Eins, zwei, drei – mein? Wie viele Parallelkontakte haben Sie schon gleichzeitig gepflegt? Bei der Partnersuche im Netz ist es eigentlich kein Problem, mehrgleisig zu fahren. Eigentlich. Denn einige Regeln gibt es auch hier zu beachten. Wir sagen Ihnen, welche das sind.
Corinna (33) hatte sich gerade erst bei ElitePartner angemeldet als sie eine Partneranfrage von Isabelle (34) bekam. „Wir hatten viele Matching-Punkte, ihr Foto war toll und auch ihre Mails waren sehr charmant“, sagt die Schmuckdesignerin, die daraufhin sämtliche anderen Partneranfragen höflich ablehnte. Schließlich war sie der Meinung, bereits fündig geworden zu sein: „Ich wollte mich auf diesen einen Kontakt konzentrieren.“
Ein Fehler, denn bereits kurze Zeit später bekam sie eine SMS, in der Isabelle ihr mitteilte, dass es in der Zwischenzeit mit einer anderen gefunkt hätte. Lena war wie vor den Kopf gestoßen. „Ich war nur die Zweitbesetzung! Das war wirklich verletzend.“
Nicht zu früh festlegen
Klar, per SMS abserviert zu werden, zeugt nicht gerade von gutem Stil. Aber sonst ist Isabelle nichts vorzuwerfen. Parallelkontakte gehören zur Natur der Sache bei der Partnersuche im Netz. Schließlich passen mehrere Profile theoretisch zusammen – ob sie das auch im realen Leben tun, zeigt sich erst im Laufe der Zeit. Deshalb gilt: Sie dürfen und sollen mehrere Anfragen verschicken und beantworten.
Gerade zu Beginn haben Sie gegenseitig keinerlei Verpflichtungen. Probieren Sie ruhig alle Optionen aus, solange Sie dabei die Höflichkeitsregeln beachten. Irgendwann reduziert sich das Feld der Kontakte von allein. Einige angeschriebene Frauen antworten vielleicht gar nicht erst oder es will kein Schwung in die Sache kommen.
Legitime Mehrgleisigkeit
Fahren Sie mehrgleisig und warten Sie erst einmal ab, ob und welcher dieser Kontakte sich vielversprechend entwickelt. Dann ist es immer noch früh genug, sich auf nur diesen einen zu konzentrieren. Das hat auch Lena inzwischen begriffen.
Sie hat gerade Kontakt zu zwei Frauen gleichzeitig. „Beide sind irgendwie toll“, sagt sie. „Aber ob es wirklich passt, stellt sich erst beim Treffen heraus.“ Richtig so: Gehen Sie ein bisschen gelassener und spielerischer in die Partnersuche. Ernst wird es noch früh genug.
Diplomatie gefragt
Solange Sie noch in der Anfangsphase stecken, sich womöglich telefonisch oder per E-Mail austauschen oder erst einmal getroffen haben, dürfen Sie ruhig noch andere Eisen im Feuer haben und sich auch mit anderen Frauen treffen. „Kritisch wird es erst, wenn Gefühle ins Spiel kommen und man sich öffnet, um der anderen persönliche Einblicke zu geben“, so Diplom-Psychologin Lisa Fischbach. Spätestens dann sollten Sie sich festlegen.
Ob Sie von anderen Kontakten berichten, sollten Sie je nach Situation entscheiden. Isabelle findet es besser, sich anfangs ein wenig bedeckt zu halten, um den Frauen nicht vor den Kopf zu stoßen: "Aber wenn ich feststelle, dass diese Frau so interessant ist, dass ich den Kontakt intensivieren möchte, lege ich alle anderen auf Eis." Spätestens, wenn es zu Intimitäten gekommen ist, ist laut Lisa Fischbach der richtige Zeitpunkt dafür.
Drei sind eine zu viel
Das hat auch Lena festgestellt. Sie hat sich für eine der beiden Frauen entschieden. Aber sie hat beiden zuvor gesagt, dass es noch eine andere gibt. Die Wahl fiel ihr nicht leicht, doch sie ist dennoch glücklich. Und beide haben gemeinsam ihre Mitgliedschaft bei ElitePartner beendet und ihre Accounts feierlich gelöscht.
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