittelten Männer, die einen in dem Punkt immer noch unterdrücken wollen, ausschaltet. Die tun einem nicht gut. Und Männern denen das schon zu viel ist, also die taugen ja wirklich für gar nichts. Ich verstehe gar nicht, wie man so empfindlich und feminin sein kann als Mann.

    Wenn so ein Mann nicht zu einem Zugeständnis bereit ist oder sagt, er möchte sich "treiben lassen" oder "mal gucken", dann würde heute ich passen. Eine Frau mit Erfahrung weiß, was das heißt. Nämlich gar nichts.

    Früher habe ich das nicht getan und Ende vom Lied, man hat dann schnell mal zehn Jahre mit einem Mann verschwendet für nichts.

    Liebe Fs, das ist doch so üblich, dass ein Mann zurückrudert!! Und nein, du solltest dieses Zugeständnis nicht annehmen, weil es gelogen ist. Ist dir das noch nie passiert, dass Männer zurück kommen?
    Dein Problem ist lediglich, dass du dich erst hast emotional vollständig fallen lassen und dann deinen persönlichen "Vertrag" der Liebe aufgesetzt hast. Das kann dir noch ganz oft so passieren. Checke einen Mann erst ab, bevor du dein Herz verlierst und ob es das überhaupt wert ist.
     
  18. Ich kenne einige Herren inklusive meinen Onkel, der auch nicht heiraten wollten und doch geheiratet haben.

    Bei meinem Onkel war es so, dass er erwachsene Kinder hatte, die Kinder und die Ehefrau zogen weg. Er war sehr einsam gewesen und da hat er eine sehr liebe Frau kennengelernt, die er auch nach sehr viel hin und her doch geheiratet hat. Seine Kinder mochten aber die Frau nicht und würden auch keine weitere Kinder neben sich akzeptieren. Die zweite Frau wollte unbedingt ein Kind, er wollte es nicht. Sie haben geheiratet, er hatte ihr ein Kind versprochen und doch haben sie nie ein Kind bekommen. Er wollte es nicht und sie ist auch nicht schwanger geworden. Sie haben sich nach zehn Jahren getrennt. Er hat nun eine neue Frau, die 30 Jahre jünger ist als er.

    Zweite Geschichte: eine gute Freundin und ihr Ehemann sind seit 30 Jahren ein Paar. Sie sind zusammen aufgewachsen. Er ist ihr erster Freund. Nach 10 Jahren Beziehung wollte sie mit Mitte 20 heiraten und er wollte es aber noch nicht. Sie hat ein Ultimatum gestellt und gesagt entweder wir heiraten oder wir trennen uns. Er hat sich dann doch für den ersten Weg entschieden. Sie sind heute immer noch sehr glücklich verheiratet und haben ein Haufen Kinder.

    Dritte Geschichte: Ein guter Bekannte ist Geschieden und mit einer anderen Frau seit Jahren liiert. Sie möchte heiraten und Kinder haben. Sie möchte einfach endlich ankommen. Er möchte es auch aber irgendetwas hindert ihn daran. Ich weiß zwar nicht, was das ist aber er will sie weder heiraten noch mit ihr Kinder und mein Eindruck ist (und das ist reine Spekulation), dass er eine viel jüngere Frau will oder einfach nicht treu sein kann und das weiß er auch selbst. Er weiß, dass er sein Versprechen nicht halten kann. Dafür ist er einfach nicht geschaffen. Er will Spaß und seine Freiheit und das ist mit Haus, Frau und Kind nicht möglich. Wahrscheinlich wird er aber letztendlich einnicken und sie doch heiraten und nebenbei wird er Affären haben. Tja, die andere Männer machen es ja uch.

    Fazit: Es hängt von vielen Faktoren ab. Ich würde es vom Alter abhängig machen. Wenn er über 40 ist und so rumeiert, dann würde ich persönnlich es doch nicht riskieren. Er will es nicht, warum auch immer.
     
  19. @_Anna_
    Ich habe meinen Ex-Partner 2x zurück genommen in 5 Jahren Partnerschaft. Wir kannten uns insgesamt 7 Jahre. Er hat leider all seine Versprechungen und unsere Vereinbarungen, meine Wünsche nicht eingehalten. Nur ich habe mich um unsere Liebe weiterhin bemüht und seine Liste an Forderungen zu 100% erfüllt! Wie grosszügig und nachgiebig ich war. Ich frage mich heute womit er das verdient hat. Gar nicht. Letztlich wurde ich irgendwie nur warmgehalten und er hat mich spontan gegen eine Andere eingetauscht. Es ging nichts mehr vor und zurück. Ich habe ihm vertraut, ihn in einer schwierigen Zeit der Jobsuche, Psychose und Liebeskummer mit einer anderen Frau liebevoll unterstützt und wurde bitter 7"enttäuscht". Ich dachte wir sind ein Traumpaar und wir werden alt zusammen. Jetzt hat er, obwohl wir uns 7 Jahre kannten und er alles war für mich, einfach so schnell schnell irgendeine Neue geheiratet. Ich weiß nicht einmal nähere Umstände. Er schweigt, blockt ab und lügt mich an. Du solltest eine enge Deadline setzen und sie im Kopf behalten. Letztlich verlierst du an Lebenszeit und Chancen, eine neue Liebe zu finden. Ich war immer sehr leidenschaftlich und gefühlvoll, aber so verarscht möchte ich im Leben nicht mehr werden. Männer erzählen einem alles, wenn es zu ihrem Vorteil ist.
     
    Zuletzt bearbeitet: 09.05.2018
  20. Irgendwie denke ich, wenn der Partner sich innerhalb mehrerer Jahre nicht zu diesem Zugeständnis durchringen konnte, so ist es nicht wirklich "seins", was auch immer es ist.
    Er sollte dann niemanden "halten" wollen, indem er etwas tut, was ihm gegen den Strich geht, sondern den Aufwand betreiben, jemand mit ähnlichen Vorstellungen zu finden. Es gibt genug insgeheim traurige Ehemänner und Väter auf der Welt, oder Menschen die sich täglich über ihren Wohnort ärgern. Solch chronischen Frust hält man schlecht aus. Es muss also ein inneres "ja" statt ein inneres "dann mach' ich halt.. dir zu liebe" gewachsen sein, damit es klappt. Mit geringer Wahrscheinlichkeit kann so ein inneres "ja" noch nach der Trennung entstanden sein, aber eben, ich schätze wie @INSPIRATIONMASTER die Chance auch hoch ein, dass es sich um ein verzweifeltes Manöver handeln könnte, dich zu behalten.
     
  21. Also diese Dinge sind doch keine Zugeständnisse, sondern ganz grundlegend für eine Partnerschaft. Zusammenziehen und Umzug, ok, aber Kinder und Heirat? Das ist doch nix halbes und ganzes wenn der eine plötzlich sagt, na gut dann machen wir halt ein Kind. Wie bekloppt ist das denn? Oder eine erzwungene Heirat?
    Ich finde es kommt wirklich darauf an, bei was jemand zurückrudert.
     
  22. Ich hatte letzten Sommer genau den Fall. Ich wünsche mir Kinder, meine damalige Partnerin (damals schon >5,5 Jahre zusammen) nicht, bzw war sich unsicher und wollte sich nicht festlegen. Daraufhin habe ich mich schweren Herzens für die Trennung entschieden, woraufhin sie sehr aufgewühlt war und dann wenige Tage später im Gespräch ebenso zurückgerudert ist.

    Im Endeffekt haben wir uns dann 4 Monate später getrennt, nachdem sie um Weihnachten/Silvester, als sie erstmals richtig Freizeit und Raum zum nachdenken hatte. Wenn es um Kinder geht, würde ich auf keinen Fall Kompromisse machen, weil später auch sie darunter leiden, wenn ein Elternteil sie sich eigentlich gar nicht gewünscht hat und dann vielleicht die Beziehung daran zerbricht.

    Wenn es um Hochzeit/Wohnung geht, würde ich das nicht ganz so eng sehen, da das Dinge sind, die später immer noch anders gemacht werden können und wo nur ihr beide betroffen seid.
     
  23. Ich, m, interpretiere das Verhalten deines Freundes als, er weis nicht was er will und er kann und will nicht allein sein oder er ist nicht kompromissfähig.
    Nach der ausgesprochenen Trennung ist ihm klar geworden, dass niemand mehr da sein wird der ihm den Haushalt schmeist, kein warmes Essen auf dem Tisch stehen wird, wenn er heimkommt und es keinen kostenlosen Sex geben wird.
    Ernst zunehmen ist sein Zugeständnis überhaupt nicht.
    Wenn ich etwas nicht will und dann doch zustimme, dann nur nach Abwägung aller Vor- und Nachteile und dann auch nur widerwillig.
    Wenn ich etwas zu 100% möchte dann sage ich sofort freudig zu und stehe zu meinem Wort. Es heißt ja nicht umsonst,ein Mann ein Wort.
    Dein Freund ist ein Opportunist, ein Fähnchen im Wind, Egoist, Wendehals. Immer seine Vorteile im Blick.
     
    • # 23
    • 09.05.2018
    • Nice
    Das ist eine höchstpersönliche Entscheidung, gerade wenn es um Familiengründung geht. Außer dem Ratschlag, auf das "Bauchgefühl" zu hören, kann man da eigentlich nix sagen. Und wenn Zweifel bestehen, dann lieber keine Kinder in die Welt setzen.
    Andererseits: Man hat eigentlich immer irgendwie Zweifel. "Liebe wird aus Mut gemacht" sang Nena.
    Ich finde den Blog von Eric Hegmann ganz gut. Kann man nach googeln. Ist vielleicht hilfreich.
     
  24. Liebe FS,
    du schreibst "z.B." Heirat, Kinder, Zusammenziehen etc.
    Worum geht es?
    Stimmen eure grundsätzlichen Lebensvorstellungen nicht überein, oder geht es um einen konkreten Punkt? Das ist ein Unterschied, den es zu berücksichtigen gälte.
    Jemanden zu "überreden", Kinder zu bekommen, ist eine andere Kategorie als "Zusammenziehen" und hat andere Konsequenzen. Zu Kindern würde ich einen ausgeprägten Ablehner nicht überreden wollen.

    Ansonsten würde ich mich @pixi67 anschließen.
    Gut möglich, dass er während der Trennung intensiv nachgedacht hat und ihm eine mögliche neue Perspektive doch gefällt.
    Er sollte aber plausible Gründe für seinen Sinneswandel vorweisen können, inclusive eigener Gedanken und Argumente dafür. Ein "dann machen wir das eben so, wenn du es so willst" wäre für mich nicht genug.
     
  25. Das sehe ich nicht so: manchmal wird man mit Wünschen/Bitten/Vorstellungen konfrontiert, ohne dass eine Chance da ist, sich diese gut zu überlegen. Die von der FS aufgeworfenen Fragen betreffen eben nicht Dinge des Alltags (Urlaubsziel? kaufen-wir-diesen-Schrank-oder-besser-nicht? usw.), sie sind zukunftsentscheidend. Denn ein Kind kann man nicht in die Ecke stellen, wenn man feststellt, dass man lieber nicht Vater/Mutter sein will. Eine Heirat lässt sich über Scheidung korrigieren, doch kostet das Zeit und viel Kraft. Zusammenziehen ist oft genug mit Veränderungen im Job o.ä. verbunden.

    Also würde ich mir selbst bei solchen entscheidenden Fragen immer Zeit nehmen wollen. Der eine braucht mehr, der andere weniger Raum für eine (tragbare) Entscheidung. Ich finde das verantwortungsbewusster, als eine ad hoc Zu- oder Absage.

    Ich an deiner Stelle, liebe FS, würde ohne Groll versuchen herauszufinden, warum dein Partner erst nach längerer Zeit deinen Wünschen nachgegeben hat. Gerade weil ihr euch schon länger kennt, würde ich eine verantwortungsvolle Entscheidung eher in Betracht ziehen, als eine, die erpresst wurde. Wobei ich nicht sagen wollte, wie lange so eine Entscheidung brauchen sollte oder brauchen darf. Das hängt sehr vom allgemeinen Wesen des Partners ab.
     
  26. Hier die Fragestellerin. Vielen Dank Euch allen für Eure Erfahrungen und Einschätzungen. Ich konkretisiere mal: Wir sind beide Anfang 40, beide geschieden mit Kindern. Die Beziehung verlief über die Jahre harmonisch. Ich wollte seit ca 1 bis 2 Jahren mit ihm und den Kindern aus persönlichen Gründen, um die und deren Tragweite er weiß, aus meinem von uns gemeinsam bewohntem Eigentum ausziehen. Ich verstehe nicht, warum er sich dagegen so gesträubt hat(finanziell hätte es ihn höchstens ein wenig, aber unwesentlich mehr belastet) und muss zugeben, daran seine Liebe zu mir festgemacht zu haben. Ich danke Euch allen sehr, ich nehme aus jeden der Posts ein paar Gedankenanstöße mit. Leider befürchte ich, dass ich die Trennung durchziehen muss, wenn ich mir nicht selbst was vormachen möchte.
     
  27. Sehr schön beschrieben und ich stimme dir 100% zu. Ein inneres Jaaaa und zwar ganz laut und deutlich.

    Nach der Post der FS # 26, geht es darum, wo die Familie wohnt. Wobei ich auch nicht genau verstehe, was genau verlangt wird. Wohnen sie alle zusammen und jetzt möchte sie getrennt wohnen oder möchte sie mit ihm ein neues Haus haben, wo sie zur Miete wohnen oder möchte sie mit ihm ein neues Haus bauen? Es ist für mich immer noch unklar, was genau verlangt wird.
    Geht es quasi doch ums Geld? Fühlt sie sich von dem Mann ausgenutzt und möchte, dass er mehr sich einbringt? Fragen über Fragen. Wir haben alle etwas anderes vermutet und darauf basiert sich auch unsere Antworten dabei verlangte die FS etwas anderes nimmt aber unsere Antworten als Bestätigung für ihre Entscheidung?
    Alles eine Frage der Kommunikation. Wieder ein Beispiel dafür dass die Menschen immer aneinander vorbei reden.
     
  28. Oh, ich hatte mir eine ganz andere Situation vorgestellt.
    Also ging es darum, dass du aus deinem Haus ausziehen und ihn und die Kinder mitnehmen wolltest.
    Am geschilderten Szenario finde ich schade, dass du ihm wohl deine Gründe fürs Ausziehenwollen genannt hast, aber seine Gründe fürs Bleibenwollen nicht zur Sprache kamen. Jetzt wünschte ich fast, ihr hättet noch mal ein offenes Gespräch gehabt.
     
  29. "Eine angemessene Zeit" bedeutet, dass derjenige überlegen konnte und diejenige in gewisser Weise erpresst hat. Ich finde, beides ist keine gute Grundlage für eine Beziehung.

    Ich verstehe nicht ganz. Warum zieht man aus einem gemeinsam bewohnten Eigentum aus? Warum Du und nicht er? Deine Kinder oder seine Kinder? Du ziehst alleine aus oder mit den Kindern oder mit ihm und den Kinder?
    Normalerweise überlegt man sich gemeinsam, wo man wohnen möchte. Fand sich keine geeignete Alternative? Ging es um Geld?
     

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