1. "Du stellst zu hohe Ansprüche" - was ist damit eigentlich gemeint?

    oft genug lese ich hier, daß Männer und Frauen ihre Ansprüche runterschrauben sollen. Aber wie sehen zu hohe Ansprüche überhaupt aus? Und bringt es überhaupt etwas, sich mit einem "Trostpreis" zufrieden zu geben?
     
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  3. Mit "zu hohen Ansprüchen" sind unrealistische Ansprüche gemeint, die die Chancen, einen solchen Partner zu finden, vernichtend gering werden lassen.

    Jeder hat Vorlieben, jeder hat gewisse Aspekte, die gar nicht gehen oder unbedingt sein müssen. Das ist legitim. Aber die Liste sollte endlich sein und Raum für genug passende Partner lassen. Die Kriterien sollten sich nicht gegenseitig ausschließen oder unwahrscheinlich machen.

    Zum Beispiel wäre der Wunsch "reicher, erfolgreicher Akademiker um 40 mit sehr viel Freizeit und kurzer Wochenarbeitszeit" sicherlich eine tolle Sache, aber extrem unwahrscheinlich, dass es davon so viele gibt.

    Eine Frau von 1.67, die nur Männer größer als 1.85 will, schließt wahrscheinlich sehr viele passende Kandidaten ab 1.76 aus, die ebensogut schon zu ihr passen würden. Eine Frau, die nur theaterbegeisterte Männer sucht, wird wesentlich weniger Kandidaten finden, als eine, die sich sagt, "ach was, ins Theater gehe ich mit meiner Freundin, ich nehme auch Männer, die sich nicht für Theater begeistern."

    Zurück zu Deiner Frage: Niemand soll einen Trostpreis nehmen. Aber "zusammen passen" und "sich ineinander verlieben" ist beides auch möglich, ohne dass 100% Übereinstimmung erzielt wird.

    Ich persönlich halte es für wichtig, das man bezüglich psychologische Basiswerte zusammenpasst, z.B. Nähe/Distanz, Zweisamkeit/Unabhängigkeit, Kinderwunsch, Religiösität. Gemeinsame Ansichten und Wertvorstellungen schweißen zusammen und nehmen viel Reibung aus der Beziehung. Wenn man dann noch freiwillig in die Hobbys des anderen hineinschnuppert, einen gemeinsamen Freundeskreis pflegt, dann werden viele andere Detailfragen unwichtiger.

    Wenn man nun auf solche inneren Werte achtet, dann sollte man erkennen, dass viele Oberflächlichkeiten (Welche Uhr trägt er? Hat er das erste Treffen bezahlt? Welches Auto hat er? Wieviel verdient er? Haarfarbe? Körbchengröße? Brillenträger? Modische Kleidung?) einfach nur das sind: Oberflächlichkeiten, die zur Qualität einer Beziehung nahezu nichts beitragen.

    Das ist mit Anspruchsdenken gemeint! Wir hatten hier mal eine Anfrage von einer Frau um 50, die den Mann suchte, "der sie auf Händen trägt, verwöhnt, sexuell beglückt, gut situiert, kulturell interessiert ist und so weiter" -- es grenze an Absurdität, aber sie merkte es nicht einmal. Da fragt man sich dann, ob sie selbst wirklich soviel zu bieten hatte.

    Denn das ist die leidige Marktwertdiskussion: Wenn man einen Mann der Top-10 haben will, dann muss man eben auch auf der Liste eines Top-10-Mannes auf den ersten Platz kommen. Bei all den Möglichkeiten, die er hat. Das ist wie bei der Jobsuche: Zehnmal auf Platz 2 bedeutet immer noch arbeitslos. Zehnmal auf Platz 2 verschiedener toller Männer bedeutet immer noch Singledasein.

    Daher gilt für Anspruchsdenken auch: Das, was man zu bieten hat, muss mit dem harmonieren, was man sucht. Sonst wird daraus nichts.
     
    • # 2
    • 11.01.2010
    • Gast
    Ich finde, Ansprüche in Bezug auf Charaktereigenschaften, Wertvorstellungen, wichtige Lebensgewohnheiten etc. sollten auf keinen Fall aufgegeben werden. Wer wird schon glücklich mit einer "Notlösung"? Allerdings sind Ansprüche in Bezug auf Größe, Gewicht, Alter, Haarfarbe, Job, Familienstand (geschieden, Kinder) sehr wohl auf den Prüfstand zu stellen. Im real life scheiden Menschen, die Kinder haben, ja auch nicht gleich aus? Oder Menschen, die 5 cm größer oder kleiner, 5 kg dicker oder dünner, 5 Jahre älter oder jünger sind?
     
    • # 3
    • 11.01.2010
    • Gast
    dieser Ratschlag wurde bisher fast ausschließlich von den Herren an jene weiblichen EP-Mitglieder 40+ mit auf den Weg gegeben. Heißt, diese "mumifizierten Augenweiden" möchten bitte keine zu hohen Ansprüche an einen möglichen Partner stellen und schon gar nicht in "fremden" Gefilden wildern.

    Ich würde diesen Satz überhaupt nicht beachten. Es gibt Grundansprüche von denen ich niemals abschwören würde. Gegenseitiger Respekt + Verständnis, Vertrauen, Liebe, Herzenswärme, Humor, kein Hang zu Brutalität, gute Allgemeinbildung, Intelligenz. - Wenn diese Kriterien nicht vorhanden sind - dann lieber ohne Partner. So nötig wird es niemand haben, Zuviele Zugeständnisse bergen die Gefahr der schleichenden Selbstaufgabe - und das ist meist das Ende der Beziehung.

    Sarina
     
    • # 4
    • 11.01.2010
    • Gast
    Also ich finde, eine Prinzessin hat einen Prinzen verdient.
    Und ob man Prinzessin ist, hängt vom eigenen Selbstwertgefühl ab.
    Ebenso ist sicher nicht jede Prinzessin für jeden Prinzen geeignet. Aber deswegen die eigenen Vorstellungen und Neigungen herunterzuschrauben, nur damit man endlich jemanden findet, das geht sicher in die Hose.
    Und mit Prinzessin meine ich jetzt nicht nur Äusserlichkeiten.
    JEDE Frau kann eine Prinzessin sein, denn jedem Mann gefällt auch ein anderer Frauentyp, also?

    Jeder hat verdient, geliebt zu werden. ABER: wenn man sich selber schon nicht liebt, wie soll einen dann ein anderer lieben? Wie soll jemand mit Speckröllchen leben können, wenn ich sie selber hässlich finde - dann gibts nur zwei Möglichkeiten: abnehmen oder sie lieben lernen.

    nach dem Motto: love it - leave it or change it - dieses Motto ist ganz gut, wenn man auf Partnersuche geht und zuerst einmal sich selber hinterfragen muss - in allen Richtungen - was man überhaupt will? Wieviel Zeit will ich investieren in eine Partnerschaft? usw.
    Und das Ganze am Besten schriftlich zu verfassen!

    guter Buchtip dazu: "Wann kommt denn nun endlich der blöde Prinz auf seinem dämlichen Gaul?" Knaur Verlag (Der Buchtitel heisst wirklich so !!!)
     
    • # 5
    • 11.01.2010
    • Gast
    Dies ist eine sehr ueberlegte Antwort, Frederika.

    J
     
    • # 6
    • 11.01.2010
    • Gast
    Oft gibts ja auch die Charakterzüge... wie #2 schreibt.

    Man liest oder hört auch oft, der Mann sollte treu sein, kein Weichling, aber bisschen Macho, soll auf die Frau eingehen können, aber sie nicht einengen, Humor haben, kinderlieb... ect.

    Es gibt meist zu jedem positiven Charakterzug eine gegensätzliche Komponente. DAS muss sich MANN erstmal verdauen. DENN er fragt sich dann, was will die Frau eigentlich.

    Ein Mix aus Macho, Weichi und Abenteurer......- welcher Mann will und KANN das erfüllen. Kein Wunder, dass er dann gar nichts mehr weiss....

    Wenn es um Äusserlichkeiten geht........ - dann gilt Mann wie Frau als OBERFLÄCHLICH.
    Na super, wir sind nunmal VIRTUELL, haben zuerst die Augen, die den Mensch sehen.
    Es gibt dann einen Unterschied, DIE AUSSTRAHLUNG und das tatsächliche Aussehen. Das ist wohl der Knackpunkt.

    Aus vorherigen Erfahrungen u. da man ja auch "was zu bieten hat".... sind die 3 Ansprüche... nicht DICK, nicht soviel kleiner (1.80 selbst) und keinen Bart. Vielleicht ein Kinnbärtchen ok.
    Der Rest ist die Ausstrahlung.
    Der Satz, "ach - nimm den doch, der hat ja sooo gute innere Werte"...

    Was nützt das, wenn man nicht durch die äussere Erscheinung in "Wallung gerät"... diesen eben auch auf **** Gebiet anziehend findet.

    w (nicht oberflächlich, aber weiss, was sie nicht will!)
     
    • # 7
    • 12.01.2010
    • Gast
    Dieser Satz "Du stellst zu hohe Ansprüche" ist doch so ein Pauschalsatz, der niemandem was bringt. Stellt man zu niedrige Ansprüche, kommen genauso schnell blöde Sprüche von den selben Menschen. Dann heisst es "was will die denn mit dem? Die hat es aber nötig...".

    Jeder sollte tun, womit er leben kann und was er für richtig hält. Was wissen denn andere von de "eigenen Ansprüchen" wirklich über eine kurze Aussendiagnose?
    w/31
     
    • # 8
    • 12.01.2010
    • Gast
    da möchte ich Frederika zustimmen, genau so würde ich das auch sagen wenn ich denn die Zeit und die Nerven gefunden hätte so viel dazu zu schreiben..
    Und viele hier wie auch im Alltag sollten das wohl mal an den Kühlschrank gepinnt bekommen..
    Danke dafür.
     
    • # 9
    • 12.01.2010
    • Gast
    Frederika hat das super beschrieben. Dem kann ich auch nicht mehr viel hinzufügen. Es gibt ja auch hier im Forum so manche klagen, dass der Herr das falsche Auto fährt, nicht die richtigen Schuhe an hatte usw. Diese Materiellen Ansichten betrachte ich auch als äußerst zu hoch gesteckte Ansprüche und auch als falsch, denn bei jenen, die mal eben die flaschen Tretter an hatten, sollte man wirklich erst mal die inneren Werte betrachten.
     
    • # 10
    • 12.01.2010
    • Gast
    @#1 Frederika

    Wow, das ist eine überzeugende, abgerundete und vor allem nachvollziehbare Antwort - well done!
    Hast du noch mehr so begeisternde "Qualitäten"? Hmm, bin "leider" nicht EP-Mitglied ;-))

    Anfügen kann man noch, auch wenn ich einen Menschen kennen lerne, welcher nahezu 100% der "Kriterien" erfüllt resp. den eigenen Ansprüchen genügen würde - es muss noch der Funke springen - und das auch noch beidseitig!

    m/41/CH
     
    • # 11
    • 12.01.2010
    • Gast
    Diese Thread könnte geschlossen werden. #1 hat abschließend alle wesentlichen Aspekte dieses Themas beleuchtet und sehr gut dargestellt.
     
    • # 12
    • 12.01.2010
    • Gast
    siri
    ich meine auch, daß vor allem +40 frauen geraten wird, ihre ansprüche zurückzunehmen - +50frauen sollen am besten überhaupt keine mehr haben.
    deshalb habe ich den eindruck, daß "frau" vor allem über ihr alter definiert wird - das ist ein bisschen wenig, und war für mich anlaß genug, mein profil recht schnell wieder zu löschen.
     
    • # 13
    • 12.01.2010
    • Gast
    #3 Ich kann deine Meinung nur voll unterstreichen. Es gibt Grundwerte, die ich für unabdingbar halte. Weniger geht nicht. Bei Äußerlichkeiten bin ich tolerant, auch Status ist mir nicht so wichtig, wohl aber Intelligenz und Herzensbildung.

    Dann lieber alleine und im Rentenalter einen Hund anschafffen. (Vorher geht es nicht wegen der Berufstätigkeit)
     
    • # 14
    • 12.01.2010
    • Gast
    Machen wir uns nichts vor:
    In den verschiedenen Threads wurde das Thema "zu hohe Ansprüche" meist bei Frauen 50+ erwähnt.
    Bei #1, Frederika, wird diese Meinung auch noch auf die Spitze getrieben.
    Es grenze an "ABSURDITÄT" (!), wenn eine Frau "um 50" einen Mann sucht, "der sie auf Händen trägt, verwöhnt, sexuell beglückt, kulturell interessiert ist, und so weiter".

    Du lieber Himmel, warum nicht? Weil sie "um 50" ist?

    JEDE Frau wünscht sich das, egal welchen Alters, und gerade eine lebenserfahrene Frau weiß selbst ganz genau, dass der Alltag nicht nur Sonnenschein ist. - Also Realitätsverlust ist dies bestimmt nicht!

    Dazu kommt noch, dass wohl kaum eine Frau dieser Altersklasse höhere Ansprüche an einen Lebenspartner stellt, als sie selbst in der Lage ist, zu bieten.
    Das Problem ist doch wohl eher das der altersentsprechenden Herren, DEREN Ansprüche unrealistisch überhöht sind, was das jugendliche Alter einer potentiellen Partnerin betrifft.

    Nein, Frauen +/- 50 haben im Normalfall keine überhöhten Ansprüche. Sie suchen einen Partner aus der selben Generation. Was sie an Bildung und Beruf vorweisen können, was sie an Zärtlichkeit, Sex und Zuwendung bereit sind zu geben, das erwarten sie auch von einem Partner. Das ist gut und richtig so!

    Auch ich habe mit über 50 hier bei EP einen Partner gesucht, sehr aktiv sogar! Meine romantische Wunschvorstellung war genau ein solcher Mann, wie oben erwähnt.
    Man stelle sich vor: Ich hab ihn!! Seit 1 1/2 Jahren schon!! - Und ich bin nicht die einzige!
     
  4. #14 ist von mir, Angela.
     
    • # 16
    • 12.01.2010
    • Gast
    Klare Antwort auf Deine Frage und meine Meinung: Nein, es bringt mittel- und langfristig nichts, sich mit einem Trostpreis zufrieden zu geben!

    Ich , Frau von ü/ 50, kann im Gegensatz zu #1 nicht finden, dass meine Ansprüche absurd sind, weil ich einen Partner suche, "der mich auf Händen trägt, verwöhnt, sexuell beglückt, gut situiert, kulturell interessiert ist und so weiter" - noch nicht mal auf das "und so weiter" werde ich verzichten!

    Auch wenn es sich die u/40 nicht vorstellen können: Es ist keineswegs so, dass der Marktwert einer Frau ü/50 gegen "null" tendiert, und sie nehmen müssen, was übrig bleibt. Es gibt tatsächlich genügend Männer - ich denke sogar, es ist die Überzahl - die realistisch sind und altersentsprechend suchen! Ich sprech' da aus eigener Erfahrung.

    Frau ü/50
     
  5. ja, das mit den Ansprüchen ist so eine Sache. Auch ich empfinde die Ansprüche der Herren oft als sehr hochgesteckt. Andererseits sage ich mir als reife Frau aber auch, warum soll ich mich z.B. mit einer hübschen Eigentumswohnung begnügen, wenn ich selbst ein Haus habe? (bildlich gesprochen). Andererseits habe ich aber leider auch den Eindruck gewonnen, daß die Herren - zumindest meines Alters - keine Kämpfernaturen mehr sind und um eine Frau werben. Eher empfinde ich, daß die meisten selbst darauf warten, "erobert" zu werden. Hat denn kein Mann dafür Verständnis, daß auch eine Frau eigene Interessen und Verpflichtungen hat, und nicht nur darauf wartet, sich um einen Mann kümmern zu müssen? Vielleicht wäre auch in so einer Situation mal ein "Nachfragen" angebracht.

    Witwe ü/60
     
    • # 18
    • 13.01.2010
    • Gast
    @ # 14:

    Den Thread der Fragestellerin, auf den Frederika Bezug genommen hat, habe ich auch gelesen und noch sehr gut in Erinnerung. Ich fand es gut, dass diese Frau - soweit ich mich erinnere - von ausnahmslos allen Antwortenden gesagt bekam, dass das, was sie sucht, schlichtweg nicht erreichbar sein wird. Damit ist ihr auch mehr geholfen als wenn sie von angeblich gut meinenden Freundinnen in diesen abstrusen Ansprüchen bestärkt werden würde.

    Das, was diese Frau wünschte hier zu finden, war ein enorm großer und enorm bunter Strauß von positiven männlichen und menschlichen Eigenschaften. Viele schrieben, dass sie ernstliche Zweifel daran hegten, dass es einen solchen Mann überhaupt gibt. Andere antworteten, dass, wenn es solche Männer geben sollte, sie doch sehr selten vorkommen dürften und dann eine enorm große Auswahl an enorm attraktiven Frauen haben dürften.

    Jemand schrieb mal im Forum: Wer einen Mann wie Brad Pitt haben will, muß aussehen wie Angelina Jolie. Wer eine Frau wie Angelina Jolie haben will, muß aussehen wie Brad Pitt (ich füge hinzu: oder so viel Geld haben wie Brad Pitt). Das, was die besagte Frau haben wollte, war in der Tat absurd und abstrus angesichts der Quantität und Qualität, die sie verlangte.

    Ein solcher Mann - wenn es ihn denn gibt - hat also die freie Auswahl. Er kann sich unter zig Frauen seine Nummer 1 aussuchen. Und eine jüngere Frau gilt nun mal gemeinhin als attraktiver als eine 50-Jährige. Das mag vielen Frauen in diesem Alter nicht gefallen. Selbst mir (33) gefällt es teils nicht, wenn ich sehe, daß unter 30-jährige Frauen mir aufgrund ihres Alters vorgezogen werden könnten. Aber es hilft ja nichts. Die Beurteilung der eigenen Attraktivität durch andere, nimmt nun mal - so meine Beurteilung - ab ca. 40 ab (und teils auch schon ab 30). Das hängt wohl vor allem damit zusammen, dass ab diesem Alter die Gebärfähigkeit sich dem Ende zuneigt und die Merkmale, die für gebährfähig stehen, auch meist für attraktiv stehen.

    Bei einer Frau um die 50 würde ich eher vermuten, dass sie durch ihre Lebenserfahrung weiß, welche Ansprüche legitim sind und welche einfach zu hoch. Das Problem der zu hohen Ansprüche wird hier ja immer wieder besprochen und betrifft Männer wie Frauen gleichermaßen, gleich welchen Alters.

    Ich finde Frederikas Beitrag in # 1 sehr gut. Manche Leute merken gar nicht, dass sie Ansprüche haben, die sich entweder schlichtweg ausschließen oder die die Wahrscheinlichkeit, einen passenden Partner zu finden, gegen 0 gehen läßt. Niemand soll sich mit jemandem zusammen tun, in den er nicht verliebt ist, auf den er nicht steht, klar. Aber man muß wegkommen von dieser Weihnachts-Wunschzettel-Mentalität, zu der vielleicht gerade eine Partnervermittlung im Internet verleitet.
     
    • # 19
    • 13.01.2010
    • Gast
    Super geschrieben, #18. Auch #1 ist toll formuliert. Ihr beide habt's verstanden. Hoffentlich verstehen andere euch auch.

    Ich würde zu gerne eine so realistische und intelligente Frau kennenlernen. Schade, dass das hier nicht geht... *seufz* Bist du Mitglied hier, #18?

    m, 40
     
  6. @#18:
    Ich kann mich nur wiederholen:Die Frau hat in dem besagten Thread hat genau das Richtige verlangt: Nämlich lediglich das, was sie selbst zu geben in der Lage ist. Einen Partner auf Augenhöhe eben! Du willst tatsächlich ernsthaft behaupten, das sei nicht "legitim"? (Schon bei dieser Wortwahl schaudert`s mich!)

    Wer sich aber, wie du, bereits in der 30- ern schon mal prophylaktisch selbst klein macht und Angst vor jüngerer Konkurrenz hat, muss sich nicht wundern, wenn sie dann wirklich nicht genügend wertgeschätzt wird. Für mich bist du blutjung und hast alle Chancen der Welt, einen Partner mit deinem Niveau zu finden!! (Was von "selbst erfüllender Prophezeiung" gehört??)

    Oder hast du etwa jetzt schon Bedenken, dass die etwas älteren Frauen in der Altersklasse Erfolg haben könnten, von der du meinst, sie sei bereits für die "alternden" 30- Jährigen reserviert?

    Es liegt an uns Frauen, mit welchen Selbstbewusstsein wir an die Partnersuche heran gehen und ob wir uns ins Abseits schieben lassen, oder nicht. Es sind die Männer, die uns vormachen, wie das prächtig funktioniert!

    Nichts für ungut, liebe #18, schreibe du jetzt ruhig auch deinen "Wunschzettel", das ist völlig in Ordnung!
    Ich habe schließlich auch meinen Wunschpartner gefunden.
    (Na so was aber auch!!)
     
    • # 21
    • 14.01.2010
    • Gast
    Hallo #20!
    Diese hier oft vertretene Ansicht, daß wir mit jedem Lebensjahr weniger Wert sind, ist wirklich absurd! Ich sehe das genau wie du, Angela. Ich bin überzeugt, dass ich mit einem jüngeren Partner besser zurecht komme. Anschreiben von Männern 50+ wurden von mir abgewiesen, und selbst stöberte ich bei den Vierzigern.
    Seit 5 Monaten bin ich mit einem Traumtypen von 46 Jahren zusammen und fühle mich mit ihm genau richtig!


    Frau, 50
     
  7. @#16:
    Worin besteht denn DEIN Problem als Mann(?) ?
    Welches Interesse hast du dann, dass andere es auch "verstehen"? - Sehr merkwürdig...

    Du kannst doch genau solche Frauen kontaktieren, die DEINEN Ansprüchen genügen.
     
  8. Was sind hohe Ansprüche?
    Ich teil das mal in meine 3 Kategorien ein:
    grüne Zone = 5 oder weniger Ansprüche
    gelbe Zone = 10 oder weniger Ansprüche
    rote Zone = mehr als 10 Ansprüche
    keine Chance = mehr als 20 Ansprüche

    Was ist ein Anspruch? Ein Anspruch ist z.B. wenn eine Frau meint, der Mann muss unbedingt lange Haare haben, oder eine bestimmte Augenfarbe, oder eine gewisse Größe, oder einer bestimmten Berufsgruppe/Sparte angehören, oder er muss xx Bildung besitzen ... usw.
    Ich habe sehr selten Frauen mit 10 oder wenigen Ansprüchen kennengelernt.
    Je mehr Ansprüche jemand hat und derjenige gegenüber hat auch viele Ansprüche, umso unwahrscheinlicher ist ein erfolgreiches Date / eine langfristige glückliche Beziehung.

    Im Augenblick der Bestandsaufnahme (1.Date) ist es sicherlich nicht so lustig, wenn man blödsinniges Anspruchsdenken gegenüber gestellt bekommt, später kann man sich aber meist nur über die B... der betreffenden Personen amüsieren.
     
    • # 24
    • 14.01.2010
    • Gast
    @ # 18:

    Keine Angst, ich bin schon vergeben und glücklich damit. Deshalb bezieht sich mein Fazit, daß ein kleiner (!) Attraktivitätsverlust schon ab 30 einzusetzen scheint, eher auf eine Beobachtung der Welt als auf meine eigene Erfahrung. Ich habe meinen gleichalten Freund im übrigen auch auf "friendscout" vor einem Jahr kennengelernt. Auch habe ich bei meinen vorherigen Dates nicht die Erfahrung gemacht, als 30-32-Jährige schon aussortiert zu werden. Der Attraktivitätsverlust ab 30 scheint, wenn ich denn damit Recht habe, eher minimal zu sein.

    Aber spätestens mit Mitte 30 ist die Frage des Kinderkriegens ja akut für diejenigen Frauen, die noch welche wollen. Für die Männer, die eigene Kinder wollen, ist eine Mitte 30-Jähige oft gerade noch akzeptabel. Schließlich muß man sich ja erst mal eine gewisse Zeit kennenlernen. Wenn man dann Kinder in die Welt setzen will, ist es ja nicht gesagt, daß dann alles sofort klappt. Schließlich wird die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft mit zunehmendem Alter geringer. Das wissen auch die Männer. Und wenn man mehr als ein Kind möchte, kann es schnell eng werden. Diese Problematik ergibt sich nicht bei einer unter 30-Jährigen. Und insofern empfinde ich es als logisch, wenn auch bitter für die Frauen ab Mitte 30, daß vielen Männern eine unter 35-Jährige lieber ist.

    Aber ich halte es einfach für eine Tatsache, daß die Attraktivität einer Frau mit zunehmendem Alter sinkt. Natürlich gibt es Frauen wie Iris Berben, Senta Berger, Hannelore Elsner und und und, die auch im Alter noch toll aussehen. Aber als sie halb so jung waren, sahen sie in der Regel eben schlichtweg atemberaubend aus.

    Es geht mir auch nicht - wie # 21 sagt - um die Frage, wie viel wert ein Mensch ist. Das finde ich wiederum grotesk, aus meiner Meinung über die Attraktivität, abzuleiten, ich hätte mich dabei über den Wert eines Menschen an sich ausgelassen. Den Wert eines Menschn kann wohl niemand bestimmen und wenn man es denn wollte, so hinge er davon ab, wie nahe derjenige dem Bewerter steht. Aber Attraktivität muß und kann doch wohl abgekoppelt davon betrachtet werden. Schließlich diskutiert man ja auch über die Attraktivität eines Models ohne ein Wort über den Wert eines Menschen gesagt zu haben.

    Guckt Euch doch einfach mal Prominente an, die irgendwann ihre Ehefrauen verlassen. Wem wenden sie sich zu? Einer Frau, die genauso alt ist wie die abelegte Ehefrau oder gar älter? Nein, in der Regel ist die neue Frau deutlich jünger als die alte und nach halbwegs objektiven Kriterien auch attraktiver. So traurig das ist. Prominente mögen nicht repräsentativ sein, weil sie ein völlig anderes Leben als der Durchschnittsmensch führen. Andererseits sind sie in der Lage unter vielen Frauen auszusuchen. Das kann der Durchschnittsmann meist nicht so gut. Der 50-jährige Stadtverwaltungsbeamte mit Bauch und Glatze bekommt nun mal nicht die gleichen Frauen wie Flavio Briatore. An Prominenten erkennt man aber teils, was sich vielleicht auch der Durchschnittsmann wünscht aber nicht bekommen kann.

    Ich weiß nicht, ob wir bei der besagten Fragestellerin über den gleichen Thread reden, denn der liegt ca. ein halbes Jahr zurück. Ich finde diese Suchanforderung nach wie vor absurd. Kaum vorstellbar, daß diese Frau all dies selbst bieten konnte, was sie da suchte. Es waren so dermaßen viele äußerst positive Eigenschaften. Da kann wirklich kaum einer von sich behaupten, das alles in seiner eigenen Person aufweisen zu können. Im Normalfall haben solche Traumtypen dann aber die freie Auswahl. Natürlich ist es nicht ausgeschlossen, dass sie sich dennoch für eine 50-Jährige entscheiden aber es ist sehr unwahrscheinlich. Die reale Welt zeigt mir jedenfalls etwas anderes, nämlich, dass die meisten Männer eine Frau suchen, die entweder jünger, gleich alt oder nur wenige Jahre älter ist als sie selbst. Und das bei der Frage des Kinderwunsches ein gewisses Alter nicht unterschritten werden darf. Ich habe aus purem Interesse diesbezüglich mal sehr viele männliche Profile bei friendscout durchgeklickt, um zu gucken, wie alt die Männer selbst sind und welches Alter sie bei Frauen präferieren und bin zu dem geschilderten Ergebnis gekommen. Viele suchten eine Frau, die bis zu 10 Jahre jünger und maximal 2 Jahre älter sein sollte. Natürlich gibt es eben auch Ausnahmen aber die heben eine Statistik ja nicht aus den Angeln. Im Fall von # 21 ist der Altersunterschied auch nicht so groß und die Kinderfrage stellt sich nicht mehr.
     
    • # 25
    • 14.01.2010
    • Gast
    siri
    #24
    flavio briatore steht nicht auf meinem wunschzettel. ich habe etwas höhere ansprüche :)

    ich gebe dir in mancherlei hinsicht recht. du beschreibst den durchschnittsmann (auch prominente sind durchschnittsmänner) recht gut. der sieht einfach die frau, die vor ihm steht und denkt nicht darüber nach, was seine spontane entscheidung bedeutet.
    1. jüngere frauen wollen oft noch kinder - und ältere männer sind damit oft restlos überfordert.
    2. jüngere frauen wählen, wenn sie die möglichkeit haben, fas timmer auch lieber einen gleichaltrigen oder nur wenig älteren mann.
    3. älter männer tauschen oft sicherheit gegen jugend. wenn die jugend dann selbst sicherheit hat, braucht sie keine mehr.
    4. auch ein jugendlicher körper wird zur gewohnheit, unterschiedliche weltanschauungen nicht.
    5. auch ein leben in ökologischer sicherheit wird zur gewohnheit - langeweile und das fehlen von gleichaltrigen nicht.


    ich habe immer "oft" geschrieben, weil es tatsächlich auch ausnahmen gibt.

    und ich habe ein paar freundinnen, bekannte, die mit 10 - 20 jahre älteren männern verheiratet waren. sie sind inzwischen +/- 50, die kinder sind erwachsen, die frauen alle geschieden und jetzt mit gleichaltrigen oder jüngeren partnern liiert und die männer sind heute teilweise mit gleichaltrigen, teilweise mit importfrauen zusammen.

    jeder kann machen, was er möchte, soll aber wissen, was er tut.
     
    • # 26
    • 14.01.2010
    • Gast
    Zwangsberlineri:#24 hat das sehr präzise und feinfühlig formuliert.
    "Der 50-jährige Stadtverwaltungsbeamte mit Bauch und Glatze bekommt nun mal nicht die gleichen Frauen wie Flavio Briatore. An Prominenten erkennt man aber teils, was sich vielleicht auch der Durchschnittsmann wünscht aber nicht bekommen kann"
    So isses! Im Grunde genommen fehlt es dem Durchschnittsmann am Geld und Macht, um seine Träume auszuleben. Und je weniger Geld und Macht er hat (Geringverdiener, Hartz4 usw) desto frustrierter wirkt er auf seine Außenwelt. Die ihn deswegen ablehnt, worauf der wiederum schlussfolgert: alle Frauen schauen nur auf Status! Umgekehrt wünscht sich die Frau tief im Innern schon den mächtigen Mann mit Geld und Status (auch wenn sie vor lauter Emanzipiertheit das Gegenteil behauptet)
    der sie wie ein kleines Mädchen verwöhnt und vergötter. Da das für Lieschen Müller kaum zu erreichen ist, muss sie mit dem netten Finanzbeamten A7 vorlieb nehmen....such ist life....
     
    • # 27
    • 14.01.2010
    • Gast
    Meiner Meinung nach stellt man dann zu hohe Ansprüche, wenn man von seinem potentiellen Partner positive Eigenschaften erwartet ohne selbst diese Eigenschaften (oder "gleichwertige") zu besitzen.
    Wenn z.b. eine sympathische, intelligente, hübsche, junge Frau einen sympathischen, intelligenten, hübschen, jungen Partner will, dass ist das kein zu hoher Anspruch. Wenn aber ein dicker Mann im Rentenalter ohne sonstige positive Eigenschaften nun der Meinung ist nur eine Frau wie oben beschrieben würde zu ihm passen, dann sind das zu hohe Ansprüche. Genauso wie wenn eine unterdurschnittliche Frau nur Männer will, die aussehen wie George Clooney (oder Brad Piit), super viel Geld hat und auch charakterlich ein Top-Typ ist und alle anderen Männer kategorisch ausschließt
    Es heißt ja nicht umsonst "Gleich und gleich gesellt sich gern".
     
    • # 28
    • 06.02.2011
    • Gast
    Ganz genau, so sehe ich das auch. Wie kann ich gewisse Ansprüche an jemanden stellen, wenn ich selbst diese nicht mal erfülle? Das würde ich dann schon in die Kategorie "zu hohe Ansprüche" packen. Ich bin Mitte 20, glaube optisch ganz gut getroffen zu sein, bin schlank, weiblich und weiss ganz genau was ich will. Das weiss ich aber auch nur, weil ich durch "Fehlgriffe" gelernt habe, was mich anzieht und was ich nicht möchte. Oft haben Männer auch nicht die Traute selbstbewusste Frauen anzusprechen, dabei sollten sie das als Vorteil betrachten und nicht als Gefahr. Oder sind Teenie-Girls, die ihre Meinung wechseln wie ihre Kerle wirklich soviel besser für die echten Ziele eines Mannes mit Verstand?

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