1. Ausgleichende Gerechtigkeit - reines Wunschdenken oder Tatsachen?

    Die meisten Trennungen und Scheidungen geschehen daraus, dass der eine Partner sich entweder fremd verliebt hat und zu betrügen beginnt oder auch nur aus sexueller Unzufriedenheit betrügt aber in der Ehe bleiben möchte (meistens sind das die Männer).

    Der Schmerz, einem Menschen vertraut zu haben und derart belogen, betrogen und auch verraten zu werden, ist unbeschreiblich und kann einen Menschen in eine tiefe Krise, wenn nicht sogar Depression, stürzen.

    Davon lesen wir hier jeden Tag und die Wut, die Trauer, der Schmerz wird manchmal gegenüber dem Ex Partner aus Rache irgendwie ausgeübt. Man will/möchte, dass der Ex Partner genauso leidet, wie man selbst gelitten hat in den meisten Fällen was komplett verständlich ist. Weil man ungerecht behandelt wurde, aber sich wenigstens zuerst Ehrlichkeit und Offenheit gewünscht hätte, wenn sich der/die Partner/in in jemand anders verliebt hat. Ehrlichkeit und Offenheit schuldet man dem Partner, bevor man sich auf etwas Neues einlässt. Aber genau das passiert in den seltensten Fällen.

    Oft wird gesagt: das Schicksal/das Karma wird für Gerechtigkeit sorgen - du musst dich nur zurücklehnen und lächeln - und genau das ist es, woran ich nie geglaubt und gedacht habe. Immer meinte ich, das ist nur ein Wunschdenken der Verletzen.

    Bis ich vor einigen Jahren eine bestimmte Erfahrung gemacht habe. Ich hatte eine Beziehung mit einem Mann aus einem anderen Land ca. 16 Monate und ich wusste, dass wir keine Chance hatten, weil er sich eine eigene Familie wünschte. So suchte er sich eine 16 Jahre jüngere Frau und heiratete sie und bekam mit ihr ein Mädchen. Bereits in ihrer Heimat begann seine zukünftige Ehefrau Menschen auszufragen, wie die Gesetze in der Schweiz waren und wie sie sich am schnellsten hätte scheiden können. Noch vor der Heirat! Nach nur 16 Monaten hat sie sich von ihm getrennt. Und er war so extrem gekränkt und wütend und konnte das nicht verstehen und akzeptieren und hätte am liebsten alle aus Wut und Kränkung verprügelt. Alle Staatsangestellte!

    Er kontaktierte mich und fragte mich, warum ihm das alles geschehen sei, er könne das nicht begreifen.

    Ich entgegnete: „damit du weisst und fühlst wie deine Schweizer Frau sich gefühlt hatte, als du sie 10 Jahre lang nur für den Schweizer Pass ausgenutzt hattest. Sie war nur Mittel zum Zweck. Sie liebte dich und glaubte du würdest das auch tun aber du hattest von Anfang an die Absicht dich, sobald du den Pass hattest, von ihr scheiden zu lassen.“

    Zum ersten Mal habe ich fast hautnah dieses Karma erlebt an welches ich nie geglaubt habe. Daran hätte ich nie gedacht! Es ist wie ein Bumerang - kommt es mir vor. Was man tut oder aussendet fällt früher oder später auf einen selbst zurück.

    Habt ihr persönlich solche Erfahrungen auch gemacht? Oder in eurem Umfeld so was erlebt? Glaubt ihr tatsächlich an eine ausgleichende Gerechtigkeit für die man nicht selbst sorgt?
     
  2. Glaub ich nicht. Das ist Wunschdenken. Gäbe es auf der Erde generell ausgleichende Gerechtigkeit, würden keine Massenmörder, Vergewaltiger oder andere schlechte Menschen bis ans Ende ihrer Tage froh und fröhlich leben. Warum sollte ein Fremdgänger vom Karma bestraft werden und der andere nicht? Das ist doch Unsinn. Ich denke eher, wenn jemand vielen Leuten schlechtes tut und dann selbst in eine Notlage gerät, dann helfen ihm andere eben nicht aufgrund seines vorherigen Verhaltens. Ein netter Mensch hat meist viele Freunde und dann in Zeiten der Not auch Unterstützung. Also direkt Ursache und Wirkung. Oder jemand, der immer Beziehungen wechselt, der ist im inneren vielleicht unruhig und rastlos und nicht glücklich. Das erkennt er dann vielleicht später. Auch kein Karma, sondern Ursache.

    W, 35
     
  3. Nein, daran glaube ich nicht.

    Die Menschen, die andere missachten und ausnutzen, sind oft durchgängig skrupellos und verfolgen ihre Interessen ohne Rücksicht. Davon profitieren sie sehr viel häufiger als dass sie Rückschläge erleiden.

    Natürlich gibt es auch schmerzhafte Momente. Mein Ex hatte sich ja völlig unglaublich unseren Kindern gegenüber benommen - dennoch liebte er seine Tochter. Als diese ihm als junge Erwachsene sagte, was sie von ihm hielt und dann den Kontakt abbrach, beschwerte er sich über Jahre hinweg immer wieder bei mir.

    Ich lächelte freundlich und teilte ihm mit, dass er lange und hart daran gearbeitet habe, dass seine Kinder ihn verachten. Er möge sich nicht wundern.

    (Ok, ich gebe zu, eine kleine Genugtuung war es schon. Sein Charakter blieb aber immer noch sowie er war und jeder Tag ohne ihn ist ein guter Tag. Er wird sich nicht ändern, weil er davon profitiert, dass er andere Menschen ausnutzt.)
     
  4. Ich weiss, dass es Karma gibt. Und dass es Reinkarnation gibt. Ich weiss dass ich im letztem Leben eine schlimme Sache getan habe, für die ich ziemlich lange bezahlt habe in diesem Leben. Man kann Karma aber auflösen, u.a. durch hohes Bewusstsein (Herzöffnung).

    Klar glauben hier in Europa nicht so viele an Karma. Aber in meinem Freundes- und Bekanntenkreis recht viele.

    Allerdings an Karma noch im selben Leben, so wie du es beschreibst, glaub ich eher nicht. Da sind andere Dinge am Werk.
     
  5. Das ist Zufall, das ihm das nun justament kurz darauf ähnlich passiert. Von Karma würde ich da nicht reden.

    Im Lauf des Lebens lernt man sich an die Dispositionen der Menschen anzupassen. Was dem nicht entspricht, führt zu Leiden. "Es gibt kein richtiges Leben im Falschen" hat Adorno gesagt. Und mein Hindu-Guru, dem ich auf Twitter folge - ein 90 jähriger lebensweiser Inder - sagt immer: "attachment leads to suffering" (Bindung führt zu Leiden).

    Du und Dein Bezzie hätten eben den anderen Menschen aus sich heraus und nicht durch die Linse ihrer eigenen Wünsche betrachten sollen. Ich bin mir sicher, dass die Warnsignale frühzeitig da waren.

    Dass es sich um eine Bezness-Geschichte handelt unterstelle ich. Scheint mir aber sehr wahrscheinlich nach allem, was ich da herauslese. Die Unkundigen können sich den Begriff leicht ergoogeln und inhaltlich erschließen.

    Ich kannte eine Französin, die einen 30 Jahre jüngeren Tunesier, Animator im Hotel-Club, noch im Urlaub geheiratet hat. Der Bezzie wollte nun, nachdem sein Aufenthaltsstatus in der EU gesichert war, kulturtypisch eine jüngere Zweitfrau, um mit ihr eigene Kinder zu zeugen. Die Französin hatte schon zwei nahezu erwachsene aus erster Ehe. Sie war am Boden zerstört als er sein Ding durchzog. Aber die Bedürfnisse und Lebensdynamiken eines Menschen in Rechnung gestellt: Was war anderes zu erwarten? Und ist nicht eigentlich sie die Missbrauchende gewesen, wollte sie doch allen Ernstes seine Jugend und seinen Verzicht auf eigene Fortpflanzung. Purer Egoismus.

    Ich vermute bei Dir ist es ähnlich. Also kein Karma. Du hast Dir am Leben die Finger verbrannt und mir schwant, dies zu Recht. Nun ist Dein Bezzie von Deiner Nachfolgerin betuppt worden. Nun ja, wer weiß wie das Arrangement und die Fehldisposition bei diesen beiden eingefädelt war ...
     
  6. Auch ich glaube nicht daran.
    Würde es stimmen, würde lieben Menschen nichts schlimmes passieren. Eine Kommilitonin, ein total lieber Mensch, überall beliebt, erfolgreich, kam im besten Alter, in einem ganz schlimmen Autounfall, ums Leben.
    Dafür ist ein Kerl, der einen Mitschüler so fertig gemacht hat, das dieser in die Geschlossene musste, nun Familienvater mit hübscher Ehefrau in einer Top-Postion.

    Ich konnte aber beobachten das schlimme Dinge passieren, wenn man selber daran glaubt. Wenn man sich z.B. einredet einen bestimmen Pech-Tag zu haben, vermehrt was schief geht.
     
  7. Autsch, sorry, das klingt mehr als komplett verrückt für mich ... besinne Dich doch einfach auf das, was Du möchtest
     
  8. Sorry für die harten Worte, aber:so ein Unsinn. Das, was du schreibst, hat mehr mit dem Katholizismus zu tun, jedenfalls so weit ich die Menschen kenne. Das Leben ist viel zu groß, du siehst das selektiv. Nix Karma.
     
  9. Liebe Mandoline, frei nach einem Sprichwort, das irgendwie so lautet: "..... setze dich an den Fluss und warte, bis die Leichen Deiner Feinde vorbeitreiben....."

    Und ich muß sagen, ich habe schon viele schwimmen gesehen.......

    Da muß ich am meinen Ex denken, dem natürlich auch meine "Dummheit" sehr zustatten kam. Der ließ das mit mir so lange laufen, bis er endlich eine Frau gefunden hatte, die er heiraten wollte. Denn er wollte Kinder. Beides hat er bekommen.....

    Noch lange nach seiner Heirat hat er mich belogen.... Aber ich habe Zugriff auf amtliche Daten und dort sah ich, dass er geheiratet hat. Dann sah ich immer wieder mal hinein, weil ich sehen wollte, wie lange sie bei ihm bleibt. Dann wurde ein Kind geboren. Und dieses starb nach zwei Jahren.

    Das hat mir dann doch sehr leid getan und ich habe in diesem Moment überhaupt keine Schadenfreude mehr verspürt. So etwas würde ich dann doch nicht einmal meinem stärksten Feind wünschen.

    Dann erinnere ich mich auch an andere private Widersacher, die ich lange aus der Ferne beobachtet habe. Was ich da festgestellt habe: sie haben ihr Fett wegbekommen, mal ganz unabhängig davon. Der einen Dame hätte ich nicht gewünscht, dass sie an Krebs sterben muß, aber ich bin zu der Überzeugung gelangt, dass ihr wohl ihr eigenes Gift geschadet hat.

    Die andere ist schon längst nicht mehr gut situiert, sie lebt getrennt von ihrem vermögenden Partner in einem einfachen Mietshaus. Vorbei das schöne Leben. Und ich frage mich, warum er es überhaupt so lange mit ihr ausgehalten hat. Geht mich nichts an, ist aber so.

    Ich glaube an Karma. Finde ich gerecht und schadenfroh bin ich auch:)
     
  10. Genau, das gibt es so gut wie nicht!
    Davon bin ich überzeugt, auch lese ich ständig hier, diese Tatsache als Ursache aller Beziehungsprobleme, sie geschehen im Unterbewusstsein! Das ist das Gesetz von Ursache und Wirkung!
    Wohl dem, der sagen darf: Der Tag der Aussaat war der Tag der Ernte!
     
  11. Nein, ich glaube auch nicht daran. Du wünscht dir keine Gerechtigkeit, sondern ihm was Schlechtes.
     
    • # 11
    • 25.07.2019
    • void
    Naja, oder ein Loslassen. Wenn man nun noch seine gute Lebenszeit damit verbringen will, den anderen zu hassen und ihm Schlechtes zu wünschen, gibt man ihm doch noch mehr Raum.
    Auch das Zurücklehnen und Drauf-Warten ist für mich viel zu viel Beschäftigung mit SEINEM Befinden. Davon soll dann wieder MEIN Befinden abhängen? Nee, passt mir nicht.

    Ich finde es okay, wenn man sich denkt, dass er schon seine Strafe kriegen wird, um es dann abzuhaken. Was mir teilweise geholfen hat, gemeine Leute zu "verarbeiten" in Hinsicht auf Genugtuung, war, dass ich gesehen habe, wie dieser Typ ist und warum. Also Menschenkenntnis.
    Die sind ja nicht so, weil es ihnen so gut geht. Sie fühlen sich klein und triezen deswegen andere, sind niederträchtig, missgünstig usw.. Ich bin aus dem Dunstkreis raus, aber er fühlt sich immer noch klein. Blöd wird es, wenn man der Macht völlig ausgeliefert ist beruflich und deswegen Ziele nicht erreicht, aber wenn er einem nicht gerade den Lebensweg verbauen kann, kann man ihn getrost sich überlassen, er schaufelt sich sein eigenes Grab dadurch, dass er sich nicht um Selbsterkenntnis bemüht, sondern seine Macht missbraucht.

    Genau. Deswegen: Er ist durch sein Sein bestraft, er baut sich selbst seine Lebensfallen. Und wenn er es gut angeht, macht er mal ein paar Erkenntnisse und verhält sich ab da anders. Aber so geht es ja jedem, also die Welt in gute und böse Menschen einteilen, kann man zwar machen, aber viele sind doch in der Grauzone, verhalten sich schlecht, weil sie nicht anders können, aber nicht aus bewusster Bosheit, fallen damit irgendwann auf die Nase und denken um.
    Schon, und ich gebe zu, ich hab innerlich gefeixt. Aber ich wusste nicht, ob die bewusste Person, die auf einem komischen spirituellen Trip war, das ganze nicht erzählt hat, um zu gucken, ob ich mich noch daran erinnere, dass sie mit mir mal dasselbe gemacht hatte in der Vergangenheit, was ihr jetzt passierte. Wäre auch noch möglich. Ich hab mich erinnert, aber es mir nicht anmerken lassen.
    Ich glaube vor allem nicht daran, dass der Geschädigte selbst für ausgleichende Gerechtigkeit sorgen kann. Mag in Einzelfällen funktionieren als Rachefeldzug, aber mir würde das nichts bringen, es zu versuchen. Das einzige, was ich mir vorstellen kann, ist, wenn mir jemand was Schlechtes tat aus Neid oder Missgunst, dem was vorzusetzen, was ihn noch mehr ärgert. Aber das klappte nicht, als ich es mal versuchte, also habe ich es abgehakt, und mein Wohlergehen ist mir wichtiger, als wen zu meinem Motivationsmittelpunkt zu machen und ihn zu ärgern. Das wäre doch zu viel Ehre für den :D
     
  12. Das stimmt nur bedingt, dass sie mehr davon profitieren. Gewiss eine zeitlang ja, aber wie bei meinem Ex, den ich sowieso nie geheiratet hätte, selbst wenn er es wollte (er wäre nie treu gewesen) aber letztlich sein Traum eigene Familie zu gründen und bis zum Tod mit der Frau zusammen zu bleiben ist nach nur kurzer Zeit geplatzt. Sie hat und wollte von ihm auch nur finanziell profitieren, weil sie aus sehr armen Verhältnissen kam. Das hat er sehr teuer bezahlt. Das war der Bumerang und es heisst nicht umsonst: was du sähst, das wirst du auch ernten.

    Das bewahrheitete sich auch zw. meiner Mutter und mir. Sie hat mich schon als Kleinkind im Stich gelassen bzw. meiner sehr harten und dominanten Grossmutter überlassen und als wäre das nicht gut, konnte sie nie meine Krankheit akzeptieren und mich selbst mit der Krankheit. Sie hat mich nie getröstet oder ermutigt, sondern immer versucht mich nach dem Tod meines Vaters mich subtil vereinnahmen wollen und wollte nie, dass ich einen festen Partner finde und redete mir immer alle Männer schlecht. Darum wollte ich sie kaum anrufen, kein Bedürfnis oder kaum Liebe ihr gegenüber spürte auch dann als sie Krebs hatte und wollte sogar für immer den Kontakt zu ihr brechen.

    Bei meinem Vater, war es komplett anders! Er hätte seine Gesundheit ganz sicher für meine geopfert, wenn er das hätte tun können. Er hat alles für uns alle getan und auch für meine Mutter als die erkrankte. Mein schwerster Tag im Leben als er starb.

    Insofern es stimmt: was man gibt, bekommt man irgendwann zurück - positiv wie negativ. In Abhängigkeit davon, was man gegeben hat.
     
  13. Ja, ich glaube an die ausgleichende Gerechtigkeit, obwohl ich kein aberglaeubischer Mensch bin, denn ich habe in meinem langen Leben zu oft gesehen, dass die Baeume nicht in den Himmel wachsen, wie meine Mutter sich immer ausdrueckte.

    Als junge Frau war ich drei Jahre lang Geliebte eines gut aussehenden, intelligenten Don Giovanni, der seine Frau laufend betrogen hatte. Beide waren wir verheiratet. Eines Tages erklaerte er mir, dass er eine andere Frau kennengelernt hatte, die ein Reisser im Bett war. Ich war am Boden zerstoert und zutiefst verletzt, denn ich liebte ihn sehr.

    Heimlich wuenschte ich ihm Pest und Cholera an den Hals.

    Er liess sich scheiden und heiratete die Neue. Fuenf Jahre spaeter starb sie an Krebs. Nun haette er mich gerne wiedergehabt, aber auch ich war inzwischen geschieden und wieder verheiratet und haette ihn auch nicht mehr genommen.

    Er heiratete wieder, und nun ist die Dritte auch schwer krank und das Ende abzusehen. So viel Schlimmes habe ich ihm nicht gewuenscht.

    Ich kenne noch viele solche persoenlich erlebte Geschichten.
     
  14. Unsinn. Aber es ist natürlich einfach und in allen Religionen zu finden. Egal ob katholisch, muslimisch oder Scientology. Alle haben immer eine gute Erklärung parat, die ihre Erlösungslehre begründet. Verhalte Dich so, wie ich will und Du kommst in den Himmel. Für mich erledigt. Kein Gott würde so einen kindischen Unsinn veranstalten.

    Wenn man das ernst nimmt, müsste man ja Hörgeräte und andere Hilfsmittel abschaffen und dürfte Krankheiten nicht mehr behandeln, damit man niemandem die Chance nimmt, sein Karma zu bekommen. Der Mann geht mit der Nachbarin fremd? Ist natürlich eine göttliche Fügung. Danke, Herr, Dein Wille geschehe. Also für mich sind das faule Ausreden, um sich als hilfloses, unschuldiges Opfer darzustellen. Räucherstäbchen anzünden und alles wird gut. War dann ein Mörder im letzten Leben einfach zu gut und muss das ausgleichen?

    Eher mag es sein, dass es manchmal unbewusste Muster sind, die bestimmte Situationen und Konstellationen fördern.
    In F+ treffen sich eher beziehungsunfähige Menschen und auf Aufenthaltserschleicher lassen sich auch bestimmte Menschen ein.
     
  15. Nein, ich glaube auch nicht an eine ausgleichende Gerechtigkeit des Schicksals. Das Schicksal schlägt einfach zu. Der Mensch muss schauen, wie er damit zurecht kommt.

    Wie meine Vorschreiber denke ich auch, dass ein "guter" Mensch besseren Kontakt zu Mitmenschen hat, eher gewarnt und bei Problemen leichter unterstützt wird.

    Ich glaube, dass es im Leben sehr darauf ankommt, mit welchen Leuten Du Dich umgibst und befreundest, weil Du Dich Deinem Umfeld anpasst. Ist Dein Umfeld spießig, reich, kleinkriminell, drogensüchtig, wirst auch Du Dich in die Richtung bewegen. Im Guten wie im Schlechten.

    Ich glaube auch, dass es im Leben ganz grundsätzliche Prinzipien, Dynamiken und Strukturen gibt, die in 98 % zutreffen. Damit arbeiten übrigens auch Psychologen.

    Oft macht es einen großen Unterschied, sich einfach an kleine Lebensweisheiten zu halten.

    Bei Beziehungen gibt es ja ganz klare Regeln, die bereits bei der Auswahl zur stabileren Beziehung führen oder auch die Beziehung pflegen.
    Es ist schade, dass wir diese nie einfach theoretisch gelehrt bekommen.

    Wenn der Altersunterschied zu gross und die Lebensumstände zu unterschiedlich sind, liegt der Partnerwahl eben oft nicht nur das beidseitige Gefühl von inniger Verbundenheit zugrunde.
    Das ist eine Binsenweisheit und Klischee.
     
  16. Ich glaube auch nicht an Karma. Es ist schlicht weg Zufall. Da jedem Menschen gute, wie schlechte Erfahrungen und Menschen irgendwann begegnen, kann man Karma esoterisch herleiten, aber nicht generell. Manche schlechte Menschen sind Hans im Glück nahezu lebenslang und manche liebevolle gute Menschen, die Pechmarie, aber das hat teilweise etwas mit Ursachen und Wirkung zu tun, wie @mokuyobi #Post 1 schrieb, Skrupellosigkeit vs. Mitgefühl und Bereitschaft zu helfen, mitunter sich dafür zu fremden Zwecken einspannen und ausnutzen zu lassen, wie auch das ungnädige Schicksal (Tod, Krankheit, deftige Schicksalsschläge von wirklich lieben und aufrichtigen Menschen).
     
  17. Ich habe es gar nicht mit dem Glauben ....
    ... ich weiss lieber.
    Und ich weiss, dass derjenige, der Fehler macht dafür bezahlen muss.
    Nicht immer ist die Rechnung hoch - aber sie ist dennoch da. Mehrarbeit - also weniger Freizeit oder weniger Zeit für neue Projekte - Strafen von seiten eines Staates - Strafen von seiten des persönlichen Umfeldes - all das geht darauf zurück, dass ich Fehler mache.
    Wer heiratet, ohne genau hinzuschauen - wer zu lässig ist beim Steuern sparen - wer Spuren hinterlässt beim Mord - wer seine Freunde vergrätzt ..... der bekommt irgendwann seine Rechnung. Nicht immer, aber oft.
     
  18. Liebe Mandoline
    Eine interessante Frage.
    Ich glaube nicht, dass es irgendeine abstrakte/höhere Instanz oder ein Gesetz gibt, das für ausgleichende Gerechtigkeit sorgt. Die Welt ist unfair.
    Ich glaube lediglich, dass viele Lügner, Betrüger etc. sich selbst überschätzen und irgendwann Fehler machen. Oftmals hat es etwas mit Defiziten zu tun, wenn man zu Unehrlichkeit und Kriminalität greift (nicht immer). Und diese Defizite holen einen dann ein.
    Zudem glaube ich, dass je nachdem, wie wir die Geschichte eines Menschen erzählen, er Opfer oder Täter ist am Ende. Denn wir alle haben diese Anteile in uns. Für dich ist der Mann ein Betrüger und seine Geschichte von ihm endet, als er seine "gerechte Strafe" empfängt. Doch wer weiss, was noch geschehen wird, bis zu seinem Tod? Wie viele Herzen er noch brechen wird, oder wie oft ihm seins gebrochen wird?
     
  19. Ausgleichende Gerechtigkeit? An das, was du beschrieben hast, glaube ich nicht. Aber ich glaube fest an das Prinzip von Ursache und Wirkung und in weiterer Folge an das Karma-Prinzip. Das bedeutet, dass eine Aktion eine Reaktion bedingt und somit trifft die Reaktion wiederum den ursprünglichen Akteur. Es kommt kein Dritter daher und sorgt für einen Ausgleich. Das Karma-Prinzip kommt natürlich aus einer Kultur, wo man an Wiedergeburt und Seelenwanderung glaubt. Der Körper vergeht, aber die Seele lebt weiter. Somit ist gut möglich, dass man manche Konsequenzen seiner Handlungen erst in einer späteren Geburt ernet. Das "Schicksal" ist somit nichts Zufälliges, sondern eine Konsequenz seiner eigenen Handlungen.
     
  20. "Nur aus sexueller Unlust betrügen"? Sexuelle Unlust ist größtes Anrecht zu betrügen! Niemand schuldet dir Ehrlichkeit! Du willst nur von anderen: Ehrlichkeit, Treue, Aufrichtigkeit, Beziehung, Liebe. Was gibst du so zurück? Oben drauf erhoffst du dir noch Karma, weil andere ach so "böse" sind. Wach mal auf in deiner Traumwelt!
     
  21. Liebe Mandoline,
    ich denke, Du refernzierst den Parallelthread von der "enttäuschten Affärenfreu", die verzweifelt versuchtdurch Schönrederei des Endes ihr Ego zu stabilisieren.
    Du bist doch auch ein älteres Semester. Sicherlich hast Du genau wie ich in Deinem Leben einige Male mitbekommen, dass die größten Ä***** wie @Sirella es beschreibt, auf der Sonnenseite des Lebens landen und der Berachter findet das maximal ungerecht vom Leben.

    Viel öfter aber habe ich erlebt, dass das "Karma" bei den miesen Typen irgendwann übel zuschlägt. Ich glaube nicht an das Karma und auch nicht an eine ausgleichende höhere Gerechtigkeit sondern daran, dass wer einen ganz elenden Charakter hat, eine höhere Wahrscheinlichkeit hat auf Gleichgesinnte zu treffen, die mit ihm eben auch nicht wohlmeinend umgehen.
    Die Ursache liegt m.E. darin, dass sich irgendwann alle netten Menschen von dem Schw*** zurückziehen, seinen Ruf kommunizieren, dassa lle Lebenserfahrungen gesammelt haben und solche miesen Typen erkennen, sodass ihm ihm nur noch Seinesgleichen übrig bleibt - wovon ihm dann auch mal einer übel mitspielt.
    Es hat nunmal keiner ein Abo darauf, immer als Sieger vom Hof zu gehen. So habe ich das sogenannte Karma erlebt.
     
  22. Nein, ich denke nicht, das es das gibt, obwohl es ein schöner Gedanke ist. Aber meine Erfahrungen zeigen mir, dass Menschen mit vielen schlechten Handlungen viele Jahre oder sogar lebenslang damit durchkommen und geradezu prächtig damit leben und andere, die mehr gute Dinge tun trotzdem nicht vor schlimmen Sachen gefeit sind. Alle Diktatoren in Nordkorea sind bisher prima in ihrem Leben zurechtgekommen, im Gegensatz zur normalen Bevölkerung. Herr Trump würde in der Hölle schmoren, aber irgendetwas sagt mir, dass dies nicht passieren wird. Und dazu kommt, dass diese Leute von sich selber denken, dass sie das richtige tun.

    Genau das ist ja die Crux. Vieles ist eben nicht schwarz oder weiß sondern in irgendeiner Schattierung von grau. Jeder sieht primär seine eigene Situation und das Handeln der anderen Person kann extremen negativen Einfluß darauf haben, muss aber für die handelnde Person nichts bedeuten oder hat Vorteile. So gesehen hätte jeder Reiche ein schlechtes Karma, lebt er doch auf Kosten vieler ärmerer Menschen.

    Alles was passiert, hat natürlich Auswirkungen. Bin ich ein sparsamer Mensch, werde ich reich wenn ich weniger ausgebe als ich einnehme. Kommt jemand daher und nimmt mir mein ganzes Geld, habe ich das nicht mehr. Aber ich habe immer noch die Eigenschaft "sparsamer Mensch" und werde mit der Zeit meine Situation ändern.

    Es gibt da draussen viele, die ganz wahllos herumvögeln und dabei exorbitant viel Spaß haben. Julio Iglesias behauptete mal, das er tausende Frauen hatte. Kann ich nicht nachprüfen, aber wenn es so wäre, ist er dann ein böser Mensch? Sind alle Frauen enttäuscht, wenn er mit ihnen geschlafen hat und sich danach nicht mehr dran erinnern kann? Und was soll dann bitte passieren? Soll ihm sein bestes Stück abfaulen? Dieses Karma-Ding ist nur eine Wohlfühltablette, wenn mit dir schlecht mitgespielt wird. Ist auch OK so. Aber selber wirst Du dem anderen kaum massiv schädigen können. Und es steht dir auch nicht zu. Am besten, man konzentriert sich auf seine eigenen Sachen, lässt los und bucht es als Erfahrung ab. Jedes schlechte birgt die Chance, dass man daraus lernt.
     
    • # 23
    • 26.07.2019
    • Roby
    Wenn man sich so umschaut, könnte man meinen, dass es nicht nur keine ausgleichende Gerechtigkeit gibt, sondern die, den es eh nicht gut geht, bekommen nochmal eine auf den Deckel! Und die A.. bleiben munter und gesund.
    Das Problem mit dem Karma ist halt: wer entscheidet was Gut oder Böse ist? Das sind moralische Begriffe - da gibt es keine absoluten Werte. Wie soll also das Karma entscheiden welche Handlungen belohnt oder bestraft werden sollen.
    Vielleicht sitzt ja irgendwo eine Gottheit die sich denkt: "Das Rumgeflenne und die Erlösungssuche der Typen da unten nervt mich tierisch! Da sind mir die Fremdgeher, Betrüger, etc. lieber - die nehmen ihr Schicksal wenigstens selber in die Hand!".
    M/46
     
  23. Ich möchte auch noch hinzufügen, dass ich das sehe wie @annie83. Niemand (oder fast niemand) ist NUR Opfer oder Täter. Die meisten Menschen sind irgendwo dazwischen, haben sich schon mal unfair gegenüber jemandem verhalten, vielleicht sogar ohne das so direkt zu merken. Müsste denen jetzt nach Karma-Lehre Gutes oder Böses widerfahren? Man neigt dazu, die bösen Taten anderer besonders schlimm zu werten und die eigenen kleinzureden oder zu entschuldigen (wie hier ja auch viele Fremdgeher) und sich doch als Opfer der Umstände zu sehen. Oder seinen eigenen Anteil bei schlimmen Streitereien oder Trennungen nicht zu erkennen.

    Ich finde es schon krass, wenn sich hier @Toscamore freut, wenn jemand, der ihr im Liebesleben mal schlechtes getan hat, später eine Frau hat (eine unbeteiligte Dritte!!!), die Krebs bekommt. Das ist an sich schon wieder wirklich ein böser Gedanke, finde ich. Das setzt das Denken voraus, dass auf Kosten eines dritten der andere so etwas verdient hat, nur weil die Liebesgeschichte schlecht ausging. Und das, obwohl man selbst Geliebte war, also selbst etwas falsches getan hat. Gruselig.
     
  24. Hier das Rezept, um aus solchen Denk-Mustern rauszukommen:

    'Vergiss Menschen, die dir weh getan haben, dich verletzt haben, dein Vertrauen mißbrauchten und dich auflaufen ließen.

    Konzentriere dich auf diejenigen Menschen, die es gut mit dir meinen, dir immer ein Lächeln ins Gesicht zaubern, wenn du sie siehst!
    Das sind diejenigen Menschen, die dir gut tun, Menschen die zu dir halten, besonders wenn es dir nicht so gut geht.
    Halte diese Menschen ganz fest in deinem Herzen, denn nur sie haben es verdient!

    Es kommt ein Zeitpunkt in deinem Leben, an dem du realisierst, wer dir wichtig ist, wer es nie war und wer es immer sein wird.

    So mache dir keine Gedanken über die Menschen aus deiner Vergangenheit, denn es gibt einen Grund, warum sie es nicht in deine Zukunft geschafft haben.'

    Heute ist morgen schon gestern. Und du wirst sehen, erkennen und fühlen, wer es jeweils in deine Zukunft geschafft hat ...

    Dort wo Berührung noch weh tut, gibt es noch etwas Altes oder Verborgenes zu heilen oder loszulassen: Entlasse diese Leute bzw. Geschehnisse aus deinem Emotionalkörper. Ziehe den Dorn, richte es ein, aber nicht unnötig drin rumbohren. Mache die Wunde sauber, gib heilende Kräuter und Stoffe darauf, verbinde sie sanft zu ihrem Schutz, und schaue immer mal wieder was es noch braucht um zu heilen. Tue innerlich & äußerlich alles, um aus dem alten Muster rauszukommen.

    Mir hilft das ganzheitliche Muster sehr!
    Samtina
     
    • # 26
    • 26.07.2019
    • void
    Ich pick jetzt dieses Zitat mal raus, weil es sich hieran gut zeigen lässt, was ich sagen will, also es geht nicht gegen Dich persönlich, @Toscamore, und ich will auch nicht das Gefühl der Genugtuung an sich verurteilen.
    Es gibt was, das mich an diesen Bildern stört: Diese Selbstgerechtigkeit und die Instrumentalisierung anderer für einen kleinen inneren Genugtuungsdurchmarsch eines Menschen, der denkt, er hätte keinen Fehler gemacht.

    Mal den eigenen Anteil am Geschehenen betrachten, dann sieht man sich vielleicht nicht mehr so als armes Opfer, dem Gerechtigkeit widerfahren müsste, sondern als jemanden, der durch Leid eine Lebenserfahrung machte, woraufhin er nicht mehr so naiv durchs Leben läuft und auf solche Typen z.B. nicht mehr reinfällt.

    Genau das ist Leben, denn Menschen sind nicht fair, ehrlich oder gerecht - man selbst auch nicht, und zu "schlechten Menschen" war auch schon jemand schlecht.

    In dem Ganzen ist man selbst immer "der Gute", der ungerecht behandelt wurde, und denkt, Gott/Schicksal sollte was ausgleichen. Die beiden wirklich richtig Geschädigten, die kranken Frauen, sind für einen dabei nur Mittel zum Zweck.

    Mir geht es nicht um Verurteilung des Genugtuungsgefühls und dass man einem anderen was Schlechtes wünscht, das ist menschlich und hab ich auch schon gemacht. Mir geht es auch nicht darum, dass jeder, der Gerechtigkeit vom Schicksal wünscht, sich nun bewusst als "auserwählt gute Person, der Gerechtigkeit widerfahren sollte", sieht, und ihm egal ist, dass dabei auch am eigenen Leid "unschuldigen Personen" benutzt werden.
    Aber unterm Strich ist es genau das: Mir darf nichts Leidvolles passieren, denn ich bin unschuldig, und wenn mir Leid passiert, muss der Schuldige bestraft werden.
    Man ist nicht besser als irgendein anderer, der einem gefühlt oder echt Unrecht tut. Man hat sicher auch schon anderen wehgetan, sicher ohne es zu wollen.
    Alles Leid, das einem passiert, müsste man auch als was Gerechtes ansehen, und das passiert aber bei diesen Überlegungen oft nicht.

    Manches ist selbstverursacht, was man erst durch Leid erkennen muss, manches ist wirklich ... ich würde es auch so nennen: böses Schicksal. Im zitierten Bsp. hat die naive Frau, die vom Verheirateten irgendwann weggeschmissen wurde, selbstverursachtes Leid. Sie ist nicht schuld dran, sie wusste es nicht besser, aber sie hat ihren Anteil, den sie lernen musste, weil Menschen so sind, wie sie sind, auch verheiratete Männer. Aber die beiden Frauen mit der Krankheit, bei denen würde ich sagen, die erlitten wirklich ungerechtes, böses Schicksal.
     
  25. Ich verstehe die Entrüstung nicht! Ich hatte ihn 6 Wochen vor dem Tod meiner Mutter kennengelernt und nach ihrem Tod nie mehr angerufen, da er mit mir keine Familie gründen konnte und er sich ein Kind wünschte. (Es ist sehr schwer bis unmöglich als Rollstuhlfahrerin für ein eigenes Kind zu sorgen, ohne 24h soziale Unterstützung). Aber sein Melden war für mich in dem Jahr (hatte 3 Todesfälle) für mich persönlich nur ein Segen und mir sehr gut getan. Geheiratet oder feste Partnerschaft hätte ich mit ihm nie gewollt.

    Seine junge Ehefrau aus seiner Heimat (das ärmste Land Europas A....) begann schon vor der Eheschliessung sich zu erkundigen, wie sich am schnellsten wieder scheiden lassen könne. Sie hatte nie die Absicht mit ihm alt zu werden, so wie er seine Schweizerfrau nur für den Pass geheiratet hat.

    Insofern hat @mikuyobi und andere Recht, es ist Ursache-Wirkung Prinzip. Nichts anderes meint man mit dem Begriff Karma „Karma (n., Sanskrit: Stamm: कर्मन् karman, Nominativ: कर्म karma, Pali: kamma „Wirken, Tat“) bezeichnet ein spirituelles Konzept, nach dem jede Handlung – physisch wie geistig – unweigerlich eine Folge hat. Diese Folge muss nicht unbedingt im gegenwärtigen Leben wirksam werden, sondern sie kann sich möglicherweise erst in einem zukünftigen Leben manifestieren.“

    Quelle: Wiki

    Wobei ich nicht an Wiedergeburt glaube, sondern sehe wie Ursache und Wirkung bereits in einem Leben erfahrbar ist. Damit auch der mögliche Lerneffekt bewusst erfahren/erlebt wird. Oder auch: „was du säest, das wirst du ernten“. (Mein belastendes und schmerzhaftes Verhältnis zu meiner Mutter zu der ich sogar den Kontakt für immer abbrechen wollte).
     
  26. Ich denke schon, dass einen früher oder später im Guten wie im Schlechten etwas einholen kann.
    Für einen begrenzten Zeitraum kann man mit Manipulation, Ausbeutung und Rücksichtslosigkeit weit kommen.
    Allerdings der Preis..verloren gegangenes Vertrauen...ist ein nicht wiedergutzumachender Verlust.
    Auch muss wer Menschen benutzt, immer wieder von neuem "performen" um neue Opfer an den Haken zu kriegen.
    Daher denke ich, dass auch ohne "Quittung" Menschen, die so agieren, defizitär, unfrei und nicht glücklich sind. Wünschen tu ich Ihnen das nicht. Von mir aus darf sogar meinem Vater, der sein Leben lang Babys vergewaltigt hat, glücklich sein. Kontakt wuerde ich dennoch nie wieder mit ihm aufnehmen.

    Und so geht es vielen Tätern.
    Die Menschen ziehen sich zurück, wenn sie anfangen das Spiel zu durchschauen. Wer bleibt, bleibt oft aus Berechnung oder ist vom gleichen Schlag.

    Ich weiss nicht, ob das "Karma" ist.
    Eher Ursache und Wirkung.
    Es muss auch unglaublich anstrengend sein, permanent seine Leichen im Keller verschlossen zu halten, wie es zB Lügner und Fremdgaenger tun.

    Gerade im Beziehungsbereich geht das selten gut, weil wenn ich in Beziehung bin, bin ich ja mit dem anderen verbunden. Schaedige ich ihn, schaedige ich ergo automatisch mich selbst. Ist eigentlich ne Binsenweisheit.

    Ich selbst habe bestimmt auch schon Menschen verletzt.
    Ich wuerde aber auch unterscheiden, ob das aus Unwissenheit und Unreife ist oder absichtlich, berechnend und bösartig geschieht.

    Wie heisst es so schön: ich sollte unterscheiden zwischen meiner Verantwortung, Deiner Verantwortung und Gottes Verantwortung.
    Es steht mir nicht zu, Menschen für ihr Verhalten zu "bestrafen" oder ihnen Leiden zu wünschen.

    Was mir aber zusteht ist, mich vor unehrlichen und bösartigen Charakteren zu distanzieren.
    Dann kommt es hoffentlich garnicht dazu, dass ich so verletzt werde, dass ich Ihnen Böses wünschen muss.
    Wer das schafft, finde ich, befindet sich auf dem Königsweg...
     
  27. Hi, nee ich glaube nicht an Karma. Das Leben ist oft zufällig, und in den meisten Fällen ungerecht. Ich freue mich, dass in deinem Einzelfall die Zufälle so gespielt haben, dass es sich ausglich, aber ich gehe immer davon aus, dass ein einzelnes Unglück einfach so bleibt. Z.b. gibt es schon Babys, die in schlimme Haushalte geboren werden und keine Chancengleichheit je erhalten, während andere materiell und emotional umsorgt werden. Das ist für mich das Gleiche wie in der Liebe, denn auch dort gibt es die berühmten Narzissten, für die es einfach immer weiter funktioniert (ich kenne keinen, gebe ich zu), und es gibt die ewigen Opfer, die sich prügeln lassen und dem Suffkopp immer noch hinterherlaufen.
    Trotz allem bin ich immer sehr optimistisch, weil ich eine hohe Selbstwirksamkeit habe, d.h. ich glaube, dass man selbst auf sein Leben einen sehr großen Einfluss hierzulande hat. Wenn mir ein Exfreund nicht taugte, dann trennte ich mich und verarbeitete die schlechten Gefühle, und da ich quasi Herrin meines Lebens bin, kann ich mir doch jemanden suchen, der mir taugt (ganz so einfach ist es nicht, aber ihr wisst, was ich im Prinzip meine).

    Ich kann aber nicht nachvollziehen, was deine 16monatige Beziehung mit seiner Ehe zu tun haben soll. Du wolltest keine Kinder, und er hatte andere Ziele und verließ dich deswegen, finde ich jetzt von seiner Seite verständlich, oder verstehe ich etwas falsch?

    W35
     

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