Der Beruf ist ein wichtiges Kriterium bei der Partnerwahl und zwei aktuelle Studien geben Aufschluss über die Beliebtheit der gängigsten Professionen. Nur die Nerds werden immer vergessen. Dabei sammeln sie Punkte, wo andere Top Ten-Jobs nichts bieten können: verspielt und experimentierungsfreudig in der Liebe und unprätentiös im Charakter.
„Augen auf bei der Berufswahl!“ sagt der Volksmund und manchmal lohnt das Zuhören. Umfragen zum Image von Berufen gibt es reichlich und je nach Auftraggeber unterscheiden diese sich gravierend. So haben jüngst Beamtenbund und Tarifunion die Ergebnisse einer Befragung vorgelegt, die sie beim Meinungsforschungsinstitut Forsa in Auftrag gaben. Ganz vorn liegt eine Reihe klassischer, nicht akademischer Berufe: Feuerwehrmänner genießen danach das höchste Ansehen, vor Alten- oder Krankenpflegern, Ärzten, Polizisten und Kindergartenmitarbeitern. Auf den weiteren Plätzen folgen unterschiedliche Berufe wie Pilot, Richter, Müllmann, Lehrer und Techniker. Im breiten Mittelfeld liegen zum Beispiel Dachdecker und Briefträger, Soldaten, Unternehmer und Anwälte, gefolgt von Studienräten, Journalisten und Steuerberatern. Die Beamten rangieren im letzten Drittel, ihr Image hat sich aber angeblich in den letzten Jahren verbessert. Für Manager dagegen ging es mit dem Ansehen deutlich bergab, sie liegen knapp vor Gewerkschaftsfunktionären. Die letzten Plätze auf der Ansehens-Skala nehmen Telekom-Mitarbeiter, Mitarbeiter von Werbeagenturen sowie Versicherungsvertreter ein.
Aber auch das Institut für Demoskopie Allensbach ermittelt bereits seit den sechziger Jahren das Ansehen ausgewählter Berufe, zuletzt im Februar dieses Jahres. Die Ergebnisse unterscheiden sich deutlich: Ärzte liegen vor Krankenschwestern. Die Lehrer gingen als Dritter durchs Ziel – vor Handwerkern, Ingenieuren und Professoren. Die letzten Plätze blieben für Politiker, Banker/Bankangestellte und Fernsehmoderatoren.
Nun ist der Feuerwehrmann als erotischer Kick beliebt, doch wer möchte jeden Abend angstvoll zuhause auf den Partner warten? Dabei gibt es eine Berufsgruppe, die mehr als nur eine Fantasie bietet: Nerds, oder wertfrei: Informatiker.
Eine britische Studie untersuchte 2.000 Männer und Frauen, die in den unterschiedlichsten Berufen arbeiteten. Das Ergebnis: Ausgerechnet Computerfreaks sind die besten Liebhaber. Nerds sind danach nämlich sowohl selbstloser als auch abenteuerlicher im Bett als alle anderen. 82 Prozent der IT-Mitarbeiter behaupteten, dass ihnen die sexuellen Bedürfnisse ihres Partners wichtiger wären als die eigenen. Damit erzielten sie das höchste Ergebnis von allen Befragten. Und ein guter Liebhaber ist schließlich einer, der nicht allein an seinen Spaß denkt.
Nach dem klassischen Klischee hat ein Nerd meist wenig Beziehungs- und Liebeserfahrung gesammelt, bildet sich deshalb auch selten etwas auf sein Aussehen oder sein sexuelles Können ein, ist zudem meist überdurchschnittlich intelligent, schlagfertig und witzig. Und selbst wenn die Klischee-Nerds noch so gute Noten in Mathe oder Chemie haben, sie neigen nicht dazu, zu prahlen und das macht sie noch ein großes Stück sympathischer.
Der Trend geht zum Nerd: Nicht umsonst sind Karohemd, Hornbrille und Aktentasche momentan ganz weit vorne in den Trendlisten. Vermutlich setzt sich langsam die Erkenntnis durch: Uncoolness ist cool. Außerdem haben Nerds wenig Angst vor neuer Technik, und das gilt eben auch für Sex. Zudem haben sie überdurchschnittlich witzige, wenn auch etwas durchgeknallte Freunde, sie sind mit so gut wie nichts zu schockieren und ziehen durch, was sie sich vorgenommen haben. Zielstrebig, rücksichtsvoll und sexuell offen.
Also ran an die ITler!
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