Kloß im Hals? Fehlen die Worte? Manchmal sind Gefühle schwer auszudrücken. Zum Glück gibt es noch andere Arten der Kommunikation. Sagen Sie es doch einfach durch die Blume.
Schon im 18. Jahrhundert berichtete die Schriftstellerin Mary Wortley Montagu nach ihrer Reise in den Orient, dass die Menschen in Istanbul mit Hilfe von Blüten kommunizierten. Ungezwungene Treffen zwischen Mann und Frau waren zu dieser Zeit nicht ohne Weiteres möglich. So entwickelte sich eine Sprache der Blumen, mit der man sagen konnte, was man mit Worten nicht durfte.
Eine rote Rose steht für Liebe, soviel ist bekannt. Aber wussten Sie, dass gelbe Rosen ein Zeichen für Eifersucht oder Untreue sind? Schon im Altertum wurden weiße Rosen bei geheimen Treffen an die Decke gehängt, um die Beteiligten zur Verschwiegenheit zu mahnen. Was sub rosa besprochen wurde blieb geheim. Salbei sagt "Ich denk an Dich". Mit einer Brennnessel geben Sie kund, dass Sie jemanden durchschaut haben. Edelweiß bedeutet "Du bist wunderschön".
Die Bedeutungen in der Blumensprache waren noch raffinierter: Je nach Farbe oder Zusammenstellung des Straußes änderte sich die Bedeutung. Hingen die Blüten nach unten kehrte sich die Bedeutung ins Gegenteil. Alle Bedeutungen dieser Sprache zu kennen, würde sicherlich einen kleinen Sprachkurs erfordern. Aber: Verzichten Sie doch mal auf E-Mail oder SMS, wenn Sie demnächst Ihrem Partner etwas mitteilen wollen – und sagen es durch die Blume.
da fällt mir ein Witz mit einer sehr deutlichen"Sprache" ein:
Ein Mann will seiner Angebeteten Blumen kaufen und durch sie zu ihr sprechen, er fragt die Verkäuferin nach der Sprache der einzelnen Blumen.
Die Verkäuferin erklärt:
"Rosen sagen, ich möchte dich liebkossen, Narzissen, ich möhte dich küssen."
Der Mann überlegt und winkt ab:
"Ach nein, dann geben Sie mir lieber einen Strauß Wicken!"