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Wenn das Geld ausgeht.
Wenn das Geld ausgeht. (Kategorie: Trennungsblog)
Geld und Liebe sollte man nie mischen. Denn wenn das eine weg ist, geht auch das andere.

Kann man Liebe kaufen? Ja, klar! Liebe ist wie eine Dienstleistung für die man ständig zahlen muss, oder sie wird nicht mehr erbracht.

Das Problem mit Liebe ist, dass sie keine höhere Macht ist, die unantastbar und unbeeinflussbar über allem schwebt. Menschen lieben Menschen. Aus allen möglichen Gründen. Ich kenne Frauen, die die Männer lieben, die sie schlagen und Männer, die ihre Frauen lieben, weil sie gut im Bett sind, ihnen ansonsten aber fürchterlich auf den Keks gehen.

Dass jemand einen anderen liebt, weil der Geld hat, einen aushält und einem einen Lebenswandel finanziert, den man sonst nie und nimmer bezahlen könnte, ist nicht weit hergeholt. Im Gegenteil: Das ist Realität. Es ist nicht mal der schlechteste Grund, zu lieben, der mir einfällt. Bitter wird esaber , wenn das Geld ausgeht. Man muss sich mal verdeutlichen, was für Menschen das sind, die einen anderen wegen seines Geldes lieben. Nicht gerade tiefe Wasser. Meist sind es junge und attraktive Frauen und Männer. Nicht gerade fleißig. Nicht produktiv. Im besten Fall egozentrische Künstlertypen. Im schlimmsten Fall einfach nur Faulpelze. Die lieben das Leben, das man ihnen bietet. Sie lieben all die Dinge zum Spielen. Sie lieben einen, weil man für all diese Dinge steht. Und dann kommt die Krise: Das Geld ist weg. Ratet mal, wer dann auch nicht mehr lange da ist?

Das erlebe ich recht häufig zurzeit. Ich denke mir immer, dass diese Leute mal von mir beneidet wurden, weil ihr Leben so einfach war. Doch so eine Liebe ist vergänglich. Das wissen wir ja inzwischen aus zahlreichen Zusammenhängen. Trotzdem denke ich, ist es das Bitterste, zu erwachen und zu erkennen, dass man nur des Geldes wegen geliebt wurde und nie mehr wert war, als das Kreditvolumen der American Express hergegeben hat

Da ist man fast froh, nicht reich zu sein…


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8 Antworten zu “Wenn das Geld ausgeht.”

  • marie sagt:

    Mich nervt immer wieder, mit was fuer Eigenschaften Kuenstler"typen" in diesem Forum gleichgesetzt werden. Das zeigt lediglich, dass der Verfasser keine Kuenstler in seinem Umfeld kennt. Oder nur schlechte Beispiele, wie ich sie von Aertzten, Controllern, Beamten auch kenne. Vielleicht liest er auch zu viel Rosamunde Pilcher oder schaut zu viel Vorabendprogramm…

  • Irmi sagt:

    Schmarotzer, die auf Kosten von anderen leben, gibt es in allen Schichten und Berufen. Ich denke, Herr Leyendecker meint das nur beispielhaft, wenn hier von Künstlern die Rede ist. Wir alle kennen in der Literatur, der Malerei (Der arme Poet von Spitzweg, Biografie von van Gogh etc. ) die Armut von Kunstschaffenden. Darum denke ich, kann man dieses Beispiel ohne weiteres verwenden, ohne dass man eine Berufsgruppe diffamieren will.

  • Cowboy sagt:

    Bei Geld hört die FREUNDSCHAFT auf. Kennen SIE diesen Spruch? Aus meinen Erfahrungen mit Mitmenschen musste ich erfahren, wie schnell Geld Charaktere verdirbt und Partnerschaften, Ehen auseinanderbricht. Ich weiss auch, das besonders Geldnot, Schulden ganze Leben zerstören können. Ich sage mir immer: respektiere das Geld, wisse wieviel Du hast, und gib nicht mehr aus. Spontane Wünsche sind nur Eintagsfliegen und können auch noch später verwirklicht werden. (Wenn man sie dann noch haben möchte!!!) Liebe und Respekt gehört an erste Stelle und im Hintergrund die Vernunft. Geld gibt auch keine Sicherheiten. Viele Menschen mit viel Geld sind schon auf die Nase gefallen. Siehe die Wirtschaftskrise im vorigen Jahr. Wie kann man ehrlich mit Geld spekulieren, das einen nicht gehört? Oder das gar nicht greifbar ist. Geld brauchen wir, aber nicht das wir damit unser Leben und Liebe zerstören!

  • SamB sagt:

    Ich dachte gerade noch über den Trauspruch meiner Hochzeit vor 20 Jahren nach, als ich beim Ausloggen auf diesen Artikel stiess. Der Spruch lautete: Bleibe niemanden etwas schuldig, nur die Liebe schuldet ihr euch. Die Realität nach 10 Jahren und 2 Kindern: Als ich aus gesundheitlichen Gründen meinen Beruf nicht mehr aus üben konnte und 1000,-DM weniger in der Haushaltskasse waren, suchte sie sich schon mal eine Wohnung für sich und die Kinder. Als meine private BU ihre Leistungspflicht anerkannte, waren 1000,-DM mehr in der Haushaltskasse. Was sie aber nicht von ihrem Entschluss abbrachte und per Anwältin daran wollte, ihr aber nicht gelang. Mit altem Auto und 2R-Wohnung waren wir glücklich. Mit neuem großen Auto und 4-Zimmerwohnung und Aktienpaket war zumindestens ich unglücklich und hatte keine berufliche Motivation mehr. ICH hab’ 120% vom letzten Netto, sie die Kinder und die alten Möbel.

  • Stefan sagt:

    Geld spielt in einer Beziehung auf jeden Fall eine Rolle. Es sollte immer soviel da sein, dass man über die Alltagsausgaben hinaus sich auch mal was leisten kann. Ich hatte die Frau des Lebens gefunden, wir waren so verliebt, es hatte alles gepasst. Doch durch einen Fehler meinerseits wurde es finanziell nicht nur sehr eng, teilweise war es schon fast erniedringend, wie wir die letzten Tage des Monats überbrücken mussten, trotz sehr gutem Gehalt.
    Dies zehrt an den Nerven, dies bildet eine Anspannung, die soviel zerstört! Sie flüchtete in die virtuelle Welt, weil sie im Spiel immer genügend Geld hatte, sich das zu kaufen, was sie wollte. Und ich schränkte mich selber immer mehr ein, sodass ich immer mehr zu hause saß und meine ganzen Kontakte mied, weil ich das Geld für ein getränk oder gar das Benzin dorthin sparen wollte.
    Fazit: Die Ehe ist daran zerbrochen. Ich habe viel zu spät erst bemerkt, wie sehr meine Frau darunter gelitten hat.
    Und Ihr könnt mir glauben, alle um uns herum waren der Meinung, dass wir die Ehe führen, die nie zerbrechen wird!

    Geldsorgen belasten eine Beziehung sehr, sie verändern den Menschen mehr als er selber bemerkt.

  • Sunny sagt:

    Hallo! Mein Kommentar dazu! Ich bin eine Frau, steh mit beiden beinen im Leben, also kan nur sagen: Ich habe und hatte es nie auf die "Kohle" eines Mannes abgesehen und wurd aber dahingehend "verarscht" dass ich genau diese nicht wollte!! Ich habe einen Mann über 10 Jahre geliebt der es nur bequem haben wollte. Ich wurde wegen meiner Attraktivität, Unabhänigkeit und Jungendlichkeit ausgebeutet. Von einem Mann, der nichts zu bieten hatte: Getrennt lebend, drei Kinder und ab und an, um seine fehlenden Beziehungsqualitäten zu kompensieren, einfach mal meinte: "Na, magst diese paar Schuhe, dann zahl ich sie Dir!" Hey, ich kann sie mir selber kaufen, wenn ich mag, hab es aber lange mit wahrer Zuneigung verwechselt! Hab nichts verlangt und auch wenig bekommen, vor allem emotional. Also bitte, hier mal langsam mit Pauschalurteilen!!!

  • Markus sagt:

    Liebe ist ohne den Glauben an Gott nicht möglich, weil Gott der Beginn von Liebe ist. Geld und materieller Wohlstand sorgt im Leben und in Partnerschaften für die Aneinanderreihung von Kicks, welche vom "Leben" und von Gott ablenkt. Gehen die Kicks (Haus,Kinder,Geld,Urlaube,Sex,u.s.w.) aus, ist der Startschuß zur Trennung gefallen, weil nichts Übergeordnetes mehr vorhanden ist, was der Beziehung Stabilität gibt und den Lebensproblemen eine Lösung anbietet. Liebe an Eigenschaften des Gegenüber fest zu machen, ist keine Liebe, denn, wenn diese nicht mehr vorhanden sind, ist auch die Liebe weg. Dann ist Liebe ein Geschäft, in dem die Vertagsbestandteile aufrecht erhalten werden müssen. Die Liebe, die durch den Glauben an Gott gesäht wird, ist eine Liebe mit Bestand weil Gott ewiglich ist und auch diese Liebe ewiglich ist und nicht an weltlichen und vergänglichen Dingen festgemacht wird.

  • ferdinand sagt:

    Wow.. das liest ja teilweise wie meine eigene Geschichte.
    In guten, wie in schlechten Zeiten. So hiess es doch mal, oder? Kaum sind die Zeiten aber ein wenig schlechter, dann wird nicht etwa zusammengerückt, sondern gleich das Handtuch geworfen.
    Dass auch mal Frauen zu den "Opfern" gehören, kommt sicher auch vor. Soweit gebe ich sunny durchaus recht, ist aber eher die Ausnahme.
    Denn im Regelfall trifft es die Männer. Und zwar gleich doppelt hart. Einerseits finanziell und dann auch noch – wenn vorhanden – in Bezug auf die Kinder. Und wenn man(n) dann auch noch in der Schweiz lebt, verzweifelt man sowieso an der Rechtssprechung. Denn es herrschen weitestgehend noch ganz alte Denkstrukturen: Mann geht arbeiten, Frau ist zu Hause und hütet die Kinder. Aus, basta! Andere Varianten, wie z.B. gemeinsam ein Geschäft betreiben, ist nicht vorgesehen. Sollte es dann mal nicht mehr funktionieren: Pech gehabt. Der Mann (sofern nicht Grossverdiener) wird ans Existenzminimum runtergefahren, Sorgerecht wird nahezu automatisch der Mutter zugesprochen – bzw. sie kann es erzwingen – und wenn sie Glück hat, wird auch ihr bis ans Lebensende ein monatlicher Unterhaltsbeitrag zugesprochen. Zur Not auf Basisi eines "hypothetisch anzurechnenden Einkommens" des Mannes (woher das Geld allerdings kommen soll, interessiert keinen…). Und während sich die Ex dann wieder "neu orientiert", das heisst bei einem Mann einzieht, der eine noch grösseres Haus und noch mehr Autos vor der Türe stehen hat, kann man schauen wie man über die Runden kommt. Denn anders als in Deutschland, entfällt bei einem Konkubinat nicht die Unterhaltszahlung des Ehemannes. Heiraten ist somit die Lizenz zum Gelddrucken…(wobei die Schweiz da schon immer sehr kreativ war…)
    Wo die Liebe bleibt? Schlichtweg auf der Strecke…