1. Ich las neulich das das Ganze sich umdreht: viele junge Mädchen wollen eine feste Beziehung..die Jungs eher Sex. Bestenfalls nimmt man eins fürs andere in Kauf.
    Ab Ende dreissigern vertauschen sich die Rollen: der Testosteronabfall sorgt beim Mann dafür dass auch er Bindung will, ein "Nest" und ankommen.
    Nun sind die Frauen jedoch..aufgrund entsprechender Erfahrung, des Östrogenabfalls, und weil sie sich im besten Fall "ihr eigenes" als AE, mit Job, Freunden etc aufgebaut haben...nimmer willens, Kompromisse einzugehen.
    Ich las neulich einen sehr ehrlichen, witzigen Bericht eines Journalisten, der ganz verzweifelt mit Ende dreissigern ne Freundin sucht, die Frauen wollen aber alle nur "was lockeres" und nur Spass. So wie er früher. Als hätte jmd die Spielregeln vertauscht :)
     
  2. Finde ich nicht - tun nur die Unbelehrbaren oder auch die ganz Dummen. Deine Denke impliziert, dass es für eine Frau keine bessere Alternative im Leben gibt, als einen Mann zu haben und dass die dafür ihre Energie verschleissen müssen. Das ist für immer weniger Frauen Realität. Sie haben durchaus andere Optionen.

    Besser als immer wieder hinzufallen und einmal mehr aufzustehen, das Gleiche erneut zu versuchen, ist innezuhalten und sich ein paar Fragen zu stellen (wofür, was ist der Nutzen, wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit) und nach erfreulicheren Alternativen zu gucken.

    Wenn jemand einen gestörten Gleichgewichtssinn hat (aka kein brauchbarer Partner auffindbar), dann ist es Blödsinn, noch weitere 200 mal beim Versuch Fahrrad zu fahren auf die Nase zu fallen. Es ist zielfuehrender Vorwärts zu kommen, einen Führerschein fürs Auto zu machen und auf ein besser geeignetes Vierrad umzusteigen aka, seinen Hobbys nachgehen, sich mit Freunden und Familie eine gute Zeit zu machen statt mit weiteren Männern Schiffbruch zu erleiden.

    Ich haue mir nur für einen Mann die Knie blau, der ein attraktives Ziel für mich ist. Gibt es gleichwertige oder bessere Optionen ohne blaue Knie nehme ich die - bin ja nicht verrückt sondern lernfähig.
     
  3. Dann versuchs mal Face to Face im Leben.
    Ich bin ja gerne bei Autotreffen (Youngtimer und Oldtimer). Dort sind inzwischen auch so einige Frauen - obwohl es ja immer heisst, das wäre eine reine Männerwelt. Nein, ich meine nicht Frauen oder Freundinnen, die eben mitgebracht werden .... sondern Fahrerinnen solcher Fahrzeuge. Die teilweise auch selbst schrauben ... und manche sind verdammt schnell unterwegs. Fahren Porsche, Morgan oder einen fetten Capri. Ob Sonne, Wind oder Regen ....der einzige Unterschied ist dann, dass deren Anoraks im Schnitt bunter sind. Und ja, mit den Frauen wird genauso "Benzin gequatscht" wie mit den Jungs.
    Es geht - weil diese Frauen einmal den Mut hatten, zum Treffen zu erscheinen. Freundlich aufgenommen wurden - und nun genauso "heimkommen" wie die Männer.
     
  4. Und online?
    Da kommen Erwartungshaltungen - schon bei der Vorauswahl.

    Fazit, es gibt Nachwievirou

    Und wem es dann zum Date kommt, trifft man auf entweder vorbelastete Menschen, oder sehr euphorische Menschen ( meist weil der Wunsch nach Partnerschaft so dringlich ist ), die am liebsten innerhalb in Sekunden alles dingfest machen wolllen oder so allerlei besonders merkwürdige Gestalten.

    Am schwierigsten sind die Euphorischen, weil sie spätestens beim Dritten Date absagen, weil sie auf einmal sich bewusst werdetn, sie seien nicht so weit.
    Es bleiben die Luftbilder.
     
  5. Was ist das denn für ein Klischee? Frau nimmt armen Mann aus oder wie?
    Ich stehe finanziell selber ganz gut da und möchte einem Mann zumindest auf AUgenhöhe begegnen. Habe keinen in meinem ALter gefunden und jetzt einen viel jüngeren.
    Ja, ich erwarte, dass ein Mann gut verdient, einigermaßen beruflich erfolgreich ist und mit an die 40 einen gewissen Lebensstandard hat - genau das, was ich auch habe.
    Aber ich will keinen Mann, der von mir erwartet, dass ich ihn umhege und umpflege, als wären wir schon 10 Jahre zusammen. Mir ist nämlich aufgefallen, dass das viel Männer wollen ohne dass sich auch nur ansatzweise eine Beziehung aufgebaut hätte, soll man als Frau sozusagen nahtlos das erfüllen, was sich in einer langjährigen Partnerschaft entwickelt. Mein Exfreund find jeden zweiten Satz an, was man in einer Beziehung so angeblich machen müssen und wie eine Freundin so sein müsse. Das würde ich schon gerne selber entscheiden. Ihm hat es am besten gefallen, wenn ich ihn umhätschelt und bekocht und danach noch beschlafen habe.
    Furchtbar! Von ihm selber kam aber im Gegenzug herzlich wenig.
    Ich weiß, dass die meisten Männer hier im Forum beruflich nicht gerade weit oben stehen auf der Karriereleiter- deswegen werden einige auch gleich aggressiv, wenn eine Frau erwartet, dass ein Mann etwas vorzuweisen haben muss. Dann ist sie gleich oberflächlich - natürlich!
    Mir ist eben im Laufe der Jahre aufgefallen,dass beruflich erfolgreiche Männer auch im sonstigen Leben eher aktiv sind, Macher sind, viel können und man mit ihnen rundherum einfach mehr Spaß hat. Sicherlich gibt es Ausnahmen, aber ich habe nach meiner Trennung 3 Männer "ausprobiert", die eher wenig verdienten und eher sparsam lebten. Das ist einfach nicht meine Welt und ich finde es auch nicht altersgerecht.
    Und diese Männer erwarteten ständig, dass ich sie bewundere und bedingungslos vom ersten Tag an liebe, forderten viel und gaben insgesamt wenig - wenig Ideen, wenig Aktionen, wenig innere Wärme, usw... ich finde, man muss immer ehrlich zu sich selber sein, damit man weiß, was man will und braucht und kann dann auf Partnersuche gehen.
    Ich habe übrigens einen ganz wunderbaren Freund, für den ich wirklich alles tun würde. Der ist aber eben ein Macher und nicht so ein Würstchen, welches meint, nach einer netten Aktion gleich ganz viel Lob einheimsen zu müssen inkl Gegenleistung meinerseits. Der macht einfach - auch weil er sich freut, wenn ich mich freue.
    Wenn jemand etwas von mir erwartet und fordert gleich am Anfang einer Beziehung, dann hab ich gleich keine Lust mehr.
    Viele Männer sind so ausgehungert nach Liebe und Zuwendung, dass sie selber gar nichts geben können, weil in ihnen selbst keine Liebe drin ist. Die wollen nur empfangen und nehmen und wundern sich dann, dass man sich mehr und mehr zurückzieht.
     
  6. und das ist ja angeblich, zumindest im Fall Porno, leider die Realität wie viele Frauen berichten. Da wundert es mich dann doch, das trotzdem soviel Erfolg auf Partnerbörsen vorherrscht. Aber wer weiß schon, ob der mit der Rosamunde Pilcher Masche nicht auch nur Porno sucht?

    m44
     
  7. Tja..den Verdacht hab ich auch.
    Rosamunde Pilcher für die Frau damit er den Porno kriegt :)
    Und alle sind happy *Wuerg

    Naja. Jedem seins. Ich finds trotzdem spannend und betrachte es aktuell als Milieustudie.

    @Tom

    Ich bin erst seit diesem Jahr auf ner SB. Vorherige Partner lernte ich im Real life kennen. Es macht keinen grossen Unterschied.
    Aber bei der "Auswahl" im Netz fällt s mir echt auf.
    Im Moment hab ich aber grad n netten Kontakt "rauspicken" können.
    Bis jetzt weder Porno noch Pilcher.
    Mal schauen....
     
  8. Ich habe den Verdacht dass diese Sorte Mann die Du beschreibst.. und es gibt durchaus andere...sich nie von seiner Mutter gelöst hat und erwachsen geworden ist.
    Er denkt und fuehlt sich im Recht!! mit dem Anspruch die Frau müsse ihn ohne Gegenleistung emotional und körperlich umsorgen..da es das war was er die ersten 20 Lebensjahre hatte. Also gehört es so.
    Daher nochmal: Väter sind wichtig!!
     
  9. Zu dem was du sagst, kann man ja stehen, wie man will.
    Aber bist du denn nicht genauso? Du schreibst immer, dass dein neuer Freund macht und tut und dass du es nicht leiden kannst, wenn ein Mann irgendwelche Erwartungen an dich hat. Deine Beziehung funktioniert wohl auch nur, weil dich dein Freund eben so gut findet und daher in dich investiert (Engagement, Zeit, Gefühle,..). Er gibt weit mehr

    als er nimmt. Irgendwann, wenn die erste Verliebtheit vorbei ist, wird er merken, dass von Prinzessin nicht viel kommt und sich eventuell anderwertig umsehen. Vielleicht schätze ich dich aber auch falsch ein und du bist wärmer als du dich gibst.

    Hier gibt es einige Frauen (z.B. Jana), die sich als Mann einen "Vatertyp" wünschen. Ein Mann, der sich einfach kümmert, der die Dinge in die Hand nimmt und möglichst wenige Bedürfnisse hat. Diese Sorte von Frau ist dann auch noch irgendwie unreif?
     
  10. hmm also du möchtest damit sagen, dass einige hier (einschlißelich mich) nicht offen genug sind und staunen und daraus resultiert unser Single sein? Da liegst du aber sehr sehr falsch mein Lieber...was du hier beschreibst (wie man zu sein hat) so zeigt sich mein Charakter. Ich versteh den Zusammenhang nicht so wirklich. Man kann doch auch offen für alles sein, für neue Eindrücke/Erfahrungen und neues lernen. Trotzdem kann man eben Glück oder kein Glück haben (wie Vikky im KH) und dann zufällig gerade den passenden Partner finden-ohne es zu wollen. Sie schrieb hier ja schon, dass sie damals nicht gesucht hatte, weil sie nicht so richtig wollte. Ich bin im Moment in einer ähnlichen Situation. Ich überlege schon die ganze Zeit warum das bei mir so ist. Vielleicht kommt es durch meine Kreativität und damit verbunden sich eben mit vielen und neuen Dingen zu beschäftigen und das am liebsten dann alleine-weil ich sonst darin gebremst werde. Austausch brauche ich natürlich auch, nur den gibts eben durch Freunde...bisher waren meine Partner auch nicht tiefgründig genug für mich und ich lerne auch immer mehr mich selbst kennen und weiss was ich will-ein Lernprozess, der mich zum richtigen Partner führen wird? Mal sehen.
     
  11. Muss nicht, aber kann sicher eine von vielen Möglichkeiten sein.

    Was aber eben gerne nicht gesehen wird, ist ja auch die Tatsache, dass man ja auch überhaupt erst mal auf den Weg gebracht wird, sei es durch Anregung von Aussen, oder durch die eigenen Gedanken und Fragestellungen.

    Nicht jedem ist Erkenntnisfähigkeit gegeben, dass muss man lernen.

    Heute sagt z.B. eine Frau nach der Trennung, wo ihr Partner fremdgegangen ist und sich auch sonst ziemlich gleichgültig verhielt doch eher, dass sie sich doch solche Mühe gegeben hätte, hätte z.B. immer auf ihr Gewicht geachtet, alles dafür getan, das sie attraktiv bleibt, ihm den Rücken frei gehalten und neben ihrem Job den Haushalt geschmissen.
    Sie hätte alles aufgegeben und so dankt er es ihr.
    Über die Gründe, weswegen sie Partner wie ihn auswählt, kann sie vielleicht auch gar nicht nachdenken, weil ihr bis dahin nicht klar ist, warum das so ist.
    Sie sieht nur, was sie alles für diese Beziehung getan hat, während er nichts tat.

    Für sie sind es schlechte Erfahrungen, sie weiss es bis zu diesem Zeitpunkt einfach nicht besser, weil sie es nie anders gelernt hat.

    Das ist jetzt zwar recht einfach dargestellt, aber ich denke, unter dem Strich passt das schon.

    Was auch nicht vergessen werden darf, jeder geht von einem ganz anderen Punkt im Leben los, der eine früher, der andere später (ich), der andere von einem Tiefpunkt aus startend (auch ich), der andere wieder von wo ganz anders her und andere gar nicht.
    Der eine tut es sich schwerer, der andere leichter.

    Man kann das nicht verallgemeinern und darf seine Sichtweisen auch nicht zum Maß aller Dinge machen, denn nur weil ich etwas kann, müssen es andere nicht auch können. Nur weil ich etwas für mich als Richtig empfinde, muss es das für andere nicht auch sein.
    Nur weil ich etwas Bestimmtes geschafft habe, bedeutet das nicht, dass alle anderen das auch können.
    Meine Erkenntnisse sind anders, wie Deine und ich gewinne sie nun mal nur auf meine Weise.

    Das ist nicht besser oder schlechter, wie bei anderen. Nur anders.

    Ich habe schon Verständnis für die, die einfach aufgrund von Enttäuschungen genug haben, für sie ist ihre Sicht auf die Dinge aus ihrer Sicht sicher berechtigt.

    Sich darüber zu erheben, den anderen dann als 'Opfer' abzustempeln und ihm dann alleine die Schuld zuzuschieben, spricht auch nicht von Empathiefähigkeit.
     
  12. Da kann ich nicht widersprechen.
    Ich finde insgesamt solche Ansprüche über zogen.
    Ich habe den Anspruch, ehrlich, respektvoll und fair behandelt zu werden. Dass jmd sich für mich "opfert" oder abstrampelt ist unangenehm. Ich würde es umgekehrt auch nicht als "Liebesbeweis" machen müssen.

    Wenn ich jmd mag ist es ja eh ein Bedürfnis, was zu geben (freiwillig).
    Das sollte keiner erarbeiten müssen.

    Ich denke gesund ist wenns...nicht zu jedem Zeitpunkt, und auf jeder Ebene... aber unterm Strich ausgewogen ist, keiner sich aus genutzt fühlt.
     
  13. scheinbar willst du einen Mann, zu dem du aufschauen kannst und dadurch wird dein Selbstwert erhöht. Gerade du als Ärztin (bist doch auch viel mit dem Tod konfroniert oder nicht?), müsstest wissen, dass das Leben nicht nur aus Arbeit und Geld anschaufeln bestehen sollte und dass Luxus etc. auf Dauer nicht glücklich macht. Es zählen die sozialen Kontakte/Beziehungen zu anderen Menschen, Dankbarkeit für die kleinen Dinge des Lebens, Sinn in der Arbeit etc.
    Du bist sehr auf Geld bezogen fällt mir auf. Es soll keine Kritik sein, sondern dich zum Hinterfragen anregen....
     
  14. Wieso gebe ich weniger als er?? Ich erwarte von einem Mann nichts, was ich nicht auch habe und gebe.
    Hier auf EP ist es immer so, dass man gleich als prinzessinnenhaft abgetan wird, wenn man von einem Mann überhaupt irgendetwas erwartet... Und wird gesteinigt, wenn er auch noch einigermaßen gut verdienen soll. Was bei mir leider Pflicht ist, das gebe ich zu. War mit Ende 20 anders, aber jetzt will ich so leben, wie ich eben lebe... und nicht neben meinem beiden Kindern noch einen Mann mit durchfüttern, der sich am Abend keine Flasche Wein leisten kann oder keinen Kurzurlaub. Oder den ich abholen muss, weil er kein Auto hat.
    Ich gebe gerne und viel und reiße mir wenns sein muss beide Beine aus. Mir macht es Spaß, für meinen Freund da zu sein. Aber ich muss sagen, dass ich nach der Trennung von meinem Mann eine Flachpfeife nach der anderen kennegelernt habe, alles Männer ohne Geld und ohne Stil, die dauernd am Jammern waren oder vorgaben, etwas zu sein, was sie nicht waren oder die eben total bedürftig rüberkamen und gleich bei mir einziehen wollten.
    Mein Freund gibt nicht mehr als ich, er hat total viele Freiheiten, ist aber eben oft auch superlieb. Ich zu ihm auch übrigens.
    Aber die Männer vor ihm haben alle nur erwartet!
    Ich erwarte nur, dass ein Mann etwas leistet im Leben und für das was er tut brennt - dass er Hobbies hat, Sport macht, mich inspiriert... dass er sich einen gewissen Standard leisten kann, so wie ich auch, außerdem dass er stilvoll ist und nicht wie ein Student lebt. Dass er kochen kann und sich richtig anziehen kann dem Anlass entsprechend... Dinge, die eigentlich selbstverständlich sind, die aber viele Männer einfach nicht so drauf haben.
    Was auch nervt, ist, dass einem hier im Forum als Frau ständig gedroht wird, dass einen kein Mann will, dass man verlassen wird, dass man alleinerziehend ganz wenig Chancen hat oder nur bei Vätern und dass über 40 sowieso der "Marktwert" sinkt.
    Alles quatsch. :)
    Allerdings ist mein alleiniges Ziel auch nicht, einen Mann zu ergattern.
    Wenn es nicht mehr passen sollte oder mein Freund noch Kinder will, werden wir uns trennen - ja! Ich wäre dann traurig, aber die Welt geht dann nicht unter. Wenn man einige Trennungen hinter sich hat, schockt das einen nicht mehr. Mir geht es auch als Single gut. Ich habe Kinder, Freunde, Familie und verstehe mich sogar jetzt gut mit meinem Exmann. :)
     
  15. Das kann gut sein, seine Kindheit war wohl schwierig rein emotional eher unterkühlt.
    Manchmal habe ich aber auch den Verdacht gehegt, dass es an meinem Beruf liegt, dass ich solche Männer anziehe. die denken vielleicht, dass Ärzte sich ja gerne für andere aufgeben und vor allem Ärztinnen eine Art Helfersyndrom haben.
    Vor 3 Jahren hatte ich mal ein Date mit einem Mann, der auf meine Frage, was er denn genau suche meinte, er wolle nicht allein sein im Alter wie sein Vater. Allerdings seinen Beziehungen ja insgesamt eher anstrengend.... Irgendwie fand ich das nicht so attraktiv und sah mich schon ihn in 20 Jahren im Rollstuhl schieben... :)
    Mein o.g. Exfreund war eher der Ansicht, dass ich ja meine Rolle als Freundin nun zu erfüllen hätte, weil wir ja jetzt "zusammen" wären und war alle 2 Tage beleidigt, weil anscheinend wieder irgendwas falsch war...ich ihm nicht Gute Nacht schrieb oder ihm nicht sagte, dass ich ihn vermisse, was in einer Beziehung ja so sein müsse.
    Als ich ihn darauf hinweis, dass man sich ja auch noch Mühe geben sollte, wenn man schon zusammen ist und jeder Tag neu zählt, stöhnte er nur, dass das ja dann voll anstrengend sei... Anscheinend sollte nur ich mich anstrengen. Er rief auch jeden Tag an und musste wegen irgendwas Anderem bemitleidet werden oder er hatte irgendeine medizinische Frage, was bei ihm jetzt wieder los sei. Ansonsten musste ich täglich seine unspannenden Bürogeschichten anhören, wenn ich aber mal aus der Klinik erzählen wollte, brach er das Gespräch sofort ab: Will ich nicht hören, das ist eklig!
     
  16. Weißt Du, und wie gerne ich es tatsächlich machen würde? Müsste jetzt auch nicht der Berg sein.

    Aber - was begegnet einem so?
    Männer, die innerhalb von quasi Minuten in Euphorie ausbrechen, und sobald man sagt, etwas langsamer, wachsen lassen, sofort entdecken, dass Frau zwar sooo perfekt (das übliche Geschmalze), aber es dann doch nicht passt, Mann noch nicht soweit ist, blabla. Aber eigentlich wollen sie es sofort ganz und gar verbindlich, ohne einen auch nur ansatzweise zu kennen.

    Oder es werden Tests gemacht, mit Rückzug, nach einem Date? Und derjenige wundert sich, dass ich dann nicht mehr mag, weil ich einem Mann nach einem (!) Date auch nicht dreimal hinterher schreibe? Einmal danke für den netten Abend, mache ich immer, erst recht, wenn ich Interesse habe.
    Wenn dann gar nichts kommt, melde ich mich durchaus nochmal, aber ein 3.Mal, ohne Antwort? Nein. Und es kommt der Kommentar, ja ich wollte sehen, ob ich in Deinem Leben Raum bekomme. Nun, auf diese Weise nicht.
    Oder es sitzt jemand da, der erzählt wie böse und schlecht die Welt ist ...Vor allem die Exen.
    Oder die Geschichten, Mann ist ja doch noch nicht so weit, zu der Erkenntnis braucht er verblüffender Weise auch immer etwas länger.

    Ich werde immer zögerlicher, gerade wenn jemand euphorisch wird - online endet es immer gleich.
    Und bis ich intim mit einem werde, lasse ich mir inzwischen noch mehr Zeit, nicht endlos, aber ein paar mehr gute Treffen, ein Kennenlernen im gewissen Maß muss einfach sein, egal wie hoch die Anziehung ist.
    Die anderen sind so zögerlich, die lassen sich schon von vornherein nicht mehr ein. Da werden vielleicht noch mit einem Minimum an Engagement ein paar Mails ausgetauscht, vielleicht kommt sogar ein Date zustande, und es versandet.

    Warum kann man sich nicht, gerade in unserem Alter, wo es nicht mehr um Familiengründung geht, oder sonstiges, man so frei ist, nicht in aller Ruhe kennen lernen, offen sein, schauen, was sich entwickelt? Ohne Misstrauen, Interpretationen? Mit einem Lächeln , Leichtigkeit?
    Den Moment genießen, ohne Nebelkerzen, ohne Druck? Es fügt sich schon, wenn es passt.

    Sorry, ich merke inzwischen, dass diese Online Welt ganz ungut ist, und ich frage mich, ob die Erfahrungen auf diesen Datingportalen nicht einen guten Beitrag dazu leisten, dass man keine Lust mehr auf einen Partner hat .
    Vielleicht schon auf einen Partner, aber nicht auf diesen mühseligen Weg der Partnerfindung .. Mit diesen ganzen Erwartungen, Heucheleien und falschen Komplimenten.

    So, aber wie jemanden kennen lernen?
    Auf Zufall und Fügung vertrauen, und solange die positiven Seiten des Singlelebens genießen .
    Die gibt es, da muss man nur hier so etliche / viele Threads lesen.

    Tom, Du hast Glück.
    Genau wie @frei, oder @Vikky, und auch @Pia62 wünsche ich sehr, dass es trägt.
    Genieße es und vor allem pflege es gut, es ist ein Geschenk.
     
  17. dieses auf Augenhöhe begegnen, wird meiner Ansicht nach zu Inflationär gebraucht. Was soll das denn genau heißen? Es geht doch dabei auch um Einstellungen und Werte und nicht nur materielles. Der
    dann ist es schade, das Du offenbar mit Männern so schlechte Erfahrungen gemacht hast, das Du das so schreibst. Nicht jeder Mann wird nach Jahren ein Träger Pantoffelheld. Und auch die Frau sollte rechtzeitig bevor dieses Stadium eintritt dagegen steuern
    Hmm dann ist Elitepartner also gar nicht für die Elite? Na sowas aber auch. Da frage ich mich schon, wieso da so viele Mitglieder sind, wenn doch eh nur der Durchschnitt hier rumhängt.

    M44
     
  18. Was ist das so schwer zu verstehen?
    Je öfter ich Beziehungen habe und die vor die Wand fahr, das Ergebnis total daneben war, destro frustrierter werde ich, klar.

    TE natürlich hast Du keine Lust mehr, aber das hat hier nur wieder den Grundtenor, ich mach mir mein Single-Dasein schön. Merkt man ja an vielen Antworten, das können sie besonders gut. Und bemerk noch wie schlecht die Beziehungen, Ehen sind die Heulsuse kennt.

    Nein, jemand der keine Lust mehr auf eine Beziehung hat, ist entweder so begeistert von dem Partner vorher oder total frustriert.
     
  19. Ja gut Tini, so klingt das schon anders und nicht überzogen. Ich denke, ab und an eine gute Flasche Wein oder ein Kurzurlaub, klingt jetzt nicht nur nach Typ Vorstandsvorsitzender.
    Ja, da kenne ich auch einen. Ein Handwerker dem ich Aufträge im Rahmen meiner Tätigkeit vergebe. Mittlerweile kenne ich ihn Jahre und weiß, wie ich ihn nehmen muss. Aber er übertreibt gern was und wie er alles hat und dahinter ist - leider - nichts. Mir wäre das peinlich, wenn ich so wäre und mir sind Menschen die wenig haben und das auch nicht überspielen wollen lieber wie anders herum. Oder aus Bedürftigkeit gleich einziehen, geht natürlich auch nicht.
    Aber das sind alles keine wirklich zu hohen Anforderungen und da versteh ich nicht, das dies für die Männer hier oft zu hoch sein soll.

    M44
     
  20. Tja, wenn ich da die Antwort wüsste, würde ich einen Ratgeber schreiben und zum umjubelten Beziehungspapst werden. Aber Du hast recht. Vor was haben alle Angst, wenn doch wesentliches an Verpflichtung wegfällt? Wenn man einfach zusammen sein sollte, eine gute Zeit verbringen und sich gut tun?
    m44
     
  21. Meine Partner habe ich nie online kennen gelernt und trotzdem hat es nicht geklappt. Ich verliebe mich nur sehr schwer und so habe ich mir so manchen Mann passend geredet, der es gar nicht war. Und wenn ich verliebt war, hatte ich zwar eine schöne Zeit, aber habe auch nicht genug auf Passung geachtet.
    Ich bin wahrscheinlich zu speziell, so dass ein passender Partner schwer zu finden ist.
    Alternative wäre gewesen fast immer Single zu sein. Hätte ich machen können, aber so habe ich interessante Erfahrungen gesammelt. Eine Zeit lang war das ok, aber jetzt bin ich müde.

    Mein Fehler war, dass ich mich dann nicht schnell genug getrennt habe. Wenn ich an jemanden hänge, dann dauert der Austieg etwas länger.
    Ich bin viel zu tolerant, habe die absurdesten Dinge akzeptiert. Bindungsunfähige Männer, geizige, passive, unselbständige, mauernde, ein verbal aggressiver, zwei Süchtige, exzessive Hobbys, ein Depressiver, Männer ohne Kinderwunsch, Männer mit starker Mutterbindung, Pingelige, ein Messie, die meisten reden nur von sich. Viele Wochenenden war ich trotz Beziehung alleine..

    Ich habe mich angepasst, mich zurückgenommen, war großzügig, habe schlechte Filme geschaut, mich für langweilige Themen interessiert, oft schlechten Sex gehabt, habe getröstet, aufgebaut....
    Das will ich nicht mehr erleben.

    Ja, vielleicht gibt es andere Männer. Aber bis ich es heraus finde, wie jemand wirklich tickt, vergehen Wochen und ich will nicht immer wieder von vorne anfangen. Und wenn ich denke es passt, dann verändert sich der Mann im Laufe der Beziehung negativ. Das war z.b. in meiner letzten Beziehung der Fall. Früher ein großartiger Mann, der im Leben stand. Mittlerweile sitzt er depressiv, emotionslos, arbeitslos zu Hause rum und schaut den ganzen Tag TV. Am Ende der Beziehung konnte er nur noch mit "ich weiß nicht" antworten oder wurde verbal aggressiv. Schade, dass manche Menschen kein Talent zum Glücklichsein haben.
    Es ist nicht die Erfahrung der letzten Beziehung, die mir die Lust auf Beziehung genommen hat. Es war ja am Anfang meine schönste Beziehung, bevor er sich veränderte. Deshalb bereue ich sie nicht.
    Es ist die Summe aus allen Erfahrungen.
     
  22. Das klingt so abfällig.
    Kann man nicht einfach sagen - ich mache mir mein Leben schön, so wie es ist?
    Genieße es, gestalte es wie es mir passt?

    Die / den passenden Partner kann man nicht erzwingen, und es darf auch nicht an Ihr / Ihm hängen, ob das Leben bunt ist oder grau.
    Mein Leben male ich mir selbst, natürlich wäre es schön, mit jemandem die Farbpalette zu nutzen, und alles noch etwas bunter zu gestalten, manche Farbe finden sich auch nur mit Partner. Aber deswegen sollte man sich das Single Leben weder schön noch schlecht reden, nur einfach gut leben.

    Frust? Nicht jede*r Single ist frustriert, beziehungs- oder bindungsunfähig, oder hängt alten Partnerschaften hinterher.
    Aber natürlich - hoffentlich - hat man bei vergangenen Partnerschaften gelernt, was man möchte und was nicht (mehr).

    Ich denke, es gibt durchaus Menschen, die sagen zu einer bestimmten Zeit, dass sie gerade keine Lust auf Partnerschaft haben - ohne dass Frust die Ursache ist.
    Genauso wie es Menschen gibt, die einfach schauen, was sich ergibt, ohne besonders aktiv zu sein.
    Sowie die anderen Extreme - diejenigen, die ein Dasein als Single für minderwertig halten und sich an jedem auch nur ansatzweise passenden Menschen festhalten, und sich alles schön interpretieren - diese füllen dann mit ihren Fragen / Geschichten Foren wie diese, weil sehr bald gar nichts passt.
    Fängt dann meistens mit den Wörtern Seelenpartner*in / Traumpartner*in an, und dann kommt das fette Aber.

    Wenn es anstrengend wird, Stress macht, dann sollte man mit Recht die aktive Partnerfindung lassen, und gerade Onlinedaten entwickelt sich inzwischen zu oft in diese Richtung.
    Man braucht dazu ein dickes Fell, der richtige Tipp - und genau das Gegenteil von Leichtigkeit, Entspannung.

    Leben genießen, sich mal treiben lassen und mal aktiv, mit Freude (!), gestalten und sich vor allem nicht permanent in Frage stellen.
     
  23. Hallo Carpe,

    die Interpretation deiner Freunde in Bezug auf das Single-Leben kann ich nicht nachvollziehen. Wie du, sehe ich im Alleinleben nur noch Vorteile.

    Manchmal denke ich sogar, dass ich besser nie geheiratet hätte, weil ich immer schon sehr freiheitsliebend war. Andererseits hätte ich sonst meine Kinder nicht bekommen, wofür ich sehr dankbar bin. Im Grunde war daher alles gut, wie es gekommen ist.

    Mein jetziges Leben als Single finde ich jedoch wundervoll.
    Vielleicht weiß ich es deshalb so zu schätzen, weil ich nun über alles selbst entscheiden kann, ohne Kompromisse eingehen zu müssen. Nichts ist so frustrierend wie ein Partner, der einem reinredet und u.U. Dinge vermiest, die man gerne versuchen will oder die man sich wünscht. Dieses Gefühl jederzeit alles tun zu können was ich will und wann ich es will, auch ganz spontan, ohne Rücksichten zu nehmen oder mich einzuschränken, möchte ich nicht mehr missen.

    Für mich wäre es geradezu Horror, einen Mann zu haben, der mich wieder einschränkt und seinen Vorstellungen entsprechen zu müssen, statt meinen eigenen nachgehen zu können. So schön und/ oder so vermögend könnte kein Mann sein.

    Um ein angenehmes, freies Leben führen - und sich Wünsche erfüllen zu können, gehört natürlich auch eine finanzielle Unabhängigkeit.

    Deshalb sollte es, meiner Ansicht nach, immer die erste Priorität einer Frau sein gut für sich selbst sorgen zu können, bevor sie auf Partnersuche geht. Leider machen es die meisten umgekehrt und sind dann oft wirtschaftlich abhängig von einem Mann, mit dem sie Intimitäten austauschen müssen, ganz gleich ob sie ihn anziehend finden oder nicht, weil sie sich wegen seines Geldes für ihn entschieden haben. Solche Frauen kann ich nur bedauern.
     
  24. kann ich voll nachvollziehen und habe ich auch schon erlebt. Du passt dich aber zu sehr an, was nicht gut ist. Vermutlich bist du sehr darauf aus, Liebe zu bekommen und passt dich daher so an. Eine Frau, die alles mit sich machen lässt, ihre Bedürfnisse nicht kennt bzw. artikuliert und sich total selbst aufgibt und zu sehr anpasst, die wird vom Mann nicht respektiert. Der Mann verliert den Respekt, gerade weil er selbst ein Selbstwertproblem hat. Du ziehst entsprechende Männer an, um etwas von früher zu verarbeiten.
     

  25. Ich denke Du machst es schon richtig. Wer deinen Status hat zieht halt auch Leute an, die nicht Dich als Mensch meinen, sondern Deine geistigen, finanziellen und emotionalen Ressourcen. Ich kenne es von mir und habe es lang nicht erkannt, wenn Leute..nicht nur in Partnerschaft... mich wegen meiner beruflichen Qualifikation "konsumieren" wollten.
    Aber mit der Zeit entwickelt man ein Naeschen dafür :)
     
  26. @piepegal:
    Ich gebe dir völlig recht: finanzielle Unabhängigkeit ist der Schlüssel zur Freiheit. Ich bin so dankbar, dass ich nicht gezwungen bin, bei einem Mann zu bleiben. Auch wenn ich emotionale Abhängigkeit kenne und mich diese dazu brachte, ein wenig zu lange manch schlechte Beziehung auszuhalten. Alles hat seine Grenzen und ich kann gehen, wenn diese erreicht sind.
    Ich erinnere mich noch mit Schaudern an meine Studentenzeit, als ich eine Beziehung aufrecht erhalten musste, weil ich kaum Geld hatte und sich in Düsseldorf keine bezahlbare Wohnung fand.
    Vielleicht hat mich das auch davon abgehalten, bei einem meiner Partner einen Kinderwunsch durchzusetzen. Ich ahnte, dass das Gehen und das Alleinedurchkommen ungleich schwieriger werden würde.
    Und als ich endlich genug Einkommen und einen sicheren Job hatte, fühlte ich mich zu alt dafür.

    @tini: ich kann deinen Wunsch nachvollziehen, dass ein Mann finanziell unabhängig sein sollte.
    Auch wenn ich bewusst bescheiden lebe und auf materielles nicht viel wert lege: ich habe es satt, Männer durchzuziehen und deren Geiz zu ertragen. Meinen Ehemann habe ich durchs Studium gebracht und unzählige Männer, die genauso viel oder mehr als ich verdienten, eingeladen oder die Miete bezahlt. Ich habe immer gerne geschenkt, aber selten etwas zurück bekommen. Kein Mann, der für mich meine Lieblingsschokolade zuhause hatte oder sich Vorlieben merkte und mich überraschte.
    Auch darüber möchte ich mich in Zukunft nicht mehr ärgern. Seit ich alleine bin, geht es mir finanziell besser und ich beschenke mich einfach selbst oder bekomme all das von Freundinnen, die sich sehr wohl meine Lieblingsschokoladensorte merken oder mich mit einer Kleinigkeit überraschen, wenn sie zu Besuch kommen.
     
    • # 86
    • 24.09.2018
    • void
    Hm... ich denke, Du WOLLTEST es tolerieren, aber es störte Dich doch. Also Dein Bedürfnis, in dieser Bez. zu bleiben, war stärker, als das Bedürfnis, Dich zu trennen und dem ein Ende zu setzen. Das klingt nach Angst vorm Loslassen, nach Zweifel, ob diese Entscheidung richtig ist, und damit auch nach Ignorieren von eigenen Bedürfnissen, nur, um nicht allein zu sein oder "böse" jmd. zu verlassen.
    Also Dein Threadtitel: "Irgendwann keine Lust mehr auf Bez.?" würde ich entsprechend so interpretieren, dass Du immer noch denkst, SO muss ne Bez. sein, DAS wird von Dir verlangt und verständlicherweise willst Du das nicht mehr. Aber SO muss ja eine Bez. nicht sein, Du kannst auch eine Bez. haben, in der langweilige Filme derjenige jeweils allein sehen muss. Aber dafür musst Du bereit sein, die Bez.harmonie zu stören, wenn das Problem aufkommt, und Dich sozusagen als "intolerant, nichtanpassungsfähig und 'unlieb'" zu zeigen. Das ist das, was in guten Beziehungen mE passiert: Niemand verstellt sich dafür, dass die Harmonie erhalten bleibt und der andere nicht meckert.
    Ich will damit sagen, dass man das Kind nicht mit dem Bade ausschütten muss und sagen muss "keine Lust mehr auf Bez". ALLGEMEIN, sondern "keine Lust mehr auf SOLCHE Bez". Wie die Bez. wird, kann man immer nur zum best. Zeitpunkt sehen. Also schon vorher abzuklären, dass solche Probleme auftreten könnten, wird nicht gehen.

    Wichtige Frage: "WIE verhalte ich mich IN Bez., was ist daran falsch", ohne sich selbst - ich nenne es mal - Märtyrereigenschaften zuzuschreiben.
    Es ist einfach nicht clever, seine Zeit mit Ausnutzern zu verbringen, das ist keine tolle Großzügigkeit oder Toleranz. Das ist "Wie mach ich mich emotional abhängig von Menschen, die mir nicht guttun, und rede mir schön, dass ich bleibe". Das soll nicht blöd klingen. Ich hab nach Ende meiner Bez. auch so Gedanken gehabt. Aber die Frage war: WARUM hab ich das mitgemacht. Doch nicht für meinen Partner, sondern weil ich die Partnerschaft nicht beenden wollte. Also FÜR MICH, für meine emotionale Abhängigkeit. Grenzen setzen und riskieren, dass ein anderer dann Schluss macht, ist was Böses, das lernen die allermeisten in der Kindheit, wenn sie "nein" sagen zu den Eltern und mit Liebesentzug bestraft werden. Da es beim Kind noch ums Überleben geht, prägt sich das dann wohl als Muster ein für alle anderen späteren Personen, an denen man emotional hängt, obwohl Alleinüberleben längst gesichert ist. Oder man hatte nie ein emotional eng verbundenes Elternteil und meinte, sich die enge Bindung erarbeiten zu können.

    Natürlich verlässt man einen Menschen nicht gleich wg. Problemen. Aber wenn sich miese Charaktereigenschaften zeigen und man anfängt zu leiden, seh ich keine gute Eigenschaft darin, sich zu opfern. Wer das tut, macht es für sich selbst, nicht für den Ausnutzerpartner.
     
  27. Aber warum sollte man sich das überhaupt 'zeitweise' antun, bis man herausgefunden hat, was da läuft?

    Ständig beim anderen ausloten, was ihm genehm ist und was nicht, inwiefern man kompatibel ist und inwieweit man den Kürzeren zieht? Und wenn es nicht klappt, Trennung, neue Wohnung, evtl. sogar andere Stadt, was alles immer wieder mit emotionalen Einbrüchen und finanziellen Aufwendungen verbunden ist?

    Wie angenehm ist es dagegen in seinem eigenen gemütlichen Nest zu leben, eingerichtet nach eigenen Wünschen, in dem man sich pudelwohl wühlt und von dieser Basis aus, zu reisen wohin man will, wann man es will oder sich andere schöne Dinge und Hobbys zu gönnen. So etwas habe ich auch früher schon gewollt, doch statt meinem Wunsch nachzukommen und mein Leben alleine zu gestalten wie es mir gefällt, habe ich dem gesellschaftlichen Druck von Eltern und Freunden nachgegeben, nach dem Motto: "Du bist jetzt in dem Alter um zu heiraten und Kinder zu kriegen ..."

    Im Nachhinein will ich meine früheren Entscheidungen nicht bejammern, auch wenn sie manipuliert erfolgten, weil ich dadurch Erfahrungen gemacht habe, die für mich wichtig waren. Und doch führe ich erst jetzt so ein erfülltes Leben, wie ich es mir immer gewünscht habe. Die Gesellschaft von Männern halte ich allgemein für überbewertet, weil man auch wunderbar ohne Mann leben kann.

    Das liegt nicht daran, dass ich "keinen abbekommen" würde. Erst kürzlich habe ich einem netten Kollegen, der mich näher kennenlernen wollte, gesagt, dass ich lieber alleine bleiben möchte. Er hatte mich zu Dingen eingeladen, die mich überhaupt nicht interessieren und ich wollte mich nicht anpassen und auch nicht, dass er sich mir anpassen muss.

    Ich bin da jetzt ganz egoistisch. Zeit ist eine begrenzte Ressource und meine Zeit gehört in erster Linie jetzt nur noch mir.
     
  28. das ist ein großes Problem und das kenne ich mit Frauen aus früheren Beziehungen
    auch das kenne ich. Aus meiner Ehe. Heute im Rückblick denke ich oft, was hätte ich mir erspart, wäre ich früher gegangen? Aber man sieht dann oft die guten Zeiten, die ja auch waren - und hält zu lang am Status quo fest.
    aber warum ist das so? Liegt es nicht auch an einem mit selber? Man verändert sich doch nicht ohne Grund?
    M44
     
  29. Ja, schon, aber deswegen habe ich auch immer mehr eine Aversion gegen Männer, die etwas von mir wollen, die von mir umsorgt werden wollen und quasi gleich mal den "Patienten" spielen. Deswegen schaue ich auch so genau nach einem Mann, der etwas kann und ein Macher ist und nicht mich als seine Privatschwester buchen will.
     

Jetzt Partnersuche starten

Ich bin
Ich suche

Es gelten die AGB und Datenschutzbestimmungen. Mit der kostenlosen Mitgliedschaft erhalten Sie regelmäßig Angebote zur kostenpflichtigen Mitgliedschaft und weiteren Produkten der PE Digital GmbH per Email (Widerspruch jederzeit möglich)