1. Frau oder Dame

    Ich benutze die Bezeichnung Dame nur sehr selten. Bei mir hat die Bezeichnung Dame auch einen negativen Touch. "Dämlich kommt von Dame" sagte mein Vater gerne.
    Dame sage ich nur zu Frauen über 60, die sehr gepflegt sind und dazu noch fraulich elegant angezogen sind.
    Meine Mutter (75) ist für mich keine Dame da sie sich nicht entsprechend kleidet.
    Wo ist für euch der Unterschied zwischen Frau und Dame?
    Kann man dies nur an Äußerlichkeiten festmachen?
     
  2. Dein Frauenbild ist negativ. Da spielt dein Vater eine große Rolle dabei. Außerdem widersprichst Du Dir. Auf der einen Seite hat für Dich "Dame" einen negativen Touch. Auf der anderen Seite bezeichnest Du sehr gepflegte und elegant angezogene Frauen als "Dame".
    DU machst es offenbar an Äußerlichkeiten fest.
     
  3. Für mich hat der Ausdruck nichts negatives. Als Dame bezeichne ich eine erwachsene Frau mit Niveau - auch, wenn sie nicht elegant gekleidet ist.
     
  4. Dämlich kommt aber genausowenig von Dame wie herrlich von Herr kommt, das sind etymologische falsche Freunde.

    Das Ganze hängt vom jeweiligen sprachlichen Register und der jeweiligen Funktionalität der Verwendung ab. Zum Beispiel: Wenn ich eine Frau im Mittelalter oder eine im 19. und frühen 20. Jahrhundert bezeichne, wenn ich höflich-konservativ über eine Frau in Sicht- oder Hörweite rede, wenn ich eine höfliche Anredeform verwende (auch an Klotüren) oder wenn ich eine Frau aus der heutigen Zeit in ihrem Habitus, Auftreten und ihrer (zumindest scheinbaren) Zugehörigkeit zu einer gesellschaftlichen Schicht charakterisieren will, wenn ich ironisch und leicht abfällig über eine Frau reden möchte – jedesmal bedeutet "Dame" etwas anderes.

    Insofern ist es schwierig, einen allgemeingültigen Unterschied zwischen "Frau" und "Dame" festzumachen, aber wenn ich es für die Variante "wertneutrale und ernstgemeinte Charakterisierung einer Frau in der heutigen Zeit" versuche, dann empfinde ich ungefähr so:

    Eine erwachsene Frau, elegant und vornehm in Kleidung und Auftreten, und, danach zu urteilen, einer gehobenen gesellschaftlichen Schicht angehörend.

    Mädchen von ca. 14 bis ca. erste Hälfte zwanzig können nur "junge Damen" sein, Frauen über ca. 60 nur "ältere Damen".
     
    • # 4
    • 16.04.2015
    • Kain
    Nein, meiner Begriffsauffassung nach kann man das nicht oder nur bedingt an Äußerlichkeiten festmachen.

    Die Dame ist das klassische Gegenstück zum Gentleman und zeichnet sich damit in erster Linie durch einen gewissen Habitus aus. Dieser ist meiner Erfahrung nach weitestgehend ausgestorben, weshalb die Bezeichnung nunmehr nur noch als Synonym zur "Frau" verwendet wird.

    Die jüngere Generation orientiert sich sogar am genauen Gegenteil von dem, was eine Dame früher einmal ausgemacht hat.
     
  5. "Dame" ist ein Adelstitel, oder ein Adelsprädikat im Sinne einer Anrede. (abhängg von Zeit und/oder Region)

    Als Titel äquivalent zu der Ebene des "Ritter"s, oder als Prädikat ähnlich (nur niedriger) zu anderen Anreden, wie"Durchlaucht", oder "Hoheit".

    Mit so einem Titel wird die Inhaberin z.B. auf einem Ball angekündigt (in Sinne von "es erscheint") mit "Dame Margret von dem Knesebeck". In der Anrede fordere ich, bei der selben Veranstaltung, die Person mit den Worten "meine Dame" so zum Tanz auf, wie ich es mit "Eure Hoheit" bei einer höhergestellten Person tun würde.

    Heute ist das Ganze natürlich nur noch "gelebte Geschichte"!

    Ich verwende diese Anrede für bürgerliche Frauen, wenn ich der Meinung bin, dass sie, bzw. ihre Familie, in einer anderen Zeit (als es ihn noch gab), vielleicht den Adelsstand erreicht hätten; also für Frauen des gehobenen Bürgertums.

    V.m45
     
  6. Hallo Godot,
    ich versuche es mal mit einer Gegenüberstellung Frankreich -Deutschland.

    In Frankreich wird man immer mit Madame angesprochen, d.h. auch in Verbindung mit dem Nachnamen: Madame Müller. Und man spricht auch von " la dame". Eine "femme" ist einfach das Gegenteil vom "homme"; die Männer werden mit Monsieur angesprochen.

    Hier heisst man Frau Müller, und Frau alleine als Anrede gibt´s nicht.
    Wie ruft man jemand Unbekannten hier hinterher? " He Sie da…" oder "Entschuldigung…".

    Du siehst, wir haben hier in Deutschland kein richtiges Verhältnis zu diesen Wörtern. Ich könnte mir denken, dass dieses "Dame" aus einer Zeit kommt, als französisch schick war, denn es ist für mich eine Bezeichnung für eine distanzierte, ältere, schicke Frau mit makellosen Umgangsformen. Das sagt eigentlich fast nie jemand, es sei denn, er möchte sich unbedingt gewählt ausdrücken. Ja, und eine "Frau" bezeichnet für mich hierzulande auch nur das Gegenteil von "Mann". Es ist tatsächlich ein eher neutraler Begriff für weibliche Wesen, ohne Wertung oder besonderen Respekt.

    Man müsste etwas Neues erfinden für die dt. Sprache….sogar im Englischen gibt´s da mehrere Wörter, zumindest was die Ansprache betrifft.

    Und wenn du mich fragst, wie ich genannt werden will: weder Dame noch Frau. Ich bin über beide Begriffe nicht ganz glücklich.
     
  7. Dame ist für mich positiv konnotiert:
    Sehr gepflegt, aufrechte Körperhaltung, dezentes Auftreten, mit warmherziger Ausstrahlung.
     
  8. Dame = damenhaft - Frau = fraulich bzw. weiblich.

    Jede Dame ist auch eine Frau, aber nicht jede Frau ist auch eine Dame.

    Die Frauen, die auch eine Dame sind, Denen sieht man es gleich an.
    Die Frauen, die behaupten, sie wären eine Dame - sagen es nur deswegen, weil man ihnen es nicht ansieht und sie es nicht sind.
    Eine echte Dame muß es nicht nennen.

    (m,53)
     
    • # 9
    • 16.04.2015
    • Gast
    Ich mach eigentlich keinen Unterschied in der Bezeichnung, obwohl ich auch denke, dass - wenn man es ernst meint - eine Dame schon noch eine gewisse Besonderheit hat (Auftreten damenhaft meint ja besonders steif, konservativ gekleidet, ete petete, immer ruhig bleibend-kontrolliert bis borniert. Auch alles negativ).
    Ich benutze es häufig, wenn ich junge Frauen beschreiben will, die sich darstellen wollen. Das ist nichts negatives, ich denke nur, dass man "Frau" noch nicht sagen kann, weil es eigentlich Mädchen sind, die versuchen, erwachsen rüberzukommen, indem sie "damenhaft" auftreten, man aber noch sieht, das nichts dahintersteht.

    Das Gegenstück, der Herr, kann ich auch nicht besonders definieren. Vielleicht meine Großonkels, die mich als Kind mit ihren goldenen Manschettenknöpfen, Feuerzeugen und Zigarettenetuis beeindruckt haben.
     
  9. Nein ich habe kein negatives Frauenbild, Kaktus halte dich doch bitte mit deiner Küchenpsychologie zurück. Und guck dir mal die anderen Beiträge zu dem Thema an. Die komme ALLE ohne persönliche Angriffe aus, aber wenn es dir gut tut Männer runterzumachen dann bitte. Ich gehe nach solchen Beiträge wie deinen lieber kotzen.
    Und ein Widerspruch ist da auch nicht, denn eine gepflege und insbesondere eine elegante Frau / Dame ist für mich nicht zwangläufig etwas Positives. Auch nicht zwangsläufig etwas Negatives.

    Das dämlich nicht von Dame kommt weiss ich auch, aber es war nunmal ein Lieblingsspruch meines Vaters Entschuldigung, dass ich dies nicht schon in der Frage klargestellt habe. Ich wollte einfach einen kurzen knackigen Text erstellen.

    Und ja der Begriff Dame ist für mich negativ besetzt und ich wollte einfach mal wissen wie andere Menschen dies sehen.

    Alle anderen möchte ich danken für ihre erhellenden Ansichten.

    Meine Ansicht scheint doch eher eine Minderheitsposition zu seien.
     
  10. Dies kann auch am eigenen Alter liegen. Ich benutze die Bezeichnung relativ oft und auch sehr gerne. Ab und zu dann auch eher ironisch, aber dann setze ich noch "gnädige" davor. Vor allen wenn mich die "gnädige Dame" wieder warten lässt.:)

    Ganz pauschal würde ich sagen, dass dies etwas mit dem jeweiligen Alter der Dame zu tun hat. Befindet sich die Frau in meinen Alter(Ü50) dann ist dies eher der Standard, sie als Dame zu betiteln. Bei Frauen U40 habe ich dies sehr, sehr selten benutzt. Wahrscheinlich würde diese Frauen, dies eher falsch verstehen.

    Außer dem Alter kommen, dann noch solche Aspekte wie Gang, Sprache + Kleidung dazu. Erst das komplette Paket macht eine Frau zur Dame.

    Es ist auch interessant, dass man bei jeden positiven Wort, einen negativen Touch hineininterpretieren kann. so wie bei dem Wort "sympathisch".
     
  11. Zumindest wissen wir jetzt schon mal, dass Dein Vater kein Herr sondern ein (dämlicher) Mann war. Hoffentlich hat das nicht zu sehr auf Dich abgefärbt.
    Ich bin eine Frau - keine Dame, denn die gibt Dir auf so eine billige Provokation nicht so eine bissige Antwort, sondern lässt Dich mit Stil spüren, dass Du der Depp bist, wenn Du solche platten Aussagen bringst.

    Zu einer Dame gehört für mich eine gewisse Feinheit/Geschliffenheit, nicht nur stilvolle Kleidung und gepflegtes Erscheinungsbild. Beides habe ich, aber nicht die Feinheit - ich komme aus dem falschen Stall und bin eher Kriegsgaul.
    Weil ich schon ein paar Jährchen älter bin und durch meine berufliche Position sehr viel Kontakt in höhere gesellschaftliche Ebenen habe, sehr viel in gehobene Hotels und Restaurants komme, sehe ich, dass auch in meiner Generation sehr wenige Frauen Damen sind, auch wenige, die es von sich glauben und aus vermeintlich feinen Ställen kommen.
    Je jünger, desto weniger Damen sind anzutreffen. In der älteren Generation kenne ich etliche Damen, die aus relativ schlichtem familiären Hintergrund kommen, aber Tortzdem eine gute Erziehung hatten.

    Super geschrieben.

    Für mich überhaupt nicht, ich finde es toll, von jemandem sagen zu können "ist eine Dame/ein Herr". Ich finde stilvolles Verhalten und ein entsprechendes Erscheinungsbild, das aus einer entspannten inneren Einstellung resultiert in schwierigen und unentspannten Situationen bewunderswert. Das zeigt eben eine Klasse, die nur ganz wenige haben. Wer das negativ sieht, ist m.E. nur neidisch, weil er/sie es selber nicht hat und auch keine Chance, nahe heran zu kommen.
     
  12. Guten Abend,

    es gab Zeiten, da wurde eine Dame, die selbstbewußt des Weges schritt, mit Achtung und Wohlwollen, als stolze Frau betitelt. Heute wird sie meist als arrogant und eingebildet, mit der Unterstellung, dass sie sich für etwas Besseres hält, betitelt. Ich erfreue mich auch als Frau, wenn ich solche Damen noch sichten kann und sind eine Entspannung für meine Augen, im krassen Gegensatz zu den Frauen, die mit weitausholenden Schritten von hinten kaum noch von einem Mann zu unterscheiden sind und selbst auf Asphalt Fußspuren hinterlassen.....
     
  13. Dame oder Lady ist niemals negativ - alleine beim Schachspiel hat die "Figur der Dame" die größtmögliche Flexibilität auf dem Brett und verteidigt den "König" am besten, der im Prinzip fast garnichts bewältigen kann.

    Eine Dame ist leider nicht jede Frau.
    Sie ist erste Liga und somit hebt sie sich aus der Masse.
    Eine Dame ist immer stilvoll und elegant gekleidet und sei es nur der echte Seidenschal über einem unifarbenen Baumwoll-TShirt, Rock oder Hose wären dann aus Leinen oder einem Viskosegemisch farblich Ton in Ton, auf jeden Fall sieht so eine "Dame" immer edel und niemals billig aus. Sie ist top gepflegt von Kopf bis Fuss.

    So redet sie auch, gebildet und souverän, ihre Gestik ist formvollendet, sie wird niemals ein prolliges Wort von sich geben, Fäkalsprache ist ein NOGO.

    Eine Dame ist es meist schon von Jugend an.
    Es hat nichts mit sozialem Status zu tun, nur mit dem Elternhaus, welches eine gute stabile Erziehung und vor allem "Werte" vermittelt hat.

    Der männliche Part ist der Gentlemen, ein Herr und sorry, das ist leider auch nicht jeder Mann, er ist und bleibt die Ausnahme - aber mein Favorit.
     
  14. Ich hoffe einmal, dass deine Mutter nicht weiß wie du so über sie denkst. Ich finde dies schon sehr herabsetzend, wie der Sohn über seine eigene Mutter denkt. Selbst wenn die Mutter keine Dame ist, sagt bzw. schreibt man dies nicht. Hat für mich etwas mit Achtung und Anstand zu tun. Aber lassen wir dies einmal.

    Dame ist man erst ab einem bestimmten Alter. In ihren Zwanzigern, Dreißigern und höchstwahrscheinlich auch in ihren Vierzigern würde ich eine Frau, sei sie noch so kultiviert, stilsicher, gesellschaftlich gewandt etc. niemals als Dame bezeichnen. Das hat damit zu tun, dass eine gewisse Lebenserfahrung, die man gemeinhin erst im Lauf des Lebens erwirbt, vonnöten ist. Eine zwanzigjährige Dame gibt es nicht.

    Die Dame muss nicht notwendigerweise einen UNI-Abschluss vorweisen können. Eine gewisse Allgemeinbildung ist aber Grundvoraussetzung, um sich auf dem gesellschaftlichen Parkett sicher bewegen zu können und über Dinge wie Musik, Geschichte, Kunst oder ähnliches parlieren zu können.

    Die Dame pflegt gern einen gehobenen Lebensstil, was sich dadurch äußert, dass sie Opern- und Konzertabende genauso genießt wie einen Ball, eine Dinnerparty oder gegebenenfalls ein Jagdwochenende. Eine große Leidenschaft ist das Reisen, doch entsprechen All-Inclusive-Urlaube eher nicht ihrem exquisiten Geschmack.

    Ein ebenso weit verbreiteter wie hartnäckiger Irrglaube ist es, eine Dame definiere sich auch nur annähernd durch das Tragen von Kleidern ganz bestimmter Marken. Das Chanel-Kostüm macht aus einer Frau genauso wenig eine Dame wie die Barbourjacke oder die Gucci-Loafer. Stil und Klasse lassen sich nicht kaufen. Eine Dame wird die Qualität der Quantität immer vorziehen und wahrscheinlich aus diesem Grund gewisse Labels bevorzugen, aber nicht des Logos, sondern der edlen Verarbeitung wegen.

    Eine Dame ist nicht zwangsläufig nett. Wunderbar, wenn sie einen guten Charakter hat und ihre Mitmenschen stets freundlich behandelt. Falls nicht, ist sie eben eine böse alte Dame. Wer kennt kein solches Exemplar?

    Zusammenfassend kann man sagen, dass man schon im ersten Augenblick erkennt, ob man eine Dame vor sich hat oder nicht.
     
  15. Dame ist doch eine Höflichkeitsfloskel, die in vielen Bereichen ziemlich alternativlos ist, wenn der Name der Personen nicht bekannt ist.
    Wer würde denn im Brief "Sehr geehrte Frauen und Herren" schreiben wollen.
    Und im Service-Bereich ist es doch ähnlich. "Nimmt die Dame dasselbe wie der Herr?". "Hat die Dame noch einen Wunsch?".Natürlich könnte man in diesen Fällen auch schreiben: Nehmen Sie dasselbe? Oder Haben Sie noch einen Wunsch.
    Aber auch in der direkten Anrede greift man ja gerne zu "Madame", wenn man sich an jeman Unbekanntes wendet. "Hallo, darf ich sie was fragen" geht auch. Aber "Entschuldigung Madame, darf ich sie was fragen" hat ja deutlich mehr Charme.
     
  16. Ist doch völlig egal, was auf der Verpackung steht..Dame oder Frau.. es ist eben ein weiblicher Mensch drin.
    Von mir aus kann man auch Weib sagen, wenn positive Gefühle im Ausdruck dabei sind.
    Bei Männern ist es mir auch egal ob es ein Mann, Kerl, Typ, ist.
    Find dieses Zerlegen von einzelnen Worten generell etwas anstrengend, eben weil jeder was anderes dazu assoziiert.
     
    • # 18
    • 17.04.2015
    • frei
    Meine Großeltern hatten ein Gut in Ostpreußen und mußten fliehen.
    Sie verloren alles, aber nicht ihre Noblesse.
    Sie waren auch als alte Menschen eine Dame und ein Herr.
    Vor allem zu meinem Großvater fiel mir nur das Wort 'Herr' ein.

    Er war Richter, somit Staatsangestellter und durfte daher nach dem Krieg hier im Westen in eine staatliche Wohnung einziehen, in der er, trotzdem es sich um Etagenwohnung in einem Wohnblock handelte, sich wie der Gutsherr benahm.
    Das meine ich mitnichten abwertend, vielmehr habe ich ihn immer sehr bewundert und ihm nachgeeifert.
    Eine sehr gute Ausbildung zu haben war ihm nach dem Verlust der materiellen Güter wichtig und so bekam auch ich eine sehr gute Ausbildung.

    Zudem habe ich gelernt, mich wirklich wie eine Dame zu benehmen. Ich kann das wirklich. Und manchmal macht es mir Spaß, in diese Rolle zu schlüpfen. Z. B. in einem guten Restaurant.
    Ich denke mich da rein und dann wird es zum Selbstläufer. Ich strenge mich nicht an, es läuft dann automatisch ab.

    Aber es ist eben eine Rolle, ich bin definitiv keine Dame

    ...denn das tue ich sehr gerne ;-)
    Ich stimme Herakles hier ausnahmsweise mal zu, deftige Worte schließen die Dame aus.

    Nun, das macht ganz sicher nicht die Dame aus.
    Jede junge Frau, die dich in einer Versicherung oder Bank, auf einer Messe oder in einem Hotel in Empfang nimmt, sieht auch so aus.


    Ich stimme dir zu, solche Klamotten sind was für Neureiche.
    Damen haben es nicht nötig, Statussymbole zu posten.
    Meiner Oma hat man auch in ihrer gemieteten Küche und in Schürze den ( kleinen Land- ) Adel zu jeder Sekunde angemerkt.

    Übrigens gebraucht meine Mutter den Begriff 'Dame' wie ich finde, sehr inflationär. Sie nennt einfach alle alten Frauen 'ältere Dame'. Ein Euphemismus ohnegleichen.

    w 47
     
  17. Ich finde es absolut höflich und freundlich wenn man in Frankreich selbst auf dem Markt, einfach im alltäglichen Leben mit Madame oder Madmoiselle (Fräulein) angesprochen wird. Ich selber spreche eine Kundin auch gelegentlich als Dame an und das wird immer sehr positiv aufgenommen.Eine Dame ist für mich ganz einfach eine freundliche Frau mit Ausstrahlung und Stil.Da kommt es nicht auf teure Kleidung an.Man sieht es ihrem Gesicht/ihrem Lächeln einfach an, dass sie Klasse und Niveau hat.Ganz besonders wenn sie spricht.
     
  18. Es gibt Frauen und es gibt Frauen die sind Damen.

    Ich durfe bisher in meinem Leben etwa zwei oder drei Damen kennelernen nur eine davon war etwa in meinem Alter (sie war damals kurz vor 40).

    Diese Damen zeichnet alle folgendes aus:

    Sie sind alle sehr gebildet, sehr eloquent, sehr selbstbewußt und ernorm höflich, nie zu direkt ohne indirekt zu sein (ich weiß, das geht kaum, einige wenige können das iregndwie eben...ich z.B. nicht).

    Sie sind nicht selbstbewußt in dem aufdringlichen, feministisch kämpfenden Sinne (wie z.B. hier Kaktus oder Vikki) sondern sie haben alle eine natürliche Ausstrahlung von innen heraus, die viel mehr als nur dieses bedeuted.

    Sind natürlich Traumfrauen, aber es gibt von ihnen in jeder Generation wahrscheinlich höchstens eine unter Tausend. Ihr Verhalten ist nicht erlernbar.

    Ich glaube, die meisten lerne niemals in ihrem Leben eine richtige Dame kennen.....
    Die durchgestylten, polierten, rhetorisch perfekten, aufgesetzten und (wie die Männer dort leider auch) arroganten Frauen in den oberen Geschäftsetagen meiner Kunden sind es jedenfalls nicht.
     
  19. Naja. Ich kenne persönlich einige britischen Ladies, die dies anders praktizieren. Schon alleine von der Abstammung sind dies wirkliche Ladies und können diese Fäkalsprache auch sehr gut. Natürlich nur abseits der Öffentlichkeit und würde ich jetzt ein paar Kostproben posten, dann müssten die Moderation wohl einschreiten.:)

    Das ist sehr kleinkariert und gutbürgerlich gedacht. Diese Kleidung macht aus einer Frau keine Dame und eine Jeans disqualifiziert sie nicht deshalb. Eine Dame weiß aber zu welchem Zeitpunkt man die jeweilige Kleidung trägt.
    Oder ist jetzt Jacky O. oder Michelle Obama in Jeans keine Lady mehr?

    Oft konnte ich feststellen, dass gerade die Möchte-Gern-Damen sich oft mit ihrem Outfit deplacieren.


    Ist zwar jetzt nicht die Frage, aber ein Gentlemen qualifiziert sich vor allen für mich, wenn er keine Kleidung von der Stange trägt. Schließlich ist man ja keine Litfaßsäule der Designer. Möchte-Gern-Herren tragen dann Kleidung wo man das Emblem schön lesen kann und ich nur Kleidung, wo man dies nicht sieht. Deshalb habe ich auch oft nur Kleidung vom Schneider und nicht v. Boss, Lacoste, JOOP, Bogner usw.

    Das Gleiche gilt für mich auch für die Damen.
     
  20. Mit diesem "Spruch" hat dir dein Vater keinen Gefallen getan, du solltest ihn nicht so wörtlich nehmen und am besten vergessen. Vielleicht hat er in den 50ern zu viele Hollywoodfilmchen geguckt. Grundsätzlich kann man mit einer Dame eine hohe Bildung und eine gewisse Disziplin und Erziehung verbinden die schon seit Jahrzehnten kaum noch zu finden ist. Eine gewisse Grundintelligenz muss zwingend vorhanden sein. Auch würde ich sagen, das es sich dabei um ein 24/7 Merkmal zumindest in der Öffentlichkeit handelt. Bestimmte Dinge schließen die "Dame" aus. Sobald sich jemand so bezeichnet oder fordern muss als "Dame behandelt" zu werden ist sie keine mehr. Da es sich mehr um eine Frage der Erziehung und des damit verbundenen Charakters handelt ist sie wie oben bemerkt auch in der Küchenschürze einfach was sie ist. Betätigungen in philanthropischen Aufgaben, Stiftungen, etc. sollten durchaus von Herzen kommen. Man ist sich bewusst, dass man privilegiert ist und kümmert sich um die die wenig haben oder in Not sind. Wenn als Geld da ist, dann wird es nicht für Kitsch einfach rausgehauen nur weil er teuer ist. Dinge werden auch eher erhalten als ersetzt. Die letzte Dame die ich als solche bezeichnen würde war meine alte Klassenlehrerin die leider dann schon mittendrin in Pension ging. Immer aus dem Ei gepellt, wenn auch eigentlich immer in den selben wenigen Twinsets und Kostümen die sie besaß, niemals laut oder angreifend, stets freundlich aber deutlich sichtbar enttäuscht wenn einer die Hausaufgaben nicht hatte. Ich würde sagen auf erstaunlich friedliche Art war sie recht unnachgiebig. Noch mal ohne zu kommen hätte keiner über sich gebracht. Sie war für ihren Beruf unverheiratet geblieben, was jetzt aber kein zwingendes Merkmal ist aber in der Kombination Lehrerin sicherlich schon. Um eine Dame ablehnen zu können, müsstest du schon eine treffen. Dafür gibt es aber zu wenige. Und die bewegen sich auch kaum aus ihrer Umgebung raus.
     
  21. Ich habe ja Probleme zu verstehen weshalb eine Dame eine bestimmte Art von Kleidung tragen muss... aber gut, die Fassade ist für manche wichtig.

    Für mich ist eine Frau eine Dame, wenn sie Herzensbildung hat, wenn sie feinfühlig empfindet und handelt, mit Selbstsicherheit, aber ohne zu offensichtlich Ellebogen einzusetzen durchs Leben geht und spontan die Menschen durch ihr Auftreten und ihre Handlungen beeindruckt.

    Ich habe solche Frauen schon in völlig unterschiedlichen sozialen Kontexten kennen gelernt, sie waren aber unfehlbar zu erkennen - und dies definitiv nicht immer an einer Barbour-Jacke oder ähnlichen Stücken.

    Selbstverständlich wird eine Dame sich immer eher klassisch und zurückhaltend kleiden. Dies können dann aber auch geschickt ausgesuchte Kleidungsstücke von bekannten Billig-Kaufhäusern sein, eine wirkliche Dame trägt diese mit Haltung und Anmut und fühlt sich nicht abgewertet, da sie weiß, worauf es wirklich ankommt im Leben.

    Da habe ich bei so manch edel gekleideter Dämlichkeit meine ganz entschiedenen Zweifel....
     
    • # 24
    • 17.04.2015
    • Gast
    Dame = kleines Mädchen, das sich schminkt und verkleidet und von den "Großen" als "große Dame" sexualisiert wird.

    Dame = Stilmittel, um eine junge/alte Frau zu bezeichnen, unabhängig ihres Kleidungs- oder Sprachsstils. "Es war einfach eine Dame..."

    Dame = geschäftliche Kunden/Gäste: "Die Dame wünscht etwas..."

    Für mich ist der Begriff ganz normal. Hatte aber auch keinen verschrobenen Vater, der mir was anderes eingetrichtert hat...
     
  22. Weil Sie es nicht nötig haben. Die "wirklichen Damen" haben Stil und Flair. Sie sind sehr elegant und eloquent. Bei den Möchte-Gern-Damen ist dies halt nicht der Fall. Ich habe von dieser Sorte schon 3 gedatet und nach spätestens 15 min. wusste man schon, dass hier mehr Schein als Sein existiert. Alle 3 konnten es nicht lassen, trotz ihres sehr damenhaften Outfit über ihren EX zu lästern. Da weiß man schon woran man(n) ist. Es gibt mit Sicherheit auch Männer, die dieses Hobby frönen, aber diese Männer sind auch keine Gentlemen und somit sind diese Frauen auch keine Damen.

    Da ist es auch oft entscheidend wie so die Abstammung dieser Möchte-Gern-Damen ist. Der Apfel bleibt immer bei seinem Stamm und da hilft die beste Rhetorik einen nicht weiter. Das Outfit erst recht nicht.:) Es ist aber auch sehr angenehm, dass man dies relativ schnell erkennen kann. Alles hat so seine Vorzüge, man muss Sie nur erkennen.
     
  23. Ich finde es ganz einfach: Dame ist die höfliche Form für "Frau", so wie Herr die höfliche Form für "Mann" ist.

    Wenn ich in Hörweite einer Frau bin und z.B. meinem Kind etwas über diese Frau sage, sage ich "Die Dame da drüben hat einen roten Pullover an". Wenn ich von der Frau da drüben sprechen würde, fände ich das unhöflich, das sagt man einfach nicht. Bin ich nicht in Hörweite, sage ich eher Frau oder Mann statt Dame oder Herr.
     
  24. Eigentlich ist dies wieder ein schönes Bsp. wie man in Deutschland alles verkomplizieren kann. Im Prinzip ist die Bezeichnung "Dame" nur eine Höflichkeitsform, die man an den Tag legt. Erst letztens habe ich einen Bericht über die Studentinnen in Wien auf ORF gesehen und da sprach der Moderator von den "jungen Damen". Wenn ich aber hier so den einen oder anderen Kommentar lese, dann haben ja diese Studentinnen diese Bezeichnung gar nicht verdient.:)

    Vielleicht ist dies aber bei uns in Österreich noch ein Relikt aus der K&K Zeit und wir hegen und pflegen diese Bräuche sehr gerne. Ich werde z.B. in jedem einfachem Lokal als Dame angesprochen. Wenn ich in Deutschland bin, dann muss ich dafür erst in ein 4-Sterne-Lokal gehen, um dies zu hören.

    Jedenfalls gehört dies zu den Umgangsformen und wenn ein Mann dies nicht beherrscht, dann weiß ich ja schon woran ich bin.
     
    • # 28
    • 18.04.2015
    • Nada
    Eine Dame hat Stil, Manieren und Haltung und ist dadurch bedingt auch kultiviert. Sie fällt nicht aus der Rolle und lässt sich nicht gehen. Mit Geld, Luxus, Elternhaus hat das nur wenig zu tun und ist keinesfalls Voraussetzung. Also nix da mit "Jagdgesellschaft" und anderen exquisiten Vergnügungen.

    Eine "böse Dame" ist einfach eine Tussi, die sich damenhaft gibt.
     
  25. Lieber godot,

    die Merkmale einer Dame wurden hier eingehend und sehr schön beschrieben. Eine Dame hebt sich somit von einer Frau ab, eine echte Dame ist etwas Positives und ganz und gar nicht dämlich.

    Dame hat nach deiner Aussage einen negativen Touch, wohl durch die Aussage deines Vater (dämlich käme von Dame). Nichts desto trotz klingt es dennoch positiv, wenn du als Damen Frauen bezeichnest, die sehr gepflegt und fraulich elegant angezogen sind. Deine Mutter fiele nicht darunter. Und schnell fügst du hinzu: Der Grund läge in ihrem Kleidungsstil (und somit nicht an der Pflege…) Und jetzt suchst du Argumente, dass deine Mutter doch eine Dame ist, und gerade nicht dämlich….Denn durch die Aussage deines Vaters hat sich in dir ein Konflikt aufgetan, der deine Mutter betrifft: Dame ist einerseits positiv (gepflegt, fraulich elegant gekleidet), andererseits negativ (Damen sind dämlich….). Der nicht-damenhafte (nicht frauliche) Kleidungsstil ist möglicherweise weniger positiv in deiner Sicht, aber dämlich soll deine Mutter natürlich nicht sein, insofern ist es ja dann gut, wenn sie das nicht macht (sich elegant und fraulich kleiden), obwohl du es vielleicht gerne sähest.

    Tief im Innern weißt du sicher, dass Dame etwas Positives ist und jetzt suchst du den Kreis zu schließen. Dein Konflikt kommt auch durch deine Antwort auf Kaktus’ Beitrag zum Ausdruck.

    Die inneren Werte sind nicht an Äußerlichkeiten festzumachen, obwohl gilt: Wie innen so außen. Doch ein schickes Kostüm macht keine Dame. Eine Dame kann anziehen, was sie will, ihre Kleidung wird immer zu ihr passen, nicht weil jede Kleidung passen wird, sondern weil sie immer die zu ihr passende Kleidung wählen wird. Wenn das Innen stimmt, stimmt auch das Außen.

    Vielleicht wollte dein Vater damit sagen, dass deine Mutter möglicherweise ein natürlicher Mensch ist, der sich nicht verkünstelt, dass er sie liebt, weil sie ist, wie sie ist und eben gerade nicht aufgesetzt. Eine echte Dame ist niemals aufgesetzt.

    Aus meiner Sicht hast du deine Frage schon selbst beantwortet: Nein, man kann den Unterschied nicht an Äußerlichkeiten festmachen.
     

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