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Von Blumen und Bienen – Wie man mit Kindern über Sex redet
Von Blumen und Bienen – Wie man mit Kindern über Sex redet (Kategorie: Sexualitätsblog)
Das wohl schwierigste Gespräch von Eltern in ihrem Leben: Wie redet man mit den Kiddies über Sex?

Den meisten Eltern ist ein wenig mulmig zumute, wenn sie daran denken, dass sie irgendwann mit ihren Kindern über Sexualität sprechen müssen. Wann ist der richtige Zeitpunkt? Wie verklausuliert oder wie explizit darf oder soll ich dabei sein, um die Kinder nicht zu überfordern oder zu irritieren? Eine neue Studie gibt Aufschluss. 

Forscher untersuchten die Wirksamkeit diverser Aufklärungsmethoden, die von Eltern benutzt werden, um mit ihren Kindern über Sexualität zu sprechen. Dabei stellte sich heraus, dass es durchaus positive Effekte hat, wenn Eltern im Vorfeld an einer speziellen Schulung zu diesem Thema teilgenommen haben. Sie waren deutlich im Vorteil gegenüber den Eltern, die ohne Vorbereitung in derartige Gespräche gingen. Je mehr und je offener Eltern mit ihren Kindern sprachen, desto unbefangener und selbstsicherer gingen sie mit diesen Situationen um. Die Untersuchung wurde im Medical Center der Universität von Pittsburgh durchgeführt und erschien im Journal der Pädiatrie.

Tipps für den Sex-Talk mit Kids

Als Tipps, wie Eltern ihren Kindern das Thema Sexualität am besten nahe bringen, empfehlen Experten, möglichst früh und möglichst häufig damit zu beginnen. Es sei keineswegs eine große Sache, die in einem einzigen, ernsten Gespräch geklärt werden müsse, wie viele Eltern denken. Jüngeren Kindern kann man also durchaus erklären, dass es eine Mutter und einen Vater braucht, damit ein Baby im Bauch der Mutter wachsen kann. Man könne Kindern auch sagen, dazu werde ein Samen des Vaters benötigt. Wie genau das alles vonstatten geht, das kommt dann erst später. Doch es ist in jedem Fall förderlich, wenn die Eltern dem Kind das Gefühl geben, es könne sich mit Fragen zu dieser Thematik jederzeit an die Eltern wenden.
Finden solche Gespräche regelmäßig in verschiedenen Altersphasen offen und unvoreingenommen statt, so wirkt sich dies vorteilhaft aus, wenn ältere Kinder und Heranwachsende später mit den wirklich ernsten Fragen beschäftigt sind und sich so unbefangen und vertrauensvoll an die Eltern wenden können. Dabei sollten Eltern darauf achten, dass es sich um ein Gespräch in Dialogform handelt und nicht um einen Vortrag. Und: Je mehr Kinder in das Gespräch aktiv mit einbezogen werden, desto mehr werden sie daraus lernen.

Hierzu sollten Eltern ein Gespür für die richtigen Momente entwickeln. Denn der passende Augenblick spielt eine entscheidende Rolle, wie Kinder Informationen über Sexualität aufnehmen und für sich verarbeiten. Die Zeiten, in denen von Bienen und Blumen gesprochen wurde oder verklausulierte Umschreibungen für die Geschlechtsteile benutzt wurden, sind passé. Empfohlen werden sprachlich korrekte Bezeichnungen. Auch auf umgangssprachliche Benennungen sollte verzichtet werden, denn diese sind nicht überall gleich und können so eine Kommunikationshürde darstellen. Man sollte Kindern keinesfalls das Gefühl geben, die Geschlechtsteile seien mit etwas Schamvollen oder Schmutzigen behaftet.


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