Zweite Chance nach dem Liebeaus - wann ein Neuanfang sinnvoll ist.
Sie haben sich getrennt und jetzt tut es Ihnen leid? Was war der Grund? Oft höre ich in meiner Praxis dann: "Ich wollte noch mal was anderes erleben, ich hatte Angst, etwas zu verpassen, wenn ich am Ende nur diesen einen Partner hatte."
Dieser Gedanke ist durchaus verständlich. Zum einen vermag man vielleicht nicht einzuschätzen, ob der Partner denn wohl "gut genug" ist oder nicht, wenn man keinen Vergleich hat. Zum anderen ist es wohl ein menschlicher Mechanismus, dass man häufig nicht mehr zu schätzen weiß, was einfach "da" ist. In einer langjährigen Beziehung etablieren sich zwangsläufig gewisse Selbstverständlichkeiten, sodass man sich irgendwann gar nicht mehr vorstellen kann, wie es wäre, wenn sie nicht da wären. Erst wenn der vertraute Mensch, über den ich mich vielleicht im Alltag auch häufig geärgert habe, auf einmal nicht mehr da ist, erkenne ich, was er mir bedeutet und was er mir an Zuwendung gegeben hat.
Halten Sie Ihre Beziehung lebendig
Das erreichen Sie beispielsweise durch folgende Verhaltensregeln bzw. Aktivitäten:
- Fahren Sie getrennt in den Urlaub. Sie haben dann die Chance, auch mal wieder Sehnsucht nacheinander zu spüren und schätzen zu lernen, was Sie am anderen haben. Das soll natürlich nicht heißen, dass Sie dabei keinen Spaß haben sollen. Im Gegenteil: Es gibt Ihnen die Gelegenheit, im Urlaub einfach mal das zu tun, worauf Sie Lust haben und wozu Sie Ihren Partner/Ihre Partnerin in einem gemeinsamen Urlaub niemals bewegen könnten. Vielleicht machen Sie dann eine Motorradtour mit den Kumpels oder einen Wellness-Urlaub mit Ihrer besten Freundin. Wenn Sie zurückkommen werden Sie sich auch endlich mal wieder etwas Neues zu erzählen haben.
- Falls Sie Kinder haben, rate ich Ihnen: Stellen Sie ruhig auch mal Ihre Partnerschaft in den Mittelpunkt. Wenn Sie irgendeine Möglichkeit haben, die Kinder von jemand anders betreuen zu lassen (Großeltern, Babysitter, Freunde), gönnen Sie sich zwischendurch ein Wochenende zu zweit. Sie werden feststellen, wie gut das Ihrer Partnerschaft tut und wie sich das auch positiv auf Ihr Familienleben auswirken wird. Denn: Wenn es den Eltern gut geht, werden meistens auch die Kinder zufriedener sein.
Ich glaube, viele langährig verheiratete Frauen wissen gar nicht, mit was für einem netten Mann sie verheiratet sind. Sie denken, sie hätten etwas verpasst und meinen, da draussen würde Mr.Perfect herumstehen und nur auf sie warten.
Oft haben die verlassenen Ehemänner es viel leichter, eine neue Partnerin zu finden.
Mein Freund hat mich nach 9 Monaten verlassen. Er ist 10 Jahre älter als ich und hatte vor mir keine richtige Beziehung, bzw. er hat nie jemanden zu Hause vorgestellt. Ich habe seine Familie im ersten Monat kennengelernt. Bis Anfang des Jahres war es ziemlich harmonisch mit uns, dann stand ihm wieder die Arbeitslosigkeit ins Haus. Ich habe einen guten und krisensicheren Job. Er warf mir vor, nicht mit mir im Reinen zu sein, er sei es und bräuchte auch so eine Partnerin. Zudem wolle er endlich Familie (ich hätte seinem Werben nie nachgegeben, wenn er nicht damals schon von seinem Kinderwunsch erzählt hätte, der sich mit meinem deckt). Zu guter Letzt sagte er, er könne nicht zu mir stehen und würde mich nicht lieben. 2 Monate zuvor sprach er von einer potentiellen gemeinsamen Wohnung und durch die Blume von Hochzeit.
Was geht in einem solchen Männerkopf vor sich? Steht er demnächst reumütig vor meiner Tür?
Top-Tipp: Lesen Sie das Buch von R. M. Koid.: "Scheißkerle". Hier lesen Sie alles über diesen Typen und danach sind Sie froh über die Beendigung dieser "Beziehung"!
Tja, gemeinsame Urlaube wäre auch schön.
Mein (nun Ex?)-Freund zog es vor, lieber Dolce Vita, den WoE-Tripp nach Wien und dann noch 10 Tage Piemont mit seinen Freunden zu verbringen. Ich sagte ihm, dass ich mir auch gemeinsame Urlaube wünsche und diese Variante nicht gut finde. Er – unterstützt von seinem Freund, klar(!) – macht nun lieber Schluss, da er sonst die Selbstachtung verliert und keinen Rosenkrieg will.
Geht’s noch?!
Meinen Freunden will ich nach den Monaten von hin und her gar nicht mehr mein Herzeleid antun. Unreif finde ich sein Verhalten.
Warum ich das so lange mitgemacht habe? Ich wollte glauben, lieben und verzeihen, mutig sein und dankbar für alles Schönes, was mir widerfährt. So lange, wie ich sagte: "Alles schön, alles gut. Du bist ein toller Held" ging es ja auch gut. Die WoE-Beziehung, die ich nicht wollte. Als wir uns Ende letzten Jahres kennenlernten, hatte er sich um glatte 5 Jahre jünger gemacht und mich glauben lassen, wir wohnen im selben Ort….
Shit!