1. Erfahrungen als Zweitfrau

    Hallo,
    ich hätte gerne gewusst, ob es hier jemand Erfahrungen hat, wo sich der Mann für die na ja, ich hasse dieses Wort :), Affärenfrau entschieden hat und wie es dann weiterging. Wie ist das mit der Familie gelaufen, mit den Kindern, wie ging es dem neuen Paar dann zusammen, welche Schwierigkeiten sind aufgetreten, welche Fehler sind gemacht wurden, gab es Schuldgefühle und hat es dem neuen Paar geschadet oder eher den Rücken gestärkt gemeinsam sich da durchzukämpfen? Wäre schön wenn Männlein und Weiblein aus Ihrer Sicht etwas von Ihren Erfahrungen zu berichten haben. Vielen Dank.
     
  2. Die Seite wird geladen...

  3. Da gibt es mehre Geschichten, die ich erzählen könnte.

    Immer aber ging es viel Leid auf allen Seiten einher;
    am Besten kam fast immer der oder die Betrügerin weg. Leider.

    Doch auch diese Betrüger hatten einzustecken, denn sie waren angreifbar, wenn früher oder später die Kinder das Vertrauen verloren, welches sie fast nie wieder richtig herstellen konnten,
    oder der Betrüger sich sich so an seine "Zweitfrau" gewöhnt hatte, dass er es kum verwinden konne, als sie sich trennte.

    Eines habe ich aber festgestellt:

    Betrüger betrügen notorisch, egal ob Mann oder Frau. Von Einmalbetrügern habe ich nie etwas gehört.

    Die Betrogenen und auch die "Zweitfrauen" leiden immer,
    und auch am Meisten.
     
  4. Ich habe eine Freundin, die Zweitfrau wurde. Er hatte schon 2 Kinder mit seiner Frau, sie hatten jahrelang eine Affäre, dann ist sie weggezogen, weil er sich nicht für sie entscheiden konnte und er hat sich dann doch von seiner Frau getrennt.
    Inzwischen sind sie ins Ausland gezogen und haben ein Kind. Sie hätte gerne 2-3 Kinder gehabt, aber da er schon 2 aus erster Ehe hatte, hat er ihr nur eines zugestanden. Denke, sie sind happy. Die Erstfrau ist natürlich die Dumme.
     
  5. Ob eine "Affäre" eine bleiben kann und nur dem gegenseitigen Wunsch nach Sexualität entspricht, hängt von den Erwartungen und auch der Offenheit der Beteiligten ab. Jemand, der sich eine Bindung mit Zukunft wünscht, ist schlecht damit bedient. Jemand, der statt Sex Liebe sucht, ist mit einer Affäre ebenfalls falsch beraten. Wenn tiefere Gefühle als bloßes Begehren oder Verlangen entstehen, braucht es Klärung um die Gewichtung dieser Gefühle bei beiden Partnern abzuklären. Werden sie umfänglich erwidert vom anderen, kann aus einer Affäre eine Partnerschaft werden und es kann auch eine gemeinsame Zukunft geben, weil die Voraussetzungen dafür vorhanden sind, weil beide es wollen.
    Es gibt viele Partnerschafts-Lebensmodelle, auch die der offenenen Beziehungen oder auch das der Polyamorie, indem ALLE Beteiligten in die Beziehungen untereinander, auch mit den Zweitpartnern, einbezogen werden. Das erfordert natürlich eine große Toleranz von allen Seiten. Wohl gemerkt, es sind alles nur Möglichkeiten und Modelle. Wichtig ist, sich bei einer Affäre bewusst zu machen, dass der andere gebunden ist oder man selbst eben auch und eventuelle Eifersucht zu erkennen und zu überwinden zu lernen. Dem anderen geht es nicht wohler, wenn man seine Bindungen schlecht redet oder ein Besitz- /oder Machtverhalten an den Tag legt. Die Begriffe "Erstfrau" "Zweitfrau" siedele ich in der Vielehe an. Da sind wir ja noch nicht angekommen. Liebe Grüße, sagt die Sam.
     
  6. Nicht wirklich. Und ich kenne wirklich viele Affären, da es einige gar nicht mal mehr verheimlichen. Das einzige, was ich erlebt habe, dass solche Männer unverbindlich sehr lange zu halten sind, weil sie sich so nicht anstrengen müssen, jede Woche einen ONS zu suchen und zudem Geld fürs Bordell sparen.
     
  7. ich kenne privat nicht viele getrennte Ehepaare. Bei den Zweitbeziehungen blieb immer ein Makel oder ein Minus im Vergleich zur ersten Ehe und wenn es nur an den Finanzen lag, weil an den Expartner und die Kinder hohe Zahlungen geleistet werden müssen, während der Trennung das Geschäft leidete usw.

    Es kommt sicher darauf an, wie korrekt sich der Betrüger verhalten hat, wie sich das Paar trennt, ob gemeinsame Kinder da sind usw.

    Die neue Frau wird häufig von Ex, Kinder und Schwiegereltern als Eindringling gesehen, selbst wenn sie nicht der Trennungsgrund war und erst Jahre nach der Trennung die Beziehung beginnt.

    Sollte es eine schwere Scheidung werden, wird sich auch der betroffene Mann verändern. diese anstrengende Phase zerrt an ihm
     
  8. Drei Fälle:

    Die Schwester meiner Freundin hatte ihren inzwischen verheirateten Jugendfreund wiedergetroffen und mit ihm "was angefangen". Er hat sich dann aus der ohnehin nicht intakten Ehe getrennt. Ich würde das aber nicht als Affäre bezeichnen, da seine Ehe ordentlich zerrüttet war und eine Trennung sicher auch so gekommen wäre. Außerdem waren beide richtig verliebt, mit 18 oder 19 schon zwei Jahre ein Paar. Für beide war klar: "Ganz oder gar nicht". Diese Entscheidung ist innerhalb weniger Wochen gefallen, ohne das einer von beiden irgendwie manipuliert hat. Es war für beide die einzige Möglichkeit zusammen zu sein, eine heimliche Affäre einzugehen, wäre für die Schwester meiner Freundin nie in Frage gekommen. Er hatte immerhin so viel Respekt, zu ihr und seiner damals Nochfrau ehrlich zu sein. Obwohl die ehe mit Sicherheit ziemlich zerrüttet war, war es für keinen leicht, da er zwei Kinder hat. Die Schwester meiner Freundin verzichtete ihm zu Liebe auf eigene Kinder, obwohl sie sehr gern wenigstens ein Kind gehabt hätte. Beide sind Ende 40, haben zusammen ein Haus gebaut, jetzt ca. zehn Jahre zusammen und irgendwie beschleicht mich das Gefühl, so richtig zufrieden ist er nicht. Sie ist eine durchschnittlich attraktive, aber tolle, positive Frau. Die Anfangsverliebtheit und das Begehren scheinen verflogen, er scheint still Bilanz zu ziehen und sich umzusehen... Beide sind jetzt Ende 40, haben zusammen ein Haus gebaut.

    Die beiden anderen Fälle sind fast gleich:

    Die Männer hatten Affären. Der Ex meiner Freundin eine Daueraffäre, sie hat es lange gespürt, mehrfach nachgefragt, er hat ihr ins Gesicht gelogen bis sie Fakten herausfand und sich trennte. Er trauert ihr bis heute hinterher, tat sich sogar noch leid, hat bis heute nicht wieder ein so attraktive und lebenslustige Frau gefunden, blieb bis heute bei seiner Geliebten, lässt sich dennoch nicht auf was Verbindliches ein, sie bleibt zweite Wahl.
    Der andere Mann hatte eine superhübsche, liebenswerte, beliebte und angesehene Frau. Spätestens als das gemeinsame Kind erwachsen wurde, bändelte er jedoch zunehmend hinter ihrem Rücken mit Allen an, die nicht bei drei auf dem Baum waren. So als ob er das für sein Ego brauchte. Als sie das rausfand, trennte sie sich, litt sehr unter dem Vertrauensbruch, fand aber ganz schnell einen besseren Partner. Auch er hat bis heute keine bessere Frau gefunden und trauert ihr nach.
     
  9. Also entschieden hat mein Ex sich für seine Affäre nicht wirklich. War nun mal praktisch weil er gleich bei ihr einziehen konnte nachdem ich ihn rausgeschmissen habe. Das ganze dauerte dann noch ein knappes Jahr bis er sie auch betrogen hat. Ich kenne aber auch den Fall wo sich der Mann innerhalb kürzester Zeit von seiner Frau getrennt hat und nun schon viele Jahre glücklich mit der neuen Partnerin ist.
     
  10. Die Anzahl der Pro- und Contra-Antworten in diesem Forum entspricht nicht der statistischen Realität. Erhoffst Du Dir nun ein paar "Hey, der tolle Mann hat seine Alte sitzen lassen und sich für mich entschieden - alles tiptop"-Antworten, damit Du illusorische Hoffnungen bekommst?

    Richtig. Das wollen die Affärenfrauen jedoch nicht sehen, sie halten sich selber für "die Bessere" und die Ehefrau für "die Böse" und den Mann für "den tollen Mann".

    Geradlinige Menschen beenden eine Beziehung, wenn diese tot ist.

    @FS: Jeder Frauenkörper ist nach x Monaten Beziehung bekannt und nicht mehr die interessante neue Abwechslung.

    m, 39
     
  11. Hier werden schon in der Fragestellung Definitionen durcheinander geworfen.
    Für eine Affäre trennt man sich nicht - das ist Warmwechseln.

    Zweiteres geschieht in der Regel innerhalb der ersten Monate des Kennenlernens. Zuerst wird die neue Alternative geprüft, denn man will sich ja nicht verschlechtern.

    Mir persönlich ist kein Fall bekannt, nach dem sich einer der Affärenpartner nach einem längeren Zeitraum schlussendlich doch getrennt hat. Jedenfalls nicht freiwillig. Rausgeworfen, nachdem die Affäre aufgeflogen war, und sich von der Affäre auffangen lassen kam durchaus vor, auch längere Verbindungen incl. Heirat sind daraus hier und da entstanden.

    Glücklich kam mir keines der Paare vor. In einem mir bekannten Fall ging der Mann bald wieder fremd.

    Die Warmwechsel, die ich so erlebt habe, verliefen mal so, mal so.
    Wo kämpft man sich denn durch, wenn man einem Menschen den Partner ausspannt, ggf. eine Familie zerstört? Das klingt für mich wie Jammern auf hohem Niveau.
    Hätte der scheidende Partner sich anständig getrennt und alle Dinge geregelt, bevor er sich ein neues Nest sucht, wäre es in den allerwenigsten Fällen zu Grabenkämpfen gekommen. Auch Familien und Kinder akzeptieren dies in der Regel nach einer gewissen Zeit, wenn der Mensch sich anständig benimmt.

    Dass Expartner, Kinder und Familie sich bei Warmwechsel säuerlich gegen den neuen Partner benehmen, ist absolut nachvollziehbar und entspringt der Missbilligung des Verhaltens beider Beteiligter.
    Geliefert wie bestellt, würde ich sagen, und wenn dies dann die neue Beziehung belastet, dann hält sich mein Mitgefühl ehrlich gesagt in engen Grenzen.
     
  12. Es ist sicher nicht in allen Fällen so, aber grundsätzlich kannst Du sicher im Regelfall davon ausgehen, dass die Chance, beim nächsten Mal selbst die Betrogene zu sein, sehr hoch ist.

    Vor 1-2 Wochen gab es einen männlichen TE, dessen Ehefrau in jetzt betrügt - inzwischen ist es immerhin ein "offenes Thema" bei ihnen und nicht heimlich. Die Beiden hatten zuvor jeweils Partner, diese miteinander betrogen, sich irgendwann von den Partnern getrennt, um zusammenzukommen und jetzt betrügt sie ihn.
    Da haben sich beide von ihren Partnern getrennt, nachdem sie sie allerdings schon betrogen hatten, aber treu war zumindest die Frau dann künftig trotzdem nicht.

    Fremdgehen ist für mich ein großes charakterliches Defizit,so dass ich mich auf so jemanden nicht einlassen würde; allerdings ebenso wenig auf jemanden, der Ehefrauen/Männer und Scheidungen "sammelt", denn da scheint es entweder an Zuverlässigkeit und Treue oder jedenfalls Menschenkenntnis zu mangeln.

    Nicht zu vergessen, dass Du als ehemalige Affärenfrau, selbst wenn Du mal "Erstfrau" werden solltest, davon ausgehen kannst, dass hinter Deinem Rücken nie positiv über Dich geredet werden wird und Du ggf. immer einen schweren Stand im Freunde- und Familienkreis haben wirst.
     
  13. Ich habe selbst keine Erfahrung mit dieser Situation. Gebundene Männer lösen in mir nichts aus. Schon wenn ich merke, dass diese mit mir flirten, finde ich es armselig.
    Aber eine Freundin hat seit ca. zwei Jahrzehnten eine Affäre mit einem verheirateten Mann. In dieser Zeit hat er sogar Kinder mit seiner Ehefrau bekommen. Meine Freundin kommt damit zurecht, weil sie gar keinen Alltag mit einem Mann will. Traurig war nur, dass er ihr in einer Notlage nicht geholfen hat. Da liegen die Prioritäten eindeutig bei der Familie. Solche Momente sind bitter.
    Die meisten Männer entscheiden sich nicht für die Affärenfrau. Und wenn, dann wird auch diese später betrogen.
     
  14. Ich war leider selber Opfer von so einer Konstellation. Ich wurde verlassen für eine andere Frau. Mein Mann sagte, dass er ohne sie nicht mehr leben könne. Er sagte er würde alles für diese Frau tun. Er hat sie geliebt und er sagte Er habe sehr viel investiert und nicht mehr zurück rudern wollen/können". Soweit so gut.
    Wir haben uns getrennt und er ist ausgezogen. Mein Sohn, damals 14 Jahre alt hat ihm gesagt: "wir waren glücklich Papa, bist du sicher, dass du alles aufgeben möchtest?" Er hat seine Frage unbeantwortet gelassen und ist gegangen und es hat exakt 1 Tag gedauert, bis er weinend und reumütig zurückgekommen ist. Es gab dann mehrfach solche hin und her Aktionen aber letztendlich hat er es geschafft und ist zu ihr gezogen. Sie haben 1,5 Jahre zusammengelebt aber glücklich waren sie zusammen nicht. Die Böse Ehefrau diente nicht mehr als Emulgator und der Zauber einer Affäre verflüchtigte sich sehr schnell und blieb nur einen Alltag übrig, der nicht mitspielen wollte. Es endete genauso wie es begann. Die gute Dame fand einen anderen Mann und trennte sich von ihm. Sie ist mit Abstand skrupelloseste und unanständigste Person, die ich jemals in meinem Leben kennengelernt habe.
     
  15. #9 @Jana_09/15 ich gehe vollkommen konform. Warmwechsel geht sehr zügig, wenn die Ehe komplett zurüttet ist, und man es nur aushält, es früher oder später eh zur Trennung gekommen wäre, weil Mann oder Frau schon auf dem Absprung war, da wird die neue Gelegenheit zum Katalysator, endlich den Schritt zu wagen oder die/der neue Frau/Mann ist eine sehr gute Partie, welche man sich nicht durch die Lappen gehen lässt. Hier werden sehr schnell Fakten geschaffen, beim ersteren, weil man warm & weich in ein neues Nest fällt und beim anderen, weil man die Chance schnell ergreifen muss, bevor ein anderer schneller ist.
    Bei Affären geht es nur um Sex und Spaß. Mann oder Frau will sich im Grunde nie trennen, weil er weiß, was er am Familienleben hat und um die Vorzüge der Familie. Die Affäre wird in erster Linie aus optischen und sexuellen Punkten ausgewählt, später ist der Mann in der Machtposition, die Affäre zu steuern, ihm gefällt wie sie sich abstrampelt, anstrengt, gefällig ist, hinterherläuft, um nur ihm zu gefallen und (vergeblich) versucht ihn für sich zu gewinnen. Bei einer Affäre wird nicht nach menschlicher Passung gesucht oder ob sie im Grunde No-Gos (wenig Bildung, geringes Einkommen, bestehende Erkrankungen, geringen Status, mehrere Kinder, bestimmte nervige Eigenheiten oder Ansichten, u.ä.) hat, die von vorne herein eine Beziehung ausschließen würden, da man die Affäre nur stundenweise erträgt. Fliegt eine Affäre auf und der Mann/Frau geht zwangsläufig zur/zum Geliebten, weil die Ehefrau sich getrennt hat, kommt DANN ERST das kennenlernen und nachdenken darüber, ob die Geliebte Potenzial für eine Beziehung hätte. Hier muss der/die Geliebte sich wieder beweisen. Nur weiß sie/er nicht, um die unbewussten Attribute von ihrem Lover, welche ihn oder sie an seiner Ehefrau/Ehemann faszinierten und an der Ehe festhalten ließen. Kommt es zum ersten Streit, ist die ehemalige Geliebte, nicht mehr die, welche sich anpasst, zurücksteckt, ihn verhätschelt, und der ehemals Fremdgänger enttäuscht. Passt sie/er sich weiterhin an und will ihn unbedingt halten, ist sie/er nicht mehr autonom genug, und wird langweilig. Ein Mann (oder Frau) der zunächst mit der Geliebten machte was er es wollte, sieht sich plötzlich ggü. einem Menschen mit Bedürfnissen, Verpflichtungen, Wünschen und Eigenheiten. Wenn es ihm dann nicht gefällt, was er sieht und nun hat, sucht er (in das alte Ehenest zurück zu kriechen oder) da wieder frei auf dem Partnermarkt, nach was Passerendem.
    Es kommt bei einer Affäre drauf an, ob man diese Person auch gewählt hätte, wenn man Single gewesen wäre und die Basis ist nicht allein wie bei Affären üblich nur Gelegenheit, Zeitvertreib und Sex; sondern Verantwortung, Zuverlässigkeit, Kommunikation, Streitkultur, Kompromissfähigkeit, etc. im dann gelebten Beziehungsalltag.
     
  16. Ich gebe dir recht und Du hast einen wichtigen Punkt angesprochen. Ich denke eine Affäre ist auch sehr attraktiv für einen Mann, weil er in einer Machtposition ist. Nicht nur bei der Affären Frau sondern auch bei seiner Ehefrau und seinen Kindern. Ich möchte nicht soweit gehen und behaupten, dass er dies absichtlich so aufrecht hält aber es gefällt ihm das Leben anderen Menschen zu steuern. Das habe ich sehr lange selbst erlebt und beobachtet. Es gefiel ihm mich und sie leiden zu sehen. Nur nach und nach habe ich mich emotional von ihm verabschiedet und ihn losgelassen. Ich gebe es zu, dass ich es auch nicht alleine geschafft habe. Ich habe es nicht geplant aber ich denke intuitiv habe ich richtige Entscheidungen getroffen und richtige Menschen herausgepickt, um mich loszulösen und ich denke, dass diese Phase die Beziehung zu seiner Geliebten geschadet hat. Seine Machtposition fing an zu wackeln. Plötzlich war es mir völlig wurscht wann und wie lange er weg war und was er wo trieb. Es war wie vom Winde verweht von jetzt auf gleich verpufft und für immer verschwunden. Was für eine Befreiung und ich war ein anderer Mensch, energisch, frei und furchtlos. Wie gesagt alleine hätte ich es nicht geschafft, ich hatte auch meinen Katalysator :). Er war und ist und bleibt einer der wichtigsten Menschen in meinem Leben. Ich liebe ihn und bin ihm zu Dank verpflichtet.....
     
  17. Huhu ,

    Mein Freund war wie ich verheiratet aber er hat sich für mich von seiner Frau getrennt. Ich war zu dem Zeitpunkt unabhängig von ihm von meinem Mann getrennt. Die Ehe von ihm war komplett kaputt, jahrelang nicht mal in einem Zimmer geschlafen, keine Aktivitäten miteinander . Er meinte, dass er sich mich nicht entgehen lassen wollte .

    Es folgte eine bittere Zeit . Sein Kind wurde manipuliert und zum Spielball der Erwachsenen , die Frau rächte sich mit unmenschlichen Forderungen, versuchte ihn zu ruinieren . Er hat sie nun ausgezahlt (verhältnismäßig kleiner Betrag , andere Story) und wir sind beide geschieden , bauen nächstes Jahr und planen Kinder :) seine Familie liebt mich , weil ER happy ist und ich „viel besser passe“.

    Emotional war es heftig , der Terror , das Kind wurde ihm entrissen er dürfte es nicht sehen, er kämpfte vor Gericht es sehen zu dürfen . Er fährt 2 mal im Monat 300 km, um es zu holen .

    Wir sind jeden Tag glücklich miteinander . Und kann so schnell nix schocken ;) manchmal braucht man Mut.
     
  18. Ich selber kann zu diesem Thema persönliche Erfahrungen beitragen.

    Ich selber war eine Affäre für eine verheirate Frau, die ganze Geschichte hat 12 Wochen gedauert. Sie selber hat immer angekündigt sie wolle sich trennen und hat es dann doch nicht gemacht.

    Ich persönlich habe mich nie als Bittsteller gesehen oder in der schwächeren Position. Als es mir zu bunt wurde (3 Wochen nach bewusst werden der Situation), habe ich ihreren Ehemann informiert, was die Fronten geklärt hat.

    Sie ist bei ihrem Ehemann geblieben und hat eine Paartherapie gemacht. Der Ehemann war 3 Wochen wegen psychosomatischer Störungen krank geschrieben, war ein halbes Jahr in psychologischer Behandlung und musste eine Hochfrequenz Therapie machen. Beide sind heute noch zusammen. Ich musste viel Geld ausgeben um 2 Zivilklagen und 1 Strafrechtssache abzuwehren (was zum Glück geklappt hat). Mir geht es heute so gut wie nie.
     
  19. Ich berichte hier aus dem Blickwinkel einer "Erstfrau". Bei meinem Ex-Mann und seiner jetzigen Lebensgefährtin war es nach einer ca. 8-wöchigen Affäre wohl eher ein "Warmwechseln". Wobei ich die letzten 4 Wochen von der Affäre wusste, er zu dem Zeitpunkt eigentlich schon gehen wollte. Wir haben dann 4 Wochen um unsere Beziehung "gekämpft" - schwierig, wenn einer (ich) sich für den anderen verbiegt, mit der letztlichen Erkenntnis, dass es nix bringt, sein "ich" für einen anderen aufzugeben. Hätte mich auf dauer auch unglücklich gemacht. Ich habe dann eine Entscheidung von ihm verlangt, wobei ich sicher war, dass er sich für seine Freundin entscheiden wird. Ich wollte das Elend beenden. Das ist 4 Jahre her. Wir sind uns einig, dass wir unsere 30-jährige Beziehung gemeinsam vor die Wand gefahren haben - wir waren einfach zu verschieden und haben uns dann einfach noch weiter voneinander entfernt. Mir geht es heute so gut wie schon lange nicht mehr.
    Ihm sicher auch. Ich weiß allerdings, dass z.B unsere Scheidung im letzten Jahr, für ihn nicht nur befreiend war. Anfang des Jahres haben wir unser Haus verkauft. Das ist ihm - im Gegensatz zu mir - auch nicht sooo leicht gefallen, obwohl es die einzige logische Konsequenz war. Wie seine Freundin das findet, wenn er in solchen Situationen "wehmütig " ist?
    Seine Familie hat sie liebevoll aufgenommen, finde ich aber auch ganz normal. Unsere Söhne (21 und 18) mögen sie nicht. Ob es am "warmwechseln" liegt, oder sie ihre Art wirklich nicht mögen? Man wird es vermutlich nie erfaren. Gemeinsame Treffen gibt es nur an Weihnachten und Geburtstagen ihres Vaters und seiner Eltern. Da verssuchen die Jungs sie zu ignorieren bzw. behandeln sie höflich-distanziert. (Weiß ich von meiner Schwägerin). Ich versuche die Jungs positiv zu beeinflussen. Weil die Freundin ist nun mal Teil des Lebens ihres Vaters. Ansonsten treffen sie ihren Vater immer alleine.
    Unsere gemeinsamen Freunde (3 Pärchen aus Jugendzeiten) mögen sie auch, sagen aber auch, dass es nie so ein Verhältnis sein wird, wie zu mir. Wir sind halt gemeinsam erwachsen geworden. D.h. ein Pärchen (früher der beste Freund meines Mannes) lehnen die "Neue" rigoros ab, obwohl sie sie noch nicht kennen gelernt haben (weil sie das ablehnen). Das finde ich ziemlich albern und das wissen die beiden auch.
    Alles in allem für die "Zweitfrau" nicht immer nur schön.
     
  20. Wenn du dieses Wort hasst warum interessierst du dich für dieses Thema, alleine, auch schon der Name Zweitfrau, wer möchte denn schon an zweiter Stelle stehen, also ich nicht!
     
  21. Ich hatte eine fünfjährige Affäre mit einem verheirateten Mann, die ich auch im Nachhinein nicht missen möchte. Er war gleichzeitig mein bester Freund, Geliebter, Mentor und Förderer - und eben einfach der tollste Mensch und Mann, den ich je kennen gelernt habe. Ich hätte ihn gerne "ganz" gehabt, fand es aber auch so schön. Leider hat es seine Frau irgendwann herausgefunden und sie sind trotzdem leider zusammen geblieben. Nun haben wir nur noch freundschaftlichen, heimlichen Kontakt und unsere enge Zeit fehlt mir immer noch, da ich seitdem auch niemand Vergleichbaren mehr kennen gelernt habe. Hoffentlich passiert es noch.
     
  22. So etwas Ähnliches wollte ich auch schreiben. Nun ist mir jemand zuvorgekommen ...
    "Zweitfrau" - das sagt schon der Name. Als solche spielt man eben nur die zweite Geige. Die Zweitfrauen, die hier im Forum immer mal wieder um Rat fragen und deren Geschichten sich auffallend ähneln, leben größtenteils in Illusionen. Sie wollen alles glauben, was ihr Affärenmann ihnen ins Ohr säuselt. Sie blenden die Realität aus und leben lieber in ihren Träumen. Sie wollen unbedingt glauben, dass er eines Tages seine (Erst-)Frau verlässt und nur noch mit ihnen glücklich ist - sie verkennen dabei völlig, dass er sich dadurch schlechter stellen würde (Sex nur noch mit einer Frau). Aber - das wollen sie natürlich auch nicht glauben - dass er mit seiner (Erst-)Frau überhaupt Sex hat - er sagt schließlich immer wieder, dass sie - die Zweitfrau - die einzige ist ...

    Nein - niemals selbst erlebt. Ich weiß das aus unzähligen Erfahrungsberichten, in erster Linie aus diesem Forum. Irgendwie hoffe ich, dass die vielen Zweitfrauen, die hier schreiben oder nur still mitlesen, das Spiel irgendwann begreifen werden. Dass es irgendwie immer dasselbe ist. Irgendwann kommt die bittere Erkenntnis. Manchmal erst nach vielen Jahren.
     
  23. Er sagte ihr, er könne sich nicht scheiden lassen wegen der Kinder. Er verlasse seine Frau, wenn die Kinder aus dem Haus sind.

    Sie verzichtete wegen ihm auf eigene Kinder und freundete sich mit seinen an.

    Als die Kinder aus dem Haus waren (Jahre später), verließ er seine Frau.

    Sie verzichtete bei der Eheschließung auf alles, damit das Erbe der Kinder nicht geschmälert würde.
    (Die Ehefrau fand eine neue Beziehung und war nach Jahren endlich wieder glücklich.)

    Er musste früh sterben.

    Aber diese beiden haben sich bis zum Schluss angeschaut, wie sich Liebende anschauen.
     

Jetzt Partnersuche starten

Ich bin
Ich suche

Es gelten die AGB und Datenschutzbestimmungen. Mit der kostenlosen Mitgliedschaft erhalten Sie regelmäßig Angebote zur kostenpflichtigen Mitgliedschaft und weiteren Produkten der PE Digital GmbH per Email (Widerspruch jederzeit möglich)