1. Begründeter Verdacht: Kontrolle gerechtfertigt?

    Hallo,
    angeregt von einer aktuellen Diskussion über Kontrolle des Partners, möchte ich die Umstände stärker spezifizieren:

    Darf/Soll man bei einem BEGRÜNDETEN Verdacht, dass der Partner fremdgeht, PC, Handy etc. kontrollieren?

    Eigenes Bsp. war mit meinem EX-Partner 2 Jahre zusammen. Habe ausnahmslos vertraut, Kontakte zu Frauen etc. geduldet. Dann kam ein Party-Abend vom ihm mit Freunden/Bekannten an dem er alleine mit einer anderen Frau gesichtet worden war. Ich hab ihn direkt darauf angesprochen. Er hat alles abgestritten.

    Was soll man dann tun? Vertrauen? Kontrollieren?
    Ich für meinen Teil habe daraufhin einen Blick in sein Handy geworfen: siehe da: ein Chat mit der besagten Dame ...

    Im Nachhinein habe ich erfahren, dass er seit seiner Jugend jeder Frau fremdgeht! Die Ehefrau vor mir ahnte von nichts...
    Hätte ich nicht kontrolliert, wäre ich eventuell immer noch mit ihm zusammen und er würde mich betrügen! Oder ich hätte aus reinem Verdacht Schluss machen können, was für mich aber nie in Frage käme. Von ihm habe ich nicht die Wahrheit erfahren!

    Mit fehlendem Selbstbewusstsein hat das für mich - bei einem begründeten Verdacht - nichts zu tun, im Gegenteil, wer die Augen verschließt, dem fehlt etwas!

    Bei meinem jetzigen Partner habe ich gar keine Bedenken, würde gar nicht auf die Idee kommen zu kontrollieren. ich vertraue!

    Und: mein Partner kann/könnte jeder Zeit in mein Handy schaun. Ich habe nichts zu verbergen. Wieso soll er nicht lesen, was ich mit anderen schreibe? Privatsphäre? Wieso? Ich sag meine Meinung, bin wie ich bin, das weiß mein Partner. Der einzige Grund wäre, dass es meinen Partner nichts angeht, was mir andere erzählen...

    Bin gespannt!
     
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    • # 1
    • 11.07.2014
    • Gast
    Bevor du kontrollierst, weißt du ja nicht, ob der Verdacht vielleicht begründet ist, deshalb willst du ja kontrollieren. Ich finde, es reicht, wenn man nicht mehr vertraut, ob man dann noch kontrolliert oder nicht, ist egal. Die Beziehung sollte man vielleicht so oder so beenden.
     
    • # 2
    • 11.07.2014
    • Gast
    Liebe FS,

    ich sehe das ganze auch nicht so kritisch wie der Großteil hier. Vertrauen ist nicht selbstverständlich. Man muss es aufbauen, pflegen und immer wieder bestätigen. Was viele nicht bedenken: Dem Blick in das private Handy o.ä. liegt zumeist mindestens ein schlechtes Bauchgefühl zu Grunde. Oder aber ein Verdacht. Warum und wie kam es denn dazu? Die Frage könnte man sich mal stellen, bevor man einseitig drauf haut.

    Ich hatte mal eine Partnerin, deren Verhalten in meiner Abwesenheit in Gruppen und insbesondere mit Männern oftmals zu offensiv, verletzend und peinlich war. Als sie weiter weg ging zwecks Studium hat mein Bauch rebelliert, ich hatte so eine Vorahnung.

    Ein Blick in ihre Fotosammlung auf dem Laptop (wohl gemerkt mit Genehmigung) brachte einen passwortgeschützten Ordner hervor. Das ist dann natürlich der endgültige K.O. Man hat ein Bauchgefühl, von dem man hofft, dass sie mir das Gegenteil beweist. Und dann wird es bestätigt. Aber eben diese Bestätigung hat man verdient. Um sich zu erlösen und als Gewissheit, dass der Bauch funktioniert.

    Ich habe Verständnis, wenn man bei entsprechender Vorahnung mal nachschaut. Umgekehrt gewähre ich meiner Partnerin uneingeschränkten Zugang zu allen meinen Daten und Kommunikationen. Ganz einfach weil ich mich vor nichts schützen muss, mit mir im Reinen bin und weil Transparenz Vertrauen schafft.
     
    • # 3
    • 12.07.2014
    • Gast
    Ich bin der Meinung, dass man bei einen Verdacht durchaus kontrollieren kann, wie will man den sonst herausfinden was Sache ist?!
    Leute die das nicht machten, gehören meistens auch zu den Leuten, die zig mal mit verschiedenen Personen betrogen werden und die nie über ihren Verdacht hinauskommen, denn auf Verdacht alleine wollen die meisten eine Beziehung nicht einfach so beenden und reden sich alles lieber schön.
     
    • # 4
    • 12.07.2014
    • Gast
    Hallo liebe FS,
    ja es muss sogar bei einem Verdacht kontrolliert werden. Ansonsten ist der/die Betrogene hilflos ausgeliefert.
    Ich hatte eigentlich keinen Grund, meinem Ex-Partner zu misstrauen. Gegenseitige Treue war für ihn oberste Priorität in einer Beziehung. Wer ihn hörte, glaubte ihm das.
    Irgendwann hatte ich ein komisches Gefühl. Unter komischen Umständen sagte er Verabredungen ab. Ungereimtheiten ließen mich nicht in Ruhe.
    Ich kontrollierte und erwischte ihn mit einer anderen. Ich war total schockiert, behielt aber mein Wissen für mich. Ich machte gute Mine zum bösen Spiel, denn ich wollte herausfinden welch ein Spiel er da spielt.
    Ich fand heraus, dass er regelmäßig verschiedene Unternehmungen (Sport,Treffen mit Arbeitskollegen Schichtdienst, etc,) als Ausreden benutzte, um fremdzugehen.
    Ich arbeitete wie eine Detektivin, erkannte und durchschaute seine geschickten Lügen, beschattete ihn und fand heraus, welch ein Doppelleben er führte.
    Ich gehe davon aus, dass er mich schon lange vorher betrogen hat. Er stritt es natürlich ab.
    Ich trennte mich von ihm.
    Meine Erkenntnis : Ich habe einen Betrüger entlarvt der mir geschickt was vor gemacht hat. Mich verarscht, belogen und gesundheitlichen Gefahren ausgesetzt hat. Wäre ich meinem Verdacht nicht nachgegangen, hätte ich vielleicht niemals erfahren, mit wem ich es wirklich zu tun hatte. w 52
     
    • # 5
    • 12.07.2014
    • Gast
    Ich bin ganz deiner Meinung, liebe FS!
    Wenn alles so harmlos ist, dann kann man dem Partner das Handy zeigen.
    Ein ausgekochter Fremdgänger hat jedoch evtl.ein Zweithandy, das er irgendwo versteckt.
    Eine Frau
     
    • # 6
    • 12.07.2014
    • Gast
    Liebe Fs

    im Bekanntenkreis wussten alle der Mann geht fremd. Bloss seine Frau, die wusste es nicht.
    Handy kontrollieren hätte ihr nichts gebracht, er war zu raffiniert.

    Ich verstehe nie wie Frauen das nicht merken. Wenn einer plötzlich müde ist und ausweicht.
     
    • # 7
    • 12.07.2014
    • Gast
    Eine Traumbürgerin für den Staat.
    Bitte gib uns allen deine IP Adresse,Zugangsdaten für deinen PC und am besten noch deinen Wohnungsschlüssel - du hast ja schließlich nichts zu verbergen.
    Der gläserne Bürger in Reinkultur - Sachen gibts, die gibts garnicht...
     
    • # 8
    • 12.07.2014
    • Gast
    Ganz ehrkich? Bei einem verhärteten Verdacht, ist es wohl natürlich, dass man nachhakt. Ich denke es ist nicht besser, dass man seine Augen verschließt und auf einen Zufall wartet bis die Wahrheit an das Licht kommt. Schade um die verlorene Zeit neben einen untreuen Mann. Von HIV und ähnlichen, will ich gar nicht reden. Ich bin froh, dass ich bisher noch nie so einen Verdacht hegen musste.

    w(33)
     
    • # 9
    • 12.07.2014
    • Gast
    Ich höre schon den Aufschrei der Guten und Gerechten in diesem Forum, dass das Kontrollieren und Hinterherspionieren ja so ein Vertrauensbruch wäre. Hallo? Aber ab! Ja klar musst du hier aktiv werden, denn wer eine wirklich reine Weste hat, hat auch nix was er zu verbergen sucht und deshalb sinnlose Aufstände von wegen Vertrauen & Co fährt. Ich denk, dass man eine solche Meinung natürlich erst nach schlechter Erfahrung vertreten wird, denn der Nächste der mich zu verarschen versucht, sollte sich wenigstens ganz viel Mühe dabei geben. Erfahrung ist der beste Lehrmeister. Meine Lebenszeit vergeude ich für Niemanden mehr, der sich nicht ehrlichen Herzens für mich grade macht.
     
    • # 10
    • 12.07.2014
    • Gast
    Doch das gibt es, das nennt sich "Partnerschaft" und was das mit "Bürger und Staat" zu tun haben soll, erschliesst sich mir überhaupt nicht. Verwechselst Du da etwas?

    Wie der zitierte Gast schon schrieb: Auch ich habe keinerlei Probleme in einer Partnerschaft (die da heißt, man will den Rest des Lebens miteinander verbringen) alles vor ihm ohne Geheimnisse offen zu legen, wenn er Befürchtungen oder Zweifel haben sollte. Er kann gerne wissen, mit wem ich telefoniere, wem ich was schreibe und wo ich bin - von daher gibt es kein "Kontrollieren" und "Hinterherspionieren" nur "Zusammenleben".

    M57
     
  3. Natürlich darf man bei einem begründeten Verdacht kontrollieren! Alles andere käme einem seelischen Selbstmord gleich. Wenn wir davon ausgehen, dass niemand einen untreuen Partner will, dann erwarte ich selbstverständlich Offenheit und Transparenz von meinem Partner.

    Schaltet er sein Handy dauernd in meiner Anwesenheit ab oder versteckt es, dann ist das für mich sofort verdächtig, wobei er dafür ein anderes Prepaid Handy kaufen kann, welches er dann an seinem Arbeitsplatz aufbewahren kann. Wenn er nichts mit anderen Frauen hinter meinem Rücken anfängt, dann kann er genauso transparent sein und von sich aus erzählen, was er wem schreibt.

    Ja ich würde bei begründetem Verdacht kontrollieren. Wer würde mich sonst vor einer seelischen Verletzung schützen, wenn nicht ich mich selber? Das frühere Aufdecken verhindert zudem, dass man jahrelang betrogen wird, indem man ganz einfach die Beziehung beendet.

    Betrüger würden den Betrug fast nie freiwillig beichten, weil die Freundin/Frau sie verlassen würde - ausser sie haben sehr schlechtes Gewissen und Schuldgefühle, dass sie kaum schlafen können!
     
    • # 12
    • 12.07.2014
    • Gast
    Absolut. Nun, auch solche Leute dürfen wählen. Wozu eigentlich? Freiheit? Rechte? Demokratie? Alles Quatsch! Nur der gläserne Bürger ist vertrauenswürdig!

    Nein, Schnüffeln ist auch bei Verdacht ein No-Go. Wer das braucht, sollte sich gleich trennen.
    Die Partnerschaft ist dann sowieso den Namen nicht wert.
     
    • # 13
    • 12.07.2014
    • Gast
    Ich frage mich immer ob betrügen viel besser ist als kontrollieren. Ja, ich gebe zu wenn mein Bauchgefühl SOS sendet gehe ich der Sache nach. Wenn sich mein Verdacht bestätigt breche ich den Kontakt sofort ab. An Erklärungen ist mir dann nicht mehr gelegen, was sollte da auch bei rauskommen, die nächste Märchenstunde?

    Wenn mich ein Mann betrügt und meine Gesundheit auf`s Spiel setzt will indem er nebenher noch rummacht will ich das sehr früh wissen. Von Weghören und Schönreden halte ich nichts. Und eines ist klar, die meisten sind so schlecht im Lügen dass man früher oder später sowieso die Wahrheit rausbekommt. Wenn mich ein Mann betrügt hat er keine Achtung von mir und aus diesem Grund sehe ich das bisschen Schnüffeln relativ locker.

    w45
     
    • # 14
    • 12.07.2014
    • Gast
    Haben Sie die FS jetzt absichtlich falsch verstanden?

    Es ist doch wohl ein Unterschied, ob man dem intimen LEBENSPARTNER oder spionierenden, fremden Kapitalisten Einblicke in die Privatsphäre gewährt.

    Zuckerberg und die NSA auf einer Stufe mit dem Partner/der Partnerin - Sachen gibt's, die gibt's gar nicht...

    #2, bekennender Verweigerer von FB, WhatsApp und co
     
    • # 15
    • 12.07.2014
    • Gast
    ich (m) bin für Ehrlichkeit: Handy und mails und PC herzeigen etc ...
     
  4. Hätte ich dann aufgrund meines NICHT-Vertrauens die Beziehung beenden sollen. "Hi Schatz ich liebe Dich zwar, aber ich beende die Beziehung, weil ich Dir nicht mehr vertraue. Es könnte sein dass Du mich betrogen hast oder auch nicht, aber das spielt keine Rolle, denn ich vertraue Dir nicht mehr"
    ????? Das ist doch Blödsinn. Das behaupte ich, ist so noch nie geschehen!

    In meinem Fall, hatte ich starke Indizien, aber keinen Beweis. Er hat es abgestritten, jedoch haben seine Aussagen irgendwie nicht zusammen gepasst (schlechter Lügner).
    In einem gebe ich aber Recht: die Beziehung war an dem Punkt - auch ohne Beweis - für mich hinüber. Er hat mich belogen! Warum er dann die Dame verschwieg, war Nebensache.
    Trotzdem wollte ich die Wahrheit wissen und habe noch etwas gesucht. Selbst wenn sich alles als unbegründet herausgestellt hätte, hätte ich aufgrund der Lüge nicht mehr vertrauen können.

    Nebenbei: das Bauchgefühl hilft hier enorm weiter! Sofern man nicht krankhaft eifersüchtig ist, kann man dem Bauchgefühl vertrauen, denn es merkt einfach die kleinen Dinge, wenn der Partner sich "komisch" verhält, Dinge versucht zu verschweigen etc. anhand Körpersprache, Stimme etc.
     
  5. Auch meine Erkenntnis! Die Ex-Frau meines Ex hatte ihn auch kontrolliert (warum wohl), wurde jedoch nicht fündig (Trennung vor meiner Zeit). Trennungsgrund bei beiden war ein anderer. Sie wurde über Jahre betrogen und hat bis heute keine Beweise... schön blöd!
     
    • # 18
    • 12.07.2014
    • Gast
    Wenn man nicht komplett übersteigert ist und ein gesundes Bauchgefühl hat leitet einem das schon den Weg. Man spürt da ist was im Argen und man will wissen was das ist. Deshalb muss man nicht überall rumschnüffeln. Aber irgendwelche Indizien findet man doch immer die Aufschluss geben.

    Mein Bauchgefühl hat mich bei Misstrauen noch nie irre geführt. Ich kam schnell auf des Pudels Kern. Die Männer haben immer Bauklötze gestaunt wie ich das rausbekommen habe. Natürlich stimmte das alles nicht, selbst wenn die Beweise konkret vor ihnen lagen haben sie es noch geleugnet. Immer schön vorwärts verteidigen. Das fand ich dann noch elender und der andere hat gänzlich an Respekt verloren.

    Lügen und Betrügen braucht kein Mensch. Dafür ist mir meine Lebenszeit zu schade. Was soll ich denn auf Scherben aufbauen, da ist doch kein Fundament mehr da. Also handeln und nicht jammern. Dem Bauchgefühl wohlüberlegt nachgehen.

    w45
     
    • # 19
    • 12.07.2014
    • Gast
    Ja natürlich.
    Du kannst auch schnüffeln. Nur sollte dir klar sein, dass du es dann bist, die das Vertrauen bricht. Dann ist die Beziehung auch nichts wert..

    Komisch übrigens, dass es die meisten in einem ähnlichen Thread so wie ich sehen:
    http://www.elitepartner.de/forum/vertrauen-ist-gut-ist-kontrolle-besser-52013.html

    in diesem hier aber nicht. kommt bei Euch wohl drauf an, wer fragt/wie gefragt wird?
     
  6. Falsch! Er hat zu erst das Vertrauen gebrochen: Er hat mich belogen!
    Herausfinden wollte ich nur was der Grund war: Entweder er hat mich betrogen oder er hat sie aus einem anderen Grund vor mir versteckt. Anderer Grund hätte z.B. eine Ex-Freundin sein können, mit der aber nichts läuft. In diesem Fall hätte er mich belogen und ich ihn kontrolliert, also beide hätten das Vertrauen gebrochen. Wenn dann beide dazustehen und sich einig sind zu verzeihen, kann eine Beziehung weiter geführt werden.

    Diese Fragestellung ist anders: hier wird ein begründeter Verdacht vorausgesetzt. Also chronische/unbegründete Eifersucht ausgeschlossen.
     
    • # 21
    • 12.07.2014
    • Gast

    Ähm ja?!
    Was ist denn das für eine unsinnige und unreife Frage?!
    Natürlich sollten Sie die Beziehung beenden, wenn Sie Ihrem Partner nicht vertrauen - das ist nämlich Sinn und Zweck einer Beziehung - sich blind vertrauen zu können.

    "Ich habe ja nichts zu verbergen" - der Überwachungsstaat lässt grüßen und kommt mit denselben unsinnigen Argumentationen um die Ecke.
    "Begründeter Verdacht" wenn ich soetwas schon höre - ich bekomme bei jedem und allem einen "begründeten" Verdacht hin - dafür braucht es nun wirklich nicht viel Phantasie.
    Wer so einen Kontrollwahn hat, so wenig Selbstbewusstsein,keine reifen Entscheidungen für SICH treffen kann (Vertrauen weg = Beziehung weg) und es an jeglichem reifen und erwachsenem Komunikationstalent fehlt, der sollte einfach keine Partnerschaft führen.

    Da laufen doch echt ü 30 Jährige rum, die angeblich mitten im Leben stehen und benehmen sich wie bockige 14 Jährige und argumentieren auch so - wahnsinn.
    Nochmal : Wenn ich meinem Partner nicht vertraue, dann muss ich so erwachsen sein und die logischen Konsequenzen daraus ziehen - und das ist eine Trennung und kein mieses rumschnüffeln.

    Meine Freundin darf alles bei mir sehen (und zwar in ein und derselben Sekunde wo sie das möchte!), wenn sie mich vorher fragt - das hat etwas mit Anstand und Respekt gegenüber der Privatsphäre zu tun.
    Das ich nämlich nichts zu verbergen habe weiß Sie anscheinend, sonst wäre Sie nicht mit mir zusammen.

    Ich hatte mich auch mal von einer Frau getrennt, weil da komische Sachen liefen und Ihre "Erklärungen" mehr als dürftig waren - das langt doch schon.
    Es liegt doch dann nicht an mir "Beweise" zu suchen (wozu? Mein Vertrauen ist ja eh schon weg), sondern an meinem Gegenüber mir mein Vertrauen wieder zu geben, was ich offensichtlich verloren habe.
    Wie mein Gegenüber das schafft ist mir doch herzlich egal, denn nur das Ergenbis zählt - kann ich ihr vertrauen oder nicht.
    Aber eigenmächtig zu spionieren halte ich - mit Verlaub - führ mehr als erbärmlich.

    M33
     
    • # 22
    • 12.07.2014
    • Hugo
    Nein, das ist sie nie. Kontrollen sind allenfalls bei Minderjährigen zu deren eigenen Sicherheit erlaubt, aber nur mit Ankündigung. Und Tagebuch etc sind auch bei Minderjährigen absolut tabu.

    Kontrolle heißt: Ich sehe dich nicht als vollwertigen Mensch mit Recht auf seinen eigenen Intimbereich. Du bist mein Besitz, mein Hund. Du hast in einem schwachen Moment dieser Beziehung zugestimmt und damit dein Grundrecht auf eine eigene Gedankenwelt aufgegeben. Jetzt bin ich derjenige, der entscheidet, wie du zu leben, zu denken und zu kommunizieren hast.

    Und außerdem kennst du den Zusammenhang nicht, in dem die Mails stehen. Ich habe eine Bekannte, die unterschreibt immer mit "Bussis" etc. Stell dir mal folgende Mail vor:

    "Hey Hugo, war ne geile Nacht. Wiederholung nicht ausgeschlossen ;) Bussi XXX"

    Waren wir im Bett oder nur mit Freunden in der Disco? (es wäre letzteres gewesen)

    Weiter: Kommt es heraus, wäre das für mich ein Trennungsgrund. Zumindest aber ein Grund, in Zukunft meine Kommunikation über Passwörter abzusichern. Nicht weil ich fremdgehen will, sondern weil ich keine Lust darauf habe, zu diskutieren, wie oft ich mit wem schreiben darf oder nicht.
     
    • # 23
    • 12.07.2014
    • Gast
    Wenn begründet, ist auch ein Schnüffeln gerechtfertigt, der Partner verhält sich anders, ist mehr außer Haus als sonst, hat sein Handy plötzlich immer bei sich und nicht auf dem Tisch liegen usw.

    Nur, das mit der Begründung ist so eine Sache, sehr subjektiv. Es gibt genug Menschen mit leicht paranoiden Zügen, die sehen in Allem irgendwie einen Grund und haben dann ihrer Meinung nach eine Rechtfertigung.

    Insofern ist es schwierig, das allgemein zu sagen.
     
    • # 24
    • 12.07.2014
    • Gast
    FS: Dein Problem ist folgendes:
    Wer einen Hammer hat, sieht überall Nägel.

    Übersetzt für Dich heißt das:
    Wenn ich meiner Freundin mein Handy (Facebook) zeigen würde, sähe sie erstmal über 200 weibliche Freunde (uff!). Dann müßte ich zu jeder das Verhältnis erklären (warum, wo getroffen, wie oft seht ihr euch, wann und wo seht ihr euch, macht ihr was zusammen, wenn ja, was usw.).
    Bei den meisten könnte ich das glasklar benennen: Arbeitskolleginnen, Sportskameradinnen, usw.
    Bei einigen eben nicht so genau, als da wären: Freundinnen oder Frauen von Freunden von mir usw.
    Dann kämen sofort Fragen wie: "Warum bist Du mit der Freundin vom Thomas auf FB befreundet ?" mit dem latenten Unterton "da läuft doch was....".
    Da läuft natürlich nichts. Ich bin treu!

    Um mir aber dieses ganze Theater zu ersparen, bleiben Passwörter und Pins geheim (das ist auch deren Sinn). Merke: Was man nicht anfängt, braucht man auch nicht aufhören.

    Und ja: Da sind auch 2 Exen drunter. Da hätte ich dann RICHTIG Erklärungsbedarf....

    Und jetzt zu Deiner Frage: Aus diesem Grund halte ich dieses Schnüffeln für einen absoluten Vertrauensbruch.

    Noch eine kleine Anmerkung: Wenn ich nur männliche FB Freunde hätte wäre es natürlich auch verkehrt -> Ist er vielleicht schwul und ich nur sein Alibi????
    Was man(n) also macht ist falsch, also macht man in dieser Richtung am besten gar nichts.
     
  7. Das stimmt, die Person welche das Vertrauen des Partners missbraucht und verletzt hat ist in der Pflicht das Vertrauen in ihm wieder herzustellen, falls ihm der/die Partner/in und die Beziehung auch wichtig ist. Aber war/ist ihm der Partner so wichtig und liebt er ihn überhaupt, wenn er ihn belügt und betrügt sprich: das in ihn gelegte Vertrauen missbraucht hat?

    Nein, ich glaube eigentlich, dass der Lügner/Betrüger schwer bis gar nicht das Vertrauen wiederherstellen kann. Der Belogene/Betrogene wird zukünftig immer ein wenig misstrauisch bleiben und in Unsicherheit leben! Nicht umsonst scheitern fast alle Beziehungen nach sogar einem einmaligen Seitensprung und ganz zu schweigen nach längeren Affären.
     
    • # 26
    • 12.07.2014
    • Gast
    @ #24:

    Mit anderen Worten: Sie haben einiges zu verbergen, wissen, dass Ihre Gewohnheiten Erklärungsbedarf erzeugen, welchen Sie nicht bereit sind, zu erbringen.

    Zusammengefasst: Sie sorgen für einen einen Vertrauensbruch!

    Aber der Argumentation einiger hier folgend, sind Sie auf der sicheren Seite. Denn wenn der Partner/die Partnerin jetzt schnüffelt und ihre Ex-Partnerinnen erspäht, hat er bzw. sie das Vertrauen zerstört. Der Haken an der Sache: Sie chatten HEIMLICH mit Expartnern und sind somit Ursprung des Vertrauensbruchs.

    Darsus folgt: Wer Transparenz verweigert, schwächt die Partnerschaft enorm. Zu dem zu stehen, was man tut, wäre hier ein guter Anfang!
     
    • # 27
    • 13.07.2014
    • Gast
    Ich bin weder misstrauisch, noch besonders eifersüchtig. Mich stören Kontakte zu Ex-Freundinnen, sofern diese asexueller Natur sind und in der Wertigkeit nicht über der aktuellen Beziehung stehen, kein bisschen. Ich lehne zwar offene Beziehungen grundsätzlich ab, bin aber pragmatisch genug, letztendlich nach dem Motto "Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß." zu leben. Das heißt:

    Einem Partner bringe ich Vertrauen entgegen und leine ihn nicht an. Wenn er sich mit anderen Leuten treffen will und sehr spät nach Hause kommt, ist das in Ordnung. Sowohl ein ausgeschaltetes Handy als auch im Nebenzimmer geführte Gespräche lassen bei mir erst einmal keine Alarmglocken läuten, eine einzelne überschwängliche Nachricht auf dem Anrufbeantworter auch nicht.

    Aber: Ich habe es schon erlebt, dass ein langjähriger Partner, dem ich immer voll und ganz vertraut haben, plötzlich gehäuft komische Verhaltensweisen an den Tag legte, Indizien für ein Fremdgehen hinterließ, die ohne Spionieren zu erkennen waren, aber - darauf angesprochen - über Monate hinweg konsequent diesen Umstand leugnete und sogar in die Offensive ging, nach dem Motto: "Bei dir selbst stimmt `was nicht, das bildest du dir das alles nur ein!" ?

    Als Betrogener möchte man Gewissheit und hofft - leider vergeblich - nichts zu finden, um die Beziehung mit dem Partner, den man liebt, fortsetzen zu können. Wie gerne hätte man sich das Fremdgehen nur eingebildet!

    Und nein, eine langjährige Beziehung, die bis dahin gut funktioniert hat, die von Liebe und Achtung getragen war, aus der vielleicht sogar Kinder hervorgegangen sind, beendet man nicht beim ersten Anzeichen von Unbehagen und Misstrauen. Das mag ein sinnvoller Tipp für ein- oder zweijährige Verbindungen sein, nicht für Partnerschaften, in denen man gemeinsam durch Höhen und Tiefen gegangen ist und sein halbes Leben zusammen verbracht hat.

    Trotz negativer Erfahrungen habe ich mich einem neuen Partner gegenüber stets vertrauensvoll verhalten und ihn nicht kontrolliert. Doch mein "Bauchgefühl" ist aufgrund der Vorerfahrung gut entwickelt und ich lasse mir heute kein X für ein U vormachen. Bei begründetem Verdacht würde ich schnüffeln. Idealerweise erhärtet sich mein Befürchtung nicht und ich wäre der glücklichste Mensch auf Erden. Mein Partner erfährt von der Kontrolle nichts und kann somit auch zufrieden weiterleben.

    Natürlich würde ich solche (heimliche) Kontrolle auch meinem Partner zugestehen, ich habe nämlich nichts zu verbergen!

    Bei den die moralische Keule des "Schnüffeln ist ehrlos" schwingenden Foristen habe ich den Eindruck, dass sie mit Fremdgehen oder Warmwechseln höchstens als "Täter" Erfahrung haben oder bisher in Beziehungen gelebt haben, die man bei der kleinsten Friktion schmerzlos beendet.
     
    • # 28
    • 13.07.2014
    • Gast
    @#26 hier die #24:

    Das Problem bei dem "Wer nichts zu verbergen hat,..." ist, daß andere entscheiden, ob man was zu verbergen hat.

    Ich denke, ich habe nichts zu verbergen, weil ich nichts verbotenes tue.
    Andere könnten da aber ein Problem mit haben, also verberge ich es.

    Meine Freundin hat keine Ahnung wie soziale Netzwerke wie FB funktionieren, weil sie selbst in keinem ist (Das nehme ich auch mal für Sie an #26).
    FB-Freund von jemandem zu sein, bedeutet erst einmal gar nichts. Ich bin auch "Freund" von Paris Hilton und Jogi Löw.
    Ich chatte auch nicht per FB mit ihnen, sondern kriege nur mit wie es ihnen geht und was sie machen. Sie sehen das bei mir dann genauso.

    @Mods.: Ich will hier keinen Chat anfangen, aber gerade den erste Satz dieses Posts finde ich sehr wichtig und den sollte sich auch jeder merken.
     
  8. Nein, ich hatte bei meinem Ex NIE Probleme, dass er viele Frauen kennt und auch mal mit ihnen alleine Essen geht! Und schon deshalb war es seltsam, dass er mir diese eine Dame verschwiegen hat und dann auch noch abstritt mit ihr alleine unterwegs gewesen zu sein. Ich habe kein Problem mit weiblichen Kontakten meiner Freunde. Und hätte auch kein Problem mit "nur" männlichen Kontakten.
    Ich habe selbst sehr! viele männliche Freunde, damit muss mein Partner umgehen können. Er kann alle meine Nachrichten lesen, wenn er damit nicht umgehen kann ist er nicht der Richtige.

    UND mein besagter Ex, der mich betrogen hat, war sogar etwas misstrauisch bei mir! Er hat bei facebook, xing etc. ab und zu geguckt welche neuen Kontakte ich habe und ich weiß dass er ab und an auf mein Handy/Iphone (er kannte die PIN nicht) geguckt hat, wenn ich es rum liegen hab lassen, um zu sehen, ob im Sperrbildschirm Nachrichten zu lesen sind oder wenn ich gechattet hab, hat er ab und an geschielt, um zu sehen, wem ich schreibe!
    SEINE KONTROLLE HAT MICH NICHT GESTÖRT! Ich hatte nichts zu verbergen und so ein bisschen Misstrauen, mein Gott. Hätte er richtig gesucht etc. dann wär ich sauer gewesen.
     

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