Manchmal lernen Singles interessante Menschen im nächsten Supermarkt kennen. Tatsächlich ergibt sich zwischen den Regalen leicht ein netter Flirt. Was kann man beachten?
Haushaltseinkäufe sind zugegebenermaßen nicht so mein Ding. Ich bin meistens zu gestresst – und dann geht's mir an den Kassen stets zu langsam. Nun gut, in einer solchen Stimmung kann sich gar keine nette zwischenmenschliche Begegnung entwickeln. Aber das habe ich auch gar nicht im Sinn. Schließlich will ich ja nur einkaufen.
Sollten hingegen Sie dem Supermarkt-Flirt grundsätzlich nicht abgeneigt sein, dann bietet sich zunächst einmal die Herstellung einer positiven inneren Haltung an. Die Kunst liegt ja gerade darin, im "alltäglichen Wahnsinn" einen kühlen Kopf zu bewahren. Wer sich entsprechend bewusst Zeit für den Einkauf nimmt, der hat auch mehr Ressourcen für die Beobachtung seiner Mitmenschen. Und das ist schon mal eine gute Grundlage in Hinsicht auf das Unternehmen "Flirt im Supermarkt". Es gilt das Motto: Ein Einkaufswagen sagt mehr als tausend Worte. Leicht erkennt man, lapidar gesagt, für wie viele Personen der Andere einkauft. Kennen Sie den Inhalt eines typischen (männlichen) Single-Einkaufswagens? Er sieht meistens so aus: Tiefkühlpizza, Toilettenpapier, Bier, "Fertig-Salat".
Jedenfalls dient der Einkaufswagen immer auch als Aufhänger für Small Talk: "Oh, sieht nach einem Single-Haushalt aus!" Durch die Blume wird dadurch gleichzeitig kommuniziert: "Mich interessiert, ob Du noch auf dem Partnermarkt bist." (Natürlich schadet es nicht, wenn es vor dem verbalen Kontakt zu einem positiven nonverbalen kommt, etwa Blickwechsel.)
Eine andere Idee: Man kann auch den einen oder anderen Einkaufsartikel, den der Andere gerade in Händen hält, als Aufhänger nehmen: "Hm, die Sahne hier eignet sich fantastisch für eine Pfeffersauce." Kommt der Flirt in spe zu einer positiven Einschätzung Ihrer Person und "passt es gerade", so kann sich leicht ein lockeres Gespräch über Pfeffersaucen o.ä. ergeben.
Andererseits kann man auch das Gegenüber fragen, ob es weiß, wo dieser oder jener Artikel platziert ist. Natürlich sollte ein Gegenstand genannt werden, der aller Wahrscheinlichkeit nach in unmittelbarer Nähe aufzufinden ist. Funktioniert der Versuch, steht wieder ein Small Talk im Raum, der eventuell zu mehr führt.
Letztlich will ich noch auf das leidige Thema "Warten an der Kasse" zu sprechen kommen. Das ist der Wahnsinn, oder? Auch in dieser Hinsicht lohnt Gelassenheit. Wer leicht auf 180 ist, weil es nicht vorangeht, kann – und das ist gesünder – lieber die Zeit nutzen und sich ein paar schöne Gedanken machen. Über den nächsten Urlaub oder so. Steht vor oder hinter Ihnen ein Mensch, mit dem Sie gerne ins Gespräch kommen würden, kann schon eine saloppe oder humorvolle Bemerkung zur Situation ausreichen, um das Ziel zu verwirklichen, etwa: "Bleiben Sie lieber nicht in dieser Reihe – dort wo ich stehe, dauert es meistens am längsten." Es kommt auf die Situation und Ihre Stimmung an – danach richtet sich der erste Satz. Ein gewisses Maß an Flexibilität ist gefragt.
Fazit: Der Supermarkt ist potenziell eine Flirtbörse. Einem Single bieten sich viele Möglichkeiten. Man muss nur aufmerksam sein.
Köstlich!! Es ist nicht ganz abwegig. Der Nachteil ist nur , dass es nicht sehr weit führt. Es endet spätestens an der Kasse oder am Parkplatz. Das wars dann.
Sicher ganz witzig, aber wie macht man dem Flirtpartner klar, dass man zwar mit Kind unterwegs, aber dennoch auf der Suche ist? Mir jedenfalls geht es so: Erwachsener mit Kind: Da gibt es möglicherweise einen Partner…und schon ist wider besseren Wissens die Flirtlaune hinüber.
Kontakt klappt jedesmal, aber leider muß ich Anette recht geben: An der Kasse oder Parkplatz ist Schluß – hat jemand eine Idee?
Na, wenn an der Kasse oder am Parkplatz Schluss ist, müsst ihr halt nach der Telefonnummer fragen oder das Gegenüber einladen, noch zusammen einen Kaffee trinken zu gehen.