Solisten, Junggesellen, Alleinstehende - Single bleibt Single, auch wenn die Bezeichnungen noch so blumig klingen. Aber ist das heutzutage eigentlich noch ein Problem? Wir meinen: Nein! Es kommt nur auf die richtige Haltung und das Vertreiben der hartnäckigen Kopfgespenster an. Wie das geht, lesen Sie hier!
Normalzustand: Single
"Gesellschaftlich ist es schon lange kein Stigma mehr, Single zu sein", sagt Diplom-Psychologin Lisa Fischbach. Klar, Phasen des Alleinseins sind im modernen Leben völlig normal und kommen immer mal wieder vor. Schließlich haben wir heutzutage meist mehrere Partnerschaften. Und weil die nicht alle nahtlos ineinander übergehen, liegen dazwischen eben auch mehr oder weniger lange Singlephasen. "Wenn jemand damit ein Problem hat, liegt das meist an der Bewertung des eigenen Zustands", so die Psychologin. "Wer selbst gewählt eine bestimmte Zeit ohne Partner durchs Leben geht, ist oft zufrieden, selbstbewusst und hat kein Problem mit dem Singledasein."
Der unfreiwillige Single
Umgekehrt funktioniert das leider nicht so gut: "Wer sich händeringend nach einem Partner sehnt, sich ohne bessere Hälfte einsam und minderwertig fühlt, der leidet unter dieser Situation", sagt Single-Coach Fischbach. Für denjenigen ist das Singleleben tatsächlich ein Stigma und eine ziemliche Katastrophe. Zum Glück trifft das auf die wenigsten zu: Eine Forsa-Umfrage ergab, dass nur zwei Prozent aller Befragten mit ihrem Single-Dasein unzufrieden waren. Manchmal ist es trotz aller guten Vorsätze nicht so leicht, sich mit seinem Single-Status zu arrangieren. Besonders nach Trennungen: Ist das eigene Glück erst einmal zerbrochen, sind Unternehmungen mit befreundeten Pärchen oft eine echte Qual. Langweilige Spieleabende, Rumturteleien auf Endlosschleife, einstimmige Harmonie. Kann man sich geben als Single, muss man aber nicht!
Allein, aber nicht einsam
Unternehmen Sie in Ihrer Freizeit schöne Dinge, überlegen Sie, mit wem Sie Ausflüge machen können oder gar einen Wochenendtrip. Und noch ein heißer Tipp: Leben Sie besonderen Elan in die Partnersuche! Machen Sie sich die Vorteile des Singlelebens bewusst: Sie müssen keine Rücksicht auf den Lebensrhythmus eines anderen Menschen nehmen und können ungestört Ihren Interessen nachgehen. Sie müssen keine Absprachen treffen oder Rechenschaft ablegen. Fangen Sie ein neues Hobby an und nehmen Sie sich Zeit für Ihre Freunde. Und wird die Sehnsucht nach Nähe und Geborgenheit unerträglich groß, bitten Sie zudem jemanden aus Ihrem engsten Umfeld um eine feste Umarmung. Dieser Wunsch wird Ihnen gewiss niemand abschlagen.
Gesunder Ego-Trip
Genießen Sie die Zeit, die Sie für sich und Ihre ganz persönlichen Bedürfnisse haben. Von Beziehung zu Beziehung, ohne Pause dazwischen, das ist nicht gesund für die Seele. Nutzen Sie die Phasen des Alleinseins, um zur Ruhe zu kommen und auch, um sich auszuprobieren. Knüpfen Sie neue Kontakte, flirten Sie und lassen Sie sich ruhig auch auf sexuelle Abenteuer ein, ohne gleich die große Liebe darin zu suchen. Großer Vorteil: Singles achten meist sehr gut auf sich und ihren Körper. So ergaben US-Studien, dass Singlefrauen beispielsweise weniger häufig übergewichtig sind und auch seltener an Herzleiden erkranken. Zufriedene Singles wissen meist ziemlich genau, was sie von einer Beziehung und einem Partner erwarten. Und das trägt dazu bei, dass die Phase nach dem Alleinsein umso erfüllter wird. Ob Sie das Single-Dasein als Stigma erleben, hängt also einzig von Ihnen ab. Gesellschaftlich ist das schon lange kein Problem mehr!
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