• 01.12.2017
    • cinderella25

    Freund alles aufgeben lassen?

    Hallo ihr Lieben,
    ich habe mal eine Frage auf dem Herzen:

    Und zwar führen mein Freund und ich eine Fernbeziehung (USA/Deutschland).
    Wir sehen uns ca. alle zwei Monate persönlich, wollen nächstes Jahr zusammenziehen (er kommt nach Deutschland) und auch heiraten.

    Nun haben wir auf whatsapp eine Gruppe, die wir mit Freunden teilen und nachdem ich mich da heute eingeloggt habe und mich durch die ganzen Nachrichten gescrollt habe, ist mir ein ziemlich langer Text von meinem Freund aufgefallen, der mich etwas nachdenklich gestimmt hat.

    Und zwar hat mein Freund einen gut bezahlten Job im IT Bereich. Jetzt hat er eine neue Stelle auf der Harvard University angeboten bekommen. Es wäre eine Stelle, die er auch von Deutschland aus machen könnte. Auf die Frage einer Freundin, ob er denn immer noch auswandern wolle, meinte er dann "ja natürlich, der Job ist auch im Ausland machbar, aber für ihn ist das eine große Chance, da er schon immer arbeiten wollte"...desweiteren hat er nun auch noch einen Nebenjob angenommen, um Geld für die Ausreise, unsere Hochzeit, Kinder, etc. beiseite zu legen. Er erzählte auch, dass er mal den Traum hatte ein Cafe in Californien zu eröffnen, bevor er mich kennenlernte. Auf die Frage meiner Freundin, ob er das denn immer noch wolle, meinte er "natürlich nicht. Ich möchte mich jetzt auf meine Zukunft mit meiner Freundin konzentrieren, das ist wichtiger, als ein Cafe"...

    Nun zu meinem "Problem"...mein Freund hat jetzt natürlich weniger Zeit für mich, was mich manchmal belastet. Angesprochen habe ich das natürlich schon, woraufhin mein Freund meinte, da müssten wir jetzt nunmal durch, wenn wir uns eine gemeinsame Zukunft aufbauen wollen. Hat er ja auch recht, jedoch kann ich dieses Gefühl einfach nicht abstellen.

    Desweiteren habe ich ein schlechtes Gewissen, dass er dies alles für mich tut und soviel aufgibt, bzw aufgeben will. Es stand von Anfang an fest, dass ich niemals nach Amerika ziehen werde, weshalb wir beide wussten, dass er hierher kommen würde. Dass er nun aber soviel auf sich nimmt, bzw zurücklässt und aufgibt, stimmt mich nachdenklich, ob ich ihm das alles so zumuten soll??

    Von dem Cafe zb wusste ich bisher garnichts! Und das er immer mal für Harvard arbeiten wollte, auch nicht...ich fühle mich, als würde ich ihm da irgendwie im Wege stehen, versteht ihr, was ich meine?

    Ich habe ja eigentlich nicht wirklich was zu bieten. Ich arbeite als Hotelfachfrau und habe keine Zeit, für einen zweiten Job. Und ich bin auch garantiert nicht schlau genug, um jemals mit Harvard mithalten zu können. Um ehrlich zu sein fühle ich mich grad so, als hätte er da was besseres verdient...und doch will ich eine Zukunft mit diesem Mann haben.

    Habt ihr irgendwelche Tipps für mich?
     
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    • # 1
    • 01.12.2017
    • Lebens_Lust
    Es ist eine Tatsache, dass er sein Leben für Dich auf den Kopf stellt. Er ist offenbar gerne dazu bereit. Du solltest das dann annehmen können. Und irgendwann irgendwie ihm an anderer Stelle entgegenkommen.
    Du scheinst insgesamt relativ wenig über Deinen Freund zu wissen. Vielleicht gibt es irgendwann ein gemeinsames Cafe an der Nordsee?
     
    • # 2
    • 01.12.2017
    • Evi09
    Liebe Cinderella,
    Du liest dich sehr nüchtern und sympathisch. Ich antworte dir als eine, die auch vieles aufgegeben hat für einen Partner. Bin auch nach Deutschland gekommen und habe Familie, Freunde, Karriere zu Hause gelassen.

    Es ist nicht einfach, aber wenn man eine Entscheidung trifft, dann sollte man dazu halten. Letzten Endes ist es die Entscheidung deines Freundes.

    Es liest sich nicht so als würde er 'zu viel' aufgeben. Den Job kann er von hier aus machen. Er wird hier ein soziales Netzwerk aufbauen. Das ist durchaus möglich. Der Traum vom Café: och, jeder hatte doch solche träume. Die eben ein Traum bleiben, weil die Realität diese überschreibt. Das ist nix Schlimmes: das ist natürlich wenn man erwachsen wird.

    Nun zu dir: ich empfinde es so, als hättest du Zweifel, und zwar an dir selbst. Ob du eine ebenbürtige Partnerin sein kannst. Erstmal: das hat nichts damit zu tun, wo und was du arbeitest oder was Du studiert hast oder wo deine Wurzeln sind. Du bist eine junge Frau, die ihr Leben selbst schön gestaltet, Freunde hat, sich für vieles glücklich schätzen kann. Diese Frau wird er brauchen wenn er hier lebt. Denn es wird nicht einfach alles neu aufzubauen. Und da Du ihn liebst und dich so lieb um ihn sorgst, ist er ja in guten Händen:)
     
    • # 3
    • 01.12.2017
    • Vikky
    Liebe FS,
    nun lass' mal die Kirche im Dorf in Sachen Dich selbst schlecht zu reden.
    Wenn Dein Partner der Ansicht wäre, dass Du zu dumm für ihn bist, dann würde er Deinetwegen nicht die Zelte in den USA für Dich abbrechen. Offensichtlich bist Du das also nicht oder aber es ist ihm noch nicht aufgefallen, weil er selber nicht Mister Superschlau ist oder er keine oberschlaue Frau sucht oder.....

    Was immer er im IT-Bereich macht, bedeutet es nicht, dass er dafür überdurchschnittlich gut sein muss, wenn er nicht in Forschung oder Lehre in Harvard arbeitet. Das wird er aber nicht per Auslandsaufenthalt machen können oder viel Reisen müssen.

    Ein Netzwerkadmin ist dort auch nur ein Netzwerkadmin und hat nichts wesentlich anspruchsvolleres zu tun, als in einer anderen großen Firma, die eine Menge unterschiedlicher Berufe mit IT-Services versorgen muss. Er kann zwar von dem großen Namen Harvard angefixt, aber er kann das realistischer einschätzen als Du.

    Wenn er als IT-Berufler 2 Jobs braucht, um seine Auswanderung vorzubereiten, dann hat er entweder ein Problem, mit Geld umzugehen oder ist beruflich nicht besonders erfolgreich, s.o.

    Auch solche Träume wie Café in Kalifornien hat doch jeder mal gehabt. Ich z.B. Habe auch einen IT-Job, den ich liebe und trotzdem von einer Buchhandlung mit Strandzugang geträumt.

    Der Mann entscheidet sich, für Dich nach Deutschland zu kommen - für eine Beziehung mit Dir. Rede das nicht schlecht und Dich nicht klein, um seine Liebe nicht zu entwerten. Er tut das, weil Du es ihm wert bist im echten Leben, jenseits aller Träume.

    Ich werde auch mein Leben ändern für eine Beziehung, alle Freunde zurück lassen, meinen Beruf aufgeben, aus einer norddeutschen Millionenstadt in ein bayrisches Dorf ziehen - nicht weil ich schon immer so leben wollte (im Gegenteil), sondern weil er es wert ist. Er, kein anderer.
     
    • # 4
    • 01.12.2017
    • Nigiri
    An der Harvard Universität arbeiten wollen viele. Dass er erst davon erzählt, wenn es geklappt hat, ist verständlich. Sonst fragen doch alle "Na? Hast du immer noch nicht den Job?"

    Das mit dem Café in Californien sagt sich so schön, aber ich bezweifle, dass er wirklich seinen IT Job aufgeben würde.

    Falls er sich doch entschließen sollte, in die Gastronomie zu wechseln, bist du, als Hotelkauffrau, eine kompetente Unterstützung für ihn.
     
    • # 5
    • 01.12.2017
    • Wildblume
    Also, ganz ehrlich, die Geschichte kann ich nicht glauben. So einfach ist es auch nicht, eine Arbeitserlaubnis in Deutschland zu bekommen. Selbst für einen IT-Fachmann nicht.

    Eine Freundin wollte ihren hoch qualifizierten Freund, weisser Hautfarbe mit deutschen Vorfahren aus Südafrika, nach Deutschland holen. Die Behörden haben nicht mitgemacht, er hat weder eine Aufenthaltserlaubnis, geschweige den Arbeitserlaubnis bekommen. Es gab keine Zukunft für Beide.

    Während Männer Frauen ohne Deutschkenntnisse usw. nach Deutschland holen können, ist kein Problem, können Frauen hochqualifizierte Männer nicht nach Deutschland holen bzw. heiraten. Ist doch komisch, oder.....? Männliche Konkurenz ist nicht gewollt.

    W Ü50
     
    • # 6
    • 01.12.2017
    • SoALbrec
    Hallo,

    er scheint dich ja wirklich zu lieben, wenn er so aufopferungsvoll ist.
    Ich würde ihn darauf direkt ansprechen, ihm deine Sorgen mitteilen.
    Warum kommt es denn für dich nicht in Frage, zu ihm zu ziehen? Du findest doch in den USA sicher auch einen Job in deiner Branche...

    LG
     
    • # 7
    • 01.12.2017
    • Laubsk
    Wie gut und wie lange kennt ihr euch eigentlich? Wie lange seid ihr zusammen? Wie oft habt ihr euch getroffen?

    Die Begründungen deines Freundes der Freundin gegenüber sind schlüssig und sollten dich nicht negativ stimmen. Was mich eher stutzig macht, ist die Tatsache, dass du das nicht gewusst hast. Da würde sich die Frage aufdrängen, wovon du noch keine Ahnung hast.

    Das mit dem "was Besseres" verdienen, kannst du abhaken..
     
    • # 8
    • 01.12.2017
    • Moona
    Man muß sein Glück auch annehmen können. Wünschen wir uns nicht unser ganzes Leben lang Glück? Und nun steht er vor Dir und glaubt an Eure gemeinsame Zukunft und Du kannst es nicht annehmen?

    Nun lass uns Deinen Gedanken weiterdenken: stell Dir vor, Du machst mit ihm Schluss, weil Du sein Entgegenkommen nicht annehmen kannst bzw. es ihm nicht zumuten willst. Findest Du, dass er das verdient hat? Er freut sich auf eine Zukunft mit Dir und legt sich so richtig ins Zeug. Freue Dich darüber und lese Dir mal die Geschichten hier durch, in denen es meinst um zu wenig Engagement in oder für eine Beziehung geht.

    Was aber hindert Dich daran, nach Amerika zu gehen? Im Hotelfach dürfte sich doch dort auch eine Stelle finden lassen, glaubst Du nicht? Dann könntest Du ihm doch auch entgegenkommen.

    Wundervolle Partner gibt es nicht so oft. Ich kenne eine Frau, die hat ihre sehr sehr gute Ehe beendet, weil ihr Mann noch länger im Ausland arbeiten musste. Und sie bereut es heute noch, nach über 30 Jahren und sie hat auch nie wieder einen so guten Mann getroffen.
     
    • # 9
    • 01.12.2017
    • kcLydia
    Geniess eure Zeit, geniesse, dass ihr euch gefunden habt, geniesse die letzten anbrechenden Wochen einer Fernbeziehung und freue dich auf ein gemeinsames Leben.
    Es ist aber wichtig, dass du ihn auf die Sache Cafe und allgemein noch einmal ansprichst oder öfter, wenn du Redebedarf hast, beachte aber um Himmels willen, dass du diese positive Fürsorgegedanken nicht in ein Ausreden übermittelst, er soll doch nicht kommen!!
    Meistens geben vermutlich eher Frauen alles für einen Mann auf, aber wieso nicht auch mal Männer?
    So ein Cafe kann man auch Jahre später mal eröffnen.

    Ich treffe mich übrigens auch mit einem Ausländer, der allerdings in derselben Stadt wie ich lebt und arbeitet. Wir stehen noch sehr am Anfang einer Beziehung und ich hoffe sehr, dass es weiter so wundervoll weitergeht.
     
    • # 10
    • 01.12.2017
    • onceagain8
    Liebe FS
    Nein etwas Besseres hat er nicht verdient...du bist gut für ihn und er liebt dich, ganz offensichtlich sehr...dass er alles das auf sich nimmt, was du beschreibst.
    Die Chance für die Harvard Uni zu arbeiten, gibt sich in der Tag nicht alle Tage. Und ich würde nochmals nachfragen und mit ihm darüber sprechen. Dies ist sicherlich eine Riesenchance, und ob sich das immer aus der Ferne machen lässt....?
    Du bist Hotelfachfrau, ich denke, dass du mit der richtigen Bewilligung (evtl. Heirat) auch in den USA einen guten Job kriegen könntest.
    Es wäre sicherlich ein Versuch wert, ein paar Jahre dort zu leben und dann könnt ihr mit eurem Background immer noch zurück nach Deutschland kommen.
    Viel Glück
     
    Moderationsanmerkung: Beitrag wurde durch einen Moderator editiert
    • # 11
    • 01.12.2017
    • schwalbenweg
    Wie lange bzw. wie gut kennst du diesen Mann, seine Freunde/ Familie und seine Arbeit/Ausbildung denn, wie alt seid ihr? Für mich klingen seine Pläne sehr sprunghaft, eher wie Wunschdenken. Wenn jemand einen "gutbezahlten Job in der IT-Branche" hat, braucht er finanziell weder einen Nebenjob, noch hätte er die Zeit dafür. Er würde auch nicht grundlos ins Gaststättengewerbe wechseln, ohne über Erfahrung zu verfügen, wenn es beruflich gut läuft. Die "Ausreise", also Rückreise und Unterkunft in Deutschland könnte er problemlos bezahlen. Außerdem wäre er auch hier in Deutschland eine sehr gefragte und gut bezahlte Fachkraft.

    Ebenso wenig geerdet kommen mir seine (und deine) privaten Pläne vor. Warum lebt ihr nicht erstmal zusammen, teilt den Alltag, ehe er und du ernsthaft an eine Familiengründung denken?
     
    • # 12
    • 01.12.2017
    • cinderella25
    Hallo ihr Lieben,

    erstmal vielen Dank, für eure lieben Worte :)
    ich glaube, dass ihr da alle Recht habt! Normalerweise war ich immer die jenige, die sich für eine Beziehung ins Zeug gelegt hat und dann enttäuscht war, wenn es doch nicht geklappt hat, daher hab ich wohl ein Problem damit, dass es diesmal anders rum ist...

    zu seinem Job: er arbeitet im Bereich Systemüberwachung und muss (vorwiegend in Krankenhäusern) Systeme überwachen, updaten, etc.
    Verdienen tut er wirklich gut, allerdings verpflegt er damit ebenfalls seine Mutter, bezahl ihren Heimaufenthalt, etc. Ich kenne seine Mutter und die Situation, deswegen ist das hier definitiv nicht geschwindelt oder eine Ausrede. Er will auch sichergehen, dass er weiterhin vom Ausland aus für sie da sein kann.

    Zu der Aufenthaltsgenehmigung: mein Freund hat schon zwei Arbeitgeber, die Interesse an ihm haben. Der eine Job wäre in Bayern und ab April. Der andere in Cuxhaven und ab sofort; falls alle Stricke reißen und er tatsächlich nicht kommen dürfte, würde ich sicherlich mit zu ihm gehen...aber nur im absoluten Notfall!

    Aber im Prinzip habt ihr Recht...jetzt alles zu überstürzen (von meiner Seite aus) und dann einen Fehler zu begehen, den ich definitiv bereuen werde, ist fehl am Platz.
     
    • # 13
    • 01.12.2017
    • Rosendame
    Für mich klingt die Geschichte etwas komisch. Auch seine Pläne - mal ein Cafe aufmachen (wovon Du keine Info vorher hattest) dann Harvard? Wie paßt das zusammen?

    Ich kenne den Uniumfeld und so mal schnell Home Office von Deutschland aus für die Harvard Uni geht nicht einfach so.

    Wo ist denn seine neue Arbeitsstelle in Deutschland? Hat er einen Lehrauftrag an einer deutschen Uni oder WO soll er dann angestellt sein? Wo genau wird die Affiliation mit Harvard sein? Als Freiberufler?

    Frage genaustens nach den Infos bevor Du entscheidest.

    Auch ist die Sache mit den Sprachkenntnissen nicht so belanglos weil der Alltag ohne die deutsche Sprache schwierig ist.

    Irgendwie klingt das alles wie mein chaotischen Exfreund. Der wollte auch sein Doktorat machen, dann wieder im Labor jobben, dann eine Kneipe aufmachen und nun hockt er auf einer befristeten halben Stelle und wurschtelt sich so rum.
     
    • # 14
    • 01.12.2017
    • Melodie
    Hallo Cinderella,
    Was ich dir jetzt gleich unterstelle hat mit meiner Hochsensibilität zu tun und weil es hier in Deutschland ja noch nicht offiziell anerkannt ist,darfst du natürlich entsetzt meine Wahrnehmung sorglos in die Tonne schmeißen ,es ist ok.
    Also meine Süße, du machst dir weniger sorgen darüber das dein Freund alles für dich aufgibt so ala der Ärmste.Die meisten Menschen benutzen solche Ausreden um sich selbst besser darzustellen und von ihren eigenen Ängsten und Befindlichkeiten abzulenken. Ich glaube das du kalte Füsse bekommst weil dir jetzt plötzlich bewusst geworden ist das wenn dein Freund die USA verlässt für dich und es hier in Deutschland irgendwann nicht klappt mit euch,du dafür nicht verantwortlich gemacht werden willst. Vielleicht hast du auch Zweifel das dein Partner von dir nicht doch zu hohe Vorstellungen hat. Und ja, du schulterst dir da tatsächlich Mitverantwortung auf. Und du spürst das bewusst oder unbewusst.
    Möglicherweise ist deine Liebe doch nicht so gefestigt als du glaubtest auch wenn schon von Heirat gesprochen wird,was meiner Meinung eher logistische Charakterzüge hat ,als einer natürlichen Entwicklung nach längerer Prüfungsphase entstammt.
    Weißt du,ich habe mal das gleiche durchgemacht ,nur das ich ,weil mein Angebeteter im Militärischen Dienst war ,in sein Land kommen musste.Und ja,es ging natürlich in die Hose,lach. Es war zwar aufregend und mit Heiratsabsichten und großem Brimborium,aber es hat das richtige Kennenlernen gefehlt BEVOR man solch einen riiiiiiesigen Schritt im Leben macht.
    Also es gibt jetzt zwei Möglichkeiten für dich.Entweder du lässt den Kerl in sein Lebensrisiko reinlaufen ( Abenteuer gehört auch zum Leben) und lässt das Leben laufen wie es eben kommt ,oder du sagst deinem Ami ab weil dir die ganze Mitverantwortung jetzt einfach über den Kopf gewachsen ist.
    Das ist doch nicht schlimm. Außerdem wenn du mich fragst, ist dein Kerl ein kleiner Aufschneider und Träumer. Aber darüber kannst du ja mal berichten wenn er denn nun da ist und iiiiiirgendwann die Realität euch beide eingeholt hat.
     
    • # 15
    • 01.12.2017
    • frei
    Noch nicht so lange, oder ? Denn wenn du in einer Gruppe bist und Nachrichten lesen kannst, für die du nicht eine Stunde scrollen musst, die du dennoch noch nicht kennst, bist du noch nicht lange dabei, richtig ?
    Oje, hab ich auch gleich gedacht.
    Bist du sicher, dass er diesen zweiten Job macht und nicht wegen was anderem weniger Zeit für dich hat ?

    Oje, ich glaube, ich habe durch das jahrelange Mitlesen in diesem Forum einen Schaden davon getragen, oder warum bin ich nicht so überzeugt davon wie die meisten anderen Poster hier, dass alles wirklich so ist, wie er sagt ?

    Wie ist dein Gefühl, außer dass er jetzt weniger Zeit für dich hat ?
    Ist sonst alles ok, keine Wölkchen, keine Zweifel?
    Wie oft habt ihr euch gesehen ( alle zwei Monate ), wie lange jeweils und wie ist es dann ?
    Und wann wird er hierher kommen ?
    Warum heiratet ihr nicht in den USA, das muss doch potteinfach sein dort, oder ?
    Und kostet dann auch wenig.
    Wozu will er denn jetzt viel Geld zurücklegen ? Für Kinder ??? Die sind doch noch nicht mal unterwegs.
    Und er hat doch sogar einen Job in den USA, den er von hier aus machen will. Und wenn nicht, kann er doch hier was finden. ITler werden doch gesucht, nicht ? Und englisch können sie da auch alle.
    Er würde schon Geld genug verdienen für Kinder und alles andere.

    Sorry, mir kommt das seltsam vor.

    w 50
     
    • # 16
    • 01.12.2017
    • NormaJean
    Liebe FS,

    Ich finde du solltest Eines wissen:

    Auch in Harvard kocht man nur mit Wasser. Lass dich doch nicht von diesem Wissenschaftsbetrieb zu dolle beeindrucken.

    Ich war in eine Weile in Cambridge, Großbritannien an der Uni, hatte mit Doktoranden, Studenten und Professoren zu tun, und war entsetzt, über was man alles seine Forschungsarbeiten verfassen kann, um sich hinterher Dr. schimpfen zu dürfen. Da würde sich der olle Humboldt im Grabe umdrehen. Aber gut, so ist das, und die Anglifizierung des Universitätsbetriebes hält ja auch schon seit Jahren hier in Deutschland Einzug.

    Ich glaube, du hast einfach keine Ahnung (im positiven Sinne) von Universität und Elite usw., denkst, diese Leute sind alle durchweg superschlau, und deswegen machst du dich klein. Dazu kommt, dass du selbst noch sehr jung bist, dadurch noch nicht richtig viel leisten und schaffen konntest, und nun glaubst, dass du in der Wertigkeit Meilen hinter deinem Wissenschaftlerfreund kommst. Das ist aber Quark. Bleib mit beiden Beinen schön auf der Erde haften, sei gut in deinem Beruf, und schaffe dir deine eigenen Erfolgserlebnisse. Daraus ziehst du dein Selbstwertgefühl, und weißt, dass du gut bist, in dem, was dir Spaß macht.

    Über die anderen Sachen mach dir keine Gedanken, das sind alles Entscheidungen deines Partners, der schließlich erwachsen ist, und weiß, was er tut.
     
    • # 17
    • 01.12.2017
    • neverever
    Ich sehe das nicht so freundlich wie viele andere hier. Schon beim lesen deines Eingangspost war mir dein Freund richtig Symphatisch. Ich dachte, " Mensch der junge scheint ein Aufrichtig guter Typ zu sein". Hat eigene klare Vorstellungen was er will. Nämlich "dich" und mit dir zusammen zu sein. Arbeitet gerne viel, um vorzusorgen und zieht nicht seine Träume die wir ja alle so haben einfach Kompromisslos durch. Alles das was wir hier tausendmal am Tag zu lesen bekommen. Und dann kommst du und haderst herum ob du ihm das antuen kannst?
    "ER" entscheidet das für sich. Für "sein" Wohl, dass eindeutig "DU" bist für ihn. Mensch Mädchen, anstatt dich zu freuen das du einen scheinbar guten Menschen als Kerl kennengelernt hast, zerbrichst du dir den Kopf ob du das Wert bist. Na klar bist du das WERT. Jeder Mensch sollte sich das Wert sein. Ist es nicht das, wonach alle suchen? Zerbrech dir doch nicht seinen Kopf. Er will dich also lass ihn. WIN-WIN Situation.
    m47
     
    • # 18
    • 01.12.2017
    • Vikky
    In dem Fall nehme ich sofort zurück, dass er nicht wirtschaften kann oder Dir was vormacht. Das sind die Folgen fehlender Sozialversicherungen und fehlender Sozialsysteme in den USA. Wer da einen Fehler in seiner Lebensplanung gemacht hat oder einmal Pech im Leben hatte (schwere Krankheit), der hat für den Rest seines Lebens Pech gehabt.
    Guter Mann, der dann für seine Mutter eintritt und ein Grund mehr, warum Du ihn nicht verscheuchen solltest mit Deinen Selbstzweifeln.
     
    • # 19
    • 01.12.2017
    • Salemina
    Mein Partner arbeitet auch in der IT unserer Universität. Er macht dort aber nichts großartig Anderes oder Besseres, als in der Firma davor...aber jetzt eben für die Universität.

    Angenommen es funktioniert nicht mit euch beiden, nachdem er so viel aufgegeben hat und du möchtest dich dann doch trennen..?
    Fühlst du dich vielleicht unter Druck gesetzt, dass es dann eben passen MUSS, wenn er den Kontinent für dich wechselt? Damit sein Aufwand dafür nicht umsonst war?
     
    • # 20
    • 02.12.2017
    • INSPIRATIONMASTER
    Egal was die Leute hier dir mitteilen, es ist überwiegend konditionierte Ware, letztendlich wirst du alleine Recht bekommen mit deinen Gefühlen mit deinen Gedanken und mit deiner Einstellung, genauso so wird alles kommen!!
     
    • # 21
    • 02.12.2017
    • Ejscheff
    Die Kritik an dem Freund in diesem Thread ist völlig verfehlt. Die Kritik an ihm basiert zum Teil darauf, dass die Kritiker die ihnen aus DE bekannten Verhältnisse auf die USA und US Amerikaner übertragen.

    US Amerikaner zeigen bedingt durch die dortigen Verhältnisse eine ganz andere Veränderungsbereitschaft (auch hinsichtlich des Wohnorts) als Deutsche, wenn es um ihren Job oder um die Realisierung von Träumen geht.

    Sein wichtigster Traum ist ein Leben mit der FS. Dafür tut er eben das notwendige. Er handelt und redet nicht nur. Etwas was in deutschen Akademikerkreisen zusätzlich für Verwirrung führen kann ;) (bin selbst ein deutscher Akademiker).

    Problematisch kann natürlich sein, dass man in DE nicht überall so gut wie in Berlin mit Englisch klar kommt. Wenn er hier aber schon Stellenangebote hat, sollte das kein Problem werden.

    Die FS sollte einfach das Annehmen was er ihr geben will. Zum Problem könnte aber dir vorher so nicht gegebene Nähe zwischen Beiden werden.Davon würde ich jetzt aber nicht ausgehen. Ihm wird es in DE gefallen und sie hat ihren Helden hier bei sich.
     
    • # 22
    • 03.12.2017
    • gast_m
    Wie alt bist Du, wie alt ist er?
    Wann habt ihr euch kennen gelernt, wie lange führt ihre diese Art von Beziehung?

    Bitte löse in Deinem Eigeninteresse Dich von dem falschen Gedanken, dass er aufgrund seines (angeblichen) Harvardgedöns etwas besseres sei als Du!

    m, 39
     
    • # 23
    • 03.12.2017
    • Laxian
    Ich würde ihn NICHT alles aufgeben lassen (und ich würde es auch selbst nicht machen, da ich es mir ewig vorwerfen würde wenn die Beziehung doch scheitern sollte - was heute ja die Norm ist!), im Gegenteil wenn es sein Traum ist dann würde ich ihm nahe legen diesen auch zu verwirklichen (Frage: Kannst du denn nicht umziehen? Und sind Dinge wie heiraten, Kinder, Haus bauen etc. wirklich wichtiger als sich selbst zu verwirklichen und mit den eigenen Leben zufrieden und mit sich selbst im Reinen zu sein? Ich würde sagen: Nein, aber das müsst ihr euch selber beantworten!)
     
    • # 24
    • 04.12.2017
    • cinderella25
    Hallöchen,

    erstmal sorry für die später Antwort.

    Erstmal zum Thema Verantwortung: mein Freund und ich haben da schon ganz am Anfang drüber geredet, dass eine Auswanderung auch gleich Verantwortung für den anderen übernehmen heißt, bis dass er oder sie auf eigenen Beinen steht. Darum ging es mir auch garnicht.

    Ich habe zudem nochmal sehr lange mit meinem Freund geredet und er ist sich zu 100% sicher, dass er das alles machen möchte; von sich aus. Er meinte auch, ich müsse nicht denken, ihn irgendwo "rauszuziehen" oder ihm was "aufzubürgen". Was das Thema Arbeit angeht sieht er das auch nicht so kritisch wie ich. Er meinte, ich solle das arbeiten, was mir gefällt und worin ich glücklich werden kann.

    Zum Thema Sprache kann ich nur sagen, dass Deutsch spricht. Zwar nicht Mutterspracheniveau, aber er arbeitet daran. Ich habe ihm auch gesagt, dass ich mich mit dem Gedanken auswandern anfreunden könnte, wenn er wirklich gar nicht herkommen würden wolle woraufhin er meinte, dass das eben der Unterschied hier sei: Er WILL und ich würde mich ZWINGEN, ergo nein; wir bauen uns in Deutschland eine Zukunft auf.
     
    • # 25
    • 06.12.2017
    • Ejscheff
    Du scheinst einen grundsätzlichen Widerspruch zwischen sich selbst verwirklichen ... und zu heiraten ... zu sehen. Den sehe ich nicht, der US Freund der FS verwirklicht sich selbst, wenn er mit seiner Freundin in DE zusammen lebt. Sein Traum davon ist ihm wichtiger als der Traum vom Caffee in Kalifornien. Nicht alle Träume sind miteinander vereinbar.

    Deine Abneigung gegen den Traum mit einem geliebten Menschen zusammen zu leben (der wichtigste Traum den man meiner Meinung nach haben kann) verstehe ich nicht. Wenn Menschen nicht im Mittelpunkt unserer Träume stehen, sondern nur wir selbst, läuft etwas schief.

    Auf jedenfall führt dann der Weg in die Einsamkeit und allenfalls unverlässliche Beziehungen ohne jede Tiefe. Das Kinder nicht Teil sondern Feinde eines Traums sein sollen halte ich für Lebensfeindlich.