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Trennung: Fliegender Wechsel
Trennung: Fliegender Wechsel (Kategorie: Trennungsblog)
Schwupps, kaum ist der eine entsorgt, steht der nächste vor der Liebestür. Aufmachen oder nicht?

Es gibt Trennungen, die sind gar keine. Es sind Müllentsorgungen. Man hat jemanden kennen gelernt. Die neue Kollegin, der glutäugige Barkeeper, die Fremde im Supermarkt oder irgendwer sonst. Man ist glücklich, man ist verliebt man ist … eigentlich vergeben.

Also wird man den alten Partner los. Vielleicht brutal und rücksichtslos. Vielleicht demütigt man ihn mit Gesprächen, die um Verständnis werben. Oft fühlt der andere sich noch schlecht, weil er einem das neue Glück nicht gönnt. Seien wir ehrlich: Eigentlich wird da der Restmüll eines alten Lebens entsorgt. Man wirft jemanden weg, weil man ihn durch einen Besseren ersetzt. Vielleicht nicht besser, sondern auch nur jünger, einfacher, frischer, unbekannter, spannender. Das Ersetzen von Menschen, auch wenn keiner das hören will, entlarvt tausend Versprechen als billige Lügen. Treueschwüre als Hinhaltetaktiken. Liebesbekundungen als leeres Gerede. Es ist das so ziemlich Abgründigste, das man einer Beziehung antun kann.

Man vögelt natürlich eine Weile mit beiden Partnern. Den neuen Partner genießt man, weil es spannend und neu ist und mit dem alten Partner macht man es, weil der wahrscheinlich noch versucht, die Beziehung zu retten. Man verhält sich wie menschlicher Abschaum, für den der Partner ein ersetzbares Gut ist, das durch Jahre treuer Beziehung nicht einen kleinen Anspruch auf Ehrlichkeit, Treue oder Fairness verdient hätte. Natürlich kann man so etwas vor sich rechtfertigen. Man kann alles vor sich selbst rechtfertigen. Mitglieder der Totenkopf-SS hielten sich für gute Menschen. Da ist so ein kleines Doppelspiel doch kein Problem. Menschen, die so was tun, fühlen sich am Anfang auch noch begehrt und gut dabei.
Bei allen Fehlern, die ich im Laufe der Zeit gemacht habe (es waren genug, um jetzt als Trennungsexperte ein Blog darüber zu schreiben), habe ich meine Partnerin zumindest nie ersetzt. Leider kann ich nicht behaupten, nie ersetzt worden zu sein. Und ich hing nicht wirklich an ihr damals.
Der Schmerz, wenn man eines Tages feststellt, dass der andere gute Miene zu (seinem) bösen Spiel gezeigt hat, ist unbeschreiblich. Es ist die purste Form der Kränkung. Ein Hammer, der das Ego zertrümmert, den Glauben an Liebe brennen und einen darüber nachdenken lässt, ob es dieses ganze Ding "Beziehung" eigentlich gäbe, wenn man es nicht ständig überall sehen wollte. Es lässt einen eine ganze Menge Fragen stellen und das ist eigentlich das Gute daran. Wenn man denn unbedingt etwas Gutes daran sehen will.


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43 Antworten zu “Trennung: Fliegender Wechsel”

  • Anette sagt:

    Vor 4 Jahren mußte ich feststellen, dass mein Mann sich nach zwanzigjähriger Ehe schon längere Zeit in einem neuen Verhältnis befand und trotzdem nicht gewillt war, die Ehe mit mir zu beenden. Bitter war vor allem, dass er in der Zeit vor dem Bekanntwerden seiner Zweitbeziehung meine drängenden Fragen wegen der Veränderung seines Verhaltens zu mir immer auf Probleme im Berufsleben schob und mich dadurch zu noch mehr Verständnis und Rücksichtnahme animierte. Die Kraft zur Trennung bekam ich durch sein unverschämtes Angebot zu einer offenen Beziehung, was heißt dass er noch bei mir wohnen und den angenehmen Service von schmackhaftem Essen, ordentlicher Wäsche, Gesprächsbereitschaft bei seinen Problemen und natürlich auch vertrautem Sex genießen wollte und aber – nun mit meinem Einverständnis – das Verhältnis zur Neuen weiter pflegen wollte. Ich fühlte mich derart benutzt, beschmutzt und hintergangen, dass ich seine Freundin anrief und nur den Satz "Ich schenke Dir meinen Mann !" hervorbrachte. Die Trennung wurde dann durch mich sehr konsequent vollzogen und ich kann rückblickend sagen, dass mein Leben nach einer schlimmen Zeit der Trauer und des Selbstzweifels eine bessere Qualität erhalten hat als an der Seite eines "bösen Menschen". Ich hoffe, meine Zeilen tragen dazu bei, dass Menschen denen ebenfalls so wehgetan wurde Mut fassen. Ich habe auch wieder gelernt zu vertrauen und zu lieben.

  • toni sagt:

    …wie sollte also deiner Meinung nach einen "fliegenden Wechsel" erfolgen? Sollte man sich einfach mehr Zeit lassen? Sollte man aus Mitleid/Schuldgefühlen mit dem Partner bleiben? Sollte man ehrlich sein, oder lieber nicht? Und ehrlich zu wem?

  • DrBoehmLebt sagt:

    Ich weiß gar nicht, warum dieses Ränkelspielchen der überlappenden Beziehungskisten überhaupt salonfähig zu sein scheint. Ich finde es selbstverständlich, mit einem einzigen Partner zusammen zu sein. Wenn nun der unglückliche Umstand eintritt, dass es nicht mehr geht, dann trennt man sich und erst dann sollte man den Gedanken daran verschwenden, sich ggf. in Zukunft nach einem anderen Partner umzuschauen. – Es scheint wohl derzeit der Trend zu sein, sich stets einen Partner zu "halten" (egal, wie schlecht er ist), um sich dann überlappend hochzuarbeiten. Ja nie allein! Verstehe eine diese Gedankenirrungen und -wirrungen…

  • Emu sagt:

    Da ist was wahres dran… bin gerade auch in so einer Situation. Meine – jetz muss ich’s leider schon so sagen – Ex-Freundin hatte auch schon 3 Monate was am laufen, bevor sie es mir gesagt hat. Sie rechtfertigt ihre neue Beziehung mit den Fehlern, die ich anscheinend in unserer Beziehung gemacht habe – auf der andren Seite heißt es dann, "mach Dir keine Vorwürfe, Du kannst nix dafür, man kann einen Menschen eben nicht ändern", lebt aber bis dahin fünfeinhalb Jahre zusammen. Unsicherheiten mit dem Neuen treiben sie dazu, mich auf die Warmhalteplatte zu stellen, indem sie sagt, sie wolle weiterhin an meinem Leben teilhaben. Jaja, Hauptsache nie allein! Wenn’s mit dem Neuen nix wird, wär ja der alte (ich) noch da… da mach ich nicht mit, ich entsorg mich selbst, konsequenterweise mit einem unausweichlichem Kontaktabbruch. Soll sie mit ihrem selbstgerechtem "fliegenden Wechsel" eine Bruchlandung hinlegen!

  • Annette sagt:

    Warum können Männer das überhaupt- den fliegenden Wechsel ? Wie geht es, dass jemand an einem Tag Schluss macht, auszieht und nur 2 (!) Tage später die nächste küsst ? Wie geht es, dass manche einfach nicht diese sentimentalen Gefühle hat à la "dort waren wie das letzte Mal essen", "Da waren wir shoppen", "das hat er immer so und so kommentiert" ? Fliegender Wechsel sollte doch irgendwo weh tun, oder bzw. wenn ich es verdränge.. kommt das nicht irgendwann wieder hoch ??

  • Laura sagt:

    Eine grundlegende Frage:
    Was hat eine solche Schmähschrift in einer Partnerbörse wie dieser zu suchen?

    Ich stimme durchaus zu, dass diese "Müllentsorgung" moralisch verwerflich ist und dass Menschen andere Menschen verletzen, ist auch nicht die neueste aller Erkenntnisse…

    Aber was soll diese Wortwahl, dieser von persönlichem Hass und Frust gekennzeichnete polemische Ton? Und diese sprachliche Ebene gehört auch meiner Meinung nach nicht hierher.

    Wenn jemand ein Hühnchen mit jemandem zu rupfen hat, solle er das doch bitte in einem weniger öffentlichen Raum tun. Oder ihm oder ihr die Reifen zerstechen, das bekommen andere wenisgtens nicht unmittelbar mit.

    Just my two cents,

    Laura

  • Sven sagt:

    @ Laura: Manchmal schon komisch wie persönlich Leute Dinge nehmen die man im Internet lesen kann.

    Das ist ein Blog! Da erwarte ich als Leser das kein pseudowissenschaftlicher Artiekl mir Tipps gibt. Ich will wissen was der Blogger zu sagen hat. Und wenn ich die Kommentare so lese, nicht nur ich!

    Und solange keine Namen fallen, sehe ich nicht wo das eine Abrechnung ist. Herr Leyendecker schreibt zum subjektivsten Thema überhaupt. Und redet Klartext. Bitte weiter so!

  • tacheles sagt:

    Wer "fliegend wechselt", der hat sich ganz einfach umentschieden. Was legitim ist. Hauptsache, man ist mit allen Beteiligten ehrlich und zieht die Sache möglichst schnell durch, so bitter und schwierig die Situation auch werden mag.

  • Emu sagt:

    Das Problem dabei ist, solange es einen Übergang gibt, bei dem man/frau zweigleisig fährt, dann ist das Kriterium Ehrlichkeit/Aufrichtigkeit hinfällig! Leider kommt es auch vor, dass so ein "Umstieg" nicht sehr schnell erfolgt… das liegt dann an der Charakterschwäche des "Umsteigers"!

  • Emu sagt:

    Okay, Umentscheidung ist legitim. Der Haken an der Sache ist, dass es ja eine Übergangsphase gibt, bei der man/frau zweigleisig fährt, so dass Ehrlichkeit bzw. Aufrichtigkeit der Beteiligten hinfällig ist. Dass so eine Situation schnell durchgezogen wird, das wäre wunderbar; jedoch schaut es da in der Realität anders aus, wie an den Kommentaren zu erkennen ist.

  • Susanne sagt:

    Mir ging es vor 3 Jahren wie Anette! Ich war mit diesem Mann 9 Jahre zusammen, wir hatten erst kurz vorher -auf seine Iniative- geheiratet. Und dann stellt sich raus er hat eine VIIIIEEELLL ÄLTERE Frau als Nebenfrau. Er wollte eigentlich Familie und Kinder, die Dame wird bald 50! Ich habs nicht verstanden. Mein Mann hat mich ein halbes Jahr betrogen. Ich hätte für ihn meine Hand ins Feuer gelegt.

    Mein einziger Trost ist, daß er damit leben muß, was er getan hat. Ich habe mich schnell und konsequent getrennt. Jedoch habe ich monatelang erwartungsvoll meinen Briefkasten geöffnet und auf eine Erklärung von ihm gewartet. Wir haben unsere Trennung nicht einmal besprochen. Er wolte übrigens als WG weiter mit mir wohnen (er arbeitete in einer anderen Stadt). Nette Idee!

    Ich hätte ihm sowas nie zugetraut, er hat mir immer sehr geholfen. Klar kanns passieren, daß man sich anderweitig verliebt. Verstehe ich sogar. Aber monatelang Betrug ist das Schlimmste, was man jemandem antun kann. In der Tat, der alte Partner wird weggeworfen, wie ein alter Hut. Der Schaden fürs Ego ist immens. Mein Exmann hatte mich aufgebaut, wir zusammen hatten viel erreicht und er hat es brutal wieder eingerissen.
    Ich war so gedemütigt… Gefühle, die ich nie zuvor erlebt hatte, kamen auf.
    Ich bin leider sehr abgeklärt und distanziert geworden. Vieles hat seine Leichtigkeit verloren.
    Das ist es, was mir blieb. Und sein Nachname! (Meinen Mädchennamen möchte ich aus anderen Gründen nicht wieder annehmen.)

  • lisa sagt:

    Beim Lesen des Blogs dachte ich, das könnte auch von mir sein!
    Als ich meinen Ex-Mann fragte, warum er mich über eineinhalb Jahre mit seiner 14 Jahre jüngeren Sekretärin betrogen habe, erklärte er mir, unsere Beziehung sei "abgeliebt".

    Abgewirtschaftet, abgeschrieben, verbraucht, ein Auslaufmodell? Ein Produkt eben, das sein Haltbarkeitsdatum überschritten hatte?!

    Die Gefühle, die das bei mir hervorgerufen hat, kann ich nicht mit Worten widergeben. Nur so viel: ich habe in meinem ganzen Leben niemals so gelitten, wie unter dieser unwürdigen Trennung, nachdem ich eine ménage à trois angelehnt hatte, wie bei Anette eben auch. Wobei ich noch unseren zwei Kindern (damals 10 und 12 Jahre alt) vermitteln musste, dass nicht sie der Anlass für Papis Weggang gewesen waren.
    Denselben "fliegenden Wechsel" hat er dann zwei Jahre später erneut durchgeführt, obwohl er seine damalige Geliebte mir gegenüber als die Liebe seines Lebens deklarierte hatte. Kann es sein, dass manche Männer so handeln aus Angst vor dem Alleinsein und der Aufarbeitung der Frage, woran denn die Beziehung tatsächlich gescheitert ist?

  • Leyla sagt:

    Ach ja, der gute, alte fliegende Sprung auf

  • Alex sagt:

    Dieser Artikel spricht mir aus dem Herzen. Müllentsorgung. Genau so fühle ich mich im Moment. Behandelt wie Müll. Wegwerfware sozusagen. Die Gründe bei ihm mögen vielvältig gewesen sein. Meinen Kummer und das Gefühl weggeworfen worden zu sein lindern sie nicht.

  • P. sagt:

    Du sprichst mir aus der Seele! Zumal, wenn man zurückdenkt und erkennt, dass alles bereits geplant war und nur der

  • Lisa sagt:

    Tja, so traurig ist eben das Leben und es gibt kaum jemanden, den es nicht betrifft. Ich habe mir auch fast 20 Jahre nicht vorstellen können, dass so etwas gerade mir passieren könnte, aber mittlerweile bin ich davon überzeugt, dass es heute irgendwann fast jeden trifft. Und so schwer und schmerzlich es auch ist, etwas Gutes hat es doch: Man fängt wieder an nachzudenken, an sich zu denken, an seine Ziele und Wünsche, was man leider in einer (langjährigen) Beziehung oft vernachlässigt. Die Kehrseite der Medaille ist aber, dass zumindest ich nicht mehr so offen an eine neue Beziehung herangehen kann, (noch) immer ist eine große Portion Mißtrauen und Angst dabei. Das sind wohl die bleibenden Narben der Verletzung, die aber mit der Zeit etwas besser werden. Trotzdem wird es für jeden neuen Partner schwieriger, an mich heranzukommen.
    Noch 2 Anmerkungen:
    1: Diese Kommentare sind HIER genau richtig. Es sind keine Abrechnungen, sondern es ist ledigleich ein Austausch. Keiner ist verpflichtet es zu lesen! Wir alle schleppen unsere Vergangenheit mehr oder weniger bewältigt mit uns herum und hegen alle die Hoffnung, einen neuen, besseren Partner zu finden, vielleicht sogar hier…
    2: An jedem fliegenden Wechsel ist sowohl ein Mann UND eine Frau beteiligt. Ich würde das nicht als typisch männliche Marotte abtun, denn ich kenne leider auch sehr viele Frauen, die damit absolut keine Probleme haben und Männer, die sehr unter so etwas leiden. Für mich ist das eher eine Charaktereigenschaft und damit verbunden das Festhalten an gewissen Werten, die zumindest mir noch wichtig sind.

  • Neuling sagt:

    Also ich kann nur soviel zu dem Thema sagen: habe vor ca. 3 Monaten erfahren, dass meine Frau schon über mehrere Jahre ein sehr enges Verhältnis zu einem anderen wesentlich älteren Mann pflegt. Am Anfang war es hart, aber frei nach dem Motto, ein Ende kann ein Anfang sein. Unsere Ehe war sehr ruhig, kaum streit, er Ernährer Sie Hausfrau und Mutter. Dass Sie sich in einen anderen Menschen verliebt hat, aktzeptiere ich, aber dass Sie jetzt noch sagt, ich hätte sie schließlich da hingetrieben, das ist feigheit vor sich selbst. Sie hätte mir am Anfang sagen können: ich trenne mich von Dir, das wäre hart aber fair gewesen. Aber mich Jahrelang zu betrügen und aus meiner sicht mich seelisch so zu demütigen das habe ich nicht verdient. Aber wie der Boxer in der 12 Runde ich bin angeschlagen, aber ich gehe nicht K.O. Im Moment ist kein Platz für neue Liebe, aber ich weiß, dass nicht alle Frauen handeln wie meine. D.H. ich werde auch der nächsten Liebe mein Vertrauen und ihre Freiheit geben. Denn ohne diese Punkte geht es nicht. Aber ich habe am eigenen leib erfahren was Demütigung ist.

  • sam sagt:

    Vielleicht haben ja diese Menschen, die so handeln, die den einen durch einen anderen "ersetzen", einfach Angst, weh zu tun… Angst, sich auseinandersetzen zu müssen mit den eigenen Wünschen, Angst vor dem Verlust des Geliebt-werdens, Aufgehoben-seins durch den vertrauten Partner, vor dem Verlust einer vertrauten Situation, in der man sich sicher fühlt. Bis zu dem Punkt, an dem man sich in der neuen "Beziehung" sicher fühlt und eine beruhigt Entscheidung zu Ungunsten des "alten" Partners treffen kann, ohne sich selbst zu tief zu verletzen. Es ist wohl in erster Linie eine Frage des (mangelnden) Selbstwerts. Was keine Entschuldigung ist oder heißt, dass man die, die so vorgehen, bedauern muss.

  • annalena2007 sagt:

    ich verstehe die Männer, besonders meinen, mit dem ich schon 10 Jahre zusammen bin, nicht mehr.
    wir haben einen süßen dreijährigen sohn zusammen und er hat mich seit juli 2007 mit einer kursbekannschaft betrogen und sich auf der wiesn mit ihr getroffen,wo er über nacht wegblieb, und hat mir dann Ende Oktober gnädig eröffnet, es gäbe da jemanden, für den er wirklich tiefe Gefühle hat.er hat sich
    dann doch für uns entschieden, und für ihn geht alles wie bisher, Arbeit und danach Sport,Sport, Sport, min, 4 Wochenenden im Jahr mit seinen Kumpels zum saufen und feiern fahren.
    Ich bin daheim und erledige alles. normalerweise müßt er alles dafür tun, um diese Verletzung, die er mir angetan hat, wieder gutzumachen, laut unserer Eheberaterin. aber er denkt nur an sich, wenn ich sage, ich finde diesen oder jenen Trip nicht in Ordnung, denn er könnte sich ja bespielsweise mehr
    um seinen Sohn kümmern und mich auch etwas entlasten, heisst es, du bist doch nur am meckern.
    Er will mir nicht zuhören und verstehen, was in mir vorgeht, er will ein für ihn bequemes leben, in dem auch noch nach jedem Arbeitstag noch platz für 1 – 2 Stunden Sport sind.
    In Der Zeit kümmer ich mich komplett ums Kind und mache den kompletten Haushalt, aber dafür durfte ich ja gnädig die Elternzeit daheim verbringen, quasi Urlaub.Ich beginne nun wieder zu arbeiten und denke, dass unsere gemeisame Zeit gezählt
    ist, das Band unserer Ehe ist gerissen, wir habens ein bissl verknotet, aber es hält nicht richtig und es wird auch nie mehr das Band sein, wie es vorher einmal war.

  • Ariane sagt:

    Eigentlich bräuchte ich einfach gerade eine Umarmung, von einem Menschen, der wie ich, den fliegenden Wechsel gerade mitmacht….
    Das gemeine an so einem Abschied ist nicht nur die Demütigung, das gemeine für mich ist auch die Frage: was haben wir WIRKLICH geteilt? War es wirklich Liebe, Annahme, echtes Verstehen und verstehen wollen? Außerdem vermisst mein Körper ihn schmerzlich. Kein Mann als Hintertür und keine Schutzmauer um mich herum. Schließe ich mein Herz…dann ist es zu, auch für alle anderen, die anklopfen. Ein Herz ist unfähig zu selektieren, entweder ist es bereit, den tiefen Schmerz willkommend in die Arme zu schließen und so lange zu fühlen, so lange es eben dauert oder es macht zu – unerreichbar für alle Anderen. So und nur so, kann ich mir vorstellen, dass ein "fliegender Wechsel" möglich ist.
    Der Preis eines geschlossenen Herzens ist hoch:
    zwar vermag es zu schützen, es verhindert aber auch all die Lebensfreude, Liebe und vitalen Kräfte.
    So bleibt mir nur eines:
    Im Herzen meine Sehnsucht zu fühlen nach echter Nähe, Hingabe, durch seine Verlassen-werden-Ängste durch gehen, wenn es ganz dicht wird, die Bereitschaft zu wachsen am Spiegel des Du (Martin Buber) sowie den Wunsch nach einer treuen, ehrlichen, zärtlichen, erotischen, liebe- und humorvollen, intellektuellen und gefühlvollen, abenteuerlustigen und entspannenden Beziehung in meinem Herzen zu bewegen.
    Ich bin der festen Überzeugung, das Herzenswünsche irgendwann in Erfüllung gehen und meine Erlebnisse zum Thema "fliegender Wechsel" sich rein auf die spanische Reiterei beschränken.

  • Hans sagt:

    Ich habe lange überlegt, ob ich diesen Blog auch nutzen soll. Der Umstand, dass hier irgendwie das Bild vermittelt wird als seien es nur die Männer, die einen fliegenden Wechsel machen, hat mich überzeugt doch zwei Zeilen zuschreiben. Es sind nicht nur die Männer die das tun, sondern auch die Frauen. Meiner Meinung nach, sind es immer zwei die eine Beziehung eingehen und genau so gut immer zwei die an einer Trennung beteiligt sind. Ich habe es selbst erlebt. Zwei meiner Beziehungen endeten auf diese Weise. Interessant ist, dass beide "Ehemalige" die Beziehung als "perfekt" bezeichneten und die nächste Zeit keine Bindung mehr eingehen wollten und schworen dass ein neuer Mann ganz bestimmt nicht der Trennungsgrund sei. Nun gut, die eine hat einen Tag nach der Trennung auf ihrer Couch gelegen und geweint, sie sei versetzt worden. Ich "durfte" ihr beim Umzug helfen. Die Zweite, hat sich über sms getrennt und am Tag nach der Rückkehr aus unserem gemeinsamen und angeblichem Superurlaub, mit einem Neuen in die gleiche Richtung begeben und, wie witzig, an den selben Ort. Dass solche Tatsachen einen Mann genau so verletzten können, hat Lisa ganz gut beschrieben. Ich habe zwei Jahre gebraucht um wieder zu mir zu finden, mich wieder zu entdecken und muss gestehen, dass ich trotz dieser langen Zeit, meine Schwierigkeiten habe eine neue Beziehung einzugehen.

    Ich kann es nicht verstehen, dass es Menschen gibt, die hier irgendwelche negativen Kommentare zum blog abgeben. Wenn es ihnen nicht passt, dann sollten sie nicht so aufdringlich sein und sich nicht in Diskusionen einmischen, an denen sie nicht beteiligt sind.

    Macht weiter so.

  • su sagt:

    Mich beschaeftigt, warum ich einen "fliegend-wechselnden" mann nicht gleich erkannt habe! …ich ihm mein herz weit oeffnete und glaubte intellektuell, seelisch und sexuell von ihm umarmt und geliebt worden zu sein, wenn sein herz dazu gar nicht faehig war, weil er eben fliegend wechselt! rede ich wirr, ja WAHRSCHEINLICH…SO FUEHLE ICH MICH AUCH…als ob ich mir selbst nicht mehr ueber den weg trauen kann. das Erlebte war so real,w ie die naehe auch, viel zeit zum sagen…he,da ist eine andere und ich bin mir nicht sicher bei welcher ich bleiben will, lass uns warten mit der intimitaet bis ich klar fuehle. nein lieber alles nehmen was man nur kriegen kann und dann …von einem tag auf den anderen….so gings leider sicher der anderen frau auch…sie hat ihn zwar zurueck genommen, aber so schnell hat er sich selbst treu zu sein und der wahrnehmung echte gefuehle kaum in sich herzaubern koennen…egal, sie glaubt ihm.
    mich beschaeftigt, warum ich es nicht rechtzeitig wahr nahm und mich so taeuschen liess! kommt mir vor wie der "tote winkel" beim auto fahren ….gibt es denn einen genuegend grossen rueckspiegel?

  • Ralf sagt:

    : Ich kann sehr gut verstehen, wie Du Dich fühlst. Ich war nur 2 Jahre mit einer Frau zusammen. Es war für mich die absolute "Traumfrau" und ich war über beide Ohren verliebt.
    Nur sie eben nicht (obwohl sie es mir anfangs immer wieder gesagt hat). Ich war eben halt "gerade passend", mit meinen Eigenschaften wie treu, familien- und kinderfreundlich, fürsorglich, gutsituiert und der ideale "Vorzeigemann". Sie hat versucht, eine Vorzeigefamilie zu basteln und dabei vergessen, dass man den Partner auch lieben muss, damit es wirklich auf Dauer funktioniert.
    Als sie unsere Beziehung beendete, hat sie 2 Tage später gesagt, sie "freut sich jetzt endlich auf den Mann, dem ihr Herz die ganze Zeit gehört hat" (und der sie damals abblitzen lassen hat…).
    Vielleicht ist es gar nicht so, dass es ein "fliegender Wechsel" ist – vielleicht war der Partner nie wirklich ganz nah oder ist schon vor längerer Zeit gegangen.
    Einer der "Nachteile" des liebenden Menschen ist seine "Blindheit"…
    Der Schmerz und die Verletzungen sind so groß, weil das Ego gekränkt ist und weil man tief im Innersten weiß, dass man schon lange vorher gespürt hat, dass etwas nicht stimmt. Man hat gekämpft und verloren…
    Auch ich habe mein Herz erst auf Eis gelegt, damit es nicht zerbricht. Ich glaube aber, dass irgendwann auch Menschen kommen, die mit Herzenswärme und vielen kleinen Kerzen im Dunkel das Eis wieder zum Schmelzen bringen werden.
    Bis dahin werde ich wachsen. An allem, was einem angetan wird, hat man einen Anteil – man kann es zulassen oder verhindern. Laß es zu, dass es Dir gut geht, lass es nicht zu, dass man Dir weh tut, …die nächste Begegnung wird sicher nicht so spontan aber dafür auch reifer und mit mehr Selbstwert und Liebe angefüllt sein.
    Viva la vida…
    P.S.: Vielleicht ist Dein heutiges Unglück ja der Grund für Dein morgiges Glück ?…

  • YesICangirl sagt:

    Ich denke, man lügt doch meistens zu sich selbst. Wenn der Partner einen auswechselt, dann hat man nicht sehen wollen wer ist. Sowas tut niemand der einen mal geliebt hat. Dafür ist Liebe zu tief. Das würde einem selbst weh tun.

  • Oana sagt:

    Das Thema scheint schon lange abgehackt zu sein, aber ich schreibe doch noch ein paar Zeile dazu.
    Fliegender Wechsel wurde immer aus der Perspektive des/r Verlassenen beschrieben. Ich habe es (leider) andersrum erlebt. Nach ewiger Ehezeit habe ich mich in einen Mann verliebt und habe mich anschließend getrennt um mit dem "Neuen" sein zu können. Kaum eine Übergangszeit zwischen den Beziehungen, natürlich. Nach zwei Monaten "neuer" Beziehugn wusste ich schon, dass er nicht der gesuchte Partner sein kann.

    Man braucht manchmal tatsächlich eine andere Person, um die Kraft aufzubringen, aus einer (warum auch immer) nicht guten Beziehung raus zu gehen. Es muss nicht immer die Angst vorm Alleinsein als Grund für die Trennung sein. An der neuen Person wird einem bewusst, dass man nicht glücklich ist.
    Und es gab auch noch einen sehr guten Spruch: wer betrogen wurde, der hatte vorher schon die Beziehung verlassen!
    Es ist zweiflesohne für alle Beteiligten schmerzhaft.

  • Nebelland sagt:

    Mich trifft das hart, denn ich bin die Täterin. Ich habe mich nicht nur wochenlang, sondern monatelang nicht entscheiden können und kann es bis heute nicht.
    Ich habe zwei Menschen vor mir, die mich ehrlich lieb(t)en und trete dies mit Füßen. Es ist nicht richtig, es war nicht richtig. Und ich habe daraus gelernt.
    Nie wieder enttäuschen und wenn doch, dann ehrlich und geradeaus. Sagen und wissen, was man will.
    Auch ich fühle mich innerlich zerrissen und leer, ich beginne zu analysieren, wie es zu so einem Szenario kommen konnte. Vielleicht die Angst vor dem wirklichen Alleinsein oder irgendeine Bindungsscheisse. Ja, keine Beziehung kann nur darauf fußen. Aber es ist ein Faktor.
    Ich erwarte hier kein Verständnis oder so etwas, Ich verstehe mich selbst nicht.
    Ich würde mich niemals wieder so tief in so ein Chaos hineinbegeben, denn jetzt gibt es drei Leute, denen es schlecht geht durch mein Hadern.
    Handelt bitte, bevor es zu spät ist, bevor zu viele Verletzungen aufgetreten sind. Den Kampf, den ich da mit mir zu führen habe, ist noch nicht ausgestanden. Am deutlichsten und schmerzhaftesten tun sich aber immer die Probleme auf in solchen Extremsituationen, mit denen ich selbst am meisten zu kämpfen habe. (Ängste, Verletzungen etc.)
    Und ja: Manchmal ist man so blind geworden für die eigenen Wünsche, dass man erst durch einen Dritten wieder lernt, sie zu sehen und wahrzunehmen. Viel wichtiger als Sex ist dabei auch die geistige Komponente.
    Trotz allem geht durch so etwas sehr viel kaputt. Bei allen Beteiligten stirbt irgendetwas…
    Ich wünsche allen die Wachsamkeit, zu erkennen, wenn es in einer Beziehung brenzlig wird.

  • C. sagt:

    Teil 1:
    Ich lese momentan sehr intensiv im Forum die Einträge. Ich bin überrascht, wie häufig die Dinge passieren, die nun auch mir passiert sind. Insofern begrüße ich mich einfach mal selbst im Club der Ausgetauschten.

    Nach 8 Jahren hatte ich das Gefühl, dass meine Ex einen anderen hat. Ich hatte Sie bereits im Mai mit dem Namen des Neuen konfrontiert. Natürlich hat Sie alles abgestritten. Im Juli habe ich sie dann inflagranti erwischt & direkt vor die Tür gesetzt. Nur wenige Tage später saß sie weinend bei mir auf der Couch & wollte zurück. Sie sei sich nun sicher, dass ich die Konstante in Ihrem Leben sei. Worte, denen ich nur zu gern glauben wollte und ich habe mich darauf eingelassen. Nur 3 Wochen später ging sie mit den Worten: "Ich kann hier nicht bleiben." 2 Wochen Funkstille. Dann wieder ein Treffen. Der Vorsatz, wie sie mir beichtete, mir zu sagen, dass es vorbei ist, konnte sie nicht in die Tat umsetzten. Zu stark waren ihre Gefühle für mich. Für mich war es Liebe, für sie jedoch eigentlich nur, die Angst einen guten Freund zu verlieren, das weiß ich nun. Im August also ein neuer Versuch im alten Spiel.

    Ich habe mich bis an meine Belastungsgrenze für sie aufgegeben, um Ihr beizustehen. Auch um Ihr Kraft für einen bevorstehenden operativen Eingriff zu geben. Zu gern wollte ich glauben, dass sie aus Angst vor der OP einfach wegläuft. Am letzten Sonnabend, ich kam nach einigen Wochen Auslandsurlaub zurück – sie wollte übrigens nicht mitfahren – präsentierte sie mir ihre Entscheidung. Ihr Kleiderschrank war leer und sie war über Nacht beim Neuen eingezogen. Zuvor waren ihrerseits per E-Mail und SMS noch Liebesschwüre und Zukunftspläne mit mir geschmiedet worden. Im ersten Moment hielt ich das für einen bösen Traum. Allerdings & da bin ich mir sicher, war der Neue nicht der Anlass, sondern lediglich das Resultat. Bestimmt hatte sie schon eher abgeschlossen.

  • C. sagt:

    Teil 2:
    "Unfair" finde ich, leider höre ich viel zu oft, dass es so läuft, dass wir nie den Arsch in der Hose haben, offen mit unserem Partner zu sprechen. Warum muss man sich denn immer schon innerlich verabschieden? Wäre es nicht zumind. Wert den Anderen einzubeziehen?
    Viele meiner Freunde haben mir im August den Vogel gezeigt, wozu ich noch bereit war. Rückblickend betrachtet, war es für mich seelisch richtig. Ich habe alles gegeben, was ich geben konnte. Ich habe alles versucht, was ich versuchen konnte. Sicherlich einfach zu spät. Aber ich muss mir nun nicht mehr die Frage stellen, was wäre gewesen wenn …

    Ich bin an dem Punkt angelangt, dass ich zwar traurig bin, dass wir die Zeit nicht überstehen konnten, aber andererseits auch Stolz auf mich selbst. Stolz, weil ich es versucht habe & nicht einfach weggelaufen bin.

    Ihre Zerrissenheit ist mir klar. Sie spricht von einem Band, das uns verbindet und da hat sie sicherlich Recht. Ich habe Angst davor, dass sie weiter hin & her springt. Aber ein halbes Jahr ist einfach genug! Und so tue ich für mich das einzig Richtige: Ich packe ihre Sachen und verbanne sie aus meinem Leben.

    Ich hoffe für mich, dass ich zukünftig nicht abstumpfen und misstrauisch werde, das wäre unfair der Nachfolgerin gegenüber. Denn auch diese hat verdient, dass ich ihr genauso offen und unvoreingenommen gegenüber stehe.

  • Andy sagt:

    Mir fällt auf, dass viele der "Opfer" hier scheinbar lange Beziehungen gehabt haben. Sie klagen darüber, dass man zu feige wäre mit dem Partner zu reden. Ich denke aber eher, dass die Partner zu oft nie zuhören wollten, wenn sich einer der beiden langsam aus der Beziehung drängt, weil er/sie sich nicht mehr wohlfühlt. Klar ist es toll jemanden zu haben zu dem man immer wieder zurück kann, die Macht des Gewohnten. Aber wenn die Beziehung einfach nicht mehr existent ist und man daheim einfach kein Gehör mehr findet nutzt man die Beziehung halt nur noch als Haushaltstreffen und die nächste Möglichkeit sich etwas besseres zu suchen. Das tut man dann eben.
    Klagende der Müllentsorgung, die die Schuld IMMER beim anderen Teil suchen, sollten sich also mal überlegen, ob man früher ein humorvolle lebensluste sexy Schnecke gewesen ist und man sich im Laufe der Jahre zu einer zynischen frigiden Übermutter verändert hat.

  • R sagt:

    Es ist wie eine Müllentsorgung ! Das ist klar.
    Ich habe das selbe Erlebnis mit meiner Frau mit der ich jetzt 10 jahre zusammen war . Wie sie mir das erste mal sagte, konnte ich es gar nicht glauben und wollte es auch nich ! Was ist mit der Wohnung mit unserem Sohn …… ?? Aber das intressierte sie alles nicht wirklich. Sie gab mir die Chance noch 5-6 Wochen um sie zu kämpfen was ich auch gemacht habe und wusste, der neue kämpft auch! Nur so wie das Sprichwort schon heisst : Neue Besen kehren gut!
    Mittlerweile wohnt sie schon nach 3 Monaten bei dem Neuen mit meinem Sohn, den ich jetzt nur noch alle 14 tage sehen darf! Das ist das Schlimmste dran! Das Kind! Sie kann selbst jetzt nur sagen: Ich war einfach nicht mehr glücklich bei dir! Wie ich das verstehen soll, begreif ich noch nicht. Der Kleine sagt selber zu mir: Die Mama schaut nur nach dem (Name) vom Neuen ! Ich denke, je mehr man Menschen geliebt hat, desto schlimmer ist der Müllberg, der sich vor jemandem aufbaut! Ich bin mir aber zu 95 % sicher, dass sie dort hinfällt und wieder kommt! weil niemand kann das Komplettpaket Familie so lieben wie eine fremde Person! Weil Blut ist nun mal dicker wie Wasser !

  • Chrissy sagt:

    Es ist jetzt 5 Wochen her, seit mich mein Ex-Partner unter dem Vorwand einer Auszeit quasi vor die Tür gesetzt hat. Er war nach einer OP + Reha von insg. 4 1/2 Wochen den 1. Tag wieder zu Hause. Bei mir gingen sofort alle Alarmglocken an, vor allem weil ich 2 Tage vorher in seinem Bad in der Reha einen Haargummi entdeckt hatte. Seine äußerst spontane und für mich erst glaubwürdige Antwort war, es wüsste nicht wem der sei. Vielleicht hätte ihn ja die Putzfrau vergessen/verloren. An diesem 1. und dann auch letzten Tag trug er sein Handy mit sich rum, egal wo er hinging. Es kam auch noch spätabends eine Sms. Nachdem er mir dann die Auszeit eröffnet hatte, suchte ich gezielt nach seinem Handy um zu schauen, wer da schreibt bzw. ob er eine andere hat. Leider hab ich es nicht gefunden, dafür aber eine Quittung über eine silberne Kette, die er einen Tag vorher gekauft hatte. Angeblich für die Freundin seines Sohnes….nun ja, mittlerweile weiß ich, dass dies alles gelogen war und er in der Reha eine andere kennengelernt hatte. Habe auch eine E-Mail von ihr an ihn gelesen und sie auch schon mit ihm zusammen gesehen, was er alles vehement abstreitet. Er hätte nur vor seinem Haus gestanden, um seine Verwandtschaft zu verabschieden. Eine Frau wäre da nicht gewesen. War sie aber….ich sah sie auch später durchs Fenster bei ihm im Haus. Also alles klar….aber er streitet nach wie vor alles ab. Die Frau, die ihm diese Mail geschickt hat, hätte durch ihre Krankheit psychische Probleme und hätte sich da wohl in was hineingesteigert…. ha, ha, ha. Das ist das schlimmste an der ganzen Sache, das er nicht mal den Mut zur Wahrheit hat. Es ist zwar nicht richtig, jemandem nachzuspionieren, das weiß ich sehr wohl, aber ich musste einfach Gewissheit haben. Er hat mich wie hier auch beschrieben, wie Müll entsorgt.

  • Chrissy sagt:

    - Teil 2 –
    Nach langer teilweise auch schwieriger Beziehung, in der ich immer zu ihm gestanden und alle Probleme mit ihm zusammen gelöst habe. Ich bin vorher noch 4 1/2 Wochen jeden Tag zu ihm in Klinik + Reha gefahren, um ihm zu unterstützen. Habe mir eingebildet, wenn ein geliebter Mensch Besuch bekommt, geht die Genesung vielleicht etwas schneller voran. Zu gut wie ich jetzt weiß….alles Lug und Trug was wir gelebt hatten und unsere Pläne vom auswandern (wir wollten nächstes Jahr im Ausland anfangen zu bauen – ein Grundstück ist schon vorhanden) usw. usw. usw. Ich bin in einem tiefen schwarzen Loch und bemühe mich, nicht zu versinken. Es kostet mich manchmal mehr Kraft als ich habe, aber es hilft mir zu lesen, dass ich leider nicht die einzige bin, der es so ging. So, das war jetzt sehr lang, aber ich tut gut, sich das von der Seele zu schreiben. Vielleicht liest er das ja auch mal, wenn er evtl. mal in der gleichen Situation ist. Damit er weiß, wie man sich fühlt und wie verletzend das ist einfach entsorgt zu werden. Ich wünsche allen anderen viel viel Kraft das durchzustehen…

  • Chrissy sagt:

    - 3. Teil -
    Jetzt bleibt bei mir immer nur diese eine Frage. Warum?????
    Warum tut er das? Warum tut er mir das an? Wieso nach allem was wir zusammen geschafft haben? Hätte er nicht mit mir reden können? Vorher um nicht aufzugeben. Um zu zeigen, das ich ihm etwas wert war? Warum ist er nicht wenigstens ehrlich? Wahrscheinlich um sich selbst nicht eingestehen zu müssen, wie mies und abgründig das ist war er tut. Er war immer der eifersüchtigere und hat mich immer wieder gebeten, wenn mir sowas passieren sollte, ihm dies so nicht anzutun sondern ehrlich zu ihm zu sein. Er hätte das selbst schon mal erlebt und wäre dabei so tief verletzt worden, das er das nicht noch einmal durchstehen könnte. Jetzt weiß ich aber wohl, das er dies immer nur befürchtet hat, weil er das selbst so lebt, vielleicht schon öfters so gelebt hat und denkt, jeder ist so. Ich hätte ihn niemals betrogen, er war die Liebe meines Lebens, trotz seiner Macken und Eifersüchtigkeiten. Hoffentlich merkt er bald, was er an mir hatte und das das ein riesen Fehler von ihm war. Damit er wenigstens irgendwie dafür bestraft wird, obwohl wenn er auch nur ein bißchen Gewissen noch hat, ist er schon bestraft, mit seinem Tun leben zu müssen.

  • lene sagt:

    mein partner hat nach 7 jahren eine kennengelernt und dann recht bald gesagt, was sache ist. also: ehrlichkeit war schon mal fast von anfang an da. kann man vom (ex)partner verlangen, dass er sich nicht gleich in die neue beziehung stürzt? dass er sich auch ersteinmal zeit nimmt die trennung zu verarbeiten, gefühle an sich ran zu lassen? wenn er jetzt gleich, nach 2 tagen (!!) nur noch bei ihr ist… tritt er nicht alles was wir hatten mit den füßen? was geht in so jemanden vor? klar, da ist ein neuer interessanter mensch. aber kann der so toll sein, dass man alles was man hatte aufgibt OHNE darum zu trauern ohne zu bedauern, ohne für den anderen da zu sein? warum kann man nicht in der zeit der trennung, in der schwierigsten zeit dennoch füreinander da sein? mein leben hat sich so um ihn gedreht, und nun stehe ich allein und leer da. es verletzt mich so, dass er mich so leicht abstreifen kann. er sagt zwar: er will mich als mensch nicht verlieren, will unsere tiefe freundschaft bewahren – aber wie soll ich ihm das glauben, wenn er nach 2 tagen schon "drüber weg" ist? jetzt sitze ich in unserer gemeinsamen wohnung und er kommt nicht mer heim, hat sich erst in arbeit gestürzt und ist nun wohl dabei sich zu amüsieren. es tut so weh, was er jetzt alles mit ihr hat und ich so gar nicht mehr an ihn herankomme. wir waren uns doch so nah!!
    bitte erkläre mir jemand wie er denkt und fühlt! bitte sage mir jemand, ob ich falsch liege, wenn ich möchte, dass er nicht sofort sich auf die Neue einlässt. kann das nicht warten??
    antwort gerne an: freierdenker@web.de

  • Manfred sagt:

    Bin durch zufall auf diese seite gestoßen und möchte mein erlebnis schildern. bin knapp 5 jahre mit einem Menschen zusammengewesen, die Beziehung war bereits von Anfang immer wieder durch Streit und unverständnis geprägt, ich weiß nicht war es liebe, es hat uns immer wieder zusammengezogen, bis vor ca. 3 Wochen ein unbegründeter Eifersuchtsanfall ( hab nur um mich geschaut ) die Trennung durch mich erfolgte, ich konnte es einfach nicht mehr ertragen ständig beschuldigt zu werden. Was macht meine liebe Freundin? sie zieht sofort beim nachmieter meiner Wohnung den wir 3 Tage zuvor kennengelernt haben ein, für mich der eigentlich froh hätte sein müssen der Beziehung ein Ende gesetzt zu haben, war ein endloser Fall in ein Loch angesagt von dem ich mich einfach nicht erholen kann. Wer kann mir helfen diese Situtation in den Griff zu bekommen ?

  • Heiko sagt:

    Hallo
    meine werte Ex, seit dem 28.12. hat auch einen neuen. Am 30. haben wir noch eine Schlüsselübergabe gemacht. Sie sagt mir unter Tränen, dass sie mich liebt. " Tage davor auch noch als wir eine Beziehungspause einlegen wollten.
    Am 30. 12., noch am selben Tag der Übergabe ist sie mit dem neuen zusammen.
    Gesagt hat sie es mir aber erst am 1.2. als ich nachfragte.
    Es lief schön länger was. Sie sagte es mir aber nicht. Sie hat beteuert, dass sie mich liebt.
    Mein Ego war am Boden, ist es immer noch, aber so langsam rappel ich mich hoch. Unternehm auch schon was trotz Gegenwehr meines Körpers.
    Logisch gab es Probleme. Meines war, ich habe mich unterbuttern lassen und nix gesagt. Das sehe ich als mein Fehler an.
    Ich möchte sie nicht wieder sehen, denn die schmach ist zu heftig.

  • Gl sagt:

    Hallo! Zufällig bin ich auf dieser Seite gelandet und muss feststellen, es gibt ganz viele, die so leiden wie ich. Wenn man ganz einfach ersetzt wird tut das sehr weh. Ich glaube aber, ich kann darüber hinweg kommen. Schlimm ist, dass ich jetzt erfahren habe, dass er diese Beziehung mehr oder weniger intensiv schon seit 3 Jahren pflegte. Damals haben wir ein Haus gekauft. Nun soll die Neue in unser Haus einziehen, da ich es nicht allein halten kann. Ich suche schon eine Wohnung, aber das Zusammenleben mit ihm ist schrecklich. Er kann nicht ausziehen und wartet darauf, dass ich etwas Neues finde, damit seine Freundin einziehen kann. Seine Nähe zu ertragen fällt schwer, noch schwerer fällt es, wenn er meint, der Tagesablauf könnte ganz normal weiter gehen. Wie kann man sowas erwarten? Kann ein Mann nach über 10 Jahren des Zusammenlebens sich nicht annähernd vorstellen, wie schrecklich das ist? Ich bin damals mit ihm in eine fremde Gegend gezogen und habe meine 2 Kinder mitgebracht. Jetzt will ich aus seinem Dunstkreis heraus und muss wieder fremd ganz von vorn anfangen. Er ist jeden Tag gut gelaunt und fröhlich. Seine neue Liebe ist Rückhalt und er freut sich schon auf die Zukunft. Er will mir weiter ein sehr guter Freund und immer für mich da sein. Das kann ich nicht. Vielleicht in ein paar Jahren. Jetzt fehlt mir die Zeit, Abstand zu bekommen. Ich würde mich gern ganz von ihm lösen können, das geht aber erst, wenn ich ausziehen kann. So lebe ich jetzt schon seit 4 Wochen und warte nur auf den Tag, an dem ich umziehen kann. Wenn wir uns nicht sehen würden, wäre alles viel einfacher, aber so….

  • morgenroth sagt:

    Hallo, reihe mich ein den in Club der Abgelegten.
    Belogen, betrogen und verarscht und als (7 Jahre) Durchgangslager benutzt zu werden, ist absolut schäbig. Bei mir ging es nur um Sex, er besuchte
    jeden Tag gewisse Seiten im Inet…
    Was dort Frauen zeigen – unglaublich ( möchte keine Details schreiben). Sowas hat er gesucht und angeblich gefunden. Wie erniedrigend es ist, als er erzählte was er alles im Bett mit ihr machen kann, ist nicht zu schildern. Auf die Frage, warum, kam die Antwort "aus Neugier und dann ist mehr draus geworden." Er ist auch gleich in ihre Wohnung gezogen…Habe von seiner Ex dann erfahren, dass er in all seinen Beziehungen fremdgegangen ist. Was mich so fertig macht ist, dass ich auf so was reingefallen bin und das in meinem Alter 63. Ich halte mich an dem Gedanken fest, dass auch er mal entsorgt werden kann, denn
    Beziehungen haben heute kein Stellenwert mehr, man kann ja ins Inet gehen, da gibts genug Angebote. Eine neue Beziehung kann ich nicht mehr eingehen, dafür sind die Verletzungen viel zu groß, das Vertauen weg.

  • Gekr sagt:

    Tja was soll ich sagen…Es geht vielen ja hier genauso. Nach 15 Jahren Beziehung und 6 Jahren Ehe einfach ausgetauscht zu werden ohne jegliche anzeichen. Wir haben einen gemeinsamen Sohn, um den er sich nie wirklich gekümmert hat. Mein Noch-Mann ist direkt mit unserer Angestellten, die keine Kinder hat und auch keine möchte, einfach auf und davon. Er akzeptiert nicht, dass der Kleine nicht zu ihm möchte und schon mal gar nicht zu ihr. Die beiden wohnen von Anfang an zusammen und ich werde seitens meines Ex nur noch beschimpft, ich hätte mich verändert, ich würde ihn nur noch ankotzen. Zum Glück bin ich im Haus geblieben und muss ihn jetzt leider auszahlen.
    Es ist schwer mit der Trauer umzugehen. Es ist verletzend, für das komplette Gegenteil ausgetauscht zu werden.Ich hoffe, dass mein Sohn, der mittlerweile in Therapie ist, und ich irgendwann einen neuen Partner finden, der zu uns hält und auch aufrichtig ist und nicht nur an sich denkt. Ich wünsche meinem Ex, dass er sowohl mit Firma und ihr baden gehen wird. Das wäre meine Genugtuung…Man sieht sich immer 2 mal im Leben… LG an alle Betroffenen…Der beste Spruch ist immer: "Die Zeit heilt alle Wunden!" Ich kann ihn nicht mehr hören.

  • Anette sagt:

    Hallo Gekränkt2010, lass Dich trösten. Unser Leben prüft uns wieder und wieder und manchmal möchten wir einfach verzweifeln. "Es ist genug!" denken wir. Ich habe oft genug um das schiere Überleben gekämpft bei allen Verletzungen, denen ich nicht glaubte standhalten zu können. Ich habe mich mit vielen Betroffenen ausgetauscht und auch Bücher gelesen, um Rat zu finden. Am besten fand ich meine Probleme reflektiert in Rüdiger Schaches "Das Geheimnis des Herzmagneten" . Ist oft unbequem zu lesen aber sehr hilfreich. Frohen Mut wünscht Anette (28.07.08)

  • Sandra sagt:

    Ich wurde auch von einem auf den anderen Tag verlassen.
    Es kam mir gerade alles so bekannt vor, was ich da alles so gelesen habe.
    Diese ganzen Liebesschwüre bei der Trennung. "Ich werde dich immer lieben- in meinem Herzen tragen und alleine bleiben."
    Kurz danach hat er sich von einer anderen trösten lassen. Ich erfuhr es erst hinterher, nach vielen Monaten, das er ganz schnell in eine neue Beziehung gegangen ist. Und wie ich jetzt erfahren habe, läuft es in der neuen Beziehung nicht rund.Sehr viel Streiterein um Kleinigkeiten. Es ist einfach nun mal so, wenn man das " Alte " nicht verarbeitet hat, kann man nichts "Neues" beginnen, man schleppt das "Alte" mit in das "Neue", es ist vorallem unfair auch dem Neuen Partner gegenüber. Wenn ich von meinem Partner wüsste, das er sich in der "alten Beziehung" mies verhalten hat, ich hätte immer Angst, dass er es mit mir auch tut, denn Menschen ändern sich nicht, sie verstellen sich nur, bis das wahre "Ich" wieder zum Vorschein kommt, und das selbe Spiel beginnt von vorn.
    Es ist nicht das Problem das man eine Beziehung beendet, sondern es ist das WIE.

  • wildwoman sagt:

    ist doch absolut sonnenklar: das gemeinste an solch einer situation ist: angelogen zu werden! dass jemand nicht den mut hat, zu seinem verhalten zu stehen und nicht genügend respekt vor dem partner hat. das ist sehr verletzend und macht enorm wütend. mein exfreund hat sich vor drei wochen von mir getrennt. er meinte, dass hänge nicht mit mir zusammen, nur mit ihm und seiner überforderung in der gesamten situation (ich bin alleinerziehend). ich wollte wissen, ob es nicht doch auch mit einer anderen frau zusammenhänge. er verneinte aber meinte, er wolle mich nochmals treffen um in ruhe über alles zu sprechen. so ist er vor einer woche vorbeigekommen und nach langem blablabla meinte er, er müsse mir was gestehen: es sei doch was mit seiner arbeitskollegin. er hat mich mit ihr betrogen und erst dann trennte er sich von mir. er verspricht mir im ganzen vergangenen jahr das blaue vom himmel (die ganze palette: ich sei die frau seines lebens, endlich habe er die richtige gefunden, zusammenziehen, heiraten, zusammen alt werden blablabla) und dann betrügt und belügt er mich und äussert den wunsch in freundschaft mit uns (mir und meinen kindern) in kontakt zu bleiben. er meint selber, dass er ein arsch sei, nicht beziehungsfähig und die beziehung zur anderen zum vornherein zum scheitern verurteilt. aber hallo? ist das normal?

  • Stella-Luna sagt:

    Hallo,
    ich empfinde den Artikel als interessant und nicht als persönliche Abrechnung.
    Bin letztes Jahr im Juni von meinem Partner nach achtjährigem Zusammenleben von heute auf morgen verlassen worden. O.K., – wir hatten eine Krise und haben uns von einander entfernt und nicht geredet. Ich bin einfach nicht mehr an ihn herangekommen. Wir hatten ein Haus zusammen gemietet, welches ich nach der Trennung nicht allein halten konnte.
    Das Schlimmste war die Art und Weise, wie er Schluß gemacht hat. Hat mir einfach kommentarlos den Satz “Ich trenn mich von dir” an den Kopf geworfen und ist gegangen.
    Das zweitschlimmste: Eine Woche später waren wir bei meiner besten Freundin zum Grillen eingeladen, er kommt mit der Neuen, keiner von den Freunden oder Familie wusste Bescheid. Es war die Demütigung meines Lebens. Danach habe ich viele Arten von Gefühlen durchgemacht. Von Wut über Hass, dann Trauer und Selbstmitleid und das berühmte “schwarze Loch”…
    Jetzt, acht Monate später, habe ich mich langsam erholt und gehe wieder unter Leute.
    Die Moral von der Geschichte?
    Ich habe 17 Jahre zuvor meinen Mann mit den Worten “ich habe mich verliebt und gehe jetzt” verlassen. Habe mir keine Gedanken um ihn gemacht, sondern mich in die neue Liebe gestürzt. Jetzt weiß ich wie es ist, verlassen zu werden und ich bin daran gereift und würde nie mehr einen Menschen so verletzen.
    Danke für die Erfahrung muß ich letztendlich sagen…
    Grüße
    Stella-Luna