Man liebt sich und ist zusammen. Man liebt sich nicht und geht auseinander. Einfach, oder?
Aber einige Paare haben da andere Vorstellungen. Es gibt Menschen, die lieben sich und trennen sich. Oder lieben sie sich doch nicht?
Als sie heirateten wurden Lady Di und Prinz Charles einmal gefragt, ob sie sich lieben würden.
Lady Di sagte, das würden sie. Prinz Charles ergänzte das um ein: "Was auch immer Liebe ist."
Prinz Charles hatte recht. Ganz im ernst. Man kann Liebe frei definieren. Wenn jemand sagt, man habe etwas und das ist keine Liebe, soll er mir mal objektiv erklären, was Liebe ist. Das was er hat? Haha! So argumentiert wohl jeder. Aber Liebe ist etwas höchst Persönliches und deshalb ist es etwas, dass jeder anders versteht, sieht und erlebt. Es ist auch nicht für alle gleich wichtig. Liebe ist nicht zwangsläufig wichtiger als Sicherheit oder Nähe. Oder Sex. Ich habe schon Menschen geliebt, die ich nicht attraktiv fand und bin deshalb nicht aufgrund ihrer Optik mit ihnen zusammen gekommen. Sie sind Freunde von mir. Ich liebe sie trotzdem. Treue, glückliche Beziehungen ohne Liebe habe ich auch schon gehabt. Und die sind auch nicht aus Mangel an Liebe auseinander gegangen (obwohl ich auch nicht so sehr an ihnen hing, klar). Aber eine Beziehung beenden, obwohl man sich noch liebt? Das schien mir unmöglich, als jemand dieses Thema vorschlug. Bis mir einfiel, dass ich das mal gemacht habe. Ja, tatsächlich.
Fernbeziehung, keine Chance auf gemeinsames Leben in einem Land. Wir haben ein Jahr gebraucht es uns einzugestehen. Dann habe ich Schluss gemacht. Habe ich sie so noch geliebt? Bestimmt nicht mehr so wie am Anfang, aber ja…irgendwie schon. Warum war Schluss? Perspektivlosigkeit. Die Beziehung hätte sich auf absehbare Zeit in keine Richtung mehr entwickelt. Und wie sie war, war auch nicht gut. Also began der Zweifel an mir zu nagen und am Ende machte ich Schluss. Ich halte das für die richtige Entscheidung, bis heute. Nicht sehr romantisch. Aber auf lange Sicht war das besser für uns beide.
Es gibt sie also offenbar. Die Gründe um eine Beziehung zu beenden, obwohl man den anderen liebt. Sicher sind das immer ganz traurige Dinge, die das beeinflussen. Und auch nicht für jedermann. Aber manchmal vielleicht eine Lösung für ein Problem.
Ich liebe einen Menschen, der mich nicht so liebt, wie ich es mir wünsche. Was soll ich tun, frag ich mich immer wieder. Der gesunde Menschenverstand sagt…trennen! Aber das Herz läßt sich nicht so einfach befehlen. Es sucht nach Gründen, daran festzuhalten, auch wenn es weiß, das niemals etwas daraus werden kann, weil eine Liebe allein nicht reicht. Sie verkümmert mit der Zeit. Was macht man nun?
Ich habe neue Kontakte geknüpft, mir neue Herausforderungen gesucht. Hätte ich das, wenn die Liebe so einfach gewesen wäre, auch getan.., nein.. also hat selbst eine unerwiderte Liebe manchmal positive Auswirkungen. Man muß nur handeln! Selbst erfährt man dadurch eine Weiterentwicklung und erkennt irgendwann, das man den anderen nicht wirklich braucht… so jedenfalls hoffe ich…die Trennung dauert nun schon zwei Jahre… jeden Tag ein bisschen mehr…wann stirbt die Hoffnung…mancheiner sagt nie….ich sage, die Hoffnung stirbt zuletzt.
Thomas Mann Sagte einmal:
Das Glück besteht nicht darin, geliebt zu werden.
Das Glück ist: zu lieben.
Es ist schon schwer sich von seinem Glück zu trennen, aber manchmal sind die Belastungen größer als das Glück.
Nach langen Jahren und viel Auf und Ab, nach etlichen zwischenzeitlichen On’s und Off’s bin ich nun der Ansicht dass es gut ist von meinem Ex-Partner getrennt zu sein und auf neuen Wegen weiter zu gehen.
Es wäre einfach zu schmerzhaft mitansehen zu müssen, daß es ausbleibt dieses gegenseitig Innige, diese gleiche Wellenlänge und vor allem die Gewissheit zusammen die wichtigen Entwicklungen im Leben zu meistern.
Ich bin der Meinung, wenn eine Beziehung so extrem ungleich ist in dem was die Partner füreinander empfinden, bzw. nicht empfinden,ist eine friedvolle Trennung immer besser als ein jahrelanges Leiden und Festklammern.
Ich glaube es ist schöner sich die guten und wertvollen Momente zu bewahren und diese in liebevoller Erinnerung zu behalten.
Ich habe mich vor kurzem von meiner Freundin getrennt. Wir lieben uns immer noch, aber sie hatte eine andere Vorstellung. Sie fliegt jetzt bald ins Ausland, um da erfolgreicher zu sein. Ich hätte mitkommen können, aber ich möchte hier noch 2 Jahre studieren. Diese Zeit konnte sie anscheinend nicht abwarten. Tja und nun ist es halt passiert. Wir gehen getrennte Wege.
Das Leben "vorher" spielt die ausschlaggebende Rolle.
Das größte Geschenk des Lebens: die Liebe.
Ab jetzt ist alles anders. Man ist angekommen, hat endlich die lang ersehnte Ruhe gefunden … die Liebe des Lebens. Ab jetzt ist alles anders. Rückwirkend betrachtend verbirgt sich in diesem Satz der blanke Hohn. Warum erkennt man dies erst ganz zum Schluss? Weil es in vielen Dingen so ist. Und weil Märchen noch nie wahr geworden sind. Wer sich in seinem Vorleben ausschließlich mit Liebschaften und Arbeit beschäftigt hat, manchmal auch auf der Suche nach Liebe war, aber dies dann bei mehreren gleichzeitig suchte, wer Zeit seines Lebens vor Verantwortung, Nähe und Beständigkeit geflüchtet ist … wie kann dieser Mensch plötzlich umschwenken, anders denken, anders fühlen? Er kann! Er legt sein Leben in deine Hände und seine Liebe zu deinen Füßen. Er gibt und liebt so sehr, dass man glaubt ein Leben lang auf diesen einen Menschen gewartet zu haben. Es gibt sie also doch … die große Liebe, die beiden Seelen, die sich gefunden haben. Die ohne einander nicht mehr können, da sogar eine einzige Nacht der räumlichen Trennung die Liebenden nicht schlafen lässt. Und dann … eines Tages, nach zwei Jahren unglaublicher Liebe geht dieser Mensch … wieder zurück in sein altes Leben. Einfach so… na ja, nicht ganz. Der Mensch quält sich. Er will doch daran festhalten – an der großen Liebe. Aber er kommt nicht wieder zurück.
Wie viel Chancen hat die Liebe, wenn man vorher so viele Jahre gänzlich anders gelebt hat? Ich kann es heute sagen: Keine!
Ein sehr interessantes Thema, Trennung trotz Liebe. Irgendwie Paradox, findet Ihr nicht auch. Bei diesem Thema, so denke ich, ist viel geschrieben, was aus dem Verstand kommt. Alles schön zusammengelegt, dass man sich ja selber gut fühlt. Wo ist das Herz, Liebe ist eine Herzensache und keine Kopfsache. Wir haben aufgehört und dazu zähle ich mich auch in der einen oder anderen Situation, auf das Gefühl, das Herz zu hören was es sagt. Wir werden immer gute Gründe finden, uns von dem anderen zu trennen. Denn wie heisst es so schön: "Suchet und Ihr werdet finden." Die Liebe ist nicht nur ein Wort, sondern eine Mission. Sie ist etwas sehr Kraftvolles, wenn sie ehrlich und bedingungslos ist. Bedingungslos hat damit zu tun, den anderen ohne auferlegte Werte so zu lieben, ihn anzunehmen wie er als Mensch ist. Das ist der Weg der Liebe in guten und schlechten Zeiten. Wenn es mir gut geht, dann geht es auch dem Partner gut und falls es anders kommt, habe ich die Kraft ihm zu Helfen, an seiner Seite stehen und ihn stützen. Also was bedeutet das jetzt? Hört zu Beginn euerer Beziehung auf das eigene Herz, hört ihm aufmerksam zu, denn es wird euch die Wahrheit verkünden, ob das Gefühl der Liebe echt ist.
Wie wahr doch der Kommentar von YK ist und gut beschrieben.
Ich frage mich jedoch auch, welche äusseren Umstände denn wirklich ein Trennungsgrund sein müssen. Ist es etwa ein Trennungsgrund, wenn man einmal ein paar Monate unter der Woche aus beruflichen Gründen getrennt ist? Trennt man sich, nur weil man seine Partnerin IMMER bei sich haben möchte? Nach dem Motto: Wenn die Bedingungen, die ich mir gestellt habe, nicht stimmen, beende ich diese Beziehung! Inwieweit spielt hierbei die wirkliche Liebe eine Rolle?
Meine letzte Beziehung ging nicht etwa an der mangelnden Liebe unter. Nein, sie scheiterte wie so viele Beziehungen am Alltag. Ich kann heute sagen, dass ich diesen Jemand liebe und ich weiß, dass es ihm nicht anders geht, aber wir sind einfach in unseren Gewohnheiten zu verschieden. Unsere Lebensvorstellungen/Entwürfe weichen zu sehr auseinander. Wir haben unterschiedliche Vorstellungen von einer Partnerschaft. Wie Peter Fox schon sang: Ich kann nicht mit und nicht ohne Dich.
Vielleicht besser ohne Dich.
Wir sind zu jung um so viele Kompromisse schließen zu müssen. Ich weiß, dass es keine Partnerschaft ohne Kompromisse gibt, allerdings kann ich meine Lebensplanung (noch?!)nicht komplett über den Haufen werfen. Daher. Wir trennten uns, obwohl wir uns liebten und vielleicht auch heute noch lieben (wie auch immer Liebe definiert sein mag. (für mich ist es in diesem Fall, Vertrauen, Geborgenheit, Nähe, vielleicht auch Verlangen).
Zlatko schrieb: Hört zu Beginn euerer Beziehung auf das eigene Herz, hört ihm aufmerksam zu, denn es wird euch die Wahrheit verkünden, ob das Gefühl der Liebe echt ist. [zitat ende]
Ich sage NEIN. Das wird es nicht. Ich denke, was in diesem Blog hier immer gut heraus gearbeitet wurde und was mir so gut an Herr Leyendecker gefällt ist, dass es die Wirklichkeit ist. Das Herz sagt dir nicht die Warheit. Das Herz sagt immer dasselbe: Das es verliebt ist. Das sagt es dir, wenn das gut so ist. Und das sagt es dir, wenn das schlecht ist.
Kurzum. Herzen lügen. Es sind aber sehr sympathische Lügner. Wie Herr Zlatko meiner Meinung nach flasch liegt. Aber meiner Meinung nach dabei sympathischer ist als die realistischen Wahrsager.
Trotzdem mehr davon Herr Leyendecker.
Ich habe meinen Mann über alles geliebt und liebe ihn immer noch… Und trotzdem habe ich mich von ihm getrennt – nach 6 Jahren (was inzwischen auch schon 10 Jahre(!) her ist).
Der einfach Grund für die Trennung war, den richtigen Menschen zur falschen Zeit getroffen und geliebt zu haben.
Er war erst mein zweiter Mann im Leben und ich erlag damals dem unbesiegbaren Zwang, doch erst noch mehr ‘ausprobiert’ haben zu müssen, ehe mein Leben mit diesem einen – wenn auch sehr geliebten – Menschen bis zum Ende gelebt werden würde.
Ich hatte auch nicht von ihm verlangen können und wollen, auf mich und mein "Erfahrungen sammeln" zu warten. Dies hatte er damals auch ganz klar abgelehnt.
Nach ca. 1 knappen Jahr, war mein ‘Ausprobieren’ total in die Hose gegangen und ich wäre so gern reumütig zu ihm zurückgekehrt, aber er wollte nichts mehr von mir wissen.
Auch jetzt nach 10 Jahren ist das, was ich gemeinsam mit ihm an Glück und Liebe erlebt habe, mit Abstand das Schönste geblieben, was ich je erlebt habe. Und jede neue Beziehung muss sich an diesem Maßstab messen lassen und versagt zwangsläufig… Es war zweifelsohne der schlimmste Fehler meines Lebens und ich werde wohl bis zum Ende dafür bezahlen müssen.
Resümierend bleibt zu sagen, dass es im nachhinein ein großer Fehler war zu gehen, aber ohne zu jener Zeit gegangen zu sein, hätte die Beziehung in der damaligen Konstellation auch keine Zukunft gehabt. Vertrackte Situationen des Lebens, in denen man defacto keine Chance hat, es richtig zu machen! Manchmal kann man einfach nur verlieren – das nennt man dann wohl Schicksal, oder?!
Manchmal kann eine Trennung trotz Liebe auch sehr positiv sein! Für meinen Partner und mich war es endlich nach vielen Enttäuschungen die große Liebe, die wir füreinander empfanden. Leider haben wir beide nie die Chance gehabt, unsere Altlasten, sprich seelischen Belastungen, sei es aus Beziehungen oder dem familiären Hintergrund, aufzuarbeiten! Wir konnten ab einem gewissen Zeitpunkt uns nicht mehr gegenseitig auffangen und stützen! Daran zerbrach leider unsere Liebe. Da ich an der Trennung fast zerbrochen bin, habe ich den Weg gewählt mich in eine Psychatrische Klinik einweisen zulassen. Dort verbrachte ich viele Wochen, die mir die Möglichkeit gaben, mein komplettes Leben von einer ganz anderen Seite aus zu betrachten. Ich habe in der Klinik endlich die Zeit und die Chance bekommen, mich wirklich nur um MICH zukümmern. Habe alle Fehler verstanden, die zum Teil meine Eltern gemacht haben, ich gemacht habe und auch die meines Partners! Auch die vielen falschen Gedanken und Sichtweisen in meinem Leben. Nun muss ich sagen, dass die Trennung wohl wirklich zu meinem Schicksal zählt, um endlich zu mir selbst zufinden! Die härteste und traurigste Zeit in meinem Leben hat mir gezeigt, wer ich wirklich bin, was ich will und wie wertvoll mein Leben und vorallem wie wertvoll ich bin! Und nicht nur dafür liebe ich meinen Expartner immernoch aus tiefstem Herzen und er wird nie aus meinem Herzen gelöscht werden! Und die Hoffnung ist in mir, dass wir beiden noch einige "Missionen" für unser beider Leben zu erfüllen haben!
Vor fast 10 Jahren haben der Vater meines Kindes und ich uns getrennt…aus Liebe. Die Situation war so verworren, dass wir beide zusammen nicht glücklich geworden wären, trotz unser Liebe. Diese Liebe existiert heute noch, aber hat sich verändert, in Respekt und Freundschaft.
Lange Jahre war ich allein und nun passierte es mir wieder. Er hat Angst vor einer neuen Bindung und dies führte immer wieder zu Konflikten, da wir auch noch eine Fernbeziehung geführt haben. Wenn wir uns sehen, liegt soviel Liebe in der Luft, dass wir kaum ein Wort heraus bekommen, aber sobald die Distanz dazwischen liegt, scheint alles vergessen. Ich finde, sich von einem Menschen zu trennen, wenn beide sich noch lieben, ist absolut schwierig, da das Herz dem Verstand mit dem Wissen um die gegenseitigen Gefühle immer wieder den Kontakt suchen läßt und das macht es nicht einfacher. Es ist einfacher eine Beziehung zu beenden, wenn der andere nichts oder nicht genug fühlt. Damit kann der Verstand und das Herz schneller eine Übereinstimmung finden.
Im übrigen gibt es kaum zwei gleiche Persönlichkeiten, daher ist jede Freundschaft und Liebe gleichwohl auch von Kompromissen begleitet.