Bildung ist ein hartes Pfund bei der Partnerwahl: Vor allem Frauen ist die Intelligenz des Partners wichtig. Auffällig ist, dass besonders Wählerinnen der FDP auf Männer mit Doktortitel stehen, wie das Ergebnis des
ElitePartner-Singlestudie© zeigt. Befragt wurden über 12.000 Singles.
Summa cum laude: Frauen stehen auf Doktortitel
Jede zweite Frau und jeder dritte Mann wünschen sich einen Partner bzw. eine Partnerin mit Hochschulabschluss. Für 27 Prozent der Frauen sollte der Partner idealerweise sogar einen Doktortitel tragen. Das gilt insbesondere für Wählerinnen der FDP: 40 Prozent von ihnen hätten am liebsten einen promovierten Partner an ihrer Seite. Anhängerinnen anderer Parteien ist dieser Titel weniger wichtig: Nur jede dritte Anhängerin von SPD, CDU/CSU oder Bündnis90/Grüne würde speziell nach Männern mit Doktortitel Ausschau halten. Bei Die Linke-Wählerinnen sogar nur jede Vierte.
Akademikerinnen suchen auf Augenhöhe
Mit dem Bildungsniveau einer Frau steigt auch der Wunsch nach einem ebenso gebildeten Partner: Für 67 Prozent der Akademikerinnen kommt laut ElitePartner-Singlestudie nur ein Mann, der ebenfalls studiert hat, in Frage. 39 Prozent von ihnen wünschen sich, dass er promoviert haben sollte. Männliche Akademiker sind in punkto Bildung toleranter: Nur jeder Zweite möchte eine studierte Frau. Und promovierte Frauen kommen nur bei jedem Vierten gut an.
Hauptschüler chancenlos bei Akademikerinnen
Für die Mehrheit der Akademikerinnen, nämlich 58 Prozent, käme ein Mann mit Hauptschulabschluss als Partner nicht in Frage. Männliche Akademiker legen weniger Wert auf das Bildungsniveau: Nur 39 Prozent von ihnen würden eine Hauptschulabsolventin als Partnerin ausschließen.
Beuteschema der 50er Jahre
Die Ergebnisse der Studie zeigen eines ganz deutlich: Gebildete Singles wünschen sich einen möglichst ebenso gebildeten Partner. Jedoch unterscheiden sich dabei die männlichen und weiblichen Ansprüche. Ob Jura, Germanistik oder Kunstgeschichte: Männern scheint der Bildungshintergrund einer potenziellen Partnerin weniger wichtig zu sein als Frauen. Doch warum spielt für den weiblichen Single die Bildung eine solche Rolle? Versorgen können sich gut ausgebildete Frauen schließlich längst allein. Diplom-Psychologin Lisa Fischbach erklärt: "Auch wenn Frauen heute Bundeskanzlerin werden: In der Liebe bestimmen nach wie vor die gleichen Muster wie in den 50er Jahren die Partnerwahl. Die Bildung eines Mannes ist Frauen trotz eigener Karriere und finanzieller Unabhängigkeit immens wichtig." Dabei könnten sich die Frauen es sich eigentlich erlauben, beim Mann auf andere Kriterien zu achten, z.B. Aussehen, Figur oder Charme. Warum erlauben Sie sich diesen Luxus nicht? "Wir folgen dabei leider immer noch archaischen Beutemustern", so Fischbach. "Die Suche nach dem Mann mit hohem Status, der die eigenen Ressourcen sichert.“
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