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Wunderwaffe Stimme: Der Ton macht die Musik, Teil 1
Wunderwaffe Stimme: Der Ton macht die Musik, Teil 1 (Kategorie: Partnersucheblog)
Wie Ihre Stimme auf andere wirkt und was Sie mit ihr erreichen können...

Die Stimme ist viel größer als die visuelle Erscheinung eines Menschen (Rufus Beck). Recht hat der kluge Mann.

Wer hat das nicht auch schon erlebt: Die Anrufe in der süddeutschen Niederlassung der Hamburger Firma und jedes Mal freut man sich über den sexy Bariton des Kollegen, der einem wie Öl den Rücken runter läuft. Bis zum Zeitpunkt, als man sich auf dem Firmenfest trifft und sich das vorgestellte Sahneschnittchen leider nicht als Adonis entpuppt.

Die Stimme ist ein hoch wirksames Instrument nicht nur in der Kommunikation, sondern auch beim Kennenlernen. Sie signalisiert Ihrem Gegenüber, wie Sie das meinen, was Sie sagen. Ihr Tonfall deutet darauf hin, wie Sie zu den gesprochenen Inhalten stehen. Stimme und Sprechweise sind nun mal ein Teil Ihrer Persönlichkeit, drücken Emotionen aus, verleihen Ihren Worten den besonderen Ausdruck und Ihren Inhalten Authentizität. Die Stimme verrät viel mehr über einen Menschen, als wir meinen. Gefühle werden unmittelbar in der Stimme ausgedrückt. Demzufolge haben wir bei Nervosität eine eher unsichere, schwache Stimme und klingen bei Wut, Freude oder Trauer lebendig, laut oder durchdringend. Wir können sogar erkennen, ob jemand am Telefon lächelt oder gelangweilt ist, ohne unser Gegenüber zu sehen. Die Stimme eines Menschen ist sein zweites Gesicht. Sie kann anziehend wirken oder abstoßend. Außerdem verändert sie sich unbewusst, je nach Stimmung, und verrät vieles über unsere psychische Verfassung.

Aus einer Untersuchung eines so genannten Prof. Albert Mehrabian ist bekannt, dass unsere Stimme eine deutliche Wirkung darauf hat, ob unser Gegenüber Sympathie für uns entwickelt. Ein Drittel des ersten Eindrucks hängt vom Klang der Stimme ab. Sie bewirkt also unbewusst einen nachhaltigen Eindruck auf andere. Sie kann flüstern, krächzen, brummen oder brüllen. Sie kann monoton und flach klingen oder mit Resonanz und Volumen schwingen. Alles in allem ist das weit mehr als bloß ein Zusammenwirken von Lippen, Zunge und Kehlkopf. Wir bewerten fremde Menschen immer auch nach dem Klang ihrer Stimme. Eine nasale Stimme empfinden wir eher als weinerlich oder hochnäsig, monotones Sprechen wirkt langweilig und drückt fehlende Begeisterung aus, gepresste, flache Stimmen wirken gestresst, und eine dünne, zarte Stimme kann als unsicher und unreif rüberkommen. Schon ein falscher Atemeinsatz kann wirken, als würde dem Sprecher "die Luft ausgehen".

Doch genau diese Sprechweise gilt es beim Kennenlernen und Flirten zu vermeiden. Schwierig ist das, denn beim Flirten sind wir aufgeregt, atmen flacher, sprechen schneller, bekommt die Stimme sogar etwas Zitteriges. Hören wir uns in dieser Art selber sprechen, verstärkt das die eigenen Unsicherheitsgefühle und kann als nervöser Funke auf unseren Flirtpartner überspringen. Glücklicherweise ist das kein unveränderbares Schicksal. Die Stimme lässt sich ganz wunderbar trainieren und positiv beeinflussen.

Wie uns der Klang der Stimme verblüffend attraktiv machen kann, lesen Sie nächste Woche in Teil 2 mit zusätzlicher Übung zur schnellen Umsetzung…


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Eine Antwort zu “Wunderwaffe Stimme: Der Ton macht die Musik, Teil 1”

  • GerlindeBl sagt:

    Diesem Artikel möchte ich voll und ganz zustimmen, denn ich habe eigene Erfahrungen gemacht.
    Ich bin eine Sächsin und habe auch meinen Bildungsweg hier vollzogen. Mein Gymnasium war auch damals eine Eliteschule und es wurde Wert darauf gelegt, sich nicht nur gut zu artikulieren, sondern auch in der Lage zu sein, hochdeutsch zu sprechen und in bestimmten Situationen die Stimmlage zu kontrollieren. Als ich nach vier Jahren und dem Abitur in der Tasche diese Schule verließ, war ich es auch. Oft hat mir das bewußte Einsetzen der Stimme einen anderen Stellenwert als sächsisch sprechende Kollegen eingebracht.
    Mag es arrogant klingen, aber ich selbst lege Wert auf eine abgenehme Klangfarbe der Stimme, weil sie mir Signale sendet, die dann oft der Realität entsprechen. Man muß jedoch aufpassen, dass man sich nicht in eine Stimme verliebt. Möglicherweise kann dahinter eine Person stehen, die ein völlig anderes Erscheinungsbild hat, als das, was man von der Stimmer her erwartet.
    Das Ohr ist ebenso ein Sinnesorgan wie Auge und Nase. Alles gemeinsam tritt in Aktion, wenn wir einen Menschen kennen lernen, wo die ersten Sekunden oft entscheiden, ob die Chemie stimmen "könnte".
    Gerlinde Blümel