• 13.08.2017 um 10:49 Uhr
    • WhiteButterfly

    Getrennt leben nach 22 Jahren-wie macht man das richtig?

    Hallo ihr lieben,

    Nach 22 Jahren trennen wir uns da mein Mann eine Affäre hatte und das über Jahre... da wir 3 Kinder haben wollen wir beide ein Gutes Verhältnis wegen der Kinder und auch wegen uns ... Wer hat gute Erfahrungen & Tipps ? Kann man wirklich nach der Trennung Freunde sein?
    Danke für jeden Beitrag
    Lg
    White Butterfly
     
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    • # 1
    • 13.08.2017 um 14:30 Uhr
    • Lacappucine
    Hallo WhiteButterfly,

    genau die Konstellation hatte ich auch, damals, vor ...ummm.....12 Jahren. 2001 habe ich es "gemerkt" - dann kam das Übliche:
    Zur Rede stellen, Leugnen (seinerseits), Beweisen (meinerseits) und dann Trennung.
    Ich wollte ihn nicht mehr - gut war, dass das Haus meines war, und ich ihn in die Wüste schicken konnte. Wir haben auch versucht, es zivilisiert zu vollziehen - ebenfalls unseretwegen und unserer Tochter halber. Das klappt, wenn beide sich erwachsen verhalten und die Tatsachen akzeptieren.

    Ich hoffe für Dich, dass materielle Verhältnisse geklärt sind - was gehört wem - Verträge ? Kredite ? Such Dir auf jeden fall fachkundige Hilfe (Scheidungsanwalt) - selbst wenn Du - momentan- eine Scheidung nicht in Betracht ziehst. So ein Fachmann/-frau kann Dir gute Tips geben, die das Geld allemale wert sind.
    Konten ? Sofort Berechtigungen canceln !
    Testament ? Sofort ändern.
    Versorgungsausgleich ?
    Verzichte nicht aus (falschem) Stolz auf Zahlungen, die DIR zustehen.

    Wer lebt mit den Kindern ? Wo ? Wieviel Unterhalt steht den Kindern zu ? Sichere Dich ab, viele Männer versuchen in so einer Situation, so ungeschoren wie machbar da herauszukommen.

    Auch heute noch gehen wir manierlich und höflich miteinander um, sind (sogar) in der Lage, unser damaliges Leben in einer gewissen Weise aufzuarbeiten. Es sind ja immer zwei Seiten da, und der Eine geht nicht fremd, wenn alles Sonstige stimmt. Ich habe eine Mitschuld zu tragen an der damaligen Situation.

    Aber Freunde ? Nein Danke !
    Auf Freunde kann man sich verlassen, die betrügen nicht.
    Freunde sind für einen da, wenn man in Not ist.
    Freunde lieben einen, obwohl man so ist, wie man ist.
    Nein, ein Freund ist er nicht (mehr) und wird es auch nie wieder sein. Zu tief ist die Verletzung durch seine Affaire und einige Sätze, die er damals sagte.
    Ich würde sagen, wir sind alte Bekannte, die eine gemeinsame Vergangenheit (immerhin hier auch 23 Jahre) und eine Tochter haben.

    Warum willst Du ihn zum Freund haben ? Er hat Dich doch lange betrogen ?? Es reicht doch, dass Ihr zusammen wart - jetzt trennt ihr euch und jeder lebt ein (neues) Leben. Basta. Nix Freunde.

    Viel Kraft !
     
    • # 2
    • 13.08.2017 um 14:51 Uhr
    • Jen§
    • EP-Profil
    Muss man denn unbedingt freundschaftlich verbunden bleiben? Vielleicht reicht ja auch eine rein funktionale Ebene (Organisation der Kinderbetreuung). Stelle ich mir angesichts der Umstände für dich jedenfalls wesentlich einfacher vor.
     
    • # 3
    • 13.08.2017 um 15:13 Uhr
    • amaryllis2015
    Ich habe mich auch nach 22 Jahren von meinem Mann getrennt. Es war ein neuer Mann im Spiel. Aber keine Affäre und keine Heimlichkeiten. Ich beendete erst die Ehe, bevor ich die neue Beziehung anfing. Bei uns sind zwei Kinder in Teenie-Alter im Spiel.

    Den besten Tipp, den ich euch geben kann: Betreut die Kinder im wöchentlichen Wechselmodell. Damit machen wir sehr gute Erfahrungen. Wir wohnen nur einen Kilometer auseinander und die Kinder schätzen es, dass sie Mama und Papa weiterhin im Alltag erleben und keinen von beiden nur jedes zweite Wochenende treffen. Wir Eltern sprechen uns eng ab in allen Angelegenheiten (Schule, Hobby, Erziehung...), dazu sitzen wir jede Woche mindestens eine halbe Stunde, eher länger, am Tisch und tauschen uns aus. Finanziell gibt es keine Schwierigkeiten, wir streiten uns niemals wegen Geld.

    Mittlerweile kann ich mir sogar eine Freundschaft vorstellen, wirklich ganz ohne Hintergedanken, denn ich bin in meiner neuen Beziehung seit drei Jahren mehr als glücklich. Er kann sich auch Freundschaft vorstellen, allerdings hat er eine neue Freundin, die sehr eifersüchtig ist. Deshalb ist ein weitergehender Kontakt (z. B. Essen gehen gemeinsam mit den Kindern oder ein Ausflug) nicht denkbar, obwohl wir uns das vorstellen können. Das ist bedauerlich, aber ich respektiere die Gefühle der Frau.

    Aber mein Ex-Mann und ich haben die Hälfte unseres Lebens miteinander verbracht, haben nie großen Streit gehabt, waren im Grunde die ganze Zeit über ein sehr gutes Team (hauptsächlich freundschaftlich, das war das Dilemma) - warum sollten wir uns nun auf die nötigste Kommunikation beschränken? In unserer Gesellschaft ist es nicht üblich, dass sich Ex-Ehepartner treffen und gut verstehen. Es ist eher verpönt und man wird sicher schräg angeschaut. Aber man ist Eltern von Kindern - warum nur sollte man nicht befreundet sein dürfen?

    Wenn euch das gelingt - toll! Leider lässt die neue Partnerin meines Ex-Mannes das nicht zu.
     
    • # 4
    • 13.08.2017 um 16:11 Uhr
    • Lucy aus dem Süden
    Wollt Ihr Euch scheiden lassen oder nur trennen?
    Eure Kinder sind erwachsen, oder nicht?
    Nach meiner Erfahrung: wir konnten erst so etwas wie gute Bekannte, die sich guten Tag und guten Weg sagen sein, als die ersten Paar Jahre vorbei waren. Da waren wir beide ein wenig entspannter.
    Und ein Tipp: regelt ALLES, lasst nichts in der Schwebe, teilt alles auf und lasst die Dinge nicht einfach laufen.
     
    • # 5
    • 13.08.2017 um 18:17 Uhr
    • Toi et moi
    Eine gute Frage, wie macht man es richtig? Ich weiß es wirklich nicht. Es hängt von vielen Faktoren ab und es hängt auch von dem jeweiligen Paar ab. Jedes Paar hat seine eigene Geschichte, seine eigene Vergangenheit und Gründe für das letztendliche Scheitern. Es ist eine hoch emotionale Angelegenheit und wie kann man etwas hochemotionales, rational lösen? Ist das überhaupt möglich? Ich denke nicht heute auf morgen. Es ist keine Wohnungseinrichtung, dass man die Möbel neu zusammenrückt und dann wird alles wieder gut. Wenn es so einfach wäre, dann wäre alles anders in der Welt. Aber ich denke, dass man gut zusammenarbeiten kann, wenn man am Anfang ein Paar Regelungen trifft, die beide sich daran halten. Erst mal ist es wichtig die Finanzielle und logistische Themen zu regeln, wer bleibt wo, wer besucht wen und wer bekommt von wem wie viel Geld. Des weiteren ist es wichtig keinen Lagerwahlkampf für sich zu betreiben, weder bei den Kindern noch bei den Freunden, Schwiegereltern, Schule, Nachbarn und ähnliches. Man ist kein Liebespaar mehr aber ein Elternpaar und noch ein Team. Es geht niemandem etwas an und die Wahrheit ist, dass es letztendlich auch allen egal ist, also so wenig wie möglich erzählen, es gibt am Anfang ein offizielles Statement wie zum Beispiel, wir sind getrennt, blablabla und dann ist es vorbei mit dem Informationszufuhr. Es ist wirklich eine Krisensituation und man hat weder die Nerven noch die Zeit sich mit Nebenkrisen zu beschäftigen. Wir haben uns beiden daran gehalten und ich denke, dass jeder von uns seine Rolle gut hinbekommen hat, trotz allem ist es keine Freundschaft mehr. Es ist eine rationale Entscheidung, um die Familie und die Kinder zu leiten und ihnen soweit es möglich ist eine Basis zu geben, damit sie wachsen können. Dafür haben wir uns beide verantwortlich gefühlt und trotz dem ganzen Schmerz eine kühlen Kopf behalten können. Auch heute Jahre nach unserer Trennung, wenn er da ist, setzen wir uns zusammen hin und erzählen uns viel aber dann brauchen wir auch beide wieder Abstand voneinander. Es ist eigentlich wie immer wieder erinnern, an etwas, was wir hatten und es leider nicht behalten konnten.
     
    • # 6
    • 13.08.2017 um 19:31 Uhr
    • Joggerin
    Hallo,
    als Kind habe ich einen wahren Rosenkrieg meine Eltern über einige Jahre hinweg miterleben müssen und habe mir geschworen, dass ich es niemals so weit kommen lassen werde, falls ich mich jemals trennen muss. Das habe ich auch ganz gut hinbekommen.

    Ich habe mich nach 15 Jahren Ehe mit Kind, Haus und Hund getrennt, wir hatten uns klassisch auseinandergelebt, als ich dann auch noch raus fand, dass er mich betrog, wollte ich so nicht mehr weiterleben.

    Die Trennung lief friedlich und sachlich, ich wollte ihn weder bestrafen, noch ihm das Kind wegnehmen, noch dem Kind den Vater. Geschweige denn wollte ich mich in irgendeiner Form an der Sache bereichern.

    Ich fand es einfach nur schade, dass es nicht funktioniert hat, ich hatte gehofft, dass ich das besser hinkriege als meine Eltern.

    Wir haben heute ein gutes freundschaftliches Verhältnis miteinander. Freundschaftlich heißt in dem Fall, dass wir uns gegenseitig helfen. Ich mache eben all seinen Papierkram, dafür hilft er mir mit handwerklichen Sachen.

    Allerdings tausche ich mich mit ihm nicht über persönlichen Sachen wie die jeweiligen Partner aus, so wie ich es mit anderen guten Freunden mache. Auch sonst ist da keinerlei Emotionalität dabei. Ebenso treffen wir uns nicht privat um Kaffee trinken zu gehen oder zu schwätzen.

    Wenn wir uns sehen dann ist das halt eher praktischer Natur oder hat einen ganz bestimmten Zweck, aber eben nie nur um des Treffens willen.

    Er hat eine neue Freundin seit ein paar Jahren mit der ich mich auch gut verstehe und wir uns sogar gegenseitig zu Geburtstagsfeiern mit einladen. Sie ist auch einfach eine starke, innerlich gelassene Person, die nicht sinnlos eifersüchtig ist.

    Aber auch hier ist meine Ehe oder deren Beziehung als Gesprächsthema tabu.

    Auch unsere Tochter hat einen guten Kontakt zu seiner neuen Lebenspartnerin als auch deren Kindern. Alles ganz entspannt.

    Es ist richtig, dass dies wohl nicht so üblich ist und man erntet auch oft befremdliche Bemerkungen deswegen ... aber da wir alle damit zufrieden sind, habe ich keinen Grund, irgend etwas daran zu ändern.

    Ich finde es so auf jeden Fall besser, als diese Leute die immer nur Schlechtes über ihren Ex Partner verbreiten können.

    Ich finde irgendwann sollte der Zeitpunkt gekommen sein, an dem man auch verzeihen kann.

    Ich wünsche dir viel Glück bei deinem Plan, wenn du es wirklich willst wird es dir auch gelingen.

    Der guten Sache willen kann man halt auch einfach mal sein Ego ein Stück zurücknehmen.
     
    • # 7
    • 13.08.2017 um 21:38 Uhr
    • tuarina
    Hallo FS,
    ich hatte ähnliche Konstellation. 11 Jahre ein Paar, allerdings keine gemeinsamen Kinder. Er hatte eine Affäre, mit der er nun bereits mehrere Jahre verheiratet ist.
    Ich würde sagen, wir sind jetzt Freunde, oder zumindest auf Grund der gemeinsamen Vergangenheit freundschaftlich verbunden. Er ist sozusagen mein Chef, den ich aber nur alle zwei Wochen für einen Tag sehe.
    Anfangs wollte ich auch alles hinschmeissen, hab mich aber dann besonnen. Wir haben Klartext geredet und seitdem läuft es perfekt. Ich würde sagen, arbeitsmäßig sogar besser als vorher.
    Wenn man nicht auf Kriegsführung aus ist, kann es gut funktionieren. Und wir erzählen uns immer noch sehr viel aus unserem Privatleben. Man kann so eine lange Zeit nicht einfach ausradieren, denn sie war ja nicht nur schlecht. Schließlich hat man sich mal geliebt.
     
    • # 8
    • 13.08.2017 um 22:04 Uhr
    • Vikky
    Liebe FS,
    die Frage ist, wie die ganze Geschichte gelaufen ist, welche Verletzungen und Auseinandersetzungen es gab und wieviel Porzellan ggfs. noch bei der Scheidung zerschlagen wird.

    Nach 22 Jahren sind die Kinder gross genug, um den Kontakt zum Vater selber gestalten zu können. Deswegen muss das Elternpaar nicht miteinander befreundet sein, wenn es nicht geht. Man soll sich emotional nicht überfordern, nur weil man meint, dass das nach außen gut aussieht: tolerant, lässig, großzügig, blabla

    Ich würde tief in mich reinhoeren, was dieser Vorfall und das drumherum bei mir angerichtet haben, wie meine Gefühle sind und danach handeln.
    Ich habe mich wegen Fremdgehen ebenfalls nach mehr als 20 Jahren aber ohne Kinder von meinem Exmann getrennt. Nach außen sah das alles gut aus: keine lautstarken Streitereien, notarieller Scheidungsfolgenvertrag, gemeinsamer Anwalt, so entspannte Stimmung vor dem Familiengericht, dass die Richterin fragte, ob wir uns wirklich scheiden lasen wollen und sich dann wünschte, mindestens so einen Fall jede Woche zu haben.

    Danach habe ich meinen Exmann (ist 10 Jahre her) nie wieder gesehen und hatte auch kein Bedürfnis danach, obwohl er immer wieder den Kontakt suchte.
    Ich will grundsätzlich nicht mit Menschen befreundet sein, die mich belügen und betrügen. Meine Therapeutin fand, dass das eine sehr gesunde Einstellung ist - so sieht Heilung aus.

    Wenn Deine Ehe vorher schon im Eimer war und sein Fremdgehen nur willkommener Trennungsanlass, der Dir ansonsten piepegal ist, dann überlegt' Dir unabhängig von Exehe und Kindern, ob und wie Du mit dem Menschen ansich befreundet sein willst und mach das.
     
    • # 9
    • 13.08.2017 um 23:41 Uhr
    • INSPIRATIONMASTER
    Wenn du ewig leiten möchtest dann ja ich würde es niemals tun und kann es auch niemanden empfehlen.
     
    • # 10
    • 14.08.2017 um 00:50 Uhr
    • Gast712
    Warum willst du das? Was ist das Ziel? Das sollte erstmal beantwortet werden!

    Der Mann schafft es locker, dich viele Jahre mit Affären zu betrügen. Ok, ist heute relativ normal. Aber er kann dich emotional einfach manipulieren und auf falsche Spur locken und dir Geschichten erzählen. Er bricht Verträge hinter deinem Rücken. Diesem Menschen kannst du nur soweit trauen, wie du ihm den Rücken zukehrst. Betrug geht auch über Geld, gemeinsame Existenz, Immobilien, Erbe, etc. Er bringt dich um viele Dinge, wenn du nicht aufpasst.

    Freund sein heißt, man kann dem anderen trauen. Diesem Mann zu vertrauen zeigt, wie billig dein Wert ist. Du vertraust Betrügern lieber, als echten Menschen, die dir loyal gegenüber sind. Da sag ich nur noch: Gute Nacht! Halt deine Sachen fest, sonst sind die auch noch weg!

    Komm schnellstens aus der emotionalen Abhängigkeit! Es gibt genug andere Freunde, die dir helfen können, wenn du alleine bist oder Hilfe brauchst!
     
    • # 11
    • 14.08.2017 um 05:48 Uhr
    • WhiteButterfly
    Danke ihr lieben für eure Beiträge ...es ist schon hart das es sooooo viele Affären hat...wenn ich mich jetzt so umsehe haben echt viele Beziehungen Affären und Probleme aber man lebt so weiter.... ich will aber weiter an die richtige Liebe glauben das aber nur wenige das Glück haben den /die richtige-n gefunden zu haben.

    Ja ich will mich weiter von meinem Herzen leiten lassen ohne Zuviel negatives in mir zu tragen .... hoffe das wir beide Glücklich werden und gut miteinander auskommen werden .... ja Freunde ist jetzt so eine Definition -klar schwer aber ich denke heutzutage auch einen richtigen Freund zu haben ist wirklich ein riesseiges Glück ...
    Durch die Trennung haben ich auch gesehn Wer ein Freund ist / war
    Ich will ihn auch nicht ganz verlieren und es ist auch für die Kids wichtig damit sie beide Eltern haben die sich gut verstehen.
    Ja ich denke auch das jedes Paar / Family verschieden ist und uns muss es "passen " es wird immer wen geben der sich wundert, es nicht in Ordung findet wie wer funktioniert...
    Ja mir wäre es auch lieber /leichter gewesen das ich von der Affäre nicht erfahren hätte aber so ist es nun mal...
    Was das finanzielle angeht ist noch nichts geklärt und er will die Scheidung nicht und ich auch nicht -aber es ist vorbei
    Ich denke auch wenn wir jetzt nicht normal miteinander umgehen können waren dann die ganzen 22 Jahre ein Fake ... es dauert noch Zeit aber es ist schön zu lesen das es auch schon funktionieren kann .....
    im Moment sind mir und ihm auch die Kids an erster Stelle und ich hoffe und denke das bleibt so -denn die sind noch nicht erwachen.... sie leben mit mir und er wohnt jetzt zu weiter weg wo dieser wöchentlicher Wechseln nich funktionieren kann wegen der Schule und Freizeit Aktivitäten.
    Ich wil auch das alles klar steht und ich will auch alles regeln was es zu regeln hat -an einen Anwalt habe ich auch schon gedacht denn ich will meine Kids naklar auch versorgt haben und auch mich naklar .....
    Hoffe ich hab alles beantwortet .... wünsche euch alles alles gute mit den ex
     
    • # 12
    • 14.08.2017 um 08:32 Uhr
    • Lucy aus dem Süden
    Na dann kläre mal schleunigst diese Dinge bevor du darüber nachdenkst, wie Ihr möglichst gut miteinander auskommt. Dein Trennungsunterhalt, der Kindesunterhalt, der Unterhalt für Eure Wohnung/Haus und wollen wir mal sehen, ob er dann weiterhin an einer Freundschaft interessiert ist.
    Übrigens wenn Ihr verheiratet bleibt, hat das Vorteile für Dich denn Du erwirbst ja solange Rentenansprüche. Für ihn vielleicht auch denn falls Du nicht voll arbeitest, kann er weiterhin in einer für ihn günstigen Lohnsteuer-Klasse bleiben.
    Für mich Steuer-Betrug.
    Und seine zukünftige Lebensgefährtin darf, falls er im Krankenhaus liegt, nichts entscheiden, auf der Intensiv ihn nicht mal besuchen denn das darfst nur du als Ehefrau. Wenn er sterben sollte (was natürlich rein hypothetisch ist), bekommst du die Witwenrente, nicht seine bis dahin vielleicht und hoffentlich langjährige Lebensgefährtin.

    Ob die das dann so mitmachen will, bezweifle ich.
    Aber klärt erst mal das finanzielle und dann werden wir ja sehen, wie freundschaftlich das abläuft.
    W51
     
    • # 13
    • 14.08.2017 um 09:32 Uhr
    • QFrederick
    Guten Morgen liebe FS,

    es muss nicht immer so hart (gewesen) sein und kommen, aber diese Wahrnehmung ist verständlich, wenn die Trennung so frisch ist.

    Die Trennung war bei und für uns ein harter Einschnitt und ist nach fast 5 Jahren nach 26 Jahren Beziehung immer noch nicht überwunden, auch bei ihr nicht, aber wenn ich hier immer wieder lese mit welcher Verbitterung hier um sich geschlagen und nachgetreten wird und wurde, kann ich darüber nur das Herz und den Kopf schütteln.

    Wir haben es vermasselt und nicht geschafft uns gemeinsam miteinander zu verändern und zu entwickeln, das ist sehr traurig, aber eine Tatsache und trotzdem möchten wir, dass es dem anderen gut geht, auch und vor allen Dingen im Interesse unserer Kinder. Oft vermisse ich (hier) den kritischen Blick des/der Verlassenen/Betrogenen auf den eigenen Anteil und hege die Vermutung, dass man umso mehr austeilt als man diesen nicht wahrnehmen kann und möchte. Wenn ich mich mit meinen Freund(inn)en unterhalte, ist da viel Positives, aber auch Kritisches, auch einem selbst gegenüber. Das vermisse ich hier.

    Gerade aktuell haben wir, ich und meine Tochter, eine Einladung von der Verwandtschaft mütterlicherseits. Meine Tochter mag und kann mittlerweile wieder den direkten Kontakt haben, ich nicht.

    Ich wünsche Dir einen befreiten und befreienden Blick auf die Dinge, die notwendige Nachsicht und Gelassenheit
     
    • # 14
    • 14.08.2017 um 09:57 Uhr
    • Toi et moi
    Lieber Schmetterling,
    jeder muss seinen Weg selbst finden und sicherlich hast Du mit deinem Partner auch eine Liebesbeziehung gehabt. Immer hin habt Ihr geheiratet und Kinder bekommen. Deutschland ist ein freies Land und niemand wird gezwungen jemanden zu heiraten. Deshalb denke ich, dass man heiratet, weil man heiraten möchte und an die Liebe glaubt.
    Man ändert sich aber mit der Zeit, entwickelt sich weiter, entwickelt sich in unterschiedliche Richtungen. Lebt auseinander, einer möchte um die Welt reisen und ALLES mitnehmen und die Frau sitzt zu Hause, Monate, JAHRE allein, es gibt keine richtig und falsch, beide sind für das Scheitern verantwortlich. Affären sind nur ein Symptom aber nicht die Ursache für das Ende einer Beziehung. Wichtig ist, dass man mit sich selbst im Reinen ist und ehrlich zu sich selbst ist. Neid bringt niemanden weiter. Ich kenne viele Männer, die Jahre nach der Scheidung immer noch nicht abgeschlossen haben, die immer noch sauer sind, dass sie bezahlen müssen, dabei zahlen sie für ihre Kinder. Sie würden lieber ihr gesamtes Geld für die Anwaltskosten ausgeben als ein Cent an ihre Kinder überweisen. Da fragt man sich "Wo ist die Liebe geblieben".
     
    • # 15
    • 14.08.2017 um 11:52 Uhr
    • Joggerin
    Man leidet nur, wenn man den Partner noch liebt und sich die Beziehung zurück wünscht.

    Unter diesen Umständen würde ich eine Freundschaft für unmöglich halten.

    Aber das ist doch irgendwann vorbei?

    Also bei mir zumindest.... egal um welche vergangene Beziehung es sich handelt kam ich irgendwann zu dem Punkt, an dem ich den Mann nicht mehr liebte.

    Und an diesem Punkt taten mir auch vorausgegangene Verletzungen nicht mehr weh. Vielmehr war es bei fast allen irgendwann so, dass ich denjenigen anschaue und denke"was hat dich eigentlich damals so an ihm fasziniert? "

    Dann kann ich SEINE Schwächen, zB. Fremdgehen oder bei einem anderen notorisches Lügen belächeln. Es trifft und verletzt mich nicht mehr.

    @WhiteButterfly

    mit deiner Einstellung wirst du es ganz sicher gut hinbekommen. :)
     
    • # 16
    • 14.08.2017 um 12:25 Uhr
    • Lionne69
    Nun, es geht.
    Warum auch nicht. Wobei der Einwand Vertrauen und Freundschaft berechtigt ist.

    Ich würde mich aber auf jeden Fall mal hinsetzen, für Dich notieren, wie alle Aspekte der Trennung und der Zukunft aussehen sollen.
    Wo wohnen die Kinder, wie ist der Umgang geregelt, Unterhalt, Vermögen, Verbindlichkeiten, eine vollständige Übersicht. Konten, Versicherungen, dass ganze Bürokratische. Wohnung, Einrichtung.
    Lass Dich da ggf. beraten.
    Nicht um Ärger zu machen, sondern einfach um zu wissen, was steht Dir zu.

    Wenn Du für Dich Klarheit hast, dann machst Du einen Gesprächstermin, sprecht alle Punkte durch, notiert sie - für Deine und seine Unterlagen.
    Hier ist nicht Emotion gefragt, sondern Klarheit und Verbindlichkeit.

    Wem Ihr Euch einig seid, ist alles kein Problem, und ihr könnt mir einen gemeinsamen Anwalt eine einvernehmliche Scheidung beantragen, wenn es soweit ist.
    Einigung ist sowieso der bessere Weg, bei Streit gewinnt immer nur der Anwalt.
    Trotzdem, es gab vor kurzem so einen "netten" Thread von einem Mann, da würde ich ganz unfriedlich und kämpferisch werden.

    Das andere - Euer künftiger Umgang?
    Wenn Ihr es friedlich wollt, gelingt es auch, ich habe nur manchmal tief durchgeatmet, und manches hinunter geschluckt an Kommentaren. Es gab ja durchaus Gründe für die Trennung.
    Ggf. eine Mediation, wenn es doch knirscht.
    Wichtig ist vor allem, dass ihr weiterhin Eltern seid.

    Wir haben es hinbekommen, arbeiten zusammen, die anfängliche Freundschaft ist es eher nicht mehr - seine inzwischen nicht mehr so neue Partnerin hat damit einfach ein Problem. Also hat sich der Kontakt auf das Nötigste reduziert.
    Schade, ich finde sie nämlich sehr sympathisch.

    Dir alles Gute, und vor allem ein gutes Abschließen.
    Es waren 22 wertvolle Jahre.

    Ich bin meinem Ex auf jeden Fall dankbar, für schöne Zeiten, Erinnerungen, und dafür, dass er meinen beiden Söhnenein toller Papa geworden ist - sind nicht seine leiblichen.
     
    • # 17
    • 14.08.2017 um 19:32 Uhr
    • Pfauenauge
    Ich denke, de Beziehung/Ehe nicht überhaupt nicht verarbeitet.
    Du bist immer noch verliebt in deinen Mann, der dich jahrelang betrogen hat. Ganz ehrlich mit so jemanden möchtest du noch befreundet sein?
    Nein, destruktives ist nicht angebracht, aber etwas mehr Distanz schon. Löse dich emotional von ihm und regelt Eure Angelegenheiten. Ansonsten wirst du noch lange Jahre an ihm kleben bleiben, während er sich in der Frauenwelt umsieht.
     
    • # 18
    • 15.08.2017 um 07:41 Uhr
    • WhiteButterfly
    Danke ihr lieben ,
    Es hilft all dies zu lesen und eure Meinungen / Erfahrungen zu hören.
    Ich will ihn nicht aus meinem Leben streichen .... ich sehe es nun so wir hatten das was wir hatten und waren beide nicht in der Lage es festzuhalten .- das tut weh und dann sagte noch die jüngste gestern : " ich hätte nie gedacht das das uns passiert " ..

    man entwickelt sich weiter und ich will die guten Jahre auch nicht missen und das beste von dem ganzen sind unsere Kinder die wirklich top sind.
    Wir sind momentan im Urlaub und ich werde euren Rat befolgen und mich informieren -aber ich denke und hoffe da wird er keine Probleme machen was das finanzielle angeht. Ich will einfach verzeihen , vergessen so gut es geht ... die Kids bleiben bei mir und er ist ausgezogen .....

    mir kommt es so vor das fast keiner heute mehr treu ist ... da ich es nun weiss sagen mir viele die Wahrheit oder wenn ich mich umschauen -wir leben in einer sehr kleinen Stadt da kennt man fast jeden und da hatten auch viel schon Affären auch noch mit uneheliche Kinder oder jetzt hier im Urlaub sehr viele in zweiter Ehe - oder Lebe ich in der falschen Stadt..?!

    Was das betügen angeht klar hat er mich damit verletzt und ich bin jetzt sehr vorsichtig geworden bei allen und ich werde das sicher noch lange verarbeiten aber Man macht Fehler und wenn man das einsieht und es bereut oder einem auch leid tut finde ich kann man das nicht verallgemeinern , denn wenn er eine neue findet muss es ja nicht sein das er auch sie betrügen wird oder irgend wen anderen....

    also ich wünsche diese Gefühl von betrogen zu werden wirklich keinem ...

    Es muss für uns beide ok sein -wenn es gut läuft - und wenn es so ist soll es so bleiben wenn nicht müssen wir was ändern.
    Denke auch wenn wir beide einen neuen Partner haben werden ( was mir gerade absolut nicht vorstellen kann meinerseits ) das man dann auch noch lockere wird . Man muss doch verzeihen nicht wegen ihm wegen einem selber .

    @Gast712
    ne Freundin von mir hat auch ne Affäre was ich nicht ok finde -wobei sie und ihr Ehemann schon 3 Jahre getrennte Schlafzimmer haben und da läuft nichts mehr (was nicht heißen soll das es ok ist deswegen) - sie betrügt ihn nicht mich - sie ist eine liebevolle Mutter und Freundin.aber mit dem was sie tut muss sie selber fertig werden. Was soll das dann heißen das ich bei allen Menschen die wen betrogen haben oder egal was falsch gemacht haben aufpasssen soll nicht vetrauen darf? Ich kann das und will das nicht so sehn . Kennst du denn keinen der wen betrogen hat und du bist befreundet mit der Person?

    Alles liebe euch allen ....
     
    • # 19
    • 15.08.2017 um 08:42 Uhr
    • Pfauenauge
    Friede, Freude, Eierkuchen.
    Wir reden hier nicht über einen kurzfristigen Seitensprung, sondern über eine jahrelange Affäre. Ja, vielleicht ist das für viele Leute normal. Also hast du auch kein Problem damit.
    Du möchtest ihm verzeihen-dann tue es. Allerdings willst du meines Erachtens nach negative Gefühle überspringen.
    Und du kannst dir keinen anderen Mann vorstellen, weil du über deine Ehe nicht hinweg bist. In meinen Augen machst du dir was vor.
    Oder sind Männer so in deinen Augen, eine Frau reicht einfach nicht....
     
    • # 20
    • 15.08.2017 um 09:03 Uhr
    • schwalbenweg
    Das sollte euer Leitsatz sein. Erstmal gütlich alles regeln, was die Kinder betrifft. Aber: Bitte missbraucht nicht eure Kinder zum Kontakthalten, weil ihr beide nicht loslassen wollt, du vor allem.

    Du scheinst emotional viel stärker involviert zu sein, während er das eher pragmatisch sieht. Die bequeme Ehe laufen lassen und dennoch seine aushäusigen Abenteuer genießen können. Ich habe den Eindruck, du hängst emotional übermäßig stark an dem Mann, der dich mehrfach betrogen, vielleicht systematisch belogen hat und nun eine (einseitig) offene Beziehung führen möchte. Dann geht eine Freundschaft gar nicht. Erstmal musst du dich von ihm lösen, deine Stärke wiederfinden. Die wirst du nämlich brauchen, wenn die Finanzen und materiellen Rahmenbedingungen abgesteckt werden.

    Kann es sein, dass er langsam kalte Füße kriegt, jetzt wo du anfängst ernsthaft über eine Trennung nachzudenken, weil er den Bogen überspannt hat? Ich kann dir nur sagen, dass Fremdgehen in einer Ehe, nicht normal ist. Es kann nach vielen gemeinsamen Jahren passieren, aber nicht wiederholt. Und jemand der lügt, keine Rücksicht nimmt und hinter deinem Rücken agiert kann auch kein Freund sein. Ihr könnt erst wieder Freunde werden, wenn ihr euch fair aus der Liebesbeziehung gelöst habt und auf Augenhöhe neu gegenüber steht. Dann könnt ihr überlegen, ob ihr Freunde werden wollt oder sonst irgendeine neue Beziehungsform gründet.

    Was ihr hingegen immer bleiben werdet: Eltern. Also benehmt euch auch so. Übrigens würde ich auch an der Fairness und dem Entgegenkommen seinerseits bezüglich der Kinder festmachen, ob du mit dem Mann befreundet sein möchtest.
     
    • # 21
    • 15.08.2017 um 13:17 Uhr
    • piepegal
    Liebe FS,

    es gibt sicher Fälle, hier im Forum habe ich das schon oft gelesen, in denen getrennte oder geschiedene Partner später noch freundschaftlich verbunden sind. (Sex mit dem Ex ist ebenfalls weit verbreitet)

    Das liegt an jedem selber, mein Ex hätte sich bestimmt darüber gefreut, wenn wir weiterhin freundschaftlich verbunden geblieben wären, schließlich waren wir beruflich ein gutes Team. Ich wollte das aber nicht, weil er mein Vertrauen übel missbraucht hatte und ich das nie vergessen werde. Zudem kommt es darauf an, welchen Charakter Menschen haben, die mit mir befreundet sein wollen, und da passte er einfach nicht mehr dazu.

    Es gab niemals Hass von meiner Seite, sondern eher Mitleid und wenn wir uns mal zufällig über den Weg liefen, z.B. auf gemeinsamen Familienfesten, haben wir auch ein paar unverbindliche Worte gewechselt. Auch seinen wechselnden Freundinnen gebenüber hegte ich keine Animositäten.

    BUT:

    Ein gewolltes, geplantes Zusammentreffen oder Freundschaft wäre für mich nie in Frage gekommen. Wenn er mir so wichtig in meinem Leben gewesen wäre, hätte ich mich nicht scheiden lassen.

    In welcher Verbindung die Kinder mit ihrem Vater bleiben, ist alleine ihre Angelegenheit.
     
    • # 22
    • 15.08.2017 um 20:04 Uhr
    • WhiteButterfly
    Danke ihr lieben ihr habt ja recht aber das eine ist das Herz und das andere der Verstand und ich denke eine Beziehung könnte ich nicht mehr mit ihm führen da bin ich nun zu sehr verletzt worden aber ansonsten ist er ein guter Kerl und denn Kids gegenüber und ich will auch den Kids nichts vormachen oder sagen wie sie sich zu verhalten haben -wie sie es wollen so soll es sein . Ich habe Ihnen auch gesagt das das nicht in Ordnung ist wie er sich verhalten hat und das man das so nicht macht. Ich glaube und hoffe das die Zeit alle Wunden heilen wird und ich will positiv in die Zukunft schauen ....
    Ich habe auch früher gedacht wenn mir das passiert setzte ich ihn in die Wüste aber momentan kann ich das nicht -sex mit dem ex kann ich mir auch nicht vorstellen ...
    Danke für alle Kommentare und Erfahrungen das hielft mir gerade sehr .
    Drücke euch alle
     
    • # 23
    • 15.08.2017 um 20:45 Uhr
    • Pfauenauge
    Du darfst deinen Verstand einschalten. Er hat es auch getan, und sorgfältig zwischen dir und der Affäre unterschieden.
    Die Kinder lass aus dem Spiel. Natürlich kann er trotzdem ein guter Vater sein. Aber du fährst immer noch voll auf ihn ab und idealisiert ihn.