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Wenn es ums Ganze geht, sind Frauen wählerischer als Männer
Wenn es ums Ganze geht, sind Frauen wählerischer als Männer (Kategorie: Flirtblog)
Frauen müssen anspruchsvoller sein, da sie auch mit den Konsequenzen - sprich der Schwangerschaft - leben müssen.

"Mann" hat es schwerer, dass andere Geschlecht zu einem One-Night-Stand zu animieren. Aber das haben wir ja schon immer gewusst…

Im August habe ich im Internet eine interessante Studie zum Sexualverhalten der Geschlechter gefunden. Sie ist auf den Online-Seiten des Wissenschaftsmagazins Human Nature zu finden (12.08.2009).
Demnach haben zahlreiche Männer ein ungleich stärkeres Verlangen nach One-Night-Stands als viele Frauen. Auch in Sachen Anspruch gibt es anscheinend einen Unterschied: Das "starke Geschlecht" legt weniger Wert auf Äußerlichkeiten. Anders liegen die Dinge bei den Damen: Der Fremde muss schon sehr attraktiv sein.
Herausgefunden wurde dieser Zusammenhang durch eine Befragung an 860 Studenten (Italiener, Deutsche und US-Amerikaner); 427 waren männlich, 433 weiblich. Die Probanden sollten sich jeweils vorstellen, sie würden von einer Person des anderen Geschlechts in einen Small Talk verwickelt. Diese Person wurde beschrieben als "wenig attraktiv" bzw. "mäßig attraktiv" bzw. "außergewöhnlich attraktiv". Nun sollten die Testpersonen drei verschieden Möglichkeiten in Betracht ziehen, wie die Situation weitergehen könnte: (a) Ich würde Frau X/Herrn X erneut daten; (b) mit ihr/mit ihm nach Hause gehen, (c) mit ihr/mit ihm Sex haben.

Sie können es sich schon denken, wie die Sache letztlich ausgegangen ist. Bei den männlichen Probanden sah das Ergebnis so aus: Die drei Attraktivitätskategorien spielten so gut wie keine Rolle. Die meisten befragten Damen, die einen One-Night-Stand in Betracht zogen, konnten sich dies nur mit einem "außergewöhnlich attraktiven" Verehrer vorstellen.
Es gab neben den geschlechtsspezifischen auch kulturelle Unterschiede. Deutsche sind laut der Studie sehr wählerisch, und, nebenbei erwähnt, wählerischer als US-Amerikaner. Von den drei Gruppen waren die Italiener diejenigen, die die kleinsten Ansprüche an das Aussehen der Anderen hatten.
Fazit: Frauen sind wählerischer als Männer; Letztere neigen mehr zum Spontansex. Zur Erklärung des zweiten Befunds greifen viele Wissenschaftler übrigens auf die Ausführungen der Evolutionären Psychologie zurück. Demnach müssen Frauen von Natur aus anspruchsvoller sein, da hauptsächlich sie die "potenziellen Kosten" eines One-Night-Stands tragen: Sprich neun Monate lang ein Kind austragen müssen. Klar, heutzutage gibt es die "Pille", aber selbst das unkomplizierte Verhütungsmittel scheint den allgemeinen Geschlechtsunterschied, der sicherlich zeitlos ist, nicht zu beeinflussen. Ob das eine tragfähige Theorie für Sie ist, liebe Leserin, lieber Leser, müssen Sie für sich selbst entscheiden. Ich denke, da ist "was dran". Natürlich kommt es immer auch auf den sozialisierten Charakter einer Person an. Der Mensch wird ja nicht nur von seinen angeborenen Potenzialen "gesteuert".


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