1. Hat sich die Definition von Partnerschaft so gewandelt und gibt es echte Partnerschaft noch?

    Liebes Forum,

    nachdem hier alles mögliche rund um die Partnerschaft diskutiert wird, versuche ich mal auf diesem Wege eine Antwort zu erhalten.
    Mir fällt immer wieder auf, dass überwiegend Männer die getrennt leben auf Partnersuche sind.
    Wenn ich einen Partner suche, sollte dieser doch frei sein oder sehe ich das falsch?
    Wird dann wirklich eine Partnerin im Sinn von Partner gesucht oder nur bis sich etwas besseres findet?
    Danke für Eure Antworten
     
    Moderationsanmerkung: Beitrag wurde durch einen Moderator editiert
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  3. Getrennt leben ist ja in dem Sinne frei, dass die Beziehung (im besten Fall) nur noch auf dem Papier bestehen sollte. Aber wie kommst du darauf, das hauptsächlich solche Männer suchen? Die meisten getrennt lebenden waren wohl in längeren Beziehungen/Ehen und wollen keinen langen Leerlauf. Es kommt aber auch auf die Altersklasse an. Unter 40 sind die meisten noch vergeben bzw. verheiratet (und was dann angeblich noch übrig ist, sind laut einiger Aussagen in diesem Forum nur Gestörte und Kaputte). Die meisten Männer, die ich (35) treffe, waren noch nicht verheiratet. Wenn ein Mann geschieden ist oder schon länger getrennt lebt, ist das kein Problem für mich. In einem Profilcheck hat es einer mal schön gesagt: besser einen beziehungserprobten, bindungsfähigen Mann, der schon einmal an die große Liebe geglaubt hat als einen Dauersingle, der selbst nicht weiß, ob er überhaupt wirklich eine Partnerin will.
     
  4. Das getrennt lebend ist auch wieder so ein deutscher Begriff.
    Ich habe noch nie einen Amerikaner gehört, der sagt, dass er separated live ist, wo ja dies noch die beste Übersetzung wäre.

    Das getr. lebend ist vielleicht auch nur wegen der Dauer bis zur Scheidung in Deutschland kreiert worden. In den USA bin ich, wenn ich will, schon nach 2 Monaten wieder geschieden und in Deutschland brauche ich dafür locker 12 – 15 Monate und wenn man Pech hat dauert es noch sogar länger.
     
  5. Das ist ein Sonderfall, sorry, gerade in Onlinebereich
    Viele dieser "getrennt lebenden" Männer sind oft nicht wirklich getrennt, sondern entweder auf Affärensuche oder bereit warm zu wechseln.

    Andere Menschen (m/w) möchten möglichst schnell wieder eine*n Partner*in, weil sie nicht alleine sein können. Da ist dann viel Zwang, Druck dabei, und zu oft ist das Alte nicht abgeschlossen, verarbeitet.

    Es gibt auch diejenigen, bei denen der Trennungsprozess in der Partnerschaft stattfand, die sich dann konsequent trennten und der Status nur noch erne Formale ist, bis zur Scheidung.

    Es gibt allerdings auch genügend Partnerschaften ohne Trauschein, da sind nd diese Übergangszeiten gar nicht ersichtlich.

    Frei sollten beide generell sein, aber ab wann ist man wirkich frei?

    Sehr viele tragen die Verletzungen aus den vorherigen Beziehungen mit sich herum und stellen den potentiellen neuen Partner gleich unter Generalverdacht.

    Deswegen auch ein Prüfstein, wie redet jemand über seine Exen, nicht nur wie ist der reale Beziehungsstatus.

    Zu Deiner Titelfrage
    Was ist Partnerschaft und was ist eine echte Partnerschaft?
    Für mich - es muss ausreichend WIR geben, aber dies definiert jedes Paar für sich. Eine allgemein gültige Definition wird es nicht geben.
    Und auch ob es früher mehr echte Partnerschaften gab? Große Zweifel. Vieles waren doch eher Versorgungskonstrukte, und gerade als Frau war man darauf angewiesen, einen Ehemann zu finden, das ging manchmal gut, oft genug nicht, und die beiden arrangierten sich irgendwie.
     
  6. ...ich schließe mich dem wunderbaren, wie immer präzise auf den Punkt gebrachten Post, von @Lionne 69 an.

    Frei ist ein Mensch für mich, wenn er im Herzen frei ist. Altlasten, wie man sie so schön nennt, trägt man mit sich, ob als Last oder verarbeitet. Jede beendete Beziehung hinterlässt Spuren, wie man damit umgeht, was man daraus gelernt und umgesetzt hat, das ist entscheidend. Welches Gedankengut bezüglich einer Beziehung vorhanden ist, war für mich ebenfalls entscheidend und von Bedeutung. Ebenfalls entscheidend ist das aktuelle Handeln und die Art der Zugewandtheit. Ich denke, dass sich sehr schnell die Spreu vom Weizen trennen lässt, wenn man gut zuhört.
    Eine echte Partnerschaft vermittelt auf beiden Seiten ein einvernehmliches Wohlgefühl und bietet von Anfang an eine gute Gesprächsbereitschaft.
     
  7. Das lese ich immer wieder, ein Partner sollte "frei" sein, genau wie das unsägliche Wort "Altlasten" (womit nicht selten Kinder und der Unterhalt für selbige gemeint sind).

    Ich frage mich immer: Was soll denn das heißen, "frei" sein? Und wer definiert das? Ob sich jemand frei fühlt in diesem Sinne ist doch eine höchst individuelle Frage. Der eine ist es schnell, beim anderen dauert es länger. Das hängt m.E. auch stark davon ab wie die vorige Beziehung oder Ehe in die Brüche ging, wer die treibende Kraft bei der Trennung war.

    Es ist eben einfach so, dass es ab einem gewissen Alter kaum noch Männer (und auch Frauen) gibt, die "unbelastet" von Ex-Partnern, Kindern, Scheidungen, Unterhalt & Co. wären. Wie könnte das auch sein?
     
  8. Das ist sicher richtig, lieber Matze. Auch ich empfehle dir (vor wenigen Minuten, falls das veröffentlicht wird, in deinem eigenen Thread) »frei« zu sein. Damit ist gemeint, dass jemand, der innerlich noch am früheren Partner (bzw. Partnerin) hängt, erst einmal mit sich selbst ins Reine kommen sollte, bevor er/sie erneut auf Partnersuche geht ... statt, sobald sich etwas Neues entwickelt, mit der Erkenntnis »sorry, merke gerade, dass ich doch noch nicht bereit bin, mich auf eine/n Neue/n einzulassen«, den- oder diejenige, der/die gerade dabei ist, sich zu verlieben, ziemlich verletzt. Dazu kannst du im Forum unzählige Beiträge finden.

    Die Aussage »getrennt lebend«, lieber @Blaubär, wiederum steht deshalb häufig in den Angaben, weil eine erfolgte Scheidung unendlich lange dauern kann, auch wenn sie längst beantragt ist. Wahrheitsgemäß ist der Status in der Wartezeit also »getrennt lebend«. Das bedeutet nicht zwangsläufig, dass von den getrennt-Lebenden nur vorübergehende Partner gesucht werden, »bis sich etwas besseres findet«, wie du das in deiner Frage formulierst.
     
  9. Nach etwas besseren suchen, daher sich immer für anderes offenhalten ist doch völlig unabhängig vom Status "getrennt lebend", single usw. Bei einem getrennt lebenden ist ggf. eher ein Risiko vorhanden, dass er in die alte Beziehung zurück kehrt. Entscheidend ist aber nicht dieser Status sondern sein Neubindungswille.

    Genauso ist es und das gilt nicht nur für Menschen aus einer Beziehung sondern auch für Dauersingles:

    Die einen schleppen halt innere Blockaden (die Beziehung ist noch nicht 100 % verarbeitet und bei getrennt lebenden noch nicht 100 % formal abgeschlossen) aus einer echten Beziehung (ich definiere das mal mit länger als einem Jahr zusammengelebt) mit sich herum. Die Dauersingles (ich definiere das mit zuletzt vor einigen Jahren in einer Beziehung) haben möglicherweise Beziehungsangst was auf andere auch wie beziehungsunwillig wirkt oder in unverbindliche Scheinbeziehungen führt.

    Daher die Diskussion des Status "getrennt lebend" ist ein Scheingefecht. Der Inhaber dieses Status ist immerhin in einem wesentlichen Punkt ehrlich. Es kommt ansonsten nur auf die Fähigkeit und den Willen zur echten Neubindung an. Das wird individuell sehr unterschiedlich sein. Lässt sich aber auch nur individuell heraus finden.
     
  10. Selbstverständlich gibt es das, aber ich glaube einfach nicht im Mainstream und in der Internet-Gesellschaft, wo einem die Verwahrlosung vorgelebt wird und es sich jeder abkupfert, wie es falsch geht. Ich bin z.B. in meiner Stadt in noch recht traditionellen Hobbys aktiv, wo die Männer mit Anfang 30 alle (!) verheiratet sind und ein stinknormales konventionelles Leben führen, also keine Singles und Leute, die sich nicht entscheiden können, was sie denn so im Leben wollen.

    Vielleicht sollte man sich doch wieder mehr um seine eigenen Kreise und sein Umfeld besinnen. Dort spielt nämlich letztendlich die echte(Beziehungs-)Musik ab.
     
  11. Also die Männer müssen bei dir super toll sein, denn bekanntlich sind ausschließlich die Männer dafür verantwortlich, dass sie uninteressant sind, Frauen sich nicht auf den ersten Blick in sie verlieben, Frauen ein schlechtes Bauchgefühl bekommen und Frauen an großen Jungs hängen bleiben, die keine Familienplanung wollen oder nicht einmal ihre Bekannte als Beziehung anerkennen.

    Du lebst in einen Beziehungsparadies!

    Daher sollten alle Frauen, die obwohl sie attraktiv, erfolgreich und sensibel sind immer noch erfolglos nach einen Partner suchen, in deine Region umziehen ;)
     
  12. Danke für Eure Antworten
    Mit FREI, habe ich gemeint dass die Person nicht in einer "Partnerschaft " leben sollte.
    So enannte "Altlasten wie Kinder sind ja relativ normal.
     
  13. Jemand mit diesem hohen Anspruch an sich wird daran scheitern, daß ihm niemand glaubt. Auch mir selbst wurde schon unterstellt, daß ich eine noch existierende Beziehung verheimliche, was ja als eine weit schlimmere Verfehlung gewertet wird als ein bloßes Noch-Gebundensein.

    Seit dieser Begebenheit versuche ich daher stets, im Gespräch das Ende meiner letzten Beziehung zu streifen – obwohl mir das gegen den Strich geht, und obwohl es wiederum einen anderen Verdacht nährt, nämlich des Nicht-Abgeschlossen-Habens. Aber ein „wenn der Mann nicht über seine Trennung spricht, dann ist er auch nicht getrennt” werde ich mir ganz gewiß kein zweites Mal mehr antun.
     
  14. Die Definition an Partnerschaft hat sich definitiv in den letzten 15 Jahren gewandelt.
    Es gibt mehr Kurzzeitpartnerschaft, die 6 Monate bis 2 Jahre halten.
    Dann ist "der Lack ab" und die Suche startet mit grossem Gejammer in die nächste Runde. Es ist egal, ob es getrennte Männer, geschiedene Männer oder Temporärsingles sind, es wird schneller in die Betten gehüpft, eine schnell gestrickte Beziehung mit allen Facetten gelebt und man geht auch schnell wieder mit Getöse auseinander.
    Wie man mit der neuen Definition von Partnerschaft umgeht ?
    Vielleicht: Vorher mehr Zuhören, abwarten, Zeit verstreichen lassen, aktiv sein, passiv sein,
    wieder zuhören, sein eigenes Ding machen, Freundeskreis erweitern, Sport machen, Sprache lernen, mit der Zeit kommt der Richtige, man muss abwarten können.
     
  15. Gewandelt hat sich die Partnerschaft schon, aber ein Großteil möchte es noch so wie für 30 Jahren.
    Dies ist auch so eine Gratwanderung für mich.
    So schlecht wäre ja der Wandel heutzutage nicht, aber am liebsten hätte man gerne eine Partnerschaft wie vor 30 oder 50 Jahren. Nur das Negative aus dieser Zeit will man nicht, aber sonst alles andere.
     
  16. Warum so negativ?
    Ich halte es für gut und richtig, dass man sein Verhalten an dem ausrichtet, was man erreichen will.
    Möchte man selbst mit Respekt und Achtung behandelt werden, dann muss man auch bereit sein, dies auch dem anderen zu geben.
    Vertrauen basiert auf Gegenseitigkeit.

    Für mich 2 Wahrheiten, die schon vor 100 Jahren gültig waren. Aber weder negativ gesehen werden noch als Nachteil .... zumindest von mir nicht.
     
  17. Natürlich hat sich die Definition gewandelt und wenn sie sich gewandelt hätte, dann würde man gleich sagen, dass man stehengeblieben ist. Nicht jeder Wandel ist automatisch gut, aber gebe es kein Wandel, dann wäre es noch schlechter.

    Das ist so, wie sich manche so über den Energieverbrauch aufregen.
    Ich möchte ja diejenigen sehen, wenn wir noch anno 1955 wären. Keine Klimaanlage, keine Waschmaschine, keine Spülmaschine, usw.
    Viel Spaß im Leben, wie vor 60 Jahren.
     
  18. Deine Aussage müsste lauten: "Dass ich nur auf Männer treffe, die getrennt leben und auf Partnersuche sind." Zunächst mal ist ja "getrennt lebend" nicht unbedingt schlecht, wenn es stimmt. Diese Männer sind dann frei, die Scheidung steht bevor und Du kannst "zugreifen", bevor andere Frauen es tun. Wer "getrennt lebt" hat ja schonmal mindestens eine ernsthafte Beziehung hinter sich und die Chancen sind nicht so schlecht, dass Du keine völlige "Niete" ziehst.
    Triffst Du nur auf getrennte Männer, dann ist auch die Frage, wo und wie Du suchst. Ich habe zu keinem Zeitpunkt im Leben überwiegend getrennte Frauen getroffen (und die müssten ja in der gleichen Zahl herumlaufen wie Männer).

    Das lässt sich nicht pauschal beantworten:
    • Wenn Du 10 Mensche fragst, wirst Du 10 Definitionen von "Partnerschaft" bekommen und damit verschiedene gesuchte Partnerinnen. Letztlich musst Du doch jemanden finden, der Deine Vorstellung mit umsetzt.
    • Ein gewisses Risiko gehst Du immer ein, dass die "Trennung" nicht oder nicht dauerhaft stattgefunden hat.
    • Ein Risiko ist auch, dass eine neue Partnerin dazu dient, schnell die Trennung zu "kompensieren". Mal ganz plakativ: eine muss nun mal die Wäsche machen und Sex bieten, während mann in Ruhe die letzte Beziehung "verarbeitet".
    • Eine Chance ist durchaus, dass Du Dir einen Mann sichern kannst, der beziehungserprobt und -fähig ist und schlicht die Beziehung mit einer Frau beendet hat, mit der er keine Beziehung mehr haben wollte. Diese Männer dürften auf dem "Beziehungsmarkt" schnell wieder vergeben sein.
    • Völlig verkannt wird, dass es, wenn sich "etwas besseres findet", das auch etwas mit Dir zu tun hat. Warum sollte der Mann nach "Besserem" Ausschau halten, wenn klar ist, dass es nichts besseres gibt? Wenn der Mann Dich nur als "Erstbeste" nimmt, dann frage Dich, wieso?
     

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