• 19.06.2017
    • Sandra83

    Ich denke über Trennung nach - was tun?

    Hallo zusammen,

    nun frage ich hier einmal neutral um Rat.

    Es fällt mir unheimlich schwer das zu schreiben, da ich meinen Freund liebe, nun kommt ein aber das nicht da sein sollte. Ich bin 34, mein Freund ist 20 Jahre älter, wir sind seit 3 Jahren zusammen, wir machen viel zusammen, verstehen uns auch oft richtig gut, kennen Familie und Freunde voneinander, hier ist alles in Ordnung. Er hat einen Sohn (8), er ist 14 tägig am WE bei ihm bzw. uns und 2 Tage unter der Woche. Soweit kommen wir gut klar, sein Sohn mag mich, mir fällt es oft schwerer, da ich die Ex und alles was mit dranhängt so nicht will, auch wenn man sich insgesamt versteht (da wo es eben ums Kind geht). Ich selbst habe bisher nie wirklich einen Kinderwunsch gehabt und selbst wenn dann wäre mir mein Partner zu alt, in der Konstellation möchte ich das nicht.

    Ich mache gerade nochmals ein Studium, verdiene aber genug, wohne zeitweise bei ihm, dann wieder bald für ein halbes Jahr nicht und habe so langsam das Gefühl, dass ich dann in dieses Leben aktuell bei ihm so nicht mehr zurückwill. Mein Freund und ich haben zeitweise ziemliche Kommunikationsschwierigkeiten, so schön dann wieder vieles ist, ich komme mit seiner Art oft immer weniger klar. Er redet mir oft zu viel, meint selbst dies aber gar nicht zu tun, redet über andere viel, schnell beleidigt wenn ich mal nicht so aufmerksam bin. Teilweise macht mich das richtig aggressiv und dann wieder sehr traurig. Insgesamt brauche ich auch oft eher Zeit für mich und habe das Gefühl die rennt mir durch mein jetziges Leben davon. Ich habe vor ca. 3 Monaten so oft geweint und über Trennung nachgedacht, dass ich es ihm sagte, seither reden wir viel und es wurde viel geweint und ich schwanke weiterhin, fühle mich oft so ausgelaugt und das seit vielen Monaten.
     
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    • # 1
    • 19.06.2017
    • Monika1966
    Hallo Sanda,
    in deiner Lage würde ich gründlich überlegen was du brauchst, was dich wirklich glücklich macht. Sei ehrlich zu dir selbst! Wenn die "Fehlers" von deinem Partner nicht annehmen kannst auf die Art "nun gut, ok, ich liebe ihn trotz alledem", dann ich sehe keine große Zukunft für euch. In solchem Fällen kann man glauben, daß mit sogenannten Kompromissen und Anpassungen kann/muß man leben. Ich glaube an sowas nicht! Wenn du dich eventuell für deinen Partner verantwortlich fühls (er ist ja wesentlich älter und braucht deine Lebensenergie, Schwung..), denk daran, daß du dich nicht veropfern darfst. Er darf auch nicht auf den Kosten von deinem Leben "glücklich" zu sein.
     
    • # 2
    • 19.06.2017
    • Vikky
    Liebe FS,
    weil Du seit Monaten nachdenkst und es Dir zunehmend schlecht geht, ist es an der Zeit das nachdenken aufzugeben, sich zu entscheiden und die Entscheidung in die Tat umzusetzen.
     
    • # 3
    • 19.06.2017
    • manchmal
    Moin,

    ehrlich gesagt fände ich es sehr schwer, mit einer so viel jüngeren Frau eine sinnvolle Perspektive auf die Zukunft aufzubauen. Ja gut, wenn sie mich soooo toll findet... aber irgendwann werde ich eben mehr der alte Knacker als der attraktive Lover sein, und das zu einer Zeit, in der sie in vollem Saft und Kraft steht. Da kann ich ihr noch so viele Schlauheiten erzählen, es wird dann nicht mehr passen. Da habe ich doch dann besser eine Gleichaltrige an der Seite... er hat sowieso schon einen sehr späten Sohn bekommen, das hat ja auch nicht gehalten, eventuell auch schon aus diesen Gründen. Das jetzt nochmal... puuuh.

    manchmal
     
    • # 4
    • 19.06.2017
    • kobaltblau
    Nimmt er dir mehr Energie, als er dir gibt? Es liest sich so. Kann mir schon vorstellen, dass du in der Konstellation nicht unbedingt die glücklichste Rolle hast. Er scheint viel Aufmerksamkeit zu brauchen und dir würde eher jemand gut tun, der dich unterstützt. Oder im Zweifelsfall lieber allein als sich so ausgesaugt fühlen. Es ist doch alles wunderbar, du wohnst jetzt eine Zeit nicht bei ihm, behalte das doch bei und lass das erstmal mit dem Wiedereinzug bei ihm.
     
    • # 5
    • 19.06.2017
    • Tom26
    Hallo Sandra,
    mir sind 3 Dinge aufgefallen.
    Es wird viel geweint.
    Im Grunde willst du nicht in das Leben mit ihm zurück, wenn u eine Weile bei dir gewohnt hast.
    Seine Art stört dich.

    Ab und zu ist dann mal wieder was schön - hmm .
    Im Grunde genommen ist es vorbei. Oder weinst du gerne?

    Ihr könntet noch LAT versuchen - vielleicht klappt das. Aber wenn ihr das nicht wollt - zieht einen Schlussstrich, bevor es noch schlimmer wird. Denn von Glück und Lebensfreude konnte ich wirklich nichts lesen.
     
    • # 6
    • 19.06.2017
    • frei
    Naja, erstmal liegt es natürlich nahe aufzuhören zu heulen, aggressiv und ausgelaugt zu sein und endlich zu handeln.
    Nie werde ich verstehen, wie man ohne Not lange in einer unschönen Situation verharren und sich leid tun kann.
    Oder ist genau das der Sinn ?
    Sich selbst leid zu tun kann vielleicht auch ein erfüllendes Gefühl sein. Erinnert mich an ritzen.

    Ok, auch von mir: trenn dich und zwar gleich.

    Aber...nur der Vollständigkeit halber, um noch etwas anderes, nicht so Naheliegendes anzuregen:
    Du willst keine Kinder, hast also alle Zeit der Welt.
    Du trägst alle deine Kosten ohnehin selbst.
    Und hast keinen anderen Mann am Start, richtig ?
    Dann bleib bei ihm, allerdings unter Bedingungen, die du nicht nur ertragen, sondern mit denen du zufrieden sein kannst.

    Ziehe also nicht wieder bei ihm ein.
    Nimm dir die Zeit, die du für dich brauchst.
    Triff ihn nur einmal pro Woche.
    Und dann unternehmt ihr was Schönes, danach kocht ihr zusammen, dann kuschelt ihr, dann gibt's Sex, dann bleibst du über Nacht und nach dem Frühstück fährst du nach Hause.
    Keine tiefen Gespräche, keine Problemwälzerei, kein beleidigter Mann.
    Biete ihm so eine Freundschaft + an.
    Und sage ihm noch EINMAL, keine sich im Kreis drehenden Gespräche über weitere Monate, aber ganz ernsthaft und nicht zwischen Tür und Angel, dass du sein vieles Gebabbel und sein Beleidigtsein nicht mehr ertragen kannst und künftig nach Hause gehst, wenn er es nicht lassen kann.

    Findest du das hart und kalt ? Nun, aber mehr wird bei euch möglicherweise nicht drin sein.
    Wenn dir das zu wenig ist ( das wäre es mir ), bleibt immer noch die Trennung.

    w 50
     
    • # 7
    • 19.06.2017
    • annie83
    Liebe Sandra
    Hm. Ich weiss nicht, was ich dir da raten soll. Hier im Forum gibt es manchen "Fall", wo man einmal durchliest und sofort denkt: "Verlass ihn". Bei dir scheint das nicht so klar.
    Ich meine, ihr seid seit 3 Jahren ein Paar, kennt euch und euren Freundeskreis gut, habt euch so weit erstaunlich gut arrangiert mit euren sehr unterschiedlichen Lebenssituationen. Ist schon mal eine beachtliche Leistung.
    Mir scheint aber, diese Hin-und-Her Lösung mit zeitweise bei ihm wohnen, zeitweise bei dir könnte sehr anstrengend sein. Studieren und arbeiten ist ebenfalls kein Klacks. Da verträgts vielleicht auch nicht mehr viel an Stress oder partnerschaftlichen Macken, wenn die Verliebtheitsphase vorbei, aber eine gemeinsame Zukunft mit Verbindlichkeit und Zusammenwohnen nicht in Sicht ist.
    Mein Rat wäre, nimm dir doch mal, wenn's irgendwie geht, diese Zeit. Mach' schöne Ferien, alleine oder vielleicht mit einer Freundin, mit der du gute Gespräche führen kannst. Ausschlafen im Hotel, gutes Essen, irgendwo an einem günstigen Badeort. In der Entspannung kommen einem die besseren Gedanken, man sieht wieder klarer. So erschöpft und gestresst eine gute Entscheidung zu treffen, ist schwierig.
     
    • # 8
    • 20.06.2017
    • Lionne69
    Liebe Sandra,

    Auf das Aber solltest Du hören.
    Es fällt schwer, sich einzugestehen, wenn Gefühle vergangen sind.

    Was kannst Du machen, um klarer zu sehen?
    Dein Text lässt eigentlich nur eine Konsequenz zu, das weißt Du selbst.

    Setz Dich hin und - am besten schriftlich -
    beantworte Dir Fragen.
    Was schätzt Du an Deinem Partner, was liebst Du an ihm.
    Wann erlebst Du schöne Momente, wie stehen diese aus.
    Was verbindet Dich mit ihm.
    _________
    Was hast Du für Träume, Wünsche, Bedürfnisse?
    Was magst Du, was nicht.
    Was magst Du an Dir selbst? Deine Stärken?
    (....gerne erweitern, es geht um Dich als Mensch mit allen Facetten)
    _______
    Und jetzt stellst Du Dir 2 Varianten vor,
    Dein Leben in 10 Jahren, mit ihm, ohne ihn.
    Lies Dir die Varianten durch, spüre in Dich, welche Gefühle welche Variante auslöst.

    Dann solltest Du Klarheit haben.

    Ich könnte / wollte eine solche "Partnerschaft" nicht führen, wenig Verbindendes, wenig Positives, kaum Wertschätzung, positive Gefühle - außer dem Eingangsstatement (Ich liebe..., aber), mit dem alle ähnlichen Fragen beginnen.
     
    • # 9
    • 20.06.2017
    • neverever
    Liebe Sandra, ich denke @Lionne69 und @frei bringen es jeweils auf unterschiedliche Art auf den Punkt. Du musst in dich hinein hören. Dein Bauch sagt dir nun schon länger das du dich unwohl fühlst. Dazu kommen Kommunikationsschwierigkeiten die das ganze nicht besser machen, im Gegenteil. Dadurch wird dein ungutes Gefühl immer stärker weil du Gedanklich in der Luft hängst. Dazu kommt auch wenn andere hier nicht so das Problem sehen, 20 Jahre Unterschied sind nicht ohne. Von den Beziehungen die ich mit Ähnlichen Vorraussetzungen kenne, sind die Männer älter. Und diese machen alle für mich den Eindruck als das sie nicht auf Augenhöhe sind. Sie also ihre " Mädchen" allesamt meine ihre Frauen ständig an die Hand nehmen zu müssen und ihnen das Leben erklären. Und das das eine Frau irgendwann welche ihr Leben selbst erforschen möchte und es nicht erklärt bekommen will, nervt ist nur verständlich. Ich denke hier musst du Kommunikativ sehr aktiv werden und dich mitteilen. Er merkt das vermutlich noch nicht einmal selbst. Ist eingefahren in seiner " Erfahrung" und sieht nicht den Bedarf der anpassung. Wenn er in der Lage ist sich für deine Gedanken zu öffnen, was uns alten Männern ( boh, jetzt hör ich mich schon wie @Tom26 an, lach) nicht immer leicht fällt. Ja dann könntet ihr eine Chance haben einen guten Weg für Euch beide zu finden. Aber ohne klare Worte und zwar direkt ohne Umwege zwischen Tür und Angel, wird es mit Sicherheit scheitern.
    m46
     
    • # 10
    • 20.06.2017
    • Lucy aus dem Süden
    Du bist 34, er ist 54. Vor Dir liegt noch ein spannendes schönes Leben (2. Studium, die tolle Zeit zwischen 34 und 50..., nicht dass die Zeit danach schlecht ist aber diese Zeit ist einfach grandios) und sicherlich ein Mann, der ungefähr in Deinem Alter ist und das alles miterleben will. Zumal du keinen expliziten Kinderwunsch hast (vielleicht doch mit dem richtigen Mann irgendwann?) hast du eine große Auswahl!

    Was liegt vor ihm? Er ist 54, geht auf die 60 zu, fordert anscheinend jetzt schon ein wenig altersbedingte erhöhte Aufmerksamkeit ein, wird schon ein wenig engstirnig und resistent gegen andere Meinungen eines Partners, der 20 Jahre jünger ist und die Welt auch ein wenig anders sehen darf. Seine Libido und Potenz sind eindeutig auf dem absteigenden Ast und das wäre mir als 34-Jährige sicher zu wenig.

    Glaub mir, ich mache gerade Erfahrungen mit 54-60-Jährigen Männern, die ich so kennenlerne. Ich bin 51 (bald 52) und was ich da so kennenlernt habe, hat vielmals Opa-Allüren (sich nicht für jemand anderes interessieren als sich selbst, andere Äußerungen überhören, einfach weiter reden mit dem alten Thema obwohl ich etwas entgegnet habe, was man diskutieren könnte, will nichts über meinen Job wissen denn er bereitet sich geistig schon auf die Rente vor und ich mache gerade das 2. Mal Karriere...liegt Abends mit Schlafanzug-Hose auf dem Sofa und kennt als einziges Highlight den Beischlaf in der Missionars-Stellung. Sorry wenn ich da so deutlich werde.

    Willst Du das? Wenn Du ihn so sehr liebst, dass Du das alles in Kauf nehmen möchtest, was in den nächsten Jahren auf Dich zukommt, dann mach das. Aber Deine Zeilen lesen sich nicht so für mich. Wenn Du jetzt schon zweifelst, so habe ich Dir das Szenario der nächsten, sagen wir mal, 5-10 Jahre vor Augen geführt.
     
    • # 11
    • 20.06.2017
    • QFrederick
    Guten Morgen liebe FS,

    für mich liest sich Dein Post, dass Du mit Dir selbst nicht klar kommst.

    Du knallst Dir Dein Leben voll, voller als Du es handhaben kannst, und wunderst Dich, dass es Dich überrollt. Das i-Tüpfelchen ist, dass Dein Freund dafür herhalten soll.

    Bei dem was Du alles an der Backe hast, wundert es mich nicht dass Dein Akku leer ist, Du viel Ruhe brauchst, andere Dir schnell zu viel werden und Du gut am Weinen bist.

    Freund hin oder her, Du solltest gewaltig die Notbremse ziehen und schauen was Du wirklich willst und leisten kannst sonst ist Dein Freund bald Dein geringstes Problem.

    Ich an der Stelle Deines Freundes würde ich Dich gewaltig "in Ruhe lassen". Du und Deine Projekte klingen mir (zu) anstrengend.
     
  2. Es ist immer schwierig, von aussen eine Fremdeinschätzung zu geben. Letzten Endes kann Dir keiner sagen, was richtig oder falsch ist. Das musst Du für Dich entscheiden, denn es ist auch Dein Leben und Du mußt mit den Konsequenzen leben und keiner der Ratgeber.

    Du schreibst dass Du Deinen Partner liebst. Wie ist es umgekehrt? Zeigt er Dir trotz Eurer Schwierigkeiten, dass er Dich auch liebt?

    Mein Tipp - versucht an den Kommunikationsschwierigkeiten zu arbeiten. Eine Beziehung benötigt beiderseitiges Verständnis, damit Krisen überstanden werden können und dazu ist unabdingbar dass Ihr offen und fair miteinander kommunizieren könnt.

    Eventuell kann Euch da ein Coaching bzw eine Paarberatung weiter helfen.

    Wünsche Dir alles Gute!
     
    • # 13
    • 20.06.2017
    • xyz74
    So richtig verstehe ich zwar noch nicht, wo das wirkliche Problem liegen soll, aber, wenn man der Ansicht ist, dass der Partner zu viel redet, dann liebt man den Partner nicht und interessiert sich auch nicht für seine Empfindungen. Das gilt jedenfalls dann, wenn der Partner einem nicht ständig Vorwürfe macht und abzuwerten versucht, sondern lediglich nur von seinen alltäglichen Gedanken, Geschichten, ... erzählt.

    Wenn man verliebt ist, dann liebt man gewöhnlich auch die kleinen Macken des Partners, die den Partner überhaupt erst Besonders machen. Zumindest akzeptiert man diese, ohne sich Besonders daran ernsthaft zu stören. Wenn man daher schon genervt ist, weil der Partner einem angeblich zu viel mitteilen bzw. an seinen Gedanken zu viel teilhaben möchte, dann liebt man den Menschen einfach nicht, weil man ansonsten eher glücklich darüber wäre, dass Gegenüber einem vertraut und sich teilhaben lässt.

    Das Hauptproblem liegt meiner Meinung nach daher eher bei einem selber. Wenn man mit sich selber bzw. dem eigenen Leben unzufrieden ist, ist man gewöhnlich leicht reizbar und über Vieles schnell genervt.

    Es gibt im Übrigen kaum etwas Tödlicheres für eine zwischenmenschliche Beziehung, als dem Gegenüber regelmäßig das Gefühl zu geben, dass einen seine Geschichten nicht interessieren. Mal ist das ja völlig in Ordnung, dass man selber einen schlechten Tag hat und über alles genervt ist, aber wenn der Gegenüber ständig ernsthaft überlegen muss, was er überhaupt noch sagen darf, dann ist die Beziehung eigentlich schon lange mausetot.

    Das sind zielsichere Strategien, eine zwischenmenschliche Beziehung nachhaltig zu zerstören. Versetzen Sie sich mal in die Lage des Gegenübers! Stellen Sie sich vor, sie würden gerne einer guten Freundin von sich und ihrem Leben berichten und diese vermittelt Ihnen ständig, dass sie das nicht interessiert und Ihre Art sie nervt! Würden Sie das nicht hart treffen?

    Tun Sie Ihrem Partner daher den Gefallen und kommen Sie erst einmal mit sich selber klar oder andernfalls erlösen Sie ihn von sich. Denn er wird es Ihnen ansonsten ohnehin nie recht machen können, wenn Sie schon bereits Dramen veranstalten, weil Sie das nicht interessiert, woran der Partner sie gerne an seinem Leben teilhaben lassen würde.
     
    • # 14
    • 20.06.2017
    • Stern12345
    Liebe Sandra

    Das hier, kann ich sehr gut verstehen. Ich weiß genau was du meinst!
    In Anbetracht dessen...(und es liest sich für mich als ein sehr großes Problem)...
    und wegen der Tatsache, dass du weinst, nicht zurück willst in dein "altes" Leben mit ihm, möchte ich dir raten die Beziehung zu beenden!

    Ich kenne das sehr gut, wenn man ein Leben lebt, was man eigentlich nicht will, ein Kind mit zu versorgen (auch wenn man es mag), bedeutet Rücksicht nehmen, die Ex Frau im Rücken die Ansprüche stellt und die man immer in die eigene Planung mit einbeziehen muss, das ist als junge kinderlose Frau soo schwer. Und leider weiß man erst, was das bedeutet, wenn man in der Situation fest steckt.

    Dein Freund, der dir für eigene Kinder zu alt ist, der dich nervt und mit dem es mehr beschwerte Tage gibt, als schöne, leichte, unbeschwerte, sieht das sicher nicht so schlimm an. Es ist eben sein Kind und seine Ex.

    Ich glaube im Hinblick auf die Zukunft ist euer Altersunterschied zu groß.
    Da hat @manchmal schon recht, irgendwann ist dein Freund doch ein alter Knacker und du bist noch jung, attraktiv, sexy und musst evtl. dann "nochmal" das Suchen anfangen! Und für was, wenn du heute schon weinst und dein Inneres dir sagt, es passt nicht?! Man liest hier immer wieder, wie schwer es ist einen passenden Partner zu finden, wenn man selbst 50+ ist.

    Du bist jung, fühlst dich unwohl in deiner jetzigen Situation, so sehr dass du weinst. Worauf wartest du dann noch? Wovor hast du Angst?
    Ein Leben zu leben was dich nicht glücklich macht, macht null Sinn! Du hast nur dieses eine Leben, vergess das nicht.

    Ich wünsche dir alles Liebe und genügend Selbstliebe um deinen Weg zu gehen.
     
    • # 15
    • 20.06.2017
    • Sandra83
    Die FS

    Nochmals kurz zur Klärung, also ich wohne seit 8 Monaten bei ihm, da ich derzeit arbeite und das eben hier und in der Umgebung. Ich mache „nur“ das Studium, hiermit verdiene ich auch, zumindest soviel, dass es für mich reicht und später bin ich mit dem Job (sofern alles glatt läuft) auch gut abgesichert. Dann geht es eben zur Theorie wieder weg, aber ich mache nicht mehrere Sachen und auch sonst zur Zeit leider kaum was, eben auch durch die ortsbedingten Wechsel. Im Grunde ist da nur mein Studium (kein extra arbeiten nebenher), gelegentlich Freundinnen und Familie sehen und die Beziehung.

    Ich miete für den Theorie Teil wieder eine Wohnung an und danach dachte ich zumindest bisher, bin ich dann wieder bei ihm. Also nein, mein Leben ist nicht vollgestopft, ich habe eher so das Gefühl durch diese Veränderung, das zu ihm ziehen, das mein Leben irgendwie verloren geht und frage mich natürlich auch wie das dann in ca. 1 Jahr wieder aussehen soll. Auch das „Familienleben“ strengt mich mehr an als gedacht, die Konstellation mit der ich mich eigentlich so gar nicht beschäftigen will, die ich aber klar akzeptieren muss, dieses abstimmen immer usw.

    Wenn ich rein die Fakten sehe, was das Alter angeht, fällt es mir sehr schwer zu sagen, dass ich die 60 von meinem Partner aushalte und klar oft denke ich da gar nicht so sehr an die Fakten, denn ich sehe ihn und wie er ist und versuche mir das vorzustellen und das kann wieterhin dann schon klappen, ich habe aber auch Angst was ist wenn nicht. Was ist wenn ich vielleicht doch mal Kinder will, aber eben nicht mit ihm, sowas macht ihn ja auch traurig, da er grundsätzlich, auch für mich, hierzu bereit wäre.

    Ich hatte schon eine lange Beziehung mit einem in meinem Alter, da hatte ich auch nie Kinderwunsch, die Beziehung lief irgenwann so gar nicht mehr, das jetzt aktuell hat, merke ich, auch nicht viel mit dem Alter zutun, einzelne Fragen eben.
     
    • # 16
    • 20.06.2017
    • neverever
    @Tom26 ist das echt so? Ich mag das garnicht wirklich glauben, lach... Sorry der musste sein.
    Aber Spaß beiseite. Ich denke auch das der Altersunterschied gerade in diesen Jahren der FS schon ziemlich gewichtig sein könnte.
    m46
     
    • # 17
    • 20.06.2017
    • Pfauenauge
    Ja, dein Freund nervt dich irgendwie und alles ist anstrengend.
    Trotzdem möchtest du aber auch nicht ohne ihn sein, möglicherweise gibt er dir auch Halt. Auf Familienleben hast du keinen Bock, also ihr lebt nicht wirklich zusammen.
    Wie so Parallelleben.
    Also ich kann dir nicht raten, trenne dich, denn innerlich bist du gar nicht bereit, denk ich.
     
    • # 18
    • 20.06.2017
    • pixi67
    Man kann einen Menschen sehr mögen aber nicht mit ihm Leben. Dann sind genug Gefühle da um traurig zu sein, wenn er weg ist aber zu wenig um da zu bleiben.

    Ich wollte nie einen älteren Partner und das schon alleine deshalb, weil ich mein Leben in jeder Phase auch leben wollte.
    Ich weiß nicht wie Du bist aber selbst mit 50 bekomme ich Platzangst, wenn ich Deinen Beitrag lese. Weil für das Jungsein zu wenig Platz zu sein scheint.
    Noch heute treffe ich Freundinnen und nicht mit gepflegtem Weinglas in erwachsener Umgebung. Lachen, feiern Blödsinn machen. Auch mit Partner erleben, Spass haben und Alltagsfluchten.
    Und...ich war verdammt gerne jung!
    Die Phase erwachsen zu sein aber nur für sich verantwortlich. Mein damaliger Freund und späterer Mann passte völlig in das Leben der Studentin.
    Kein Geld, jobben, lernen, tolle Reisen ohne Luxus und soo viel unterwegs.
    Wie bist Du? Schon so " erwachsen " wie Dein jetziges Leben.
    Wie möchtest Du leben?
     
    • # 19
    • 22.06.2017
    • Kathyberlin
    Das ist eine schwierige Situation. Die Vorgaben sind nicht optimal. Du solltest in Deinem Alter eigentlich eine eigene Familie gründen. Und die Vorredner, die sagen, Du sollst Dich trennen, haben ja eigentlich Recht. Rein objektiv ist das nicht gut, was Du machst. Es tut Dir nicht gut, aber Du liebst ihn und hast Dich gebunden.

    Ich hatte eine solche Situation 16 Jahre lang mit einem 16 Jahre älteren Partner. Ich hatte immer wieder Zweifel, bin aber nicht rausgekommen, und als ich endlich nach langer, langer Zeit rausgekommen bin, habe ich es sogar noch bereut.

    Mein Rat: Entscheide Dich! So oder so, aber bleibe dann ganz fest bei Deiner Entscheidung. Beziehungen mit großem Altersunterschied sind manchmal schwierig, aber sie können gut gehen. Du musst nur dazu stehen und Dir Freiräume offen halten. Du entscheidest, nicht Deine Umwelt. Wenn es Probleme innerhalb der Beziehung gibt, hilft nur Kommunikation. Daran kann man nie auslernen.