• 02.02.2018
    • Tom26

    Fehlersuche und ganz viel Mimimi, die Crux der schönen neuen Welt?

    Hallo an Alle,

    mir fällt immer öfter auf, dass Erwartungen und Wunschvorstellungen so einiger Singles mit Partnerwunsch kaum erfüllbar sind. Ok, das ist das Eine - noch schlimmer empfinde ich die Fehlersuche, wenn dann doch mal ein Mensch ins Leben der Unzufriedenen tritt.
    Ja, es gibt Dinge, die einem wichtig sind - und auf diese sollte man auch Wert legen. In meinen Augen sind das Ziele und Wünsche, Verhaltensweisen und die Passung - dazu gibts die Kennenlernphase.
    Aber - eine Krise, weil er sich mal nicht meldet? Oder beim ersten Date noch nichts von einer Ex erzählt hat? Er gerne mal mit seinen Kumpels auf ein Bier loszieht? Und seine Wohnung mal nicht perfekt aufgeräumt ist? Die Karriere auch wichtig ist? Oder er seine alten Eltern unterstützt? Eben erst nach dem Geschäftsessen an WA denkt?
    Die Männer sind nicht besser. Sie nimmt 3 Kilo zu. Ja, wirklich tragisch. Sie will auch Karriere machen? Oder sie wagt es, mit einem Kollegen zu lachen? Am WE auch mal eine Freundin treffen zu wollen? Sie redet von ihren Wünschen und findet einen Schauspieler ganz toll?
    Wo ist die Erkenntnis hin, dass kein Mensch perfekt ist? Dass ich immer einen Fehler finde, wenn ich einen suche? Dass bei mir selbst auch Fehler gefunden werden können?
    Ich persönlich sehe die Fähigkeiten, Glück und Zufriedenheit zu empfinden als wesentlich wichtiger an als ein paar Daten. Suche das, was mir an einem Menschen gefällt - und das, was mir weniger gut gefällt sehe ich als Preis dafür, dass ich mit einem Menschen harmoniere, mich wohlfühle. Vereinnahmen muss ich diesen Menschen nicht - ich denke, wenn man sich miteinander wohlfühlt, kann und soll man diesem Menschen auch seinen Freiraum lassen. Und seine kleinen "Macken" - man bekommt doch dafür die Stärken.
    Wie seht ihr das ? Ist Fehlersuche bei euch eine Obsession geworden? Wollt ihr selber ständig auf dem Prüfstand stehen? Sind euch die Daten wie Grösse, Gewicht und akadem. Grad wichtiger als der Mensch?
    Womit kann man bei euch punkten? Und seid ihr bereit, auch kleine Fehler mit einem Lächeln zu quittieren?
    Würde mich wirklich interessieren - auch, ob ihr eure Ansprüche eigentlich selbst befriedigen könntet.
    Mit einem freundlichen Gruss
    Euer Tom
     
    • # 1
    • 02.02.2018
    • Rosendame
    Ich erwarte von einem Mann das was ich selbst zu bieten habe.

    Ich habe schon immer sehr viel Wert auf Qualität gelegt in jeder Hinsicht. Keine 08/15 Sachen sondern mit alles mit Stil.
    Einen ähnlichen Partner wünsche ich mir auch eben wegen der Harmonie/Passung.

    Natürlich ist mir der Wohlfühlfaktor wichtig ABER ich kann erst gar nicht mich wohlfühlen bei einem Mann der zum Beispiel grob ist oder nicht so sauber oder dümmliche Sprüche klopft. Der intolerant ist oder nicht weißt wie man eine Zeitung liest.

    Sind es meine zu hohen Ansprüche oder eher Selbstverständlichkeiten, die aus der Mode gekommen sind, weil der Zeitgeist eher oberflächlich und ohne richtige Prinzipien ist?

    Ist eine Frau, die zum Beispiel beim Sexspiel nicht alles mit sich machen läßt anspruchsvoll oder hat sie einen gesunden Selbstwert?
     
    • # 2
    • 02.02.2018
    • Lionne69
    Danke lieber Tom.
    Genau diese Frage ist mir heute morgen auch so durch den Kopf gegangen.

    Nun, dann fange ich bei mir an, und was möchte ich.
    Ich habe meine verschiedenen Facetten, Eigenheiten, die mit zunehmendem Alter nicht weniger werden.
    Ich habe lange gebraucht, mich so anzunehmen, wie ich bin, immer noch nicht ganz gut darin. Einiges habe ich verändert, an anderem arbeite ich, aber eines habe ich für mich entschieden. Ich habe Facetten, wertfrei, weil mich dieses Gesamtpaket als Mensch aus macht. Und es Situationen gibt, wo eine Facette wichtiger ist, und andere, wo andere zählen. Ich mag mich, wie ich bin.

    Nun möchte ich einen Partner, der mich genau so auch liebt, wertschätzt, mit all meinen Facetten. Mein Anspruch, alles andere ginge nicht.

    Aber - für ihn zählt dies doch ganz genauso?!
    Einen Menschen, der mein Partner sein soll, den möchte ich mit all seinen Facetten, Eigenheiten lieben, wertschätzen. Ich liebe doch auch da das Gesamtpaket.
    Es geht für mich letztendlich darum, ob ich das kann. Also konzentriere ich mich ganz sicher auf seine für mich anziehenden Facetten und prüfe, ob ich mit den anderen klar komme, sie tolerieren kann, vielleicht eben als seines mit einem Augenzwinkern begegnen?

    Wovon ich nicht ausgehe, ist, dass er sich verändert.
    Dass man dies im Miteinander tut, Rücksichtnahme, Kompromisse findet ist zwar klar, nur mit dieser Erwartungshaltung heran gehen?

    Ich finde, es kommt auf das Go-Paket an, und wenn das stimmig ist, sind manche vermeintlichem NoGos gar nicht mehr relevant.
    Ob es meinen Selbstwert gut täte, einen "perfekten" Partner an meiner Seite zu haben? Kaum, ich bin ein Mensch, und er auch.

    Eine grundlegende Übereinstimmung bei Haltungen, Werten, Interessen sehe ich aber schon für unverzichtbar.
    Genauso wie bei Punkten wie Nähe - Distanz, wie wird Nähe gelebt, Körperlichkeit, Sexualität, Kommunikation, etc.
    Und ich habe NoGos - Eifersucht, Klammern, Misstrauen, Lügen, Aggressivität. Da den falschen Trigger, und es ist vorbei, selbst wenn es vielleicht nicht ganz so gemeint war.

    Ich glaube, dass viele zwar schon vordergründig eine*n Partner*in suchen, aber diese Hürden genau deswegen so hoch setzen, weil sie (unbewusst) leben wollen.
    Aus vielerlei Gründen, Angst vor Enttäuschung, vor Verletzung, vor " Abhängigkeit ", vor dem Verlust von Freiheit, etc.
    Einen wirklich sicheren Bindungsstil hat übrigens fast kein Mensch.

    Ich bin gespannt, was hier so kommt.
     
  1. Habe diese Fehlersuche gerade aktuell selbst erlebt. Ich sehe es wie Du - für eine Partnerschaft gilt es Kompromisse einzugehen.

    Und es scheint in dieser Welt das Motto "Jeder ist sich selbst der Nächste" immer wichtiger zu werden. Keiner will zu kurz kommen, der andere soll erstmal in Vorleistung gehen, damit man selbst ja nicht enttäuscht wird.

    Das Internet bietet eine riesige Spielwiese, das vermeintliche Fehlverhalten des Partners rauf und runter zu diskutieren. Anstatt auf das eigene Gefühl zu vertrauen, lassen sich viele von ,,Ratschlägen" wildfremder Personen beeinflussen.

    Das kann nur schief gehen.

    Wenn mir ein Mensch wichtig ist, suche ich nicht nach Fehlern. Ich sehe das große Ganze - sofern das passt und mir gut tut, bin ich zufrieden.
     
    • # 4
    • 02.02.2018
    • Rabentochter
    Lieber FS,

    ich sehe es so ziemlich genau wie du. Worauf ich darüber hinaus großen Wert lege: ob man im Konflikt gut miteinander umgehen kann. Wenn alles schön ist, ist ja auch alles gut. Interessant wird es dann, wenn es mal nicht so schön ist, was dann passiert. Und da habe ich recht hohe Maßstäbe an einen wertschätzenden Umgang miteinander.

    Ob ich meinen Anspruch selbst erfülle: ich hoffe schon, und wenn nicht, zähle ich darauf, dass mein Freund es mir sagt. Noch sagt er mir, was ihm nicht passt und ich ihm :)
     
    • # 5
    • 02.02.2018
    • D-RAN
    Das geht nicht.
    Nicht im Allgemeinen und auch nicht im Speziellen.

    Nichtmal ich, der gerade auch im konkreten Verhalten wirkliche Emanzipation (als nicht nur "Rosinenpicken") wünscht, würde sowas von irgendweiner Frau erwarten.
    Das kann man ja schon alleine an den nachbarthreads zur verschiedenen Sexualität von Männern und Frauen sehr deutlich sehen.
    Somit kann ein Mann nicht erwarten was er selbst bietet. Ist nicht möglich.


    Zur Fehlersuche:
    Naja es kommt eben auch darauf an, was man am Anfang für Ziele definiert. Wenn beide etwas erfahren und auch einigermaßen diszipliniert sind, dann ist da im Sinne der Fragestellung schon einiges mehr möglich, als Du "Tom" vielleicht glaubst.
     
    • # 6
    • 02.02.2018
    • Laleila
    Nein. Wenn keine NoGos vorhanden sind und soweit alles passt, stehen Unzulänglichkeiten, Eigenheiten etc. als besondere Merkmale der Person, welche ich lieben kann.
    Diese Daten sind doch wichtige Merkmale des Menschen und somit nicht wegzudenken. Ob er dann mit der Zeit zunimmt ist mir eher egal, solange er sich dabei fit und wohl fühlt.
    Auch Berufswahl ist ein Teil über den sich Persönlichkeit definiert. Bestimmte Berufe sind daher ein Ausschlußkriterium für mich, genau wie bestimmte soziale, politische, gesellschaftliche Werte und Haltungen. Und ja, diesbezüglich lasse ich auch mich gern auf den Prüfstand stellen.
    Punkten kann man bei mir mit Ehrlichkeit, persönlicher Loyalität, Treue, Humanität, Intellekt, hanwerklichen Geschick, flinken Geist, absoluter Treue (auch in Gedanken) und Werten die den Meinen entsprechen.
    Wenn er dazu noch groß, nicht zu alt ist und helle Augen hat, ist er mein Mann. Er ist mein Mann und seine 1000 kleinen Fehler liebe ich und kann darüber lachen.
    Nein, im Punkt der körperlichen Treue werde ich meinen Ansprüchen nicht gerecht, was egal ist solange ich damit den Ansprüchen meines Mannes gerecht werde.
     
    • # 7
    • 02.02.2018
    • Martina698
    Ohja, es ist ein Fehler, weil man Wünsche als Frau hat? Das sind doch alles keine Fehler die du aufzählst, sondern Intoleranzen gegenüber einer anderen Person und ihrer natürlichen Entwicklung. Gemein gefährlich sowas, weil von sowas schon Karrieren und Persönlichkeiten zerstört wurden! Solche Menschen müssen erstmal erwachsen werden und selber eine Persönlichkeit entwickeln. Ich nehme solche Menschen gar nicht ernst, die Fehler suchen, weil sie wie ein mäkeliges Kind sind, das sich nicht mal zusammenreißen und was ertragen kann.

    Ich glaube, du nimmst das bisschen zu ernst.

    Diese Menschen, die Fehler suchen, stehen ganz unten mit Charakter, Persönlichkeit, Frust und Lebensinhalt. Und die wissen das meist auch, weil sie so, wie sie über andere reden, auch meist über sich selber reden.

    Menschen, die besser sind, als diese von dir aufgezählte Spinnergesellschaft, kritisieren selten von oben herab nach unten zu den Kleinen und finden "Fehler". Weil sich das nicht schickt, über jemanden zu jammern, der 3 kg mehr hat. Menschen, die über solche "Fehler" stehen, haben in der Regel sehr viel mehr Erfolg und kennen alle diese Punkte, die du aufzählst und haben daher eine Toleranz entwickelt. Hat man selber Falten, fällt es leichter, jemanden nett zu finden, der auch Falten hat, weil man die Ursachen und den langen Weg dahin kennt.

    Die Menschen, die aber ganz unten stehen und in allem ein Fehler sehen, kritisieren aber sehr häufig nach oben zu denen, die mehr haben und sich mehr erlauben: Gewicht, Aussehen, Makel, Erfahrung, Lockerheit im Umgang mit den Dingen. Die meisten Männer jammern über Frauen, weil sie ihnen nicht mehr das Wasser reichen können. Ihnen sind die Frauen entglitten. Beruflich, sexuell, optisch und privat. Ich sage da nur: selber schuld. Etwas mehr Männlichkeit braucht der heutige Mann. Man darf sich ruhig mal Durchsetzen.

    Solche Menschen sind arme Hunde und irgendwo im Jugendalter stehengeblieben. Das sieht man dann auch daran, wenn wirklich mal jemand vor ihnen steht, den sie toll finden, dann überwerfen sie alle ihre Vorsätze blitzschnell. Ein Zeichen von Unreife.

    Ursache hat das Ganze doch in der Erziehung, dass es die ehemalige Wohlstandsgesellschaft den Heutigen gemütlicher machen wollte. Es werden nur noch Muttersöhnchen herangezogen oder Prinzessinnen, die sich für alles zu fein sind.
     
    • # 8
    • 02.02.2018
    • FräuleinXY
    Und wie hört man auf, zu Nörgeln, Kritisieren, Verletzt zu sein und Fehler zu sehen ? Was machen die Menschen falsch, die sich dauerhaft damit befassen und ihren Charme verlieren?
    Wie holt ihr euch Entspannung her, wenn ihr euren Partner bittet, die Haustür abzuschließen, weil euch das aus Grund XY wichtig ist und er es nicht gebacken bekommt.
    Die Haustür ist jetzt nur ein Synonym für alles, was den einen Partner nervt und der andere unbewusst macht.
    Wie schaltet ihr etwas als unwichtig ab, was euch ja wichtig ist?
    Nur aufhören es zu kommentieren hilft ja nicht
     
    • # 9
    • 02.02.2018
    • Rosendame
    Ach Gott, natürlich kann ich kein XY Chromosom bieten aber ich dachte das wäre klar beim Lesen, daß es um ungefähr gleiche Sachen geht.

    Als Frau biete ich aber was die Eckdaten angeht: Anstand, Herkunft, Aussehen, Figur, Bildung, besondere Begabung, Stil, Eloquenz uvm. und da erwarte ich das gleiche hohe Niveau welches ich selber von mir selbst erwarte.

    Was ich aber spannender fände ich die untere Frage:

    Sind es meine zu hohen Ansprüche oder eher Selbstverständlichkeiten, die aus der Mode gekommen sind, weil der Zeitgeist eher oberflächlich und ohne richtige Prinzipien ist?

    Vielleicht erscheint alles so anspruchsvoll und elitär weil es mittlerweile so anspruchslos zugeht im Alltag? Moralische Werte oder Umgangsformen fallen mir da ein.

    Das beschäftigt mich nämlich weil ich ehrlicherweise an meinen Ansprüchen nichts besonders Außergewöhnliches feststellen kann.
     
    • # 10
    • 02.02.2018
    • Laleila
    Nicht ignorieren sondern akzeptieren, dass er andere Prioritäten hat weil er ein anderer Mensch ist.

    Mein Mann lässt zum Beispiel immer alle Türen auf, ich fühle mich in Räumen mit geschlossenen Türen aber wohler.
    In solchen einfach zu lösenden Fällen, fasse ich die Dinge, welche mir wichtig sind, einfach selbst an.
    Bei anderen Dingen frage ich mich:
    Was kann den allerschlimmstenfalls passieren? Male mir das worst case scenario aus und schaue was es in mir auslöst und was ich tun kann, dass in dem Fall nicht wirklich das schlimmste passiert.
    Du möchtest entspannt sein! Das schaffst Du nur, wenn Du Dich entspannst und das bedeutet: Mach Deine Gefühle nicht davon abhängig was er tut oder vergisst. Finde Lösungen, welche seine Mitarbeit nicht beinhalten.
     
    • # 11
    • 02.02.2018
    • realwoman
    Da muss ich leider ja sagen.Zum einen,weil ich gewisse Familienprägung habe plus bestimmte Lebenserfahrung.Das hat eigentlich mit mangelnder Selbstliebe und Selbstakzeptanz zu tun.Mag ich mich selber nicht,sehe ich diesen Mangel bei anderen.Ich sehe das,was ich bin.Das geht jedem so.Ich habe gelernt mich zu akzeptieten und zu lieben,was dazu führt,dass ich toleranter und gelassener geworden bin.Aber es ist noch ein langer Weg.Zum anderen bin ich, ohne mich zu loben, ausgesprochen klug,scharfsinnig,mit ausgezeichneter Beobachtungsgabe,gepaart mir meinen HSP Fähigkeiten und Wesenszügen enes Empathen.Das ermöglicht mir nicht nur Menschen zu kennen, sondern sie auf feinstofflichen Ebene zu spüren.Was das für Folgen für ein Date oder Beziehung hat,kann man wohl abschätzen.Da werden Masken,Flunkerei, Unstimmigkeiten sehr schnell wahrgenommenen,mit dem Resultat,dass mich die meisten Menschen schnell langweilen,sie sind quasi offenes Buch für mich.Wie ich damit klarkomme?Ich bleibe Single, bis ich spannende Persönnlchkeit finde.Und bis dahin erfreue ich mich an deinen Beiträgen, lieber Tom.Weil du alles mögliche bist,aber def.nicht langweilig.
     
    • # 12
    • 02.02.2018
    • Rabentochter
    Das sind die wichtigen Fragen, finde ich auch! Wie ich sie beantworten würde:

    Mein Gefühl leitet mich, so in etwa so : Die Haustür mach ich selber zu, wenn er das nicht kann. Er muss nicht alles können.

    Wenn es mir sehr wichtig wäre, dass ers kann, wäre ich nicht mit ihm zusammen, wenn er es nicht macht. Haustür zumachen ist ne Kleinigkeit, und mir ist es wichtig, da erwarte ich schon, dass das dann auch klappt. Wieso sollte es nicht? Ich mache für ihn doch auch die Dinge, die ihm wichtig sind und für die es ein Leichtes ist, sie umzusetzen.

    Vergisst er das mit der Haustür ab und zu und es nervt mich wahnsinnig, frag ich mich, warum es mich so wahnsinnig macht. Ich würde darauf kommen, dass es wohl etwas Grundlegendes ist - die Haustür nur der Auslöser eines tiefer sitzenden Ärgers. Ich würde mich fragen : bin ich es oder er? Vielleicht hatte ich einen Sch***tag. Ich würde es nicht an ihm auslassen und falls er das doch findet, dass ich das tue, was ja vorkommen kann, würde er mich wohl fragen, was mir denn für ne Laus über die Leber gelaufen ist. Spätestens da würde ich wohl inne halten. Mich fragen, was los ist. Dafür sorgen, dass es mir besser geht, aber nicht verlangen, dass er das für mich übernimmt.

    Vielleicht liegt es aber nicht an meiner Stimmung. Ich würde horchen, was da ist, warum ich ärgerlich bin- ist da was, was in letzter Zeit mit uns nicht so rund läuft? Und wenn ich da eine Idee habe, suche ich das Gespräch, bevor irgendwas anbrennt.

    Ich wäre jedenfalls nicht mit einem Partner zusammen, der das mit der Haustür andauernd nutzt, um mir seinen Missmut kundzutun. Sowas ist passiv aggressiv, in einer solchen Beziehung würde es mir nicht gutgehen. Er soll mir direkt sagen, was ihm nicht passt, damit ich mich dazu verhalten kann.
     
    • # 13
    • 02.02.2018
    • Lavieestbelle
    Eine gute Frage aber dass diese Frage gerade von dir kommt, wundert mich schon ein wenig. Aber letztendlich hast du vollkommen recht. Fehlersuche ist nicht in Ordnung und die kritische Blicke kann jemanden zerstören, wenn er nicht gefestigt genug tief in seinen Herzen wäre. Visuell betrachtet suchen wir immer schöne Bilder, Gegenstände und Menschen. Eine intelligente Frau muss wahrscheinlich viel mehr im Leben leisten als eine schöne Frau. Die Schöne muss nicht intelligent sein, um sehr weit zu bringen.
    Ich denke die Sehnsucht nach Schönheit und Fehlerlosigkeit hilft uns weiterzuentwickeln aber es macht uns auch gleichzeitig in einer gewissen Weise Einsam und verletzbar. Es wäre schön, wenn wir uns als Individuum und Menschen annehmen und akzeptieren würden und hinter der Kulissen sehen, unter der "Make up" sind viele Menschen anders, manche viel schöner und manch anderer nicht mehr so schön. Vielleicht können wir dein Thread als Anlass nehmen unsere Umgebung anders wahrzunehmen und nicht nur die Fehler sehen sondern auch die Chancen, die uns jeden Tag begegnen.
     
    • # 14
    • 02.02.2018
    • realwoman
    Auf der erster Stelle-mit Aufrichtigkeit und Authentizität,ganz klar.Ist das nicht vorhanden,rutsch der Mensch in meinen Augen in eine vorübergehende Begegnung ohne Bedeutung.Dass man zu sich steht, ist mir extrem wichtig.Wahrscheinlich weil es so selten ist.Weiter-Charakter,eigene Prinzipien, Empathie.Ganz oben-innere Reife,mental und emotional.Es gibt diese seltenen Menschen,die jeden mit Würde und Respekt behandeln.Da habe ich fast das Gefühl, mich ehrfurchtig vor denen niederzuknieen.Also zusammengefasst-ich muss den Mann in erster Linie respektieren und würdigen,da kann ich über kleine Unzulänglichkeiten sogar mit recht grossem Lächeln hinwegsehen.
     
    • # 15
    • 02.02.2018
    • mokuyobi
    Lieber Tom26,
    ich habe über das Thema auch schon viel nachgedacht. Ich denke, heute haben alle mehr Auswahl und sind daher häufiger unzufrieden. Partnerwahl war ja schon immer biologisch bedingt der Wunsch, ganz unromantisch, das für einen Bestmögliche rauszuschlagen, für die bestmöglichste Fortpflanzung. Da hatten es die jüngeren, schöneren, erfolgreicheren ja schon immer einfacher, das ist instinktiv. Heutzutage, besonders durch die Möglichkeit des Internets, ist die Auswahl quasi unüberschaubar groß, und das Festlegen daher "gefährlich", denn der tollste Partner lauert ja vielleicht nur um die Ecke. Damals auf dem Dorf gabs meinetwegen die eine Dorfschönheit, die umschwärmt war, das war der Gipfel beim Vergleichen, und gut war. Natürlich geben sich dann viele auch der Illusion hin, selbst ja so viele tolle Eigenschaften zu haben, dass da nur jemand auch ganz tolles dazu passt. Das wird heutzutage begünstigt und macht sicher nicht glücklicher bei der Partnerwahl und auch in Beziehungen nicht.
    Bei mir selbst: Ich habe mich in unterschiedlichste Männer verliebt, dünn, dick, groß, kleiner als ich. Klar musste ich sie attraktiv finden, aber das war oft auch erst der Fall, wenn ich sie kennengelernt habe, vorher sind sie mir gar nicht aufgefallen. Da gehe ich also nicht nach dem Aussehen, aber natürlich verliebe ich mich sicher nur in (für mich) attraktive Menschen. Biologie. Aber ich habe da keine speziellen Ansprüche. Mir wäre es ja auch egal, wenn mein Freund jetzt 10kg zunimmt. Ich bin da eher selbstkritisch und bin hinterher, dass ich meinen eigenen Ansprüchen genüge - ist auch manchmal schwierig. Ich habe jedenfalls keine festen Eckdaten wie Beruf, Geld oder so. Aber schon auch Kriterien: Ich muss mich mit ihm unterhalten können, interessante Gespräche führen, auf einer Wellenlänge sein. Das sexuelle muss ungefähr passen, das grundlegende, da kann man drauf aufbauen. Er muss Kinder wollen (das ist leider auch die Biologie, das kann ich nicht abstellen - wenn es dann nicht klappt, wäre es auch nicht schlimm, aber den Wunsch teilen können, möchte ich schon). Ein lieber Mensch, warmherzig. Ansonsten: es muss irgendwie auf Dauer passen, das zeigt sich dann eben erst nach einer Weile. Der von dir genannte Wohlfühlfaktor ist mir da ganz ganz wichtig.
    Mit dem Alter hat sich bei mir da schon auch was geändert; Blender und laute, coole Männer lassen mich mittlerweile erschaudern, denen geh ich aus dem Weg. Ich möchte jemanden, der authentisch ist und nicht protzen muss. Ob er 500 Euro verdient oder 5000 ist mir dagegen immernoch egal, ich hab mein eigenes Gehalt und bin so erzogen worden, dass man auf sowas keinen Wert legt.
     
    • # 16
    • 02.02.2018
    • D-RAN
    Ich bin mir gar nicht so sicher, ob unsere heutige Zeit in der Rückschau so gesehen werden wird.
    Es ist zwar gerade modern, von fehlenden Zielen zu philosphieren aber ich bin mir nicht sicher, ob das vor 50 oder 90 Jahren so viel anders war, obwohl dort auch viel Aufbruch herrschte.

    Manche Ziele, auch hinsichtlich der privaten Lebensführung, haben sich auch etwas abgenutzt oder sind einfach nicht ,mehr so attraktiv. Deswegen gibt es aktuell vielleicht mehr Lebensmodelle.

    Auch die Frage des Stiles ist alles andere als eindeutig.
    Ich finde den leicht überheblichen und herrischen, manchmal emotionslosen Stil alles andere als erstrebenswert.

    Ich auch.
    Aber ich gebe zu, dass dazu womöglich solche Nogos, wie die Erhaltung der äußeren Attraktivität vor einem besonders netten Charakter erforderlich sein können.
     
    • # 17
    • 02.02.2018
    • carpe
    Wie von mir schon oft geschrieben, muss einfach die Chemie stimmen. Dann sehe ich nicht mehr jeden kleinen Fehler. Begehre ich einen Mann nicht mit Haut und Haaren, dann fängt bei mir das nörgeln an.

    Als ich meinen letzten Freund verließ, sagte er mir "wenn du mich geliebt hättest, dann hättest du nachsichtiger mit meinen Fehlern umgehen können". Da ist wohl etwas dran.

    Mich hat schon viel an Männern gestört: Geiz, Schweigen und Rückzug bei Konflikten, Passivität, Ungeschicklichkeit im Alltag, verwahrloste Wohnung, Stimme, Geschmack, die Art zu küssen und sich zu bewegen, nicht kochen können, Kleidung von Mutti kaufen lassen...Ich konnte da echt nicht drüber weg sehen und es endete im mangelnden Respekt und körperlicher Ablehnung.

    Mein jetziger Freund hat auch Fehler. Der Unterschied ist, dass ich ihn so dermaßen toll finde. Und plötzlich hat das kritisieren, nörgeln und innerlich die Augen verdrehen, aufgehört. Hab ich bei ihm noch nie gemacht.

    Wenn es also mit der Chemie stimmt, dann ist es mir egal, welche Augenfarbe er hat, wie groß er ist, ob er aufbrausend ist, welche Hobbies er hat, ob er etwas rumliegen lässt, welchen Job er hat und ob er mit ihm zufrieden ist.
     
    • # 18
    • 02.02.2018
    • Odile17
    Vielleicht muss man das selber mal erlebt haben, mit jemandem zusammen zu sein, dessen Ansprüchen man nicht genügt und bei dem man sich fragt, wieso er eigentlich bei einem bleibt, wenn man in seinen Augen doch offensichtlich nichts richtig machen kann.

    Wenn jemand von vorneherein beschließt, dass ich nichts für ihn bin, ist das eine Sache. Kann auch weh tun, aber man akzeptiert es eben. Wenn jemand mich jedoch in einer Beziehung permanent umgestalten und optimieren möchte, nörgelt und mich mit Kritik beschießt - dann bin ich schnell auf und davon. Das tue ich mir nicht nochmal an.

    Selber bin ich jemand, der wirklich nicht nörgelt. Die meisten Dinge sind mir nicht wichtig genug um mich darüber aufzuregen. Wenn ich jemanden liebe, dann ist das so, auch wenn er ein paar Kilo zulegt. Wenn er selber seine Kleidung mag, warum soll ich ihn verändern? Ich kann ihn nicht nur teilweise lieben. Wer bin ich denn, ihm seine Gewohnheiten austreiben zu wollen, ausser sie beeinträchtigen mich in irgendeiner Weise gesundheitlich o.ä.?

    Wirklich wichtige Dinge in seinem Verhalten mir gegenüber, die mir gegen den Strich gehen, kann ich ansprechen.

    Ich wäre manchmal so froh über jemanden gewesen, der mich liebt wie ich bin und liebevoll mit mir umgeht, da würde ich sicher nicht rummeckern, weil er irgendwo seine Socken liegenlässt oder zuviel Sport guckt. Das Leben ist echt zu kurz.

    Wann war denn Nörgeln jemals zielführend? Mich hat es von meinem Ex nur weggetrieben, ein besserer oder perfekter Mensch bin ich durch seine Kritik nicht geworden!
     
    • # 19
    • 02.02.2018
    • Natali5
    Hallo Tom,
    ich bin auch etwas überrascht, dass du so eine Frage stellst.
    Denn wenn ich es richtig verstanden habe, war gerade dir bislang keine Frau gut genug und alle hatten gravierende Fehler (wollten dich anketten und in eine Ehe zwingen, keinen Freiraum geben, zur Treue verpflichten, haben nur genölt etc). Ob das wirklich so war und du wirklich bis Mitte Fünfzig warten musstest, um endlich eine gute Frau zu treffen - bezweifle ich ehrlich gesagt. Ich denke eher, dass du da bislang ebenso deine Beziehungen selbst sabotiert hast, wie manch einer, der hier wegen vermeintlicher Kleinigkeiten am Partner rumkrittelt. Du hast ja mal geschrieben, dass deine Mauern sehr hoch waren. Deshalb könntest du vielleicht am besten berichten, wie das mit zu hohen Anforderungen und Fehlersuche ist?
     
    • # 20
    • 02.02.2018
    • Nordlicht444
    Tja, lieber Tom, was soll man dazu sagen?
    Der Perfektionismus wird auch in anderen Lebensbereichen genutzt,
    um das Beste für sich zu bekommen. Wir sind darauf programmiert.
    Obst -nicht perfekt- wird nicht gekauft, also raus damit.
    Zum Elterngespräch in der Kita wurde ich schon darauf aufmerksam gemacht, dass meine Tochter zum 4. (!) Geburtstag noch nicht die genaue Anzahl an geforderten Kreisen gezeichnet hat...der Druck perfekt zu sein beginnt früh.
    Ich denke dieses Verhalten wird leider auch auf die Partnersuche übertragen.
     
    • # 21
    • 02.02.2018
    • saepe_inscia
    Lieber Tom,

    ich weiß nicht - bei mir sind es ja nun mehr als sechs Jahre, dass ich in keiner Weise mehr suche. Aber ich fand, dass eine ganze Reihe von Männern ganz schön geduldig waren mit mir und meinen Verpfichtungen, Problemen und Hindernissen. Ich mit ihnen auch, wenn sie über gewisse Hürden kamen, was leider oft nicht das Fall war.

    DAZU stehe ich auch. Ich muss mir keinen tödlichen Nervkram einhandeln nur um einen Mann zu haben, nee. Nein. Neverever.

    Wenn Du das meinst - ja, dann kann man mich auch als neurotisch - übermäkelig einsortieren. Steh ich dazu. Lieber zu wählerisch als eine Beziehung mit xxxx Haken und Ösen.
     
    • # 22
    • 02.02.2018
    • Basketballer
    Man kann es natürlich auch machen wie du:
    Während du jetzt hier den verständnisvollen alten Stattsmann gibst, der seine Weisheit an die Jugend weitergeben will, hast du schon oft dein anderes (wahres?) Gesicht gezeigt:
    Du beschimpfst am laufenden Band Foristen aus verschiedensen Gründen: DU entscheidest also, welche Fehler dir genehm sind.
    Du lehnst religiöse Menschen ab, schimpfst auf Lehrer, Erzieher, soziale Berufe, verunglimpfst alle emanzipierten Frauen etc.
    Deine Taktik geht nur auf, weil du dich bei einigen vielschreibenden Foristinnen eingeschleimt hast. So werden selbst Schreiberinnen, die sich für schlau halten, zu deinen Püppchen.
    Selbstgerechtigkeit wie du sie an den Tag legst durch dein gottgleiches Urteilen und Richten ist z.B. ein Fehler, den ich nicht tolerieren kann.
     
    • # 23
    • 02.02.2018
    • gast_m
    Nein, ich bin tiefenentspannt. Habe aber in jungen Jahren ständig Fehler bei einer potentiellen Partnerin gesucht - bis ich reflektiert habe, woher ich diese dümmliche Angewohnheit habe

    Nein, ich habe in vielen Dingen mehr erreicht als vor x Jahren absehbar war. Dessen bin ich mir bewusst und ernte die Früchte.

    Die Optik ist essentiell wichtig, akademischer Grad ist mir bei einer Partnerin egal.

    Kleine Fehler gibt es nicht. Für mich gibt es No-Gos, wenn welche vorhanden sind kommt die Dame nicht in Frage. Und wer kleine Fehler beim Gegenüber permanent sucht, sollte sich fragen woher er das hat - vermutlich aus dem Elternhaus...

    Generell fällt mir auf, dass das Ansruchsdenken und sich selbst überschätzen im Vergleich zu bspw. vor 15 Jahre massiv zugenommen hat. Die Bevölkerung ist deutlich übergewichtig, hält sich aber für unwiderstehlich.

    m, 39
     
    • # 24
    • 02.02.2018
    • Zuhii
    Obsession? Nee, aber sobald Frau älter wird (so ab spätestens 35 stellt sie das fest, was alle Frauen zuvor schon dahergejammert haben ... Alle Männer sind gleich!
    Alle haben einen Alltag von Montag bis Freitag, den sie wie am Laufband muffelig abdackeln, so gut es geht, alle gucken sie lieber auf ihrem Sofa Fernsehen und fast alle identisch die gleichen Filme und Serien, allen gefällt Arnold Schwarzenegger oder Rambo, alle führen sie ihre "Frau", wenn sie denn mal eine haben, einmal im Monat zum Pizza oder Döneressen aus, alle stellen sie sich nörgelhaft beim Sex an, der Abend wird vor dem Pc verbracht, und so weiter und so fort. Man sieht nur noch ein muffeliges Gesicht, wenn man mal in einer Beziehung ist. Ihr Männer seid nicht so besonders unterschiedlich für wie ihr euch immer haltet. Ich habe da schon ein Muster entdeckt. 70 % aller Männer haben diese Macken. Mal ein Waldspaziergang oder Spazierengehen kostet nix, ist mal was anderes und kreativ. Würde schon reichen, damit ich einen Mann als potentiellen Traummann betiteln würde. Da übergeht man dann auch mal das Alter oder den Körper. Sowas fällt keinem ein. Verdächtig ist, dass meine letzten 20-30 Dates völlig identisch waren in ihrem Lebensablauf und ich dachte nur so: Uppsala, der ist ja auch genauso wie mein Ex und der davor.. Ähnlicher Job, ähnliche Essensvorlieben, ähnliche Freizeitgestaltung, ähnliches Lebensmuster.... usw.


    Ist dieses - aus dem System ausbrechen - wirklich so schwer für Männer? Sind kleine Macken abstellen, wirklich das Problem? Ist das alles schon zu heftig? Also ich weiß ja nicht, aber so langsam mach ich mir wirklich meine Gedanken, wie Leute überhaupt noch was schaffen auf der Welt. Du hast ja eine schöne Auflistung geschrieben und offenbar bist du ein Beobachter. Alle diese Dinge kannst du selber für dich eliminieren und hast einen Vorteil gegenüber anderen Männern. Was willst du mehr? Du hast Wissen, das andere nicht haben.
    Ich bevorzuge Männer, die sich von anderen Männern einfach abheben. Genauso wie Frauen meistens auch interessanter sind, die sich von ihrer Hühnerschar abnabeln.

    Männer von heute haben 120 % ihr Engagement in den Job gesteckt, für soziale Beziehungen reicht es da offenbar nicht mehr aus. Ich würd einfach wieder mehr wert auf zwischenmenschliche Arbeit leben. Das ist heute - in einer Zeit, wo Beziehungen scheitern - umso wichtiger, etwas zu tun.

    Ich sehe eigentlich nur Männer, die passiv ihre Zeit vergeuden und jammern. Wirklich aktiv was Gutes tun tut keiner.
     
    • # 25
    • 02.02.2018
    • sonrix
    Die Menschen sind eben so.

    Sie tratschen - neudeutsch sind kommunikativ - vornehmlich über andere. Sie wollen das Beste für sich, was sie bekommen können.

    Sie stoßen mit ihren Wertvorstellungen auf die anderer und wollen dann Bestätigung dafür, dass sie im Recht sind.

    Manche sind eifersüchtig oder ängstlich oder gar zwanghaft. Na und?

    Wenn ich jemand liebe, dann sind mir 3 Kilo sicher egal. Aber bei ständiger Gewichtszunahme würde ich mir schon Gedanken machen, was mit dem anderen los ist.

    Und wenn es dann anfangen sollte, dass das Gewicht das Zusammenleben beeinträchtigt, weil die Vitalität weg ist, dann kann man sich auch mal einen Rat im Forum holen.

    Im Nebenthread geht es gerade um die Desinfizierung des Partners. Da konnte ich mal wieder richtig Lachen und Kopfschütteln...
     
    • # 26
    • 02.02.2018
    • Lebens_Lust
    Ganz ehrlich: meine Partnerin hätte ich bei EP auch aussortiert. Für mich ist diese ganze Onlinesucherei von zu viel "Katalgomentalität" begleitet. Ich stelle hier auch öfter mal fest, dass die Kriterien auf beiden Seiten ziemlich anspruchsvoll sind. Da darf sich niemand wundern, wenn sich kein passender Partner findet.

    Dazu kommt: hier sind die gefrusteten unterwegs, denen sowieso niemand etwas Recht machen kann. Und wenn ich manche Frauen hier lesen, wundert mich nicht, wenn sie niemand als Partner haben will. Natürlich liegt das nur an den Männern.

    Ja, ich habe auch Ansprüche. Online muss ich sortieren, also wende ich ebenfalls zu harte Kriterien an. Deswegen suche ich nicht online. Ich bin sicher, bei EP treiben sich viele Goldgräberinnen oder Frauen mit völlig überhöhten Ansprüchen herum. Nix für mich.

    Du hast mit Deinem Ausgangstext völlig Recht. Aber das hier ist nicht das reale Leben. Es ist Phantasie und Illusion.
     
    • # 27
    • 02.02.2018
    • irina_85
    Hallo Tom,

    ich habe eine sehr gute Beobachtungsgabe, was natürlich auch die ganze Partnersuche erschwert. Ich sehe schon vieles, was jemand nicht ausspricht und entlarve schnell "Lügner" und "Heuchler". Mit Unehrlichkeit und Unaufrichtigkeit komme ich gar nicht klar. Die letzten Männer, die ich kennengelernt habe und die an mir interessiert waren sind ganz klar durch diese Prüfung gefallen. Da kann ich dann auch keinen Respekt für die Männer aufbringen, weil ich sie als sehr "schwach" empfinde. Sie haben in meinen Augen kein Rückgrat. Auch die Intellligenz ist so ein wichtiger Punkt bei mir. Wortkarge sachliche Typen langweilen mich. Aber auch der Dauerquassler, der Monologe hält, fällt radikal durch. Ich mag eben diese geistigen lebendigen Austausch und das ist nur möglich, wenn man möglichst interessiert zuhört, Fragen stellt und Fragen gestellt bekommt-ein geben und ein nehmen eben.

    Mit Status/Geld und Akad. Grad kann ich selbst nicht viel anfangen. Mir ist das überhaupt nicht wichtig. Intelligenz zeigt sich meiner Meinung nach nicht am akademischen Grad. Und wenn der Mann ein bisschen an Gewicht zunimmt wäre es jetzt nicht tragisch.

    Inwieweit meinst du, dass alle viel zu hohe Maßstäbe ansetzen?

    Was mir selbst auffällt. Wenn ich den Mann von vornherein toll finde, dann sehe ich über Kleinigkeiten hinweg, also z.B dass er nicht kochen kann und ich ihm das beibringen müsste. Einer, der unehrlich ist, der geht dagegen gar nicht. Der bekommt irgendwie in allem ein negatives Urteil. Da sehe ich einfach nichts positves mehr, das evtl. vorhanden wäre.
     
    • # 28
    • 02.02.2018
    • Nice
    Keine Ahnung, von welchen Männern du redest. Kenne keinen Mann, der das als Problem ansieht.
    Wenn deine Freunde und Bekannten etwas dagegen haben, dass die Frau Karriere macht oder einen Schauspieler toll findet oder am WE eine Freundin trifft, dann würde ich ´mal über meinen Freundeskreis nachdenken.
     
    • # 29
    • 02.02.2018
    • Lionne69
    Womit man Mann punkten?

    Damit, dass er ein Standing hat, oder ganz altmodisch Rückgrat. Dass er zwar mal Schwäche zeigt,, das auch kann, aber nicht Mimimi macht, sondern dann auch anpackt.
    Damit, dass er Humor hat, dass man mit ihm lachen kann.
    Damit, dass ich vertrauen kann, mich fallen lassen, anlehnen.
    Damit, dass ich mich mit ihm einfach wohl fühle, dass das Miteinander einfach selbstverständlich ist. Ohne Zweifel, Fragen, Bilanzieren.
    Damit, dass ich mich bei ihm auch als Frau wahrgenommen fühle
    Damit, dass er gerne Mann ist.

    Und dass ich mit ihm das Leben entdecken und genießen kann, Neues wagen, zusammen fliegen, und dann wieder ganz bodenständig.
    Offenheit, Neugierde, und geistige Beweglichkeit.
    Damit kann man bei mir punkten.
    Aber nicht mit Beruf, Status, Einkommen oder Bildungsabschlüssen.
    Dass aber die körperliche Anziehung passen muss, damit punktet Mann zwar nicht, ist aber für ein Kennenlernen und eine Beziehung für mich unabdingbar. Und dabei geht es nicht um ein paar Zentimeter oder Kilos, sondern Chemie.

    Interessant wäre für mich, womit punkte ich evtl. selbst?
    Da komme ich schon manchmal ins Grübeln, denn ich könnte zwar eine Liste machen, aber vermittele ich das, strahlen ich das aus?
    Und ein ehrliches Feedback zu bekommen, ist schwierig.
     

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