Ein vertrautes Gefühl für viele Singlefrauen eines gewissen Alters. Klar, anders als Männer unterliegen Frauen einem biologischen Diktat. Irgendwann ist es zu spät, den Richtigen zu finden, mit dem sie eine Familie gründen können. Wie gehe ich damit um, wenn das Ticken der biologischen Uhr immer lauter wird?
Früher bezeichnete Torschlusspanik eher die Angst, keinen Mann mehr abzukriegen. Inzwischen steht der Kinderwunsch im Vordergrund. Denn obwohl eine späte Mutterschaft für Frauen immer normaler wird, irgendwann wird es knapp, denn das Alter schreitet unerbittlich fort.
Warte, warte noch ein Weilchen
"Viele Frauen bleiben lange kinderlos, weil sie einfach keinen passenden Partner für die Familiengründung haben", sagt Single-Coach Lisa Fischbach. "Zunächst steht oft die Karriere- und Lebensplanung im Vordergrund, das Kinderkriegen wird auf später verschoben." Eigentlich kein Problem: Denn mit Ende 30 oder Anfang 40 noch ein Kind zu bekommen ist inzwischen nichts Ungewöhnliches mehr und gesellschaftlich akzeptiert.
So weit die Theorie. Doch: Ab Mitte 30 tickt die weibliche biologische Uhr immer lauter. Die Fruchtbarkeit nimmt ab, d.h. die Chance schwanger zu werden, sinkt. Um den Zeitpunkt nicht zu verpassen, muss es irgendwann schnell gehen. Oder überhaupt nicht. Vielen partnersuchenden Frauen mit Kinderwunsch bleibt nichts anderes übrig, als diesen relativ offensiv zu kommunizieren.
Höchste Dringlichkeitsstufe
Valentin (44) findet das befremdlich: "Da wird man beim ersten Date auf seine Vaterqualitäten abgecheckt", klagt der Web-Designer. "Damit schlägt mich jede Frau sofort in die Flucht." Klar, Valentin hat Zeit, er kann theoretisch auch jenseits der 50 noch eine Familie gründen. Für Frauen ein Ding der Unmöglichkeit.
Deshalb sollte frau, wenn sie sich ein Kind wünscht, dies nicht allzu lange im Verborgenen halten. Lisa Fischbach warnt jedoch davor, damit gleich beim ersten Date herauszuplatzen: "Lassen Sie sich zunächst ausreichend Zeit, um herauszufinden, ob Sie einander sympathisch sind und der Funke überspringt. Dann aber sollte der Kinderwunsch mit dem nötigen Fingerspitzengefühl angesprochen werden."
Überhaupt ist das Thema äußerst sensibel. Wer sich als Mann bedrängt fühlt, sollte es unbedingt ansprechen, denn bei solch elementaren Bedürfnissen gibt es nur wenig Verhandlungsspielraum. Lisa Fischbach: "Beugen Sie späteren Enttäuschungen und Verletzungen vor, indem Sie das Thema früh klären."
Die Mutterrolle
Carla (46) fühlt sich von ihrem Ex hintergangen: "Er schob die Familiengründung immer wieder auf." Irgendwann wollte er dann doch, aber da war Carla 44 und es klappte nicht mehr. Er verließ sie wegen einer Jüngeren, hat inzwischen zwei Kinder. Carla kann das nur schwer verkraften. "Für viele Frauen steht der Lebensentwurf Mutter und Familie noch immer im Mittelpunkt persönlicher Lebensziele. Aber auch alternative Lebensformen werden zunehmend gesellschaftlich akzeptiert", so Lisa Fischbach.
Eine Frau findet ihre Erfüllung also nicht mehr wie in früheren Zeiten nur in der Mutterrolle. Auch ein Leben ohne Kinder kann sehr erfüllend und glücklich sein. Viele Frauen entscheiden sich sogar ganz bewusst dafür. Carla muss lernen, das Beste daraus zu machen und akzeptieren, dass sie kinderlos bleiben wird, aber dennoch glücklich sein kann.
Wenn das Ticken lauter wird
Daria hat mit 34 Jahren noch Zeit. Nur: Ein passender Partner ist nicht in Sicht. "Das stresst mich. Ewig kann ich es nicht aufschieben." Hinterfragen Sie die Intensität Ihres Kinderwunsches: Entsteht er erst dadurch, dass die Zeit drängt und damit die Chance verloren geht oder wünschen Sie sich tatsächlich schon lange ein Kind? Lisa Fischbach rät zu aktiver Partnersuche. Aber: "Handeln Sie, jedoch nicht unbedacht und überhastet. Mit einem Kompromisspartner oder in einer schwierigen Beziehung ein Kind zu bekommen, macht unglücklich."
Das Rezept gegen Torschlusspanik gibt es nicht. Oberstes Gebot: Ruhe bewahren. "Beurteilen Sie das Problem sachlich und aus der Distanz: Was wünschen Sie sich wirklich?", rät Psychologin Lisa Fischbach. Oft sind es nämlich Idealvorstellungen, die von außen an uns herangetragen werden. Bei Daria sind es zum Beispiel die eigenen Eltern: "Ständig fragen sie mich, wann sie endlich ein Enkelkind bekommen."
Daria hat ihren Eltern gesagt, dass sie dieses Thema nicht mehr ansprechen sollen. Ihr geht es besser damit. Auch ihre Situation als Single hat sie für sich selbst klarer definiert und einen Weg gefunden, damit besser umgehen zu können. "Wer die Ursachen für die eigene Panik erkennt, kann daran etwas verändern", so Lisa Fischbach. "Freundschaften pflegen, Hobbies und Unternehmungen in der Freizeit aktivieren, all das erhöht die Lebensqualität eines Singles und stärkt die eigene Zufriedenheit." Damit verschwindet die Panik und frau kann sich in aller Ruhe auf die Suche nach dem Richtigen machen.
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22 Kommentare (älteste zuerst)Ich finde, dass Männer im Prinzip dasselbe Problem haben, nur ein wenig zeitversetzt. Wenn man als Mann ungewollt kinderlos ist und Anfang oder Mitte 40, wie groß ist denn die Chance, dass sich eine 25-30 jährige, kinderlose Frau auf einen stürzt und sofort Kinder will? Irgendwann sind zeugungsfähige Frauen einfach "zu jung" oder "Mann" ist selbst zu alt für Kinder geworden. Wer will schon mit Mitte 50 seinen Nachwuchs in den Kindergarten fahren und als Opa angesehen werden?
Lieber Stefan, wen kümmert es schon, was die anderen sagen oder wie die einen anschauen? Ich bin ich!!!
Wer nicht nach den Vorstellungen anderer leben will, dem ist das vollkommen egal, wie andere zu meinem Leben stehen. Die anderen interessiert es nicht, ob Sie glücklick sind oder nicht, was Sie glücklich macht und was nicht. Und wenn es einen glücklich macht, über fünfzig Vater zu werden, oder eine, über vierzig Mutter zu werden: was spricht denn dagegen? Die anderen? Wollen sie denn Ihr Leben nach den Vorstellungen anderer leben?
Aber letztenendes ob Mann oder Frau: man sollte sich (mehr) Selbstbewußtsein leisten. Nur Mut Stefan!
Carla ist – so leid es mir für sie tut – mitverantwortlich für ihre Situation. Sie ist mit ihrem Ex so lange zusammengeblieben und hat dann seine Priorität zu der ihren gemacht.
Sie hätte auch sagen können: "Wenn Du nicht reif genug bist, dann gehe ich und suche mir jemanden, der auch Familie gründen will." Sie ist bei ihm geblieben. Ihr Kinderwunsch war dann eben doch nicht so groß. Jetzt sauer auf ihn zu sein, ist nicht angemessen, auf sich selbst müßte sie auer sein, weil sie sich so lange hat hinhalten lassen.
Mein Exmann ist mit einer 17 Jahre jüngeren zusammen und sie ist eine pädagogisch gebildete und begabte junge Frau. Sie wünscht sich eine Familie mit ihm und wartet seit 5 Jahren darauf, dass er endlich bereit ist. Er hat aber erwachsene Kinder (mit mir) und kann nun endlich mal an sich denken, endlich seinen Hobbys und Wünschen nachgehen und endlich reisen und fürs Alter sparen ect.
Ich kann es nicht verstehen, warum diese junge, noch unter 30-jährige Frau sich derart verbiegt und sich selbst so verleugnet. Ich wäre längst weg und hätte meine Kinder mit einem Mann, der das auch will.
Frauen tun das immer wieder. Sie unterwerfen sich, selbst gegen die biologische Uhr, gegen den eigenen Willen und gegen jede Vernunft.
Wenn ich Kinder will, dann werde ich sie bekommen. Ich brauche keinen Vater dazu. Es ist sehr schön mit einem Vater, der diese Rolle wirklich beherrscht. Mein Exmann hat seine Kinder über alle Maßen gut behandelt und liebt sie noch immer wie sich selbst und sie ihn. Wenn man einmal solche guten Erfahrungen gemacht hat, alle schweren Zeiten überstand und selbst nach der Trennung noch echte Freundschaft hat, dann tut man sich vielleicht schwer mit einer erneuten Vaterrolle. Das Risiko ist ja immer da, dass es schwer bis kompliziert wird und dass die Partnerschaft wieder nicht ewig hält, aber dieses Mal ungut zuende geht.
Ich möchte dieses Risiko auch nicht mehr. Mit einem neuen Partner möchte ich auf keinen Fall mehr Kinder….es sei denn….er wäre ein richtig toller Papa
Ich kenne jemanden Ende 40, Akademiker, dessen Frau auch Akademikerin ist. Sie haben keine Kinder, für sie gab es nur die Wahl zwischen Karriere und Kindern, nie Karriere mit Kindern.
Er wirkt oft ein wenig traurig, auf der Suche, ist sehr kinderlieb und fürsorglich.
Ich denke auch, es ist nicht nur für Frauen traurig, wenn sie sich dem kinderlosen Willen ihres Partners unterwerfen.
Man sollte immer man selbst bleiben.
Ich rege mich immer über eine derartige Diskussion auf. Frauen ab 30 suchen nur noch einen Samenspender! Die wollen nur ein Kind, denken kurzfristig und egoistisch. Mich wundert es, daß es noch immer Männer gibt, die solche Spielchen mitmachen. Die Frauen sind halt doch die Stärkeren in der Beziehung.
Ob die Beziehung langfristig bestehen und Mutter und Vater sich in einer Familie um das Kind kümmern könnten, ist nebensächlich. Klappt es nicht, hat frau noch immer das gewünschte Kind. Wie sich das Kind als Scheidungswaise fühlt, wird nie gefragt.
Ich bin selber Scheidungskind und kenne auch sehr viele andere. Über den Schmerz kommt man nicht hinweg.
Deshalb sollte man nur an Kinder denken, wenn man weiß, daß eine Beziehung sehr lange bestehen kann. Und da kann mir keiner erzählen, daß man das schon nach ein paar kurzen Jahren weiß. Als Single ab Mitte 30 sollte man sich eher mit dem Gedanken vertraut machen, besser kinderlos zu bleiben, bevor man seinem geliebten Kind so schmerzlich treffen muß. Irgendwann ist man oder frau halt auch zu alt für Kinder.
Wen es beruhigt, es gibt eigentlich genug Menschen auf der Erde…
Mir ist das auch passiert. Ich habe einen Mann kennengelernt, der sich offensichtlich sehr in mich verliebt hatte. Ich war 39 und habe den Kinderwunsch recht zuegig geaeussert. Nach 3 Jahren wurde die Meinung geaendert, ein sehr schmerzlicher Abbruch der Beziehung folgte. Der Mann kehrte zu seiner ex zurueck, sie ist jetzt schwanger. Ich glaube, dass kein Mann auf dieser Welt den Schmerz auch nur annaehernd nachempfinden kann, den frau, die gerne Mutter sein wuerde, vielleicht ein Leben lang empfindet.
Scheidungswaise, es tut mir sehr leid für dich, dass du es so schmerzlich erlebt hast.
Unsere Trennung war sehr freundschaftlich und danach hat sich für die Kinder nichts geändert. Ihr Vater kam wie vorher auch an den Wochenenden und wir haben auch noch gemeinsam Urlaub gemacht. Es ist ein völlig unkomplizierter Umgang, wir haben ja schon viele Jahre beruflich in Fernbeziehung gelebt.
Es hängt aber immer von den Eltern ab- sie müssen vernünftig mit der Trennung umgehen, die Kinder ernst nehmen, aber nicht überfordern und weiterhin beide für sie da sein. Und vor allem darf kein Elternteil die Kinder gegen den anderen aufhetzen. Damit können sie nicht umgehen.
Aber selbst alles für sich ablehnen, was bei den Eltern nicht geklappt hat, ist wohl der falsche Weg. Es war ihr Weg, nicht deiner!
Ich wollte immer Kinder, ich wollte auch immer einen guten Vater dazu und beides geklappt. Sie waren 13 und 15 bei der Trennung und sie sagen heute oft, dass sie kaum etwas davon bemerkt haben. Ob der Vater jeden Tag zu Hause ist oder nur ab und zu kommt, spielt keine Rolle, wenn er in den Anwesenheitszeiten vollkommen für sie da ist. Die Entscheidung gegen Kinder kann ich nicht verstehen. Kinder sind etwas sehr wundervolles und wenn der Mann von vornherein sieht, dass die Frau mit der Mutterrolle gut zurechtkommt und ihn nicht als Pflegepersonal und Finanzspritze mißbraucht, dann wird er sich auch leichter damit tun, ihren Kinderwunsch zu erfüllen- auch beim Risiko einer Trennung, das ja immer besteht.
Mein neuer Partner ist auch einer der Mittdreißiger, die keine Kinder wollen- aber er sagt oft, dass er es mit mir sofort planen würde.
Wir sind für alles in unserem Leben selbst verantwortlich.
Vor einigen Jahren (Jahrzehnten) gab es das Problem aus 2 Gründen nicht: die Medizin war nicht so weit und 2. die Arbeitsbedingungen waren anders. Ich finde es furchtbar, wenn eine Frau egoistisch nur an ihrem Job denkt und irgendwann aufwacht und feststellt, dass ihr Job und das viele Geld eben nicht alles ist und dann mit 40 vielleicht noch ein Kind will. Hier könnte man früher mit der Zukunftsplanung anfangen, dann hätte man diese Probleme nicht oder nicht so stark.
Wenn Frau (natürlich auch der Mann) frühzeitig realistische und erfüllbare Ansprüche an das andere Geschlecht stellt, sollte es wohl auch mit der Liebe klappen, oder?
Dank der modernen Medizin unterliegen auch Frauen heute nicht mehr einem biologischen Diktat. Laut einer US-Studie gibt es keine medizinischen Gründe dafür, dass Frauen nach dem Eintritt der Menopause nicht schwanger werden könnten. Mit Hilfe von gespendeten Eizellen können Frauen nach den Wechseljahren noch Babys bekommen. Beispiele später Mütter, die zwischen 50 und 67 Jahren noch ein Baby bekamen, gibt es ja mittlerweile genug. Auch wenn Kritiker des "späten Mutterglücks" Schwangerschaften von älteren Frauen für ethisch bedenklich halten, wird es wohl nicht mehr lange dauern, bis ältere Mütter zur Normalität werden.
Liebe "Scheidungswaise",
dein Kommentar zeigt mir, dass du sehr unter der Trennung deiner Eltern gelitten haben musst und wohl noch leidest. Das tut mir leid!
Anders kann ich mir nicht erklären, dass du solch harte Worte findest – ich habe sie wirklich als sehr verletzend empfunden! "Frauen über 30 suchen nur noch einen Samenspender" – du hast offensichtlich keine Vorstellung!
Ich meine, ein ehrlicher und liebevoller Kinderwunsch ist nichts Schlechtes, unabhängig vom Alter!
Vielmehr ist das Erleben und Befinden der Kinder abhängig davon, WIE Eltern (egal wie alt) miteinander umgehen, ob in oder nach einer Beziehung. Und wenn Eltern sich ohne Rücksicht auf ihre Kinder im Streit "austoben" ist das für die Kinder einfach sehr, sehr schlimm!
Seit jungen Jahren spüre ich einen ganz starken Kinderwunsch. Dennoch war für mich immer in erster Linie eine gute Partnerschaft als Grundlage wichtig. Leider hab ich in dieser Hinsicht nicht gerade in das Glückshorn gegriffen und habe deshalb meinem Kinderwunsch nicht nachgegeben. Ich würde dennoch nie auf die Idee kommen einen "Samenspender" zu suchen, weil ich – mittlerweile gut über 30 – weiterhin höchsten Wert auf eine funktionierende Partnerschaft lege als Grundlage für alles Weitere. Dennoch gebe ich die Hoffnung nicht auf, mit einem lieben Partner eine Familie gründen zu können, solange das dann beide können und wollen.
Sei nicht wütend auf Frauen über 30, die gemeinsam mit einem Partner Kindern Leben schenken und für sie da sein möchten.
Du darfst wütend sein auf Eltern, die auf Kosten ihrer Kinder ihren Streit austragen und sie zum Spielball machen. DAS ist das, was Seelen verletzt – nicht das Alter!
Ich wünsche dir alles Gute!
Scheidungswaise, allein schon der Ausdruck gehört verboten. Ich war froh, als sich meine Eltern endlich scheiden ließen. Gern hätte ich einen netten Stiefpapa bekommen, doch aus Rücksicht auf mich hat meine Mutter erst vor wenigen Jahren noch einmal gewagt zu heiraten und ist überglücklich (es sind immerhin über 20 Jahre vergangen). Ich hätte es ihr früher gegönnt. Meine beiden Töchter sind nun leider auch Scheidungskinder. Also ich denke nicht, dass sie viel zu "leiden" haben. Der sogenannte Schmerz der Kinder bei einer Trennung der Eltern wird oft maßlos übertrieben. Wenn man nicht über den jeweils anderen Elternteil schimpft oder schlecht redet, sich mit Respekt begegnet und mit den Kindern darüber redet, dann gibt es wenig Grund zur Beunruhigung. Mich regen viel mehr scheinheilige Eltern auf, die wegen der Kinder zusammen bleiben und ihnen was vorgaukeln. Solche Frauen und Männer reissen immer andere Partner dann mit ins Verderben, da sie anscheinend doch Geliebte brauchen…
Es ist nicht schön, als Erwachsener dann zu hören, dass die Eltern ihr Recht auf Liebe und Glück wegen einem selbst weggeworfen haben.
Wer braucht schon moderne Medizin zum Kinderkriegen? Frauen sind von Natur aus dazu ausgerüstet Kinder zu bekommen, und bis zum 50. Lebensjahr können sie das auch. Frauen mit gutem Immunsystem haben bis ins hohe Alter einen hohen Östrogenspiegel, während andere schon mit Mitte 20 Probleme haben können.
Man braucht nicht einmal den passenenden Partner um schwanger zu werden. Das kann man durch einen One-Night-Stand auch werden und dann kann man sich ohne Beziehungsstress dem Würmchen widmen. Es ist ein biologischer Fakt dass Frauen für ein Kind keinen Mann brauchen. Männer hingegen kommen beim Kinderwunsch durch den Kontakt zu einer Partnerin nicht drumrum. Es sei denn sie adoptieren ein Kind, aber das ist ja dann nicht ihres.
Was heißt hier überhaupt Torschlusspanik? Männer kommen und gehen, so ist das nunmal. Man braucht doch nicht durchzudrehen, nur weil man mal keinen Freund hat. Es ist besser Single zu sein als eine schlechte Beziehung zu haben.
Keine Kinder?. Man tröstet gern und redet gern von anderen Dingen, die auch schön sind. Dabei ist es schon tragisch, auszusterben. Auch keine Enkel zu
haben. Den Eltern die Enkel vorzuenthalten und dem Rentensystem das nicht zu geben, wovon man später nur leben kann: Von den Leistungen der Kinder. Ich
schreibe das für die, die es noch aufschieben wollen. Bequemer ist es ohne Kinder. Und ohne Enkel. . ., doch: 1 Kind = 1000 Euro Rente, 10 Kinder 10.000 Euro Rente. Oder funktioniert das System anders? Dieser Staat macht
uns vergessen, dass wir Arbeitenden für die Alten sorgen und unsere eigene Rente nicht vom Einzahlen abhängig ist, sondern von den LEISTUNGEN unserer Kinder, später. Die Einzahlungen sollen nur eine Verhältnismäßigkeit für die Größe des Kuchens ergeben. Kinderlose werden auf diese Weise begünstigt, wasich als sehr ungerecht empfinde. Die Düsseldorfer Tabelle, sowie diese Ungerechtigkeit sind Ursachen unserer Kinderarmut.Aber vielleicht will uns ja die Natur aussterben lassen… so, wie die Alice Schwarzer…pardon!
Hallo Leute! Bin 36 Jahre alt und seit 2 Wochen wieder solo. Mein Freund, 42 Jahre, hat schon einen 22jährigen Sohn und will keine Kinder mehr haben ;-(. Mein Ziel im Leben war eigentlich immer Familie, irgendwie war nie der Richtige dabei. In meiner ersten Beziehung war ich einfach zu jung und unreif, und danach war ich 6 Jahre mit einem Künstler zusammen, der von einem Tag in den anderen lebte und null finanzielle und sonstige Sicherheit bieten konnte, naja, was soll ich sagen danach 4 Jahre ein ungewollter Single. Wisst ihr, als ich meinen kürzlichen Ex kennenlernte war meine Sehnsucht nach Geborgenheit und Liebe so groß, dass ich obwohl ich nach einem Monat schon seine Einstellung zu Kindern wusste, mich auf ihm eingelassen hatte. Vielleicht auch ein bisschen in der Hoffnung dass er seine Meinung doch noch ändert. Er wäre so perfekt gewesen, er trug mich auf Händen, liebte mich,war wohlhabend, romantisch, super süß…. alles was man sich als Frau so wünscht, und trotzdem ist es nach nur 9 Monaten zu einem unumstösslichen Problem geworden, sodass wir uns unter vielen Tränen getrennt haben. Jetzt sitz ich da, heule mir die Augen aus, brauche wahrscheinlich Wochen bis ich mich davon wieder erholt habe. Und meine Sehnsucht nach einer eigenen Familie ist noch größer als je zuvor. Hab Angst wieder 4 Jahre alleine zu sein und dann ist es für mich definitiv zu spät. Hätte mir es aber nie verziehen mit ihm zusammen zu bleiben und mir die Chance auf ein Familienglück zu nehmen. Die Uhr tickt, und das tut weh!!! Liebe alleine ist nicht genug wenn die Zukunftspläne nicht harmonieren!! Ich will nicht nur ein Kind, ich will eine glückliche, funktionierende Familie. Mit meinen Ex war ich noch nie so nahe an dem Wunsch und gleichzeitig so weit weg
((( Wünscht mir Glück!
Hallo Michaela,
ich kann gut nachvollziehen, was Du durchmachst, mir gehts ähnlich.
22 Jahre habe ich mit meinem Ex verbracht, er konnte mir auch keine Sicherheit (finanziell bin ich meist für alles aufgekommen) oder Stabilität geben. Von Liebe ganz zu schweigen. Obwohl er lieb ist, das ist nicht das Problem.
Als ich endlich aufwachte, machte ich Schluß.
Habe einen Anderen kennengelernt, total süß, romantisch, auf eigenen Füssen stehend – aber irgendwie auch ein Kind.
Er hat meinen lange verdrängten Kinderwunsch wieder geweckt. Ziemlich heftig sogar..
Er war 2 mal verheiratet, hat einen mittlerweile erwachsenen Sohn, von dem er nie was hatte. Als wir über Kinder sprachen, blockte er ab. Er hat einen Sohn gezeugt und das wars.
Ich bin überzeugt, dass er sich eigentlich nach einer intakten Famile sehnt, aber er hat sowas nie kennengelernt und glaubt auch nicht, dass er das jemals wird erreichen könnte. Er hat es mir auch gesagt, davon abgesehen. Aber er hat den Kontakt rigoros abgebrochen, spricht nur noch selten mit mir. Aus Angst….
Und ich bin todunglücklich…
Aber wie heißt es in dem Lied "Alles kann besser werden…"
Viel Glück (drückt mir bitte auch die Daumen)
Hallo,
ich habe die Erfahrung gemacht, dass es nicht zu spät ist. Ich bin mit 42 Jahren ungeplant schwanger geworden. Zuvor dachte ich auch, ich sei zu alt für ein Kind. Wenn man aber bedenkt, dass wir bis 67 Jahre voll berufstätig sein sollen in einer Welt in der lebenslanges Lernen erforderlich ist um mithalten zu können warum soll man dann mit 40 oder 42 Jahren nicht in der Lage sein ein Kind zu erziehen ? Schließlich hat man ja auch noch 25 Berufsjahre (mit 6 Wochen Urlaub jährlich) vor sich. Bis dahin ist unser Kind dann auch erwachsen und geht seine eigenen Wege.
Ich bin in einer ähnlichen Situation wie Michaela. Ich bin 34 u seit über 1 Jahr mit meinem Freund zusammen. Als wir uns kennenlernten, steckte er noch in seiner Beziehung, die -wir er sagte- emotional schon erkaltet war. Seine Tochter war damals 1,5 Jahre. Aus diesem Grund wollte ich mich eigentlich nicht ernsthaft auf ihn einlassen, ich wünschte mir eine verbindl. Partnerschaft u Kinder. Mir war klar, dass er erstmal auf eigene Füße kommen muss (sein Leben neu organisieren) u weitere Kinder keine Priorität haben. Tja, wir haben uns aber verliebt. Er trennte sich offiziell u wir haben langsam mit unserer Beziehung begonnen. Alles lief gut. Mittlerweile verbringen wir gemeinsame Urlaube mit seiner Tochter u es klappt super. Auch das Verhältnis zu seiner EX hat sich entspannt, wir sind keine Freundinnen, akzeptieren uns aber. Leider lebt mein Freund nicht in meiner Stadt u das wird sich erstmal nicht ändern. Er möchte sein Studium noch zu Ende bringen, was ich verstehen kann. Ich allerdings würde jetzt gern schon die nächsten Schritte in Angriff nehmen, zusammenziehen, Kinder. Er kann sich das alles auch vorstellen, aber erst danach. Ich bin beruflich in einer sehr guten Position, die ich ungern aufgeben würde. Ich denke auch, wir haben gerade einen anderen Anspruch an unsere Beziehung, ich will verbindlich werden u er ist mit der Situation jetzt ganz zufrieden u kann auch noch 1-2 Jahre warten. Ist ja verständlich. Ich hab allerdings Angst, dass ich umsonst warte u dann feststelle, dass sich meine Wünsche nicht erfüllen. Hab aber genauso Angst, jetzt eine falsche Entscheidung zu treffen u mich von ihm zu trennen. Dieses Chaos im Kopf, diese Zweifel kann ich nicht mehr verbergen. Er bekommt mit, wie unglüclklich ich bin u versuchte zunächst mich zu beruhigen. Jetzt streiten wir auch schon ständig und sind aktuell wirklich kurz davor uns zu trennen. Und ich hab keine Ahnung, ob das wirklich die Lösung ist.
Dieses Gefühl kenne ich: Bin 40ig, mein Freund 38ig. Haben uns erst spät kennengelernt! Früher hatte ich nie den passenden Mann für ein Kind und einfach eins ohne Mann zu bekommen, wollte ich nie! Lange Rede kurzer Sinn: Üben seit einem Jahr und obwohl alles ok ist, hat es bisher noch nicht geklappt..
Denke, wenn es noch 1 Jahr dauert, bin ich definitv zu alt und muss es vergessen! Eine künstl. Beruchtung kommt leider nicht in Frage, da ab diesem Alter der Fond nichts mehr dazubezahlt und es somit für Normalverdiener unerschwinglich ist! Ich kann jede Frau verstehen, die in diesem Alter Torschlusspanik hat, wenn sie noch kinderlos ist – egal aus welchen Gründen!
Ich kann hier alle Meinungen nachvollziehen. Schade, dass sich so wenig Männer hier äussern. Meine eigenen Erfahrungen (ich werde heuer 40, habe keine Kinder) sind die, dass die Männer mitte 40, die ich v.a. hier in EP kennengelernt habe, alle in der Regel geschieden sind, bereits Kinder haben und absolut keine mehr wollen. Ich frage mich stets, warum sie mich dann kontaktiert, wo ich explizit meinen Kinderwunsch angegeben habe. Warum suchen sie mich aus? Und in der Tat: Es kam auch in den zwei Jahren, in denen ich hier angemeldet bin, keine einzige Beziehung zustande. Ich habe für mich entschieden, mir einen jüngeren Partner zu suchen, da diese (meist Anfang 30) sehr genau wissen was sie wollen und ihrerseits ‘reifere’ Frauen sehr schätzen und keine Angst vor Ihnen haben. Im gegensatz zu diesen mitt-Vierziger, die allzu oft noch das alte Rollenmodell ge-/erlebt haben (Mutti Zuhause hinterm Herd mit den Kids und Papa schafft das Geld ran). Dieses Modell widerstrebt mir – und sicher vielen Anderen, sogenannten ‘Karrierefrauen’ aufs Äusserste. Ich möchte einen Vater für mein Kind, der aktiv seine Vaterrolle lebt und ein gleichberechtigter Partner ist.
Ich weiss, all dies ist nicht leicht und ja, es wurde bereits erwähnt: Der Grund warum Frauen Anfang 40 Panik kriegen, ist der, dass es offensichtlich nicht die richtigen Männer gibt, die mit diesen taffen, starken Frauen gemeinsam eine Familie planen wollen.
Ich hoffe, ich kann meine Pläne so verwirklichen und wünsche dies auch allen Anderen hier!
Also wirklich, wenn ich das hier lese, dann kommt es mir allerdings so vor, wie Scheidungswaise es geschrieben hat – dass Frauen lediglich Samenspender suchen. Allerdings gilt das durchaus auch umgekehrt, wie ich selbst vor einigen Tagen erfahren musste. Wenn Männer einen starken Familienwunsch bzw. Kinderwunsch haben, dann muss frau eben als Gebärmaschine herhalten.
Was mich an der Sache ziemlich aufregt: Jeder denkt nur an sich und seine eigenen Wünsche, deshalb klappt es auch bei immer weniger Menschen mit einer wirklich intakten Familie.
Ich möchte doch um meiner selbst willen geliebt werden, und nicht nur als potentielle Mutter zukünftiger Kinder in Betracht gezogen werden! So sehe ich auch meinen Partner. Wenn der Kinderwunsch größer wird als die Liebe zum Partner, tja, dann war’s wohl auch nicht wirklich Liebe, sondern mehr Selbstliebe. ICH will. Es steht hier so wenig vom WIR – immer nur ICH.
Wenn ich meinen Partner wirklich liebe, dann ist mir doch der ganze Rest egal…! Was ist denn, wenn frau z.B. keine Kinder bekommen kann, oder er keine zeugen kann? Wird dann die Beziehung beendet? Na, tolle Liebe, tolles gegenseitiges Vertrauen.
Genau so empfinde ich heute nach 25 Jahren Ehe:
"ER" machte von Anfang an klar:
Du bist ganz und gar nicht meine Traumfrau. Die Frauen, die ich liebte, waren zu meiner Lebensplanung nicht bereit, aber wenn du dich änderst, erhöre ich dein Flehen. "Er" will Hochzeit, Kinder, Haus, Gemüsegarten, am Besten noch Hausschlachtung. "Sie" will unbedingt finanzielle Unabhängigkeit, Reisen ins Ausland, Freunde, Geborgenheit, aber keine zu feste Bindung, keine Kinder.
"Sie" ist verliebt, weiß um ihre Unattraktivität und ist bis zur Selbstaufgabe zur Anpassung bereit, unter der Bedingung nicht ihre Selbständigkeit zu verlieren.
Er: "Ja, das werden wir dann sehen.."
Also Hochzeit. Erst kein Nachwuchs. Er leidet. Sie mit ihm.
tierisch darunter. Weil sie ihn liebt, leidet sie mit. Dann 1.Nachwuchs. Ihr Arbeitsplatz wird kurz darauf aufgelöst, kein Zurück zum Beruf. 2.Kind, Haus, Kinder dauernd krank. Mann hat 60Std-Woche, Stress mit Schul-Kindern, später Berufs-Wunsch abgelehnt:
1. Steuer frisst Verdienst,
2. Verdient fließt zu 100% in Familienkasse, weil "er" auch Nachteile davon hat. Sämtliche Ausgaben werden gemeinsam geplant und müssen gerechtfertigt werden.
3. Hilfs-Personal für Haushalt plötzlich "unerträglich" ist und nicht "genehmigt" wird.
4. Mit Hinweis auf noch zu erledigende "Baustellen" im Haushalt ihre etwaige Berufstätigkeit abgelehnt wird.
5. Es unmoralisch ist angesichts von genügend Geld in der Kasse Arbeitslosen den Arbeitsplatz wegnehmen zu wollen.
10-15 Jahre lang hat "sie" ihre Beziehung als gut empfunden, wurde aber ständig von ihm und seinen Eltern darauf hingewiesen, dass sie nur mangelhaft in der Ausführung ihrer Haushalts- und Garten-Pflichten sei, egal wie viel Mühe sie sich gab. Dann Resignation, es aus Mentaltätsgründen eh nicht zu schaffen.
Heute tiefe Depression wegen Dauer-Demütigung. Aussichtslosigkeit der finaz. Selbständigkeit, "er" empfindet sie nur als schwierig und übellaunig. Wechseljahre halt.
@Realistin
Sie haben aus meiner Sicht völlig Recht – und sind Gott-sei-Dank mit gesundem
Selbstbewusstsein gesegnet (was mir abgeht). Ich kenne viele Paare, die absolute Minderheit (ca. 1 von 10) sind aus Liebe zusammen. Der Rest aus Vernunft-Gründen
und in Ermangelung Besseren. Schließlich gehören Ehe-Kinder-Haus dazu, wie steht man sonst da? Dessen sollten sich aber unbedingt BEIDE bewusst sein, sonst ist die Enttäuschung einprogrammiert. Wenn 2 sich auf dieser Basis finden, zwar kein Süßholz raspeln, aber in gesunder Partnerschaft Nachwuchs aufziehen, kann das aus meiner Beobachtung auch gut gehen. Wenn Mann/Frau sich nur als Mann/Frau empfinden können, wenn sie sich fortpflanzen können, geht die Beziehung oft direkt in die Krise. PartnerIn Nr.2 ist dann aber auch nicht auf Dauer glücklich wenn dann Nachwuchs da ist.