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Stolpersteine: Sieben Fallen beim ersten Date
Stolpersteine: Sieben Fallen beim ersten Date (Kategorie: Er sucht ihn)
Das erste Date: Werde ich mit ihm den Rest meines Lebens verbringen oder nur einen Nachmittag? Die besten Tipps zum Kennenlernen und wie Sie die größten Date-Fallen elegant umschiffen.

Die Erwartungsfalle

Karsten (51): "Ich war aufgeregt wie ein kleiner Junge! Ich war mir ganz sicher, dass er der Richtige ist. Dann standen wir uns gegenüber und ich wusste sofort, dass aus uns nichts wird."
Vor dem Date sind die Erwartungen groß. Schließlich treffen sich zwei fremde Männer, um herauszufinden, ob sie eine gemeinsame Zukunft haben. Gerade, wer schon eine Weile gemailt hat, projiziert oft all seine Hoffnungen und Wünsche auf die andere. "Zum Teil sind die Ideale so hoch, dass niemand sie erfüllen kann", sagt Psychologin Lisa Fischbach. Ihr Tipp: Gehen Sie das Date gelassener an. Ruhig bleiben, wenn nicht gleich der Blitz einschlägt. Nicht immer beginnt die Liebe mit einem Knall.

Die Treffpunktfalle

Markus (34): "Ich hatte ein Restaurant vorgeschlagen. Großer Fehler – schon nach wenigen Minuten war klar, dass wir uns nichts zu sagen hatten. Der Abend zog sich wie Kaugummi."
Der Ort ist beim ersten Date das A und O. Es gilt: Je öffentlicher, desto besser. Treffen Sie sich tagsüber – das ist unverfänglicher. Das Zuhause eignet sich als Treffpunkt eher nicht, das ist sehr intim und weckt womöglich Erwartungen, die Sie nicht beabsichtigen. Ideal ist ein Café: Wenn es nicht passt, kürzen Sie das Date nach einem Milchkaffee schnell und höflich ab. Beim Dinner ist ein Verschwinden zwischen Suppe und Hauptgang schwerer.

Die Selbstdarstellungsfalle

Nik (38): "Ich wollte unbedingt als toller Typ rüberkommen und habe voll auf dicke Hose gemacht."
Vermitteln Sie kein falsches Bild, seien Sie Sie selbst! Das heißt: Machen Sie nicht auf Macho, wenn Sie eher ein Softie sind. "Seien Sie Sie selbst", sagt Lisa Fischbach. "Stehen Sie zu Ihren Interessen und verbiegen Sie sich nicht, nur um beim anderen womöglich besser anzukommen." Schließlich verlieben wir uns in Menschen, die bei sich sind und keine gekünstelte Rolle spielen.

Die Gesprächsfalle

Jan-Marc (35): "Ich habe den ganzen Abend von meinem Job erzählt und detailliert die Reparatur meines Autos beschrieben. Total daneben, ein persönliches Gespräch kam so gar nicht erst zustande.“
Sie sind nervös und hören sich plötzlich die unsinnigsten Dinge äußern. Kommt vor, sagt die Psychologin. "Viele versuchen, möglichst Originelles zu erzählen, um Eindruck zu hinterlassen." Gar nicht nötig: Am Anfang des Gespräches sind Inhalte nämlich zweitrangig. Der erste Eindruck entsteht zu 93 Prozent aus Gestik, Mimik, Stimme und Körperhaltung. Sie können also aus Ihrem Alltag erzählen: "Reden Sie ruhig über das Wetter", rät Lisa Fischbach. "Auch mit banalen Themen finden Sie etwas über den Mann gegenüber heraus."

Die Interpretationsfalle

Sven (41): "Wir hatten einen tollen Abend und ich war sicher, dass er das auch so sah! Aber dann kam eine SMS, dass es nett war, aber nicht gepasst hätte."
Auch wenn Sie Feuer und Flamme sind – vielleicht empfindet der andere anders. Signale zu deuten ist bei Unbekannten schwierig: "Sind wir fasziniert, verstärkt sich unsere subjektive Wahrnehmung", erklärt die Psychologin. "Wir sehen nur noch das, was unser positives Bild bestätigt." Wenn wir uns die Zuneigung so sehr wünschen, kann es vorkommen, dass wir Signale der Ablehnung ausblenden.

Die Offenheitsfalle

Philipp (29): „Ich habe ihm sofort alles von mir erzählt und alle Karten auf den Tisch gelegt. Und dann hatte sich die Sache nach zwei Wochen erledigt.“
Kann passieren: Sie sind schon beim ersten Treffen verknallt. Trotzdem: Gehen Sie die Sache langsam an. Wenn Sie zu viel von sich erzählen und der Kontakt dann abbricht, ist das ein seltsames Gefühl. Also: Behalten Sie ein paar Geheimnisse für sich! Ihre komplette Lebens- und Beziehungsgeschichte können Sie später noch erzählen.

Die Abschiedsfalle

Thorben (36): "Wir trafen uns nachmittags im Café. Es war wirklich nett, doch dann musste er ganz plötzlich los. Ich kam mir irgendwie abserviert vor."
Das erste Treffen hat nur einen Zweck: Herauszufinden, ob Weitere folgen. Wenn Sie gleich das Gefühl haben, Ihr Gegenüber nicht wieder sehen zu wollen, sollten Sie das nach einer kurzen Höflichkeitsplauderei offen sagen. Natürlich ist ein wenig Fingerspitzengefühl nötig. Tipp der Psychologin: "Versetzen Sie sich in die Position des anderen. Stellen Sie sich vor, welche Worte Ihnen in dieser Situation helfen würden."

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