• 06.01.2017
    • Luciano_87

    Endlich Schlussstrich ziehen

    Hey liebes Forum,

    manche kennen meine Geschichte, ich habe sie schon einige Male zum Besten gebracht, hier nochmal die Kurzfassung:

    Vor über 4 Jahren trennt sich nach knapp 5 Jahren Beziehung meine Ex-Freundin vor mir. Im Zuge der Trennung habe ich nicht nur die (bis jetzt) größte Liebe meines Lebens verloren, sondern gleich meinen kompletten Freundeskreis mit. Obendrauf mussten wir auch unsere gemeinsame Wohnung (für studentische Verhältnisse paradiesisch) aufgeben, was auch noch mit den Nachmietern einen Rechtsstreit mit sich gebracht hat. Der Freundeskreis war von mir in die Beziehung gebracht worden, man kannte sich teilweise schon über sieben Jahre. Einer aus diesem "erlesenen" Kreis hat dann mit der Ex was angefangen, kurz nachdem die Beziehung den Bach runter ging. Nebenbei musste ich noch ein (zumindest für mein Empfinden) ein ziemlich aufwendiges Studium bewältigen. Mittlerweile habe ich das Studium bewältigt (Master), bin eine neue Stadt gezogen und habe meinen ersten und gut bezahlten Job.

    Die Trennung und die damit einhergehende (und bis dato nicht gekannte) emotionale Brutalität haben mich in Depressionen (bis hin zu Suizidgedanken, es war wirklich schlimm) und Selbstzweifel gestürtzt. Was ich gelernt habe: Durchzuhalten und Weiterzumachen, auch wenn es weh tut - gerade WENN es weh tut.

    Nur habe ich ein massives Problem (was wahrscheinlich auch mit meinem Charakter zu tun hat): Ich kann es irgendwie nicht akzeptieren und vor allem kann ich nicht loslassen. Ich habe alles probiert: Frauen, Alkohol usw., Feiern, kompletter Rückzug, Sport, neue Freunde, jetzt neue Stadt. Und trotzdem...

    Trotzdem wache ich jeden Tag auf und habe noch immer die Momente mit ihr vor meinem geistigen Auge. Ich bin ein ausgesprochener "Bilderdenker". Ich visualisiere meine Weltvorstellungen vor meinem geistigen Auge, erwecke sie zum Leben. Und es ploppen permanent Erinnerungen von bzw. mit ihr hoch. Die Nähe, die Wärme, die Liebe... Es fällt mir so schwer, sie loszulassen, trotz allem was sie getan hat. Meine Ratio weiß, dass es nicht mehr funktionieren kann - aber meine Emotio kommt macht noch immer dicht.

    Ich hab keinen Bock mehr. Echt nicht. Ich bräuchte eine Maschine wie in "Vergiss mein nicht" um all diese Gedanken zu löschen und endlich wieder offen zu sein. Dieses Verhalten schränkt meine Lebensqualität massiv ein.

    Kann mir irgendjemand helfen, einen Rat geben?

    Danke im Voraus

    L
     
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    • # 1
    • 07.01.2017
    • Toi et moi
    Lieber Luciano,
    ich habe vor zwei Wochen eine ähnliche Frage hier im Forum gestellt. Schaue dir meine Frage und die Antworten an. Der Titel heißt "die verpasste Gegenwart". Dort gab es viele gute Tipps und viele Buchvorschläge. Vielleicht kann dir es auch helfen.
    Ich habe auch viele solche Erinnerungen über die Vergangenheit und die Etappen meines Lebens und ich kann auch nicht loslassen. Ich lasse eigentlich niemanden in mein Herzen rein aber wenn jemand drin ist, ist er für immer da und das ist schwierig. Irgendwie kann ich die Erlebten nicht in die Langzeiterinnerungen verlagern. Die sind immer präsent. Es hilft mir zwar im Leben sehr aber der Nachteil ist halt, dass auch bei Liebeskummer alles immer frisch ist und kein Ende erreicht wird. So habe ich auch vieles versucht die Vergangenheit zu vergessen aber letztendlich hat mir am Besten geholfen die Erlebnisse zu akzeptieren. Ich habe für mich es so erklärt, dass alles auf dieser Erde vergänglich ist. Es gibt nichts, das für immer da ist. Alles endet eines Tages. Die Kindheit, die Schule, das Elternhaus, die Eltern, die Unizeiten, all das sind nur Stufen unseres Lebens und können nicht ewig dauern. Ich weiß noch, dass ich richtig geweint habe, als ich von zu Hause weggezogen bin und heute? Tja, ich war seit Jahren nicht mehr bei meinen Eltern. Ein guter Freund starb während der Unizeiten und meine Jugendliebe hat Schizophrenie bekommen und hat mich verlassen. Heute lebt er völlig zurückgezogen bei seinen Eltern in Dunkelheit und absoluter Isolation. Ja ich kann auch nicht loslassen und frage mich warum es alles mir passieren konnte und wie schön mein Leben hätte sein können, wenn dies oder jenes geschehen bzw. nicht geschehen wäre.... Versuch zu lernen, dass die Beziehung zu deiner Freundin zu Ende ist. Ihr hattet eine schöne Zeit, wunderbare Erinnerungen, tolle Freunde und nun ist es vorbei, jetzt beginnt eine neue Etappe mit neuen Menschen, neuen Aufgaben, lerne in Gegenwart zu leben und flüchte nicht in die Vergangenheit und wenn man wirklich ehrlich zu sich ist, merkt man, dass die Vergangenheit doch nicht so toll war. Vieles hat gestört, vieles war nicht stimmig und wenn man ehrlich zu sich ist, merkt man, dass es besser ist so wie es jetzt ist.
    Dir alles Gute und viel Erfolg
     
    • # 2
    • 07.01.2017
    • Jos220
    Lieber Luciano_87,

    aus Deinem Bericht lese ich drei markante Punkte heraus.
    Paradiesische Verhältnisse, nie gekannte emotionale Brutalität, Versuch das Trennungstrauma irgendwie zu betäuben oder zu löschen.
    Dein jetziger Zustand pendelt zwischen rational und emotional, wobei
    Deine berufliche Laufbahn eher zum rationalen und das Bilderdenken zum emotionalen Teil Deiner Persönlichkeit gehört.
    Ich hoffe, Deine Situation so einigermaßen passend in Kurzform zusammengefasst zu haben.

    Nun etwas konkreter. Deine Geschichte ist so umfangreich und individuell, dass es sicherlich keinen Zauber-Tipp gibt, mit dem sich alles einfach "abschalten" lässt, ich kann Dir jedoch aus eigener Erfahrung mitteilen, dass es so etwas wie das Verhaltenstraining in eine neue Lebensstruktur gibt, das zuerst nur langsam funktioniert, aber mit der Zeit immer mehr emotionale Anteile mit sich zieht und neu aufbaut, bis wieder Lebensfreude und auch echte Freundschaften entstehen. Es braucht jedoch eine gewisse Entschlossenheit und Durchhaltevermögen, denn von heute auf morgen lassen sich Erinnerungen nicht löschen. Je mehr Emotionen an einer Geschichte beteiligt waren, desto intensiver haben sich damit verbundene Erinnerungen eingeprägt. Lass diese Bilder zu, erlaube Dir auch alle damit verbundenen Gefühle, aber verharre nicht darin und vor allem verliere Dich nicht wieder darin. Denn allzu schnell kann ansonsten wieder ein Kreislauf daraus werden, der Dich und andere herunterzieht. Wir sind keine Maschinen sondern Menschen mit Körper, einer lebendigen Seele und einem Geist. Es gibt so unendlich mehr, als das rein Sichtbare. Du warst mit einem Menschen verschmolzen und diese Verbindung wurde jäh getrennt. Das Ganze ging zudem noch mit dem Verrat von Freundschaft einher. Man hat Dich wie den „Grafen von Monte Christo“ bildlich gesehen in ein Loch voller Trennungs-Einsamkeit und Depression fallen lassen, während sich Dein damaliger Freundeskreis von Dir abwandte und sogar einer davon die „Gelegenheit“ noch nutzte, um mit der Freundin etwas anzufangen. So etwas lässt sich nicht einfach abschütteln. Aber gerade durch solche schmerzhaften Erlebnisse lernen wir am meisten. Wenn ich Dir ein gutes Buch zum Thema empfehlen darf: "Verliebt und dann?" von M. und H. Horie.
    Du wirst sehen, es wird mit der Zeit nicht mehr so schmerzen, wenngleich auch die Erinnerungen
    nicht komplett gelöscht werden können. Es ist diese Sehnsucht nach dem verlorenen Paradies, nach Ewigkeit, nach Schönheit und Reinheit, die uns zeitlos poetisch sein lässt, die uns verbindet mit allen, die jemals ähnlich empfunden haben.
     
    • # 3
    • 07.01.2017
    • Leopardin
    Alles hast du gemacht, nichts hat gefruchtet. Wahrscheinlich hast auch du mit aller Macht verdrängen wollen statt dich auseinanderzusetzen mit dem Kummer.

    Das klappt aber nicht und deshalb holt dich jetzt alles wieder ein. Du bist dermaßen down, dass du mit Sicherheit bald wieder Suizidgedanken hast. Was soll das? Fühlst du dich womöglich noch wohl in diesem emotionalen Dilemma, statt jetzt zu neuen Ufern abzubrechen?

    Die eigene Kraft fehlt dir offensichtlich dazu, deshalb ist mein Rat: Begebe dich in professionelle Hände. In eine Gesprächstherapie oder what ever. Dadurch quatscht du dir nicht nur den Müll von der Seele, sondern lernst auch dein Problem zuzulassen und gesund zu verarbeiten.

    Anders geht es nicht!
     
    • # 4
    • 07.01.2017
    • Kaktus
    DU hast es in der Hand. Wenn Du abschließen willst, wird Dir das auch gelingen. Wenn nicht, dann nicht. Dein Problem ist die fehlende Akzeptanz von Vergangenheit und Gegenwart. Solange Du die Trennung nicht akzeptierst, kannst Du auch nicht mit dem Verarbeiten anfangen. Frage Dich,(wie Toi et moi) warum Du so krampfhaft an der Vergangenheit klebst. Angst vor Veränderung? Angst vor Selbständigkeit? Angst vor negativen Gefühlen (versagt haben) ? Du hast hier Dein Problem schon mal ausführlich geschildert und viele Foristen haben Dir brauchbare Tipps gegeben. Du setzt sie aber nicht um. Ein "kein Bock mehr" wirkt kindisch und bockig. Arbeite an Dir und ändere, was Du ändern willst.
     
    • # 5
    • 07.01.2017
    • Apfeldieb
    Ich weiß, was Du meinst. Diese Frau war für Dich die einzige Frau der Welt, Du hast Dich für sie entschieden, und diese Entscheidung war für immer. So soll es ja auch sein. Nur daß dieses „für immer” jetzt in ein früheres Leben gehört. Ein Leben, das Du nicht mehr weiterleben konntest. Aber Dir wurde durch diese Zäsur zugleich auch ein neues Leben geschenkt, das Du nun füllen kannst. Laß es nicht einfach leer stehen.
     
    • # 6
    • 07.01.2017
    • Luciano_87
    Hey,

    vielen Dank für die Ratschläge und Anteilnahme.

    @Leopardin

    Ich war bereits in "professionellen" Händen, ca. ein halbes Jahr. Wollte es mal ausprobieren. Tatsächlich fand ich es ziemlich "breiig" was da zustande gekommen ist. Medikamente schließe ich für mich aus. Das von mir wahrgenommene Problem bei der Therapie war der Fakt, dass auch ganz schnell falsche Gedanken und Vorstellungen "eingepflanzt" werden können. Der Therapeut wollte dann die Schuld bei meiner Familie suchen (ohne die ich den Mist wohl kaum ausgehalten hätte), und dann sah er hie und da noch Probleme. Sich mal auszureden tut gut - aber mehr als aufbauende Worte konnte mir der Therapeut am Ende auch nicht mit auf den Weg geben. Für mich war das ernüchternd.

    Es sind vor allem die Lebensumstände, die mich geschafft haben. Keine passenden Freunde zu haben (und in mein Studiengang war leider nicht dafür prädestiniert). Wäre das mit den sog. "Freunden" nicht gewesen, wäre es nur halb so schlimm geworden. Aber die Summe an Rückschlägen in so kurzer Zeit (+ die Tatsache, dass mir der Studienort von Anfang an zu wider war ich ihn aber "ihr zu Liebe" ausgewählt hatte) waren der Knackpunkt. Ich muss das Kapitel insgesamt abschließen. Es wird langsam wieder besser, mir hilft das Schreiben und die Rückmeldung hier im Forum auf jeden Fall. All in all glaube ich, dass ich sehr verbittert war nach allem was geschehen ist. Gerade wegen der Freundschaften, die zu Bruch gegangen sind. Mein damals bester Kumpel wollte dann auch was von nachdem Schluss war, ein anderer aus dem Freundeskreis hat sie dann "gepackt" - sowas zerstört massiv den Selbstwert. Ich wollte es mit "Leistung" in Sport, im Studium, über Anerkennung, kompensieren - aber nichts half. Immerhin gibt es noch ein paar Menschen, die zuverlässig, freundlich und vertrauenswürdig sind. Es fällt mir halt schwer, jemanden wieder an mich ran zu lassen nach alledem. Natürlich sind nicht alle Menschen schlecht... Trotzdem muss man erstmal wieder Vertrauen schöpfen und Freundschaften zu lassen.

    Oder man stumpft eben emotional massiv ab. Das wäre jetzt auch eine Option für die nächste Zeit zumindest. Bis wieder mal eine Holde kommt, die mich verzaubert. Sie muss mich schon umhauen, bevor ich mich wieder richtig verliebe. Die letzten Jahre war ich auch einfach zu sehr auf "Beziehung" und "es muss sich genau so anfühlen" getrimmt. So funktioniert es leider nicht. Es ist eben alles Einstellungssache. Schon krass, wie stark die Psyche und unser eigener Filter, mit dem wir unsere Welt betrachten, unser Leben beeinflusst.

    Es sind eben nicht die Dinge selbst, die uns bewegen, sondern unsere Sicht, die wir von ihnen haben.
     
  2. ... so harmlos bist du auch nicht ... wer weiß, vielleicht wurde dir nur dein innerwohnender fieser Schatten gespiegelt von den anderen ...
    denn immerhin nennst du hier 'Alkohol, Feiern und Frauenverbrauchen' in einem Satz als Verdrängungstaktik. Das war auch ziemlich fies und unehrenhaft von dir, die eigenen Erlebnisse danach an anderen auszulassen ... ALLE Menschen haben Gefühle, auch die Frauen, welche nach deiner Ex in dein Leben kamen.
    Trotzdem ... es gibt ein ziemlich gutes Hilfsmittel um selber aus dem Gedankenband und der emotionalen Verkettung herauszukommen:
    Es ist eine CD, dauert etwa eine halbe Stunde und wenn man sie aufmerksam anhört dann wirkt sie bereits, wenn man danach1-2 x drüber geschlafen hat: Robert Betz 'Die Beziehung zu Partner und Expartner klären und heilen'
    Ja, man sollte ohnehin erst dann wieder eine Beziehung eingehen, wenn man keine solchen schlimmen Altlasten mehr mit sich herum trägt.
    Es lohnt sich also, ALLE bisherigen Partner so nach und nach mit der CD zu 'bereinigen'.
    Alles Gute ... und werde ein 'guter' Mann.
     
    • # 8
    • 07.01.2017
    • void
    Was verbindest Du mit dem Scheitern der Beziehung?
    Ich hab mal ein bisschen rumgelesen in Deinen anderen Beiträgen, und dort stand, dass Du Dich gedemütigt fühltest und dass Du von Hause aus sehr umsorgt wurdest und ein hoher Leistungsanspruch bestand.
    Ich habe den Verdacht, Du packst "Beziehungen" in eine Schublade, wo das nichts zu suchen hat. Es ist kein Versagen, wenn eine Beziehung scheitert und man "nur" daraus lernt. Es ist auch kein Versagen, wenn man Pläne wieder aufgeben muss, weil sie nicht realisierbar waren, man aber alles gab. Insbesondere, wenn man mit anderen Leuten zusammen was tut (Geschäft gründen, Beziehung führen, Kinder haben und die mit seinen eigenen Plänen besetzen, bis sie sich losreißen), läuft es nunmal nicht nur nach einer Nase und von daher kann man dort schwer enttäuscht werden, wenn man sich einer Täuschung hingegeben hat. Das liegt aber nicht am "bösen anderen", sondern immer an beiden. Es geht hier nicht um die Schuldfrage, was beim Versagen immer wieder als Thema auftaucht. Es geht darum, was man hätte anders machen müssen, OB man überhaupt was hätte anders machen können, und warum man sich einen Menschen ausgesucht hat, mit dem es so lief und warum. Denn sowohl Du als auch Deine Freundin sind ja gereift in der Beziehung, und irgendwann konntet ihr euch nichts mehr geben. Wenn einer überrascht wird von einer Trennung, so hat er meist was übersehen oder falsch gemacht oder eben das Pech gehabt, den falschen Partner zu wählen. Das passiert zigfach. Auch, dass eigentlich gut passende Partner die Beziehung an die Wand fahren, weil sie zu intolerant sind und denken, draußen wartet noch ein "Topf voll Gold"-Partner, mit dem alles auf Anhieb passt.

    Was hat sie getan? Ich glaube, Du machst das, was viele tun - Du spaltest in zwei Bilder und betrachtest sie isoliert. Je weiter weg das Geschehen ist, umso mehr klammerst Du Dich an das Schöne, was Du hattest, ohne den Grund zu sehen, weshalb es auseinander ging. Ich würde mir das aufschreiben, damit Du Dir auch das mal ins Gedächtnis holst. Und ich glaube, Du verdrängst auch Wut auf sie. Kann das sein?
     
    • # 9
    • 07.01.2017
    • Blair
    Luciano ich habe mich jetzt auch ein wenig durch deine alten Beiträge gelesen und wollte schon fast nicht antworten. Es macht mich gleichzeitig traurig und wütend dich so zu erleben, aber am liebsten würde ich dich einfach nur schütteln und laut anschreien.

    DU bist der Erschaffer, der "master and creator" all dieser negativen Gedanken, DU selbst bist es, der sich immer wieder im Kreis dreht und aus dem Loop nicht rauskommt, du holst dir hier Rat und Hilfe, und startest mit deinen Gedanken sofort wieder am Anfang, und immer wieder und immer wieder.....Siehst du das denn nicht?!

    Du hast schon mit einer Therapeutin gesprochen, viele Menschen haben sich hier für dich Zeit genommen, dir zugehört und dir wertvolle Ratschläge und Lebensweisheiten mit gegeben.

    Ich frage dich jetzt mal ernsthaft: Willst du unsere Hilfe eigentlich?

    Egal was man dir sagt, es kommt immer ein "Ja, ABER".
    Ja, es war schlimm was du erlebt hast, ich verstehe das. Aber nun ist es Zeit, aus dem Sumpf raus zu kommen, und dazu musst du dich selbst an den Haaren packen und dich da raus ziehen. Das schaffst du nicht mit "Ja, ABER" und "da wäre aber noch etwas, was ich diskutieren muss!"

    Was dich meiner Meinung nach von den Menschen trennt, die glücklich sind, ist Sinnfindung in etwas Höherem. Jemand hat dir in einem deiner alten Beiträge bereits gesagt dass der Glaube etwas ist, was einen stärken kann, worauf ein ziemlich blöder Kommentar kam von wegen Missionierung bräuchte hier keiner. Ich weiß dass ich ein ziemlich leerer Mensch wäre, wenn ich keinen Glauben hätte, und mir ist es schnurz piep was die Leute hier davon halten. Du hast um Rat gebeten, hier ist meiner:

    Geh in die nächste Gemeinde und sprich mit einem Geistlichen. Dieser wird dir zuhören und deinen Kummer ernst nehmen, und wenn du hier im Forum, bei all den logisch denkenden Menschen und bei deinen ganzen Zahnrädchen im Kopf, die permanent heiß laufen, keine Lösung findest, dann kostet es dich nichts, dort einfach mal an die Tür zu klopfen.

    Ich wünsche dir alles Gute!
    w(29)
     
    • # 10
    • 07.01.2017
    • Luciano_87
    @void

    "Du verdrängst auch Wut auf sie"

    Zugegeben - und jetzt? Um ehrlich zu sein wäre es mir "nur" wichtig, sie von diesem beknackten idealisierten Thron zu stroßen. Diese "Flashbacks" habe ich ja nicht freiweillig, sie drängen sich regelrecht auf. Wenn ich sie loslasse, diesen ganzen Mist hinter mir lassen kann, dann schaffe ich auch wieder Platz für etwas Neues.

    @ restliche Antworten

    Natürlich reflektiere ich hier die Ratschläge. Man muss sie halt auch "gefressen" haben, damit es funktioniert. Wahrscheinlich lag auch vieles am privaten Umfeld in den letzten Jahren (Studium und Abschlussarbeit, Stadtwechsel, mehrfacher Umzug usw.), dass sich mir in den Weg gestellt hat. Gerade das Studium hat sich bei mir tief in die Gedankenwelt hineingearbeitet. Ich habe eine perfektionistische Ader und - wie beschreib ich das am besten... Ich war derartig mit Studium beschäftigt, dass ich mich nicht wirklich mit der Trennung auseinander setzen konnte. Insofern habe ich mein eigenes Wohlbefinden hinter mein Studium gestellt und "durchgezogen". Ich denke, dass ich mittlerweile ein ziemlich dickes Fell bekommen habe. Wer weiß, wozu es noch gut ist...

    Eine Beziehung ist IMHO nur dann möglich, wenn man auch in einem festen sozialen Umfeld eingebettet ist (Arbeit, Freundeskreis, Wohnung usw.). Die Kontinuität stellt sich bei mir gerade erst ein. Vielleicht sollte ich auch einfach mal abwarten ;-)

    @Samtina

    "Er bemüht sich" ;-)

    @Blair

    Danke für den Ratschlag. Natürlich tut es gut, sich mal den Ballast von der "Seele" zu reden.
     
    • # 11
    • 08.01.2017
    • void
    Ja, darum ging es mir auch, aber Du scheinst irgendwie immer noch zu denken, dass Du in Deiner Ehre gekränkt wurdest, Diese Wut meinte ich gar nicht, sondern die, dass sie Dich vielleicht sehr verletzt hat im Gefühl, nicht in der Eitelkeit.
    Sich mit dem Kopf nur wünschen, dass es aufhört, aber im Herzen nicht, macht ja gerade, dass der gefühlsmäßige Teil, der unterbewusste Teil von Dir rebelliert.
    Dann tauche doch mal richtig ein in den Schmerz, bewusst und mit Absicht. Du liest Dich so, als hättest Du das alles gefühlsmäßig nicht verarbeitet, deswegen meldet sich das. Ich weiß zwar nicht, wie Deine Flashbacks aussehen, aber nach meiner Trennung kam sowas auch hoch, nur habe ich das dann nicht ärgerlich gefunden oder Angst davor gehabt, sondern konnte mir sagen, ja dies und das war schön, aber dies und das ging gar nicht mehr. Nun war eure Trennung sicher anders als meine, aber ich wollte Dir damit nur sagen, dass diese Flashbacks schon mal normal sind.
    Mach die Musik an, die Dich an sie erinnert, stell Dir alle möglichen Dinge vor, die toll waren und dann weine darum, dass es verloren ist. Das reinigt. Es hat keinen Sinn, sich vom Kopf her zu sagen, dass man eine seelische Sache vergessen will, wenn das Gefühl das ganze immer wieder verarbeiten will. Da bleibt ihm ja eigentlich nur, sich in einem Moment, wo der Verstand kurz nicht aufpasst, aufzublitzen.
    Ich denke, erst, wenn Du genügend getrauert hast, kannst Du auch mit dem Verstand rangehen und Dir erklären, warum es besser war, dass es zu Ende ist oder zumindest erstmal, dass nicht alles so idyllisch war, wie sich Dir das in den Flashbacks darstellt.

    Es ist leider so, dass man es nicht abhaken kann und weiterziehen, wenn es einen tief berührt hat. Das zu verarbeiten kostet seine Zeit und Energie, und je bereitwilliger man sie zu geben ist, umso eher bleibt man nicht stecken in einem Zustand, der einen Angst macht oder ärgert.
    So war das jedenfalls bei jeder seelischen Sache bei mir. Alles, was ich verdrängen wollte, meldete sich in Träumen oder auch im Wachzustand, wenn mich irgendwas daran erinnerte.
     
    • # 12
    • 08.01.2017
    • Luciano_87
    @void

    Das trifft es im Großen und Ganzen schon ziemlich gut. Vielleicht war ich wirklich zu sehr mit Studium usw. beschäftigt?! Ich habe neulich einen Artikel bei Zeit Online zu dem Thema gelesen (hier: http://www.zeit.de/karriere/2010-01/partnersuche-job-buero/seite-4), in dem ich mich wirklich gut wiederfinden kann.

    Die ganzen Jahre danach waren wohl eine Mischung aus Selbstschutz, Verbitterung / Selbstmitleid und Zeitmangel. Wie bereits erwähnt, war mein negatives Empfinden zu einem beträchtlichen den Umständen (bzw. meiner Wahrnehmung davon) geschuldet. Der Perspektivenwechsel in ein neues Umfeld (Stadt + Arbeit) tuen mir gut. Aktuell zeichnet sich bei mir der nächste "5-Jahres-Plan" ab: Karriere. Das Studium ist vorbei, jetzt geht es um den beruflichen Werdegang. Klar würde ich mir eine Frau an meiner Seite wünsche, aber mittlerweile spüre ich einfach, dass ich meine Energie nicht zerstreuen kann; ich hab sie schließlich nur einmal.

    Sicherlich darf ich mir jetzt von dem ein oder anderen anhören, dass ich ein "karrieregeiles Arschloch" bin oder zumindest den Eindruck erwecke. Dem entgegne ich, dass wir nicht mehr 1990 leben, sondern in einer Zeit, in der die "Sachzwänge" immer stärker zu Tage treten. Ich habe nicht mir selbst sondern auch ggü. meiner Familie eine Verantwortung. Wenn ich JETZT die Möglichkeit habe, mir ein gewisses soziales, finanzielles und gesellschaftliches Polster aufzubauen, dann werde ich das auch tuen (müssen). Gerade das Wort "Altersarmut" löst bei mir Bedenken aus. Ich kann nicht "einfach so" in den Tag hineinleben. Wir alle haben nur eine Chance und sollten das Beste daraus machen. Dass sich das "System" ändert, mag sein - allein die Wahrscheinlichkeit ist IMHO gering.

    Und jetzt kommt ein weiterer Knackpunkt: Die Angst, wieder die Falsche zu finden - gerade unter obigen Gesichtspunkten. Die Trenungen im Studium haben mich ein Semester gekostet, Zeit und Geld, dass ich eigentlich nicht habe. Ja, ich bin gebrandmarkt und sicherlich voreingenommen. Nur sehe ich mittlerweile auch, wie sich die Spreu vom Weizen trennt (finanziell, Persönlichkeitsentwicklung usw.). Vielleicht sollte ich mit den Geheule aufhören und mich bewusst gegen eine potentielle Beziehung entscheiden - zumindest zum aktuellen Zeitpunkt.
     
    • # 13
    • 08.01.2017
    • Pfauenauge
    Im Moment ist gar nicht der Zeitpunkt für eine neue Beziehung.
    Welche Frau sollte sich das antun, einen verbitterten Mann zu Daten, der seine Ex idealisiert? Und sicher soll die neue Frau auch vorzeigbar für deine Familie sein, entsprechender Background etc.
    Komm erstmal an, in deinem neuen Job. Und hab Spaß am Leben! Die Vergangenheit kannst du nicht mehr ändern. Es ist keine Versuchsanordnung, die sich beliebig wiederholen lässt. Das Leben hat seine eigenen Gesetze.
     
    • # 14
    • 08.01.2017
    • void
    Das fänd ich sogar vernünftig. Wie Du schon schriebst, kannst Du Dich ja gar nicht auf eine Beziehung konzentrieren, also kann es passieren, dass sie nebenher läuft und Du nicht mitkriegst, wie sie nicht funktioniert.
    Und meine Erfahrung ist: Ablenkung von Seelenleid funktioniert nur zeitweise, um eine Pause zu haben von der Anstrengung der Verarbeitung. Verdrängung funktioniert nicht, irgendwie kommt es doch immer wieder in der einen oder anderen Form hoch und je gründlicher verdrängt wurde, um so kryptischer sind die Hinweise in der Gefühlswelt oder auch beim eigenen Handeln, dass was nicht stimmt und man nicht mit sich im Reinen ist.
    Ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand mit Lebenserfahrung sowas sagen wird. Karrieregeilheit muss sich ja nicht arschlochmäßig äußern, wenn man noch auf was anderes achtet, als nur vorwärtszukommen.

    Auf Krampf eine Beziehung finden zu müssen, ist vermutlich ein Anzeichen von Menschen Ende 20, weil man das Gefühl kriegt, man ist übriggeblieben und mit 30 haben alle anderen alles in Sack und Tüten. Ich hatte das so ähnlich auch und hab dann aufgegeben, jemanden finden zu müssen, weil ich es auf einmal ganz schön fand, frei zu sein. In der Phase ist mir mein Ex begegnet und wir waren viele Jahre zusammen, was mich viel gelehrt hat über mich und allgemein über Menschen, also wie unterschiedlich Denk-, Kommunikations-, Liebes-, Sexenergiearten sind.

    Damit kann man sich zwar theoretisch vorher befassen, aber wenn man es erlebt oder erlebt hat und daraufhin betrachtet, ist das noch ganz was anderes. Es macht auch lockerer, weil man versteht, wie wenig Menschen eigentlich wirklich gut passen und auch, wie unpassend manche Paare sind, aber sich nicht mehr trennen und dafür ihre Energien deckeln, damit es harmonisch bleibt. Man erkennt genau, wer sich unterordnet und wo Abhängigkeiten sichtbar werden, die man sich nicht wünscht. Daher ist eine Zeit als Single, in der die vergangene Beziehung aufgearbeitet wird und man sich Gedanken über sich und was man braucht und was nicht, macht, auch nichts Verlorenes.
     
    • # 15
    • 09.01.2017
    • Luciano_87
    @Pfauenauge

    Verbitterung trifft es richtig, richtig gut. Mir ist das auch bewusst, nur irgendwie hat sich das regelrecht verbissen. Deswegen mussten auch schon einige Damen darunter "leiden", weil ich Beziehungen und Gefühle erzwingen wollte. Wenn man sich im Leben wohl fühlt, es als großes Event betrachtet und nicht als Hort des Negativen, dann läuft auch der Rest...

    @void

    Ich muss gestehen: Die besten "Analysen", die mir auch zu weiteren Selbsterkenntnis verhelfen, kommen von dir - Danke dafür. Es tut gut jemanden zu hören, der ähnliches erlebt hat.

    Heute habe ich bewusst darauf geachtet, wie oft ich an meine Ex gedacht habe und es war wirklich oft. So viele Erinnerungen die hoch kommen, vom Eis essen über Sex bis hin zu Filmabenden usw. Dieser "Film" läuft schon seit Jahren. Manchmal bin ich echt am Boden, weil ich einfach nicht merh weiter weiß. Ich würde so gerne mal wieder Flirten... Im Studium ging das nur unter Alkohol oder unter Zwang. Aus dem Alter mir etwas beweisen zu müssen, bin ich raus. Und jeden Tag mache ich es mir zum Vorwurf, dass ich nicht geflirtet habe, dass ich nicht ein paar Mädels angesprochen habe. Wenn ich gut gelaunt bin, wenn ich mit der Welt im Reinen bin, wenn ich das Gefühle habe: "Ja - so wie es ist soll es sein und nicht anders", dann würde der Rest von alleine laufen. Die Tatsache, dass ich früher ein anderer vor allem lebenslustiger Mensch war, gibt mir Mut und Hoffnung.

    Ich meine, jeder kennt diesen Zauber, wenn man eine Frau sieht, man Blicke austauscht, ein Lächeln erhält und der Rest wie von selbst läuft... Wenn ich einen Wunsch frei hätte, würde ich mir genau DIESES GEFÜHL wieder wünschen, aber ich bin wie abgestumpft. Früher war es das Größte für mich zu flirten, jetzt denke ich mir so "ach komm... passt scho..." Das wirkt sich ja auch auf den "unverbindliche Spielereien" aus... Das Belohnungssystem wird einfach nicht aktiv. Tja, was soll ich machen... Es ist wirklich die innere Einstellung. Irgendwann macht es vielleicht mal "Klick", dann werde ich mich wohl mächtig ärgern, dass es nicht schon eher geklickt hat... Die Ex müsste halt endlich mal vergessen werden. Nur wie? ist die Preis-Frage
     
    • # 16
    • 09.01.2017
    • Pfauenauge
    Du lebst mit einem Geist. Deine Ex ist längst fort, in einem anderen Leben. Du lebst mit deiner verblichenenen Ex in einem Schattenreich...und hält sie dort künstlich am Leben. Es ist deine Entscheidung, sie gehen zu lassen. Du hast immer noch nicht akzeptiert, dass sie fort ist und vermutlich nie mehr zurückkommen wird. Damit negierst du auch ihre Entscheidung, dich zu verlassen und mit einem deiner Freunde was anzufangen. Du benimmst dich wie ein Witwer, der nicht loslassen kann. Akzeptiere, dass sie fort ist. Dann tut es einmal richtig weh und dann kann es heilen.
    Was ist dir geblieben? Du und dein Leben. Das ist sehr viel. Du bist nicht tot, verhältst dich aber so. Leben verschiebst du auf später...
     
    • # 17
    • 10.01.2017
    • pixi67
    Dann versuche neue Dinge...
    Ich hatte damals eine harte Trennung, konnte mich nicht komplett in den Liebeskummer ergeben, weil ich kleine Kinder hatte.
    Aber es lief immer eine zweite Festplatte, wie ein Film in mir.
    Ich damals ein paar Stunden bei einem Verhaltenstherapeuten. Ich wusste schließlich woher was kommt aber ich wollte Tipps wie ich aus meinem Kreislauf rauskomme.
    Einer der ungewöhnlich war aber wirkte war: Buchstaben laut lesen.
    Nicht den Einband in Sekunden im Kopf lesen, sondern G O E T H E .
    Geht auch mit Nummernschildern.
    Sich über jedesmal freuen, wenn es geklappt hat und nicht mit den Momenten wenn es nicht funktionierte.

    Dann hat ein Sohn von mir Rheuma und ein Schmerzverstärkungsyndrom. Heißt sein Gehirn signalisiert immer einen hohen Grad, auch bei den stärksten Medikamenten.
    So sind wir in einem psychologischen institut gelandet, die mit Hypnose arbeiten.
    Also nicht der Heilpraktiker an der Ecke...
    Letztendlich klappte es wirklich, dass mein Sohn den Schmerz, nach " hinten " verlagern kann. Es geht an das Unterbewusstsein und dort traf ich auch auf Menschen mit Panikattacken, Depressionen etc.
    Natürlich ist nicht alles weg und die Superheilung aber der Umgang mit den Dingen verändert sich.
     
    • # 18
    • 10.01.2017
    • void
    Das klingt für mich so, als würdest Du den Teil von Dir, der noch an ihr hängt, richtig abspalten. Ich denke aber, das ist genau der Gefühlsteil, der verletzte, den Du "brauchst", um wieder eine Beziehung eingehen zu können. Denn dazu musst Du Dich ja emotional öffnen, das geht aber nicht, wenn da noch so eine Blockade ist. Und Du bist ja emotional noch besetzt, denn Du bist nicht fertig mit dem Verarbeiten der Trennung bzw. Exbeziehung.

    Ich denke, Du musst erstmal weg davon, dass Du Dich dann drüber ärgern würdest. Das, was da bei Dir Probleme macht, ist nicht irgendwas, das nicht zu Dir gehört und einfach funktionieren soll. Das funktioniert nicht, weil was nicht in Ordnung ist, und nicht, weil man mit dem Verstand sagen kann: So, nun ist es weg.

    1. Indem Du erstmal hineingehst in die Sache, Dich BEWUSST an sie erinnerst. Wie ich oben meinte, Musik anmachen und sich Zeit dafür nehmen, darüber nachzudenken, sich zu erinnern, emotional zu werden. Gucken, was passiert, statt es lenken zu wollen, rauslassen.
    2. Aufschreiben hilft. Habe ich früher nie gedacht, aber es hilft.
    3. Irgendwann war bei mir das Gefühl da: Jetzt denkst du schon wieder dasselbe und kriegst schlechte Laune (war nicht wegen des Ex, war wegen anderer Leute, die mir emotional zugesetzt haben beruflich). Dann ging es mir selber auf die Nerven, weil keine neue Erkenntnis hinzukam, sondern ich mich einfach genau wie beim letzten Mal drüber geärgert habe. Also war das so wie "nicht schon wieder diese Leier", und dann konnte ich es sein lassen.
     
    • # 19
    • 11.01.2017
    • yellow bee
    Ich empfehle Dir, diesen Satz sehr, sehr, sehr ernsthaft zu lesen und ab sofort für Dich wirklich Sinnvolles in Dein Leben zu integrieren.

    Bitte konzentriere Dich NICHT die nächsten fünf Jahre auf Deinen Job alleine!

    Mach etwas sozial Wertvolles, engagiere Dich in einem Altenheim, unterstütze eine Alleinerziehende in Deiner Nachbarschaft mit Baby-Sitting, schau Dich aktiv in Jugend-Freizeitheimen um, wo Du da mit anpacken könntest. Rede ein ernsthaftes Gespräch mal mit einem Obdachlosen! Baue eine Freundschaft zu einem Behinderten auf!

    Das wird Dich nicht nur auf komplett andere Gedanken bringen (und Dein Ständig-Kreisen-um-Dich-Selbst und Versinken in Selbstmitleid reduzieren), sondern auch zu echten Freundschaften führen und zu einer Attraktivität und einem Selbstbewusstsein, das auch den Frauen in Deinem Umfeld positiv auffallen wird.

    Mach es tatsächlich! Gehe mal in eine für Dich vollkommen andere Richtung! Beschäftige Dich AKTIV und INTENSIV mit Menschen, die Hilfe brauchen! Das wird im Endeffekt auch Dir selbst helfen!
     
    • # 20
    • 14.01.2017
    • Pfauenauge
    Hallo Luciano, ich finde den Tipp von Yellow Bee super.
    Du hast gar nichts mehr von dir hören lassen. Gib doch mal Laut, wie es dir geht. Konntest du mit irgendetwas, was wir wir schreiben, etwas anfangen? Oder nicht?
    Ich hatte es glaub ich schon mal früher geschrieben, du setzt dich glaube ich sehr unter Druck. Hat deine Freundin dich nicht auch deshalb verlassen, weil du sie aufgrund Studium vernachlässigt hast? Dann schreibst du, du kommst aus einer leistungsorientierten Familie. Siehst du das mit deiner Ex auch als dein persönliches Scheitern an? Und stürtzt dich jetzt auf die Karriere?