Ein kleiner Exkurs zur richtigen Körperhaltung.
Manche Leute hätten es gern anders, aber so funktioniert die Welt nun einmal: Der erste Eindruck wirkt eben nicht durch einen netten Charakter oder eine überragende Intelligenz. Der erste Eindruck entsteht ausschließlich durch die Äußerlichkeiten. Hierzu zählen: die Körperhaltung, die Körperpflege sowie die Kleidung. Eine gute Körperhaltung ist stets aufrecht; die Haltung der Beine, Arme und Hände sowohl im Stehen als auch im Sitzen zu kontrollieren. Dabei gibt es für Damen und Herren unterschiedliche Standards.
Die Herren
Die Beine könnt ihr ruhig etwas auseinander stellen, aber nicht zu breitbeinig. Ihr dürft im Sitzen gern die Beine übereinanderschlagen aber Ihr solltet nie eine Hand in der Hosentasche haben, wenn ihr jemanden begrüßt oder die Arme hinter dem Rücken verschränken.
Die Damen
Ihr solltet die Beine nicht so weit auseinander stellen; lieber einen Fuß etwas vor den anderen stellen. Im Sitzen sollten die Knie stets geschlossen gehalten werden. Einfach mal die Bilder in Zeitschriften von Prinzessinnen anschauen – die machen es (meist) richtig.
Na, die Prinzessinnen-Regel finde ich einfach nur unbequem. Mit breit gespreizten Beinen beim ersten Treffen Präsenz zu signalisieren, finde ich allerdings einfach nur peinlich. Wer so viel Platz beansprucht, hat wohl für eine Partnerin auch nicht viel abzugeben, denke ich da. Das Gegenstück zu breit gespreizt muss doch aber nicht die 50er-Jahre-Sitzhaltung sein: Die Knie geschlossen, die Unterschenkel dekorativ abgewinkelt. Das gibt ja Wadenkrämpfe. Ich selbst sitze in der Öffentlichkeeit gerne mit leicht geöffneten Beinen und stelle beide Füße fest auf den Boden. Das ist natürlich mit flachen Schuhen dutlich bequemer als mit hohen Absätzen. Wer eine Prinzessin sucht, wird sie finden. ich will aber keine sein und auch nicht so sitzen. Die Tipps bis hierher sind ja alle ganz brauchbar, dieser aber ist m.E. echt angestaubt.
Das hat doch jeder von uns schon erlebt: bei manchen Menschen spricht die Körperhaltung und Gestik ihre eigene Sprache – egal, was der Mensch sagt. So, wie ich nicht ohne Sinn und Verstand drauflos plappere, wenn ich jemanden kennenlerne, den ich für mich interessieren will, achte ich auch auf das, was 90% der Kommunikation ausmacht: meine physische Präsenz. Ich falte mich nicht nach einem Schema F gediegen hin, um wie ein wohlerzogenes Prinzesschen zu wirken (das wäre bei meiner Statur eh unglaubwürdig, wenn nicht lächerlich), aber ich versuche schon unbewußt, mich "gut in Szene zu setzen". Nicht geziert, sondern locker, offen, selbstsicher. Auch wenn ich gerade dann etwas gespannt, verstockt und unsicher bin…
so einen schwachsinn habe ich selten gelesen.
das hört sich hier an wie im letzten jahrundert!
ich dachte ich bin auf einer modernen site gelandet aber das "prinzessinengetue" unmöglich!