Wir wollen natürlich nicht vulgär werden. Aber auch, wenn es etwas eleganter formuliert wird, bleibt das Ergebnis einer Studie von US-Wissenschaftlern aus North Carolina dasselbe: Den meisten Spaß am Sex haben die eher simplen Gemüter.
Glauben Sie nicht? Ist aber so: Mit einem IQ zwischen 75 und 90 empfindet man die meiste Freude an Kuscheln, Knutschen und weiteren Körperlichkeiten, so die Forscher. Vielleicht tröstet es Sie, dass ganz dumme Menschen, deren IQ unter 75 liegt, auch nicht unbedingt Granaten zwischen den Laken sind. Wie die besonders Schlauen haben sie bereits beim Händchenhalten Probleme. Aus diesem Grund haben wohl auch kluge Teenager weniger Sex als ihre geistig minder beschenkten Altersgenossen. Pro IQ-Punkt über 100 steigt die Prüderie bei Jungen um knapp drei und bei Mädchen um knapp zwei Prozent.
Verklemmte Studenten
Das ändert sich auch auf der Uni nicht: An den amerikanischen Elite-Unis ist laut einer Umfrage nahezu jeder zweite Student noch Jungfrau. Dabei haben die meisten College-Studenten ihre ersten sexuellen Kontakte durchschnittlich mit 19 Jahren. Am Schlimmsten sind – geben wir es zu, erwartungsgemäß – angehende Biochemiker und Mathematiker. Über 80 Prozent von ihnen waren noch unberührt.
Und woran liegt's? Psychologin Lisa Fischbach: "Über die möglichen Gründe kann man nur mutmaßen. Sie sind wahrscheinlich individuell verschieden und nicht nur auf den IQ zurückzuführen. Womöglich sind aber Menschen mit höherem IQ reflektierter, legen im jugendlichen Alter einen größeren Fokus auf ihre Ausbildung und gestalten ihr Leben nach anderen Werten. So ist bei vielen die Hemmschwelle vergleichsweise höher, sich in Liebesdingen auszuprobieren."
Flirtnachhilfe für ITler
Und dann sind da ja noch die ganzen Vorurteile von wegen Streber seien weniger attraktiv und so weiter. Beispielsweise bietet das Hasso-Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik allen Ernstes ein Flirt-Seminar an: Damit sollen die soft skills der angehenden Informatiker geschult werden. Die Potsdamer Studenten bekommen von einem Flirt-Experten Nachhilfe, wie sie emotionale SMS verfassen.
Vielleicht ist es ja ein kleiner Trost, dass Intelligenz als starkes Attribut bei der Partnerwahl punktet. Das fand nämlich der US-Forscher Mark Prokosch von der Universität Davis in Kalifornien in einer aktuellen Studie heraus. Demnach bevorzugen Frauen eindeutig kluge Männer. Wann diese ihre ersten sexuellen Erfahrungen gemacht haben, ist dabei übrigens vollkommen zweitrangig und zu einer dauerhaft glücklichen Beziehung gehört ja noch viel mehr als nur Sex.
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6 Kommentare (älteste zuerst)Es scheint die ewige Diskrepanz zu sein zwischen "Geist"menschen und "Natur"menschen. Es gäbe noch die "Bauch"menschen, die oben und unten miteinander verbinden und so in der "gesunden" Mitte leben. Aber offensichtlich je ausgeglichener, umso langweiliger und mittelmäßiger.
"F …ist der Lyrismus des Volkes", ein treffender, humorvoller und intellektuell tiefer Spruch des Dichters Charles Baudelaire.
Stimmt leider voll und ganz. Ich war auch eher ein Spätzünder (wobei ich bei der Liste iq+x% immer noch keine Partnerin gehabt haben dürfte), habs aber eher auf den Mangel an geeigneten Frauen geschoben.
(@Appollo) Allerdings würde ich keine Rückschlüsse/Prognose auf die spätere sexuelle Entwicklung stellen, da hier viele Faktoren einen Einfluß nehmen.
Das halte ich fuer einen weiteren grossen Unsinn, der mal wieder aus den USA zu uns "herueberschwappt". Im Gegenteil! Wie hatte Woody Allen so schoen gesagt: "Das Gehirn ist das groesste Sexualorgan"! Vielleicht sind es gerade die nicht so simplen Gemueter mit viel Fantasiekraft, die diese simplen Frageboegen sofort durchschauen? Womit ich jedoch noch am ehesten in diesem Artikel einverstanden bin (es gilt auch fuer mich): Mit etwas Verstand selektiert man gruendlicher und waegt seine Risiken ab, bevor ungewollt Kinder mit dem falschen Partner auf die Welt gesetzt werden… Gruss von einem nicht-simplen Gemuet, das _sehr_ viel Freude am Sex hat, Frank.
…da war, so scheint’s, die Allgemeinheit mal wieder tatkräftiger als die sich aufs Denken beschränkende Elite. Zurück zur Natur, auf auf, verteilen wir unsere schlauen Gene!
@ Marco …1. Gähn…und 2. Ein Dank an die Faktoren^^ im Namen der weiblichen Welt
Stimme Franks Kommentar zu. IQ hat wirklich überhaupt nichts mit dem Spaßfaktor beim Sex zu tun, wie kann man Menschen mit niedrigerem IQ unterstellen, dass sie aufgrund ihres simpleren Strickmusters, was durchaus nicht uninteressant sein muss und mit Sicherheit auch von tollen Menschen bestückt sein kann, mehr Spaß am Sex zu haben. Ich finde dies diskriminierend in Richtung: animalische Triebhaftigkeit d. "niederen Spezies" unserer Erde…..
Ich selbst habe unheimlich viel Spass am Sex u. würde mich deshalb niemals auf IQ-Basis kategorisieren lassen.
Auch wenn es den Diskussionsteilnehmern, so auch mir persönlich, nicht unbedingt gefällt, was die Forschung zu Tage brachte…ich bin von der Richtigkeit der Ergebnisse durchaus überzeugt und dies aus folgendem Grund, der in keinster Weise als wertend oder diskriminierend zu verstehen ist: wo der Durchschnitts-IQ sich dem Genuss des Augenblicks hinzugeben vermag, intellektualisiert der überdurchschnittliche IQ, belädt mit Bedeutung, welche ersterem im Dialog zwar zugänglich wird, doch als befremdend empfunden wird. Der Hingabe an den Augenblick bzw. das Gegenüber steht vielfach die "Verkopftheit" des liebenden Geistes entgegen und entfremdet einander, obwohl es sich ledilich um einen qualitativen Unterschied in der Liebesbezeugung handelt. Als ich einem Mann einmal erklärte, ich würde Sexualität u.a. als ein gegenseitiges Geschenk deklarieren, stieß ich nicht unbedingt auf Verständnis, da er "einen wesentlich entspannteren, nicht so verklemmten Zugang hierzu hätte." Der Häufigkeitsvergleich, man deute dieses Wort nun in beliebigen Lesarten, untermauert die These. Zu unser aller Trost, bestätigen Ausnahmen die Regel – und es scheinen hier ja jede Menge Ausnahmeerscheinungen an der Kommentierung beteiligt zu sein