1. Ewiger Single - Was mache ich falsch?

    Hallo,
    mir ist klar, dass diese oder ähnliche Fragen oder Probleme bestimmt schon unzählige Male diskutiert wurden, daher schon mal sorry!
    Ich (w, 28) bin ein ewiger Single und ich frage mich langsam, ob ich irgend einen Schaden habe. Bis jetzt hatte ich zwei Beziehungen, die beide kein Jahr (!) andauerten und bei denen ich mir auch nicht vorstellen konnte, meine Zukunft mit dem jeweiligen Mann zu verbringen - für den Moment hatte es einfach gepasst, ich hatte beide gern und die körperliche Anziehung war da. So riiiichtig verliebt war ich aber noch nie, NIE!
    Ich bin gebildet, habe einen guten Job, interessiere mich für vieles, gestalte meine Freizeit aktiv und mit meinem Äusseren bin ich eigentlich grösstenteils auch zufrieden. Ich lerne auch immer wieder Männer kennen, die dann Interesse haben und Versuche starten - aber mich interessiert einfach nie wirklich einer. Entweder fehlt die körperliche Anziehung, ich fühle mich intellektuell überlegen oder ich fühle mich einfach nicht wohl bei ihm. Noch nie habe ich einen getroffen, bei dem es einfach richtig gepasst hat - bzw. jedes Mal, wenn ich dachte dass es passt, stellte sich schnell das Gegenteil heraus.
    Um mich herum sind ständig alle in Beziehungen, und wenn sich dann mal jemand trennt, dauert es 2-3 Monate bis der/die Nächste am Start ist. Wie machen die das? Und was zur Hölle läuft bei mir falsch?
    Btw: Meine Ansprüche sind nicht übertrieben hoch - eigentlich habe ich nur den Anspruch, dass Wellenlänge und Gefühle stimmen.. muss ich mich von dieser Illusion lösen und einen 'Kompromiss' finden? Vielleicht möchte ich ja mal noch Kinder, jahrzehntelang warten ist also nicht drin..
     
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  3. Liebe _mess,
    ich kann dich gut verstehen. Bei mir (w 30) ist es die gleiche Situation. Bin seit langem Single (7 Jahre) und erlebe das Problem ganz ähnlich.
    Wie ist es bei dir, kannst du bei den Männern die du kennen lernst, ein ähnliches Muster in deinem Verhalten entdecken? Ein bisschen klingt es so, denn du schreibst, dass du an denen die Interesse haben, immer gerade nichts findest oder dich überlegen fühlst. Ich habe bei mir das gleiche "Muster" entdeckt. Ich verliebe mich häufig, und zwar auffällig häufig in Männer die ich nicht haben kann, die also z.B. vergeben sind oder weit außerhalb meiner Reichweite. Und die ich wenn ich ehrlich bin, viel zu wenig kenne um derartige Gefühle haben zu können. Andersrum verlieben sich in mich immer nur Männer, an denen ich wirklich gar nichts finde, die mich entweder vom Charakter oder körperlich wirklich gar nicht ansprechen. Meine Recherchen bei Dr. Google... ;) haben ergeben, dass das auf eine Bindungsunfähigkeit hinweisen kann. Ich lese gerade ein Buch darüber und erkenne mich darin absolut wieder.
    Aber wie Du stelle ich mir die Frage, was tun? Wenn sich eben keine Gefühle einstellen und es nie zu passen scheint? Das Buch rät, nicht zu viel auf Verliebtheitsgefühle zu geben, da diese ums zu den falschen Menschentypen führen, eigene Muster zu sehen und zu verstehen, und am Selbtwertgefühl zu arbeiten. Finde ich gar nicht so einfach und bin gespannt, was für Tipps hier andere für Dich / uns haben. Lg
     
  4. Liebe _mess,

    Nein, Deine Ansprüche sind nicht zu hoch. Es sind eigentlich die Ansprüche, die man am eine Beziehung stellen sollte.
    Hier kannst Du oft die Ergebnisse lesen, wenn man / frau Beziehungen eingehen, ohne dass es stimmig ist.

    Aber - das ist schwierig, braucht Geduld.

    Und ja, ich bin der Meinung, die meisten machen Kompromisse, Abstriche, tun sich zusammen, sobald es die Illusion einer halbwegs ausreichenden Passung gibt.
    Warum? Man möchte / kann nicht alleine sein, man kennt sich selbst nicht wirklich, die biologische Uhr tickt, Prestige, Versorgung - beidseitig.
    Viele gehen nach dem Motto lieber irgendeine Beziehung als keine.

    Du siehst die Fassade, Du siehst nicht, wie die Partnerschaft aussieht, und die schnellen Wechsel sprechen auch nichts Positives. Dann ist bei der Partnerwahl eine gewisse Beliebigkeit dabei, oder ein sehr geringer Anspruch.

    Bei einem Date, das als Extrem, hatte ich den Eindruck von seiner Seite - ich Mann, Du Frau, wir suchen beide einen Partner, also passt alles, tun wir uns doch zusammen.

    Du kannst Deinen Weg weitergehen, authentisch bleiben, aktiv und offen, so wie Du Dich hier zeigst. Und einfach darauf vertrauen, dass Dir der passende Partner begegnet. Suche, verkrampft, führt sowieso zu nichts Gutem.

    Oder Du machst Abstriche, findest jemanden, mit dem es soweit harmoniert, dass Du erstmal für eine gewisse Zeit Familie gründest, und irgendwann mit hoher Wahrscheinlichkeit als AE oder in einer ehelichen Zweckgemeinschaft weiter lebst.

    Aber ob Du damit zufrieden wirst?
     
  5. Nun, dazu gibt es eigentlich nur eines zu sagen:

    Wenn dir halt keiner gefällt, dann ist es eben so. Was willst du da machen? Du bist halt einfach nicht verliebt! Da kannste nur weiterwarten und hoffen, dass dir irgendwann im Leben jemand über den Weg läuft, bei dem sich das Gefühl dann doch mal einstellt. Wenn nicht, musst du damit leben. Erzwingen kannst du es eh nicht.
    Einfach so aus lauter Zwang, du müsstest jetzt eine Beziehung haben, weil man das in deinem Alter eben so macht, grenzt ja schon an Selbstvergewaltigung. Du musst dich auch nicht mit Menschen unterhalb deines intellektuellen Niveaus paaren, wenn du das nicht willst. Das solltest du wirklich lassen. Also heißt es für dich: weiterhin Geduld haben.
     
  6. Partnerwahl hat auch immer etwas mit Glück zu tun. Das merke ich immer, wenn ich meinen Mann mit den sonst so auf dem Singlemarkt befindlichen Herren vergleiche. Ich bin ein echtes Glückskind, dass ich ihn hab:)

    Aber das Glück ist recht launisch und nicht jedem hold. Vielleicht hast Du es irgendwann, vielleicht auch nicht. Einen Anspruch darauf hat man nicht - auch nicht im Hinblick darauf, den richtigen Partner zu finden.
    Sicherlich könntest Du jetzt die berühmten Abstriche machen, allerdings glaube ich persönlich nicht, dass man damit glücklich wird. Falls eine Beziehung nicht eine reine Zweckgemeinschaft sein soll, darf man selbst nicht den Eindruck haben, dass der Partner oder die Beziehung B-Ware ist.

    Genieße doch Dein Leben, so wie es jetzt ist. Nicht jeder Mensch muss das Lebensmodel Familie leben. Vielleicht ergibt sich bei Dir ein ganz anderes Model, mit dem Du glücklich wirst.
     
  7. Schwierig zu beurteilen, was sind denn Deine Ansprüche? Wenn Dich von den vielen Männern, die sich für Dich interessieren, keiner interessiert, was sind die Gründe? Sind es wirklich immer "fehlende Gefühle" ohne irgendwelche Ursachen? Intellektueller Überlegenheit kann man begegnen, indem man Partner sucht, die eben auch studiert haben, davon gibt es ja genügend.
    Ansonsten, gerade mit Familienplanung macht es kaum Sinn, zu große Kompromisse zu machen. Allerdings ist es für Familienplanung höchste Zeit, Beziehungserfahrung zu sammeln. Mit dem ersten Partner klappt das längst nicht immer und eine (irgendwann) 35-jährige ohne Beziehungserfahrung möchte auch nicht jeder Mann als Mutter seiner Kinder. Ich habe da eher negative Erfahrungen gemacht.
     
  8. Wie steht es denn mit Deinem Bindungsstil? Könnte es sein, dass Du eine Beziehungsvermeiderin bist? Es ist ja nicht so, dass sich Beziehungsvermeider keine Beziehung wünschen. Oft trifft sogar das Gegenteil zu. Wenn es aber dann ernst werden könnte, dann tun sich immer irgendwelche Hindernisse auf. Angefangen damit, dass man Makel am anderen findet, manchmal sogar eine gewisse Verachtung spürt oder eben einfach keine Gefühle zulassen kann bzw. empfindet. Das sind Schutzmechanismen der Seele, die man sich in schwierigen Zeiten angeeignet hat, um keine weiteren Enttäuschungen mehr zu erleben.

    Bei sehr kleinen Kindern wurden diese Verhaltensweisen bereits beobachtet, wenn sie keine verlässliche und vertrauensvolle Beziehung mit den Eltern führen konnten bzw. von ihnen "enttäuscht" worden sind. Das Thema heisst hier auch "Urvertrauen". Ist dieses geschädigt, dann leiden alle unsere späteren Beziehungen darunter.

    Kommst Du aus einer wirklich intakten und liebevollen Herkunftsfamilie? Denn dort lernen wir Beziehung. Was hast Du dort gelernt?
     
  9. Ich glaube ja, dass es heute mehr Langzeitsingles gibt, als man sich das vorstellen kann.

    Bindungsstärke und großes Nähebedürfnis waren auch nie meins.

    Es gab allerdings immer Phasen in meinem Leben, wo Frauen Schlange standen. Als ich gut verdient habe, durchtrainiert war, tolle Hobbies hatte und das sehr Lebensbejaend gewesen bin.

    Seit einpaar Jahren stehen sie nicht mehr Schlange. Aber mein Leben funktioniert heute auch gut ohne Beziehung.

    Und paradoxerweise je zufriedener ich damit bin und desto weniger mich das kratzt, wie es eben jetzt alleine ist, desto attraktiver wirke ich auf Frauen.

    Der Rat mit dem Selbstwertgefühl ist sicher richtig. Wie man sich im Inneren fühlt, das transportiert sich nach außen.

    Menschen, die man bei Aktivitäten kennenlernt, die diese glücklich machen, werden als viel attraktiver wahrgenommen.

    Das bedeutet aber auch umgekehrt, dass wenn man nicht nur mit einzelnen Aktivitäten sondern mit seinem ganzen Leben zufrieden und glücklich ist, die Chancen auf einen Partner rapide steigen.
     
  10. Wie Dana23 meine ich auch, dass es sich um Beziehungsvermeidungsverhalten handelt. Du würdest ja gerne eine Beziehung führen, kannst aber leider, leider nicht, weil Du nicht verliebt bist. Also bleibst Du noch ein paar Jahre alleine und hast dafür eine gute Rechtfertigung...

    Naja, 1. Du bist gut so wie Du bist... eine kluge, selbstständige Frau. 2. ich sehe keinen Leidensdruck. Nur weil alle nach 2-3 Monaten einen neuen haben, musst Du das nicht auch machen. Du bist nicht alle.

    Wenn Du irgendwann sagst, dass Du die Situation ändern willst, kannst Du Dich wie Dana23 in die entsprechende Fachliteratur, die es heute schon in jeder Buchhandlung gibt, einlesen. Oder Du machst ein paar Termine mit einem Therapeuten. Ein guter Therapeut kann Dir die Strukturen aufzeigen und Dir helfen, schneller einen Weg aus Deinen Strukturen zu finden.

    Du kannst für Dich überlegen, was für Dich "Beziehung" bedeutet, welches Männerbild Du hast. Vielleicht hat sich da eine bestimmte Sicht in Deinem Kopf festgesetzt, sodass Du ein Beziehungsleben mit einem Mann auch garnicht mehr als erstrebenswert siehst.

    Du kannst Dir überlegen, wie eine ideale Beziehung, ein idealer Mann für Dich aussehen müsste. Mach Dir da ein richtiges Bild (gemeinsame/getrennte Wohnung, Wochenendbeziehung, Fernbeziehung). Was würdest Du gerne mit Deinem Freund teilen, wann wäre es schön, einen Mann an Deiner Seite zu haben usw.

    Oft haben Menschen garkeine Vorstellung davon, was sie eigentlich in der Beziehung suchen.

    Und ich kenne es von mir in stressigen Zeiten, dass ich Flirts nicht erkenne und mich nicht verliebe, weil ich in meinem Beruf/Studium-Modus unterwegs war. Für das Verlieben brauchst Du eine gewisse Unbeschwertheit.
    Du verliebst Dich in Details, seine Lachfalten um die Augen, wie er beim Lachen schnaubt oder sich schüchtern ins Haar greift etc. Achte auf die Details, wenn Du Dich verlieben willst.
    Angeblich geht verlieben auch leichter, wenn Eure Herzen sowieso schon schneller schlagen, z.B. beim Sport oder in der Achterbahn.

    Aber wenn Du jetzt gerade in einer Phase bist, in der Du keinen Mann willst, dann ist das eben so.
     
  11. Hast du es schon mal mit Männern anderer Kulturkreise und Mentalitäten probiert? Der deutsche Mann bekleckert sich ja nicht gerade mit Ruhm in Sachen Flirten, Beziehung, Sex, Heirat oder Kinder.

    Für eine normal tickende Frau kann so ein Mann eine ziemliche Verzweiflung darstellen und sie kommt auch zu nichts mit so einem Mann.
     
  12. Für dein Problem gibt es nicht die allgemeingültige Antwort. Ich denke mir inzwischen, dass sehr viele Partnerschaften Zweckgemeinschaften sind. Das heißt, beide finden sich sympatisch, es passt im Umgang und irgendeine Verliebtheit ist am Anfang auch da. Eine wirkliche Liebe zu treffen und sie dann leben zu können, ist einfach nur Glückssache. Du weißt nicht, ob Du sie triffst, wann Du sie triffst und ob es dann der richtige Zeitpunkt bzw. die Möglichkeit da ist, diese Liebe auszuleben. Das Dilemma ist häufig, das beide füreinander etwas fühlen müssen, was natürlich einen, wenn es einseitig ist, dann auch nicht weiter hilft. Man kann es nicht erzwingen und es kann dir morgen passieren oder auch gar nicht. Deine Situation zu dem Thema ist also nicht untypisch.

    Deshalb gehen nicht wenige Leute den Weg, den ich am Anfang beschrieben habe. Das ist sicher nicht optimal, aber wenn man als Mensch eben Familie gründen oder einfach mit jemanden zusammen sein möchte, dann geht man vielleicht die 60 oder 70% ein. Die wenigsten warten ewig. Diese Partnerschaften können auf Dauer durchaus sehr angenehm für beide sein, aber ich habe immer wieder erlebt, dass dann nach einiger Zeit die Leute anfangen, fremd zu gehen oder sich wieder trennen. Alles, was nicht optimal oder gut ist, versucht man zu verbessern. Nicht umsonst werden viele Ehen geschieden und gibt es Ehen, die nicht gut laufen, weil die Erwartung anders ist als die Realität.

    Ich habe bei mir festgestellt, dass ich, je älter ich werde, weniger Kompromisse bei der Beziehungsanbahnung eingehe. Es bringt mich einfach nicht weiter und ist für den anderen auch nicht wirklich zielführend.In deinem Alter würde ich aber die Strategie ändern und erstmal ein paar Dinge ausprobieren. Da bist Du zwar später dran (habe ich zwischen 19 und 24 gemacht), aber das sind einfach Erfahrungen, die Du sammelst. Und eben nicht mit dem ultimativen Ziel, gleich den Mann fürs Leben zu finden. Der Vorteil ist, dass Du herausfindest, was Du dir nicht vorstellen kannst und was Du ganz gerne in einer Partnerschaft hast.
     
  13. Liebe mess! Warum wird eigentlich immer davon ausgegangen, dass mann/frau etwas falsch macht, wenn man länger Single bleibt? Schon mal auf die Idee gekommen, dass Du etwas richtig machst?
    Nämlich, dass Du bei Dir bleibst, Dir treu bleibst, alleine zufrieden sein kannst..und vielers mehr?
    Bleibe ruhig und gelassen, wenn es an der Zeit ist, kommt er schon, der richtige. Alles Liebe.
     
  14. Hi liebe _mess,

    Für mich liest sich das so, dass Du keinen guten Draht zu und für potentielle Partner hast. Warum auch immer!?

    Zugegebenermaßen, und für mich selbstverständlich, liege ich auch mal gerne voll daneben, aber ich bin ein sehr guter Beobachter, Hinhörer und Wahrnehmer. Aus meiner Sicht gibt es ausreichend potentielle Partnerinnen ohne wahllos und beliebig zu sein. Auch ist mir bewusst (gemacht) geworden, dass oft nichts für ewig ist. Also kein Beinbruch, wenn es schief geht.

    Es kann natürlich sein, dass Du noch nie einem Dir passenden Partner begegnet bist, aber ich halte das aus meiner Erfahrung für sehr unwahrscheinlich.
     
    • # 13
    • 30.11.2016
    • frei
    In unseren Genen ist es nicht angelegt, eine Paarbeziehung zu führen. Wir sind Primaten, die leben in Horden von einem männlichen Tier, das der Vater aller Jungtiere ist. Die gehören zu Horde, solange sei klein sind und eben die Mütter.

    Dann gibt es Herden ( vor allem grasende wie Ziegen, Rinder, Pferde, Antilopen aber auch jagende wie Wölfe oder Löwen, die nennt man Rudel ).
    Und es gibt Einzelgänger wie Bären oder Tiger.
    Und ja, es gibt ein paar wenige Spezies, die paarweise leben und zwar lebenslang und monogam. Das sind meines Wissens alles Vögel ( Schwäne, Papageien, Pinguine ).
    Wir sind keine Schwäne, wollen aber so leben.
    Warum ?

    Dass wir erwarten, der monogame Partner solle uns auch noch glücklich machen ist sehr neu. Keine hundert Jahre ist diese Erwartung alt.

    Ja, es ist in unserer Gesellschaft üblich, die monogame, lebenslange, glücklichmachende Paarbeziehung anzustreben.
    Es ist ein künstliches Modell, das die Natur für uns nicht vorgesehen hat.
    Und es existiert auch kaum.
    Was du an Beziehungen siehst, ist möglicherweise oft nicht so.

    Frage: warum kommt nur dieses Modell für dich in Frage ?
    Offenbar paßt es nicht zu dir, was ich weniger erstaunlich finde, als es bei vielen zu passen scheint.

    Du willst nicht allein sein am Abend ? Nun, dann ziehe mit einer anderen Frau in eine WG.
    Du willst ein Kind ? Nun, als Frau hat man das Glück, das auch allein zu schaffen.
    Oder du bist ein Einzelgänger und dann wirst du eben allein glücklich.

    Du mußt keinen Ehemann haben.
    Du mußt gar nichts.
    Wir haben das unfassbare Glück, in einer Gesellschaft zu leben, in der ohne Stigmatisierung viele Lebensformen möglich sind.
    Das ist Glück und das ist Freiheit.
    Wir sind so frei wie nirgends sonst auf der Welt und wie zu keinen Zeiten davor.

    w 49
     
  15. Mit Dir stimmt alles. Ich vermute Du siehst süß aus und läufst gut gekleidet rum (weiter so). Kann sein, daß es halt Pech ist - nicht jede Frau wird ihren Prinzen finden außer im Märchen.

    Mache was Interessantes für Dich ohne einen Mann im Kopf und verabschiede Dich von der Idee mit 30 unbedingt Kind und s'Häusle zu haben denn das ist kontraproduktiv und kaum machbar ohne Abstriche im Aussehen oder/ und Charakter des Mannes.

    Ich habe schon Frauen in meiner Clique gesehen, da wurde wirklich alles mitgenommen wenn die Kasse stimmte. Der Charakter konnte von langweilig bis extrem mies sein und es zählte nur der Status in einer Beziehung/ Ehe zu sein.

    Glatzköpfiger Schichtarbieter - kein Problem. Ein Mann mit einer Erbkrankheit - auch okay. Extrem dünn oder dick - Augen zu und durch.

    Dabei waren es fast alles studierte, gutaussehende Frauen mit teilweise tollen Figuren, blonden Haaren, mehrsprachig, mit guten Jobs.

    ABER : Eine Bekannte sagte mir, daß sie jetzt unterschwellig aggressiv geworden ist, weil sie so sauer ist, daß kein besserer aufgetaucht ist und sie jetzt im Gasthof der Schwiegermutter aushelfen muss, obwohl sie studiert hat.
    Sie hat sich verspekuliert, denn der Ehemann hat den Gasthof nicht verkaufen wollen und hört bis heute auf Mutti statt Ehefrau (beide hassen sich).

    Also, fühle Dich mehr als verstanden von mir - Kopf hoch und sei stolz auf deine Ansprüche.

    Pflege Deine Seele und den Körper auch ohne einen Mann . Gehe aus und lass Dich bewundern gerade als Single.
     
  16. Für mich klingt es auch sehr stark nach Beziehungsvermeidung. Vielleicht solltest du mal ein Buch zum Thema Bindungsstil lesen und wahrscheinlich wirst du dich dort wiedererkennen.
    Ich kenne auch ein paar solche Dauersingles und denke, dass das Problem relativ weit verbreitet ist.
    Bis vor einer Weile habe ich mich selbst noch dazu gezählt. Mir war nie jemand gut genug oder erschien mir überhaupt nicht passend, genau so wie du es beschreibst. Ich habe dann "Jein" von Stefanie Stahl gelesen und mich wirklich in allen Hinsichten angesprochen gefühlt. Es hat meine Sichtweise auf Männer und Beziehungen schon verändert.
    Heute bin ich auch noch kritisch und würde niemals eine Beziehung eingehen, wenn ich das Gefühl habe, dass es einfach nicht passt. Aber mir ist klar geworden, dass vieles auch Selbstschutzmechanismen sind.
     
  17. Also ich bleibe keinen Tag bei einer Frau, wenn ich das Gefühl habe, es passt nicht, da ich mir komisch und falsch vorkommen würde, und ich hätte das Gefühl, ich würde sie für meine Defizite und Lieblosigkeit mißbrauchen!
    Das nächste, was andere machen intetessiert mich im Gegensatz zu dir nicht! Dadurch machst du dir unnötiger, negativer und falscher Druck! Und wer nach Trennung schon nach 2-3 Monate wieder in Beziehung ist, der hat schon ein heftiges Problem mit, nicht alleine sein können, was sicherlich weitere Folgen haben wird!
    Meine Ansprüche sind ganz bewusst sehr hoch, von Anfangskompromissen halte ich absolut nichts, sie werden sich später rächen! Dein Problem, du kannst nicht warten und du denkst an Kinder, hast genügend Zeit und kannst dein Singlleben nicht bewusst und positiv genießen! Hier schreibt ein glücklicher Singl, der oft in unglücklicher Beziehung war, wie so viele es sind. Viele Menschen bleiben lieber in unglücklicher Beziehung statt im glücklichen Singlleben! Nach dem Motto: lieber in bekannter Hölle statt im unbekanntem Himmel sein! Mein Tipp: ändere deine Einstellung!
     
  18. Hier wird immer gern sofort pathologisiert. Ein Mensch, der sich eine Beziehung wünscht und auch Schritte in diese Richtung unternimmt, ist sicher nicht klassisch bindungsgestört.

    Ich kenne das Problem aber auch. Finde durchaus einige Männer attraktiv, wenn ich sie flüchtig kennenlerne - häufig entpuppt sich bei näherem Hinsehen aber das eine oder andere Hindernis, wie z. B. krasses Bildungsgefälle, Ansichten oder Familienstatus. Die Gründe differieren.
    Fallen diese Hinderungsgründe weg, gefällt mir meist das Äußere nicht, und ich kann mich einfach nicht zwingen, mit einem Mann intim zu werden, den ich nicht attraktiv finde, egal wie gut es sonst passen mag.
    Bin früher durchaus bei dem Versuch, etwas das nicht passt, passend zu machen, auf die Nase gefallen, und würde es heute nicht mehr tun - einfach aus Selbstschutzgründen und weil ich keine Zeit in Beziehungen investieren möchte, die zum Scheitern verurteilt sind. Bindungsgestört bin ich nach mehreren Langzeit-Beziehungen sicher nicht, sondern hab nur ein gewisses Beuteschema, das das Gros der Männer auf dem Markt einfach nicht erfüllt.

    Ich denke, bei dir ist es wahrscheinlich auch einfach eine Sache des Beuteschemas.
    Bildung scheint ein zentrales Thema zu sein, was ich gut nachvollziehen kann. An den üblichen Orten (Disco, Bar, Sportverein etc.) sucht man hier häufig die Nadel im Heuhaufen.
    Ich würde dir daher raten, dein Beuteschema sehr genau zu durchdenken und dich gezielt an Orte zu begeben, wo passende Männer in hoher, und weniger passende in niedriger Anzahl vertreten sind.
     

  19. Starker Tobak finde ich. Es gibt eine ganze Menge Säugetiere die auch monogam leben. Und wir sind soziale Wesen. Wenn wir schon keinen dauerhaften Partner haben, dann wenigstens ab und zu einen. Nahezu jeder Mensch sehnt sich ab und zu nach Nähe und Wärme. Ich glaube nicht, dass der FS so ein Teilbeitrag was nutzt.

    Beim Rest gehe ich mit. Ich lebe jetzt in meinem eigenen Haus in einer WG. Das ist nicht immer einfach, aber ich finde es besser als völlig alleine. Mit ging es übrigens bis in die späten 20er ähnlich. Hatte keine wirklich Beziehung. Danach was ganz kurzes. Dieses Kurze hat deutliche Wesensveränderungen mitgebracht. Da ist dann der Knoten geplatzt. Warum auch immer. Eine Idee wäre von mir, mal Therapeuten nach der Außenwirkung zu fragen. Freunde sind da oft wenig hilfreich.

    Alles Gute

    M46 seit 1,5 Jahren wieder single
     
  20. Warum du Single bist und auch bleiben wirst? Ganz einfach - du interessierst dich nur für dich selbst aber nicht für andere Menschen. Das merken die anderen und du merkst es unterbewusst auch.
    Nicht jeder ist für eine Beziehung geschaffen und du gehörst vermutlich dazu, darum gräme dich nicht weiter sondern realisiere es und baue dir dein Leben dementsprechend auf. Kinder kann man auch durch künstliche Befruchtung im Ausland bekommen.
     
  21. Also, ich denke nicht, daß der schwarze Peter bei der FS liegt und sie sich Sorgen machen muss wegen Beziehungsvermeidung. Für mich klingt ihre Einstellung vernünftig.

    Apropos, jeder denkt ein Stück weit an seine Vorteile wenn er eine Beziehung angeht. Vor allem kenne ich das von männlicher Seite.

    Um ein Beispiel zu nennen: auf die Frage nach der großen Liebe sah mich mein Exfreund als wäre ich verrückt. Er hält von solchen romantischen Vorstellungen gar nix.

    Was für ihn zählte bei seiner neuen Freundin waren laut eigener Aussage:

    1. daß SIE ihn überhaupt ansprach, weil er viel zu schüchtern ist und lieber Frauen das Risiko der Abfuhr überläßt

    2. sie noch Jungfrau war und er mehr Mut dadurch hatte als bei einer Frau in seinem Alter

    2. der große Altersunterschied von 17 Jahren - zum Prahlen vor Sportkumpels und als Fruchtbarkeitsbeweis, (ich denke, vielleicht auch als Vorsorge im Alter)

    3. die Aussicht aus der Wohnung seiner dominanten Schwester endlich ausziehen zu können

    4. sich spottbillig in einer Studentenwohung einzurichten, weil Freundin sofort schwanger geworden (nach 3 Dates!)

    5. Steuervorteile bei evtl. Heirat

    6. endlich wieder Sex nach 7 langen Jahren der Dürre

    7. weil er mit 40 nicht alleine bleiben wollte

    Ich war von seinem Zynismus so erschlagen, daß ich den Kontakt einstellte und ihn als Freund blocke.

    Allerdings bestärkte er mich mit dieser berechnenden Aufzählung wie richtig und klug es von mir gewesen war ihn zu verlassen.
     
  22. Liebe _mess,
    ich (w, fast 26) befinde mich in einer sehr ähnlichen Situation und kann daher sehr gut nachvollziehen wie du dich fühlst (wie sagt man: geteiltes Leid ist halbes Leid). Meine Beziehungserfahrung beschränkt sich auf 1 Beziehung für 2 Jahre, bei der ich anfangs Abstriche gemacht habe und was dann auch nicht gut ausgeganngen ist. Einfach weiter abzuwarten ist ziemlich unbefriedigend, aber viel machen kann man da auch nicht (außer aktiv in Partnerbörsen zu suchen und solche Dinge wenn alle Stricke reißen). Ich finde den Ratschlag von Tomyi ziemlich gut, mal in sich zu gehen und genau zu überlegen was für einen Partner man will, evntl hilft es was wenn man sich ein klares Bild verschafft. Ein zu genaues Bild zu haben ist aber wahrscheinlich auch kontraproduktiv. Ansonsten.. haben wir wohl einfach nur Pech.
    Gruß
     
    Moderationsanmerkung: Beitrag wurde durch einen Moderator editiert
  23. Liebe Mess, ich glaube nicht, dass du einen Schaden hast. Und deine Ansprüche scheinen mir nicht übertrieben zu sein. Ich verliebe mich sehr sehr selten und kann deine Frage absolut nachvollziehen.

    Wie @frei richtig ausführt, gibt es - dem Himmel sei Dank - verschiedenste Lebensmodelle. Du bist nicht fixiert auf eine vorgegebene Form. Für ein Kind brauchst du nicht zwingend einen Mann.
    Das hat mich auch immer ernsthaft gewundert. Ich bin grad unlängst der Antwort auf dieses Rätsel glaub auf die Spur gekommen. Ich erzählte einer Freundin, die jeweils auch immer im Nullkommanix einen neuen Mann hat, dass ich ein Date habe. Sie fragte mich am nächsten Tag, wie es war. Nun, sagte ich, er ist echt nett und sieht gut aus, aber das ist nichts. Sie verstand überhaupt nicht, was ich meine. Echt nett und gutaussehend, das sei doch grossartig! Ob er komische Ansichten habe? Nein. Ob er sich merkwürdig verhalten habe? Nein. Ob er langweilig sei? Nein. Was mir denn genau nicht passe? Nichts passe mir nicht, sagte ich, aber in den Mann werde ich mich nicht verlieben. Sie war fassungslos.

    Da ich nicht der geborene Single bin, vertreibe ich mir zuweilen die Zeit bis zu einer neuen Liebe mit einer netten Affäre. Aber auch da muss ja so einiges stimmen, das findet sich auch nicht an jeder Strassenecke.

    Frau 50
     
    Moderationsanmerkung: Beitrag wurde durch einen Moderator editiert
  24. Aber nicht doch. Das ist in Wahrheit zwischen beiden Geschlechtern genau ausgeglichen. Wenn Frauen meinen, sie würden höheren, selbstlosen Idealen folgen, indem sie eine für beide Seiten befriedigende, glückliche Liebesbeziehung anstreben, dann befriedigen sie damit im Kern auch nur ihre eigenen Fortpflanzungsinteressen – bzw. die ihrer Gene – auf optimale Weise.

    Das entsprechende männliche Verhalten erscheint nur deshalb egoistischer, weil die oberflächliche Alltagswertung anhand der geltenden Moral vorgenommen wird, die äußerst Frauen- und kinderfreundlich ist – was, nebenbei bemerkt, bei dem höheren biologischen Wert der Frauen für die Gattung auch kein Wunder ist.
     
  25. Also, soviel psychologische Tiefe vermute ich bei meinem Ex nicht, Schnov. Da war grundsätzlich pure Verzweifelung nach 7 Jahren toter Hose und berechnende Logik im Spiel da er keinen guten Verdienst hat - und vielleicht noch eine Krankheit aber davon schreibe ich hier nicht.

    Was mich aber immer erstaunt ist, ob die Zyniker dann zufrieden werden mit dem was sie sich so hinterhältig erbeutet haben?

    Wie sieht die Intimität aus mit einem Partner der die 4. Wahl ist?

    Ich plädiere immer noch für Stolz und (realistische) Ansprüche in Beziehungen und dem Dating, besonders bei Frauen.

    Denn im schlimmsten Fall ein Kind als Folge mit einem Mann der die 4. Wahl war, ist katastrophal.
     
  26. Moin,
    ich möchte an einmal einen etwas anderen Ansatz in den Raum werfen, insbesondere da einige der hier vorgetragenen Thesen kontrproduktiv sein könnten.

    Das in der Eröffnung beschriebene Verhalten entspricht nämlich großteilig dem von der Verhaltensökonomie beschriebenem Normalverhalten.
    Dieses besteht, verkürzt beschrieben, aus drei Instanzen:
    1. Der Mensch hat ein Bedürfnis, welches wiederum beliebig sein kann (Wunsch nach, Nähe, Liebe, Sex etc.)
    2. Der Mensch trifft auf einen anderen Menschen, dem der Mensch die Fähigkeit das Bedürfnis zu befriedigen zuschreibt.
    3. Der Mensch evaluiert im Rahmen der eigenen Wahrnehmung ob er den anderen Menschen zwecks Bedürfnisbefriedigung dominieren kann oder ob der andere Mensch als zu dominant dafür wahrgenommen wird. Kann das Objekt dominiert werden kommt es nicht zur "Liebe/Verliebtheit", sondern zur Abschöpfung. Ist der Mensch in seiner Wahrnehmung aber der unterlegene Part kommt es, sofern besagter Mensch das Bedürfnis nicht verleugnet, zur Liebe.

    Diese empfundene Machtverhältnis unterliegt natürlich einem ständigen Wandel, was aus Freunden Liebende machen kann und aus Liebenden zwei völlig entfremdete Menschen.

    Hinsichtlich der in diesem Thread eingangs geschilderten Situation ergeben sich im Rahmen dieser Theorie folgende Handlungsmöglichkeiten:
    1. Sich bewusst nach Menschen machen die im eigenen Wertekanon über einem stehen und damit eine höhere Wahrscheinlichkeit haben als der dominante Teil wahrgenommen zu werden.
    2. Sich weiter mit den Menschen auseinanderzusetzen die zwar interessant sind aber bisher keine Liebesreaktion ausgelöst haben, da sich das wahrgenommen Machtverhältnis bei länger und tiefer werdenden Bekanntschaften radikal ändern kann.
    3. Mit dem bisherigen Status Quo des eigenen Lebens brechen und die eignen Komfortzonen verlassen und sich mit Aspekten, Tätigkeiten oder Themen auseinandersetzen in denen man keine Stärken aufweist und sich schwach fühlt.
     
  27. @_mess
    Man kann als Single auch glücklich sein. Desto älter man wird desto höher steigen halt die Erwartungen. Der Nächste muss halt "perfekt sein".

    "- eigentlich habe ich nur den Anspruch, dass Wellenlänge und Gefühle stimmen.." und er muss attraktiv sein und arbeitslos sollte er jetzt auch nicht sein. Datet einfach weiter, nehmt euch den Druck der Nächste muss halt passen, geht euren Hobys nach und lernt neue Leute kennen. Desto ungezwungener ihr neue Leute und neue Männer kennenlernt, desto höher sind eure Chancen einen eigentlich passenden Mann nicht gleich auszusortieren.
     
    Moderationsanmerkung: Ein reines Kommentieren von Antworten wird gelöscht. Vielen Dank für Ihr Verständnis.
  28. Da bin ich anders als du, liebe FS.
    Ich könnte nur mit einem Mann zusammen sein, in den ich so richtig verliebt bin.
    Das Dumme ist nur: Die wenigen Männer, in die ich je (heimlich) verliebt war, bekam ich nie.

    Deswegen bin auch ich ewiger Single - zum Glück gar nicht mal so unglücklich (es sei denn, ich bin hoffnungslos verliebt. Dann leide ich fürchterlich).

    Vernunftbeziehungen oder dieses "Hauptsache man hat einen"-Denken macht doch auf Dauer auch nicht glücklich. Ich könnte das gar nicht.
     
  29. Liebe FS
    Die Zahl der Langzeitsingles ist hoch. Es gibt vermutlich viele verschiedene Gründe, die ineinander greifen:
    - Es haben vielleicht mehr Menschen Bindungsstörungen, weil sie von Kriegsgenerationen erzogen wurden oder ein ökonomisches Umfeld sie zu maximaler Flexibilität und Gewinnmaximierung trainiert
    - Es gibt viele gebildete Single Frauen und wenig gebildete Single Männer, da die gebildeten Männer tendenziell "down daten" und rasch vergeben sind
    - Es gibt mehr Männer, die gar keine feste Beziehung mehr anstreben, weil Sex einfacher zu erhalten ist als früher
    - Es existieren verschiedene Rollenvorstellungen und Werte nebeneinander, so dass sich die Menschen zunehmend unsicher fühlen, wer sie sind/sein wollen und wie die Regeln von Annäherung, Kennenlernen sind. Zudem können immer mehr Unstimmigkeiten, wie das Leben zu gestalten sei, auftreten
    - Es gibt weniger Gründe, sich auf eine Zweckheirat einzulassen oder sich an jemanden zu binden, den man nicht liebt
    - Liebe ist ein Ideal, unsere tatsächlichen Gefühle manchmal durchaus komplexer
    - Wir sind als Gesellschaft vielleicht insgesamt unverbindlicher, kälter, egozentrischer und räumen der Liebe einen niedrigen Stellenwert ein
    Und so fort. Eine kleine Liste von mir, mittlerweile Langzeitsingle
     
  30. Ich denke, wer ernsthaft eine Beziehung haben möchte, muss zu Kompromissen bereit sein. "Perfekte" Männer gibt es kaum, ein echtes Problem für Frauen, die natürlich alle perfekt sind.
    Spannend finde ich, dass sich die Single-Frauen hier wohl in erster Linie in Männer verlieben, die sie nicht haben können. Das erklärt die ständigen "Mein Geliebter verlässt seine Frau nicht"-Fragen.

    Das kann man auch rumdrehen. Die gebildeten Singlefrauen möchten nach wie vor "updaten" und dann wird die Luft sehr dünn. Vielleicht müssen sich auch Frauen daran gewöhnen, dass das nicht funktioniert. Die gebildeten Singlefrauen sind sonst sicher die Verliererinnen im Privatleben. Die Ansprüche wachsen mit der Bildung, wenn ich hier so mitlese, das eigene "Angebot" wird als perfekt eingeschätzt, stößt aber auf keine Nachfrage. Sind Ansprüche zu hoch, dann bleibt Frau eben alleine.

    Ja, Sex als Grund für eine Beziehung fällt langsam raus. Zum Glück. Liegt es vielleicht auch an der Frau, wenn ("alle") Männer sie "nur" für Sex wollen? Oder an den Frauen, wenn Männer keinen Wert mehr auf dauerhafte Bindungen oder gar Heirat legen? Gerade ab Mitte 40 haben Männer genauso ihre Erfahrungen hinter sich wie Frauen.
     

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