1. Gemeinsame Feiern in Fernehe?

    Guten Tag zusammen,

    Zugegeben, ein vergleichsweise wirklich banales „Problem“. Aber ich bin sehr an euren Meinungen interessiert und möchte mal etwas zur Diskussion stellen.

    Mein Mann und ich führen seit etwa 8,5 Jahren eine Fernbeziehung, mittlerweile sind wir verheiratet. Leider gestaltet sich unsere Ehe etwas schwierig, was die Wahl eines gemeinsamen Lebensmittelpunktes betrifft, bedingt durch Familie und Beruf. Wir wohnen 600 km auseinander und sehen uns im Schnitt einmal im Monat, es können aber auch mal zwei Monate zwischen den Treffen liegen. Die Feiertage und Urlaube verbringen wir soweit es möglich ist zusammen. Einen gemeinsamen Freundeskreis gibt es in der Form nicht, aber ich kenne einige Freunde meines Mannes. Damit sind wir beim eigentlichen Thema. Mein Mann erwartet, dass ich zur freien Trauung seines Freundes angereist komme. Ich kenne dieses Paar, aber es besteht keinerlei Beziehung. Ich habe kein Interesse an der Feier und habe weiterhin keine Urlaubstage zur freien Verfügung, um den Aufenthalt zu verlängern. Kurz, ich habe überhaupt keine Lust, diesen Aufwand zu betreiben. Mein Mann versteht das überhaupt nicht und möchte alleine nicht an dieser Feier teilnehmen. Das ist natürlich für mich auch nicht schön. Was meint ihr?
     
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  3. Warum seht ihr euch so selten? Habt ihr kein Interesse aneinander oder mangelt es an Geld, dass ihr euch öfter seht?
    Mein Mann und ich wohnten 800 km auseinander und haben uns an 50 WE im Jahr gesehen.

    Dein Mann ist schon groß und verbringt den größten Teil seines Lebens ohne Dich, nimmt sicherlich überwiegend ohne Dich an Feiern im Familien- und Freundeskreis teil. Da kommt es auf einmal mehr ohne Dich nicht an.
    Wenn er ohne Dich nicht gehen will, dann bleibt er halt zuhause - sein Thema, nicht Deins.

    Du kennst ein paar Leute aus seinem Freundeskreis ganz oberflächlich, so auch dieses Paar. Ich wüsste nun auch nicht, warum ich zu einer so privaten Feier von nahezu Unbekannten gehen sollte, statt zu einem günstigeren Termin zu meinem Partner zu fahren.

    Darüber hinaus würde ich mit meinem Partner reden, warum er meint, dass es für Dich ein Vergnungen ist, zu der Feier zu fahren und vor allen Dingen, warum er Dich zu diesem Anlass unter Druck setzt, wo ihr sonst doch gut ohne einander könnt.
    M.E. Geht es garnicht um Dich sondern darum, dass er was zeigen will - was auch immer, warum auch immer. Bei so einer Ehe wäre ich dafür nicht zu haben - ist genauso obsolet wie die Ehe.

    Habe ich Dich richtig verstanden, Du fährst immer zu ihm, kennst daher oberflächlich einige seiner Freunde und er kommt nie zu Dir?
     
  4. Liebe FS, die Hauptfrage, die ich hier heraushöre ist, was macht euch als Paar aus und wie weit seid ihr bereit, einander - im wörtlichen wie im übertragenen Sinnen - entgegenzukommen?

    Hast du kein Interesse daran, die Freunde deines Mannes näher kennen zu lernen? Wie wichtig ist es dir, deinem Mann zuliebe etwas zu tun, auch wenn du selbst nicht so viel Wert darauf legst? Wie groß ist euer beider Interesse daran, wirklich etwas Gemeinsames aufzubauen, Wohnung, Freundeskreis, andere Vorhaben? Das heißt ja nicht, dass nicht jeder weiterhin seine Freiräume und seine eigenen Interessen haben darf, aber hier kommt es mir so vor, als hättet ihr außer dem Trauschein und regelmäßigen Treffen nicht viel, was euch verbindet.
     
  5. Na, ich denke, bei einem so sehr speziellen Arrangement wie eurem ist schon Flexibilität, Entgegenkommen und Kompromissbereitschaft gefragt. Was ist das sonst für eine Ehe? Warum verheiratet sein? Einmal im Monat seht ihr euch nur, manchmal nicht mal das? Hm, das muss man mögen ;-). Natürlich kann so keine Beziehung zu seinen Freunden bestehen, du engagierst dich ja auch nicht sehr dafür. Wie sieht es denn bei ihm aus? Tut er was für eure Beziehung? Oder ist er ähnlich "stur" wie du und deshalb bist du nun trotzig, was diese Hochzeitseinladung angeht?
    Dann habt ihr ein grundsätzliches Problem, das vielleicht auch der Verweigerung zugrunde liegt, einen gemeinsamen Lebensmittelpunkt zu finden.

    Gerade zu Hochzeiten gehe ich auch nicht allein, ich kann deinen Partner gut verstehen und deine Weigerung weniger, wenn ich ehrlich bin. Aber siehe oben, das mag ja alles eine Geschichte haben.

    Viele Grüße
    w55
     
  6. Ich finde, in einer Beziehung sollte man dem Partner zu liebe sich zu solchen Gefälligkeiten aus sozialen Gründen auch mal überwinden, wenn es ihm denn so wichtig ist.

    Dass es für dich so aufwendig ist, kannst du ihm ja nicht vorhalten, das ist nun mal dem Wesen eurer Beziehung geschuldet.

    Ich kann nicht so ganz verstehen, warum du so überhaupt keine Lust hast seine Freunde kennenzulernen und eine Hochzeit zu feiern, wenn es eine Beerdigung wäre....

    Aber so wird es doch bestimmt ein lustiges Fest?
     
  7. Hmm, das ist irgendwie eigenartig. Wie kann man denn eine Beziehung sogar Ehe führen, wenn man sich 1 x im Monat oder sogar nur alle 2 Monate sieht?
    Ich verstehe Deinen Mann, in einer Ehe oder Partnerschaft geht man normalerweise gemeinsam zu Hochzeiten, ich finde das auch schön so. Deinen Mann würde es freuen, wieso kannst Du ihm diesen Gefallen denn nicht tun? Natürlich ist es blöd, daß Du soweit weg wohnst, aber das ist eben der Nachteil an einer Fernbeziehung. Aber auch hier ist Beziehungsarbeit von Nöten und da gehört meines Erachtens auch dazu, daß man eben auch mal etwas macht, was man nicht so gerne tut, aber dem Partner wichtig ist. Und Deinem Mann ist eben wichtig, daß Du mit zur Hochzeit kommst.
     
  8. Ich bin schon sehr interessiert daran, die Freunde meines Partners kennen zu lernen & wenn man sich sowieso so selten sieht, wie ihr, wäre mir auch jeder Grund recht meinen Mann zu sehen. Mit ihm & seinen Freunden zu feiern erst recht.
    Bist du garnicht daran interessiert?

    Auf eine Hochzeit würde ich auch nur sehr ungern alleine gehen, wenn ich doch schon eine/n Partner/in habe..
     
  9. Liebe Fehe. Es macht einen Teil einer Beziehung aus, dass man zu offiziellen Anlässen als Paar auftritt und seinen Partner begleitet. Ich persönlich wollte zu einer Hochzeit gerne meinen Schatz dabei haben und mich selbst über meine Ehe freuen und sie auch zeigen und nicht als Single dastehen müssen. Es geht um Deinen Partner und nicht um das Hochzeitspaar.

    Als meine Ehe so ziemlich am Ende war, habe ich meinen Mann nirgends mehr hin begleitet. Und damit habe ich dann dieses Ende sicherlich noch forciert. Im Umkehrschluss: geh hin und mache ihm diese Freude, sofern Dir Deine Ehe wichtig ist.

    Nur ganz am Rande frage ich mich gerade, wie eine Ehe mit max. einmal monatlichen Treffen überhaupt als Ehe bezeichnet werden kann, aber diese Frage kannst Du Dir sicherlich selbst besser beantworten.
     
  10. Hm, ganz spontan finde ich, sollte man in einer gut funktionierenden, liebevollen Partnerschaft auch mal ganz uneigennützig dem anderen einen Gefallen tun, wenn es ihm wichtig ist. Ich kann verstehen, dass man nicht immer Lust hat, mit zu irgendwelchen Feiern zu gehen, aber das machst du ja wahrscheinlich sowieso nicht. Deswegen würde ich schon sagen, dass man dahingehend wenigstens einmal in 8,5 Jahren über seinen eigenen Schatten springen könnte. Ich weiß natürlich jetzt nicht, wie oft du schon über deine Schatten gesprungen bist, das weißt nur du. Und nur du weißt, ob er auch dir einmal Gefallen erweist, die dir wichtig sind.

    Aber wenn das beides nicht geht, finde ich schon erfragenswert, wozu die Ehe überhaupt existiert? Jeder hat ja eine andere Vorstellung von Glück, aber irgendwie klingt eure Konstellation auf den ersten Blick fragwürdig.
     
    • # 9
    • 12.02.2019
    • fehe
    Vielen Dank für alle Antworten und eure Gedanken dazu.

    Wir sehen uns so selten, weil mein Mann meist bis abends arbeiten muss, das heißt er könnte erst Samstag herkommen und sonntags wieder am Mittag fahren. das lohnt nicht. Ich müsste mit dem Zug ca. 11 Stunden fahren und habe damit dasselbe Problem. Also muss es immer passen, dass ein oder zwei freie Tage möglich sind. Mein Mann ist Freiberufler und ich habe (wie alle) nur begrenzten Urlaub.

    Meistens kommt er mich besuchen, ich fahre hin, wenn ich länger bleiben kann und Urlaub habe.
    Er würde seinerseits sicherlich alles möglich machen, was geht, um mir einen solchen Gefallen zu tun. Mir fällt es zunehmend schwerer, diese Distanz zu überwinden, mein Mann fährt dagegen sehr gerne Auto und ihm macht das Fahren nichts aus. Sagt er.
    Die Beziehung leidet natürlich ob der knappen gemeinsamen Zeit, die wir dann eben meistens für uns selbst oder Familie nutzen. Freundschaften pflegen wir dann leider nur sehr wenig.
     
  11. Hi,
    Hättet ihr keine Fernehe, würde ich sagen: Wenn es dem Partner sehr wichtig ist, würde ich so ein einmaliges Ereignis nach Möglichkeit einrichten. Geben und Nehmen ist die Devise.
    Bei eurer Fernehe müsst ihr ja schon von Grund auf Urlaub nehmen, um euch gegenseitig zu besuchen - dass mir so ein Konstrukt nix wäre, spielt hier ja nichts zur Sache. Dann noch extra Urlaub für sowas nehmen ist schon sehr aufwändig.
    Wie macht ihr das denn sonst, macht ihr vom wenigen Resturlaub auch mal zusammen Urlaub?
    Ging die Idee der Fernehe von dir aus? Der Wunsch deines Partners könnte darauf hindeuten, dass er allgemein mehr Zeit mit dir verbringen möchte, aber da spekuliere ich schon zu viel.
    w35
     
    • # 11
    • 12.02.2019
    • fehe
    Anmerken möchte ich noch, dass mein Mann eine Tochter von 10 Jahren hat, die auch ihr Recht bekommt und das auch soll.
    Außerdem bin ich wiederum nicht ganz gesund, das heißt chronisch krank. Mal mehr, mal weniger gehandicapt. Wo ein Wille ist, da ist ein Weg, aber manchmal reicht der Wille leider nicht.
     
  12. Warum seit ihr eigentlich verheiratet, wenn ihr euch nur 1x im Monat oder sogar länger nicht seht? Das wäre für mich keine Ehe. Ihr verbringt eure Freizeit getrennt mit einem getrennten Freundeskreis. Du möchtest keine Kompromisse eingehen was diese Hochzeit betrifft. Du gehst ja nicht nur auf eine Hochzeit, sondern Du hast die Chance Zeit mit deinem Mann zu verbringen. Alleine das wäre schön ein Grund.
    Mein Freund und mich trennen über 700 Km im Moment und sehen uns jedes 2tes WE. Trotz Kinder und Arbeit etc.
    Ich würde grundlegend die Ehe überdenken...
     
  13. Du solltest auf dein Herz auf dein Bauchgefühl hören und nicht auf deinen Mann. An deiner Stelle würde ich nicht gehen, dem Partner zuliebe würde ich das nicht machen. Unabhängig davon wollte ich eine solche Situation, die du auf Distanz lebst nicht leben.
     
  14. Da haben sich zwei gefunden die wahrscheinlich Nähe kaum ertragen können aber durch das größte Nähesymbol was es zwischen Nichtverwandten geben kann, eine Ehe, sich selbst Nähe vorspielen. Anders kann ich mir gleichzeitig so lange und so distanzierte Ehe nicht vorstellen.

    Der holde Gatte möchte diese Eheillusion sich und seinem Bekanntenkreis ggü. aufrecht erhalten. Die Gattin sieht das aber überhaupt nicht ein. Vielleicht War das umgekehrt auch so.

    Ich kenne auch Menschen die z.B. ihren Geburtstag am liebsten allein mit dem allerliebsten Menschen den sie kennen verbringen. Mit sich selbst.

    Ein neuer Freund steht dann völlig Fassungslos da, weil die neue Frau in seinem Leben es zwar nicht ausdrücklich abgelehnt mit ihm zu feiern aber mit Schweigen und nicht erreichbar sein klar macht was sie will. Die neue Beziehung sabotieren um anschließend wieder herum zu jammern. Ich empfinde solche Respektlosigkeiten als narzisstisch.

    Gut vielleicht hat @fehe tatsächlich keinen Urlaub mehr über. Aus ihrem Text ist aber ablesbar, dass sie vor allen keine Lust hat.

    Es wäre spannend zu erfahren was passiert wenn beide Partner sich einmal durch Zusammenleben fast täglich sehen würde. Aber eigentlich ist das klar.
     
  15. Okay fehe,

    du hast kein Interesse an der Feier und auch keine Urlaubstage zur Verfügung, kurz, überhaupt keine Lust, diesen Aufwand zu betreiben.

    Geh' mal in dich und frage dich, wieso du deinem Mann diesen, für ihn dringlichen, Wunsch nicht erfüllen willst. Auch in einer Fernbeziehung ist gegenseitige Rücksichtnahme wichtig.

    Was du außerdem abklären solltest ist, warum deinem Mann so viel daran liegt, dass du unbedingt an dieser Feier teilnimmst. Er wird sicher einen Grund dafür haben und du könntest, wegen einer eventuellen Konsequenz aus dieser Angelegenheit, eines Tages bereuen, dass du seinem Wunsch nicht nachgekommen bist.

    Was deine Urlaubstage angeht, so könntest du diese bestimmt schieben und z.B. an Tagen arbeiten, wenn dein Mann dich besucht, weil ihr dann trotzdem zusammen sein könntet, nach deiner Arbeit eben.

    Mir kommt es seltsam vor, dass ihr euch so selten seht.
    600 KM sind zwar nicht um die Ecke, doch ihr lebt auch nicht auf zwei verschiedenen Kontinenten.
     
  16. Ihr seid 8,5 Jahre zusammen und nie auf den Gedanken gekommen insgesamt etwas zu verändern?
    Vielleicht möchte Dein Mann einfach mit Dir als Paar dahin gehen?

    Also jetzt doch mal - was macht Euch als Paar aus - Ihr seht Euch etwa 10 - 12 mal in Jahr, verbringt auch nicht alle Feiertage und Urlaube zusammen?
    Was teilt ihr miteinander?


    Nun, entschuldige , so kann natürlich eine Ehe lange halten, aber ist dies eine Partnerschaft?
     
  17. Ich kann Deinen Mann voll und ganz verstehen. Hochzeiten waren und sind für mich schon immer ein Greuel. Hochzeitsfeiern alleine durchzustehen, grenzt für mich schon fast an Körperverletzung. Mein damaliger Freund wollte auch an einer Hochzeitsfeier einer Kollegin nicht teilnehmen. Beim vermaledeiten Brautstrauß Werfen flog das Ding natürlich auch noch direkt an meinen Kopf. Partner war nicht da, also erbarmte sich der Nächstbeste. Grauenhaft! Vermutlich entstand damals mein Hochzeitstrauma. Das Alter hat dann doch manchmal seine Vorteile... So Dinge wie Brautstrauß Werfen bleiben mir für den Rest meines Lebens erspart. Kein späterer Partner hat sich danach gewagt mich bei einer Hochzeit nicht zu begleiten. Wäre für mich fast ein Trennungsgrund und ich machte immer viel alleine. Aber Hochzeiten — no way.
    W, 54
     
  18. Nein, ich würde auch keinen Aufwand betreiben können, weil, nach 8 Jahren Fernbeziehung (ich kenne das von mir selbst) da möchte man auch mal abschalten und zur Ruhe kommen und nicht immer nur für einen Mann springen, wenn er gerade will. Genau das nennt sich Drama!
    Eine Fernbeziehung und sich nur 1x im Monat sehen, das zehrt an der Kraft und eine Beziehung soll aber eine Kraftquelle sein, um weitermachen zu können.

    Ich habe eine 10jährige Beziehung geführt, wo man sich ebenfalls nur 1x im Monat gesehen hat. Da fehlte am Ende die Kraft, sich 1x im Monat aufzuraffen, weil die "Liebesquelle" als solche nicht stetig gefüllt wurde, um stark sein zu können. Man fühlte sich ständig ausgelaugt und in Warteposition; weil man auf mehr hofft, immer auf einen Termin im Monat auf Kommando bereit zu sein. Anstatt sich als Paar jeden Abend oder paar Mal in der Woche zu sehen.
    Selbstverständlich war man am Ende froh, wenn man sich gar nicht mehr gesehen hat ...

    Es ist zwar nett, dass dein Mann dich dabei haben will, aber ich wäre mir auch nicht so sicher, ob er in der Zeit, wo ihr euch nicht seht, nicht noch ein anderes Verhältnis mit Frauen pflegt. Welchem gesunden Mann, der verheiratet ist, reicht 1x pro Monat Sex, falls ihr überhaupt Sex habt? Oder Unternehmungen 1x im Monat? Oder sogar 1x in zwei Monaten?

    Könnte es sein, dass du nicht eher einen Geliebtenstatus hast? Könnte es sein, dass er eine Doppelehe führt und Steuern hintenrum kassiert? Sorry, dass ich sowas frage, aber es ist doch reichlich merkwürdig, eine relativ "frische" Ehe von 8 Jahren zu führen, wo man sich kaum sehen tut. Bald seht ihr euch nur noch 1x alle drei Monate, wenn das so weiter geht!

    Meine eigene Beziehung scheitere nach 10 Jahren. Ich hatte keine Kraft, eine Beziehung dieser Art aufrecht zu erhalten. Meine Lebensenergie wurde durch diese Art der Beziehung ausgesaugt. Und dabei sollte es doch andersrum sein.

    Ich würde deinem Mann erklären, dass du keine Kraft dafür hast, weil es auch einfach zu unwichtig ist. Für 1x pro Monat/alle zwei Monate sich sehen und dann 800 km für eine fremde Feier zu fahren, da springt nicht viel für dich rum ... Das ist eine Rechnung im Minus für dich! 800 km das nenne ich Urlaub und große Reise, aber doch nicht Beziehung! Du hast einen Geliebtenstatus! Ganz sicher!

    Der Körper schaltet aus mit seiner Energie, wenn es ihm zu anstrengend ist. Es ist ein Zeichen für dich, dass deine Energie aufgebraucht ist in dieser Beziehung, weil einfach nicht mehr rausspringt. Woran kann man sich denn nähren, bei 1x pro Monat sehen? Ihr könnt euch doch gar nicht real kennenlernen und eine gewöhnliche Beziehung gestalten.
     
    • # 19
    • 13.02.2019
    • void
    Hat er sich an anderer Stelle auch so verhalten, dass er nicht zu Dir gekommen ist? Nicht wegen Retourkutsche, sondern wegen des allgemeinen Gefühls in der Beziehung, wieviel jeder allein macht. Z.B., wenn Deine beste Freundin einen runden Geburtstag hatte oder Deine Verwandten Silberhochzeit feierten. Wenn Dein Mann dann jedesmal auch keine Zeit hatte und es Dich nicht störte, würde ich es erstmal anders bewerten, dass Du vielleicht nicht bei dieser freien Hochzeit dabei bist.
    Ich seh es aber insgesamt wie Joggerin

    Ich würde es jetzt nicht bewerten nach "Freie Hochzeit" und "Hochzeit mit Standesamt" oder Kirche, sondern einfach als Hochzeitsfeier. Also falls das Dein Problem ist, das ganze zu lapidar zu finden.
     
  19. Ich will nicht über Beziehungsformen urteilen, die von meinen Präferenzen abweichen, aber ich frage mich schon, was euch überhaupt verbindet? Das ist bei euch ja auch kein vorübergehender Zustand sondern ein dauernder.

    Ich verstehe, dass dein Mann nicht alleine an einen solchen Anlass gehen will. Im Allgemeinen geht man doch als Paar dahin, und der eine nimmt für den anderen die Mühe auf sich. Wenn mein Partner mehrfach keine Lust auf den Aufwand hat, würde ich die Beziehung ernsthaft in Frage stellen.

    Vielleicht stehen bei euch mal grundsätzliche Gespräche über das Wesen eurer Beziehung an? Aber darüber kann ich nicht urteilen, zumal ich mir eine dauerhafte Fernbeziehung nicht wirklich vorstellen kann. Hauptsache für euch stimmt es. Aber stimmt es für deinen Mann immer noch, wenn du ihn nicht ans Fest begleitest mit der Begründung, es sei dir zu weit?
     
  20. Wenn es deinem Partner so wichtig ist, muss es für andere nicht rational nachvollziehbar sein, warum.
    Wer die Emotionen seines Partners nicht wichtig nimmt, schätzt eine elementaren Teil von ihm nicht wert.
    Deshalb würd ich an deiner Stelle fahren.

    Du weißt nicht, warum es ihm besonders zu diesem Anlass wichtig ist, aber es ist eben so. Vorstellbar wäre, dass all die anderen Männer ihre Frauen auch dabei haben, dass es ein für ihn besonders emotionales Fest ist, dass er sich insgeheim auch mehr Kontakt zu dir wünscht, oder für allgemeine Unzufriedenheit über eure Fernbeziehung irgendeinen konkreten Aufhänger braucht.

    Vorsicht, das kann ganz gefährlich für deine Beziehung werden, ein Machtkampf oder ein Aussteigen.

    Was ich nicht verstehe: Warum seht ihr euch so selten? Ich führte 18 Jahre eine Fernbeziehung über hunderte Kilometer zu meinem Exmann- anfangs sahen wir uns jedes Wochenende, meist kam er, später jedes zweite und in der schlimmsten Zeit nur jedes dritte Wochenende- das fühlte sich schon ziemlich schlecht an.

    Wer fährt bei euch- ist es ausgewogen?
     
  21. Liebe FS,

    ich bewundere Menschen wie dich, die diese Art von Fernehe schaffen, hört man auch von vielen Stars immer wieder. Ich könnte es nicht.

    Was ich mich allerdings frage ist, was euch außer den monatlichen Treffen verbindet? Hast du kein Interesse daran, seine Freunde besser kennenzulernen? Ich meine, man will doch auch am Leben des Anderen teilhaben. Ihr habt die wenigen Momente zu zweit und viele Momente, die ihr als Quasi-Singles verbringt. Was spricht dagegen, auch diese Quasi-Single-Momente zu gemeinsamen Erlebnissen zu machen? Sind seine Freunde so schlimm, dass man mit ihnen keinen Tag verbringen kann? Im Zweifel siehe es so, dass du deinem Mann damit einen Gefallen tust. Ich finde jedoch, dass dies ein schöner Moment wäre, Zeit miteinander zu verbringen und als einer der wenigen Momente eure Ehe nach außen zu zeigen. Alleine zu einer Hochzeit zu gehen, ist blöd, gerade dann, wenn ihr eigentlich seit über 8 Jahren zusammen seit. Dies wirft bei seinen Freunden viele Fragen auf. Als sein Freund würde ich mich sehr wundern, warum du bei dieser Hochzeit nicht dabei sein willst.

    Tue deinem Mann diesen Gefallen. Es wird bestimmt auch für dich ein schöner Tag.

    Und ein kleiner Tipp: Das Jahr verbringt sich entspannter, wenn man nicht gleich zu Beginn aller Urlaubstage schon fest verplant. Ich habe immer ein paar in Reserve, die ich oft mit ins neue Jahr nehme oder eben nutzen kann, wenn sich spontan was ergibt.

    W33
     
    • # 23
    • 13.02.2019
    • nuri
    Auch eine freie Trauung ist eine Hochzeit, und da würde ich es meinem Mann schon sehr übel nehmen, wenn er nicht mitkommen will zu deinem Fest, das die Partnerschaft feiert.

    Eure Art der Ehe ist sehr speziell, aber das spielt für deine Frage und die Situation, finde ich, keine Rolle.

    Ich bin schon der Meinung, das du dich überwinden sollst.
    In erster Linie deinem Mann zuliebe.
    Aber auch, weil es ein wirkliches Opfer kaum sein dürfte.
    Es wird sicher eine schöne, besondere Feier, du lernst die Freunde deines Mannes kennen, diese dich, er zeigt sich, hoffe ich, gern mit dir.

    Ich finde deine Frage eigentlich sehr erstaunlich.
    Selbstverständlich begleitet so ziemlich jeder den Ehepartner
    auf eine Hochzeit.
     
  22. Warum habt ihr geheiratet? Worin besteht Eure Beziehung eigentlich?

    Da Du nicht einmal ein Treffen für Deinen Mann machen möchtest sehe ich den Sinn überhaupt nicht. Dein Ehemann ist ein entfernter Bekannter, mehr nicht.

    m, 39
     
  23. Das ist leider erst veröffentlicht worden, als ich meinen Post schon geschrieben hatte.
    Dann verstehe ich deine Bedenken, dein Zaudern- aber die Bedürfnisse deines Mannes bleiben eben trotzdem auch legitime Bedürfnisse...
    Von außen kann ich dir zu keinem Kompromiss raten.
    Ich weiß nicht, wie krank du dich im Moment fühlst, wie anstrengend die Reise für dich wäre, wie oft dein Mann kommt etc.
     
    • # 26
    • 13.02.2019
    • fehe
    Sicherlich kann ich verstehen, dass es in einer Partnerschaft absolut üblich ist, dass man sich bei solchen Anlässen begleitet. Aber darf man das nicht infrage stellen, wenn die Umstände eben unüblich sind?
    Mein Mann würde es mit großer Sicherheit möglich machen, herzukommen, wenn ich ihm darum bitte bei einem Fest oder wegen anderer wichtiger Dinge herzukommen. Er fährt aber auch sehr gerne Auto und das Reisen macht ihm nichts aus. Mir schon. Es strengt mich sogar sehr an.

    Unsere Ehe-es ist nicht einfach sie mit Leben zu erfüllen. Manchmal ist es sogar sehr schwierig, sich nicht zu entfremden. Sich immer wieder aneinander zu gewöhnen. Und es ist auch sehr schön, zusammen zu sein. Aber eigentlich muss jeder für sich im Leben zurechtkommen. Daran lässt sich leider erst einmal nichts ändern. Das beste daraus machen, mehr geht gerade nicht.
     
  24. Wenn man merkt, dass es kippt wäre es doch an der Zeit, das 'Fern' in einer Fernehe zu überdenken, oder nicht? Ich hoffe für die FS ist es noch nicht so weit, wobei deine Erklärung für ihr Verhalten ziemlich schlüssig klingt. Vielleicht wäre es - unabhängig von diesem einen Anlass - an der Zeit zu überlegen, ob man nicht doch zusammenzieht. Am besten bevor die Ehe wie bei dir den Bach runtergeht.
     
    • # 28
    • 13.02.2019
    • Thom
    Ich kenne seine Motivation nicht. Aber wenn ich mich anschaue, will er vielleicht nur mal seine Frau sehen und so eine Hochzeit ist ein Anlass, zu dem man zusammen geht. Wenn man sonst schon das ganze Jahr nicht sieht.
     
  25. Liebe @gehe

    Vielleicht schiesse ich jetzt völlig an Dir vorbei, weil ich so eine Beziehung nicht führen könnte.

    Dennoch habe ich schon mal eine Beziehung geführt, in der es für mich ungewöhnlich war sich seltener zu sehen.

    Ok nur 50km aber eben mit 2 Kindern hier und 3 Kindern dort, waren es zuerst eben nur alle 14Tage und später kam ab und zu ein Wochentag hinzu.
    Aber ich war vorher über 15Jahre in einer Beziehung, in der man nach 4 Monaten zusammen gezogen ist und das bis zum Schluss blieb.

    Für mich war also dieses "seltenere Sehen" ein rationaler Kompromiss.
    Ich brauchte auch immer Stunden, bis ich bei ihm überhaupt emotional ankam, bei dem Wechsel aus meinem Leben ins "Wir".
    Ok jetzt bin ich eher der Nähemensch aber mir hätte auch passieren können, wenn man sich mal 6 Wochen nicht sah: aus den Augen, aus dem Sinn.

    Das hatte ich in sehr jung mal und zeigte sich in: nicht euphorisch Urlaube zu planen, dort wo er stationiert war ( über 1000km).
    Mich unbewusst immer mehr als Single zu fühlen und das nicht gefrustet.
    Weniger Briefe zu schreiben ( damals in der Antike vor Internet und Co)

    Und deshalb frage ich Dich: vermisst Du ihn noch?
    Träumst Du noch von gemeinsamen Zielen?
     

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