Singles sind egoistisch. Singles haben dauernd Sex. Aha. Über Singles kursieren jede Menge Klischees. Wir nehmen die Vorurteile unter die Lupe und enthüllen die Wahrheit.
Singlemythos 1: Singles haben mehr Sex
Logisch. Schließlich können sie jeden Abend frei wie ein Vogel auf die Piste gehen. Während bei Paaren nach ein paar Jahren aufregendem Sexualleben die Luft raus ist, erleben Singles aufregende Begegnungen. Falsch! Laut einer britischen Studie haben Verheiratete den meisten Sex. Lisa Fischbach: "Nur die wenigsten Singles haben über längere Zeit häufig wechselnde Sexualpartner. Das bringt auf Dauer keine Befriedigung. Zu einer erfüllten Sexualität gehören Vertrauen und Nähe." Das fehlt bei One-Night-Stands. Ebenso der Kuschelfaktor.
Singlemythos 2: Singles sind Egoisten
Wer allein lebt, entwickelt Macken und Marotten. Klar, Singles müssen auf niemanden Rücksicht nehmen. Keine Kompromisse, keine fremden Wünsche. "Mag sein, dass manche nach einer langen Solo-Phase tatsächlich einen Egoismus entwickeln", so Lisa Fischbach. "Aber jede neue Beziehung stellt die Herausforderung, zwei Leben miteinander in Einklang zu bringen." Dabei machen Singles keine schlechtere Figur als Menschen, die z.B. gerade frisch getrennt aus einer Beziehung kommen. Im Gegenteil. Singles sind häufig offener: Sie haben die Altlasten ihrer Ex-Partnerschaften verarbeitet und sind bereit für den Neustart.
Singlemythos 3: Singles sind zu anspruchsvoll
Die Welt ist voller Singles. Da muss doch das passende Gegenstück zu finden sein. Wer allein bleibt, tut das deshalb, weil er zu wählerisch ist. "Gewisse Ansprüche zu haben, ist völlig legitim. Jeder bestimmt für sich selbst, was er in einer Partnerschaft braucht, um glücklich zu sein", sagt die Psychologin. "Wichtig ist, diese Ansprüche realistisch und flexibel zu halten und hin und wieder kritisch zu hinterfragen." Viele Singles haben die Zeit des Alleinseins genutzt, um zu sich selbst zu finden. Davon profitieren sie bei der Partnersuche: Sie stürzen sich nicht unreflektiert in eine Liebschaft mit einem Menschen, der ihnen nicht gut tut und mit dem es keine glückliche Zukunft geben kann.
Singlemythos 4: Singles haben ein spannendes Leben
Ist es etwa nicht "total aufregend" und "super spannend"? Besonders Menschen, die in langen Beziehungen leben und sich insgeheim ein wenig langweilen, beneiden Singles oft um ihre tolle Freizeit. Kein nörgelnder Kerl auf dem Sofa, gut gelaunte Singlefreunde, mit denen sie von Party zu Party tingeln. Weit gefehlt: In unserer ElitePartner-Singlestudie© fanden wir heraus, dass nur 46 Prozent der Singles ihr Leben als spannend bezeichnen. Bei den Paaren sind es 58 Prozent. "Für Singles ist ein ausgefülltes Leben und ein gut funktionierender Freundeskreis wichtig", sagt Lisa Fischbach. "Dann haben Frustattacken keine Chance. Ob ihr Leben tatsächlich spannender ist, hängt aber nicht vom Fehlen des Partners ab, sondern vom individuellen Charakter."
Singlemythos 5: Singles sind unglücklich
Singles sind einsame, unglückliche Wesen, durch und durch bemitleidenswert. Auf sie wartet am Feierabend keiner, der die müden Beine massiert. Am Sonntagabend schauen sie allein "Tatort" und sehnen den Arbeitsbeginn am Montag herbei… Stimmt das? "Viele Singles sind mit dem Alleinsein unzufrieden und wünschen sich einen Partner", bestätigt Psychologin Lisa Fischbach. "Doch Studien belegen: Wenn Singles über den Tag verteilt ihre Momente des Wohlbefindens angeben sollen, unterscheidet sich dies nur unwesentlich von liierten Personen." Auch Singles verspüren Glück und sind keine miesepetrigen Jammerlappen. Sie sind häufig sehr gut in ihr soziales Netzwerk eingebunden – und diese Freundschaften sind meist ähnlich intensiv und erfüllend wie eine Paarbeziehung. Alleinsein ja, aber von Einsamkeit keine Spur.
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