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Kategorie | Liebeskummerblog


Warum wechseln Männer so schnell von der einen zur nächsten Beziehung?
Warum wechseln Männer so schnell von der einen zur nächsten Beziehung? (Kategorie: Liebeskummerblog)
Die eine ist weg, die nächste schon an der Hand. Wie machen sie das?

Nicht nur Frauen sind für Männer oft ein Buch mit sieben Siegeln. Auch umgekehrt. So wurde mir neulich folgende Frage gestellt – mit der Bitte um Aufklärung.

"Es heißt immer nach einer Beziehung muss man erst einmal alles verarbeiten, bevor man sich wieder auf einen neue Partnerschaft einlässt. Bei Männern scheint das nicht zu stimmen, die springen von einer alten Beziehung gleich in einen neue ohne dass sie Probleme damit haben. Manche Männer tauschen die Frauen einfach nur aus… Leittragende sind immer die Frauen, die lange Zeit brauchen, um darüber hinweg zukommen. Können Männer einfach nicht allein sein?"

Dieses kann ich leider nur bestätigen, aber: In meiner siebenjährigen Praxiskarriere habe ich so sehr viel über Männer erlernt (dieses Wissen hätte ich gerne 20 Jahre eher gehabt). Aber ich muss hier die Männer auch mal in Schutz nehmen, denn: 80 Prozent meiner Klienten sind männlich. Dieser Fakt spricht ja schon mal grundsätzlich für die Männer, dass sie sich trauen und den Bedarf sehen, in eine Beratung zu gehen. Und tatsächlich ist es so, dass Männer nur schlecht alleine sein können. Während wir Frauen zu Hause sitzen, uns verschließen , uns die Augen ausweinen und mit Mutti/Freundin/Arbeitskollegen reden, erzählt der Mann in der Regel keinem in seinem Umfeld von seinem Kummer. Ein Mann ackert in seinem Büro, rennt danach zum Sport, um dann tot müde in sein Bett zu fallen. Wenn er dieses nicht mehr erträgt und sein Selbstbewusstsein am Boden zerstört ist, dann geht der Jäger los und sucht die Beute.

Wir Frauen denken, er hat uns nie geliebt, er liebt jetzt die Neue. Doch das stimmt im Grunde gar nicht: Die neue Frau ist oftmals nur ein Mittel gegen die Einsamkeit, gegen das fehlende Selbstwertgefühl und gegen die Machtlosigkeit der Trauer.

Fazit: Er hält die Neue im Arm und denkt an die gegangene Partnerin. Männer leiden mehr, als wir Frauen denken!


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8 Antworten zu “Warum wechseln Männer so schnell von der einen zur nächsten Beziehung?”

  • lissi sagt:

    Es ist zwar schön geschrieben, aber es stimmt überhaupt nicht! Sicher gibt es paar tatsächlich sehr feinfühlenden Männer, meisten (und ich spreche aus meiner sehr langen Erfahrung) sind tatsächlich wie die Schmetterlinge: Springen von einer Blume auf die andere und lassen sich schnell in Armen einer "Neuen" trösten. Und vor allem so ein Leid haben NUR die verlassene Männer, der Rest richtet selbst viel Unheil ein. Wollen wir uns doch nichts vormachen: Männer sind Testosteron gesteuert und denken ganz anderes, sind auch meistens Polygam (erschreckend, aber die Evolution zeigt – es ist NORMAL!). Es gibt eine Weisheit: " Frau verlässt einen Mann, wenn sie unglücklich mit ihm ist, sie geht ins "Nichts", ein Mann verlässt fast immer eine Frau wenn er schon eine Neue hat, er geht niemals ins "Nichts". Ein Mann kann tatsächlich nicht allein sein… Ich bin nicht männerfeindlich, sogar im Gegenteil, aber meine persönliche und sehr reichliche Erfahrung ( bin schon über 40 J.) hat mir gezeigt: Männer sind KEINE Tränen wert…! Und die Tränen, die Männer vergießen sind so selten und wenn, dann nur aus verletzter Eitelkeit. Und auch diese Tränen trocknen sehr schnell :-) .
    Fazit: Kein Mitleid für Männer – sie haben meistens ein selbst ausgewähltes Schicksal!

  • Bettin sagt:

    Ich muss Ihnen zu meinem eigenen Bedauern Recht geben. Vor 8 Wochen wurde mir nach 25jähriger Ehe mitgeteilt, er liebe mich nicht mehr. Die Gründe hierfür waren, auch wegen Existenzängsten finanzieller Seite, so an den Haaren beigezogen, dass ich ständig bei ihm nachfragen musste wieso und warum, komm wir fangen neu an etc. Von seiner Seite aus immer ein nein, es geht nicht mehr. Er ist kaputt, ausgelaugt, hat keine Motivation mehr. OK dachte ich, lass ihn mal in Ruhe, dass ziehen wir durch. Also Hausverkauf, getrennte Wohnungen. Aber so ein Herzschmerz tut schon sehr, sehr weh. Dann vor 2 Wochen verriet sein Handy, dass es eine Neue gibt. Das geht erst seit 3 Wochen sagte er. Ich glaubte gar nichts mehr. Nach längerem bohren erfuhr ich, dass er bereits im Februar im Internet eine Anzeige aufgegeben hat "Suche Frau ab 40 bla,bla,bla." Nun fand dieser Kontakt aber schon im April statt und er hat sich doch tatsächlich verknallt. Fazit: Er hat erst gesucht, gefunden und mir dann mitgeteilt "er liebt micht nicht mehr"

  • Matth sagt:

    Als Mann ist es mir passiert, dass meine Frau mir sagte, sie liebt mich nicht mehr. Ich war immer treu. Es war nichts mehr zu retten – sie hatte innerlich schon längst mit mir abgeschlossen. Nun sind wir getrennt und es ist wirklich so, dass ich als Mann in tiefer Verletzung und Trauer, zu meinem Trost, eine neue Partnerin suche, auch um wieder ehrliche Liebe geben und in Empfang nehmen zu können.
    Natürlich ist man mit den Gedanken in der Vergangenheit, doch auch um zu lernen und zu wissen, was besser gemacht werden kann.
    Sex ist was sehr schönes, nur so gesteuert sind wir jedoch nicht. Wenn ein Mann oder eine Frau nicht mehr liebt und oder fremd geht, sollte mann auch fragen warum, hier wird mann fündig und da liegt die Zukunft.
    Jede Partnerschaft, auch das tägliche Leben, ist eine Arbeitsgemeinschaft. Wenn einer nicht mitmacht, ist nichts zu retten.
    Defizite in der seelischen und körperlichen Liebe gibt es bei beiden Geschlechtern. Man sollte deshalb die Frage zu lassen, was führte dazu.
    Uns Männer immer wieder als Schwanzgesteuert zu beschreiben ist zu einfach. In der Tat ist die männliche Sexualität in der Natur triebhafter. Wenn liebende Frauen da nicht mithalten können, verbirgt sich oft dahinter ein seelisches Defizit aus früheren Zeiten. Und nun beginnt dazu die Arbeitsgemeinschaft. Wenn eine Frau nicht mithalten kann und nicht mitarbeiten will, ist sie ihren Mann los.

  • Bettin sagt:

    Hallo Matthäus (hoffentlich nicht Lothar), ich habe nicht behauptet, dass Männer nur schwanzgesteuert sind, sondern dass sie die Einsamkeit nach einer solchen Entscheidung, die Beziehung zu beenden, anscheinend nicht ertragen können/wollen.

  • Matth sagt:

    Hallo Bettin, Dir zum Trost, ich bin nicht Lothar. Zugegeben, Dein Mann hat sich schlecht verhalten. Sicherlich gab es auch bei Dir Ursachen, weshalb Dein Mann nicht mehr Dich und dafür eine andere begehrte.
    Als ich meiner Frau zum letzten mal sagte dass ich sie schön finde und sie liebe, antwortete sie mir am nächsten Morgen, dafür sich nichts kaufen zu können. Überwiegend bleiben die Kinder bei einer Trennung bei der Mutter und dem Vater wird das Kind entrissen. Hier liegt – jedenfalls für mich – eine Ursache, weshalb Männer nach einer Trennung schwerer umzugehen haben als eine Frau, welche noch das gemeinsame Kind hat.

  • Lassy sagt:

    Männer ,die nach Trennung den Verlust ihrer Kinder beklagen, tun mir nicht leid. Diese sollten sich fragen, wie viel Zeit u. wirkliches Interesse sie ihrem Nachwuchs vorher widmeten, als die Beziehung noch Bestand u. sie tagaus tagein die Möglichkeit dazu hatten, diese jedoch oft wenig nutzten, eine wirkliche Beziehung zu ihren Kindern aufzubauen u. zu pflegen. Wenn sie jetzt beteuern, ihre Kinder doch so sehr zu lieben u. sie jetzt zu vermissen, hätten sie sich doch VORHER rechtzeitig, reif u. ernsthaft um eine gute u. von Bestand geprägte Partnerschaft bemühen können und müssen! Daß viele jetzt ihre Kinder vermissen, geschieht diesen verantwortungslosen Männern, die sich nie wirklich um ein angemessenes Ausfüllen ihrer Rolle als Vater noch als Ehemann gekümmert haben, sondern oftmals nur ihrer Karriere hinterherliefen, verdammt noch mal Recht! Sie haben es nicht besser verdient.

  • Lassy sagt:

    Fortsetzung:
    All das gilt es vorher zu bedenken u. abzuwägen, wenn Gedanken an neue Begierlichkeiten, Trennungsabsichten und ein Ausbruch vom "gelangweilten und/oder konfliktbeladenen Familienvater- und Eheparterdasein" aufkommen o. umgesetzt werden. Nicht erst, wenn alles kaputt ist. Spätestens bei Familiengründung geht es nicht mehr nur um die ach so romantische große Liebe zweier Personen, nein, es geht um viel Verantwortung füreinander, um Kinder, die man auf die Welt gebracht hat, gemeinsam auf einen guten Pfad ins Leben zu bringen, es geht um Zurückstecken egoistischer Wünsche, um die Bewältigung eines auch beschwerlichen ALLTAGS, um ein großes zu bewerkstelligendes "Projekt", das man schnöde und langweilig leben, aber auch interessant u. anregend gestalten kann, immer wieder wißbegierig und neugierig auf den Ehepartner u. die Entwicklung der Kinder. Es geht darum, vor allem AKTIV MITZUGESTALTEN. Viele Männer verstehen jedoch nichts von wirklicher Beziehungsgestaltung und wollen auch nichts darüber wissen o. lernen. Lieber hängen sie passiv u. beziehungsverkümmert als Beobachter o. ewiger Mitläufer der Szenerie ab und lassen die Frauen alles alleine machen…, beklagen sich aber über diese "verlorengegangene aufregende Liebe", eine im Grunde nie wirklich existente Eheverbindung oder Vater-Kind-Beziehung. Mein Mitleid habt ihr im Nachhinein nicht!

  • C sagt:

    Dass Männer nicht lange alleine sein können und sich öfter vor der Trennung bereits verliebt haben, ist augenfällig. Ich war nach 23 Jahren Beziehung mit Kind nach der Trennung 7 Jahre alleine mit einem Unterbruch von ca. eineinhalb Jahre Beziehung, um festzustellen: es geht nicht, da muss noch einiges verarbeitet werden und der neue Partner soll keine Projektionsfläche des alten sein. Es war nicht nur eine Entschdeidung, alleine zu sein, sondern häufig einfach auch ein logistisches Problem: mit Job, Kind und Pendeln und meiner Trauer konnte ich mich gar nicht mehr einlassen auf jemand Neuen…
    Mein Ex-Gatte hatte bereits vor der Trennung eine neue Freundin und zog nach 2 Monaten mit ihr zusammen und hatte danach keine Zeit mehr, sich um seinen Sohn zu kümmern, selbst er, der vorher ein liebevoller Vater war..aber die Macht der neuen Verliebtheit wog viel stärker…
    Keiner meiner guten männlichen Freunde war länger alleine als 6 Monate nach der Trennung und wenn ein Mann seit Jahren auf dem "Markt" ist, dann ist er meistens nicht bindungsfähig… mein neuer Partner ebenso und das Thema "Ex-Frau" bzw. Ex-Freundin" taucht öfters auf. Ich distanziere mich klar davon und sage dann auch: Du, wenn Du schlechte Gefühle Deinen Ex-Frauen gegenüber hast, dann sollstest Du das nicht bei mir thematisieren, sondern bei einer Fachperson, ich kann und will diese nicht auffangen.
    Mich interessiert eher die Frag: warum ist es so? Warum gehen Männer mit ihren Verletzungen und mit ihrer Trauer anders rum? Ist das gut oder nicht gut? Was können wir Frauen tun, um in einer neuen Beziehung von diesen alten Sachen hineingezogen werden und uns dann schnell einmal bei einem solchen Mann zu langweilen, weil es einfach nichts abtörnenderes gibt als alte Ehe-Geschichten.