• 04.12.2017
    • Tine81

    Arzt und Ingenieurin - passt das?

    Hallo,

    ich (w35) bin seit kurzem wieder single und habe durch Freunde auf einer Weihnachtsparty einen Mann kennengelernt, der mir auf Anhieb sympathisch war. Wir haben uns auch nach einer Weile und etwas Glühwein ganz gut unterhalten und als er mich fragte, was ich beruflich mache, antwortete ich ehrlicherweise, dass ich Ingenieurin bin. Da die meisten meiner Freunde eher kreative Berufe haben wie Journalist, Eventmanager, Galeriebesitzer etc., falle ich mit einem geregelten Tagesablauf natürlich aus der Rolle und er schien auch etwas zu schlucken. Er ist wohl seit kurzem Hausarzt in einer kleinen Praxis und hat auch nicht soviel Zeit, weil er sich dort noch einarbeiten muss. Er möchte mich aber dennoch näher kennenlernen, so dass wir uns zunächst für das Wochenende verabredet haben. Nun weiß ich gar nicht, was ich zum ersten Date mit ihm reden soll, denn die lustigen Anekdoten wie die meiner Freunde erlebe ich in meinem Alltag natürlich nicht und er kann und will sicher auch nicht von seinen Patienten erzählen. Bleiben also nur noch die Hobbies und das Zwischenmenschliche und darüber haben wir uns schon ein wenig unterhalten. Ich bin in meiner Freizeit eher sportlich unterwegs, er ist eher der gemütlich Typ, was ich aber auch nicht schlimm finde. Er stammt aus einer gut situierten Familie, scheint aber auf dem Boden geblieben zu sein, sonst wäre er wohl kein Hausarzt geworden. Ich habe als erste in unserer Familie nach der Ausbildung weiter studiert und bin doch eher praktisch orientiert. Meine Arbeit mache ich gern und ich bin auch stolz auf das, was ich mache, aber es ist doch sehr technisch und lösungsorientiert und nicht jeder versteht, wovon ich da manchmal rede. Ich arbeite viel, meist auch noch abends von zu Hause. Meine Zeit für Hobbies ist also derzeit noch sehr begrenzt. Ich weiß natürlich nicht wie es sich bei uns weiter entwickelt, aber können sich Ärzte überhaupt auf eine Ingenieurin einlassen oder leben wir in zwei völlig unterschiedliche Welten? Was denken Männer, wenn Frauen von Ihrer Arbeit erzählen? Und wieviel Zeit bleibt Ärzten, die in einer Praxis arbeiten überhaupt für eine Beziehung?
     
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    • # 1
    • 05.12.2017
    • Kinky
    Hallo Tine,
    ich bin auch Ingenieurin und war schon mit allen möglichen Menschen befreundet bzw. liiert. Wieso sollte ein Arzt da nicht auch passen? Es ist doch manchmal ganz gut, wenn der Partner einen ganz anderen Beruf hat. Wichtig ist doch, dass die Kommunikation und die Energie stimmt. Alles andere wird sich weisen. Einfach offen für Neues bleiben und es auf Dich zukommen lassen. LG
     
    • # 2
    • 05.12.2017
    • INSPIRATIONMASTER
    Bei all deinen Gedanken und mit deiner Einstellung, sehe ich keine gute Basis für eine solche Beziehungsanbahnung. Wenn man gleich schon zu Beginn, solche konditionierte Gedanken hat, dann läuft die Beziehungs-Praxis garantiert nicht förderlich mit diesem Gedankenkarussell!
     
    • # 3
    • 05.12.2017
    • MiaEmma
    Deine Bedenken verstehe ich überhaupt nicht! Warum solltet Ihr kein Gesprächspotenzial haben? Es gibt doch noch soviel drumherum. Also ich und mein Mann erleben auch nicht so "lustige Anekdoten" in unserem Berufsleben und trotzdem haben wir uns was zu erzählen. Findest du wirklich das ein Arzt und eine Ingenieurin in so unterschiedlichen Welten leben? Sind doch zwei tolle und interessante Berufe, da kann der andere vom Wissen des anderen profitieren. Also deine Bedenken kann ich gar nicht nachvollziehen. Und wieviel Zeit Ihm bleibt für eine Beziehung? Who knows? Finde es heraus.
     
    • # 4
    • 05.12.2017
    • neverever
    Ich bin echt verwundert das von einem Studiertem Menschen in deinem Alter zu lesen. Zum einem kenne ich niemanden der in einer Beziehung ist, welche du ja irgendwie im Hinterkopf bereits hast, der sich mit seinem Partner ausschließlich über Berufliches unterhält. Gibt es in deinem Interessengebiet denn gar nichts anderes. Oder denkst du der Arzt ist nicht auch mal froh wenn er nicht über Kranke Menschen sprechen muss sonder viel lieber einfach mal herumrätzelt wann Austin Powers endlich Dr. Evil zu fassen bekommt. Und geht uns das nicht allen so, dass wir mal froh sind, wenn wir nicht über die Arbeit reden müssen?
    Hast du keine andere Leidenschaften? Es muss ja nicht zwingend ein Hobby sein.
    Ich denke dein Horizont ist doch bestimmt viel weiter als "nur" dein Beruf. Es gibt Menschen die arbeiten um zu leben und wiederum andere, welche leben um zu arbeiten. Das ist Qualitativ ein unglaublicher Unterschied.
    m47
     
    • # 5
    • 05.12.2017
    • carpe
    Ich finde, dass Ärzte und Ingenieure nicht so weit voneinander entfernt sind. Sind ja beides eher technisch und lösungsorientierte Berufe. Künstler oder Sozialarbeiter wäre entfernter.
    Wenn man sich verliebt sind sowohl die Berufe als auch die Arbeitszeiten egal.
    Ich war schon mit einem Partner, der den gleichen Beruf hatte ( wir lernten uns im Studium kennen), zusammen und das passte gar nicht.
    Während mein Traummann einfacher Arbeiter ist. Und unsere Arbeitszeiten sind auch komplett verschieden.
     
    • # 6
    • 05.12.2017
    • Cho Oyu
    ... ich bin ein wenig "fassungslos". Als Techniker hätte ich dann nie eine Freundin haben dürfen, was soziales machen??? Mein Ex ist Psychologin. Das hätte ja gar nicht passen dürfen. Bei Dir ist viel zu viel der Kopf im Spiel. Lass es doch mal laufen. Für mich spielt die Intelligenz die entscheidende Rolle (nicht die Berufsausbildung - denn Prof sein heißt nicht unbedingt, dass es vom Interelkt her passt). Es muss Themen geben, ja. Aber hast Du als Thema auf der persönlichen Ebene schon alles durch, so dass jetzt nur noch der Job übrigbleibt??

    M 47
     
    • # 7
    • 05.12.2017
    • Tomyi
    Sehe ich genauso. Du schaust auf das Trennende, Eure Unterschiede. Du kannst genauso gut auf Eure Gemeinsamkeiten, das Verbindende gucken. Machst Du aber nicht.
    Das ist nur eine / Deine Einstellung und wird darüber entscheiden, ob Du beim Kennenlernen mehr Gemeinsamkeiten oder mehr Trennendes entdeckst.

    Häufig steckt hinter dem Blick auf die Unterschiede, die Unsicherheit zum Selbstwert, ob Du gut bzw. interessant genug bist.

    Atme einfach mal durch. Schaue einfach mal, ob ihr beide bei Eurem Treffen eine gute Zeit miteinander haben könnt.
    Der Herr hat als Hausarzt sehr viel mit Menschen zu tun. Ich bin daher sicher, dass er es ohne Mühe schafft, mit Dir und jedem anderen Menschen über die Dauer von ein bis zwei Stunden ein Gespräch zu führen.

    Schaue einfach, ob er Dir sympathisch ist. Erwarte für das erste Treffen noch nichts. Gehe einfach mal mit der Erwartung hin, dass Du Dich mit einem interessanten Menschen eine kurze Zeit unterhältst.

    Wenn Du Angst hast, dass Dir der Gesprächsstoff ausgeht, kannst Du Dir nach seinen Interessen auf seinem Profil schauen, ob es Überschneidungen bei Euren Interessen gibt.

    Es gibt da draußen einen Mann, der Dich genauso will, wie Du bist. Einen Mann, der Dich mit Deiner geregelten Arbeit als Ingenieurin mag, der mag, dass Du die erste Akademikerin in der Familie bist usw.
    Du musst dem Mann nur die Chance geben, Dich zu finden.
    Mein Tipp ist daher, verstelle Dich nicht. Zeige dem Herrn wie Du bist.
     
    • # 8
    • 05.12.2017
    • xlxna
    Ja, du scheinst dir vorab viel zu viele Sorgen zu machen. Wie willst du das Gespräch und seine Inhalte jetzt schon planen? Vielleicht solltest du dich einfach auf die Situation einlassen?

    Wer sagt eigentlich, dass alle Menschen in (vermeintlich) kreativen Berufen den ganzen Tag lang unterhaltsame Anekdoten erzählen können? Habe kürzlich einen Musiker kennengelernt, der vielleicht herzerweichend gut seine Instrumente beherrscht, aber der Abend war trockener als die Wüste Atacama.

    Er wird viel arbeiten, aber er ist auch sein eigener Chef in einer Weise wie es nur niedergelassene Ärzte (und Betriebsärzte) sind. Wenn er in der Mittagspause mit dir eine Pizza essen gehen will, vorausgesetzt das Wartezimmer ist leer, kann er das tun. Er kann sogar wahrscheinlich recht frei über Urlaubszeiten entscheiden, während ein Arzt in einer Klinik bei der Planung erstmal Vorgesetzten und Kollegen mit Kindern Vortritt lassen müsste. Undsoweiter.
     
    • # 9
    • 05.12.2017
    • Lebens_Lust
    Ich glaube nicht, dass es eine pauschale Antwort auf Deine Frage gibt. Es gibt sicher Ärzte und Ingenieurinnen, bei denen das problemlos funktioniert und welche, wo es nicht funktioniert. Grundsätzlich sind Ärzte und Ingenieure beide irgendwie Naturwissenschaftler, das passt vermutlich im Prinzip eher als Geisteswissenschaftler.
     
    • # 10
    • 05.12.2017
    • lilli2000
    Ich bin fast 30 Jahre Bauingenieurin und erlebe fast täglich lustige Dinge. Du musst sie nur sehen. w56
     
    • # 11
    • 05.12.2017
    • Rosendame
    Die Wesensart des Mannes sollte ausschlaggebend sein bei der Wahl und nicht seine Studienrichtung/ Berufswahl.

    Es soll ja Paare geben, die sich auch fast ohne Worte verstehen, da reicht schon ein zärtlicher Blick oder eine flüchtige Umarmung. Eine Seelenverbindung eben.

    Wichtig sind auch die gemeinsamen Werte/ Prinzipien - wenn der Mann einen integren Charakter hat dann ist alles bestens.

    Ich würde eher beobachten wie sich der Mann verhält gegenüber seinen Patienten, was er berichtet - ist Arzt geworden, weil er eine Heilernatur ist oder bloß des Ansehens wegen? Das wäre mir wichtig zu wissen.

    Was berührt Dich FS an ihm? Macht Dein Herz Sprünge wenn Du ihn ansiehst? Viel wichtiger als über Berufe nachzudenken ist sich des eigenen Gefühls klar zu werden.

    Denn die Emotionen sind es was Euch verbinden wird und nicht Debatten über Berufsfeinheiten. Ein Job ist nur das Beiwerk und nicht der Kern des Menschen.

    Ich vermute, er könnte eine Ingenieurin lieben oder eine Lehrerin, solange sie warmherzig und hilfsbereit ist (sein Beruf ist anstrengend).
     
    • # 12
    • 05.12.2017
    • Gallifrey
    Hallo,

    ich könnte deine Überlegungen verstehen, wenn du dir die Gedanken bei einem Date über eine Partnerbörse machen würdest, wo du den Menschen noch nicht kennst.
    Beim Kennenlernen über eine Partnerbörse sind die Überlegungen, die man sich macht ja eher statistischer, sprich gibt es eine ausreichend große Wahrscheinlichkeit, dass man gemeinsame Themen hat, Hobbies, etwas Verbindendes, so dass man sich überhaupt auf ein Treffen einlassen will.

    Aber ihr habt euch ja schon kennengelernt, habt euch also schon zumindest kurz unterhalten, findet euch so sympatisch, dass ihr euch nochmal sehen möchtet. Damit habt ihr doch schon mal eine ganz andere Ausgangsbasis. Im worst case stellst du fest, dass eure Denkmuster dir zu verschieden sind, aber für ein nettes Gespräch beim Treffen sollten doch die Voraussetzungen, die du schilderst, reichen.

    w, 32
     
    • # 13
    • 05.12.2017
    • Tom26
    Hallo Tine,
    ich kann dich sogar verstehen. Typische Technikergedanken. Ja, ich habe so einen als Vater. Am besten alles durchkonstruiert ....
    Pragmatisch gesehen - ihr habt doch Themen.
    Frag ihn doch einfach, ob er sich vielleicht ähnliche Gedanken gemacht hat. Mit etwas Glück kommt ihr so in ein stundenlanges Gespräch.
    Ihr habt eine gemeinsame Clique. Auch die bietet Gesprächsstoff. Was gefällt ihm, was dir an genau diesen Menschen?
    Interessen - sind von dem Punkt auch nicht weit weg.

    Übrigens - Ärzte haben teilweise richtig hochentwickelte Maschinen in der Praxis, er dürfte also kein Technikfeind sein. Und ja, auch er wird zum Gespräch etwas beitragen. Ob es dann mit euch klappt, entscheidet nicht der Beruf.
    Viel Glück, ganz viel zu Lachen und interessante Stunden wünscht Tom
     
    • # 14
    • 05.12.2017
    • Goody
    Gehe es doch etwas lockerer an und schalt den Kopf ein wenig ab. Ihr müßt nicht morgen heiraten, sondern lernt Euch erst einmal kennen. Ihr seid Euch sympatisch und wollt etwas voneinander wissen. Das ist doch eine gute Voraussetzung und es wäre schade, wenn Du dies bereits im Vorfeld durch Deine destruktiven Gedanken kaputt machen würdest.
    Du bist kein Mensch vom anderen Stern und ein Arzt ist es auch nicht.
    Mein Bruder ist Ing. und mit einer Kreativen verheiratet. Mein Vater war Ing. und meine Mutter Hausfrau. Beide führen/führten eine gute Ehe.
    Alles Gute für Dich
     
    • # 15
    • 05.12.2017
    • frei
    Ich bin auch Ingenieurin und erlebe auch sehr oft krasse Geschichten aber ehrlich gesagt habe ich am Wochenende gar keine Lust, von meiner Arbeit zu erzählen.
    Ganz anders mein Freund, der Maschinenbauingenieur ist ( bei mir sind es Baubereiche ), boah, er textet mich regelrecht voll.
    Aber es sind keine Anekdoten, wie 'jemand hat dies und das...', sondern er erzählt von fachbezogenen Dingen, die er gelöst hat oder so.
    Boah, was ich da schon lernen konnte !
    Das hat allerdings was ganz erheblich Nerdiges, wenn wir uns unterhalten. Jeder Unbeteiligte würde schnarchen, aber ich finde das alles brennend spannend.
    Weil ich grundsätzlich was verstehe, weil ich ihm folgen kann.

    Also, ich finde es super, dass wir beide Ingenieure sind, wir sprechend die gleiche Sprache.
    Tatsachen, Fakten, zack-zack, während ich mir im Gespräch mit Pädagogen, mit denen ich beruflich viel zu tun habe, vorkomme, als spräche ich eine Fremdsprache.
    Das ist oft sehr anstrengend, weil ich auf dünnem Eis unterwegs bin. Will ja keinen Auftrag verlieren, weil ich 'aggressiver Typ' sage, und nicht, wie es gewünscht ist, 'Klient mit herausforderndem Verhalten'.
    Bei Ärzten könnte ich mir sowas auch vorstellen.
    Ich kenne nur wenige und die nicht besonders intensiv, deswegen weiß ich das nicht...

    Wenn mir ein schnuckliger Arzt oder anderer Handwerker begegnen würde und ich ihn toll fände, würde mich sein Beruf aber nicht daran hindern, ihn kennenlernen zu wollen.
    Wahrscheinlich nicht mal, wenn der schnucklige Typ ein Soziologe oder Pädagoge oder Pfarrer wäre...naja, ich will's mal nicht gleich übertreiben...

    w 50
     
    • # 16
    • 05.12.2017
    • gast_m
    Deine Gedanken törnen mich ehrlich gesagt völlig ab. Wie kann man mit solchen Hintergedanken in den Flirtmodus mit Lebensfreude wechseln?

    m, 39
     
    • # 17
    • 05.12.2017
    • Tom26
    Danke, liebe @frei für diesen Brüller. Ich hoffe mal, @TiniHH bringt keine Unbeteiligten um, während sie den alten Vorderlader ihres Uropas herauskramt.
    Aber du liegst ja richtig, wenn du behauptest, dass die Kommunikation ja nur für die beiden Menschen stimmig sein muss. Und das kann man nur herausfinden, indem man es versucht. Nicht Entschuldigungen für ein Scheitern vorab suchen, sondern ein Scheitern möglichst verhindern - so rum wird ein schönes Date draus.
     
    • # 18
    • 05.12.2017
    • Valmont
    Ich kenne das, unter umgekehrten Vorzeichen, sehr gut! Drei meiner Freunde aus dem engen und engsten Freundeskreis sind mit Ärztinnen verheiratet. Zwei der Männer sind Ingenieure, einer davon, wie ich, promoviert; der dritte ist Wirtschaftinformatiker.

    Die beiden Berufsgruppen verstehen sich ganz hervorragend! Auch bei Anlässen, wo noch weitere Kollegen beider Gruppen anwesend sind, z.B. Firmenveranstaltungen mit Partnern/Kindern oder Grillfeste mit Gästen von beiden Seiten, sind immer sehr nett und angenehm!

    Beides sind keine 9to5 Berufe! Ich sehe da keine Probleme!

    V.m47
     
    • # 19
    • 05.12.2017
    • Lionne69
    Eigentlich alles schon geschrieben.

    Aber was mir auffällt - fühlst Du Dich minderwertig in Deinem Freundeskreis?
    Die langweilige Ingenieurin, die keine Brüller aus dem Job mitbringt? Die nicht unterhalten kann?
    Magst Du Deinen Beruf?

    Warum machst Du Dich klein - Die anderen, die kreativen, die einen spannenden Job haben?
    Bei Künstlern kommt übrigens gerne das Spannungsmoment dazu, ob nächstes Engagement oder nicht.

    Du hast Interessen, Hobbys, erweiterst Deinen Horizont, schau Dir die Vielfalt Deines Freundeskreises an.
    Auch Du gehörst zu diesem bunten Bild, mach Dich nicht kleiner, weniger wert

    Dein Arzt ist übrigens auch kein Künstler - und die großen Brüller wird er vielleicht weniger erleben, eher das Konträre. Und gerade das mag er vielleicht weniger in seinen Feierabend, so er ihn hat, bringen.

    Mach Dir keinen Kopf, lernt Euch kennen - Gesprächsthemen finden sich.
     
    • # 20
    • 05.12.2017
    • Vikky
    Liebe FS,
    so, Du erlebst keine lustigen Geschichten, wie Deine kreativberufelnden Freunde? Na, dann lach' doch einfach über Dich selber: typisch Ingenieur, es gibt noch kein Problem, aber auf den Verdacht hin, das es eines geben könnte suchst Du schonmal die Lösung.
    Jede Wette, Du erlebst viele witzige Dinge, nur machst Du nicht so ein Getöse drum, weil Du es nicht zur Selbstinszenierung nutzt.

    Nun, ich bin ein älterer Abklatsch von Dir: Ingenieurin, die erste, die in der Familie studiert hat und mit einem Arzt liiert, der aus einer "immer schon Akademikerfamilie" stammt. Das ist die beste aller meiner Beziehungen ever.

    Wir sind beide beruflich stark engagiert und haben sehr viele Ähnlichkeiten in Interessen und Lebensstil: beide aktiv sportlich aber unterschiedlichen Sportarten, beide gesellschaftspolitisch sehr interessiert, beide pflicht- und verantwortungsbewusst, natur- und tierlieb, umweltbewusst etc.

    Ich finde auch, dass Ing. Und Arzt gut geht - Techniker und Naturwissenschaftler passt gut. Dazu vom Temperament her beide ruhiger: erst denken, dann reden; beide nicht so hitzig emotional eher sachlich.

    Doch wir reden viel über
    - das, was wir auf der Arbeit erleben: was wir tun, was wir uns dabei denken, was wir mit Kollegen erleben. Wir beraten uns gegenseitig, weil wir unsere Schwachstellen und Starken kennen und wie wir damit umgehen und sie gewinnbringend einsetzen.
    - wir erzählen uns anonymisiert die Jobannekdoten und lachen uns scheckig
    - reden über Politik und Gesellschaft, Kunst und Kultur, über Bücher, die wir gelesen haben oder diskutieren einen Zeitungsartikel.

    Wir unternehmen viel und können wenn wir zusamen in den Bergen unterwegs sind wunderbar zusammen schweigen und uns wohlfühlen. Letzteres geht uberigens auch zusammen auf dem Sofa.

    Mach' Dir weniger Gedanken, lass' es laufen und sieh' wie es sich entwickelt. Lös' Probleme, wen sie auftauschen, statt Dir selber welche im Vorwege zu schaffen.

    Gutes Gelingen.
     
    • # 21
    • 06.12.2017
    • mokuyobi
    Auf den Gedanken, dass nicht passen könnte, würde ich niemals kommen. Ich finde die Gedanken auch etwas schräg. In meinem Freundeskreis haben die meisten Paare ganz unterschiedliche Berufe. Bei Kombinationen wie Mathematiker - Musiker, der mit Band durch die Welt tourt; oder Nachtwächter und CEO, keine Ahnung, da wär vielleicht von außen die Paarung etwas kurios und man würde sich wundern, wie diese unterschiedlichen Menschen sich wohl unterhalten, aber auch da: es kommt doch auf ganz andere Dinge an. Ob es passt. Und die wenigsten Menschen in meiner Umgebung reden nur von Anekdoten aus ihrem Berufsalltag. Es gibt doch so viele Themengebiete, von Reisen, Wetter, Politik, Hobbies, Träume, Wünsche, Familiengeschichte.. unendlich viele Themen. Abgesehen davon, dass es doch gerade auch spannend sein kann, aus einem anderen Berufsfeld etwas zu erfahren. Es hört sich wirklich eher an, als würdest du dich im Gegensatz zu deinen künstlerischen Freunden als langweiliger oder spießiger wahrnehmen, und dich dann unter Druck setzen. Da läge das Problem dann aber wirklich nicht an den beiden Berufen an sich. Natürlich stimmen einige Klischees über Ingenieure (in der Breite, natürlich nicht immer!), und sicher auch einige über Ärzte, aber in meinem Bekanntenkreis gibt es diese Kombi wirklich häufig genug um sagen zu können, dass sich selbst die stereotypen Ingenieure und Ärzte scheinbar gut verstehen in einer Partnerschaft. Also nur Mut!
     
    • # 22
    • 06.12.2017
    • Kaktus
    Das ist doch viel zu pauschal gefragt. Ihr sucht doch keine berufliche Zusammenarbeit, sondern habt privat Kontakt. Da geht es um die Passung der Persönlichkeiten, nicht um den Job. Ob es bei Euch "passt" kann man nicht beurteilen, wenn man Euch nicht kennt. Das musst Du selbst herausfinden. Nimm doch einfach den Fuß vom Gaspedal und geh das Ganze entspannter an. Man kann nicht alles im Vorfeld planen. Auch wenn Techniker dazu neigen.
     
    • # 23
    • 06.12.2017
    • GröKaz
    Bei meiner Partnerin und mir ist es genau umgekehrt: Sie ist Ärztin und ich bin (u.a.) Ingenieur. Sie kommt aus einer Akademikerfamilie, ich war ebenfalls der erste, der in unserer Familie studiert hat. Und ich würde sagen: Es passt perfekt. Wir arbeiten beide viel, genießen die Zeit zusammen. Wenn sie von ihrer Arbeit erzählt, höre ich wie gebannt zu (Faszination des Grauens)...ich merke dann immer, wie sie ihren Job mit jeder Faser ihres Körpers liebt, was mich sehr beeindruckt. Genau so enthusiastisch, wie sie von ihrer Arbeit erzählt, erzähle ich eigentlich nur von meinem Hobby.
    Durch sie habe ich nun auch zig andere Ärzte kennengelernt und aus diesem Kreis weiß ich, dass ca. 50% davon reine Arztpaare sind, der Rest aber durchaus mit Juristen, BWLern und Ingenieuren....alle aber mit Akademikern.
     
    • # 24
    • 07.12.2017
    • Papillon
    Ich denke es ist alles gesagt. Liebe FS gehe da nicht so verkopft ran.
    Ich finde mein Beruf (Ingenieurin) absolut nicht langweilig - im Gegenteil! Aber ich rede eigentlich wenig über den Beruf privat, das liegt wohl daran das mein Freund kein Ingenieur ist. Gesprächsthemen gibt es aber trotzdem wie Sand am Meer.
     
    • # 25
    • 08.12.2017
    • Galway
    Geh es locker an - mach dir nicht so viele Gedanken. Die Gesprächsthemen kommen von alleine, wenn es passt. Solltest du dich unwohl fühlen, verabschiedest du dich freundlich von ihm und schaust das Treffen als neue Erfahrung an.
    Als Notlösung bei einer längeren Gesprächslücke kann man immer über Ferien reden, da gibt es unendlich viele Erlebnisse, über die man idR gerne redet, lacht und die zum Teil überraschend verbinden.
     
    • # 26
    • 10.12.2017
    • Emrix
    Meine Güte- lern den guten Mann doch erstmal kennen, bevor du ihn in deine Klischee-Schublade packst.
    Du liest dich wahnsinnig anstrengend und unentspannt. Daran könnte die Sache eher scheitern, als an den Berufen.
     
    • # 27
    • 10.12.2017
    • Minerva7
    Auch ich würde es nicht am Beruf festmachen, aber vielleicht stellst Du seinen über deinen und daraus verspürst Du diesen Mangel, hast diese Gedanke. Geh einfach locker damit um, zwei Menschen die sich treffen, die sich sympathisch finden und sich wiedertreffen.
    Lass uns teilhaben, wie das Wochenende verlaufen ist! Alles Gute.
     
    • # 28
    • 16.12.2017 um 15:54 Uhr
    • Tina1981
    Warum soll dies nicht passen?
    Ich kenne Ärzte, die eine Beziehung mit einer Sekretärin, Verkäuferin, Bedienung, usw. haben.
    Es kommt vielleicht auch auf den jeweiligen Arzt an.
    Bei EP würden wohl die Chancen der Frauen drastisch fallen, wenn sie nicht studiert haben.
    Im RL sieht dies wohl ganz anders aus. Da entscheidet eher die Optik als der Beruf bei den Frauen.