Lassen Sie sich nicht von der Fassade beeindrucken - wagen Sie einen Blick dahinter!
Welche Eigenschaften muss ein Mensch haben, damit er als attraktiv empfunden wird? So sehr wir uns auch wünschen, dass der Mensch als hoch entwickeltes Wesen, immer befreiter von seinen rudimentären Trieben und wirklich fähig zur "freien" Partnerwahl ist – er ist immer noch nicht ganz soweit.
Frauen wie Männer werden bei ihrer Partnerwahl von ihren Urinstinkten geleitet. Eine gewisse genetische Programmierung – Darwin nannte das Prinzip Sexualauslese – ist auch heute noch aktiv. Wie sehr der Mensch bei seiner Partnerwahl von seinem evolutionären Erbe bestimmt wird, zeigen wissenschaftliche Studien auf. Geleitet von seinen Urinstinkten ist er stets auf der Suche nach dem attraktivsten Partner mit der besten Gen-Ausstattung. Männer haben im Laufe der Evolution gelernt, intuitiv die biologische Fitness einer Frau zu erkennen, zum Beispiel anhand der Relation von Hüfte zu Taille. Im optimalen Fall liegt die bei 1:0,7, wie etwa bei Jennifer Lopez. Das ist unabhängig von Mode und Körperidealen immer gleich geblieben. Die Partnerpräferenzen der Männer kennen die Frauen seit Jahrtausenden: Ein schönes Gesicht ist eine Empfehlung. Anziehend ist, was Erfolg bei der Fortpflanzung verspricht. So einseitig diese Formel ist, sie ist kaum willentlich außer Kraft zu setzen.
Lässt man Männern am Computer freie Bahn, sich ein Idealbild einer Frau zusammenzusetzen, drehen sie so lange an der Östrogenschraube, bis die Dame ein regelrechter Klon von Nicole Kidman oder Lara Croft ist: Das Gesicht gefiel umso besser, je weiblicher es war: Der Kiefer dezent, die Lippen voll, die Wangenknochen hoch, Nasen klein, die Augen groß und Augenbrauen dünn. Östrogene sind aus Männersicht sexy. Und bei Männern? Die Gesichtszüge des Mannes beeinflusst das Testosteron. Das maskuline Testosterongesicht Marke Schwarzenegger müsste somit ein Aushängeschild für gute Gene sein. Doch es gibt eine erfreuliche Nachricht. Frauen mögen Mischgesichter à la Brad Pitt am liebsten und nicht die ausgesprochen maskulinen Visagen. Psychologen vermuten, dass da ein unbewusstes Sicherheitsdenken eine Rolle spielt. Wissenschaftler haben nämlich herausgefunden, dass Männer mit einem hohen Testosteronspiegel häufiger fremdgehen und weniger gute Väter sind als Männer mit weiblicheren Gesichtszügen.
Das mag alles stimmen, vor allem wenn wir die Partnerwahl nur durch unser genetisches Erbe dominieren lassen. Doch die Vormachtsstellung scheint mehr und mehr ins Wanken zu geraten. Das Aussehen mag unsere Visitenkarte sein. Mit der Zeit jedoch tritt die äußere Hülle in den Hintergrund und die Charaktereigenschaften gewinnen an Gewicht. Bei der Partnerwahl zählt für viele nicht nur Attraktivität, sondern Persönlichkeit, Übereinstimmungen bei Werten, Lebenszielen, Bildung, Kommunikation und Humor. Wer sich nicht nur von der äußeren Fassade beeindrucken lässt, sondern einen zweiten Blick dahinter wagt, der wird oft von einer Fülle beeindruckender Eigenschaften belohnt.
….und auf was achten wir Frauen nun bei den Männern???
Natürlich auch auf seinen Körper, d.h. bestimmte Körpermerkmale…und nicht nur auf sein hübsches Gesicht. Schade, dass dieser Bericht einseitig ist.
Beste Grüße