• 09.06.2015
    • Solofrau

    "Du brauchst doch gar keinen Mann" Wer hat es schon erlebt?

    Ich wundere mich schön länger, warum es schwierig für mich ist, einen Partner zu finden.Beim Kennenlernen hatte ich jetzt schon öfter dasselbe Problem:
    Männer halten mich aufgrund meines Jobs für sehr selbstständig und dominant. Das bin ich im Privatleben allerdings gar nicht, da möchte ich mich lieber anlehnen können und bin auch mal froh, nicht immer die Entscheidungen treffen zu müssen.
    Der letzte Kennenlern-Versuch endete mit den Worten: „Du brauchst doch gar keinen Mann.“ Da war ich baff! Jetzt versuche ich das einzuordnen.
    Zeige ich mich zu wenig weiblich und weich? Dabei suche ich doch auch nach der Schulter zum Anlehnen …
    Beim Reflektieren würde es mir helfen, wenn andere Frauen mir einfach von ihren Erlebnissen und Erkenntnissen erzählen, die in die gleiche Richtung gehen.
     
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    • # 1
    • 09.06.2015
    • Amalfitana
    Hier im Forum legen doch einige Männer Wert auf eine selbstständige, finanziell unabhängige Partnerin, die einen möglichst technisch-naturwissenschaftlichen Hintergrund (und somit ein gutes Einkommen) und nicht Kunstgeschichte oder Sozialpädagogik studiert hat. Vielleicht solltest du dich mal mit diesen Männern treffen, die sind sicher begeistert von dir.
     
    • # 2
    • 09.06.2015
    • Gast
    Das kann ja an vielem liegen, dass der Mann Dir sowas sagte. Wenn Du alles von Deinem Job und den Dingen, die Du allein machst, erzählt hast, könnte es sein, dass Du vermittelst, dass Du keinen Platz für wen anderes hast, weil es Dir so wichtig ist, alles allein zu machen. Wenn der Mann so drauf war, dass er ein abhängiges Weibchen will, liegt es an ihm, dass jegliche Eigenständigkeit ihn verschreckt.

    Einen Menschen BRAUCHEN, ist sowieso schlecht, weil man ihn dann in eine Rolle drängen muss. Eigenständig sein ist für mich die Voraussetzung für eine schöne Beziehung ohne komische Bedingungen.
    Dazu müsste man mehr Infos haben, was Du so sagst bei Dates und wie Du wirkst.
    Wenn Du dann von all dem erzählst, was Du so leistest, damit der andere darauf kommt, dass Du mal entlastet werden willst, ist das die falsche Methode, weil das so klingt, als würdest Du Dein Leben in allem so im Griff haben wollen. Außerdem weist es dem anderen eine Rolle zu: Du willst Dich anlehnen und privat nicht auch noch dominant und tough sein, das heißt, da muss der Mann ran und genau das tun, was Du erwartest. Was, wenn er sich anlehnen will, weil er auch einen harten Job hat? So läuft das doch oft: Mann macht den harten Job, Frau macht den Rest des Lebens angenehm.

    Ich würde nicht viel vom Job reden bei den Dates. Ich weiß ja nicht, was Du machst und ob schon die Bezeichnung nach Bigboss klingt. Aber meist ist es doch das, was die Person als Gesprächsthema wählt, das aussagt, ob man da glücklich werden würde oder nicht.
     
    • # 3
    • 09.06.2015
    • male36
    Ja, ich kenne das Phänomen als Mann, aber es geht da meiner Erfahrung nach nicht nur um Selbstständigkeit (Job, etc...). Manche Frauen wirken auch mit ihrer Art dominant oder männlich. Das kann am Aussehen liegen (z.B. eine sehr große, breitschultrige Frau), aber auch an der allgemeinen Umgangsart.
    Teilweise liese sich das vielleicht auch ändern: z.B. einfach etwas hilfsbedürftiger erscheinen, möglichst wenig bestimmend rüberkommen und überspitzt formuliert den Mann für seinen beruflichen Erfolg/seine Stärke / etc... bewundern (also etwas übertrieben zum Mann "aufschauen" und dessen männlich empfundene Eigenschaften anerkennen). Also quasi gezielt ein gewisses Rollenverhalten einnehmen, falls Du das möchtest.
     
    • # 4
    • 09.06.2015
    • LuckyBastard
    Manchen Menschen fällt die Trennung in private und geschäftliche Person schwer. D. h. hier ist dann nicht, oder schwer, feststellbar wo der beruflich/geschäftliche Mensch endet und Private beginnt. Den betroffenen Personen fällt das meist gar nicht auf.
    Ich hab oft Frauen getroffen, die sich für mich zu stark über ihren Beruf definieren, weil z.B. sich Gespräche einfach zu oft darum drehen.
    Ich für meinen Teil hab immer kurz über meinen Job gesprochen, damit das Gegenüber einen Eindruck hat was ich beruflich so treibe, ansonsten rede ich privat (Familie, Freund, Partner) gar nicht über meinen Job. Ich beschäftige mich ausreichen Stunden in der Woche damit, deshalb muss er nicht die restliche Zeit auch noch dominieren.
    Ich habe allerdings erlebt, dass andere das ganz anders sehen und z.B. auch berufliche Konflikte ins private Umfeld getragen werden. Für mich ist das sehr störend und belastend, wenn das ein vernünfitiges/gesundes (ist sicher definitionssache) Maß übersteigt.
     
    • # 5
    • 09.06.2015
    • bigger
    Jeder Mensch hat weibliche und männliche Essenzen in sich.

    Wir sind alle keine Lichtschalter. Auf der Arbeit nur dominant, zu Hause nur fürsorglich und weich. Wir hätten das gerne so, aber die Überlappungsbereiche sind groß. Wahrscheinlich nehmen sie dominante Teile mit nach Hause und strahlen diese dann aus. Das kann sehr subtil sein.

    Entweder sie schnappen sich einen Mann mit submissiven Tendenzen oder sie müssen hart an ihrer Aussenwirkung achten.

    Als kleine Anmerkung. Sie können im Job dominant sein, ohne ihre Weiblichkeit zu verlieren. Indirekte Dominanz. Der andere merkt gar nicht, dass er etwas für sie macht.
    Das steht einer Frau besser zu Gesicht.

    Männer, die mit "weiblichen Bandagen" kämpfen wirken unnmännlich und Frauen die mit "männlichen Bandagen kämpfen" herrschsüchtig.


    Auch wenn es nicht dem Zeitgeist entspricht: Normal sozialisierte Frauen mögen dominante Männer. Und dominante Frauen wollen dann noch dominantere Männer. Die sind aber selten und selten monogam.

    Kultivieren sie ihre Weibliches Wesen, dann kommt auch der dominante Mann.
     
    • # 6
    • 09.06.2015
    • Bernd50
    Die meisten Single-Frauen, nicht nur in Singlebörsen, besonders ab 40+ machen auf mich den Eindruck, dass sie an Männern/Partner kein so großes Interesse haben, wie man meinen würde.

    Ich (m,53) gehe inzwischen davon aus, dass die Single-Frau ab 40+ keinen Mann "braucht" sondern gerne auch alleine lebt. Das mag provokant klingen, aber s.o.

    Als Frau muß man sich den Männern nicht als "anlehnungsbedürftig" anbiedern. Aber bei Interesse-am-Mann wäre es gut, wenn die Frau ihre tiefen Gefühle und besonderes Interesse auch zeigen würde.
    Oder mal selber die Initiative ergreifen, und nicht auf den Mann warten.
    Und sei es nur z.B. für umarmen oder küssen.

    Ich kenne vereinzelt Single-Frauen, die sich gerne mal an einen Mann "anlehnen" würden.
    Um seelisch zu entspannen, und nicht immer "stark" sein zu müssen. Aber die lassen es sich nicht anmerken. Wie soll der Mann es dann erkennen ?
     
    • # 7
    • 09.06.2015
    • gast_xy
    Ich bin zwar keine Frau. Aber das hängt von vielem ab. In erster Linie davon, welche Männer du dir für Treffen assuchst. Eventuell findest du die, die damit kein Problem hätten ja gar nicht anziehend. Unter Umständen gibst dich aber auch schwächer als du bist, sodass sich Männer von dir angezogen fühlen, die nicht mit deiner Selbständigkeit umgehen können, sodass sie beim näheren Kennenlernen dann logischerweise ertstaunt oder überfordert sind, was du alles auf die Reihe bekommst. Also das Gegenteil von dem, was du vermutest, wie du nach außen wirkst. Denn ansonsten müssten theoretisch Männer auf dich zugehen, die nach einer sehr selbständigen Person suchen.

    Erzähle doch mal grob, wie alt du bist, ob du Kinder hast und was du für einen Job machst, sowie was für Männer du von Beruf und Aussehen her triffst. Ich denke, das könnte bei einer Einordnung helfen.

    m/36
     
    • # 8
    • 09.06.2015
    • Ars_Vivendi
    Wir Männer mögen in der Regel keine Frauen, die "selbstständiger" und "erfolgreicher" sind als wir selbst. Das ist meist schlecht fürs eigene Ego. Ja, und gebraucht werden wollen wir auch, wer will das nicht?

    Du bist vermutlich aufgrund Deines Jobs (und im Job) sehr selbstständig und dominant. Mir hat übrigens auch gerade eine Frau gesagt, dass sie mich aufgrund meines Jobs für sehr strukturiert und zielgerichtet hält. Bin ich auch, im Job brauchst Du das vermutlich genauso wie ich. Ich habe mal einen weiblichen Sparkassenvorstand gedatet, die war auch nicht der Prototyp einer "weiblichen" Frau.

    Suche Dir entweder einen Mann "auf Augenhöhe", der das verstehen wird oder suche Dir einen anderen Mann und hänge den Job vielleicht ein wenig tiefer, solange er Dich privat noch nicht so gut kennt.
     
    • # 9
    • 09.06.2015
    • Gast
    Auf solche Aussagen antworte ich immer: Stimmt, ich brauche keinen Mann - aber ich will einen Mann.
    Ich verdiene mein eigenes Geld, ich kann eine Lampe aufhängen und einen Reifen wechseln. Ich trau mich alleine ins Theater oder ins Restaurant. Also wenn es ums "brauchen" geht, dann geht es auch ohne Mann.
    Aber ich möchte einen Mann, der mich liebt und den ich liebe, mit dem ich mein Leben gemeinsam erleben kann.
    Vielleicht möchten viele dieser Männer eben der Versorger sein, dem das kleine Frauchen um ein neues Kleid bittet und die dann dafür eine Gegenleistung erwarten.
    Ich kenne dich nicht und kann nicht sagen, ob du zu wenig weiblich wirkst. Kommt auch drauf an, was man(n) unter weiblich versteht.

    Mach dir keine Gedanken, es gibt auch andere Männer, die ebenfalls keine Frau brauchen sondern eine Frau wollen.
     
    • # 10
    • 09.06.2015
    • Gast
    Du schreibst, dass Männer dich wegen deines Jobs für selbstständig halten. Ich vermute, dass du das auch vermittelst, sonst würde so ein Spruch nicht kommen - kann ich mir zumindest nicht vorstellen.

    Wenn ich davon ausgehen, dass du in einer Führungsposition bist und gewohnt bist, Entscheidungen zu treffen und andere zu führen, dann wird sich das m. E. zwangsläufig auch in deinem Verhalten im Privatleben widerspiegeln. Hast du dich selber mal beobachtet und dein Verhalten in Frage gestellt?

    Ich habe den Eindruck, dass jüngere Männer weniger ein Problem mit selbständigen Frauen haben. Vermutlich, da sie andere Müttervorbilder als die ältere Generation haben. Die ältere Generation ist vielfach mit der klassischen Rollenverteilung aufgewachsen und entsprechend können die Erwartungen bezüglich der Rollen sein.

    Den Spagat zwischen 'Powerfrau' und anlehnungsbedürftiger Frau zu schaffen, dürfte schwierig sein.
     
  2. Nun, in diesem Fall sehe ich es so, er, der so etwas zu Dir sagt, der meint vor allem, Du brauchst nicht ihn - fühlt sich also von Dir nicht (genug) gebraucht - soll heißen, das, was er zu geben hat, stimmt für ihn nicht damit überein, was Du nehmen möchtest oder kannst oder willst - diesen Mann brauchst Du dann wirklich nicht, wohl wahr. Die Verallgemeinerung - keinen Mann - statt - mich - zu sagen, hilft sicher, seine Enttäuschung nicht so persönlich zu nehmen, ich glaube, mehr Gedanken sollte man sich im Einzelfall nicht darüber machen oder gar versuchen, sich anders zu geben, als man ist - macht keinen Sinn.
    Grundsätzlich ist es einfach schwierig, wenn man beides in sich hat, mit zweierlei Signalen in eine Kennlernphase zu gehen, nach außen taff und nach innen anlehnungsbedürftig - aber auch nicht immer - riecht schon von Weitem nach: kompliziert - das - und es wird ja gerade in einer anderen Frage diskutiert - liegt in der Wunschliste ziemlich weit hinten ;-)
     
    • # 12
    • 09.06.2015
    • entropie
    Weitersuchen, der richtige Mann ist dir einfach noch nicht über den Weg gelaufen

    Gruß m31
     
    • # 13
    • 09.06.2015
    • Gast
    Wow, können wir tauschen? Ich finde das toll, denn es zeigt doch a.) dass du stark genug alleine bist und b) Respekt von anderen Männern bekommst für dein Tun und Auftreten.

    Bei mir ist es genau andersrum, dass die Leute denken, ich brauche jemanden, der auf mich aufpasst, mich an der Hand nimmt und mir generell sagt, was ich zu tun habe. Man fühlt sich nicht respektiert und von egoistischen Männern belagert, die einen umformen und hinmodeln wollen, wie sie es gerade brauchen. Und wenn sie merken, dass ich das nicht mit mir machen lasse, dann sind sie ganz schnell weg mit riesem Krach, Beleidigungen und Empörung, weil sie mich unterschätzen und ich mir nichts sagen lassen will.
     
    • # 14
    • 09.06.2015
    • Gast
    Die Frauen ab 40+ sind nicht so bedürftig. Das wird hier oft nicht geglaubt, aber es stimmt, Frauen über 40 sind nicht mehr um jeden Preis daran interessiert, einen Partner an ihrer Seite zu haben.
    Das sollte dann schon passen. Sonst eben nicht.

    Das Problem ist nicht das Vermitteln. Es will ja gelebt werden im Job. Sich da im privaten Bereich auf Weibchen zurück zu entwickeln, ist eine Sache, die einen paranoid machen kann.
    Natürlich tritt man als Frau sicher auf, wenn man im Job erfolgreich ist. Das ist doch klar, dass geht Männer doch auch so.
    Sich da reduzieren zu lassen von einem Mann, der dann sagt....Du brauchst doch gar keinen Mann....finde ich irgendwie merkwürdig. Wahrscheinlich braucht man DEN Mann nicht, der sowas sagt. Der hat noch nicht so ganz verstanden, dass es nicht nur schwarz und weiß, erfolgreich/nicht erfolgreich, selbständig/nicht selbständig, usw. gibt. Es gibt den erfolgreichen Mann , der zu Hause gerne mal loslassen möchte von Job und um seiner selbst Willen geliebt werden möchte, weil er gut kochen kann, weil er warmherzig ist, weil er gut mit Kindern umgehen kann, weil er empathisch ist, weil er sich pflegt, usw.
    Und genau solche Frauen gibt es auch. Erfolgreich und doch Mensch.


    Das ist der beste Satz, den ich hier bisher gelesen habe.
    W
     
    • # 15
    • 09.06.2015
    • Suzetta
    Liebe Solofrau,
    Du beschreibst genau das, was ich selbst auch mehrfach erlebt habe, jedoch nicht ganz so "Schwarz-Weiß" wie Du es schilderst. Was machst Du denn beruflich? Ich, w, bin seit 20 Jahren Bauleiterin, habe eine Rennlizenz samt Oldtimer, Sportbootführerschein usw. (Kann also selbst an Autos schrauben und auch Leuchten aufhängen, Dinge reparieren, bevor ich sie wegschmeißen würde, etc.).
    Männer finden diese Eigenschaften zunächst sehr anziehend - in einer Beziehung wird dieses aber schnell zur "Bedrohung".
    Sollten sie froh sein, wenn man autonom ist und man sie nicht ständig dahingehend fordert, dass sie "Dies oder Das" für uns - neben dem Job - als To-Do-Liste abarbeiten müssen? Dass wir nicht ständig mit unserem "Bambi-Blick" Hilfe einfordern? Das macht keine Frau aus. Bei mir ist es so, dass ich mir im Laufe der Zeit beruflich erarbeitet habe, auch im Job ein "Mädchen" zu sein. Nicht, weil die Männer um mich herum dieses erwarten, sondern weil ich so bin. Die Zeiten des Konkurrenzkampfes und der Selbstbehauptung sind nunmehr passé und es tut einfach gut, man selbst zu sein - eben authentisch. Heute kann jeder alleine alles regeln - Mann wie Frau. Dieses ganze Taktieren um Rollen, Klischees etc. birgt keine gemeinsame Augenhöhe, da man sich in einer Partnerschaft auch Freund sein sollte.
    Hast Du diese anlehnungsbedürftige Seite wie jeder Mensch, dann lasse sie auch unbedingt im Beruf zu. Nur so wirst Du diese private Abspaltung Deiner Bedürfnisse nicht mehr angestrengt verfolgen.
    Es ist nur ein Job! Egal welcher. Schiebe nichts vor, um persönliche Stärke zu vermitteln. Ist ja eigentlich Ehrensache. Und, wenn Du von Deiner Arbeit und Deiner beruflichen Position erzählen möchtest, dann tue es. Differenziere nicht so stark zwischen Arbeit und privater 'Solofrau'.
    Prinzipien und Selbstbeherrschung verwehren Dir nur die Leichtigkeit für eine neue Liebe.
    Ob Männer das nun toll und anziehend finden, ist mir eigentlich egal. Es gibt gar kein Problem für Dich meines Erachtens; es fehlt dann eben nur der passende Mensch, den Du noch nicht kennenlernen durftest.
    Versuche nicht zu viel in Deine Außenwirkung zu investieren und mach' Dir keinen Kopf darüber, was potentielle Partner über Dich denken. Stell' Dir vor, Du würdest Deinen Job verlieren - weshalb auch immer. Da ist doch noch genug von Dir übrig, auch ohne Definition Deiner Qualifikation, oder?
    Schreibe mir doch mal, was Du von meinem Beitrag hältst.
    Viele liebe Grüße
    von
    Suzetta
     
    • # 16
    • 09.06.2015
    • hades
    Vielleicht solltest Du mal genau beschreiben, was Du beruflich machst und wie die Dates so ablaufen. Mit solchen dürftigen Infos kann man Dir schwer einen Tipp geben. Vielleicht wirkst Du doch etwas "kumpelig" und tough bei einem Date? Ist ja nicht weiter schlimm, aber wenn sie dann die Herren zurückziehen, wars die falsche Zielgruppe.
     
    • # 17
    • 09.06.2015
    • frei
    Ich würde mich nicht verstellen, um einen Mann abzukriegen.
    Wie soll das denn auf Dauer gut gehen ?
    Wie lange willst du dich denn verstellen ?

    Ich denke, der richtige Weg ist, einen Mann zu finden, der dich in deiner toughness und Selbständigkeit toll findet und stolz auf deinen beruflichen Erfolg ist.
    Im Idealfall selbst erfolgreich ist, dann kriegt er keinen Komplex.
    Und der es toll findet, wenn sich eine starke Frau an ihn lehnt.
    Nicht weil sie das braucht, sondern weil sie es mag.

    Joa...das wird nicht leicht, davon gibt es sicher nur wenige. Ich wünsche dir viel Geduld und am Ende Erfolg :)

    w 48
     
    • # 18
    • 10.06.2015
    • INSPIRATIONMASTER
    Welcher reife und erfahrene Mann möchte schon eine sehr verkopfte und männlich geprägte Frau an seiner Seite haben? Ich kenne keinen und für mich wäre das auch nichts! Du kommst mir so rüber! Ich stimme zusätzlich # 6 voll zu!
     
  3. Du erweckst den Eindruck, dass Du Dich sehr stark über Deinen Erfolg und Deine Stärke im Beruf definierst. Dein Wunsch nach einem Mann mit einer Schulter zum Anlehnen und dem Willen, Dir im privaten Bereich Entscheidungen abzunehmen, wirkt wie eine Forderung.
    Das entspricht dann dem Verhalten eines Mannes mit einem traditionellen Rollenverständnis, der von einer Frau verlangt, dass sie ihm als Dank und Anerkennung für beruflichen Erfolg den Rücken frei hält.
    Wahrscheinlich triffst Du bei Deiner Suche auf erfolgreiche Männer dieser Art und dann wird es kompliziert, denn keiner der Beteiligten - weder Du noch der Mann - will eine Überforderung.
    Kurz gesagt: Wenn Du einen Mann möchtest, der Dich in der Partnerschaft stützt, solltest Du Dir überlegen und rüberbringen, was Du als Stütze für einen Partnerschaft zu bieten hast und einbringen willst. Dann kannst Du das im Gegenzug auch einfordern und locker sagen wie in Antwort #9 "ich brauche keinen Mann, ich will einen Mann". Dann findest Du sehr wahrscheinlich auch den Mann, der sagt, ich brauche keine Frau, aber ich will eine Frau.
     
    • # 20
    • 10.06.2015
    • juttakalkutta
    Ja und jetzt soll sich die FS downgraden, damit man ja nicht das Ego des zartbesaiteten Mannes kränkt. Aber auf der anderen Seite immer nach Augenhöhe rufen. Im Prinzip wollen ja die wenigsten eine wirkliche Augenhöhe, da man nicht so wie vor 50 J. eine Partnerschaft leben kann.

    Eigentlich ist es für die FS doch auch gut, dass sie am Anfang einen gewissen Teil der potenziellen Partner gleich damit ausschließen kann.

    Oder man sagt, dass man keinen Mann braucht, aber man auch keine Batterie seiner Mutter als potenziellen Schwiegersohn vorstellen kann. :->
     
    • # 21
    • 10.06.2015
    • lilli2000
    Wenn ich die Antworten hier so lese frage ich mich, in welchem Jahrhundert sind wir eigentlich. Wer als Frau selbstbewußt ist, ist doch nicht männlich. Hier soll sich eine Frau klein machen und hilfsbedürftigt wirken damit sie einen Mann abbekommt der keine Ei.. in der Hose hat. Was sind das hier alles für Schlaffies. Solche Männer will nun wirklich keine Frau.
    Ich bin Ingenieurin und fast 30 Jahre im Beruf, Vorgesetzte von 120 Männern, fahre Motorad, segle, hab mein eigenes Haus mit fast 2500 m² Grundstück. Alles allein geschafft. Aber wenn ich einen Mann treffe soll soll ich keusch den Blick senken? So weit kommt es noch. Aber zum Glück hab ich einen gefunden, der nicht so ist. w53
     
    • # 22
    • 10.06.2015
    • Gast 28
    Liebe FS, ich habe selber einen Beruf und ein damit verbundenes Auftreten, das Sexisten in die Flucht schlägt. Darüber bin ich aber erleichtert - und Sie sollten es auch sein. Was wollen Sie denn mit einem Mann, dem Sie erst noch das patriarchale Rollenverständnis austreiben müssen?
    Es gibt auch Männer, die gerne zu einer Frau aufschauen. Eine negative Erfahrung sollte Sie da nicht an sich selbst zweifeln lassen! Wenn Sie im Internet suchen, werden Sie noch so manche Kuriosität erleben. Legen Sie sich ein dickeres Fell zu, bleiben sie so, wie Sie sind und orientieren Sie sich altersmäßig lieber ein paar Jahre nach unten. Jüngere Männer haben meist weniger Probleme mit emanzipierten Frauen.
     
    • # 23
    • 10.06.2015
    • Herakles
    Der Satz klingt nach alten Jahrzehnten - wo eine Frau in eine Schublade der Hilflosigkeit gesteckt wurde und nur der Prinz auf dem weißen Ross der Retter der Unglückseligen war - also ein Satz eines älteren Herren oder eines Herren welcher zumindest geistig zurückblieb (im vorigen Jahrhundert).

    Heute braucht keine Frau einen Retter.
    Aber Männer eine Retterin.
     
    • # 24
    • 10.06.2015
    • Landlibell
    Ich als Mann habe das Gefühl, dass die meisten Frauen heutzutage keinen Mann mehr BRAUCHEN, ist auch großteils sehr gut diese Unabhängigkeit und Selbstständigkeit.
    Ich glaube, dass trotzdem die meisten Frauen auf eine Beziehung aus sind, einfach weil es sich "einfach so gehört" es von den Medien als oberstes Lebensziel angepriesen wird und man dazugehören will.
    Aber wirklich rationalen Gebrauchswert und steigernde Lebensqualität bietet ein Mann in den meisten Fällen nicht.
    M30
     
  4. "Du brauchst keinen Mann" würd ich zu einer Frau sagen, die rundrum glücklich wirkt. Never Change a running System gilt auch hier, denn für Männer ist es nicht nur typisch, daß sie Glück in das weibliche Leben bringen können, sondern auch Leid.

    Wenn nun das (ausgestrahlte) weibliche Glücksniveau ohne Mann schon sehr hoch ist, ist es nicht steigerbar. Wozu dann ein Mann ? Für Risiken ?

    Dann doch lieber keinen. Wozu also ?
     
    • # 26
    • 10.06.2015
    • Gast
    Vor Jahren einmal war ich selbst eher etwas sprachlos, als ein Super Weib mir ihre Anerkennung dafür aussprach, dass ich vom ersten Tag an kein Problem damit hatte, dass sie gleich groß, gleich zielstrebig, gleich erfolgreich war, auftrat, und wirkte - wie ich. Aus meiner Sicht damals: Ganz im Gegentum - ich war happy und stolz, mein Wunsch-Gegenstück entdeckt, dann umarmt, sehr bald schon heftigst, und, beiderseits in höchstem Maße anerkannt und genossen, umärmelt zu haben.
    Weiß der Kuckuck, woher dies bescheuerte Bild von der Schulter zum Anlehnen kommt; nicht minder bescheuert: zum Kerl aufschauen.
    Auf die Gleichwertigkeit kommt es doch an, den gegenseitigen Respekt, den Einsatz für einander - auch grad' dann, wenn's mal nicht ganz rund läuft. Da genügt da sein - statt irgendwelcher wahrlich fragwürdigen Klischees vom Hascherl, das den Kerl unterwürfigst anhimmelt.
    Verstell Dich ja nicht - nur des so dringend gesuchten Erfolges/ Bedarfs wegen - fragwürdig genug, an wen Du dabei gerätst. Der Kerl, der zu Dir passen könnte, merkt doch solche Unechtheit. Was meinst Du, warum heutzutage so viele Beziehungen scheitern - weil nur allzu oft Schein und Sein so grausam aus einander klaffen - der SEXY Werbung sei Dank, im Zuge derer Frauen, ganz gleich welchen Kalibers, nur noch als Objekte, als Handelsware, als austauschbar dargeboten werden.
    Erzähl doch gelegentlich auch mal, wie alt Du bist; wahrscheinlich ist's noch garnicht zu spät. Das ist es eigentlich niiiiie. Und - vielleicht suchst Du auch in den für Deine Ansprüche ungeeigneten Kreisen. Denk mal darüber nach, ob Deine Suche in Richtung Beständigkeit, oder eher nur als vorübergehende Bedarfs-Befriedigung - casual dating - interpretiert werden könnte.
     
    • # 27
    • 10.06.2015
    • Kain
    Da sprichst Du einen interessanten Punkt an: Männer mit weichen Eigenschaften werden von Frauen umgehend als "Schlaffies ohne Eier" abgelehnt. Sobald dieses Urteil gefällt ist, macht sich keine die Mühe, ihn näher kennenzulernen um evtl. doch noch auf interessante Seiten zu stoßen.

    Umgekehrt sieht es eben nicht anders aus. Mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit liegt der Misserfolg der FS nicht im beruflichen Werdegang, der - wie sollte es auch anders sein? - das männliche Ego zermalmt oder Angst und Schrecken unter dem starken Geschlecht verbreitet, sondern in ihrem (möglicherweise durch den Beruf geprägten) Habitus begründet.

    Dominante Frauen stehen ungefähr so hoch im Kurs, wie das männliche Weichei. Daran werden weder die Diskreditierung des männlichen Geschmacks, noch der Aufruf zur Änderung desselben etwas ändern.

    Will die FS ansprechender auf Männer wirken, sollte sie sich an biggers Ratschlag halten. Die Männerwelt wird sich ihr zuliebe nicht ändern.
     
    • # 28
    • 10.06.2015
    • LuckyBastard
    Im Gegensatz zu Frauen, Kindern und Haustieren? Welche absolute Instanz gibt den die Sinnhaftigkeit von irgendetwas vor?
    Ich finde lustig, für was die Medien angeblich alles verantworlich sind und wie wenig die Eigenverantwortlichkeit noch wahrgenommen wird. Solche Aussagen fördern für mich sehr stark Opferverhalten und die Abgabe der Verantwortlichkeit für so ziehmlich alles:-(
     
    • # 29
    • 10.06.2015
    • Gast
    Erstmal Hut ab! Aber wenn die FS das genauso sagen würde bei ihren Dates, klingt das wie eine Darstellung über genau eine Eigenschaft, die nicht vordergründig ist bei einer Partneranbahnung. Wer es so sagt bei einem Date, der gibt damit an (nicht Du hier, ich meine wirklich, wenn man gerade jemanden kennenlernt).
    Es ist die Sache, wie ich mich darstelle. Wie ein zu tiefer Ausschnitt eines Kleides oder sonstige Dinge, die demonstrieren, dass man nicht als selbst genügend hingekommen ist, sondern für sich wirbt mit etwas, das nebensächlich ist oder auf eine falsche Fährte bringt.
    Ein Mann, der mit seinem Bankkonto für sich wirbt, zieht Geldjägerinnen an. Eine Frau, die einen integren netten Mann will, die denkt, da ist nicht mehr viel, wenn er das als seine beste Eigenschaft vorstellt und meint, damit punkten zu können. Eine Frau mit zu tiefem Ausschnitt wirkt, als hätte sie Angst, nicht attraktiv genug zu sein und signalisiert, dass sie nur Sex will.