1. Eine Frage des Charakters?

    Am Besipiel des Nachbar-Threads (die TE, welche nicht von normalen Männern angesprochen oder angeschrieben werden werden will), gibt es schnell mal Kommentare im Richtung von "charakterlos" oder so ähnlich.

    Wir alle wissen und dürfen tagtäglich erleben, z.B. in den Medien, dass es eben unterschiedliche Charaktere gibt, davon etliche sehr schwierige Menschen (Egomane und Narzissten, besonders geizig oder gierig , frauenverachtend, menschenfeindlich, Nörgler...etc) . Bespiel Trump oder so;

    Wenn ihr nun wüsstet, dass Euer Partner genau so ein schwieriger Charakter ist, würdet ihr dann u.U. zu dem Schluss kommen, "Ja, ich nehme diesen schlechten Charakter in Kauf." und mit dem Menschen trotzdem ein Leben verbringen und womöglich Kinder haben?

    Oder würdet ihr schon im Grundprinzip alle diese schwierigen und womöglich auch einfach nur schlechten/charakterlosen Menschen grundsätzlich jetzt und für immer ablehnen?

    Ich stelle diese Frage in dem Bewusstsein, dass z.B. meine Partnerin eben keinen besonders "guten" Charakter hat (das wusste ich aber von Anfang an, das würden sicherlich nichtmal ihre Freundinne behaupten), dies aber für mich akzeptiert habe, ohne zu glauben, dass ich daran je etwas ändern könnte, weil ich glaube, damit umgehen zu können und eben dieser Partner für mich andere große Vorteile hat, weswegen ich diesen Menschen eben auch liebe.

    Oder seid Ihr von "schlechten" Charaktern immer "überrascht" worden?
    Irgendwie müssen alle diese Menschen ja auch in der Gesellschaft leben, oder vielleicht nicht?
     
    Moderationsanmerkung: Beitrag wurde durch einen Moderator editiert
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  3. Niemals, dazu hätte ich niemals Lust.
    Das hat mit Reife, mit Selbstbewusstsein und mit Selbstwert zu tun.
    Auf jeden Fall, so etwas tue ich mir nicht an, da würde ich tausendmal lieber alleine bleiben, wobei ich für mich weiß, dass es auf jeden Topf einen passenden Deckel gibt, danach sollte man suchen.
    Dann mach du das, für mich ist das nichts,
    So jemand könnte ich auch gar nicht lieben.
    Ein für mich passender und adäquater Charakter muss kompatibel mit meinen Werten sein, sonst geht das nicht bei mir.
     
  4. Hä? Also so langsam wird's schräg hier....
    Da fällt mir ein Witz dazu ein " ein Angler sagt zu seinem Freund:" meine Frau ist zwar hässlich und dumm, aber sie hat innere Werte...."
    " welche denn?"
    "Sie hat Würmer "

    Jedem ist halt was anderes wichtig....
     
  5. Ich weiß nicht mal ob mein Exmann zb unter schlechten Charakter fallen würde. Und ich könnte heute einige Punkte aus irgendwelchen Störungen für ihn herausfinden. Er war auf jeden Fall schon immer ziemlich launisch.
    Mein späterer Exfreund zb ist wirklich geizig und damit meine ich jetzt nicht bezogen auf: hat für mich nichts gezahlt.

    Diese unterschiedlichen Eigenschaften, gelten allgemein nicht unter: toller Charakter.

    Aber ich habe mich verliebt und die beiden gewählt.
    Es gab zumindest für mich viele Punkte bei diesen Menschen, die für mich so positiv waren, dass sie erstmal in meinen Augen einen guten Charakter hatten.

    So waren für mich die völligen Charakterlichen No-Gos nicht dabei.

    Heute sehe ich es leicht anders, zumal sich einiges im Alter verstärkt.

    Trotzdem muss wohl jemand für sich selbst entscheiden: was ist nicht liebenswürdig für mich!

    Und mit Erfahrungen kommen schon mal neue Punkte hinzu.

    Deshalb kann ich schon sagen, was bei mir unter schlechten Charakter fällt, stösst mich ab.
    Kann ich nicht lieben!
     
  6. Verstehe ich dich richtig, lieber FS, du attestiert hier deiner eigenen Freundin einen schlechten Charakter? Ich bin verwirrt. Das sagt doch niemand über seinen Partner, niemand will doch mit einem Menschen mit "schlechtem Charakter" zusammen sein.

    Doch was ist das überhaupt, ein schlechter Charakter? Ich behaupte mal, dass es so etwas nicht wirklich gibt. Jeder Mensch hat doch gute und schlechte Eigenschaften. Du wirst doch nicht behaupten, dass deine Freundin nur negative Charaktereigenschaften hat. Vielleicht ist sie ja so arrogant wie die Frau in dem von dir erwähnten Thread, aber dafür z.B. grosszügig oder tolerant in der Partnerschaft. So ein Schwarz-Weiss- Denken wird doch der Komplexität eines Menschen nicht gerecht.

    Oder meinst du, deine Freundin ist ein schwieriger Mensch, evtl. mit einer Persönlichkeitsstörung oder zumindest Persönlichkeitsakzentuierung in Richtung Borderline oder ähnliches? Eine Beziehung mit so einem Menschen ist schwierig, aber letztlich können die auch nur wenig dafür.

    Was sind denn die Dinge, für die du deine Freundin liebst und die sogar ihren vermeintlich schlechten Charakter aufwiegen? Das würde mich echt mal interessieren.
     
  7. Ein schlechter Charakter ist kein Unheil, dass über einen ausgebrochen ist, sondern Resultat tausend kleiner Entscheidungen, die wir täglich treffen. Niemand ist perfekt, aber jedem steht es frei, jeden Tag besser zu werden. Es ist kein Grund, schlechte Menschen zu linchen, aber sie gesellschaftlich zu akzeptieren ist eben Bestätigung für sie, so weiter machen zu können und nichts ändern zu müssen. Wenn jemand klein ist oder braune Augen hat, der hat keine Wahl, aber er hat die Wahl, ob er zu spät kommt, lügt, aggressiv ist oder egoistisch. Und das ist keine Frage des Charakters, sondern der freien Entscheidung. Man ist so, weil man es so WILL.
     
  8. Hallo,

    ich verstehe was du meinst.
    Allerdings muss man schon unterscheiden.
    Ein Nörgler mag nervig sein, pessimistisch, ein schlechtlauniger Brummbär. Deshalb muss dieser aber keinen "schlechten Charakter" haben. Das sind dann eher schlechte Gewohnheiten. Solche nervigen Eigenschaften kann jeder haben und man kann sie möglicherweise aushalten, wenn andere Vorzüge dominieren.
    Solche Eigenschaften kristallisieren sich auch oft erst dann heraus, wenn man den Alltag gemeinsam verbringt.

    Einen "schlechter Charakter" hat jemand für mich jemand, der gegen gewisse Grundprinzipien des sozialen Zusammenlebens verstösst. Dazu gehört die Menschenverachtung im Sinne von z.B. Rassismus. Ebenso zählt dazu Frauenverachtung, Sexismus, Chauvinismus usw.
    In diesem Falle wäre es mir unmöglich, einen solchen Menschen als reflektierend, intellektuell wahrzunehmen. So eine Person könnte mich nie begeistern. Es würde also niemals zu einem Zusammenleben kommen. Auch würden sich diese Einstellungen wohl recht schnell offenbaren. Hier würde ich sagen, das lehne ich rundweg ab.

    Mit einem Narzissten ist eine Beziehung im Grunde gar nicht möglich, ausser man möchte sich seelisch Quälen lassen. Geht also nicht. Nein. Es ist für mich jedoch eine Verhaltensstörung. Ich würde sowas als psychische Erkrankung wahrnehmen, was es auch ist. Ein Zusammenleben wäre nicht möglich. Denn ich bin keine Klinik und auch kein Trampolin.

    Geiz ist immer relativ finde ich.
    Ich denke das nimmt jeder anders wahr. Je nach Wertegefüge und Erwartungshaltung. Geiz könnte mich nicht tangieren, da ich für mich selber sorgen kann.

    Mit "gierig" hab ich keine Erfahrung. Da weiss ich nicht was gemeint ist. Würde es wohl nicht wirklich als "schlechten Charakter", sondern eher als unangenehme Eigenschaft einordnen.

    Kurzum. Nobody is perfect. Aber es gibt Einstellungen die ich rundweg ablehne.
     
    • # 7
    • 06.02.2019
    • void
    Nein. Ich denke auch, die Frage ist "falsch" gestellt. Man setzt ja seine Prioritäten, also wenn jemand sagt "ja, er hat einen schlechten Charakter, aber er sieht so gut aus" oder "hat so viel Geld", dann sieht er den Charakter nicht wirklich als ernstes Problem an. Jedenfalls nicht so, als würde derjenige nicht gut aussehen oder weniger Geld haben - das wäre das viel größere Problem für die Person.

    Das wäre zu theoretisch. Ich würde den miesen Charakter ja nicht merken, wenn ich dafür noch nicht sensibilisiert bin, dh. noch keine Erfahrung habe mit dieser Art Miesheit. Und wenn ich erkenne, dass der Mensch schon Eigenschaften hat, die ich daneben finde, dann will ich mich damit halt nicht rumschlagen.

    Welche? Was sind ihre schlechten Eigenschaften?
    Du siehst das vielleicht auch zu schwarz-weiß. WAS ist denn ein schlechter Charakter?
    Ein Mensch, der lügt und betrügt, weil er immer nur seinen Vorteil sucht und versucht, aus Stresssituationen leicht rauszukommen, hat ein Problem, und ja, man kann auch sagen, einen schlechten Charakter. Aber Menschen können sich auch ändern. Es ist eine Frage, was man bereit ist zu ertragen.
    Die, die treu sein wollten, können es auch nicht mehr sein, wenn sie erstmal begreifen, was eine langjährige Beziehung mit sich bringen kann. Also niemand ist in Kategorie "ganz schlecht" oder "ganz gut". Und es gibt auch Partner/innen von Betrügern, die das Geld wichtig finden oder denken "ist nur Sex und die Lügen - naja, ist halt ein schwacher Mensch". Was es selbst mit ihnen macht, müssen sie wissen.

    Das, was Du machst, ist entweder Toleranz, weil eben doch alles bei euch stimmt und sie in Deinen Augen eben keinen so miesen Charakter hat, dass man wegrennen müsste.
    Oder Du machst Vorteilsdenken. Sie sieht gut aus und alle beneiden Dich? Sie bringt viel Geld nach Hause? Sie kocht gut und massiert Dir die Füße nach der Arbeit?
     
  9. »Einen schlechten Charakter« per se gibt es für mich nicht. Es gibt Dinge, die mir an jemandem vielleicht nicht gefallen, solche, die ich nie akzeptieren würde oder weitere, die mich verletzen. Aber auch hier gibt es Unterschiede: es kommt für mich gleichzeitig auch darauf an zu verstehen, woher eine bestimmte Haltung kommt.

    Und das kann für jede/n anders aussehen. Der/die Eine kommt mit einem Verhalten gut klar, das bei mir vielleicht Gruselgefühle auslöst. Andere wiederum regen sich über eine Handlung oder eine Haltung auf, die ich mit einem kleinen Augenzwinkern abtun kann. »Charakterlos« ist bei mir niemand von vornherein, ich versuche herauszufinden, ob der-/diejenige für mich interessant und am Ende dann vielleicht auch liebenswert ist.

    Ja, alle diese Menschen »leben auch in unserer Gesellschaft«, das finde ich gut und richtig - weil ich sie vielleicht ganz anders und positiv wahrnehme, als du. Und umgekehrt.
     
  10. Ich habe keine grundsätzliche Probleme mit speziellen Charaktären, die von Menschen als schwierig angesehen werden.

    Ich habe allerdings Probleme mit Menschen, die nicht selbst denken können und alles nachplappern, was ihnen vorgedacht wird (Trump und so), und sich dabei für moralisch überlegen halten. Aber selbst da ist nicht alles verloren.

    Ob es im konkreten Fall mit jemandem passt, das steht aber auf einem anderen Blatt.

    Übrigens werden in einigen weniger zivilisierten Ländern Leute, die bei uns in geschlossene Einrichtungen wandern, problemlos ins Alltagsleben integriert. Denn in weit verbreiteten Bessenheitskulten wie der Santeria werden auffällige Verhaltensweisen nicht dem schlechten Charakter eines Menschen, sondern der Bessenheit durch einen der Götter zugeschrieben. Und das ist eine besondere Ehre, die in ihrem Verständnis prinzipiell jeden treffen kann. In der Konsequenz können diese Leute dann problemlos in die Gesellschaft integriert bleiben, statt für andere ein ständiges Ärgernis darzustellen.

    Ergo gibt es keine Ausgrenzung und einen würdevollen Umgang. Auch halten sich die besonders angepassten dort nicht für die besseren Menschen.

    Als Literatur sei auch das Buch "Irre, wir behandeln die Falschen" empfohlen. Dort wird z.B. beschrieben, dass Menschen mit psychischen Erkrankungen wesentlich weniger Straftaten begehen und der Gesellschaft weniger schaden als die "Normalen", die man eigentlich statistisch gesehen behandeln müsste.

    Übrigens war keiner der Massen- und Völkermörder auch nicht Hitler oder Stalin psychisch krank. Und es würde mich sehr überraschen, wenn Trump es in seiner Amtszeit fertigbringt mehr Menschen umzubringen als seine Vorgänger, wie z.B. der Massenmörder Friedensnobelpreisträger. Aber das wird man erst im Rückblick beurteilen können.
     
  11. Eine rhetorische Frage? Schon das Beispiel Trump zeigt doch ebenso wie Dein eigenes, dass der Stellenwert verschiedener Charaktereigenschaften unterschiedlich beurteilt werden kann. Und dass sich für fast jeden Menschen jemand findet, der diese Charaktereigenschaften attraktiv findet. Du beurteilst Trump als schwierig. Millionen Amerikaner sehen das anders. Und etliche Frauen auch.
     
  12. Also erstens haben alle Menschen Fehler, niemand ist perfekt. Ich würde auch keinen Heiligen wollen, selbst wenn es die gäbe. Ein Mann mit Ecken und Kanten ist mir lieber.

    Aber es gibt ja diverse Schattierungen zwischen Heiligem und zb ausgeprägtem Narzisst, Rassist, Frauenhasser... Die von dir aufgezählten Charaktere weisen allesamt Eigenschaften auf, die sich deutlich auf eine Beziehung auswirken. Wieso sollte ich mir das antun? Welche anderen Eigenschaften könnte zb ein Frauenverachter haben, die diesen Zug ausgleichen würden? Ausserdem, auch wenn ich selber längst nicht perfekt bin, aber einen gewissen Respekt vor Menschen allgemein erwarte ich von einem Partner. Ich würde mich zb fremdschämen, wenn mein Partner den Kellner herablassend behandelt.

    Aber es gibt natürlich auch Menschen, für die das Aussehen oder Vermögen des Partners mehr zählt. Jedem das Seine.
     
  13. Ja aber doch nicht mit mir in meinem ganz persönlichen Umfeld. Nicht wenn ich es verhindern kann.
    Jeder hat seine Vorstellung, mit was für Menschen man in der eigenen engsten Umgebung zusammen sein will? Aus welchem Grund soll ich mit jemandem zusammen sein als Partner, dessen Charakter mir nicht gefällt und der meine Werte nicht lebt? Ich verstehe die Frage überhaupt nicht.
    Mir sind Werte wie Mitgefühl für Menschen und Tiere wichtig, Loyalität, Herzenswärme, Verlässlichkeit in guten und in schlechten Zeiten, kein Fähnchen im Wind, keine Opportunisten und A****kriecher, keine schwachen Egos, die dauernd von Außen ihre Bestätigung brauchen, Menschen, die mich genug respektieren, um ehrlich zu mir zu sein, egal wie unangenehm das ist, Hilfsbereitschaft usw.
    In meiner Beziehung und in meinen Freundschaften will ich mich wohl und sicher fühlen. Familie und Kollegen kann man sich nicht aussuchen, aber meine Freunde und meinen Partner. Sonst bleibe ich lieber alleine. Und ich brauche auch nicht tausend Freunde.
    Letztendlich passt jeder irgendwie zu jemandem. Rassisten finden auch zusammen, Menschen mit kriminellen Energien finden zusammen, Menschen, die ihre Kinder misshandeln und missbrauchen, Menschen, denen es nur ums Geld geht...
    Und wenn ich wählen müsste zwischen einem Trump und einem Nelson Mandela, warum sollte ich dann mit Trum befreundet sein nur weil er auch in der Gesellschaft existiert? Man muss schon genug Kraft und Zeit auf solche Menschen verschwenden weil man im Alltag nicht um sie herum kommt. Mein ganz privates Umfeld gestalte ich nach meinen eigenen Werten. Und das ist jedermanns gutes Recht. Du bist mit deiner Partnerin so glücklich wie sie ist, dann ist doch für dich alles ok. Wo ist das Problem?
     
  14. Hi,
    Also ich denke, Menschenkenntnis macht, dass man mit der Zeit für sich diese "schlechten Charaktere" erkennt. Das ist immer eine Interaktion mit dem eigenen Charakter. Ich bin harmoniebedürftig und sammle im Freundeskreis freundliche, ehrliche Menschen um mich. Ein mal hat mich eine "Freundin" total fasziniert, da konnte ich total verstehen, warum die Männer sich von ihr reihenweise den Kopf verdrehen ließen. Als ich aber merkte, dass sie urplötzlich über JEDEN schlecht reden und ihm die Freundschaft/Beziehung kündigen konnte, nahm ich Abstand und brach sogar den Kontakt ab (soweit das bei gemeinsamem Freundeskreis ging). Also ich bin da konsequent, dafür gibt es genug liebe und tolle Menschen auf der Welt, dass man sich das nicht antun muss.
    Bezüglich Partnerschaft ist es oft so, dass wir Frauen auf "Bad Boys" stehen - das war bei mir eine Phase besonders bis Mitte 20, aber dann entschied ich, dass eine dauerhafte, stabile Beziehung einfach besser mit einem netten, lieben Mann ist. Tägliches Drama oder alle paar Wochen starke Streits sind mir längst zu anstrengend, die Energie investiere ich lieber in Job und Familie. Ich bin mit meinem "Trade Off" sehr zufrieden, d.h. die "Netten" sind manchmal etwas langweilig, aber damit lebe ich deutlich besser.
    Da du von "Vorteilen" sprichst, hast du genauso einen Trade Off gemacht - wenn es für dich wirklich passt, ist das doch gut :)

    w35
     
  15. ganz sicher nicht. Ich habe aus meinen Erfahrungen gelernt. Früher habe ich auch gerne schlechte Charaktereigenschaften übersehen...habe viel idealsiert. Heute bin ich anders und schaue mir Männer wirklich genau an und ob sie charakterlich "gute Männer" sind. Jeder hat jedoch andere NoGo`s. Was für den anderen tolerierbar wäre, wäre für mich ggf. nicht tolerierbar.

    Man muss dann abwägen mit welchen Eigenschaften man zurechtkommt und mit welchen nicht. Mir würde es nicht in den Sinn kommen, einen Menschen noch ändern zu wollen. Gekauft wie gesehen!

    Ich prüfe vor allem darauf, ob der Mann Rückgrat hat, ehrlich/authentisch ist, ein gutes Herz hat (Verständnis, Mitgefühl). Heuchler und arrogante Schönlinge werden aussortiert. Wenn jemand keinen Sinn für Humor hat und nicht über sich selbst lachen kann, ist er auch raus!

    Früher war ich gleich Feuer und Flamme für schöne Männer und blendete alles drumherum aus. Heute ist es anders.
     
  16. Narzissmus ist keine Frage des Charakters sondern eine äusserst destruktive unheilbare psychische Störung. Narzissten neigen wie Soziopathen, Borderliner, Bipolare und andere schwerst Gestörte zu manipulativen Verhalten und sind generell beziehungsgestört. Respekt oder Achtung kann man von diesen Leuten nie erwarten. Definitiv wird man irgendwann warm ausgetauscht.

    Beziehungen mit solchen Menschen können "gesunde" Menschen psychisch aber auch wirtschaftlich schwer schädigen. Durch falsche Beschuldigungen kann man aber auch in ganz andere Schwierigkeiten geraten.

    Durch bestimmte Techniken (teils bewusst, teils unbewusst) kann in solchen Beziehungen ein Suchtverhältnis und das Gefühl besonderer Tiefe oder so genannter Seelenverwandtschaft entstehen. Ehemalige "Opfer" vermissen dann in normalen Beziehungen diese besondere Tiefe.

    Oft sind die "Opfer" aber auch schwierige Persönlichkeiten mit Persönlichkeitseigenschaften wie einem Helfersyndrom und besonderer Bedürftigkeit. Der Weg zur Befreiung ist daher bei jedem selbst. Man muss an sich selbst und nicht am Partner arbeiten.
     
  17. Gute Frage! Mein Ex ist Narzisst mit dem ich 17 Jahre zusammen war. Erst mit der Zeit kam heraus, das er Probleme mit seinem Charakter hat (und das ist noch nett ausgedrückt). Heute bereue ich es mich überhaupt auf ihn eingelassen zu haben. Ich und auch meine Tochter haben dadurch seelische Schäden erlitten. Heute wäre ich schlauer.
    Aber es kommt eben auf die Art des Charakters an. Ist sie beleidigend oder ausfällig, behandelt sie Menschen grundsätzlich schlecht? Wie behandelt sie dich? Mein Ex und Ich hatten nie Harmonie in unserer Ehe. Mit meinem jetzigen Partner ist das ganz anders. Harmonie pur, nette Worte und das Gefühl das jemand immer für mich da ist. Manchmal ist das immer noch erschreckend für mich, da ich so ein Verhalten gar nicht kenne. Aber dennoch würde ich ein anderes Verhalten mir gegenüber nie mehr tolerieren.
    Solange sie dich gut behandelt und Du damit leben kannst, ist doch alles gut. Respekt muss natürlich vorhanden sein, von beiden Seiten. Alles andere ist ein No Go.
     
  18. Würde die Frage noch gerne dahingehend erweiteren, ob Ihr einen Menschen grundsätzlich als "gut" seht, welcher eben diese oder jene Charakterschwächen hat (oder krank ist) oder ob es auch grundsätzlich "schlechte" Charaktere gibt.

    Wie sind Menschen ,wie Stalin, Hitler, Trump, oder Heinrich VIII (ihr wisst schon, der wegen den div. Frauen den Bruch mit Rom provozierte) hiernach also einzuschätzen.

    Waren sie grundsätzlich "schlechte" Menschen oder hatten sie nur ausgeprägte Chaarkterschwächen oder muss man sie als "krank" bezeichnen.

    Das alles mit Schwerpunkt auf den sozialen Umgang und das Beziehungsverhalten. Politik ist hier nicht gemeint.
     
  19. Hallo,
    ich denke, das ist eine höchst individuelle Sache, die Du nur mit dir selber ausmachen kann. Ein guter Freund von mir ist auch mit einer charakterlich schwierigen Dame zusammen und aufgrund dessen hat es natürlich trotz Toleranz immer erhebliche Probleme gegeben mit ein paar Auszeiten. Ihm ist es bewusst, dass es sich nicht ändern wird, allerdings sind eben auch positive Seiten vorhanden, die das in gewisser Weise wieder ausgleichen. Trotzdem glaube ich nicht, dass es für immer ist. Daran glaubt sogar er nicht.

    Ehrlich gesagt ist ein schwieriger Charakter für mich nie eine Überraschung gewesen. Ich schätze, die meisten Menschen merken recht schnell, wenn der/die andere sagen wir mal eigenwillige Ansichten hat.

    Ich habe die Frage der angesprochenen Dame mit äußerster Belustigung gelesen. Ich bin ihr fast dankbar, weil ich so gut unterhalten wurde. Aber so eine Frau käme für mich persönlich nie in Frage, da bin ich ganz ehrlich. Frauen mit diesen Attitüden kommen immer weder mal vor, sind aber zum Glück nicht immens häufig.

    Anderen Menschen fällt so etwas übrigens auch sehr negativ auf. Früher in meiner Schulklasse gab es ein Mädchen, die war so ähnlich drauf. Sie suchte jemanden mit gehobener Stellung, war immens materiell und hat alles abgewertet, was ihrer Meinung nach unter ihr war. Sie sah tatsächlich nicht schlecht aus, aber als Person habe ich sie nicht sonderlich gemocht. Trotzdem haben wir uns immer distanziert höflich behandelt, ich hatte also keinen Stress mit ihr. Interessant war, dass ich nach Jahren einmal in der S-Bahn saß und mir zwei Leute gegenüber saßen, die sich über sie unterhalten hatten. Anscheinend hatte sie einen Zahlmeister gefunden und die beiden haben sich äußerst abfällig über sie geäußert. Wenn sie sich nicht geändert hat, war es irgendwo nachvollziehbar. Aber ich habe mir dann schon gedacht, dass jemand, der andere Menschen stark abwertet, nur an Status und dem Materiellen nachhängt, sehr wenig Freunde haben kann und sogar noch mehr Leute, die sie aufgrund ihrer Art ablehnen.

    Und das ist natürlich auch ein Nachteil für dich, da dir der schlechte Ruf dieser Person ständig begleiten wird. Liebst Du sie trotzdem ausreichend, kannst Du es ausblenden. Aber mit der Zeit wird dich das belasten, wenn Du nicht ähnliche Charaktereigenschaften hast.
     
  20. Der Vater meiner Kinder ist ein solch - sagen wir einmal - ambivalent zu sehender Mensch, mit sehr großen Vorzügen, aber auch ein paar Haken. Das wusste ich, aber den Abgrund dahinter bekam ich erst zu sehen, als es wirklich belastend und anstrengend wurde.

    Grausam, gruselig, fürchterlich - das wünscht man seinem Feind nicht, es hat Jahre gedauert, bis die Trennung halbwegs vernünftig geregelt war.

    Insofern - wenn jemand ein paar charakterliche Probleme hat, sollte man sehr, sehr genau hinsehen und unbedingt mal eine stressige Zeit zusammen durch stehen (ungeplante Rucksackreise, Hausrenovierung mit wenig Geld....) - bevor man sich ernsthaft bindet.

    Alarmsignale ernst nehmen!!! Nicht : Das ist halt der Stress im Moment, deshalb rastet er/sie aus - nein, das ist der Kotzbrocken, der hinter der sozial kompatiblen Fassade zum Vorschein kommt, wenn der Stresspegel hoch genug ist. Keine Beschönigungen, genau hinsehen!
     
  21. Erstmal ist wohl für jeden was anderes ein "schlechter Charakter". Wenn zum Beispiel beide geizig, kleinlich und neidisch sind, passt es wieder hervorragend (hab so ein Beispiel in der Verwandtschaft, die haben sich gesucht und gefunden in ihrem Neid und Hass auf andere Menschen...). Aber warum würde man als "normaler" Mensch einen Mensch mit "schlechtem" Charakter (wie genau definierst du das?) als Partner akzeptieren? Was genau hatte denn deine Freundin, was dich darüber hat hinwegsehen lassen? Tolles Aussehen, Geld?
    Ich suche niemanden mit einem perfekten Charakter, das gibt es ja auch nicht, aber ich möchte schon jemanden, der meine Werte mitträgt (Ehrlichkeit, Ausgeglichenheit, kein Neid oder Gewinnsucht gegenüber anderen, Fairness o.ä.). Ich hatte mal einen Partner, der auch nicht per se einen schlechten Charakter hatte, aber eigentlich zu mir nicht gepasst hat: Ein Blender, einer, der gern zum eigenen Vorteil lügt, unbedingt auffallen und beeindrucken will, Karriere machen, einfach, um was darzustellen. Jemand, der an einer Schlange vorbeigeht und sich einfach frech vorn anstellt. Seine Freunde waren auch so, aber meine Freunde hielten ihn für einen Idioten. Im Nachhinein denke ich: Warum hab ich mich darauf überhaupt eingelassen, nie wieder.
    Was ist an deiner Freundin so schlimm, wenn sogar ihre eigenen Freunde nicht von einem guten Charakter sprechen würden?

    w, 35
     
  22. Hallo. Sehr interessante Frage und ich freue mich sehr auf die verschiedenen Antworten.
    Als ich meinen (Ex) Partner kennengelernt habe, war ich sejr begeistert, was für ein "Macher" er war. Er hat gleich (beim ersten Date) Fakten auf den Tisch gelegt, die unbequem waren, wir haben offen über unseren Kinderwunsch geredet und über Die Sachen die uns wichtig sind, wie die Welt zu sehen etc.
    Am Ende, kam ein Mann zum Vorschein der immer nur Hotelurlaube auf Malle macht, den du zu jeden Schritt überreden musst, der keine Probleme von alleine anspricht und diese auch nicht benennen kann, der einfach schwach ist.
    Als ich das erkannt habe, habe ich gekämpft, ihn wieder zu den Mann zu verwandeln, den ich im ersten 3/4 Jahr gesehen habe. Ich konnte es nicht glauben, dass ich mich so getäuscht habe. Ich verstand nicht, warum er auf einmal sich geändert hat und habe dann nach und nach akzeptiert und verstanden, dass ich in der ersten Zeit einfach eine rosa rote Brille auf hatte und er sich noch wie ein Gockel aufgeplustert hat, aber das er das gar nicht war. Ich weinte viel und lass mir hier noch einmal meine Beiträge durch und merkte, auch wenn ich immer noch ihn liebte, waren seine Schwächen für mich zu Schwach. Ich wollte so einen schwachen Charakter nicht an meiner Seite, denn du zu jeder Veränderung zwingen musst. Ich trennte mich und habe nie den Schritt bereut.
    Ich würde nie mit einer egoistischen, narzisstischen, Dramaqueen, Jammerlappen zusammen bleiben , auch wenn die bei meinem Ex 90% des Charakters toll ist. Wenn für mich die 10% viel entscheidender sind. Wie weit etwas für einen wichtig ist in der Beziehung ist aber immer wieder verschieden und Schwächen kann ich schon in der Beziehung annehmen, nur dürfen es keine essentiellen sein.
     
  23. Das stimmt so nicht, es gibt (so glaube ich) schon einen ziemlichen großen gesellschaftlichen Konsens darüber, welches Verjhalten "gut oder schlecht ist. Das ist eben nicht nur idividuell.

    Die Frage ist nicht schräg gemeint.

    Ich will im Grunde genommen nur mal lesen wie das Forum mit Charakterschwächen (und Menschen, welche solche haben) in den hier behandelten Themengebieten umgeht.
    Was soll also aus den hier in den div. Threads als z.B. "charakterlos" stigmatisierten Menschen werden. Sollen sie sich ändern ? Geht das überhaupt ? Können andere damit leben oder sollen sie lieber alleine bleiben ?
     
  24. Steht das in irgendeinem Buch, einer Verordnung oder dergleichen, was ein guter/schlechter Charakter ist?
    Ich halte mich gelegentlich für eine richtige Zicke, hinterhältig und gemein. Weiß das aber zu verbergen. Du weißt ja, die Gedanken sind frei. Im richtigen Moment den Mund halten, das ist eine Kunst.
    Die Werte sind wichtig und die sollten meinen gleichen. Wir machen ALLE Mist und halten den Partner für einen Traummann und edlen Menschen. Hat er sich verdünnisiert, ist er das größte Miststück...Wie konnte man sich so irren.
    Was Arbeitskollegen angeht, da gibt es so einige, die nerven ohne Ende. Ich sage mir aber, ich muss Stunden mit diesem Menschen verbringen und verhalte mich freundlich zu ihm. Ich habe gelernt, nicht mehr alles an mich ranzulassen. Es sind auch nur Menschen, ich auch.
     
  25. Genau darum geht es ! Macht das wirklich "niemand" ?

    Ich zum Bespiel habe meinen Umgang damit ja schon beschrieben: Habe mich bewusst trotzdem für diesen Menschen entscheiden, auch wenn er großen Charkterschwächen hat.

    Geht das nicht auch anderen so ?

    Oder macht man das wie "Cordula_grün" und sortiert einfach alle als "nicht gutem" Charakter identifizierten Menschen aus.
     
  26. Du wirfst hier sehr viele Sachen zusammen! Egoisten, Narzissten, Sexisten, Charakterschweine, das sind völlig unterschiedliche Dinge!

    Erstmal finde ich "gierig" zu sein, ein positiver Zug. Sich vom Leben nehmen, was man braucht, damit man nicht zu kurz kommt. Beruflich sehr wichtig, und auch in Partnerschaft und Sex immer gut gesehen!

    Um Narzissten macht man lebenslang einen Bogen, sonst bleibt man lebenslang Opfer.

    Trump würde ich als weichen Schwäzer bezeichnen. Dagegen kenne ich wirkliche A-löcher. Zumindest ist das kein Mann, der mir Angst macht, weil ich schlimmeres kenne. Damit stehe ich aber offensichtlich alleine da. Ich sehe mich aber auch generell etwas taffer als andere Leute.

    Ich scheine da eine andere Definition als du zu haben.
    Was ist denn schlecht, schwierig, charakterlos?

    1. Jeder Mensch ist eigen und man sucht sich jemand, den man charakterlich ergänzt!
    2. Wenn mir jemand weh tut und ich seinen frauenfeindlichen Humor nicht verstehe, dann mach ich einen Bogen. Wo ist das Problem? Generell verstehe ich Männerwitze aber besser als Frauengekeife.
    3. Was ist charakterlos? Ein Mann, der keine Liebe und Treue gibt, der lebt selektiert und schmeißt es nicht jeder wertlosen Frau hinterher. Dafür muss arbeiten, wie man für Respekt arbeiten muss.

    Bitte ein Beispiel zu diesem Argument!
    Zweitens, du hast es von Anfang an gewusst, also spiel dich nicht als Moralapostel auf! Kommt als Mann überhaupt nicht gut an! Lebe freier und lockerer und umgehe Frauen, die dir schlecht tun!

    Ich weiß jetzt nicht, was du mit schlechtem Charakter meinst. Jeder darf für mich leben, trinken, essen, betrügen, tun und lassen, was er möchte. Ich bin befähigt genug, dem auszuweichen. Ich bin nämlich ein großes Mädchen, kein unfähiges Kind, um das mitmachne zu müssen. Ich bin nämlich meine eigene Autorität.

    Von einem Menschen sollte man keine Vorteile haben wollen, sonst bist du ein Schmarotzer, der andere aussaugt und gleichzeitig einschränkt. So fängt Unterdrückung an!

    Diese Menschen sind stabil und brauchen niemandem, der ihnen Vorschriften macht. Suche dir beser eine Partnerin, mit der du zufrieden bist.
    Würde mein Partner im Internet erzählen, dass ich einen schlechten Charakter habe, wäre er längste Zeit mein Partner gewesen.
     
  27. Wenn ich ehrlich bin, hätte ich einfach gerne mehr mehr Harmonie.
    Einfach weil sich das angehmer anfühlt.

    Aber:
    Eine anderer Charakter meiner Partnerin hätte ja dann auch andere Nachteile. Vielleicht wäre z.B. dann der Sex schlechter. Das will ich (aus Erfahrung) auf gar keinen Fall !

    Die eierlegende Wollmichsau gibt es nunmal nicht.

    Also eine Schlussfolgerung sollte doch sein, dass schlechte Charaktere eben auch Vorteile bringen können, weil sie
    z.B. eben keine "Arschkriecher" (Deine Wortwahl), oder sehr erhrgeizig sind ...oder, oder .


    Eine gute Antwort ist das hier auch

    Ich denke dass die Streuung ,was derart essentielle Schwächen sind, letztlich in der Gesellschaft gar nicht so groß ist.

    So glaube ich, dass fast jeder Trumps Schwächen recht gleich einschätzt, nur sehen manche halt darüber hinweg, weil er eben womöglich auch posistive Begleiteffekte mit sich bringt.

    Das wird hier im Forum allerdings auch sehr genderspezifisch gesehen...
     
  28. ich denke da ist jeder anders. Ich z.B. bin zu Beginn wenn ich jemanden nicht kenne eher unvoreingenommen..ich warte also was dieser von sich gibt und wie er/sie sich benimmt. Ich höre zu, stelle Fragen.

    Und dann kommt mein hartes und kritisches Urteil. Ja dann kann es durchaus vorkommen, dass ich jemanden aufgrund für mich negativer Eigenschaften nicht respektieren kann. Ich habe gerade überlegt was ich denn so am schlimmsten finde. Das sind:
    -A....kriecher wie so schön jemand hier schreibt
    -Menschen, die der Masse hinterherspringen, ohne selbst nachzudenken, ob es richtig oder falsch ist (es fehlt Rückgrat und Standing)
    -unehrliche Leute und illoyale Personen
    -Tierquäler und Menschenhasser sowie rücksichtlose Menschen

    Diese Personen möchte ich in meinem Umfeld nicht haben. Sie werden verbannt. Klar merkt man das gerade am Anfang mit rosaroter Brille nicht. Da muss man tierisch aufpassen wie @saepe_inscia schreibt. Im Nachhinein merkt man es bzw. hätte es merken müssen. Ich rede vom schlechten Bauchgefühl, dass sich zwischendurch meldet und man es jedoch ignoriert.

    Am besten lernt man jemanden kennen und schaut sich an wie er/sie mit anderen Menschen umgeht und wie er zu bestimmten Themen steht. Höre ich heraus, dass jemand z.B. Katzen jagt und sie mit Sand einreibt, damit sie nicht mehr in den Garten kommen (hat mein Ex gemacht) würde ich jetzt sofort das Kennenlernen beenden. Ich möchte nix mit Tierquälern und Menschenfeinden zu tun haben.
     
  29. Lieber FS,
    Zunächst mal: auch Hitler und Stalin waren Menschen.

    Die Gesellschaft und auch Religion haben Regeln (Grundgesetz, Menschenrechte, 10 Gebote) aufgestellt, was für ein friedliches Miteinander wichtig ist: man darf z.B. niemanden töten oder sonst ein Leid tun etc...
    Es gibt Wertmaßstäbe, die sich immer wieder verschieben. Viele Dinge, die vorher nicht akzeptiert waren, sind es jetzt wie z.B. Homosexualität, alleinerziehende Elternteile. Was niemals akzeptiert werden und als böse eingestuft wird, ist Kindesmisshandlung und -missbrauch.
    Das ist der Rahmen, in dem wir uns bewegen.
    Ob jemand nun einen schlechten Charakter hat, kann man nicht beurteilen. Jeder hat andere Maßstäbe. Klare Maßstäbe setzt das Gesetz.
    Aber man neigt dazu, anderen einen schlechten Charakter zu attestieren,um selbst besser dazustehen...was wiederum aus meiner Sicht charakterschwach ist, wodurch ich selbst auch wieder einen schlechten Charakter zeige.
    Konkretes Beispiel : ich hab mich als Teenager selbst mal als extrem gerechtigkeitsliebend bezeichnet. Klingt erst mal ganz gut. Nur war ich in meinem Gerechtigkeitswahn ziemlich ungerecht...denn es galten meine Maßstäbe.

    Vor vielen Jahren war ich mal in einen Typen verknallt, der von seiner Art her nur das gemacht hat, was er wollte. Er war zwar in seiner Kirche aktiv, hat aber die Werte nicht gelebt und mich sowie unseren Verein in einer Sache ganz böse hängenlassen. Ich fand den Typen trotzdem noch einige Zeit gut. Bis ich von jetzt auf gleich den Kontakt abgebrochen habe. Kenne Ahnung mehr, was der Auslöser war. Und auch heute interessiert mich null, was der Typ macht und wie es ihm geht. In meinem Augen ist er ein ambivalenter und egoistischer Mensch: predigt Wasser, trinkt Wein. Für mich hat er einen schlechten Charakter. Ich weiß aber, dass er viele Freunde hat...Also hatte er zumindest damals. Ergo kann sein Charakter nicht so schlecht sein. Für mich ist er aber eine persona non grata.

    Es gibt aber im Netz eine Studie, an der man selbst teilnehmen und seinen Dark Factor herausfinden kann. Da wurde zum Beispiel gefragt, ob man anderen gern eins auswischt, oder ob man Freude hat, wenn anderen etwas misslingt. Google dafür mal. Ist auf englisch.

    w/38
     
  30. Einfache Frage, einfache Antwort:
    Ich mache es wie @cordula_grün . Ist doch logo, wenn der andere Mensch Werte hat, die nicht zu meinem Wertesystem passen, dann wird das nix mit uns beiden. Also: aussortieren, und zwar konsequent. Ich bin kein Fähnchen im Wind, ich bin kein Weichzeichner, ich sage nicht „er hat zwar diese und jene absolut untragbare Wesensart oder Weltanschauung, aber trotzdem gehe ich eine Partnerschaft ein, weil ich ohne seinen knackigen Hintern nicht leben kann“.

    Ob der andere deswegen einen schlechten Charakter hat, nur weil mir sein Wesen nicht passt, oder ob das andere ganz genau wie ich machen, weiß ich nicht und ist irgendwie auch nicht so wichtig.
     

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